Bayern feiert in diesem Jahr wieder den „Tag des Bayerischen Bieres“

Der „Tag des Bayerischen Bieres“ erinnert jedes Jahr an den Erlass des Bayerischen Reinheitsgebotes, das die bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. am Georgi-Tag, dem 23. April 1516, in Ingolstadt erließen. Bis heute sind Wasser, Malz, Hopfen und Hefe die einzigen Rohstoffe, die für die Bierherstellung in Bayern verwendet werden.

Das Reinheitsgebot gilt auch ein Qualitätsversprechen der Brauer und neben der Biervielfalt, der mittelständischen Struktur der Braubranche und der langen Tradition die tragende Säule des weltweit guten Rufes von Bayerischem Bier.

Der Bierbrunnen in München sprudelt am 25. April mit drei verschiedenen Biersorten

Oft werden auch Brauereijubiläen oder Feierlichkeiten auf diesen Tag gelegt oder wie am Münchner Bierbrunnen einfach mit Freunden und Liebhabern des bayerischen Nationalgetränks kräftig gefeiert. So eröffnet Staatsministerin Michaela Kaniber, die die Schirmherrschaft über den „Tag des Bayerischen Bieres“ und die „Bayerische Bierwoche“ übernommen hat, am Montag, dem 25. April ab 11:30 Uhr zusammen mit der Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Frau Angela Inselkammer, dem Präsidenten des Bayerischen Brauerbundes Georg Schneider und der amtierenden Bayerischen Bierkönigin Sarah Jäger sowie der Hallertauer Hopfenkönigin Theresa Hagl den Bierausschank von insgesamt 1.000 Liter Freibier mit drei verschiedenen Biersorten aus dem Bierbrunnen am Oskar-von-Miller-Ring 1.

Braumeister lassen sich anlässlich des Geburtstags gerne über die Schulter schauen und bieten Braukurse oder einen „Tag der offenen Brauerei“ an. In der Brauerei Aldersbach sind am Samstag, dem 23. April, ab 12:00 Uhr bei zünftiger Musik das Bräustüberl sowie der Biergarten im Brauereihof geöffnet. Die Maß kostet an diesem Tag 3,80 €. Bei schönem Wetter ist auch die ProBierBar im Hof sowie der Klosterladen geöffnet. Die Wildbräu in Grafing feiert ebenfalls am 23. April ab 12:00 Uhr Ihr Gründungsfest. Gegründet im Jahr 1060 gibt es für jedes Jahr Wildbräu 962 Hoibe Freibier mit Grillfleisch, Musik, Tätowieren (nur mit Voranmeldung), Führungen und einem Brauerei(Bier)Brunnen. Bei der Privat-Brauerei Zötler in Rettenberg gibt es ebenfalls am 23. April um 19:00 Uhr den Maibock-Anstich mit Live-Musik. In Kulmbach startet am 23. April das „Kulmbacher Biergeflüster“ um 17:00 Uhr. Dies sind wenige Beispiele wie von Oberfranken bis ins Allgäu der „Tag des Bayerischen Bieres“ gefeiert wird.

Insel-Brauerei – Quadriga

Viele der Biere aus der Inselbrauerei wurden bei diversen Bierwettbewerben ausgezeichnet. Auch das Quadriga, ein Biére Brut, das jetzt vor mir steht, bildet da keine Ausnahme. Es wurde beim World Beer Award als World’s Best Speciality Beer 2018 und im gleichen Jahr als World’s Best Bière Brut Style Winner 2018 ausgezeichnet, außerdem ein Jahr später bei Meiningers International Craft Beer Award mit der Goldmedaille. Dann kann hier wohl nichts schiefgehen und ich kann es kaum erwarten, die Flasche zu öffnen und das Bier einzuschenken.

Weizengelb und mit kräftiger Hefetrübung strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die Schaumkrone ist relativ klein und sie fällt auch flott in sich zusammen.

Das Aroma ist trocken und fruchtig. Es erinnert eindeutig an Wein und auch der Alkohol kommt bereits in der Nase zum Tragen.

Der Antrunk ist trocken und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge dominieren eine fruchtige Säure gemeinsam mit einem freundlichen Bitter. Durch seine Spritzigkeit erunnert das Bier an einen trockenen Sekt. Das Mundgefühl ist weich. Auf jeden Fall ist das Quadriga so elegant wie kaum ein anderes Bier. Im Abgang erinnert das Bier mit seinem leichten Bitter und dem weinartigen Geschmack an Wier, jenes Hybridprodukt der Brauerei Ganter in Freiburg, das die Brücke zwischen Wein und Bier schließt.

Das Quadriga ist ein tolles Bier, das den Begrüßungssekt bei Empfängen eindeutig ersetzen kann.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Traubenzucker, Naturhopfen, Hefe

Alkoholgehalt;

10,5 Vol.-%

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei GmbH
Hauptstraße 2 c
18573 Rambin auf Rügen
www.insel-brauerei.de

Die Ottakringer Brauerei startet mit BBQ & Beer in die Eventsaison 2022

Die Event-Location der Ottakringer Brauerei füllt sich wieder mit Leben. Auftakt zur vielfältigen Eventsaison ist das „BBQ & Beer“ von 7. April bis 10. April mit Spezialitäten vom OFYR Österreich Grill und Show-BBQ-Meister Andreas Pohlodek, auch bekannt aus Kitchen Impossible.

Harald Mayer, Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei erzählt: „Unser einzigartiger Standort mit unserer Eventlocation macht Ottakringer zu dem, was wir sind. Eine Brauerei, die vielfältige Biere braut und gleichzeitig ihren Gästen einmalige Erlebnisse und Events bietet. Dass sich unsere Gäste bei uns gut unterhalten, dabei das eine oder andere ausgezeichnete Bier trinken und unseren Standort erleben, darüber freuen wir uns nach einer längeren Durststrecke wieder ganz besonders.“

Josef Wiedenhofer, Leiter der Ottakringer Eventlocation ergänzt: „Wir merken es an unserer Buchungslage deutlich: Die Menschen sind wieder durstig nach Events. Und das freut uns riesig! Wir haben die perfekten Räumlichkeiten für vielfältige Veranstaltungen und wollen in diesem Jahr auch unseren Vorplatz wieder verstärkt mit eigenen Events bespielen. Bei uns beginnt die Freiluftsaison, sobald wir den Grill anwerfen, daher starten wir mit BBQ & Beer als Season Opening.“

Das BBQ & BEER Season Opening mit Spezialitäten vom OFYR Österreich Grill findet vom 7. April bis 10. April statt, und zwar Donnerstag und Freitag von 16:00 Uhr bis 22:00 Uhr, Samstag von 14:00 Uhr bis 22 Uhr sowie Sonntag von 10:00 bis 18Uhr.

Zur Saisoneröffnung hat sich die Ottakringer Brauerei etwas Besonderes einfallen lassen. Zu den vielfältigen hausgemachten Bierspezialitäten werden internationale Spezialitäten gegrillt. Das jedoch nicht im herkömmlichen Sinne, sondern auf OFYR Österreich Grills. Mit dabei an allen vier Tagen der Show-BBQ-Meister Andreas Pohlodek, auch bekannt aus Kitchen Impossible. Er grillt eine Auswahl an unterschiedlichen Speisen und als Überraschung auch eine süße Wiener Spezialität. Für Kinder gibt es ein Rahmenprogramm und unplugged Musik sorgt für „Lagerfeuer“-

Romantik.

6 Event Locations und Außenbereich

In den außergewöhnlichen Räumlichkeiten der Ottakringer Brauerei findet jede Veranstaltungsart eine passende Location. Hopfenboden, Gerstenboden, Hefeboden, Alte Technik, Gold Fassl Magazin und das denkmalgeschützte Wahrzeichen der Ottakringer Brauerei: der Darreturm. Die Räume können miteinander kombiniert werden, auch mit dem Außenbereich. Dank der einzigartigen Kombination aus vielfältiger historischer Architektur und moderner Zapf- und Eventtechnik erhält jede Veranstaltung den perfekten Rahmen. Von kleineren Feiern ab 40 Personen bis zu Clubbings mit 2.500 Personen.

Das Eventlocation-Team steht jederzeit mit Rat und Tat bei der Organisation zur Seite. Sie finden es unter https://www.ottakringerbrauerei.at/de/unser-eventlocation-team.

Die Braunacht in Homburg ist zurück

Karlsberg feiert wieder das Brauhandwerk: Lange haben die Homburger Brauerin und die Brauer gewartet, jetzt ist es endlich wieder so weit. Gemeinsam feiern und gemeinsam Bier trinken – dazu laden sie am Samstag, 30. April, zur Homburger Braunacht und am 6. Mai zur digitalen Braunacht ein. Mit dabei haben sie wieder drei speziell für die Braunacht gebraute Biere, die auf dem Historischen Marktplatz, in der Homburger Gastronomie und bei der digitalen Braunacht zuhause verkostet werden können. Eine weitere Besonderheit erwartet die Besucher: der erste „Karlsberg rockt!“-Bandcontest mit jeder Menge handgemachter Musik von Bands aus der Region. Die Zuschauer küren in diesem Jahr nicht nur ihr Lieblingsbier, sondern auch ihre Lieblingsband.

Braunacht-Event auf dem Historischen Marktplatz

Bei der Homburger Braunacht am 30. April werden die Zapfhähne nicht stillstehen: Los geht’s ab 16 Uhr auf dem Historischen Marktplatz mit dem offiziellen Fassanstich. Anschließend erwartet die Besucher ein vielfältiges Programm rund um das Thema Bier und jede Menge handgemachte Musik.

Bühne frei für den Rock-Nachwuchs aus der Region

Hier kommen Musik-Fans garantiert auf ihre Kosten: Rockmusik satt gibt’s beim ersten Bandcontest „Karlsberg rockt!“. Viele Bands aus dem Südwesten haben sich beworben mit dem Ziel, Liebling der Braunacht-Fans zu werden. Die Karlsberg rockt!-Jury hat drei Bands ausgesucht, die bei der Braunacht in Homburg sowie bei der digitalen Braunacht auf die Trommel und in die Saiten hauen werden. Die Zuschauer beider Veranstaltungen stimmen über QR-Code für ihre Lieblingsband ab und bringen so den Sieger direkt auf die Bühne des Rocco del Schlacko. Zudem spielt auf dem Historischen Marktplatz die Band Tonsport.

Live-Musik in sieben Gaststätten und der Alten Schlosserei

Wenn auf dem Marktplatz die Verstärker ausgehen, dann geht’s in der Homburger Gastronomie erst richtig los: Bis in die späten Abendstunden wird hier gefeiert – mit Live-Musik und den drei neuen Karlsberg-Bieren. Mit dabei sind sieben Gaststätten sowie die Alte Schlosserei, die Biererlebnis-Location der Karlsberg Brauerei. Hier können die neuen Biere in Brauerei-Atmosphäre getestet werden. Die Alte Schlosserei bietet mit 20 Zapfhähnen die größte Biertheke im Saarland und Rheinland-Pfalz.

Mit den Braunacht-Bieren zuhause mitfeiern

Sie wurde einst aus der Not geboren und ist nun fester Bestandteil des Karlsberg Event-Kalenders: Die digitale Braunacht findet am 6. Mai statt und bringt das Erlebnis der Braunacht-Biere direkt in die heimischen Wohnzimmer. Wer die neuen Biere zuhause verkosten möchte, kann die Braunacht-Bierbox ab 4. April für 29,90 Euro online unter www.karlsberg-shop.de bestellen. In einer Live-Übertragung aus der alten Schlosserei gibt’s spannende Informationen rund um die Braunacht-Biere sowie Auftritte der „Karlsberg rockt!“-Finalisten. Wie auf der Homburger Braunacht, können auch die Teilnehmer der digitalen Braunacht für ihr Lieblingsbier und ihre Lieblingsband unter www.karlsberg.de/voting abstimmen. Am Ende des digitalen Events werden die Gewinner des Bier- und des Bandcontest-Votings bekanntgegeben.

Drei neue Rockstars: Die Braunacht-Biere

In diesem Jahr präsentieren die Homburger Brauerin und Brauer drei neue Biere, die durch das Motto „Karlsberg rockt!“ inspiriert wurden. Sie widmen sich der internationalen Biersorte Ale und interpretieren diese obergärig gebraute Spezialität in drei Farben: Als Pale Indie Ale, Red Punk Ale und Brown Metal Ale. Das Gewinnerbier wird 2023 einen Auftritt im Karlsberg-Sortiment haben.

Die Braunacht kommt auch nach Saarlouis und St. Wendel

Es gibt noch zwei weitere Gründe zum Anstoßen und Feiern: Karlsberg bringt die Braunacht mit Rockmusik und den drei neuen Bieren in diesem Jahr auch nach Saarlouis und St. Wendel! Nach Homburg geht’s am 21. Mai in Saarlouis weiter. Die Braunacht in St. Wendel findet am 3. September statt.

Es gelten die am jeweiligen Veranstaltungstag und -ort jeweils gültigen Corona-Bestimmungen.

Martin Brambach wird Markenbotschafter für Whisky aus Sachsen

Mit der offiziellen Eröffnung der Dresdner Whisky Manufaktur am 7. April geben die beiden Manufaktur-Gründer Frank Leichsenring und Thomas Michalski bekannt, wer der prominente Markenbotschafter für die größte Whisky Manufaktur Deutschlands wird. Es ist „Tatort“-Star Martin Brambach, der nicht nur ein großer Whisky-Liebhaber ist, sondern auch in Dresden geboren wurde.

„Wir haben uns jemanden gewünscht, der Whisky liebt und versteht. Jemanden, der authentisch als Markenbotschafter für ‚Hellinger‘-Whisky steht. Der gute Qualität und sorgfältige Herstellung schätzt und, das ist ja auch nicht unwichtig, dem unser Whisky genauso gut schmeckt, wie uns und unseren Kunden. Martin Brambach passt hier perfekt zu uns „, so Frank Leichsenring. „Wir sind stolz, dass diese Partnerschaft zustande gekommen ist und freuen uns bei der offiziellen Eröffnung gemeinsam den Botschafter-Vertrag zu unterzeichnen und mit dem ersten Whisky aus unserer Manufaktur anzustoßen.“

Martin Brambach ist einer der renommiertesten Charakterdarsteller Deutschlands, den Millionen Fernsehzuschauer*innen aus dem Dresdner „Tatort“ als Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel kennen. Auch international sorgt er für Furore, u.a. in „Der Vorleser“ und „Das Leben der anderen“.

Pater Lieven – Blond

Pater Lieven blond ist ein Belgian Strong golden Ale und stammt aus der Brouwerij van den Bossche im flämischen Teil Belgiens. Bislang haben mir die Biere aus Herzele gut gefallen, so dass ich mich bereits darauf freue, das Bier zu öffnen und einzuschenken.

In einem intensiven Goldgelb strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige Schaumkrone ist recht klein und fällt bis auf einen Rest schnell in sich zusammen.

Das Aroma ist malzbetont. Dazu kommen blumige Noten, die durch einige Honig- und Zitrusdüfte abgerundet werden.

Der Antrunk ist recht süß, was aber durchaus zur reichlich vorhandenen kräftigen Kohlensäure passt. Auf der Zunge gesellen sich würzige Noten des Hopfens zur Süße. Dabei ist das Mundgefühl angenehm weich. Im Abgang wird das Bier trockener. Bitter ist nur gering zu schmecken, dazu kommt eine leichte Säure. Der Nachklang ist leider nur kurz.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Nachgärungszucker

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij van den Bossche
Sint-Lievensplein 16
9550 Sint-Lievens-Esse
Belgien
www.paterlieven.be

Schweizer Forscherin will Hopfen im Bier durch Hanf ersetzen

Regionalität liegt bekanntlich voll im Trend. Und da haben die Brauer in der Schweiz ein Problem. Der Hopfen will im Alpenstaat einfach nicht vernünftig gedeihen. Das brachte die Forscherin Amandine André, die an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) arbeitet, auf eine Idee, die im Nachhinein als vollkommen logisch erscheint, auf die aber bislang nach meinem Wissen niemand gekommen ist. Hanf ist mit dem Hopfen verwandt und kann ebenfalls zum Erzeugen der Bitterkeit des Bieres verwendet werden. Außerdem hat der Hanf gegenüber dem Hopfen einige Vorteile. Er ist widerstandsfähiger gegen den Klimawandel, gedeiht in der Schweiz gut und benötigt weniger Dünger, Pflanzenschutzmittel und Wasser.

Inzwischen gab es auch erste Brauversuche, die bereits recht erfolgversprechend ausgefallen sein sollen. Dabei wurden 75 % des Hopfens durch Hanfblüten ersetzt und in einer kleinen Verkostung sollen die Verkoster keinen Unterschied zu herkömmlichen Lagerbieren festgestellt haben. Derzeit werden die Biere gelagert, u feststellen zu können, ob sie auch eine längere Lagerzeit ohne Qualitätsverlust überstehen können.

Ökologisch macht die Verwendung von Hanf sicher Sinn. Neben dem bereits erwähnten geringeren Bedarf an Dünger, Pflanzenschutz und Wasser gibt es den Vorteil, dass die zum Brauen verwendeten Blüten bei der Verarbeitung von Industriehanf als Abfallprodukt anfallen.

Jetzt wundern Sie sich eventuell, weil Sie Hanfbier schon ab und an im Handel gesehen haben. Dabei handelt es sich aber um ein anderes Produkt, da es sich bei den Hanfbieren, sie im Handel bereits erhältlich sind, um konventionelles Bier handelt, bei dem Hanfblüten als Aromastoff verwendet wurden. Bei den Versuchen der ZHAV ist der Geschmack des Hanfes aber unerwünscht und er soll auch nicht aufgetreten sein. Im Moment muss dem Bier auch noch recht viel Hanf hinzugefügt werden, etwa die drei- bis vierfache Menge des eingesparten Hopfens, um eine vergleichbare Bittere zu erhalten. Derzeit führen die Schweizer Pflanzversuche durch, um eine passende Hanfsorte zu züchten, die einen erhöhten Anteil an Bitterstoffen aufweist.

Pott’s Landbier Hell

Über die kleine Brauerei Pott’s im ostwestfälischen Oelde habe ich wohl bereits alles geschrieben, so dass ich mich direkt auf das Bier stürzen kann, das jetzt vor mir steht. Dabei handelt es sich um ein Helles. Es verwundert mich nicht, dass jetzt auch aus Ostwestfalen ein Helles kommt, denn derzeit wird dieser Bierstil ja kräftig gehypt.

Weizenblond strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die durchschnittlich große feinporige Schaumkrone bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Das Bier duftet malzbetont nach Brotkruste, aber auch der Hopfen kommt mit einigen fruchtigen und floralen Noten zu seinem Recht. Nachdem die Optik eher Durchschnitt war, gefällt mir das Aroma durchaus.

Der Antrunk fällt recht süß aus, was aber zur reichlich vorhandenen feinperligen Kohlensäure passt. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten und wird dort durch ein leichtes freundliches Bitter ergänzt. Die anderen Aromen kommen auch zum Tragen, aber leider so diskret, dass ich sie auch jetzt nicht genauer definieren kann. Immerhin sorgen sie für ein volles Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und es klingt überraschend lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,7% vol.

Bittereinheiten:

16 IBU

Stammwürze:

11,4 %

Empfohlene Genusstemperatur:

7° Celsius

Brauerei:

Pott’s Brauerei GmbH
In der Geist 120
59302 Oelde
www.potts.de

Brouwerij Het Anker – Gouden Carolus Whisky Infused

in Mechelen im flandrischen Teil von Belgien ist die Brouwerij Het Anker beheimatet. Gegründet wurde sie im 15. Jahrhundert und braute zunächst vorwiegend für das Krankenhaus, das damals die Beginen in Mechelen betrieben. 1872 kaufte die Familie Van Breedam die Brauerei. Seitdem ist sie in Familienbesitz geblieben, aktuell in der fünften Generation. Eines ist allen Bieren aus Mechelen gemeinsam: Sie werden mit viel Liebe zum Detail gebraut, was wir als Konsumenten auch schmecken können. Das Gouden Carolus Whisky Infused, das jetzt vor mir steht, wurde in den Jahren 2017, 2018 und 2019 beim Zythos Beer Festival mit derConsumer Trophy und im Jahr 2020 bei den World Beer Awards als World’s best Spirit Flavoured Beer ausgezeichnet. Na, dann kann hier ja nicht viel schiefgehen.

Praktisch blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine elfenbeinfarbene feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Der Whisky dominiert das Aroma zusammen mit torfigen, holzigen und erdigen Noten. Dazu kommt eine leichte Fruchtigkeit, die an einen alten Bordeaux erinnert, abgerundet durch Düfte nach Karamell und Vanille.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße sowie eine feinperlige aber kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt zunächst der Geschmack nach Expresso in den Vordergrund, anschließend die erdigen Noten sowie der Geschmack nach Whisky. Das Mundgefühl ist weich und samtig. Außerdem sind die 11,7 Volumenprozent Alkohol gut eingearbeitet, so dass sie nicht hervorstechen, sondern die anderen Aromen angenehm unterstützen. Der Abgang ist mild, der Whiskygeschmack kommt in den Vordergrund und der Alkohol entfaltet seine wärmende Wirkung.

Das Gouden Carolus Whisky Infused ist ein tolles Genussbier. Obwohl es sehr komplex ist, lässt es sich doch einfach trinken. Dieses Bier ist ein echtes Meisterwerk.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Weizenmalz, Hofe, Hopfen

Alkoholgehalt:

11,7 % Vol.

Stammwürze:

24° Plato

Bittereinheiten:

15 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 12° Celsius

Brauerei:

Het Anker
Guido Gezellelaan 49
2800 Mechelen
Belgien
www.hetanker.be

Pinkus Pils

Pinkus Müller ist die Traditionsbrauerei aus dem westfälischen Münster. Schon seit mehreren Jahrzehnten wird dort mit Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau gebraut, also nicht aus EU-Bioanbau, sondern mit Hopfen und Malz aus Bioloand-Betrieben.

Weizengelb und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die größtenteils feinporige Schaumkrone ist recht klein und sie fällt auch relativ schnell in sich zusammen, ein Rest bleibt aber lange erhalten.

Das Aroma teilen sich die Süße des Malzes und die Zitrusnoten des Hopfens. Dazu kommen noch einige grasige Nuancen, die den Duft abrunden.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße sowie reichlich Kohlensäure aus. Auf der Zunge entwickelt sich die fruchtige Säure und mir fällt auf, dass das Bier für ein Pils sehr wenig Bitter mitbringt. Das Mundgefühl ist aber trotzdem voll. Erst im Abgang rückt das Bitter mehr in den Mittelpunkt und es klingt auch einige Zeit nach.

Das Pinkus Pils ist ungewöhnlich, aber ein sehr schönes Bier für den Sommer.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Naturhopfen

Alkoholgehalt:

5,0 %

Stammwürze:

11,6 %

Bittereinheiten:

32 IBU

Farbe:

7,2 EBC

Brauerei:

Pinkus Müller GmbH & Co. KG
Kreuzstraße 4-10
48143 Münster
www.pinkus.de