Schlagwort-Archiv: Mecklenburg-Vorpommern

Störtebeker Brauspezialitäten zum Jahresbeginn mit überarbeitetem Design

Die Brauspezialitäten aus Stralsund starten ins neue Jahr mit einem überarbeiteten Markenauftritt. Bewährte Elemente wie die rote Fahne und die Kraweele bleiben erhalten, gleichzeitig wirkt das Design klarer, moderner und prägnanter. Ziel ist es, die Marke zeitgemäß zu präsentieren und zugleich die Verbindung zu bestehenden Fans zu erhalten.

Nach fast zehn Jahren hat Störtebeker sein Erscheinungsbild angepasst. Der nordische Charakter und die bekannten Markenzeichen wurden nicht ersetzt, sondern in ihrer Wirkung neu kombiniert. So ist das Logo nun als Wort-Bild-Marke vertikal angeordnet, die rote Fahne nimmt eine zentrale Position ein, und die Kraweele auf den Bauchetiketten rückt stärker ins Zentrum. Auch die Sortenlabels auf den Flaschen sind größer gestaltet, während die typischen farbigen Kronkorken die Sortenlogik beibehalten. Insgesamt ergibt sich ein klar strukturiertes und aufgeräumtes Erscheinungsbild.

Die Veränderungen wirken sich auch auf die Sortenkategorien aus: Die fruchtig-herben Ale-Biere wie Atlantik-Ale, New England IPA und Pazifik-Ale präsentieren sich künftig als eigenständige Familie mit roter Fahne am Flaschenhals. Die alkoholfreien Brauspezialitäten sind nun klarer als eigene Kategorie erkennbar, unter anderem durch weiße Kronkorken und Halsetiketten. Die farblich geteilten Labels verbinden dabei die alkoholfreien Sorten mit den entsprechenden alkoholhaltigen Varianten.

Der Relaunch entstand in einem rund einjährigen Prozess, an dem interne und externe Teams beteiligt waren. Jedes Detail wurde überprüft, diskutiert und angepasst. Laut Marketingsprecher Aljoscha Taukel ging es dabei darum, die Stärken der Marke sichtbar zu machen, ohne das Bekannte zu verlieren: klare Haltung, nordische Herkunft und ein charakterstarker Auftritt.

Die ersten Flaschen im neuen Design werden Ende Januar im Handel erhältlich sein. Parallel wird das überarbeitete Markenbild auch in anderen Bereichen umgesetzt, etwa in Anzeigen und auf der Website. Mit dem Relaunch zeigt Störtebeker, dass sich eine etablierte Marke modernisieren kann, ohne ihre Wurzeln aufzugeben.

Hoppen un Molt – Pale Ale

Hoppen un Molt ist eine kleine, unabhängige Brauerei, die im Rostocker Ortsteil Warnemünde beheimatet ist, und die sich klar der handwerklichen Braukultur verschrieben hat. Der Name ist plattdeutsch und steht ganz bewusst für das, worum es der Brauerei geht: Hopfen und Malz, ohne Schnickschnack, dafür mit viel Charakter. Die Biere sind meist unfiltriert, nicht pasteurisiert und klar am Stil orientiert, ohne dabei beliebig zu wirken. Jetzt will ich das Pale Ale der Warnemünder Brauer verkosten.

Hell Golden und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine voluminöse feinporige Schaumkrone aus, die sich lange hält. Optisch ist das Bier 1A.

In der Nase stehen stiltypisch die frischen Hopfenaromen im Vordergrund. Zitrusnoten wie Grapefruit und Limette steigen mir in die Nase, abgerundet durch den Duft der Hefe, so dass beinahe der Duft nach Biskuitteig entsteht. Aber auch der Malzkörper kommt aus dem Hintergrund zur Geltung.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße sowie eine reichliche und kräftige Karbonisierung aus. Auf der Zunge zeigt sich eine überraschend kräftige und dabei freundliche Bittere, die aber der Fruchtigkeit die Pole Position überlässt. Bei aller Intensität bleibt das Mundgefühl schlank. In der Kehle wird das Bier trockener und sowohl Bittere als auch Fruchtigkeit klingen lange nach.

Das Pale Ale von Hoppen un Molt ist ein stilsicheres, ehrliches Pale Ale mit norddeutschem Charakter. Es eignet sich sowohl als Einstieg in hopfenbetonte Biere als auch als verlässlicher Begleiter für alle, die ausgewogene Craftbiere schätzen – pur, zum Grillen oder zu unkomplizierten Speisen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,5° P

Bittereinheiten: 

27 IBU

Farbe:

6 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

7° – 10° Celsius

Brauerei:

Hoppen un Molt
Alexandrinenstraße 49
18119 Rostock-Warnemünde
https://hoppen-molt.de/

Hoppen un Molt – Summer Ale

Über die Brauerei Hoppen un Molt aus Warnemünde habe ich bereits bei der Beschreibung anderer Biere geschrieben. So kann ich jetzt direkt zur Verkostung des Summer Ale kommen.

Golden und mit leichter Hefetrübung strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige weiße Schaumkrone ist nur klein, bleibt aber sehr lange erhalten.

Das Bier duftet fruchtig nach Zitrus und Honig, abgerundet durch einen angenehmen Karamellduft sowie den Duft hellen Malzes aus dem Hintergrund. Da freue ich mich doch auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist durch die kräftige Karbonisierung spritzig und überraschend trocken. Auf der Zunge stechen besonders die Aromen nach Zitrusfrüchten und Grapefruitkernen hervor. Zusammen mit dem schlanken Körper ist das Bier frisch und sehr süffig. In der Kehle übernimmt eine freundliche fruchtige Bittere das Kommando, ohne dabei zu kräftig zu werden. Trotzdem klingt der Geschmack sehr lange nach.

Zu diesem Bier passen gut indische Curries, überbackenes Baguette oder gebratenes Fischfilet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Bittereinheiten:

20 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Hoppen und Molt
Friedrich-Barnewitz-Str. 3
18119 Warnemünde
www.hoppen-molt.de

Hoppen un Molt – Weizen

Mitten in Warnemünde, nur einen Steinwurf vom Hafen entfernt, braut Hoppen un Molt seit 2015 charakterstarke Biere, die weit mehr sind als regionale Durstlöscher, sondern ein bewusst gewählter Gegenpol zur industriellen Bierproduktion. Seit 2020 betreibt das Paar ein eigenes Ladengeschäft in der Alexandrinenstraße, das sich schnell zu einem beliebten Treffpunkt für Einheimische und Urlauber entwickelt hat. Hier gibt es frisches Bier, Zubehör und in einer angenehmen entspannten Atmosphäre einen direkten Draht zu den Machern.

Hoppen un Molt achtet dabei sehr auf den Umweltschutz. Die Brauerei arbeitet mit Ökostrom, verwendet das Kühlwasser nach der Nutzung noch zum Wässern des Gartens und setzt auf Mehrweg. Da die Brauerei nicht weit vom Strand und vom Hafen entfernt ist und wohl auch viele Gäste sich ein frisch gezapftes Craft-Bier mit an den Strand nehmen wollen, verwendet die Brauerei Pfandbecher, so dass der Plastikmüll in dem Ostseebad minimiert wird. Aber kommen wir zum Weizenbier.

Golden und mit kräftiger Hefetrübung strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber steht eine gemischtporige Schaumkrone, die langsam in sich zusammenfällt.

Das Bier duftet stiltypisch nach Banane und Nelke, abgerundet durch etwas Vanillearoma.

Der Antrunk ist recht trocken und er überzeugt durch eine sehr feinperlige Kohlensäure. Die angenehme Trockenheit des Bieres bleibt auch auf der Zunge erhalten. Allerdings gesellt sich jetzt eine gewisse Säure dazu und ich frage mich, ob die wirklich gewollt ist oder ob es sich hier um einen Bierfehler handelt. In einem Wettbewerb würde ich das Bier für die Säure abwerten. Trotzdem ist das Mundgefühl weich und voll und das Bananenaroma kommt gut zum Tragen. Auch in der Kehle ist die Banane noch zu schmecken, begleitet durch eine für ein Weizenbier kräftige Bittere.

Noch kurz ein Wort zur Säure: ich habe das Bier bereits vor längerer Zeit gekauft und als ich es verkostet habe, war es etwa zwei Wochen vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Es ist also durchaus möglich, dass dieser (vermutliche) Bierfehler bei der Abfüllung noch nicht feststellbar war.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Bittereinheiten:

12 IBU

Farbe:

7 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

7° – 10° Celsius

Brauerei:

Brauerei Hoppen un Molt
Inhaber: Henry Gidom
Fritz-Reuter-Str. 24
18119 Warnemünde
www.hoppen-molt.de

Störtebeker – Hanse-Porter alkoholfrei

Ich erinnere mich gerne an meinen Besuch in der Störtebeker Braumanufaktur in Stralsund zurück. Es war eine tolle Führung, die Biere bei der Verkostung haben mir gefallen und beim anschließenden Besuch der Brauereigaststätte haben wir noch richtig gut gegessen.

Die Brauerei bietet nicht nur eine breite Auswahl an alkoholhaltigen Bieren, sondern sie gibt sich auch bei den alkoholfreien Bieren Mühe, die Bierkultur hochzuhalten. So gibt es nicht irgendein Bier, das als alkoholfrei bezeichnet wird, so wie es bei anderen Brauereien leider üblich ist, sondern auch bei den alkoholfreien Bieren wird der Bierstil angegeben und trotz des fehlenden Alkohols auch gut getroffen. Ob das auch für das alkoholfreie Hanse-Porter gilt, will ich jetzt feststellen.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas und bildet dabei einen haselnussbraunen Schaum. Anfangs fällt er recht flott in sich zusammen, aber ein Rest bleibt sehr lange erhalten. An der Optik gibt es schon mal nichts auszusetzen.

Das Aroma ist stiltypisch malzbetont nach Kandis und Kaffee. Allerdings kommt aus dem Hintergrund noch eine leichte Säure, die irgendwie nicht so richtig dazu passen will.

Der Antrunk ist süß, was durch die zur Süße passende Karbonisierung abgerundet wird. Aber als sich das Bier auf der Zunge verteilt, ist sie wieder da, die Säure. Die Aromen nach dunkler Schokolade und Kaffee treten in den Hintergrund. Außerdem ist das Mundgefühl für ein Porter ungewöhnlich schlank. In der Kehle ist das Bier mild, die Säure tritt etwas in den Hintergrund und der Geschmack klingt nur kurz nach.

Als Porter kann das Bier mich nicht begeistern; lediglich als Malzbrause geht es in Ordnung. Von der Störtebeker Braumanufaktur hätte ich mir wirklich mehr erwartet. Das alkoholfreie Hanse-Porter ist das erste Bier aus Stralsund, das meine Erwartungen nicht erfüllt. Das können die Hanseaten wirklich besser.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Glukose-Fruktosesirup, Gärungskohlensäure, Hopfen (Perle), Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

12° Celsius

Brauerei:

Störtebeker Braumanufaktur GmbH
Greifswalder Chaussee 84-85
18439 Stralsund
www.stoertebeker.com

Störtebeker – Herbst-Festbier

Jetzt steht vor mir ein Festbier für den Herbst. Diese Kreation haben sich die Brauer der Störtebeker Braumanufaktur in Stralsund einfallen lassen. Da ich bereits ausführlich über die Braumanufaktur und auch über den Bierstil des Märzen geschrieben habe, kann ich direkt mit der Verkostung beginnen.

Das Orange des Bieres erinnert an einen Herbstwald, neudeutsch Indian Summer genannt. Nebenbei bemerkt ist es glanzfein und mit einer sahnigen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Karamell steht im Mittelpunkt des Aromas, abgerundet durch fruchtige Noten sehr reifer Äpfel.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich eine passende Bittere zur Karamellsüße, begleitet durch einen Hauch Röstaromen. Das Mundgefühl ist weich, beinahe cremig. In der Kehle wird die Bittere etwas kräftiger und sie klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Münchner-, Karamellmalze), Hopfen (Tradition, Mittelfrüh), Hefe

Alkoholgehalt‍:       

5,8 % Vol.

Stammwürze:        

13,3° Plato

Bittereinheiten:     

22 IBU

Empfohlene Genusstemperatur‍:         

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Störtebeker Braumanufaktur GmbH
Greifswalder Chaussee 84-85
18439 Stralsund
www.stoertebeker.com

Rügener Inselbrauerei – Hiddenseer Pils

Die Insel-Brauerei in Rambin auf Rügen ist eher für seine besonderen Biere bekannt, besonders für seine IPAs. Dass dort auch Standard-Bierstile gebraut werden können, hat mich dann doch erstaunt. Aber nun steht es vor mir, das Hiddenseer Pils. Aber die Insel-Brauerei kommt nicht auf die Idee, ein 08/15-Pils auf den Markt zu bringen. Da müssen schon besondere Zutaten verwendet werden. Dass Naturhopfen verwendet wird, hatte ich schon erwartet. Aber auch beim Malz greifen die Insulaner in die Vollen und verwenden Tennenmalz. Die spezielle Art des Mälzens soll für ein harmonisches Bier mit Honig- und Biskuitnoten sorgen. Da ich keine eigenen Erfahrungen mit Tennenmalz habe, muss ich einfach glauben, was die Firma Weyermann, einer der ganz großen Malzhändler, darüber sagt. Aber kommen wir nun endlich zum Bier.

Hell und gefiltert fließt das Bier ins Glas. Dabei entsteht eine kleine feinporige Schaumkrone, die aber lange erhalten bleibt. Optisch geht das Bier in Ordnung.

Das Bier duftet nach hellem Malz, zusammen mit einigen blumigen Noten. Eigentlich wirkt das Bier auf mich eher wie ein Helles.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße sowie eine kräftige Karbonisierung aus. Auch auf der Zunge bleibt die Süße erhalten, während sich eine überraschende Bittere dazu gesellt. Trotzdem ist der Körper schlank. In der Kehle ist das Hiddenseer Pils mild mit einer nur leichten Bitteren und kurzem Nachklang.

Alles in Allem ist das Hiddenseer Pils ein schönes und süffiges Bier, das sich gut trinken lässt. Es entspricht aber nicht meinen Vorstellungen an ein norddeutsches Pilsener.

Zutaten:

Wasser, Gersten-Tennenmalz, Gerstenmalz, Naturhopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Farbe:

5 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei
Hauptstraße 2c
18573 Rambin/Rügen
www.insel-brauerei.de

Stralsunder – Biopils alkoholfrei

Die Stralsunder Brauerei gehört zur Brauerei Störtebeker. Nach Angaben von Störtebeker war Stralsunder bereits zu DDR-Zeiten bekannt, allerdings für Biere, die aufgrund ihrer mangelnden Qualität nicht gerade beliebt waren. Das erste Stralsunder Pils habe ich vor vielen Jahren getrunken, als ich mit meiner Frau in Stralsund Urlaub machte und auch zu dieser Zeit machte das Bier den Eindruck, dass es sich um die Billigmarke von Störtebeker handelte. Da die Brauerei jetzt ein Pils und ein alkoholfreies Pils herausgebracht hat, die auch hier in Niedersachsen im Bioladen erhältlich sind, muss ich den Eindruck wohl korrigieren. Jetzt steht das alkoholfreie Pils vor mir und ich werde es gleich verkosten.

Golden und kristallklar präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige und schneeweiße Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Optisch gibt das Bier damit eine sehr gute Figur ab.

Das Aroma ist malzbetont. Der Duft nach Brotkrume steht im Mittelpunkt, abgerundet durch einige würzige Noten sowie einen Hauch Zitrusaroma.

Überraschend kommt im Antrunk die Bittere des Hopfens in den Vordergrund. Auch wenn das Bier jetzt keinen ausgewogenen Eindruck macht, ist das Mundgefühl angenehm weich. Der als Geschmacksträger fehlende Alkohol wurde durch eine stärkere Hopfengabe ersetzt. Da der Geschmack durch den Hopfen geprägt ist, gehört das alkoholfreie Bio Pils für mich zu den schmackhafteren alkoholfreien Bieren. In der Kehle ist das Bier zunächst mild mit geringer Bittere, die aber trotzdem lange nachklingt.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

< 0,05 % Vol.

Brauerei:

Störtebeker Braumanufaktur GmbH
Greifswalder Chaussee 84-85
18439 Stralsund
www.stoertebeker-brauquartier.com

Störtebeker – Frühlings-Bock

Die Brauerei Störtebeker aus Stralsund ist bekannt für ihr umfangreiches Sortiment an Bierstilen, die kaum einen Wunsch offenlassen. Somit ist es auch kaum verwunderlich, dass es nun auch einen Frühlings-Bock von den Hanseaten gibt. Ich habe vor mir jetzt eine Flasche aus dem letzten Jahr stehen, aber Bockbier kann eine Reifung in der Flasche gut vertragen, manche Biere werden dadurch noch besser.

Orangefarben und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die sahnige Schaumkrone ist recht klein, bleibt aber sehr lange erhalten. An der Optik dieses Bieres kann ich wirklich nichts aussetzen.

Das Aroma ist malzbetont. Karamellduft steht im Zentrum, abgerundet durch einige würzige Noten des Hopfens. Der Alkohol ist in das Aroma gut eingebaut, so dass er nicht hervorsticht.

Der Antrunk kann durch seine stiltypische Süße und seine feinperlige Kohlensäure überzeugen. Auf der Zunge gesellt sich eine überraschend kräftige Bittere zur Süße. Abgerundet wird der Geschmack durch einige blumige Noten. Das Mundgefühl ist weich, was gut zum schlanken Körper des Bieres passt. In der Kehle steht eine freundliche Bittere im Vordergrund, die sehr lange nachklingt.

Der Frühlingsbock von Störtebeker unterscheidet sich deutlich vom Einbecker Maibock, steht ihm in der Qualität in nichts nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,7 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Störtebeker Braumanufaktur GmbH
Greifswalder Chaussee 84-85
18439 Stralsund
www.stoertebeker.com

BierSelect

Störtebeker – Winter-Bock

Nachdem in den letzten Jahren immer mehr deutsche Brauereien Winter- und Weihnachtsbiere auf den Markt gebracht haben, will auch die Störtebeker Brauerei in Stralsund nicht abseitsstehen und hat einen Winter-Bock gebraut. Er steht jetzt vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Intensiv orangefarben und kristallklar präsentiert sich das Bier im Glas. Die weiße Schaumkrone ist nicht allzu groß, bleibt aber lange erhalten. Optisch ist an dem Bier schon mal nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Karamell und Honig, nach Brotkruste und süßen Früchten. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist süß, wirklich süß, aber das ist für ein Winter-Bockbier eigentlich typisch. Die Kohlensäure ist angenehm feinperlig und sanft, aber für meinen Geschmack etwas zu knapp dosiert. Auf der Zunge nimmt die Süße noch zu, aber sie wird jetzt von einer passenden Bitteren begleitet. Der Intensiv ist intensiv, so wie ich es von einem Winterbier erwarte. Dazu kommt ein weiches Mundgefühl. Die 6,8 Volumenprozent Alkohol sind gut eingearbeitet, so dass sie nicht hervorschmecken, sondern die anderen Aromen unterstützen. In der Kehle ist das Bier mild mit kurzem Nachklang; dafür wärmt der Alkohol angenehm im Magen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt‍:

6,8 % Vol.

Stammwürze‍:

16,5° Plato

Bittereinheiten‍:

15 IBU

Farbe:

10 EBC

Empfohlene Genusstemperatur‍:

9° – 11° Celsius

Brauerei:

Störtebeker Braumanufaktur GmbH
Greifswalder Chaussee 84
18439 Hansestadt Stralsund
www.stoertebeker.com

BierSelect