Archiv der Kategorie: Biertest

BrewDog – Hoppy Xmas

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Weihnachten ist nun bereits einige Zeit vorbei und trotzdem habe ich noch die eine oder andere Flasche Weihnachts- und Winterbier im Kühlschrank. Was sich die Brauer bei Brewdog in Schottland dabei gedacht haben, als Weihnachtsbier ausgerechnet ein IPA zu brauen, kann ich auf den ersten Blick nicht erkennen. Ich sehe das IPA eigentlich als typische Sommerbier, das bei warmem Wetter mit seiner Fruchtigkeit erfrischt. Mit Winter, Schnee, Tannenbaum und Lebkuchen kann ich diesen Bierstil nicht zusammenbringen. Aber was soll’s, eventuell geht mir ja während der Verkostung ein Licht auf.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung läuft das Bier ins Glas. Die durchschnittlich große und schneeweiße Schaumkrone ist fest und bleibt lange erhalten. Optisch macht das Bier also schon mal eine sehr gute Figur.

Auch das Aroma kann mich begeistern. Ich rieche Grapefruit, Zitrusschalen, Ananas, andere Südfrüchte und Harz. Aber auch das Malz kommt mit einem Karamellduft zu seinem Recht.

Der Antrunk verwöhnt mich mit einer angenehmen Malzsüße und einer dazu passend dosierten Kohlensäure. Auf der Zunge treffe ich alle Aromen wieder, die ich bereits in der Nase festgestellt habe. Dazu kommt ein kräftiges Bitter, das aber auch noch Platz lässt für den Karamellgeschmack des Malzes. Insgesamt entsteht so ein weiches und volles Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter kräftiger und deckt in der Kehle die Malzsüße zu. Dafür kommt auch in der Kehle die Fruchtigkeit zu ihrem Recht, wo der Geschmack lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Simcoe), Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

70 IBU

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

BrewDog PLC
Balmacassie Industrial Estate
Ellon
AB41 8BX Aberdeenshire
Großbritannien
www.brewdog.com

De Bie – Winter Bie

Es ist Februar und damit genau die richtige Jahreszeit für ein Winterbier. Und mit dem Winter Bie aus Flandern habe ich mir mal wieder ein dunkles Bier ausgesucht. Unverständlich nur, dass der Schneemann auf dem Etikett ein Glas mit einem hellen Bier in der Hand hat. Aber was soll’s, es geht hier um das Bier, nicht um die Bewertung des Etiketts. Öffne ich also die Flasche und schenke mir ein Glas ein.

Blickdicht schwarz läuft das Bier ins Glas. Die feinporige Schaumkroneist klein und fällt sehr schnell in sich zusammen.

Die Süße des Malzes steht im Mittelpunkt des Aromas. Dazu kommen die Röstaromen, die mir in Form von Mokkaduft in die Nase steigen. Aus dem Hintergrund meldet sich noch ein leichter Honigduft. Das Aroma des Winter Bie gefällt mir deutlich besser als die Optik.

Auch der Antrunk wird von der Malzsüße dominiert. Dazu kommt die angenehme Karbonisierung und jetzt kann ich mich mit dem Bier wirklich anfreunden. Auf der Zunge bleibt die Süße im Vordergrund, wobei jetzt auch der Honiggeschmack zum Vorschein kommt. Die acht Volumenprozent Alkohol sind gut eingearbeitet und unterstützt die anderen Aromen. Das Mundgefühl ist cremig. Würde das Bier noch ein paar Bitterstoffe mehr enthalten, würde ich es als nahezu perfekt bezeichnen. Im Abgang wird das Bitter minimal kräftiger, aber es klingt in der Kehle nur sehr kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij De Bie
Vivestraat 47
8720 Dentergem
www.brewerydebie.com

Blockbräu – Senatsbock 2022

Über den Hamburger Senatsbock habe ich bereits häufiger geschrieben, jenen dunklen und fast schwarzen Doppelbock, der in jedem Jahr am dritten Freitag des Jahres im Rahmen einer Feier angestochen wird. Damit kann ich jetzt direkt mit der Beschreibung der Kreation von Blockbräu beginnen.

Dunkelbraun und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist nur klein und sie löst sich schnell auf.

Düfte nach Pumpernickel, Expresso und Schokolade steigen mir in die Nase. Wie erwartet steht das Malz mit seinen Röststoffen im Vordergrund, aber auch würzige Noten sowie eine leichte Säure stelle ich in der Nase fest.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine reichlich dosierte und sehr feinporige Kohlensäure aus. Auf der Zunge stelle ich eine überraschend kräftige Säure fest, die so gar nicht typisch für einen Bock ist. Die Süße, die ich erwartet habe, ist eher diskret. Außerdem fällt mir das für ein Bockbier doch recht schlankes Mundgefühl auf. Auch in der Kehle steht die Säure im Mittelpunkt und jetzt schmecke ich erstmals ein leichtes Bitter, das aber nur kurz nachklingt.

Das Bier ist durchaus angenehm zu trinken, aber mit der doch recht kräftigen Säure ist der Stil eines Bockbiers doch eindeutig verfehlt. Als dunkles Sauerbier könnte es mich aber begeistern.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Bittereinheiten:

20 IBU

Farbe:

30 EBC

Brauerei:

Blockbräu
Bei den St. Pauli Landungsbrücken
20359 Hamburg
www.block-braeu.de

Samuel Smith’s – Winter Welcome Ale

Das Samuel Smith Winter Welcome Ale wird speziell für die Wintersaison in einer limitierten Menge gebraut. Es soll perfekt an den Genuss an den kurzen Tagen und in den langen Nächten der dunklen Jahreszeit angepasst sein. Und es ist auch für eine Brauerei aus Großbritannien wenig verwunderlich, dass das diesjährige Bier dem 70jährigen Kronjubiläum der kürzlich verstorbenen Königin gewidmet ist. Mir persönlich ist dieses Jubiläum recht gleichgültig, aber deshalb muss das Bier ja nicht schlecht sein. Aber Versuch macht kluch und so werde ich die Flasche jetzt einmal öffnen.

Bernsteinfarben fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große gemischtporige Schaumkrone, die bis auf einen Rest recht schnell in sich zusammenfällt. Ein Rest bleibt dann aber lange erhalten.

Das Bier duftet nach Karamell und Kandiszucker, dazu kommt der Duft nach gerösteten Haselnüssen und Trockenfrüchten wie Rosinen und Pflaumen. Auch der Alkohol ist deutlich wahrzunehmen. Er stört aber nicht, sondern verleiht dem Aroma einen Duft, der an Likör erinnert. Damit passt das Bier schon mal gut in die kalte Jahreszeit.

Der Antrunk ist weniger süß als erwartet und er verwöhnt mich mit einer sehr feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge steht der Geschmack nach Trockenfrüchten im Vordergrund, unterstützt durch die 6,0 Volumenprozent Alkohol. Das Mundgefühl ist weich. Im Prinzip gefällt mir das Bier wirklich gut, aber ich würde mir doch etwas mehr Bitter wünschen. Erst im Abgang werden die Bitterstoffe etwas kräftiger. Obwohl sie immer noch diskret eingesetzt werden, klingen sie überraschend lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Fuggle, Golding), Hefe, Kohlendioxid

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten

32 IBU

Farbe:

16 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

9° – 11° Celsius

Brauerei:

Samuel Smith The Old Brewery
Tadcaster N. Yorks LS24 9SB
Großbritannien
www.samuelsmithsbrewery.co.uk

Reutberger – Weihnachts Bock

Das Kloster Reutberg wurde im Jahr 1618 gegründet. Die Brauerei folgte ein gutes halbes Jahrhundert später. Von dort stammt der Weihnachtsbock, der jetzt vor mir steht. Irgendwie irritieren mich die Weihnachtsböcke aus Bayern; für mich gehört zum Winter ein dunkles Bier. Aber gut – so hat jeder seinen Geschmack. Gebe ich dem Reutberger Weihnachts Bock eine Chance.

Goldgelb und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone fällt leider schnell in sich zusammen.

Malzaromatisch und süß duftet das Bier, unterstützt durch einige florale Noten und auch der Alkohol hebt die Aromen noch einmal hervor.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine stiltypische Süße sowie eine sehr feinperlige und sanfte Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes Bitter dazu, dazu kommt die Würze des Hopfens. Ich meine sogar, einen leichten Marzipangeschmack zu erkennen. Dazu kommt das weiche und volle Mundgefühl. Dass der Alkohol mich von innen wärmt macht den guten Eindruck komplett. Im Abgang erfreut ein angenehmes Bitter meine Kehle, das lange nachklingt.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,7 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

9° – 11° Celsius

Brauerei:

Klosterbrauerei Reutberg eG
Am Reutberg 3
83679 Sachsenkam
www.klosterbrauerei-reutberg.de

Donker – Duivels Bier

Duivels Bier, auf deutsch Teufelsbier, heißt das Bier, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet. Ein Name, bei dem man sich wirklich fragt, woher er kommt. Die Brauerei erklärt es so: Teufelsbier ist ein dunkles obergäriges Bier, das seit 1883 in Halle gebraut wird. Ursprünglich war es ein Spezialbier für die Pilger der Stadt. Einer der wallonischen Pilger war einmal ein wenig zu enthusiastisch und hat die Stärke des Bieres falsch eingeschätzt. „C’est une bière de diable!“ („Das ist ein Teufelsbier!“) rief er aus, sichtlich beeindruckt von dem starken Bier, von dem er gerade einen großen Schluck genommen hatte. Der Name Devil’s Beer war geboren.

Nachdem wir den Namen des Bieres erklärt haben, können wir uns noch kurz der bewegten Geschichte des Duivels Bier zuwenden. Das Duivels Bier wird seit 1883 in Halle in Flandern gebraut. Ursprünglich war es ein spezielles Bier für Pilger und hieß Duvel. Gebraut wurde es von der Brauerei Pêtre Frères, die in Halle beheimatet ist. 1952 schließt die Brauerei Pêtre und die Marke „Duvel“ wird von der Brauerei Vander Linden übernommen. Im Jahr 1996 lässt die Brauerei die Marke „Duivelsbier“ offiziell eintragen. Im Jahr 2001 stellt die Brauerei Vander Linden ihren Betrieb ein , so dass im Jahr 2002 die Marke Duivelsbier“ an die Brauerei Boon übertragen werden konnte. Im Jahr 2003 wurde das Etikett erneuert und der Name in Devil’s Beer geändert. 20 Jahre später steht das Bier nun vor mir. Dann will ich es mal nicht länger warten lassen.

Tatsächlich kann das Bier es gar nicht erwarten, aus der engen Flasche befreit zu werden. Kaum habe ich den Kronkorken geöffnet schäumt es über. Im Glas zeigt es sich dann in einem dunklen Braun mit leichter Hefetrübung. Die Schaumkrone ist anfangs gewaltig, fällt aber bis auf einen Rest schnell in sich zusammen.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade, Kaffee und Karamell. Auch der Alkohol ist in der Nase festzustellen, aber er stört nicht und unterstützt die anderen Aromen.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße und die dazu passende Karbonisierung aus. Auf der Zunge dominiert der Geschmack nach Schokolade und Kaffee. Das Mundgefühl ist nicht weich, passt aber zum Geschmack. Der Abgang ist mild und immer noch kann ich kein Bitter feststellen. Auch klingt der Geschmack in der Kehle nicht nach.

Alles in Allem ist das Bier sehr süffig, aber eine zusätzliche Hopfengabe würde das Bier sicherlich noch aufwerten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Kandiszucker, Doldenhopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Farbe:

28 EBC

Brauerei:

N.V. Brouwerij Boon
Fonteinstraat 85
1502 Halle
Belgien
www.boon.be

Hohenthanner – Winterfestbier

Unschwer zu erkennen ist die Herkunft des Winterfestbiers, das jetzt vor mir steht. Es stammt aus Hohenthann im niederbayrischen Landkreis Landshut. Die Zahlen lassen erahnen, dass es dort in etwa so aussieht wie in einem Bilderbuch: Die Gemeinde hatte Ende 2021 nur etwas mehr als 4200 Einwohner, die sich auf 62 Gemeindeteile aufteilen, die sich über eine Fläche von mehr als 68 km2 verteilen. Damit kommen nur 62 Einwohner auf einen Quadratkilometer. Ländlicher geht es kaum. Und so verwundert es nicht, dass das kleine Hohenthann sogar zwei jährliche Bierfeste zu bieten hat, ein Bierfest mit Zeltparty am zweiten Juliwochenende sowie das Brauerei-Hoffest Mitte September. Und da das Märzen ein typisch bayrischer Bierstil ist, hoffe ich jetzt auf eine angenehme Bierprobe.

Bronzefarben präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone fällt anfangs flott in sich zusammen, aber ein Rest bleibt lange erhalten. Damit macht das Bier optisch schon mal einen ordentlichen Eindruck.

Das Bier duftet malzbetont nach Brot sowie eiem Hauch Lakritz.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße und eine passende Carbonisierung aus. Auf der Zunge kommt ein leichtes Bitter dazu, das sich stiltypisch nicht in den Vordergrund drängt. Der Geschmack ist intensiv, mehr als ich es von eine Märzen erwartet hätte. Das Mundgefühl ist weich und das Bier ist wirklich süffig. Im Abgang wird das Bier trockener, das Bitter legt zu und auch das Aroma nach Lakritz meldet sich kurz. Insgesamt klingt der Geschmack lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Stammwürze:

13,5° Plato

Bittereinheiten:

15 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Hohenthanner Schlossbrauerei GmbH & Co. KG
Brauhausstraße 1
84098 Hohenthann
www.hohenthanner.de

Hummel-Bräu – Pils

Aus Merkendorf in Mittelfranken stammt das Pils, das jetzt vor mir steht. Auch wenn ein Franke einst das Rezept für das Pilsener Bier erfand, ist dieser Bierstil nicht wirklich das typisch fränkische Bier. Aber bekanntlich sind die Franken ja die Künstler bei sehr unterschiedlichen Bieren, so dass ich davon ausgehe, dass mich auch das Pils von Hummel-Bräu überzeugen wird.

Golden und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine feste Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch ist das Bier schon mal 1a.

Auch das Aroma des Bieres kann überzeugen. Ich rieche frische Brotkrume, dazu würzige, grasige und florale Noten. Selten habe ich ein Pils mit einem so vielseitigen Duft kennengelernt.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Das Bier ist nur leicht süß und das Bitter ist gut auf die Süße abgestimmt. Das Mundgefühl ist weich. Im Abgang wird das Bier trockener und obwohl auch in der Kehle das Bitter für ein Pils gering ausfällt, klingt der Geschmack überraschend lange nach.

Zutaten

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Farbe:

10 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Brauerei Hummel GmbH & Co. KG
Lindenstraße 9
96117 Memmelsdorf / Merkendorf
www.brauerei-hummel.de

Schäffler – Winterzauber

Im Allgäu scheint der Winter Märzenzeit zu sein. So steht auch jetzt wieder ein Märzen vor mir, das Winterzauber, gebraut bei Schäffler Bräu in Missen. Obwohl ich normalerweise nichts über das Design der Etiketten schreibe (von Design habe ich wirklich überhaupt keine Ahnung), muss ich in diesem Fall doch sagen, dass die Winterlandschaft auf dem Etikett wirklich anziehend ist und zum Kauf dieses Biers einlädt. So steht es jetzt hier und wartet auf seine Verkostung.

Bernsteinfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittlich große feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. An der Optik des Winterzaubers gibt es schon mal nichts auszusetzen.

Das Aroma ist malzbetont und erinnert an frische Brotkruste. Dazu kommen eine feine Süße und würzige Noten.

Wie erwartet ist der Antrunk recht süß, was aber zur sehr feinperligen und trotzdem kräftigen Kohlensäure passt. Auf der Zunge kommen die würzgen Noten zum Tragen, auch wenn die Süße des Malzes immer im Vordergrund bleibt. Das Mundgefühl ist weich und voll. Im Abgang schmecke ich in der Kehle erstmals ein leichtes freundliches Bitter, das überraschend lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Stammwürze:

13,2° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Brauerei Schäffler
Hauptstraße 17
D-87547 Missen-Wilhams
www.schaeffler-braeu.de

Dubuisson Freres – Rasta Trolls

Seit dem Jahr 2018 gibt es das Rasta Troll aus der Brasserie Bubuisson Freres im wallonischen Pipaix bereits und obwohl ich die anderen Biere aus dieser Brauerei vermutlich alle schon beschrieben habe, ist mir dieses Bier erst jetzt aufgefallen. Obwohl – wer es ganz streng nimmt, wird das Rasta Trolls nicht als Bier anerkennen, sondern es als ein Mischgetränk einordnen. Neben den üblichen Rohstoffen, die auch in Deutschland üblich sind, enthält das Rasta Trolls auch Rumaroma und Apfelkonzentrat. Ich persönlich habe ja keine Berührungsängste mit den Fruchtbieren aus Belgien, aber wenn Konzentrate und Aromen ins Spiel kommen, werde ich doch misstrauisch. Mal sehen, ob das Misstrauen in diesem Fall gerechtfertigt ist. Nebenbei bemerkt ist auf dem Rückenetikett der Flasche keine Zutatenliste aufgedruckt, sondern es wird neben dem obligatorischen Allergiehinweis aufgrund des Gerstenmalzes lediglich auf das Rumaroma und Apfelkonzentrat hingewiesen.

Golden und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittlich große Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier durchaus eine gute Figur.

Allerdings duftet Rasta Troll nicht nach Bier, sondern nach Apfel und erinnert damit eher an Cidre. Nur aus dem Hintergrund kann ich eine leichte Malzsüße riechen. Das Rumaroma kann ich bestenfalls erahnen. Hopfen kann ich in der Nase nicht feststellen.

Der Antrunk ist süß mit reichlich Kohlensäure. Auf der Zunge kommt der Geschmack grüner Äpfel dazu, so dass eine gewisse Fruchtigkeit zum Tragen kommt. Bitterstoffe des Hopfens kann ich immer noch nicht feststellen. Das Mundgefühl ist schlank. Erst in der Kehle bemerke ich ein sehr leichtes Bitter, das aber auch schnell wieder verschwindet.

Ich finde, dass das Bier dem Spruch nicht gerecht wird, mit dem die Brauerei es bewirbt: „Don’t worry, beer happy“.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Apfelsaftkonzentrat, Hopfen, Rumaroma

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Stammwürze:

16° Plato

Bittereinheiten:

19 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Brasserie Dubuisson Freres
Chaussée de Mons 28
7904 Pipaix
Belgien
www.bubuisson.com