Schlagwort-Archiv: Ale

Forestinne – Nordika

Heute fährt die kleine Waldelfe, die die Etiketten dieser Bierserie ziert, mit einem Wikingerschiff gen Norden. Nicht nur, dass das auf dem vorderen Etikett bildlich dargestellt wird, sondern auf dem Rückenetikett wird „Le Réconfort venu du Grand Nord“ versprochen, also eine Aufmunterung aus dem Norden. Dann wollen wir doch mal sehen, ob das Bier diese Versprechungen auch einhalten kann.

Golden und leicht hefetrüb zeigt sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich viel weißer cremiger Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Außerdem sehe ich, dass das Bier sehr viel Kohlensäure enthält. Optisch macht das Bier also schon mal einen sehr guten Eindruck.

Das Bier duftet nach Feige, dazu ein Hauch Zimt. Im Hintergrund kommt noch etwas Zitrusaroma durch. Das Aroma macht genau wie die Optik schon mal Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist süß, wirklich süß. Ohne die viele Kohlensäure, die dem Bier eine gewisse Frische verleiht, wäre es bei mir jetzt bereits durchgefallen. Aber der Körper dieses Bieres reißt es dann raus. Er ist wirklich kräftig und dabei ausgewogen. Er erinnert stark an Sherry und erinnert deutlich an einen Aperitif. Jetzt wird mir das Bier richtig sympathisch. Der Abgang ist mild und es zeigen sich kaum Bitterstoffe. Trotzdem bleibt der Geschmack recht lange erhalten.

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Brauerei:

Brasserie Caracole
5500 Falmignoul (Dinant)
Belgien
www.forestinne.be

St. Idesbald – Blond

Im Osten Flanderns liegt die Gemeinde Melle, in der die Brauerei Huyghe beheimatet ist, aus der das St. Idesbald stammt, das jetzt vor mir steht. Es handelt sich um eine Privatbrauerei, die Mitglied der „Belgian Family Brewers“ ist. Bereits seit 1654 wird dort Bier gebraut. Im Jahr 1906 erwarb Léon Huyghe die Brauerei und nannte sie „Brouwerij-Mouterij den Appel“. 1938 fand die Umbenennung „Léon Huyghe Ltd.“ statt.

Golden und leicht hefetrüb zeigt sich das Bier. Darüber steht eine durchschnittliche Menge gemischtporiger Schaum, der recht langsam in sich zusammenfällt.

Düfte nach Brotrinde und Hefe steigen mir in die Nase, dazu eine leichte fruchtige Säure sowie das Aroma frischer Ananas. Damit macht das Bier schon mal einen guten Eindruck.

Der Antrunk ist süß und das Bier macht von Anfang an einen vollmundigen Eindruck. Allerdings würde ich mir etwas mehr Kohlensäure wünschen. Auf der Zunge kommt schnell eine leichte fruchtige Säure dazu. Bitter kann ich nicht feststellen. Erst im fruchtigen Abgang kommen einige Bitterstoffe schüchtern zum Vorschein. Trotzdem klingt der Geschmack lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Brasserie L. Huyghe
Brusselsestw. 282
9090 Melle
Belgien
www.delirium.be

Erhard Original

Aus Franken stammt dieses Kellerbier. Gebraut und abgefüllt wird es in Hallerndorf bei Bamberg. Sofort fällt die durchsichtige Flasche auf, die recht ungewöhnlich ist. Um das Bier vor dem Einfluss des Lichts zu schützen, ist sie aber mit einem UV-Schutz versehen. Für diese Flasche wurde St. Erhard mit dem German Design Award 2014 ausgezeichnet.

Bereits in der Flasche ist die klare bernsteinartige Farbe des St. Erhard zu sehen. Beim Einschenken steigt mir das intensive Hopfenaroma in die Nase. Das Bier enthält keine sichtbare Kohlensäure und es bildet sich eine durchschnittliche Krone aus sahnigem Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma des Bieres ist malzbetont. Düfte nach Toffee steigen mir in die Nase. Der Hopfen kommt mit einigen fruchtigen Noten ebenfalls zu seinem Recht, er bleibt aber im Hintergrund.

Der leicht süße Antrunk zeigt, dass das Bier nur wenig Kohlensäure enthält, die aber sehr feinperlig ist. Trotzdem macht das Bier einen angenehmen frischen Eindruck. Der Geschmack des Malzes ist ausgewogen mit dem des Hopfens. Damit macht das Bier einen angenehm süffigen Eindruck. Schnell gesellt sich noch ein angenehmes und recht intensives Bitter dazu. Auch der Abgang ist durch ein freundliches Bitter geprägt, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Wiener, Cara-Münch®), Hopfen (Tettnanger)

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

13° Plato

Brauerei:

St. Erhard GmbH
Hafenstraße 13
96052 Bamberg
www.bierothek.de

Val-Dieu – Bière de Noël

Es ist das dritte Septemberdrittel, in den Supermärkten türmen sich Pfeffernüsse, Spekulatius und andere Weihnachtsnaschereien, in der Fußgängerzone von Essen hängt die Weihnachtsbeleuchtung und so muss es mich nicht wundern, dass jetzt das erste Weihnachtsbier des Jahres vor mir steht. Es handelt sich um das Bière de Noël aus Val-Dieu, einer ehemaligen Zisterzienserabtei in Belgien, genauer gesagt aus dem Tal der Berwinne, gelegen an der Grenze zwischen dem Herzogtum Limburg und der Grafschaft Dalhem.

Im Jahr 200 verließen die letzten Mönche die Abtei und der Orden entschloss sich, die Abtei einer christlichen Laiengemeinschaft anzuvertrauen, die unter Aufsicht der Zisterzienser bis heute die Geschicke des Klosters lenkt.

Im Kloster werden nicht nur das Abteibier, sondern auch diverse Käsespezialitäten sowie Apfelcidre hergestellt. Alle diese Produkte sind von der Handwerkskunst der Zisterzienser inspiriert. So verwundert es auch nur bedingt, dass dieses Bier beim World Beer Award 2018 die Bronzemedaille gewonnen hat.

Hell bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich leicht überdurchschnittlich viel feinporiger Schaum, der aber leider recht schnell in sich zusammenfällt.

Der Antrunk ist süß, wobei die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure für eine gewisse Frische sorgt. Schnell kommt eine leichte fruchtige Säure dazu, während ich Bitterstoffe kaum wahrnehmen kann. Trotzdem macht das Bier einen recht runden und süffigen Eindruck. Im Abgang verstärkt sich die Säure und der Geschmack des Alkohols tritt in den Vordergrund. Der Nachklang ist mittellang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Portwein, Hefe

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Brauerei:

Brasserie de l’abbaye du Val-Dieu
Val-Dieu 225
4880 Aubel
Belgien
www.val-dieu.com

Klüvers – Dunkel

Der Versandhändler bierselect.de hat auf seiner Website einmal die Zukunftspläne der Inhaber der kleinen Brauerei im Hafen von Neustadt beschrieben: „Die Inhaber der Klüver’s Delikatessen Manufaktur GmbH & Co. KG planen Großes für die Zukunft. Aus dem kleinen Familienunternehmen, gegründet von Jutta und Detlev Klüver, ist mittlerweile ein regionaler Wirtschaftsfaktor geworden, der ca. 80 Mitarbeiter beschäftigt. Aus einer lokalen Brauerei soll bald schon eine regionale Brauerei werden. Seit 2013 sind sowohl die benötigten Kapazitäten als auch eine eigene Etikettierstraße vorhanden. Dadurch soll die Versorgung mit den handgemachten Bierspezialitäten, hergestellt auf höchstem Niveau, bald flächendeckend möglich sein.“

Das Dunkel aus der kleinen Manufaktur bewirbt die Brauerei als süß und malzig mit Karamellnote. Wenn es mit der Süße nicht übertrieben wurde könnte mir das Bier sicher gefallen.

Das Aussehen des Bieres ist schon mal bestechend. Dunkel bernsteinfarben ist es mit einer durchschnittlichen Menge feinporigen Schaums, der nur langsam in sich zusammenfällt. Für ein Dunkles ist es recht hell.

Das Aroma ist durch das Malz dominiert. Ich rieche Karamell und einige Schokoladennoten. Dass das Bier süß ist steht bereits auf dem Etikett. Aber ansonsten hätte ich die Süße spätestens in der Nase geahnt.

Und tatsächlich, der Antrunk ist süß, was aber mit der gut portionierten und sehr feinperligen Kohlensäure harmoniert. Schnell kommt der Geschmack von Kaffee dazu, gepaart mit einer leichten Säure. Der Abgang ist ebenfalls mild mit nur geringen Bitterstoffen und einem durchschnittlichen Nachklang.

Das Bier ist gut trinkbar, aber ihm fehlt in meinen Augen etwas, das es wirklich aus der Masse der Münchner Dunklen heraushebt. Aber wenn ich einmal in Neustadt sein sollte, werde ich sicher am Hafen bei Klüvers einkehren (das Internet ist sich einig wie selten: Neben den Bieren sind auch die Speisen bei Klüvers von guter Qualität) und es ist gut möglich, dass ich zum Essen ein Dunkles trinke.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

12,6° Plato

Bittereinheiten:

20 IBU

Brauerei:

Klüvers Delikatessen Manufaktur GmbH & Co. KG
Schiffbrücke 2-4
23730 Neustadt in Holstein
www.kluevers.com

BierSelect

Brasserie Uberach – Doigt de Dieu

Jetzt teste ich erstmals ein Bier aus Frankreich, das bière ambrée aus der Brasserie Uberach. Auf dem Etikett verspricht das Bier ein würziges Erlebnis aufgrund der verwendeten Malze und der sorgfältig ausgewählten Hefestämme. Mal sehen, ob das Bier diese Versprechungen einhalten kann.

Bernsteinfarben und hefetrüb zeigt sich das Bier im Glas, darüber sehr viel feinporiger Schaum, der anfangs schnell zusammenfällt, aber ein Rest bleibt lange erhalten. Dazu sehe ich jede Menge Kohlensäure. Ich erwarte also ein spritziges Bier.

Das Aroma verrät, dass die Malze den Geschmack dieses Biers dominieren. Es wird durch Röstaromen mit einer deutlichen Toffeenote geprägt, unterstützt durch den zarten Duft von Rosinen.

Der Antrunk ist mäßig süß, auf jeden Fall weniger süß als ich aufgrund des Dufts erwartet hätte. Die viele Kohlensäure wirkt fast schon störend. Schnell beginnen die reichlich vorhandenen Bitterstoffe, den Geschmack zu dominieren. Bei diesem intensiven bitteren Geschmack würde ich mir etwas mehr Süße wünschen und käme auch noch etwas mehr Säure dazu, wäre dieses Bier ausgewogen. So wirkt es fast wie gewollt aber nicht gekonnt. Der Abgang ist trotz der reichlich vorhandenen Bitterstoffe erstaunlich mild.

Dieses Bier trifft meinen Geschmack nicht wirklich. Wenn ich aus Frankreich nicht noch bessere Biere bekomme, sollte die Franzosen lieber beim Wein bleiben. Das können die nämlich wirklich.

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Brasserie Uberach
5 rue de cerf
67350 Uberach
Frankreich

Auf der Website wird abweichend folgende Adresse angegeben:

Brasserie Uberach
30 Grand Rue
67350 UBERACH
Frankreich
www.brasserie-uberach.fr

Gauloise – Bruin

Heute steht mal wieder ein Bier aus Belgien vor mir – das Gauloise Bruin. Dass das Bier aus Belgien kommt ist ja nun nichts Außergewöhnliches. Dass keine Zutatenliste auf den Etiketten zu finden ist aber schon. Es steht lediglich auf dem Rückenetikett, dass das Bier Gerstenmalz enthält. Ist das überhaupt erlaubt? Bier.de schreibt dazu: „Die Deklaration ist ebenso verpflichtend für Bier, das legal in anderen EU-Mitgliedsstaaten produziert und in Deutschland verkauft wird.“ Andererseits habe ich das Bier im KaDeWe in Berlin gekauft und dieses Kaufhaus wird doch wohl wissen, was verkauft werden darf. Aber das Bier wurde im Jahr 2009 mit der Bronzemedaille des European Beer Star ausgezeichnet. Da kann ich schon etwas ganz besonderes erwarten.

Da die Etiketten nichts weiter hergeben gieße ich mir das Bier ein. Tiefschwarz steht das gefilterte Bier vor mir, darüber ein feinporiger und fester Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Optisch haben die Brauer in Purnode schon einmal nichts verkehrt gemacht. Absolut nichts. Das Aroma wird wie erwartet durch Malznoten bestimmt, dazu Düfte von Zitrusfrüchten und anderen Südfrüchten. Das macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist weniger süß als ich erwartet hätte. Anschließend macht sich im Mund ein intensiver Bittergeschmack breit, unterstützt von einer sehr ausgeglichenen feine Säure und Süße. Dazu eine feinperlige Kohlensäure, die dem Bier eine schöne Süffigkeit verleiht. Der Abgang wird durch die Röststoffe bestimmt und klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Gerstenmalz, Keine weiteren Angaben

Alkoholgehalt:

8,1 % Vol.

Brauerei:

Brasserie du Bocq s.a.
Rue de Brasserie 4
5530 Purnode
Belgien
www.bocq.be

Barcelona Beer

Barcelona ist die Stadt der Inspiration, des mediterranen Klimas und der Küche. Kreativ, freundlich, unternehmerisch und weltoffen…. So wird Barcelona allgemein wahrgenommen und die Brauerei hat sich vorgenommen, ein Bier zu brauen, das zu dieser Stadt passt. Dafür geben die Brauer sich viel Mühe: das Brauwasser kommt aus dem Naturschutzgebiet Montseny, aus der Region Font de Regás, die verschiedenen Malzsorten werden von den Braumeistern noch persönlich abgeholt und der beste Hopfen aus vielen verschiedenen Ländern importiert.

Golden und nur wenig hefetrüb zeigt sich das Bier im Glas. Ich sehe sehr viel Kohlensäure, die für extrem viel feinporigen Schaum sorgt, der sehr lange erhalten bleibt. Es ist also angeraten, dieses Bier vorsichtig und langsam einzuschenken.

Das Bier duftet verführerisch nach Zitrone, Grapefruit und Ananas. So soll ein Pale Ale duften.

Der Antrunk ist recht trocken, wobei die reichlich vorhandene Kohlensäure für eine angenehme Frische sorgt und die von Anfang an vorhandene Fruchtigkeit hervorragend unterstützt. Schnell kommt ein leichtes Bitter hinzu, das aber die sich widerspiegelnden Aromen nicht überdeckt. Im Abgang wird das Bitter kurz kräftiger und es klingt sehr lange nach.

Das Bier passt gut zu mediterranen Gerichten, besonders zu Fisch, Meeresfrüchten und Geflügel.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale, Caramunich T2), Hopfen (Magnum, Perle, Cascade), Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Bittereinheiten:

20 IBU

Brauerei:

Goodbeer S.L.
Santander 49
08020 Barcelona
Spanien
www.barcelonabeercompany.com

Obama

Das Etikett dieses American Pale Ale ist schon auffällig. Ein Bier mit dem Namen und Bild des ehemaligen amerikanischen Präsidenten fällt im Regal auf. Da stellt sich mir die Frage, auf was für ein Bier wohl ein Etikett mit Angela Merkel kommen würde. Wobei – für ein Etikett mit Donald Trump würden mir schon einige Billigbiere einfallen. Aber egal – kommen wir zum Obama.

Rotgolden und hefetrüb fließt Obama ins Glas. Dabei entwickelt er eine durchschnittliche Menge feinporigen Schaum, der lange erhalten bleibt.

Auch das Aroma ist sehr angenehm. Düfte nach Grapefruit, Ananas und Waldhonig steigen mir in die Nase.

Der erste Kontakt mit der Zunge ist überraschend süß. Für meinen Geschmack ist die sehr feinperlige Kohlensäure recht knapp dosiert. Schnell kommt ein angenehmes kräftiges Bitter dazu, während sich die Aromen auf der Zunge widerspiegeln. Der Abgang wird durch ein freundliches Bitter mit langem Nachklang dominiert.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Haferflocken, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol

Brauerei:

Indslev Bryggeri A/S
Store Landevej 13
5580 Nr. Åby
Schweden

Tuatara – Amarillo

Tuatara ist das maorische Wort für die einzigartige Brückenkopfechse, welche es nur in Neuseeland gibt. Das besondere, ist deren dritten Auge auf dem Kopf. Es ist kein richtiges Auge, wie wir es haben. Mehr so eine Art „Sensor“, um Licht und Schatten zu erkennen. Tuatara ist aber auch der Name der größten Craft Beer-Brauerei in Neuseeland. Und deren Flaschen sehen einmalig aus. Der Flaschenhals hat Schuppen wie eine Echse: Mehr zur Brauerei findet ihr hier. Tuatara ist bekannt für betont hopfige Biere. Dafür verwenden sie Hopfen aus Neuseeland und aus den USA.

Beinahe blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittliche feinporige Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet intensiv nach dunkler Schokolade, die durch einen Hauch Espresso unterstützt wird.

Wider Erwarten ist der Antrunk nicht süß, sondern im Gegenteil recht trocken und durch die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure sogar frisch. Zur Frische kommt schnell der Geschmack nach Schokolade und auch der Espressogeschmack ist überraschend kräftig. Dabei enthält das Bier erstaunlich wenige Bitterstoffe. Der Espressogeschmack wird im Abgang noch stärker und er klingt lange nach.

Eine Anmerkung zum Abschluss: als ich das Bier gekauft habe, war es bereits kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Die Aromen des Hopfens hatten sich vermutlich bereits weitgehend abgebaut. Dadurch hat sich der Charakter des Bieres verändert. Als ich das Tuatara Amarillo schon einmal getrunken habe, hatte ich deutliche fruchtige Aromen in der Nase. Aber auch durch die längere Lagerung ist das Bier nicht schlechter geworden, nur anders. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass dieses Bier auch überlagert noch begeistern kann.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (NZ Ale, NZ Medium Crystal, NZ Dark Crystal, Schokoladenmalz), Hopfen (Goldings, Chinook, Motueka, Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

5 % Vol.

Bittereinheiten:

33 IBU

Brauerei:

Tuatara Brewing Co.
7 Sheffield Street
Paraparaumu 5254
Neuseeland
www.tuatarabrewing.co.nz