Schlagwort-Archiv: Wallonie

La Cambre – HopSession

Das La Cambre HopSession, das jetzt vor mir steht, ist auf drei Arten ungewöhnlich: Nicht nur für ein belgisches Bier, sondern auch für ein Abteibier und ebenfalls für ein IPA ist ein Alkoholgehalt von lediglich 3,9 Volumenprozent ungewöhnlich. Mal sehen, ob sich der geringe Alkoholgehalt auch auf den Geschmack auswirkt.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine durchschnittlich große feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Grapefruit und Ananas, das Malz unterstützt das Aroma nur diskret aus dem Hintergrund.

Der Antrunk überzeugt mit einer leichten Süße sowie einer feinperligen aber kräftigen Kohlensäure. Auf der Zunge steht die Fruchtigkeit im Mittelpunkt. Bitter ist nur sehr zurückhaltend zu schmecken. Das Mundgefühl ist weich und schlank. Erst im Abgang wird das Bitter etwas stärker. Obwohl es weiterhin für ein IPA sehr gering ist, klingt es doch überraschend lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Münchner), Hopfen (Cascade, Centennial, Columbus, Mosaic, Citra), Hefe

Alkoholgehalt:

3,9 % Vol.

Bittereinheiten:

28 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Brasserie de la Cambre SPRL
Avenue de la Couronne 236B
1050 Brüssel
Belgien
www.brasseriedelacambre.be

La Cambre – Amber

Wieder einmal steht ein Abteibier aus Brüssel vor mir. Über die Entstehungsgeschichte dieser Biermarke habe ich an anderer Stelle bereits geschrieben, so dass ich direkt mit der Verkostung beginnen kann.

Kupferfarben und einer voluminösen festen und elfenbeinfarbenen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone bleibt lange erhalten, so dass das Bier eine wirklich gute Figur macht.

Düfte nach Karamell, Trockenfrüchten und Lakritz steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist recht süß, aber die passende Dosierung der Kohlensäure sorgt für eine angenehme Frische. Auf der Zunge kommt die Fruchtigkeit in den Vordergrund, begleitet durch ein leichtes Bitter. Dazu kommt ein weiches Mundgefühl, das den Biergenuss abrundet. Im Abgang wird das Bitter langsam kräftiger und der Geschmack nach Lakritz klingt überraschend lange nach.

Das La Cambre Amber ist ein wirklich schönes Winterbier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Caramalz, Melano), Hopfen (Magnum, Saazer), Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Bittereinheiten:

24 IBU

Farbe:

38 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8° Celsius

Brauerei:

Brasserie de la Cambre SPRL
Avenue de la Couronne 236B
1050 Brüssel
Belgien
www.brasseriedelacambre.be

La Cambre – Blond

Jetzt steht das La Cambre Blond vor mir, ein weiteres Abteibier aus Brüssel. Mit nur 5,6 Volumenprozent Alkohol ist es eines der schwächsten Abteibiere, die mir bislang untergekommen sind. Aber das muss ja nicht zwingend ein Nachteil sein.

Vertrieben wird das La Cambre von der Brasserie de La Cambre. Dabei handelt es sich um ein neues Projekt, das Abteibier in Brüssel wieder einführen will. Guillaume und sein Kollege entschieden sich für die Abtei La Cambre, ein wahres Juwel, das unterhalb der Avenue Louise versteckt liegt. Ich habe die Abtei vor einigen Jahren schon einmal besucht und kann sie Ihnen nur empfehlen, auch unabhängig von den Abteibieren.

Bernsteinfarben und hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine voluminöse gemischtporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Bernsteinfarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine wirklich große Schaumkrone. Obwohl sie gemischtporig ist, fällt sie doch nur langsam in sich zusammen. Die Optik des La Cambre Blond ist jedenfalls makellos.

Das Bier duftet nach Karamell, das durch eine kräftige Hopfenwürze unterstützt wird.

Der Antrunk ist vergleichsweise trocken und er zeichnet sich durch eine kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge breitet sich ein angenehmes und freundliches Bitter aus, dazu kommen die würzigen Noten des Hopfens. Das Mundgefühl ist weich. Der Abgang ist mild mit einem überraschend leichten Bitter, das einige Zeit nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Münchner, Melano), Hopfen (Magnum, Cascade, Mosaic), Hefe

Alkoholgehalt:

2,6 % Vol.

Bittereinheiten:

29 IBU

Farbe:

20 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

5° Celsius

Brauerei:

Brasserie de la Cambre SPRL
Avenue de la Couronne 236B
1050 Brüssel
Belgien
www.brasseriedelacambre.be

Bocq – Gauloise Ambrée

Das Gauloise Ambrée aus der Brasserie du Bocq, das ich jetzt verkosten werde, hat bereits einige Auszeichnungen gewonnen:

  • Australian Beer Awards 2010: Silber – „Saison“.
  • European Beer Star Award 2009: Gold
  • World Beer Awards 2009: Silber – Pale Ale – Strong.
  • Australian Beer Awards 2009: Bronze – „Others“.
  • Australian Beer Awards 2008: Bronze – „Belgian and French Style Ale“
  • Australian Beer Awards 2008: Bronze – „Others“.

Na, da kann ja nicht viel schiefgehen, öffne ich also die Flasche.

Rotbraun und mit leichter Hefetrübung läuft das Bier ins Glas. Die feste Schaumkrone ist voluminös und bleibt sehr lange erhalten. Gegen die Optik dieses Bieres lässt sich wirklich nichts sagen.

Das Bier duftet nach Karamell, gepaart mit kräftigen würzigen Noten sowie einem Hauch Lakritz. Insgesamt ist das Aroma wirklich angenehm.

Der Antrunk ist mäßig süß und er überzeugt mit der reichlich enthaltenen sehr feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes Bitter zur Karamellsüße. Das Mundgefühl ist voll und weich. Der Abgang wird durch ein leichtes Bitter mit überraschend langem Nachklang dominiert.

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Farbe:

28 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

5° – 12° Celsius

Brauerei:

Brasserie du Bocq s.a.
Rue de Brasserie 4
5530 Purnade
Belgien
www.bocq.be

Lupulus – tripick Triple

Wenn ich gefragt würde, welches meine bevorzugte belgische Brauerei ist, würde Lupulus ganz weit oben stehen. Vorn dort kommt auch das tripick, ein helles Triple mit acht Volumenprozent Alkohol und der in Belgien üblichen Flaschengärung. 2017 wurde das Bier beim World Beer Award als bestes belgisches Bier ausgezeichnet. Irgendwie bin ich jetzt überzeugt, dass mir dieses Bier schmecken wird und ich kann es nicht erwarten, die Flasche zu öffnen.

Orangefarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die sahnige Schaumkrone ist überdurchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten.

Das Bier duftet nach Brotkrume und kräftig nach der Würzigkeit des Hopfens.

Würzigkeit ist auch auf der Zunge vom ersten Moment an der vorherrschende Eindruck. Außerdem ist das Bier spritzig und stiltypisch süß. Schnell meldet sich auch ein auf die Süße abgestimmtes freundliches Bitter. Der Alkohol wärmt und sorgt zusammen mit den brotigen Aromen für eine tolle Vollmundigkeit. Im Abgang wird das Bitter kräftiger und es klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Stammwürze:

16° Plato

Bittereinheiten:

35 IBU

Farbe:

11 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

4° – 6° Celsius

Brauerei:

Brasserie Lupulus
Courtil 50
6671 Bovigny
Belgien
www.tripick.be

BOCQ – Gauloise Fruits Rouges

Das Gauloise Fruits Rouges ist ein Triple, das aus einer Vielzahl von roten Früchten gebraut wird, um auf diese Weise die 8,2 Volumenprozent Alkohol im Bier zu kaschieren.

Rot und opalisierend läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine sehr voluminöse rosa Schaumkrone, die auch sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist fruchtig. Ich kann rote Johannisbeeren und Holunder riechen. Der Duft ist allerdings nicht so frisch und dem Originalduft der Früchte entsprechend wie bei der Verwendung frischer Früchte in einem Lambic.

Der Antrunk ist sehr süß und er punktet mit der angenehm feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge muss sich der Geschmack des Holunders erst entwickeln, aber es gelingt ihm gemeinsam mit der Bitteren, die Süße zu verdrängen. Diesen Geschmackwechsel mag nicht jeder. Meine Frau hat das Bier abgelehnt, während es mir ganz gut gefällt. Wie bei einem Triple üblich ist das Mundgefühl voll und weich. Der Abgang ist fruchtig-bitter mit einem recht langen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener), Holundersaftkonzentrat (mind. 5,9 %), Hopfen (Willamette), Hefe

Alkoholgehalt:

8,2 % Vol.

Brauerei:

Brasserie de Bocq s.a.
Rue de la Brasserie 4
5530 Purnode
Belgien
www.bocq.be

Elfique – Blanche

Als Landwirtssohn, gelernter Fleischer und mit einer Ausbildung in Brauereitechnik in Kanada übernahm André Grolet den Bauernhof seiner Vorfahren und erzeugt hier sein eigenes Craft Beer unter eigener Marke. Im April 2016 erhielt sein Redoutable Triple brune die Goldmedaille im internationalen Wettbewerbe von Lyon, einen Monate später auch den Titel „Bestes wallonisches Dunkelbier“. Jetzt steht aber sein Witbier vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Orangefarben und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große Schaumkrone ist grobporig und sie fällt auch schnell in sich zusammen.

Das Bier duftet nach Biskuitteig und Zitrusfrüchten, gewürzt mit Koriander und der Schale von Bitterorangen. Mir fehlt lediglich der typische Duft nach Banane, den fast alle Biere aufweisen, die mit Weizenmalz gebraut wurden. Aber das ist eine persönliche Vorliebe von mir.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße und durch die kräftige Kohlensäure eine tolle Spritzigkeit aus. Auf der Zunge ist das Bier würzig und recht trocken; eine leichte fruchtige Säure gesellt sich noch dazu. Nicht vergessen möchte ich auch die Würzigkeit des Korianders. Das Mundgefühl ist voll, auch wenn der Geschmack nicht ganz rund und ausgewogen ist. Der Abgang ist stiltypisch mild und die Würzigkeit klingt nur kurz nach.

Das Elfique Blanche ist ein angenehmer Durstlöscher, der positiv aus der Masse der Witbiere heraussticht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Bitterorangenschale, Koriander, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Bittereinheiten:

10 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Brasserie Elfique s.a.
Raborive 2
4920 Aywaille
Belgien
www.elfique.be

La Corne du Bois des Pendus – Quadruple

Ist es Mythos oder Tatsache? Was im Wald von Anlier im Laufe des Jahres 1636 genau geschah, werden wir wohl nie erfahren. Die Geschichte besagt aber, dass ausländische Soldaten in diesem Wald über hundert Bewohner erhängt haben sollen. Wie dem auch sei, die Brauerei wollte mit diesem Quadruple darauf Bezug nehmen.

Dunkel bernsteinfaren und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist recht klein ausgefallen und fällt bis auf einen Rest recht flott in sich zusammen. Der Rest bleibt aber lange erhalten.

Das Bier duftet nach Karamell, Holz, Whisky und Vanille. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Durch die reichlich vorhandene Kohlensäure ist das Bier angenehm spritzig. Im Antrunk fällt auch sofort die kräftige Süße auf. Die Aromen, die ich in der Nase festgestellt habe, siegeln sich auf der Zunge Der Alkohol wärmt im Mund, auch wenn er kaum zu schmecken ist. Erst im Abgang kommt der Alkohol in der Kehle in den Vordergrund. Jetzt kann ich auch erstmals ein leichtes Bitter schmecken. Der Whiskygeschmack klingt am Längsten nach.

Dieses Bier kann mir mit seinem Karamellgeschmack und seiner Komplexität einen Abend wirklich verschönern.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

12,0 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Farbe:

17 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

11° Celsius

Brauerei:

Brasserie des Légendes
Rue du Castel 19
7801 Irchonwelz
Belgien
www.brasseriedeslegendes.be

Elfique – Triple Blonde

Die Brauerei Elfique wurde 2005 in einem alten Familienbetrieb gegründet. Als Eckpfeiler einer Initiative, die dem alten Gebäude neues Leben einhauchen sollte, war die Mikrobrauerei das ideale Projekt, so wie die Gründer es sich vorgenommen hatten: ein originelles, hochwertiges, handwerkliches Produkt zu brauen, das in der lokalen Tradition verwurzelt ist. Elfique Ambrée war das erste Bier, das hergestellt wurde, dann das Triple Brune

Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, erwirbt die Brauerei Elfique etwa zehn Jahre später ein Grundstück in Raborive am Ufer der Amblève, der Wiege der Legenden. Elfique wird heute an einem geschichtsträchtigen Ort gebraut, flussabwärts von Brassine, wo der Fluss seit fast fünf Jahrhunderten eine wichtige Rolle für die Arbeit der besten Handwerker spielt…

Ausgestattet mit modernen, halbautomatischen Produktionsmaschinen, hat die Brauerei ihre Kapazität von 1.000 auf 6.000 Hektoliter pro Jahr erhöht. Diese Professionalisierung respektiert die Legende von Elfique am Fuße des Schlosses, das La Belle Roche überragt.

Das Projekt Elfique ist in der Region Ourthe Amblève verwurzelt und lässt sich von der Vergangenheit, den Menschen und ihren Legenden inspirieren, will sich aber auch als zukunftsorientiert, modern und innovativ präsentieren.

Das Geheimnisvolle war schon immer der Kern der Elfique-Geschichte. Der Name stammt von den kleinen Wesen, die in den Legenden des Amblève-Tals häufig vorkommen. Sie lebten in den Wäldern und den nahe gelegenen Höhlen wie den Grottes de Remouchamps oder dem Vallon des Chantoirs. Diese Geschichten wurden von dem belgischen Schriftsteller Marcellin La Garde aus dem 19. Jahrhundert und in jüngerer Zeit von René Henoumont erzählt. Sie alle bieten einen Hauch von Geheimnis, eine geschickte Mischung aus leicht zu trinkendem Bier mit ausgewogenem Geschmack und faszinierenden Aromen, die der Gaumen beim Verkosten des Biers wahrnimmt.

So, jetzt aber genug der Theorie. Kommen wir nun endlich zum Bier. Orangefarben und hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine voluminöse feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Die Optik dieses Biers ist schon mal sehr ansprechend.

Das Aroma des Elfique Triple Blonde ist für ein helles Bier überraschend intensiv. Dabei steht der Duft nach Karamell im Vordergrund, der durch viele blumige Noten abgerundet wird.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße aus, in der das Aroma des Karamellmalzes zum Vorschein kommt, sowie durch eine ansprechende Spritzigkeit. Auf der Zunge wird das Karamell kräftiger und der Geschmack nach gelben Früchten gesellt sich dazu. Das Mundgefühl ist samtig-weich. Erst im Abgang kann ich ein an die Süße angepasstes freundliches Bitter feststellen, das sehr lange nachklingt.

Das Elfique Triple Blonde ist offensichtlich in der Legende verwurzelt. Mir gefällt die Mischung aus einem leicht zu trinkenden Bier mit ausgewogenem Geschmack und einem faszinierenden Aroma.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Zucker

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Brasserie Elfique s.a.
Raborive 2
4920 Aywaille
Belgien
www.elfique.be

Leffe Blonde 0,0%

Leffe gilt für viele Konsumenten als das belgische Bier schlechthin. Nun – das stimmt in dieser Absolutheit sicherlich nicht, Belgien hat noch viele andere gute Biere zu bieten. Aber das Leffe ist nun mal das in Deutschland meistverkaufte belgische Bier. Es stammt ja auch aus einer Großbrauerei, die nahezu unbegrenzte Mengen liefern kann. Jetzt hat Leffe sein Blondes auch in einer alkoholfreien Version auf den Markt gebracht, die ich jetzt verkosten möchte.

Nebenbei bemerkt ist das Leffe Blonde 0,0% erste alkoholfreie Abteibier in Belgien. Dabei wird der Alkohol nach dem Brauprozess und der Fermentation in einem eigens von der Brauerei dafür entwickeltem Verfahren entzogen und dabei wird das Bier komplett entalkoholisiert. Der Brauer Arnaud Hanset hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis Ende 2025 20% seines weltweiten Biervolumens aus alkoholfreien oder alkoholarmen Bieren bestehen soll. Das halte ich allerdings für ein sehr ambitioniertes Ziel, aber ich werde die Entwicklung interessiert verfolgen.

Bernsteinfarben, gefiltert und mit einer durchschnittlich voluminösen feinporigen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Leider fällt die Schaumkrone recht flott in sich zusammen, so dass die anfangs makellose Optik doch nachlässt.

Das Bier duftet nach Getreide und Brotkrume, dazu kommen noch einige florale Noten, der Duft nach Vanille, sowie eine leichte fruchtige Säure, die an Pfirsich erinnert. Ein Blick auf die Zutatenliste verrät mir aber, dass keine Früchte oder Säfte verarbeitet wurden. Ich vermute jetzt mal, dass das Fruchtaroma von den zugegebenen Aromen stammt.

Der Antrunk ist süß und spritzig. Auf der Zunge fällt mir zuerst der Geschmack nach Brotkrume auf und schnell gesellt sich auch ein auf die Süße gut abgestimmtes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist samtig und das Leffe Blonde 0,0 % ist für ein alkoholfreies Bier ungewöhnlich vollmundig. Im Abgang ist das Bitter anfangs nur leicht zu schmecken, es baut sich dann aber langsam auf und klingt abschließend sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Mais, Gerste, Zucker, Hopfen, Hopfenextrakt, natürliches Aroma (Vanille, Nelke)

Alkoholgehalt:

< 0,05 % Vol.

Bittereinheiten:

25 IBU

Farbe:

16 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

5° – 8° Celsius

Brauerei:

Brasserie Abbaye de Leffe s.a/n.v.
Place de l’Abbaye 1
5500 Dinant
Belgien
www.leffe.com