Schlagwort-Archiv: Ale

Brunehaut – Amber

Brunehaut ist eine Gemeinde in der Provinz Hennegau im wallonischen Teil Belgiens und grenzt im Süden an Frankreich. Von dort kommt das Bier, das jetzt vor mir steht. Es hat zwei Besonderheiten: es wurde aus biologischen Rohstoffen hergestellt und es ist glutenfrei.

Kupferrot mit einer leicht überdurchschnittlich großen festen und elfenbeinfarbenen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Der Schaum bleibt lange erhalten.

Das Aroma wird durch eine leichte Süße nach Toffee geprägt sowie durch Röstaromen, die an Kaffee erinnern. Auch einige nussige Noten steigen mir in die Nase.

Der Antrunk entspricht genau den Eindrücken, die das Aroma in der Nase hinterlassen hat. Eine leichte Süße paart sich mit einer feinperligen Kohlensäure zu einer angenehmen Spritzigkeit. Auf der Zunge setzt sich anschließend der Geschmack nach dunkler Schokolade mit deutlicher Hopfenbittere durch. Eigentlich ist das durchaus eine Mischung, die meinen Geschmack trifft. Leider schafft es das Bier nicht zu einer Vollmundigkeit. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes Bitter mit langem Nachklang aus.

Wie so häufig fällt das glutenfreie Bier bei mir durch. Allerdings nicht vollständig, für ein glutenfreies Bier ist das Brunehaut durchaus trinkbar. In seiner Klasse gehört es zu den besseren Bieren, aber wer keine Glutenunverträglichkeit hat sollte wohl doch auf ein anderes Bier ausweichen. Menschen mit einer Glutenallergie werden dieses Bier aber mögen.

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Brunehaut Brewery
Rue des Panneries 17
7623 Rongy
Belgien
https://brunehaut.com/

Abbaye de Vauclair – Bière Ambrée

Seit 2001 wird in der Brasserie de Vauclair gebraut. Die Biere aus diesem Haus haben sich im Laufe der Jahre einen ausgezeichneten Ruf erworben. Seit Anthony Nury, zunächst Mitarbeiter und Partner, seit 2013 Braumeister der Brauerei wurde, ist der Erfolg der Biere, das mehrere Jahre in Folge auf dem Salon de L’Agriculture in Paris und beim Concours International de Lyon ausgezeichnet wurde, vor allem der eines leidenschaftlichen Teams. Die Biere aus der Brauerei, die Lidl in Deutschland anbietet, tragen den Namen der Brauerei, werden auf der Website der Brauerei aber nicht gelistet, was für mich darauf hinweist, dass diese Biere ausschließlich für Lidl hergestellt werden. Dies ist nun das zweite Bier, das ich von Lidl aus dieser Brauerei bekommen habe. Ich hatte bereits das Imperial verkostet und es hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Nicht dass es der ganz große Bringer gewesen wäre, aber das kann ich für einen Preis von unter 2 Euro auch nicht verlangen. Aber das Preis-/Leistungsverhältnis war schon wirklich gut. Deshalb hoffe ich auch jetzt auf einen ordentlichen Genuss.

Bernsteinfarben und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige und elfenbeinfarbene Schaumkrone, die durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet recht süß nach Toffee, begleitet durch einige würzige Noten, die aber eher im Hintergrund bleiben.

Der erste Schluck zeichnet sich erst einmal durch eine sehr großzügig dosierte Kohlensäure aus, so dass es direkt einige Zeit erfordert, bis ich die Süße des Bieres schmecke. Dann kommt ein passendes Bitter dazu. Ich vermisse jegliche Fruchtigkeit, auch die würzigen Noten verstecken sich recht erfolgreich. Das Mundgefühl ist weich, aber nicht voll. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und ich schmecke die würzigen Noten etwas stärker. Der Geschmack klingt aber kaum nach.

Nachdem ich das Imperial der Brauerei durchaus genossen habe, bin ich von diesem Bier leider sehr enttäuscht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Weizen, Invertzuckersirup, Glukosesirup, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

6,1 % Vol.

Brauerei:

Brasserie de Saint-Omec
35 bis Boulevard de Strasbourg
62500 Saint-Omer
Frankreich
www.brasserie-saint-omer.com

Affligem – Blond

Affligem ist eine belgische Brauerei, die in der flämischen Gemeinde Opwijk beheimatet ist und die seit dem Jahr 2000 zum weltweit tätigen Brauereikonzern Heineken gehört.

Goldgelb und mit einer sahnigen Schaumkrone, die lange erhalten bleibt, strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen.

Das Aroma ist malzbetont. Der Duft nach Karamell steht im Mittelpunkt, unterstützt durch Noten nach Hefe, Nelken und anderen Gewürzen.

Der Antrunk wird durch eine leichte Süße und die reichliche Dosierung der Kohlensäure dominiert. Auf der Zunge entwickelt sich ein ausgewogenes Bitter, wobei aus dem Hintergrund etwas Zitrusfrucht dazukommt. Insgesamt ist es ein vollmundiges und rundes Bier. Im Abgang stelle ich ein leichtes freundliches Bitter mit langem Nachklang fest.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Glucosesirup, Hopfen, Hopfenextrakt, Zucker, Hefe

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Brauerei:

Brasserie Alken-Maes S.A.
Ringlaan 18
1745 Opwijk
Belgien
https://www.affligembeer.com

Marston’s – Wainwright

Die britische Brauerei Marston’s, aus der das Bier stammt, das jetzt vor mir steht, wurde 2007 unter diesem Namen bekannt, als die Wolverhampton & Dudley Breweries umfirmiert wurden. Seitdem wurden noch verschiedene Brauereien übernommen, so dass das Golden Bier nach Angaben der Brauerei das am Häufigsten verkaufte Golden Ale in Großbritannien ist. Im Mai 2020 übernahm Carlsberg 60 % der Anteile der Brauerei.

In hellem Goldgelb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine recht kleine feinporige Schaumkrone, die aber lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist nicht allzu intensiv und auch nicht sonderlich kreativ. Der Karamellduft ist dominant, einige würzige Noten kommen dazu sowie ein Hauch Fruchtigkeit mit dem Duft nach Zitrone.

Der Antrunk ist überraschend süß und bringt durch die reichlich dosierte Kohlensäure sowie die leichte Zitrusnote eine leichte Frische mit. Der Körper ist recht schlank, das Bitter und die Fruchtigkeit sind beide nicht allzu ausgeprägt. Erst im Abgang wird das Bitter etwas stärker und es klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Glukosesirup, Hopfen (Magnum, Tradition, Hersbrücker, Styrian Goldings), Hefe

Alkoholgehalt:

4,1 % Vol.

Brauerei:

Marstons PCL
Wolverhapton
WE1 4JT
Großbritannien
https://wainwrightgoldenbeer.com

Maisel & Friends – Galaxy Brown Ale

Dass die Auszubildenden bei Maisel in Bayreuth ihr eigenes Bier brauen durften habe ich hier bereits berichtet. Eine ausführlichere Beschreibung des Projekts finden Sie auf der Website von Maisel. Jetzt ist eine Flasche dieses Biers bei mir eingetroffen und ich kann beschreiben, wie sie mir gefällt. Ich erwarte auf jeden Fall eine Geschmacksexplosion durch den Hopfen, nach dem das Bier benannt ist. Galaxy ist ein australischer Hopfen, der im Bundesstaat Victoria und auf der Insel Tasmanien angebaut wird. Er besticht durch seine fruchtigen Aromen. Er enthält Aromen nach Maracuja, Zitrus und tropischen Früchten.

Rotbraun und mit geringer Hefetrübung fließt das Bier ins Glas und bildet dabei einen festen Schaum mit einem leichten Beigestich, der lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet fruchtig nach Zitrusfrüchten und Ananas, aber auch Düfte einheimischer Früchte wie Himbeeren steigen mir in die Nase. Abgerundet wird der Duft durch die Aromen des Malzes, die an Karamell und Haselnuss erinnern, sich aber nicht in den Vordergrund drängen.

Bein ersten Kontakt des Biers kommt es zu der ersten Überraschung, denn das Bier enthält mehr Süße durch den Malzzucker als ich erwartet hätte. Dabei kommt die Fruchtigkeit aber ebenfalls sofort zum Tragen. Für meinen Geschmack enthält das Bier etwas wenig Kohlensäure. Während sich das Bier auf der Zunge verteilt gesellt sich ein gut abgestimmtes Bitter zur Süße und die Fruchtigkeit nimmt zu. Alle Aromen, die ich in der Nase wahrgenommen habe, spiegeln sich auf der Zunge wider. Das Mundgefühl ist sanft und voll. So bildet sich eine ungeheure Drinkability. Im Abgang wird das Bier trockener, wobei die Fruchtigkeit erhalten bleibt. Die Bitterstoffe ziehen sich dabei zurück. Erstaunlich ist auch der lange Nachklang der Fruchtigkeit.

Das Galaxy Brown Ale ist ausschließlich bei der Brauerei erhältlich, selbstverständlich auch im Onlineshop der Brauerei. Und wie immer gilt: Diesen Sud gibt es nur einmal und wenn er weg ist, ist er weg.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

11,8° Plato

Bittereinheiten:

35 IBU

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Von Freude – Frischhopfen

Nur einmal im Jahr gibt es die Möglichkeit, mit frischem Hopfen ein Bier zu brauen, also ein Wet Hop Ale. Diese Gelegenheit hat das Von Freude Team im letzten Jahr in der Hallertau genutzt und eine kleine Rarität gebraut: Das Frischhopfen aus frischem Hallertauer Mittelfrüh Hopfen – da ist das volle Aroma präsent. Als einzige Hopfensorte hat Hallertauer Mittelfrüh diesem Bier sein Aroma verliehen. Mittelfrüh ist eine traditionelle deutsche Hopfensorte, deren Verbreitung durch andere Sorten stark zurückgegangen ist. Dabei sind seine geschmacklichen Eigenschaften hervorragend und geben jedem Bier eine hopfenwürzige Note.

In aller Frühe morgens wurden die Hopfen-Dolden geerntet und dann sofort im Sudhaus das Bier damit eingebraut. So zeigt der Hopfen was er wirklich kann.

Hell bernsteinfarben und hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittliche Menge festen Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzbetont mit Noten nach Brombeeren und Kräutern und wie erwartet kommen noch einige grasige Duftnoten dazu.

Der erste Kontakt mit meiner Zunge zeichnet sich durch eine feine Süße aus, zu der durchaus die recht geringe Dosierung der sehr feinperligen Kohlensäure passt. Als sich das Bier auf der Zunge ausbreitet wird der Geschmack überraschend intensiv. Das Bitter ist gut auf die Süße abgestimmt. Dazu kommen einige weinige Noten, die mich an holzfassgereifte Biere erinnern. Der Gesamteindruck ist einfach als edel zu bezeichnen. Der Abgang ist sehr mild, der Geschmack nach Kräutern dominiert und klingt lange nach.

Dieses Bier ist ein sehr guter Begleiter zu Festessen, zu denen sonst Wein gereicht wird.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Mittelfrüh), Hefe

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Stammwürze:

17,5° Plato

Bittereinheiten:

45 IBU

Brauerei:

Wahnsinn GmbH
Colonnaden 72
20354 Hamburg
www.vonfreude.de

Birra Flea – Constanza

Jetzt steht Constanza vor mir, das Blonde Ale von Birra Flea. Wie alle anderen Biere ist auch dieses Bier einer Frau aus der italienischen Historie gewidmet: „Die Mutter Friedrichs II., Konstanze von Hauteville, wurde von Dante als „die große Costanza gefeiert, die aus der zweiten Welle der Schwaben diejenige hervorbrachte, die ihre dritte und letzte Macht war“, unterstrich Dante ihre Entschlossenheit auf der politischen Bühne, aber auch ihre Raffinesse. Von 1194 bis 1198 war sie Königin von Sizilien. Costanza war aber auch der Name der ersten Frau Friedrichs: Sie war die älteste Tochter Alfons II. von Aragon und die erste Frau Kaiser Friedrichs II. Im Jahr 1209 wurde sie anlässlich der Hochzeit zur „Königin von Sizilien“ gekrönt. Deshalb wurde unser Bier Costanza kreiert, um die beiden Königinnen zu feiern.“

Wie die anderen Biere von Birra Flea ist auch Costanza ungefiltert und nicht pasteurisiert und es wurde einer zweiten Gärung in der Flasche unterzogen.

Golden und leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittliche Menge feinporigen Schaum, der lange erhalten bleibt. Optisch ist das Bier schon mal perfekt.

Düfte nach Biskuit steigen mir in die Nase, unterstützt durch ein diskretes Zitronenaroma sowie den Duft von Hefe.

Der Antrunk ist frisch, fruchtig und spritzig. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt entwickelt sich eine überraschende Fruchtigkeit, die ich aufgrund des Aromas so nicht erwartet hätte. Alle Aromen spiegeln sich im Mund wider. Dazu kommt ein passendes Bitter, so dass das Bier einen runden Eindruck macht. Im Abgang wird das Bitter kräftiger, wobei die Fruchtigkeit erhalten bleibt. In der Kehle wirkt das Bier fast wie ein Biss auf einen Grapefruitkern.

Das Birra Flea Costanza ist ein schönes und erfrischendes Bier für den Sommer, das sich gut beim Grillen trinken lässt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

25 IBU

Brauerei:

Flea Società Agricola a r.l.
Via Fratelli Cairoli
Zona Industriale Sud
06023 Gualdo Tadino, PG
Italien
www.birraflea.com

Birra Flea – Isabella

Nun steht mal wieder ein Bier der italienischen Brauerei Birra Flea vor mir. Ich muss zugeben, dass ich mit einigen Vorurteilen an diese Verkostung gehe, da es sich beim Isabella um ein glutenfreies Bier handelt und die meisten „free-of-Produkte“ geschmacklich doch ziemlich hinter dem Original zurückbleiben. Die Brauerei schreibt dazu: „Bier mit einem Glutengehalt unter 20 ppm, das speziell für Menschen mit einer Unverträglichkeit gegen Gluten entwickelt wurde (Reg. UE 828/2014).“

Wie alle anderen Biere hat die Brauerei auch dieses Bier einer historischen Person gewidmet: „Sie war die Tochter von König John Lackland von England, der König erinnerte sich in der Literatur als Erzfeind von Robin Hood, Isabella heiratete 1235 Friedrich II. nach dem Tod seiner zweiten Frau. Ihre Hochzeit war eine „Make-filiace-Hochzeit“, die von Papst Gregory IX. sehr begehrt war. Chroniken der Zeit feierten Isabella für ihre unbeschreibliche Schönheit und Anmut. Diese Eigenschaften fielen Frederik auf den ersten Blick auf.“ Dann wollen wir doch mal sehen, ob das Bier auch so schön ist. Auf jeden Fall ist es ungefiltert und unpasteurisiert. Außerdem wurde es einer zweiten Gärung in der Flasche unterzogen. Es handelt sich also auf jeden Fall um ein „richtiges“ Bier.

Golden und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine leicht überdurchschnittlich große Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur.

Das Aroma ist blumig, unterstützt durch den Duft von Waldhonig und einem Hauch Grapefruit.

Der Antrunk ist frisch und spritzig, aber auch recht schlank. Auf der Zunge entwickelt sich ein malziger Geschmack zusammen mit einem leichten Sauer. Das Bier ist recht trocken und für ein glutenfreies Bier erstaunlich vollmundig. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes Bitter mit kurzem Nachklang aus.

Das Bier bietet nicht den absoluten Genuss, aber Menschen mit Glutenunverträglichkeit, die gerne ein Bier trinken wollen, werden es sicher zu schätzen wissen. Ich habe dieses Problem nicht, aber auch ich könnte mir vorstellen, dieses Bier noch einmal zu trinken, auch wenn ich die anderen Biere von Birra Flea bevorzugen würde.

Zutaten:

Wasser, Gersten- und Weizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Brauerei:

Flea Società Agricola a r.l.
Via Fratelli Cairoli
Zona Industriale Sud
06023 Gualdo Tadino, PG
Italien
www.birraflea.com

Tough Guy Ale

Die Beschreibung dieses Biers durch die Brauerei kling schon sehr selbstbewusst: „Boom! Bodycheck! So wird der erste Schluck von unserem Tough Guy Ale bei dir einschlagen. Ein East Coast Pale Ale für harte Jungs und Mädels mit Geschmack für das Besondere. Das aromatische Zusammenspiel von Grapefruit und Pinie und die kompromisslosen 40 IBU werden deine Geschmacksnerven um eine Overtime betteln lassen. Abgerundet durch die angenehm feine Rezenz und den fruchtigen Geschmack haben jedoch nicht nur hartgesottene Hockey-Cracks ihre Freude daran.“ An diesen Worten wird sich das Tough Guy Ale, das jetzt vor mir steht, messen lassen müssen.

Hell bernsteinfarben und leicht hefetrüb ergießt sich das Bier ins Glas. Dabei bildet sich sehr viel fester Schaum, der auch sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma kommt frisch mit Düften nach Zitrus, Ananas und Grapefruit daher. Ja, so stelle ich mir ein Ale vor.

Auch der Antrunk ist fruchtig und mit der reichlich dosierten feinperligen Kohlensäure frisch. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider. Eine angenehme Süße und ein recht kräftiges Bitter gesellen sich dazu. Das Mundgefühl ist rund und vollmundig. Im Abgang lässt das Bitter etwas nach und der Geschmack klingt mittellang nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale, CaraHell, Pilsener, Weizenmalz, Sauermalz), Hopfen (Magnum, East Kent Goldings, Cascade, Centennial, Chinook), Hefe

Alkoholgehalt:

5,9 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

Klüvers Delikatessen Manufaktur GmbH & Co. KG
Schiffbrücke 2-4
23730 Neustadt in Holstein
www.kluevers.com

für

Sudden Death Brewing
Strandallee 81
23669 Timmendorfer Strand
www.suddendeathbrewing.de

Joup

Nur etwa zehn Kilometer von Aachen entfernt liegt Hombourg, im äußersten Zipfel der Wallonie an der Grenze zu Flandern und nicht weit von den Niederlanden. Dort hat Benoit Johnen seine Brauerei, aus der das Joup stammt, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet. Es ist eines von acht Bieren, die in der Brauerei Grain Dorde entstehen.

Kastanienbraun und hefetrüb zeigt sich Joup im Glas. Die beige Schaumkrone ist gemischtporig, bleibt aber recht lange erhalten

Das Aroma ist süß, fast sirupartig mit Düften nach Rosinen. Auch der Alkohol kommt durch. Dazu kommen mit einigen Röststoffe leichte Kaffeearomen.

Wie erwartet ist auch der Antrunk süß, was aber durch die reichlich dosierte Kohlensäure nicht unangenehm wird. Auf der Zunge kommt zu Süße eine leichte Säure. Die Fruchtigkeit bleibt diskret im Hintergrund und vor allem fehlen mir die Bitterstoffe, die so gut wie nicht vorhanden sind. Deshalb fällt auch der Abgang recht schlank aus, auch dort gibt es kein Bitter und auch ein Nachklang fehlt mir.

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Bittereinheiten:

20 IBU

Farbe:

47 EBC

Brauerei:

Grain Dorge
rue Laschet 3
4852 Hombourg
www.grain-dorge.com