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Wirtshausführer Bierwirte 2022 erschienen

Es sind nach wie vor schwierige Zeiten auch für die österreichische Gastronomie. Wiederholte Lockdown-Phasen und der daraus resultierende Fachkräftemangel machen der gesamten Branche zu schaffen. Umso mehr gilt es jetzt, die Gastgeber und Gastgeberinnen des Landes zu unterstützen und vor den Vorhang zu holen. Und so wurden auch in diesem Jahr wieder die Auszeichnungen der „Wirtshausführer Bierwirte des Jahres“ an ausgewählte GastwirtInnen verliehen, die sich in besonderem Maße der Pflege der Bierkultur widmen. Die traditionelle, feierliche Übergabe in der Stiegl-Brauwelt im vergangenen Herbst musste pandemiebedingt erneut abgesagt werden. Die „BierwirtInnen 2022“ erhielten die begehrten Auszeichnungen in ihren Betrieben.

Seit mittlerweile mehr als 20 Jahren kürt der bekannte Lokal-Guide „Wirtshausführer“ gemeinsam mit Stiegl die „Wirtshausführer Bierwirte des Jahres“. Für Österreichs führende Privatbrauerei spielt die Pflege der heimischen Bierkultur naturgemäß eine wichtige Rolle, so werden jährlich in jedem Bundesland sowie in Südtirol besonders Bier-affine Gastwirtschaften mit dem begehrten Preis ausgezeichnet. Bei der Auswahl und Bewertung legte die Jury in bewährter Weise das Augenmerk vor allem auf die Zapf- und Glaskultur, das Service und das kulinarische Know-how rund ums Bier. Beurteilt wurde auch nach den Kriterien, wie gut das jeweilige Speisenangebot zu den Bierspezialitäten passt, sowie „Kochen mit Bier“.

Für Stiegl-Eigentümer Dr. Heinrich Dieter Kiener sind die Auszeichnungen in Zeiten wie diesen auch ein Zeichen der Wertschätzung: „Die heimischen Unternehmen und besonders die Gastronomiebetriebe sind seit vielen Monaten vor enorme Herausforderungen gestellt – umso mehr ist es uns ein Bedürfnis, die heimischen Gastwirtinnen und Gastwirte vor den Vorhang zu holen und sie bewusst zu stärken. Als österreichisches Familienunternehmen wollen wir für die vielen Betriebe gerade in schwierigen Zeiten mehr denn je ein verlässlicher Partner sein.“ Die Herausgeber des Wirtshausführers, Renate Wagner-Wittula sowie Elisabeth und Klaus Egle, betonen vor allem die Bedeutung der Gastronomie: „Eine ganz wesentliche Erkenntnis aus der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Auswirkungen ist, dass das Wirtshaus als ‚Begegnungszone‘ für alle Generationen unverzichtbar ist und bleibt.“ In der neuen Ausgabe 2022 widmen sie sich auch den aktuellen Gastronomie-Trends sowie den Veränderungen in der Branche: „Ein Jahr der Recherche in diesen herausfordernden Zeiten zeigt klar, dass das Wirtshaus der Zukunft anders aussehen wird, als wir es bisher gewohnt sind. Neue Services wie etwa Take-Away, entstanden durch wiederholte Lockdowns, sind ein Indikator für flexibles und innovatives Unternehmertum“, so die Herausgeber.

Wirtshausführer Bierwirte in neun Bundesländern & Südtirol

Als „Wirtshausführer Bierwirte des Jahres 2022“ wurden ausgezeichnet: Oliver Jauk vom Restaurant „Ludwig van“ (Wien), Christian Keller vom Gasthof Keller (Gumpoldskirchen/ Niederösterreich), Franz Gotthardt vom Café-Restaurant „Gotthardts Bank“ (Oberwart/ Burgenland), Melanie und Michael Leitner vom „Metzenhof“ (Kronstorf/Oberösterreich), Christina und Christian Schoberleitner vom Gasthof „Martinhof“ (St. Martin im Sulmtal/ Steiermark), Andreas Morolz vom „Gasthof Kropf“ (Griffen/Kärnten), Margit und Hannes Brandstäter vom Gasthof „Rohrerwirt“ (Großarl/Salzburg), Andrea Posch und Martin Huber vom „Mocking Wirtshaus“ (Kitzbühel/Tirol), Daniela Pfefferkorn vom Hotel-Restaurant „Goldener Berg“ (Oberlech/Vorarlberg) sowie Ilse und Arno Kaslatter vom „La Stua“ (Wolkenstein/Südtirol).

„Wirtshaus-Trends“ im Wirtshausführer Österreich

In der neuen, bereits 23. Ausgabe 2022 stellt der Wirtshausführer insgesamt 1.000 beste Genießer-Wirtshäuser in Österreich, Südtirol sowie an der Adria und in Friaul, Istrien und Slowenien vor. Mit handverlesenen Empfehlungen von erfahrenen Kulinarik-Redakteuren bietet Österreichs umfassendster Lokalguide auf einen Blick, wo man gut essen, trinken und auch schlafen kann bzw. welche Gastronomen besonders „nachhaltig wirten“. Neu aufgenommen wurden in diesem Jahr 71 Lokale. Dazu kommen auch 500 Tipps, wo man laktose- und glutenfrei essen kann. Der beliebte Gastronomie-Guide steht – inkl. großer Österreichkarte – in Buchform, als App und unter www.wirtshausfuehrer.at zur Verfügung.

Medaillenregen für die Brauunion Österreich

2021 verzeichnet der European Beer Star das zweiterfolgreichste Einreichungsjahr seit Beginn des Wettbewerbes, der sich seit 2004 zu einem der bedeutendsten Bierwettbewerbe entwickelt hat. 2.395 Biere aus 44 Ländern konnten in 70+1 Kategorien eingereicht werden. Die Bierstile sollen ihren Ursprung in Europa haben. 120 internationale Bierexperten verkosteten an zwei Tagen und zeichneten schließlich 213 Biere aus 26 Ländern aus. Jeweils die drei besten Biere erhielten die Awards in Gold, Silber und Bronze, die heuer wieder bei einer Online-Veranstaltung verliehen wurden.

Drei Medaillen für die Brauerei Zipf

Erneut überzeugen konnten die Weizenbiere der Marke Edelweiss, die in der oberösterreichischen Brauerei Zipf gebraut werden und erhielten zwei Awards: Silber ging an das Edelweiss Alkoholfrei in der Kategorie „Non-Alcoholic Hefeweizen“ und Bronze gab es für den Edelweiss Gamsbock in der Kategorie „South German-Style Weizenbock Hell“.

Ebenfalls Bronze holte das Zipfer Hell Alkoholfrei unter den „Non-Alcoholic Lager“-Bieren.

„Unsere Leidenschaft, mit der wir brauen, und die Qualität unserer Biere wurden bestätigt. Besonders freut mich, dass unsere Kompetenz beim alkoholfreien Bier anerkannt wurde“, ist Christian Mayer, Braumeister in Zipf, stolz auf die drei Awards.

Silber für die Brauerei Wieselburg

In der Kategorie „Austrian-Style Märzen“ konnte das Kaiser Fasstyp aus der Brauerei Wieselburg überzeugen, das den Silber Award erhielt.

Beliebte Biersorten in Österreich

„Nicht nur die Awards sprechen für die prämierten Biersorten, auch die Beliebtheit unter Österreichs Biertrinkern zeichnet laut aktuellem Bierkulturbericht ein ähnliches Bild. Ein Viertel der Österreicher (26 %) trinken alkoholfreies Bier, Tendenz seit Jahren leicht steigend. Märzen ist mit 60 % nach wie vor klar die beliebteste Biersorte, aber auch Weizenbiere erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Bereits über ein Drittel der Österreicher (35 %) trinkt gerne Weizenbiere, womit sie zu den Top-5 der beliebten Biere zählen“, erklärt Gabriela Maria Straka, Mitglied der Geschäftsleitung und Director Corporate Affairs & CSR der Brau Union Österreich und Diplom-Biersommelière.

Spezialitäten-Manufaktur Hofbräu Kaltenhausen bringt die „Edition Maroni“ auf den Markt

Die Spezialitäten-Manufaktur Hofbräu Kaltenhausen, Salzburgs älteste Brauerei, ruft wieder den Herbst aus: Mit Kaltenhausen Edition Maroni, das nur saisonal erhältlich ist, kommt rechtzeitig zur Jahreszeit der Herbst auch ins Glas.

Kaltenhausen Edition Maroni ist eine saisonale Bierspezialität aus der ältesten Brauerei Salzburgs, dem Hofbräu Kaltenhausen. Es ist ein untergäriges, kastanienrotbraunes, besonders cremig-samtiges Bier, das mit einem vollmundigen Eindruck daherkommt und mit dem Geschmack reifer Edelkastanien überzeugt – kein Wunder, wird doch für Edition Maroni neben verschiedenen Braumalzen am wertvollen Rohstoff Edelkastanie nicht gespart. Eine dezente Röstnote bei gleichzeitig nussig-kräftigem Körper rundet die Bierspezialität mit 16,9° Stammwürze und 6,9% Vol. Alkohol ab.

Die Edition Maroni ist die perfekte Ergänzung zu frisch gebratenen Maroni, passt aber auch bestens zu Cremesuppen, geschmortem Fleisch, insbesondere Wild, zu Ente und Gans, sowie zu milden, nussigen Desserts oder mild-würzigem Käse. Für den Genuss der Edition Maroni empfiehlt sich – zur Unterstreichung von Geruch, Geschmack und Schaumqualität – ein schönes Rotweinglas.

Gegründet 1475, ist die Brauerei in Kaltenhausen die älteste Salzburgs. Klarstes Felsquellwasser von den Barmsteinen und unterirdische Kalträume begünstigten in Kaltenhausen die Herstellung und Lagerung von Bier in besonderer Weise. Seit 2011 widmet sich der Standort mit einer feinen Spezialitäten-Manufaktur und einem Schulungszentrum ganz der Bierkultur. Mit der Kaltenhauser Botschaft Fünfhaus hat das Hofbräu Kaltenhausen eine zweite Heimat in Wien bekommen.

Auf den Spuren des alkoholfreien Bieres in Österreich

Die 13. Ausgabe des österreichischen Bierkulturberichtes, der von der Kommunikationsabteilung der Brau Union Österreich herausgegeben wird, wirft 2021 einen umfassenden Blick auf das alkoholfreie Bier. Bekannte Persönlichkeiten aus der Branche erklären in Interviews, wie sich das alkoholfreie Bier im Lauf der Zeit entwickelt hat, welche Methoden es zur Herstellung gibt, wie etabliert alkoholfrei in der Gastronomie ist und wie sich alkoholfreies Bier auf die Gesundheit auswirkt.

Basierend auf den Ergebnissen einer breit angelegten Studie des „market“ Marktforschungsinstituts zur Bierkultur in Österreich wird auch ein vielfältiger Blick auf das heutige Konsumverhalten geworfen. Mittlerweile ist ersichtlich, dass sich die Coronapandemie auf das Konsumverhalten der österreichischen Bevölkerung ausgewirkt hat. Zumindest 61 % der Österreicher Bier trinken mehrmals pro Monat, also regelmäßig Bier. Das sind 4 % mehr als im Vorjahr. Fragt man, wo das Bier am besten schmeckt, geben ein Drittel der Österreicher (36 %) unterwegs an, in Bars, Lokalen, Gasthäusern. Zuhause schmeckt es hingegen nur 18 % besser. Aber ebenfalls einem Drittel (35 %) kommt es nur auf das Bier an, das ihnen überall gleich gut schmeckt.

Konsumtrends Alkoholfrei und Regionalität

Legt man den Fokus auf alkoholfreies Bier, so zeigt sich, dass fast die Hälfte der Österreicher (45 %) der Meinung ist, dass der Umgang mit alkoholfreiem Bier sich zum Positiven verändert hat und dass es ist mittlerweile schick und angesehen ist, zu alkoholfreiem Bier zu greifen. Entsprechend trinkt ein Viertel der Österreicher (26 %) gerne alkoholfreies Bier, Tendenz seit Jahren leicht steigend. An den Konsumgründen hat sich kaum etwas geändert. Nahezu die Hälfte der Österreicher (46 %) greift zu alkoholfreiem Bier, wenn man Lust auf ein Bier hat, aber ohne Alkohol trinken zu wollen sowie beim Autofahren. Letzterer Grund hat durch die pandemiebedingten Lockdowns um 4 % abgenommen. Alkoholfreies Bier ist für die Österreicher vor allem Durstlöscher (45 %), steht für Genuss (34 %) und Gesundheit (32 %).

Ein weiterer Konsumtrend hat sich durch Corona noch stärker ausgeprägt, die Regionalität. 4 von 10 Österreichern bevorzugen ein Bier aus ihrer Region. Vor allem regelmäßige Bierkonsumenten (44 %), die 50-59-Jährigen (46 %) sowie die Landbevölkerung (47 %) greifen überdurchschnittlich oft lieber zu regionalem Bier. Unter den 18-29-Jährigen ist es hingegen nur ein Drittel, in dieser Altersgruppe fällt die Wahl mit 13 % fast doppelt so oft wie für die Gesamtbevölkerung auf internationales Bier.

Schlussendlich wird noch ein Blick in die Zukunft gewagt, wie es mit der Bierkultur in Österreich und dem Konsumverhalten von (alkoholfreiem) Bier weitergehen könnte. „Für nahezu jeden Österreicher ist Bier (sehr) wichtig für die österreichische Getränkekultur (87 %). Darum ist eines gewiss: Bier ist und bleibt ein Teil unserer österreichischen Kultur. Schon früher ebenso wie heute und sicher auch in Zukunft wurde und wird auf das Brauhandwerk mit Bier angestoßen“, ist Klaus Schörghofer, Vorstandsvorsitzender der Brau Union Österreich, überzeugt.

„In der diesjährigen Bestandsaufnahme zum Thema österreichisches Bier haben wir neben konstanten Fragen, um Vergleiche ziehen und Trends erkennen zu können, den Fokus auf alkoholfreies Bier, Regionalität und Auswirkungen der Coronapandemie gelegt, die erfreulicherweise den Stellenwert von Bier in der österreichischen Getränkekultur nicht negativ beeinflussen“, so Gabriela Maria Straka, Mitglied der Geschäftsleitung und Director Corporate Affairs & CSR der Brau Union Österreich und Diplom-Biersommelière.

Über die Studie

Die Studie wurde vom Market Marktforschungsinstitut unter 2.094 Österreichern ab 18 Jahren in Form von Telefon- und Online-Interviews im März 2021 durchgeführt. Den vollständigen Bierkulturbericht 2021 sowie die Bierkulturberichte aus den Vorjahren finden Sie unter https://www.brauunion.at/bierkultur zum Download.

Ottakringer stellt den Bock 2021 vor

Auch in diesem Herbst gibt der traditionelle Ottakringer Bock ein vollmundiges Lebenszeichen von sich. Mit seiner kräftig-fruchtigen Geschmacksnote ist er immer ein Highlight und hat viele Fans, die sich das ganze Jahr darauf freuen. Er ist ab sofort im Handel, sowie auch exklusiv in der Gastronomie als Zwicklbier erhältlich.

Seit 1920 braut Ottakringer für die Feiertage das traditionelle Bockbier, das sich besonders als idealer Speisenbegleiter zu gehaltvoller Hausmannskost wie Gansl, Ente oder Karpfen eignet, aber auch perfekt zu süßen Nachspeisen passt. Eine monatelange Reifung macht diese Bierspezialität wieder zu einem echt festlichen Genuss.

Tobias Frank, Geschäftsführer Technik und erster Braumeister: „Unser Bock glänzt auch heuer bernsteinfarben und vereint Noten von Stroh und Honig in der Nase, umgarnt von kräftig intensiven und getreidigen Aromen. Im Antrunk hat er eine elegant pfeffrige Würze, am Gaumen Aromen von Quitte und Biskuit begleitet von durchaus präsenter Herbe.“

Produktinformation

  • Alkoholgehalt: 6,9 % Vol.
  • Stammwürze: 16,8°
  • Empfohlene Genusstemperatur: 10°C
  • Auszeichnungen: 2019 beim „European Beer Star“ mit Gold ausgezeichnet

Zipfer – Märzen

Österreich ist stolz auf seine Bierkultur und ich muss sagen, größtenteils zu Recht. Viele österreichische Brauereien legen Wert auf die Verwendung heimischer Rohstoffe, so auch die Brauerei im oberösterreichischen Neukirchen an der Vöckla. Für das Märzen, das jetzt vor mir steht, wurde Naturhopfen aus dem Mühlviertel verwendet.

Intensiv goldfarben strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die gemischtporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und fällt auch durchschnittlich schnell in sich zusammen.

Stiltypisch duftet das Bier malzbetont. Düft nach Biskuit steigen mir in die Nase, ergänzt durch einige würzige Noten des Hopfens.

Der Antrunk ist leicht süß und schmeichelt meinem Gaumen mit seiner sehr feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich ein freundliches Bitter dazu. Das Mundgefühl ist weich und rund. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und das leichte und angenehme Bitter übernimmt das Zepter mit einem überraschend langen Nachklang.

Das Zipfer Märzen ist ein leicht zu trinkender Begleiter zu einer Brotzeit oder einem Schweinebraten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Mühlviertler Magnum, Mühlviertler Perle)

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

11,8° Plato

Bittereinheiten:

11 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

7° – 9° Celsius

Brauerei:

Brauerei Zipf
4871 Zipf
Österreich
http://www.zipfer.at/

Brausilvester: Österreichs Brauwirtschaft läutet gemeinsam neues Braujahr ein

Der bierige Brauch reicht bis ins Mittelalter zurück. Trotz all der Feierlaune durchlebt auch Österreichs Brauwirtschaft aktuell wirtschaftlich sehr angespannte Zeiten.

Die Brauereien verzeichneten in der Gastronomie 2020 durchschnittliche Umsatzrückgänge von 35 bis 50 % im Vergleich zum Vorjahr. Hinzu kommen noch Faktoren wie fehlende Veranstaltungen sowie der schwächelnde Tourismus. Wenngleich sich der Urlaub daheim grundsätzlicher Beliebtheit erfreut, so macht sich das Ausbleiben ausländischer Gäste bemerkbar, konkret im Kongress- und Städtetourismus. Darüber hinaus sind wir mit einer sehr hohen Biersteuer konfrontiert, die zum Beispiel 2,5 Mal höher als jene in Deutschland ist. Mit dieser diskriminierend hohen Abgabequote muss nun endlich Schluss sein. Gefordert wird eine Halbierung der Biersteuer und als unmittelbaren ersten Schritt eine Anpassung der Biersteuermengenstaffel auf ein in Europa gängiges Maß. „Das würde speziell unsere mittelständischen Brauereien entlasten, die unter der Pandemie besonders gelitten haben“, betont Florian Berger, Geschäftsführer des Brauereiverbandes.

Trotz der erschwerten Umstände erzielten die österreichischen Brauereien 2020 einen Umsatz von mehr als 1,4 Mrd. €. Die Steuern auf Bier brachten 2020 dem Staatshaushalt rd. 700 Mio. € ein. Die Branche beschäftigt rd. 3.700 qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Jeder Job in einer Brauerei generiert zudem 17 weitere Arbeitsplätze – zwei in der Landwirtschaft, zwei im Handel und 13 in der Gastronomie.

Brausilvester

Der bierige Brauch hat seinen Ursprung im Mittelalter. Vor vielen hundert Jahren endete nämlich zu Brausilvester das sommerliche Herstellungsverbot von Bier. In den Sommermonaten hätten die hohen Temperaturen dem wärmeempfindlichen Bier zu stark zugesetzt. Die Bierproduktion konnte somit erst Anfang Oktober mit Hopfen und Getreide aus der frischen Ernte wieder aufgenommen werden. So wurde Brausilvester im Lauf der Jahrhunderte zur liebgewonnenen Tradition.

„Für mich ist der 30. September heuer ein besonderer Tag, weil es in meiner Funktion als Geschäftsführer des Brauereiverbandes mein erstes Brausilvester ist. Trotz nach wie vor schwieriger Umstände wollen wir diesen Tag des österreichischen Bieres feiern und unsere gesellschaftlich fest verankerte Bier- und Genusskultur im Bierland Österreich hochleben lassen“, erklärt Berger.

Österreichs Brauwirtschaft erstmals im Burgenland

Seit 1945 findet in diesem Jahr das größte alljährliche Branchenevent der österreichischen Brauwirtschaft erstmals zu Brausilvester und im Burgenland statt, um das neue Bierjahr einzuläuten. Österreichs östlichstes Bundesland gehörte bis 1921 zu Ungarn und hat damit eine Biergeschichte, die sich an jener von Ungarn orientiert: Dort gab es früher große agrarische Strukturen und kleine Brauereistrukturen. Das Brauerei- und Schankregal war an die Grundherrschaft gekoppelt – das heißt, die in der Regel adeligen Grundbesitzer konnten bestimmen, ob Wein oder Bier getrunken werden sollte. Vom 15. bis ins 19. Jahrhundert gab es daher im heutigen Burgenland eine Vielzahl kleiner Brauhäuser, die abhängig von der Weinernte mal eher recht und mal eher schlecht floriert haben. Diese kleinen Brauereien, die nicht auf dem heutigen burgenländischen Gebiet lagen, sind dann von den größeren gewerblichen Brauereien im städtischen Bereich verdrängt worden. Erst 1990 wurde nach 107 Jahren ohne Brauerei im Burgenland die alte Tradition wieder aufgenommen, als die erste kleine Brauerei in Eisenstadt eröffnet worden ist. Drei Jahrzehnte später gibt es nun wieder ein Dutzend Braustätten, die ein lebendiger Beweis dafür sind, dass Bier durchaus seine Berechtigung in einem Weinland hat.

Ottakringer Brauerei wird für eine Nacht zum Museum

Zur „Langen Nacht der Museen 2021“ verwandelt sich die Ottakringer Brauerei wieder für eine Nacht in ein Museum. Eine Ausstellung im Gold Fassl Magazin zeigt den Werdegang und die Familiengeschichte der Brauerei inmitten von Wien. Auch der Brauprozess und die Produktion früher und heute werden den Besuchern in anschaulicher Weise nähergebracht. Direkt integriert in die Ausstellung ist eine Bar, an der verschiedene Ottakringer Biere verkostet werden können. Und bei Führungen durch die Ottakringer Brauerei und das Ottakringer BrauWerk erhalten die Besucher einen Einblick, wie die beliebten Biere gebraut werden.

Harald Mayer, Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei: „Es gibt unseren einmaligen Standort mitten in Wien schon seit über 180 Jahren. Mit der neuerlichen Teilnahme an der ‚ORF – Lange Nacht der Museen‘ möchten wir wieder die Möglichkeit geben, uns, und damit die letzte große und unabhängige Wiener Brauerei näher kennenzulernen. Wir laden alle Interessierten ein und freuen uns auf viele Besucher.“

Führungen durch die Ottakringer Brauerei dauern 40 Minuten und finden von 18.15 bis 23.45 Uhr im Halbstunden-Takt statt.

Führungen durch das Ottakringer BrauWerk dauern 45 Minuten und finden von 18.30 bis 23.30 Uhr ebenfalls im Halbstunden-Takt statt. Die Anmeldungen dafür erfolgen direkt vor Ort (beim Eingang).

Tickets für die „ORF-Lange Nacht der Museen“ sind vor Ort im Ottakringer Shop erhältlich.

Ottakringer räumt bei den World Beer Awards ab

Einmal mehr konnten Ottakringer Biere bei den „World Beer Awards“ in London glänzen: Gleich elf Biere aus der Ottakringer Brauerei und dem Ottakringer BrauWerk wurden vergangene Woche in London ausgezeichnet. Die stolze Bilanz: 4 x Country Winner – also das beste österreichische Bier in der jeweiligen Kategorie und damit Gold – 5 x Silber und 3 x Bronze!

Hier nun die Siegerbiere:

  • Ottakringer Helles Lager Helles/Münchner Country Winner
  • Ottakringer Pils Lager Classic Pilsener Country Winner
  • Ottakringer BrauWerk Avalanche IPA Imperial/Double Country Winner
  • Ottakringer BrauWerk Sunbeam Pale Beer Belgian Style Blonde Country Winner
  • Ottakringer Dunkles Lager Dark Silver
  • Ottakringer Wiener Original Lager Vienna Silver
  • Ottakringer Zwickl Lager Zwickl / Pale Kellerbier Silver
  • Ottakringer BrauWerk Big Easy IPA Session Silver
  • Ottakringer BrauWerk Native Tongue Lager Hoppy Pilsener Silver
  • Ottakringer BrauWerk Black And Proud Stout & Porter Porter Bronze
  • Ottakringer BrauWerk Hellberry IPA Specialty Bronze

Harald Mayer, Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei: „Wir sind unglaublich stolz, dass wir auch in diesem Jahr so viele Auszeichnungen erhalten haben, sogar um zwei mehr als im Vorjahr. Das zeigt einmal mehr, dass die hohe Qualität unserer vielfältigen Biersorten auch eine der weltweit strengsten Wettbewerbsjurys beeindrucken konnte. Bei den ‚World Beer Awards‘ zu gewinnen ist der Beweis für unsere Bierqualität und eine Bestätigung für die hervorragende Arbeit des gesamten Brauerei-Teams.“

Bei den jährlich in London stattfindenden ‚World Beer Awards‘ werden die weltweit besten Biere (in diesem Jahr über 3.500) von einer unabhängigen Expertenjury aus über 200 Juroren aus Europa, den USA undAsien verkostet, beurteilt und gekürt.

Ich würde Ihnen die Siegerbiere gerne im einzelnen vorstellen. Leider habe ich in Deutschland noch keine Möglichkeit gefunden, die Biere der Brauerei in Wien-Ottakring zu kaufen. Eine Anfrage nach Rezensionsexemplaren für eine Vorstellung in meinem Blog, die ich unabhängig von diesem Wettbewerb vor längerer Zeit an die Brauerei gerichtet habe, blieb aber leider unbeantwortet. Offensichtlich will die Brauerei mit Blogs nichts zu tun haben. Schade.

Ab 17. September dreht sich in Villach alles um Bier, Musik und richtig gutes Essen

Da braut sich was zusammen: Mehr als 30 Veranstaltungen, rund 25 teilnehmende Betriebe und 100 verschiedene Biere zum Verkosten – in der Draustadt wird es ab Mitte September einen Monat lang bierig-kulinarische Unterhaltung vom Feinsten geben. Die Eröffnung des Villacher Bierherbstes erfolgt am Freitag, 17. September, 17.30 Uhr im Brauhof Villach.

Bierherbst-Erfinder und Bier-Sommelier Wolfgang Eder hat die bierig-kulinarische Veranstaltung bereits 2019 ins Leben gerufen. Nach einer Pause im Vorjahr, hat er in diesem Jahr in Kooperation mit dem Stadtmarketing Villach, der Tourismusregion Villach – Faaker See – Ossiacher See sowie der Villacher Brauerei wieder ein kulinarisch-spannendes Programm zusammengestellt. Dieses reicht von Degustationsmenüs mit Bierbegleitung in zahlreichen Villacher Lokalen über Bierverkostungen, bierigen Lokalrunden mit Wandermusikern, Früh- und Dämmerschoppen, einem Bier Pong-Match, Bier-Clubbings in einzelnen Innenstadtlokalen bis hin zu speziellen bierigen Degustationsmenüs und dem traditionellen „Bierstacheln“.

Der Bierherbst soll zu dem Herbsterlebnis in der Region Villach werden. „Mit der Initiative, Bierherbst´ soll Bewegung in die Stadt und in die Lokale gebracht werden. Die Leute sollen unter anderem wieder dazu animiert werden, nach der Arbeit auf ein Feierabendbier zu gehen“, so Eder. Ein besonderes Highlight bildet heuer das Bier Clubbing – in zahlreichen Bars (Schumis, Anna Neumann Bar, Palais26, PerDu, Wascher´s Bar, The Little Bar, McMullens, Sem Jeito und Stern HGP & KJP) werden Top DJs für beste Stimmung sorgen.

Immer freitags steht im Rahmen des Bierherbstes zudem die „Villacher Lokalrunde“ auf dem Programm. Dabei werden, so Eder, alle Biergenießer die Möglichkeit haben, begleitet von Wandermusikern von einem Lokal in der Innenstadt zum anderen zu pilgern, die angebotene Biervielfalt zu verkosten und sich bei guter Musik zu unterhalten.

Eder: „Die Wirte bieten spezielle Craftbiere an und machen die musikalische Lokalrunde zu einer spannenden internationalen Bierreise!“ Besonderes Plus: Ebenfalls immer freitags bieten die teilnehmenden Wirte das kleine Feierabendbier in der Zeit von 17.30 bis 18.30 Uhr zum Preis von zwei Euro an. Nicht fehlen darf auch das Bier Pong Match – die Vorrunde startet in den Lokalen Wascher´s Bar, Stern HGP & KJP, PerDu sowie „The Little Bar“ bereits am 2. Oktober, das große Finale folgt dann am Freitag, 9. Oktober. Es warten tolle Preise auf die Gewinner!

Villachs Stadtrat Harald Sobe freut sich über die Verlängerung der klassischen Wohnzimmer-Saison in der Innenstadt: „Initiativen wie der Bierherbst oder auch das heuer erstmals bei uns stattfindende Krimifest passen optimal in den Villacher Herbst. Schritt für Schritt gelingt es uns, in enger Zusammenarbeit mit kreativen Unternehmern und Veranstaltern, die Bühne Villach das ganze Jahr über qualitätsvoll zu bespielen.“

Stadtmarketing-Geschäftsführerin Claudia Kohl sieht in der Veranstaltungsreihe ebenso eine wichtige Herbst-Initiative für unsere Innenstadt: „Der Bierherbst ist ein perfektes Format, das nicht nur die Menschen zusammenbringt, sondern das ideal an die sehr erfolgreiche Summerfeeling-Reihe anschließt. Denn: Nur die Bündelung aller Kräfte bringt die Villacher Innenstadt merkbar voran. Deshalb unterstützen wir seitens des Stadtmarketings auch sehr gerne den Bierherbst!“ Für Villacher Bier-Direktor Mag. Thomas Santler ist der Bierherbst eine sehr wichtige Veranstaltung, die Villach als Braustadt positioniert, die Biervielfalt den Gästen und Konsumenten näherbringt und die Gastronomie in der Stadt belebt.“

Auch Georg Overs, Geschäftsführer der Tourismusregion betont, dass „wir als Partner des Bierherbstes in diesem Jahr in Ergänzung zum HÜTTENKULT, KÜCHENKULT und dem Krimifestival einen weiteren Höhepunkt mit Potenzial zur Verlängerung der Saison zur Verfügung zu haben. Dies verstärkt die Positionierung als Braustadt und rundet die Alpen-Adria-Küche perfekt ab.“

Mit dabei beim Bierherbst Villach sind aber nicht nur viele Innenstadt-Gastro-Betriebe, sondern auch die Gasthäuser „Genottehöhe“, „Jedermann“, „Heizhaus“, „freindal Wirtschaft“ sowie der „Hundsmarhof“ am Fuße des Dobratsch.

Dies sind die Highlights des 2. Bierherbstes Villach:

  • Jeden Freitag Villacher Lokalrunde mit Wandermusikanten
  • Feierabendbier immer freitags, 17.30 bis 18.30 Uhr
  • Degustationsmenüs mit Bierbegleitung in den Partnerbetrieben
  • Bierverkostungen mit passenden kleinen Schmankerln, Biersommelier
  • Weißwurst Frühschoppen, Dämmerschoppen
  • Bier-Speise-Kombiangebote in den teilnehmenden Lokalen
  • „1. Bierherbst Beer Pong Match“
  • Bier-Clubbings in mehreren Innenstadt-Lokalen unter dem Motto: „Bier Clubbing – Coole Biere & Coole Sounds“
  • Mehr als 100 verschiedene Biersorten

Von der Bäckerei Berger gibt es Hopfenbrownies und den exklusiven Zwicklspitz