Archiv der Kategorie: Biertest

Rodenbach – FruitAge

Die Geschichte der Brauerei Rodenbach, aus der das FruitAge stammt, das jetzt vor mir steht, geht lange zurück. Ursprünglich aus Andernach am Rhein stammend, ließen sich die Rodenbachs im westflämischen Roeselare nieder. Die Familie Rodenbach hatte viele Soldaten, Dichter, Schriftsteller, Bierbrauer, Unternehmer, aber auch pragmatische Revolutionäre und Politiker in ihren Reihen. Pedro Rodenbach zum Beispiel nahm am Russlandfeldzug Napoleons teil und führte 1830 die belgische Revolution an, die zur Unabhängigkeit Belgiens führte. Zwei Rodenbachs waren Mitglieder der verfassungsgebenden Versammlung bei der Gründung Belgiens. Constantijn Rodenbach ist der Verfasser der Brabançonne, der belgischen Nationalhymne.

Im Jahr 1821 gründen Alexander, Gregoor, Pedro und Amalia die Brauerei. Seine einzigartige Qualität und seinen meisterhaften Charakter verdankt Rodenbach jedoch Eugène Rodenbach. Er beschäftigte sich nicht nur mit der Vinifizierung des Bieres, sondern optimierte auch den Reifungsprozess in Eichenfässern. Die weltberühmten Fässerhallen mit ihren 294 Eichenfässern, von denen einige 150 Jahre alt sind, sind als industrielles Erbe der Flämischen Gemeinschaft geschützt.

Ein eindeutiger Hinweis, dass das FruitAge ein sehr gutes Bier sein muss, sind die Auszeichnungen, die Rodenbach mit diesem Bier errungen hat:

  • 2018 – World Beer Awards – Silbermedaille – Sauerbier / Fruchtlambic
  • 2018 – Brussels Beer Challenge – Zertifikat für Exzellenz – Fruchtbier
  • 2019 – World Beer Awards – Goldmedaille – Sauer- und Wildbier / Fruchtlambic
  • 2020 – Asia Beer Challenge – Silbermedaille – Fruchtbier
  • 2021 – Australian International Beer Awards – Bronzemedaille – Fruchtbier im belgischen Stil

Bordeauxrot und gefiltert läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine recht kleine hellrosa Schaumkrone. Der feinporige Schaum bleibt lange erhalten.

Das Bier duftet feinsäuerlich nach Kirschen, abgerundet durch den Malzduft nach Karamell.

Der Antrunk ist überraschend süß. Die reichlich vorhandene Kohlensäure ist feinperlig, dabei aber kräftig. Auf der Zunge hält sich der Geschmack der Kirschen im Vordergrund. Dazu kommen ein Geschmack nach Marzipan sowie eine eine angenehme Fruchtsäure. Das Mundgefühl ist samtig. Im Abgang erfreuen Kirschen und Marzipan meine Kehle und diese Geschmäcker klingen einige Zeit nach.

Der Geschmack des FruitAge ist intensiv und das Bier passt perfekt zu einem frischen Käsekuchen. Auch dunkle Chilischokolade kann ich mir gut zu diesem Bier vorstellen. Und wenn der Braumeister von Rodenbach, Rudi Ghequire, sagt, dass das FruitAge mit Eiswürfeln, einer Limettenscheibe und Minze aromatisiert den perfekten Cocktail ergibt, werde ich ihm sicher nicht widersprechen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Kirschsaft

Alkoholgehalt:

3,9 % Vol.

Bittereinheiten:

10 IBU

Brauerei:

Brouwerij Rodenbach
Spanjestraat 133
8800 Roeselare
Belgien
www.rodenbach.be

Insel-Brauerei – Überseehopfen

Braumeister Markus Berberich kennt den Überseehopfen wie kein anderer und er hat für den Craftbeer-Shop sein Bier beschrieben. Lassen wir ihn also auch jetzt wieder selbst zu Wort kommen: „Japanischer Hopfen auf einem sehr trockenen, herben Bier. Der Hopfen ergibt einen sehr schönen Duft nach Lemon, gepaart mit Kokosnoten. Gebraut aus 100 % Doldennaturhopfen mit einem selbst entwickelten temperierbaren Hopfengeber, das ist sehr selten und ergibt ein wohl einzigartiges stabiles Hopfenduftspiel.“ Das klingt doch schon mal richtig gut und wenn wir jetzt noch bedenken, dass der Überseehopfen im Jahr 2016 die Goldmedaille in seinem Stil bekommen hat, kann ich mich jetzt auf eine sehr genussreiche Verkostung freuen. Fange ich also an.

Kupferfarben und mit geringer Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich voluminöse Schaumkrone ist feinporig und bleibt sehr lange erhalten.

Das Aroma ist sehr fruchtig nach Ananas und anderen Südfruchten, dazu kommen herbe Noten, die beinahe an Leder erinnern. Insgesamt aber ein sehr angenehmer Duft, der Lust auf den ersten Schluck macht.

Der Antrunk zeigt eine geringe Süße und auch wenig sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge wird das Bier noch trockener und weist auch die stiltypische Bitterkeit eines IPA auf, begleitet durch einige würzige Noten. Dabei tritt die Fruchtigkeit in den Hintergrund. Dabei ist das Mundgefühl angenehm weich. Im Abgang wird die Fruchtigkeit wieder kräftiger; sie klingt aber nicht so lange nach wie das Bitter, das ich noch sehr lange in der Kehle spüre.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Weizenmalz, Traubenzucker (vollständig vergoren, Flaschenreifung)

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei
Hauptstraße 2c
18573 Rambin/Rügen
www.insel-brauerei.de

Hoegaarden – Rosée

Hoegaarden Rosée basiert auf dem originalen Hoegaarden Witbier, wurde aber zusätzlich mit konzentriertem Fruchtsaft gebraut, der etwa zur Hälfte aus Himbeersaft besteht und dem Bier seine Fruchtigkeit und Farbe verleihen soll.

Fruchtig rot und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine feinporige hellrosa Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Himbeeren und roten Johannisbeeren. Malzsüße und Säure halten sich im Hintergrund, runden den fruchtigen Duft aber gut ab.

Auch der Antrunk besticht durch seine fruchtige Süße, auch wenn ich mir etwas mehr der feinperligen Kohlensäure gewünscht hätte. Auf der Zunge kommt erstaunlich wenig Säure zur Süße und zur angenehmen Fruchtigkeit gesellt sich ein künstlicher Eindruck, vermutlich von den ebenfalls verwendeten Aromen. Da kaum herbe oder bittere Eindrücke nach Bier vorhanden sind, ist das Mundgefühl recht weich. Der Abgang weist eine leichte Fruchtigkeit und einen kurzen Nachklang auf.

Das Hoegaarden Rosée fängt stark an, lässt dann aber immer mehr nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, mind. 1,2 % konzentrierter Fruchtsaft (davon 48 % Himbeeren), Zucker, Säuerungsmittel Zitronensäure, Himbeeraroma, Hopfen, Kräuter (Koriander, Orangenschale), Süßstoff

Alkoholgehalt:

3 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

2° – 4° Celsius

Brauerei:

InBev Belgium bvba/sprl
Stoopkenstraat 46
3320 Hoebaarden
Belgien
www.hoegaarden.com

Landgang Brauerei – Hamburger Senatsbock

Die Idee des Senatsbocks ist nicht neu. Bereits in den 1950er Jahren haben sich die Hamburger Brauer zusammengetan und einmal im Jahr einen gemeinsamen Senatsbock gebraut. Irgendwann Ende der 1960er Jahre ist die Tradition dann eingeschlafen und im Jahr 2015 taten sich die fünf Brauereien Block Bräu, das Brauhaus Joh. Albrecht, die Gröninger Privatbrauerei, die Kehrwieder Kreativbrauerei und Ratsherrn zusammen, um die Tradition wieder aufleben zu lassen. Inzwischen haben sich noch drei weitere Brauereien angeschlossen. Die mittlerweile neun Brauereien haben nun den Senatsbock gebraut, der jetzt vor mir steht. Hier nur kurz, welche Brauereien den Senatsbock 2022 verbrochen haben:

  • Astra Brauhaus St. Pauli
  • Blockbräu
  • Joh. Albrecht Hamburg
  • Gröninger Privatbrauerei
  • Kehrwieder Kreativbrauerei
  • Ratsherrn Brauerei
  • Landgang Brauerei
  • Überquell
  • Wildwuchs Brauwerk

Und jetzt will ich mich aber endlich dem Bier widmen und die Flasche öffnen.

Braun und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine voluminöse mittelbraune und feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier also schon mal eine gute Figur.

Das Aroma ist malzbetont mit Noten nach Kaffee, etwas Rauch und einer leichten Fruchtigkeit, die an Trockenbirnen erinnert. Abgerundet wird der Duft mit einigen würzigen Noten.

Der Antrunk ist süß und mir fällt auf, dass die feinperlige Kohlensäure recht knapp bemessen ist. Die Süße bleibt auf der Zunge erhalten, während nun die Röststoffe in den Vordergrund kommen. Bitter ist eher zu erahnen als zu schmecken. Trotzdem ist das Mundgefühl weich und samtig. Der Abgang ist anfangs mild, aber langsam baut sich ein angenehmes Bitter auf, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Landgang Brauerei GmbH & Co. KG
Beerenweg 12
22761 Hamburg
www.landgang-brauerei.de

Chapeau Banana

Chapeau Banana ist ein Lambic-Bier mit Bananengeschmack von der Brauerei De Troch. Die Brauerei De Troch ist auf lambische Biere spezialisiert und braut seit dem 19. Jahrhundert in Wambeek, in der Nähe von Brüssel.

Orangefarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine kleine feinporige Schaumkrone, die sich aber schnell auflöst.

Das Bier duftet intensiv nach überreifen Bananen und Biskuitteig, aber auch die Säure des Lambic kommt gut zum Tragen.

Der Antrunk ist wie erwartet süß und mir fällt auf, dass das Bier nur wenig Kohlensäure enthält, die dafür aber sehr feinperlig ist. Auf der Zunge mischt sich der Geschmack sehr reifer Bananen mit der Säure des Lambic. Diese Mischung passt überraschend gut zusammen, insbesondere weil sich die leichten Bitternoten diskret im Hintergrund halten. Das Mundgefühl ist sehr vollmundig. Im Abgang dominiert die Fruchtigkeit und sie klingt überraschend lange nach.

Anfangs war ich skeptisch, ob die Banane und das Lambic überhaupt zusammenpassen können, aber dieses Bier hat mich mit seinem vielschichtigen Geschmack überzeugt. Gut gekühlt ist es ein ideales Sommerbier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Hopfen, Hefe, Zucker, Aromen, Bananen (20 %)

Alkoholgehalt:

3,5 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij De Troch
Langestraat 20
1741 Ternat
Belgien
www.detroch.be

Ale-Mania – Maibock

Jetzt habe ich ein Maibock vor mir stehen, der in Zusammenarbeit zweier Brauereien entstanden ist, die mir beide bislang lediglich dem Namen nach bekannt waren. Ale-Mania und Lieber Waldi versprechen, dass dieses Bockbier mit weniger Malz und dafür mit mehr Hopfen gebraut wurde als andere Maiböcke.

Bernsteinfarben und opalisierend läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch haben die Rheinländer schon mal alles richtig gemacht.

Stiltypisch duftet das Bier vorwiegend nach Karamell. Aber auch bittere Düfte steigen mir in die Nase. Das hatte ich nach der Ankündigung der Brauer eigentlich auch so erwartet.

Der Antrunk überrascht mich dann aber doch, denn für einen Maibock enthält das Bier recht wenig Süße, dafür aber reichlich feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich ein für ein Bockbier ungewöhnlich kräftiges Bitter dazu, das aber die Süße nicht überdeckt. Unerwartet kommt auch ein Hauch von roten Früchten dazu, der sich aber diskret im Hintergrund hält. Das Mundgefühl ist samtig und weich. Im Abgang wird das Bitter kräftiger und es klings sehr lange nach.

Insgesamt ein ungewöhnliches Bockbier, aber wirklich nicht schlecht. Mit etwas mehr Aromahopfen, der für mehr Fruchtigkeit sorgt, könnte das noch ein richtig gutes Bockbier werden. Warten wir das nächste Jahr ab.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Karamellmalz), Hopfen (Herkules , Callista , Saphir), Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Lieber Waldi GbR
Dustin Liebenow, Julian Waldner
Blankenheimer Str. 4
50937 Köln
www.lieberwaldi.de

gemeinsam mit

Ale-Mania
Biersmarck GmbH
Alaunbachweg 10
53229 Bonn
www.alemaniabonn.de

Passion Bie

Die Brauerei De Bie entstand 1992 in den Hopfengärten des Brauereidorfs Watou in der Nähe von Poperinge und der französischen Grenze. Sie war eine der kleinsten handwerklichen Brauereien in Flandern. Zatte Bie, Hellekapelle und Helleketelbier waren die ersten Biere, die in diesem Haus gebraut wurden. Sie wurden in einfachen Plastiktüten verkauft und konnten auch im Café d’Hellekapelle neben der Brauerei verkostet werden.

Im Jahr 1998 wurde die Brauerei von Jos Tjoen übernommen, der sie modernisierte, um ihr Wachstum zu ermöglichen. Der Standort erwies sich bald als zu klein für eine Expansion, und 2001 verlegte er die Brauerei De Bie in ein großes Gasthaus in Loker mit dem gleichen Namen: d’Hellekapelle. Dort wurde eine völlig neue Brauerei mit einer Verkaufsstelle, einer Bierbar und einem Pub errichtet. Außerdem wurde ein Bierladen eingerichtet.

Durch den großen Erfolg der traditionellen regionalen Biere wurde auch dieser Standort zu klein. Deshalb ist die Brauerei De Bie im Jahr 2011 auf einen viel größeren Bauernhof in Wakken (Dentergem) umgezogen.

Was einst als Hausbrauerei mit 3 Bieren begann, hat sich inzwischen zu einer renommierten Brauerei mit 10 Bieren entwickelt. Dazu gehören drei Fruchtbiere, von denen ich jetzt zwei kaufen konnte. Das erste der Fruchtbiere, das mit Passionsfrucht gebraut wurde, steht jetzt vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Rot und hefetrüb präsentiert sich das Passion Bie im Glas. Die grobporige rosa Schaumkrone ist recht klein und fällt flott in sich zusammen.

Das Aroma ist fruchtig mit süßen und sauen Noten. Irgendwie erinnert es mich mehr an Limonade als an Bier.

Der Antrunk ist wie erwartet süß und er wartet mit einer kräftigen Kohlensäure auf. Auf der Zunge ist das Bier fruchtig, aber eine gewisse Künstlichkeit lässt mich vermuten, dass beim Brauen auch Fruchtaromen verwendet wurden, auch wenn diese in der Zutatenliste nicht erwähnt werden. Aber eventuell täusche ich mich auch. Das Mundgefühl ist eher schlank. Der Abgang zeichnet sich durch eine leichte Säure mit kurzem Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Zucker, Passionsfrucht, Hefe

Alkoholgehalt:

3,7 % Vol.

Brauerei:

Brewery De Bie
Vijvestraat 47
8720 Dentergem
www.brouwerijdebie.be

Insel-Brauerei – Strandfass

So, wieder mal ein Bier aus Rambin auf Rügen, wo Markus Berberich ständig neue Biere kreiert. Nicht jedes Bier gefällt mir, aber eines ist klar: alle seine Biere haben Charakter. Zum Strandfass, das jetzt vor mir steht, schreibt Markus lt. Craftbeer-Shop.com: „Wir geben bei diesem Bier zerhackte Whisky-Fässer im Sudhaus zu. Die Holznoten werden frisch verbraut und frisch vergoren. Im Ergebnis steht ein erfrischendes Bier mit Holznoten ohne die sonst typischen Holz-Alterungsnoten – sehr selten.“ Dann will ich mal testen, ob dieses Vorgehen zu einem guten Ergebnis geführt hat.

Das Rot des Bieres sieht mit seiner leichten Hefetrübung schon mal richtig gut aus. Der elfenbeinfarbene Schaum ist feinporig und bleibt recht lange erhalten.

Das Bier duftet nach Karamell, dazu kommen weinartige Noten und Rosinen, abgerundet wird alles durch das Aroma der Whiskyfässer.

Der Antrunk ist recht süß und die reichlich vorhandene Kohlensäure ist zwar feinperlig, aber auch kräftig. Der Körper ist malzbetont und jetzt kommt das Holz stärker zum Vorschein. Das könnte eventuell auch der Grundsein, dass das Bier stärker wirkt als die 5,6 Volumenprozent Alkohol, die es tatsächlich hat. Ich vermute auch, dass die Holznote den Eindruck nach Wein hervorruft. Obwohl praktisch kein Bitter zu schmecken ist, ist das Mundgefühl voll und weich. Der Abgang ist anfangs schlank, bevor sich ein überraschendes leichtes Bitter mit sehr langem Nachklang entwickelt.

Ich kann durchaus nachvollziehen, wenn jemand von diesem Bier nicht begeistert ist, aber ich mag die Überraschungen, die dieses Bier zu bieten hat.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Weizenmalz, Traubenzucker (vollständig vergoren während der Flaschenreifung)

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei
Hauptstraße 2c
18573 Rambin/Rügen
www.insel-brauerei.de

Chapeau Exotic

Nun habe ich bereits die meisten der Fruchtbiere aus der Chapeau-Reihe der Brouwerij de Troch verkostet. Nun steht das Exotic vor mir, das mit 20 % Ananas gebraut wurde, einer Kombination, die es vermutlich nur in diesem Bier gibt. Beginne ich also direkt mit der Verkostung.

Kupferfarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die sehr kleine gemischtporige Schaumkrone löst sich praktisch sofort auf, was bei einem Lambic aber stiltypisch ist.

Auch das Aroma ist stiltypisch mit seinem leicht sauren Duft, der im Vordergrund steht, während die Ananas aus dem Hintergrund einige süße und fruchtige Töne beisteuert.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Die Säure des Lambic zeigt sich erst, nachdem sich das Bier auf der Zunge ausgebreitet hat. Aber auch die leichte Süße bleibt erhalten und mischt sich mit der Säure und der Fruchtigkeit der Ananas. Auch das Exotic ist ein sehr erfrischendes Bier. Im Abgang kommt die Fruchtigkeit in den Mittelpunkt, ohne aber den Geschmack des Lambic zu verdrängen. Dieser Geschmack klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Hopfen, Hefe, Zucker, Ananas (20%)

Alkoholgehalt:

3,5 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij De Troch
Langestraat 20
1741 Ternat
Belgien
http://www.detroch.be

Paderborner – Pils Alkoholfrei

Die Paderborner Brauerei wurde im Jahr 1852 gegründet und gehört seit 1990 zur Warsteiner-Gruppe. Seit einigen Jahren braut das Unternehmen auch ein alkoholfreies Bier, das jetzt vor mir steht. Die Brauerei schreibt dazu: „Mit 0,0% Alkoholgehalt verspricht unser Paderborner Alkoholfrei vollen, klassischen Pilsgeschmack mit feinherber Bittere.“ Na, mal sehen, wie mir das Bier so gefällt.

Hell goldfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist relativ klein, bleibt aber lange erhalten. Optisch geht das Bier voll in Ordnung.

Das Bier duftet nach Kandis mit würzigen Noten, dazu steigt mir eine leichte Säure in die Nase.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße sowie eine angenehme Karbonisierung aus. Auf der Zunge kommt das Bitter in den Vordergrund und überdeckt zusammen mit einer leichten Säure die Süße. Wie die meisten alkoholfreien Biere ist das Mundgefühl schlank. Der Abgang ist mild und der Geschmack klingt nur sehr kurz nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

0,0 % Vol.

Stammwürze:

11,6° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

4° – 8° Celsius

Brauerei:

Paderborner Brauerei
Haus Cramer GmbH
Halberstädter Str. 45
33106 Paderborn
www.paderborner-brauerei.de