Schlagwort-Archiv: Franken

Eichhorn – Pils

Vor den Toren Bambergs liegt Hallstadt, die Heimat der Brauerei Eichhorn. Von dort stammt das Pils, das jetzt vor mir steht. Da ein Pils zu den Bierstilen gehört, die in Franken nicht zum Standard gehören, bin ich auf dieses Bier besonders gespannt. Auf jeden Fall teilt mir die Zutatenliste mit, dass die Brauer keinen Hopfenextrakt verwendet haben.

Golden und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber prangt eine relativ kleine und größtenteils feinporige Schaumkrone, die aber sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzbetont mit einer kräftigen würzigen Note.

Der Antrunk ist recht süß und weist eine sehr feinperlige Kohlensäure auf. Auf der Zunge gesellt sich ein leichtes Bitter dazu, begleitet durch die würzigen Noten, die jetzt entfernt an weißen Pfeffer erinnern. Das Mundgefühl ist weich. Der schlanke Abgang zeichnet sich durch wenige Bitterstoffe mit nur kurzem Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

12 ° Plato

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Brauerei Eichhorn
Dörfleinser Straße 43
96103 Hallstadt
www.brauerei-eichhorn.de

 

Staffelberg-Bräu – Betthupferl

Ursprünglich war ein Betthupferl eine kleine süße Nascherei, die man kurz vor dem Zubettgehen genießt. Das kann eine Praline, ein Bonbon oder ein einzelner Keks sein. Halt so eine kleine Aufmerksamkeit, die in vielen Hotels auf dem Kopfkissen liegt. Nun ist eine Süßigkeit vor dem Schlafen nicht sonderlich zahnfreundlich und so hat sich die fränkische Staffelberg-Bräu etwas anderes ausgedacht, ein Rotbier als Betthupferl. Und genau dieses Bier steht jetzt vor mir.

Kupferfarben und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber prangt eine durchschnittlich große cremige Schaumkrone, die anfangs relativ flott in sich zusammenfällt, aber ein Rest bleibt sehr lange erhalten. Damit sieht das Bier schon mal sehr vielversprechend aus.

Das Bier duftet nach Karamell und Vanille, nach Schwarzbrot und getrockneten Früchten. So bekomme ich Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Der Geschmack nach Karamell verwöhnt meine Zunge zusammen mit einem Hauch roter Beeren. Das Bittere hält sich diskret im Hintergrund. Auf diese Weise entsteht durch dieses ungeheuer süffige Bier ein weiches Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und auch der Geschmack nach Vanille kommt in der Kehle besser zum Tragen. Der Geschmack klingt sehr lange nach. Überhaupt muss ich sagen, dass mir der Abgang bei diesem Bier am Besten gefällt, noch besser als die Optik.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,0 % Vol.

Stammwürze:

10° Plato

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Staffelberg-Bräu GmbH & Co. KG
Mühlteich 7
96231 Bad Staffelstein OT Loffeld
www.staffelberg-braeu.de

 

Hummel-Bräu – Märzen

Die Brauerei Hummel aus Merkendorf ist ein Familienunternehmen, das seit mehr als 175 Jahren Bier braut. Die Brauerei gibt es noch länger, weshalb sich ihre Expertise auf eine jahrhundertealte Brauhistorie stützt. Das Sortiment der Brauerei Hummels besteht aus einer soliden Sammlung an bodenständigen fränkischen Klassikern. Zu den beliebtesten Bieren der Auswahl zählt das Märzen. Es gibt diesen Bierstil in herkömmlicher Ausführung und als Variante mit Rauchmalz. Jetzt steht aber die herkömmliche Ausführung vor mir.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große sahnige Schaumkrone fällt nur langsam in sich zusammen. Damit macht das Bier optisch schon mal einen guten Eindruck.

Das Bier duftet nach Karamell, frisch gebackenem Brot und leicht nach Haselnüssen. Einige blumige Noten runden das Aroma ab.

Durch die reichlich vorhandene kräftige Kohlensäure ist der Antrunk überraschend spritzig und absolut nicht so langweilig, wie es vor Allem Konsumenten aus Norddeutschland eventuell erwarten. Die Süße des Malzes kommt in den Vordergrund mit ihrem Geschmack nach frischem und kräftigem Brot und einer gewissen Nussigkeit. Dazu noch das angenehm weiche Mundgefühl. Zusammen sorgt das für eine ungeheure Süffigkeit dieses Märzen. Erst im Abgang kommt ein leichtes freundliches Bitter zum Tragen, das aber überraschend lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Hummel GmbH & Co. KG
Lindenstraße 9
96117 Memmelsdorf/Merkendorf
www.brauerei-hummel.de

Eschenbacher – Urtyp Hell

Bereits in der achten Generation führt Karl Wagner die Eschenbacher Brauerei in Eltmann-Eschenbach im unterfränkischen Landkreis Haßberge. Die lange Brautradition der Familie wie auch die Lage in Franken garantieren vermutlich eine angenehme Verkostung dieses Biers.

In hellem Gold und gefiltert flie0t das Bier ins Glas und bildet dabei eine kleine feinporige Schaumkrone, die aber lange erhalten bleibt. An der Optik dieses Hellen ist schon mal nichts auszusetzen.

Das Bier duftet angenehm nach Brotkrume, unterstützt durch florale Noten.

Der Antrunk ist frisch mit einer zurückhaltenden Süße sowie einer feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge kommt ein dazu passendes Bitter in den Vordergrund. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang wird das Bitter schwächer, überrascht mich aber mit einem langen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,6 % Vol.

Stammwürze:

11,2 %

Brauerei:

Eschenbacher Privatbrauerei GmbH
Haus Wagner
Eltmanner Straße 12
97483 Eltmann–Eschenbach
www.eschenbacher.de

Maisel & Friends – Hopfenreiter #7

Der jährlich erscheinende Hopfenreiter ist ein Freundschaftssud. Das bedeutet, dass sechs Brauereien jeweils einen Hopfen spenden und anschließend in Bayreuth daraus ein Double-IPA brauen. Auf diese Weise entsteht ein Bier, das jedes Jahr anders ist. Aber eines haben alle Editionen gemeinsam: es ist in jedem Jahr ein wilder Ritt durch den Hopfengarten. In diesem Jahr kamen die folgenden Hopfensorten zusammen, aufgezählt mit den jeweiligen Brauereien:

  • Jester von der Samuel Smith’s Brewery (Großbritannien)
  • HBC 431 von True Brew Brewing Co. (Deutschland)
  • HBC 630 vom Braukollektiv (Deutschland)
  • Monroe von Kuehn Kunz Rosen (Deutschland)
  • Simcoe von Pivovar Zichovec (Tschechien)
  • Solero von Maisel & Friends mit freundlicher Unterstützung von Hopsteiner (Deutschland)

Bernsteinfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feste weiße Schaumkrone bleibt lange erhalten. Optisch macht das Bier jedenfalls auch in diesem Jahr eine gute Figur.

Düfte nach Mango und Maracuja, Grapefruit und Holz steigen mir in die Nase. Dazu kommt eine leichte Süße, die an Ananas erinnert und sich mit Aromen paart, die an Bitterorangen erinnern. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße aus, die durch eine kräftige Kohlensäure begleitet wird. Die fruchtigen Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Dazu kommt das stiltypische freundliche Bitter von immerhin 70 IBU, das aber die Süße nicht vollständig überdecken kann. Das gefällt mir, insbesondere im Zusammenspiel mit dem samtigen Mundgefühl. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bitter ist nicht so kräftig wie ich es erwartet hätte. Dafür klingt es sehr lange nach.

Den diesjährigen Hopfenreiter zu kaufen lohnt sich auf jeden Fall. Es gibt ihn im Brauereishop von Maisel, auch im Onlinehandel. Aber schnell sein lohnt sich, denn es gilt wie jedes Jahr: wenn weg, dann weg.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Jester, HBC 431, HBC 630, Monroe, Simcoe, Solero), Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Stammwürze:

18,8° Plato

Bittereinheiten:

70 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Brauerei Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Fünftes Craft Brauer Festival von Maisel & Friends

Viel war geboten am 9. und 10. September bei Maisel & Friends in Bayreuth. Bierbegeisterte und Feierlustige erfreuten sich nicht nur an Bierspezialitäten elf nationaler und internationaler Brauereien, sondern auch an der Live-Performance fantastischer Artists, leckerem Essen und ausgelassener Stimmung.

Das erste Festival nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause – und dann gleich ein so spektakuläres. Mit dem Craft Brauer Festival zeigten Maisel & Friends auch 2022 wieder, welche Vielfalt moderne Bierspezialitäten bieten. Appetit ließ sich holen mit dem Äbbeltizer von Kuehn Kunz Rosen aus Mainz, bei Synde Bräu aus Leipzig kam nicht nur Ost-, sondern auch Südwind auf beim Probieren der gleichnamigen Biere. Hell and Back ging es mit dem so benannten hellen Lager von Zenglein Craft aus Haßfurt. Aus England konnten die Besucher u.a. ein Organic Chocolate Stout von Samuel Smith’s Brewery probieren und auch aus Schweden (Hyllie Bryggeri), München (True Brew Brewing Co.), Reckendorf (BroBier Brewing), Berlin (Unverhopft) und Italien (Birra del Bosco) gab es feine Kreationen. Außergewöhnlich wurde es bei Finix Brewing Co., ebenfalls aus Italien: Hier hatte der Braumeister mit dem Bier Oachakatzlschwoaf eine Bierkreation im Gepäck, die mit Speck, Sauerkraut und Knödeln gebraut wurde. Doch nicht nur das Handwerk des Brauens bekam am vergangenen Wochenende eine Bühne – auch das Kunsthandwerk begeisterte die Gäste aus nah und fern. Graffiti- und Tattoo-Artist Djoels aus Belgien und der französische Urban Art Künstler Seth Globepainter zeigten eindrucksvoll ihr Talent auf Leinwand und Hauswand. Das Duo In Motion sorgte mit beeindruckenden Tanzeinlagen für Staunen im Publikum. Auch kulinarisch wurden die Besucher bei Maisel & Friends gut versorgt. Für Gaumenfreuden sorgten das Liebesbier Restaurant und der prämierte Foodtruck von Jack’s Tasty. Dass bei diesem Programm eine ausgelassene Stimmung nicht auf sich warten ließ, mag wohl kaum überraschen. Für die musikalischen Festivalvibes sorgten gemütliche Palettenmöbel, Lichterketten, Pagodenzelte und nicht zuletzt feine Beats verschiedener DJs.

Ein besonderes Special gab es in diesem Jahr am Stand der Gastgeber Maisel & Friends zu entdecken: Noch vor Release gab es den diesjährigen Hopfenreiter exklusiv vom Fass zu probieren. Der besondere Freundschafts-Sud entstand 2022 bereits zum siebten Mal und konnte beim Festival Fans und Neuentdecker gleichermaßen begeistern. Gemeinsam mit fünf befreundeten Brauereien, die zum Teil auch im Rahmen des Craft Brauer Festivals ihre Biere ausschenkten, haben die Maisel & Friends Braumeister das limitierte und begehrte Double-IPA auch dieses Jahr wieder gebraut. Seit 2016 laden Maisel & Friends immer andere nationale und internationale Brauereien ein, die eine für sie besondere Hopfensorte zum Brautag mitbringen. Da sie diese selbst bestimmen, riecht und schmeckt das Double-IPA jedes Jahr anders – und begeistert seine Fangemeinde immer wieder aufs Neue. Mit dabei waren 2022 mit der Hopfensorte Monroe die Mainzer Brauerei Kuehn Kunz Rosen, True Brew Brewing Co. aus München mit dem Hopfen HBC 431 und Braukollektiv aus Freiburg mit HBC 630. Auch internationale Gäste waren wieder mit von der Partie: Aus England kam der Hopfen Jester von Samuel Smith’s Brewery, aus Nachbarland Tschechien fand der Hopfen Simcoe von Pivovar Zichovec seinen Weg in den Freundschafts-Sud. Mit freundlicher Unterstützung von Hopsteiner steuerte Maisel & Friends den Hopfen Solero bei. Seit dem 13. September ist das streng limitierte Double-IPA im Maisel & Friends Online-Shop und dem Bier-Shop in Bayreuth erhältlich. Wer noch nicht beim Festival zugeschlagen hat, dem kann ich nur raten, schnell zu sein. Inn den letzten Jahren war das beliebte Limited-Bier immer bereits nach kurzer Zeit ausverkauft.

BrauBeviale: ab 2023 in neuem Gewand und mit neuem Termin

2023 kann kommen: Dann vereint die BrauBeviale, eine der führenden Investitionsgütermessen für die Getränkeindustrie, endlich wieder die Welt der Getränke im Nürnberger Messezentrum. Die Vorbereitungen haben bereits begonnen. Nach der längeren Corona-bedingten Pause präsentiert sich die Fachmesse der Getränkebranche in neuem Gewand und zu einem neuen Termin: Vom 28. – 30. November 2023 geht die BrauBeviale mit klarem Profil und neuem Markenauftritt an den Start. Der Slogan „Das Wir verbindet Vielfalt.“ ist richtungsweisend für die Messe und ihr Programm.

„Wir können es kaum erwarten, die Welt der Getränke endlich wieder in unseren Messehallen versammeln zu dürfen“, freut sich Andrea Kalrait, Executive Director BrauBeviale und Beviale Family bei der NürnbergMesse, bereits jetzt auf 2023. „Wir hatten eine lange Pause, aber unser Ohr weiterhin nah an der Branche und haben mit vielen Unternehmen und Partnern gesprochen. Der Tenor dabei war ganz klar: Sowohl die Aussteller als auch die Besucher freuen sich schon jetzt auf ein Treffen mit Kollegen, Kunden und Fachleuten in Nürnberg. In kreativer Arbeitsatmosphäre werden wichtige Kontakte geknüpft, Netzwerke erweitert, konkrete Fragen erörtert, aus Interessenten Kunden. Die BrauBeviale inspiriert und setzt Impulse für die Getränkebranche.“

Um das auch in Zukunft zu gewährleisten, hat sich Andrea Kalrait mit ihrem Team und dem ideellen Träger, dem Verband Private Brauereien Bayern e. V., in den letzten Monaten intensiv mit der Positionierung der BrauBeviale auseinandergesetzt. Das Ergebnis: Die BrauBeviale geht 2023 mit einem geschärften Profil und einem neuen Markenauftritt an den Start. Der Slogan „Das Wir verbindet Vielfalt.“ hat die gesamte Getränkewelt im Blick. Er beschreibt einen wichtigen und entscheidenden Kernaspekt der Messe – nur wenn verschiedenste Akteure, vom Jungunternehmer bis zum erfahrenen Branchenkenner, unter einem Dach in familiärer Atmosphäre zusammenkommen, entsteht das gewisse Wir-Gefühl, das die BrauBeviale einzigartig macht. Gemeinsam Brücken zu schlagen, um Vielfalt zu vereinen, wird auch durch den modernen visuellen Auftritt transportiert. Hier schließt sich im wahrsten Sinne des Wortes der Kreis, der ein zentrales Element im neuen Erscheinungsbild der BrauBeviale ist und sich durch die Gestaltung der gesamten Messekommunikation, online wie offline, zieht. Beispielsweise im runden Key Visual: In ihm spiegelt sich die Diversität der verschiedensten Akteure und der unterschiedlichsten Getränke an einem Ort authentisch wider. Genau der Grund, warum auch die Farbwelt der Messe angepasst und das bewährte Grün – welches auch mit dem Thema Nachhaltigkeit assoziiert wird – um buntere, vielfältigere Farbtöne ergänzt wurde.

Neuer Termin: 28. bis 30. November 2023

Doch nicht nur das Erscheinungsbild der BrauBeviale hat sich verändert, auch der Termin ist neu: Die BrauBeviale findet vom 28. bis 30. November 2023 statt und bietet somit optimale Voraussetzungen, das Jahr gemeinsam mit der Branche abzuschließen sowie sich für das kommende Jahr inspirieren zu lassen und die richtigen Weichen zu stellen. Ein weiteres Schmankerl dieses Termins ist der weltbekannte Nürnberger Christkindlesmarkt, der just am Tag nach dem letzten Messetag traditionell vom Nürnberger Christkind eröffnet wird. Andrea Kalrait sieht darin einen klaren Vorteil: „Vor allem für unsere internationalen Gäste ist das eine wunderbare Gelegenheit, den Besuch der BrauBeviale mit einem Bummel durch den Nürnberger Weihnachtsbudenzauber abzurunden. Und natürlich ist es auch für die nationalen Gäste ein attraktiver Anreiz, noch ein, zwei Tage länger in Nürnberg zu bleiben. Nürnbergs Atmosphäre in der Adventszeit ist wirklich kaum zu überbieten.“

Die BrauBeviale auf der drinktec 2022

Doch bis nächstes Jahr Weihnachten muss niemand warten, der dem Team der BrauBeviale wieder live begegnen will. Vom 12. bis 16. September 2022 ist das BrauBeviale-Team nämlich auf der drinktec vertreten. Am Stand des Verbands Private Brauereien e. V. (A6.512) – ideeller Träger der BrauBeviale – freuen sich Andrea Kalrait und ihr Team nach so langer Durststrecke ganz besonders auf den persönlichen Austausch, interessante Gespräche sowie inspirierende Begegnungen mit alten Bekannten und neuen Kontakten. Selbstverständlich geben sie auch gerne Auskunft zu den Plänen für die BrauBeviale 2023 in Nürnberg.

Fässla – Weizla

In der Oberen Königsstraße, also direkt im Stadtzentrum von Bamberg, ist die Brauerei Fässla beheimatet, von der das Weizla stammt, das jetzt vor mir steht. Nur mal so nebenbei: Wenn Sie nach Bamberg kommen, sollten Sie unbedingt die Gaststätte der Brauerei aufsuchen. Sie finden sie ohne Suchen, bekommen dort die Biere aus der Brauerei und die Speisekarte lässt keine Wünsche offen. Aber jetzt will ich mich dem Bier widmen.

Hell goldfarben und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Für ein Weißbier ist die Schaumkrone eher gering und sie fällt auch schnell in sich zusammen. Schade. An der Optik könnte die Brauerei wirklich noch arbeiten.

Das Aroma gibt sich dann aber alle Mühe, mich wieder mit dem Bier zu versöhnen. Düfte nach Biskuitteig und Banane, nach Gras und Hefe steigen mir in die Nase.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße aus und die Kohlensäure sorgt für eine angenehme Spritzigkeit. Auf der Zunge erzeugt das Bier ein schlankes Mundgefühl, aber der Geschmack des Malzes und der kräftige Geschmack der Hefe nach Banane machen sich sehr gut. Im Abgang wird die Fruchtigkeit noch kräftiger und ich schmecke erstmals ein leichtes Bitter, das durchschnittlich lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

12,4° Plato

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Brauerei Fässla
Obere Königsstraße 19-21
96052 Bamberg
www.faessla.de

 

Alt-Bamberg – Zwickl

Jetzt steht das zweite Bier aus der Gasthausbrauerei Alt-Bamberg vor mir. Zur Brauerei habe ich bereits etwas geschrieben, so dass ich gleich mit der Verkostung beginnen kann.

Orangefarben mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber zeigt sich eine recht kleine Schaumkrone, die aber fest ist und lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an diesem Bier schon mal nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Karamell, dazu nach Honig, begleitet durch kräftige würzige Noten.

Der Antrunk ist mit seiner feinperligen Kohlensäure wirklich spritzig. Dazu kommen eine angenehme Malzsüße sowie ein auf die Süße angepasstes Bitter. Damit macht das Bier einen gut ausgewogenen Eindruck. Das Mundgefühl ist weich. Im Abgang dominiert ein leichtes Bitter mit einem langen Nachkling.

Alles in Allem ist das Alt-Bamberg Zwickl ein angenehmes Konsumbier ohne Ecken und Kanten, das ich mit seiner nicht zu kräftigen Hopfung als typisch fränkisch bezeichnen würde.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11,6° Plato

Bittereinheiten:

17 IBU

Farbe:

15 EBC

Brauerei:

Braumanufactur Alt-Bamberg GmbH
Breitäckerstr. 9
96049 Bamberg
www.alt-bamberg.com

Das weltbeste hopfenbetonte Weißbier kommt aus Bayreuth

Schon bei der ersten Runde der World Beer Awards 2022 wurde in Bayreuth gefeiert, denn gleich vier Biere von Maisel & Friends konnten Gold in ihrer jeweiligen Kategorie gewinnen: Maisel & Friends Hoppy Hell (Kat. Hoppy Pilsner), Maisel & Friends Alkoholfrei (Kat. No & Low Alcohol), Maisel & Friends India Pale Ale (Kat. IPA American Style) und Maisel & Friends Jeff’s Bavarian Ale (Kat. Hoppy Wheat Beer). Die drei Letztgenannten konnten außerdem den Titel des „Deutschen Meisters“ in ihrer Kategorie für sich beanspruchen und so gingen drei Country Winner-Titel nach Bayreuth. Das sicherte den modernen Bierspezialitäten gleichzeitig einen Platz im Rennen um den begehrten Titel des Style Winners, das weltweit beste Bier der jeweiligen Kategorie. In der Kategorie Hoppy Wheat Beer hatte die Familienbrauerei Maisel nun tatsächlich die Nase vorn und konnte sich mit Maisel & Friends Jeff’s Bavarian Ale gegen die große Konkurrenz durchsetzen. Das weltbeste hopfenbetonte Weißbier kommt somit aus Bayreuth.

„Wir freuen uns unheimlich über diese großartigen Auszeichnungen. Dass wir uns mit unseren Maisel & Friends Bieren gegen so viele nationale und internationale Brauereien durchsetzen konnten, ist der hervorragenden Arbeit unserer Brauer und Braumeister zu verdanken. Ich bin stolz auf unser Team – und auf unsere Biere“, freut sich Jeff Maisel über die Titelgewinne, der die Brauerei in der vierten Generation führt. Nachdem man bereits im letzten Jahr eine Gold- und zwei Silbermedaillen gewinnen konnte, gelang es dem Maisel & Friends Team nun, noch einmal nachzulegen. Maisel & Friends Braumeister Markus Briemle zeigt sich sichtlich beeindruckt: „Wir geben jeden Tag unser Bestes, um unserem Anspruch an hervorragende Bierspezialitäten gerecht zu werden. Deshalb freuen wir uns umso mehr, wenn uns die Qualität von einer so renommierten Jury bestätigt wird und wir sogar als Style Winner aus diesem renommierten Bierwettbewerb hervorgehen.“