Archiv der Kategorie: Craft Beer

De Molen – Water & Vuur

Irgendwie habe ich manchmal Probleme, die Niederländer zu verstehen. Beim Essen sind sie meist auf eher niedrigem Niveau, während sie beim Bier häufig eine bewundernswerte Qualität erhalten. Eine Brauerei, die hier besonders heraussticht, ist De Molen, ein Anfang des Jahrtausends gegründetes Unternehmen. Zu erkennen sind die Biere an den Namen, die aus zwei Namensbestandteilen bestehen, die durch ein „&“ verbunden sind. Jetzt steht vor mir das Water & Vuur, auf Deutsch Wasser & Feuer, ein New England IPA mit einem Alkoholgehalt von 6,0 Volumenprozent..

Hell goldfarben und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinperlige Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Optisch macht das Bier also schon mal eine wirklich gute Figur.

Ein kräftiges Zitrusaroma dominiert den Duft dieses Bieres. Abgerundet wird er durch den Duft nach Honig, Ananas und einen Hauch Harz.

Der Antrunk überzeugt durch eine angenehme Malzsüße und eine sehr feinperlige Kohlensäure. Schmell kommt eine überraschend kräftige Bittere in den Vordergrund dieses trockenen Bieres, die die Fruchtigkeit des Geschmacks gut ergänzt. Dazu kommt noch das Harz, das ich auch bereits in der Nase festgestellt habe. Vollmundig und fruchtig sind die herausragenden Eigenschaften des Water & Vuur. Auch in der Kehle ist das Bier trocken und für ein NEIPA überraschend mild. Trotzdem klingt der Geschmack lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermehl, Hopfen, Zucker, Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Stammwürze:

13,6° Plato

Farbe:

6 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

4° – 6° Celsius

Brauerei:

Brouwerij De Molen
Doortocht 4
2411 DS Bodegraven
Niederlande
www.brouwerijdemolen.nl

Vulkan Brauerei – Bio Hell

Ich weiß nicht, wie lange es her ist, dass ich ein Bier von der Vulkan Brauerei in der Eifel verkostet habe. Jetzt steht aber wieder mal eines vor mir, das Bio Hell. Es wurde aus Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau gebraut. Und es wurde nicht nur nach den EU-Biorichtlinien gebraut, sondern es ist auch durch Bioland zertifiziert. Es ist also echtes Bio.

Golden bis orangefarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die weiße Schaumkrone fällt leider recht schnell in sich zusammen.

Das Aroma ist eher zurückhaltend mit Noten von hellem Malz und etwas Fruchtigkeit, die an Äpfel erinnert.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße und angenehme Spritzigkeit aus. Auf der Zunge gesellt sich schnell eine leichte fruchtige Säure dazu. Gemeinsam machen sie das Bier angenehm vollmundig. Der Abgang ist mild mit sehr kurzem Nachklang.

Jetzt muss ich noch gestehen, dass ich einen leichten Schnupfen habe und eventuell die Aromen nicht alle identifizieren konnte. Trotzdem habe ich ein angenehmes und erfrischendes Bier vor mir.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Bittereinheiten:

10 IBU

Brauerei:

Vulkan Brauerei GmbH & Co. KG
Laacher-See-Str. 2
56743 Mendig
www.vulkan-brauerei.de

Kuehn Kunz Rosen – Offenbarung Edition 2022

Kuehn Kunz Rosen ist eine Brauerei in Mainz, die für ihre hervorragenden Biere bekannt ist. Die Offenbarung, Jahrgang 2022, beschreibt die Brauerei wie folgt: „Die Offenbarung, ein cremiger Barley Wine wurde 9 Monate in Chardonnay Fässern gelagert. Das kraftvolle Bier mit einem Alkoholgehalt von 10,5 % ist dabei zu einer außergewöhnlichen Rarität gereift. Die ursprünglich süßliche Aromatik von reifen Bananen und Dörrobst wird dabei durch harmonische Säure des Weißweins und Aromen von Eichenholz ergänzt. Ein besonderes Bier für besondere Momente. Die Offenbarung ist handwerklich hergestellt. Es werden nur natürliche Zutaten verwendet, die teilweise (Roggenmalz, Datteln, Balsamico) die Grenzen des deutschen Reinheitsgebots verlassen. Die Offenbarung ist unfiltriert und nicht pasteurisiert. Ein leichter Bodensatz in der Flasche ist normal.“ Das klingt ja schon mal viel versprechend. Mal sehen, ob das Bier diese Versprechen auch einlösen kann. Da bin ich aber optimistisch, denn das Bier ist ein dreiviertel Jahr im Chardonnay-Fass gereift. Nebenbei bemerkt: Die Flaschen sind einzeln nummeriert; ich habe Flasche 339 von 967.

Fast blickdicht schwarz steht das Bier im Glas. Nur wenn ich es gegen das Licht halte, schimmert ein leichtes Rubinrot durch. Der Haselnussbraune Schaum löst sich sehr schnell auf, aber das ist stiltypisch.

Beim Aroma macht das Bier seinem Bierstil alle Ehre, denn es ist weinartig mit Aromen nach Trockenfeigen und Rosinen, dazu kommt ein deutlicher süßer Duft, der an Rübensirup erinnert. Das macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist wie erwartet stiltypisch süß, aber durch die Karbonisierung auch spritzig. Auf der Zunge steht der Geschmack nach Rübensirup im Vordergrund, dazu kommt die Fruchtigkeit und auch eine leichte fruchtige Säure. Das Mundgefühl ist samtig und schwer. Der Alkohol wärmt. Der Abgang ist mild und der Alkohol brennt leicht in der Kehle.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Karamellmalz), Roggenmalz, Hopfen (Taurus, Magnum), Datteln, Balsamico, Hefe

Alkoholgehalt:

11,5 % Vol.

Brauerei:

Kuehn Kunz Rosen GmbH
Weisenauer Str. 15
55131 Mainz
www.kuehnkunzrosen.de

Fagnes – Blood Orange

Nach langer Zeit steht jetzt mal wieder ein Bier der Brasserie des Fagnes aus Mariembourg in der Wallonie vor mir. Und dieses Bier hält gleich noch eine Premiere für mich bereit: es ist das erste Bier, das ich verkoste und das mit Blutorangensaft gebraut wurde. Ich bin gespannt auf dieses Bier und frage mich, wie sich die Bittere des Hopfens mit den bitteren Aromen der Blutorange verträgt. Aber ich will nicht lange rätseln und öffne jetzt die Flasche.

Leuchtend rot und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feste Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Damit gibt das Bier ein sehr schönes Bild ab.

Wie erwartet steht die Fruchtigkeit im Mittelpunkt des Aromas. Allerdings ist der Duft nach Blutorange weniger stark als erwartet, dafür kann ich aber auch deutlich die Aromen von Äpfeln riechen. Aber auf jeden Fall ist es ein sehr angenehmer Duft.

Im Antrunk steht dann aber doch die Blutorange im Vordergrund, begleitet durch eine angenehm feinperlige Kohlensäure. Während sich das Bier im Mund verteilt und dabei erwärmt, nimmt die Fruchtigkeit zu. Jetzt schmecke ich auch, dass während des Brauvorgangs Aromen eingesetzt wurden. Auch wenn der Geschmack jetzt nicht ganz natürlich ist, bleibt er doch angenehm. Dazu trägt auch die deutlich zu schmeckende Bittere bei. Allerdings würde ich mir jetzt etwas mehr der fruchtigen Säure wünschen. Der Gesamteindruck des Bieres ist aber frisch und süffig. In der Kehle ist das Bier mild mit kurzem leicht bitterem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Zucker, Hopfen, Gewürze, Hefe, Orangensaft, natürliche Aromen

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Brauerei:

Brasserie des Fagnes
26, route de Nismes
5660 Mariembourg
Belgien
www.brasseriedesfagnes.com/

Biermaekers – Bux Amber

Buxbier stammt aus Westflandern, der belgischen Tieflandprovinz, die an der Nordsee liegt. In dieser flachen Landschaft gedeihen einige der besten Getreide- und Hopfensorten, die in diesem Bier Verwendung finden. Die Brauerei liegt im Umland von Ypern. Bereits im 13. Jahrhundert war die Stadt Ypern ein weltberühmtes Zentrum der Woll- und Tuchindustrie. Es überrascht daher nicht, dass Schafe noch immer Teil der Landschaft sind. 1998 wurde anlässlich des 20jährigen Bestehens des Schafzüchtervereins von Moorsele bei Ypern ein einmaliges Jubiläumsbier gebraut. Das Bier wurde „Bukske“ genannt, nach dem Dialektwort für ein männliches Schaf. Im Juli 2014 entdeckte Dieter Van Biervliet in einem Keller neben dem Rezept auch ein paar Flaschen Original „Bukske“ wieder. Nach all den Jahren schmeckte das Bier immer noch erstaunlich gut. Dieter, damals schon ein leidenschaftlicher Mikrobrauer, beschloss, das Original „Bukske“ nach dem authentischen Rezept zu brauen.  Es war sofort ein Erfolg und die gesamte Charge von 3000 Flaschen war in kürzester Zeit verkauft. Aufgrund der steigenden Nachfrage und um den limitierten Charakter des „Bukske“-Biers beizubehalten, wurde eine eigene Bierlinie mit ausschließlich lokalem Hopfen geschaffen. Da „Bukske“ im Französischen schwer auszusprechen war, erwies sich „BUX“ als idealer Ersatz, wobei der ursprüngliche Name beibehalten wurde. Damit wäre die Herkunft des Namens schon mal geklärt und ich werde jetzt das Bux Amber öffnen, um es verkosten zu können.

Dunkel orangefarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die weiße Schaumkrone ist zwar nur klein, bleibt aber sehr lange erhalten. Die Optik des Bieres ist schon mal sehr ansprechend.

Das Bier duftet nach Karamell und Toffee, abgerundet durch Noten von Zitrusfrüchten und Mandarine.

Der Antrunk ist relativ süß, was aber durch die dazu passende feinperlige Karbonisierung ausgeglichen wird. Auf der Zunge zeigen sich die fruchtigen Noten und die Süße ausgewogen. Bittere kann ich jetzt kaum schmecken, so dass das Bier sehr mild ist. Trotz der 6,5 Volumenprozent Alkohol ist der Körper schlank, so dass das Bier sehr süffig daherkommt. In der Kehle wird die freundliche Bittere etwas kräftiger und sie klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Saazer, Golding), Hefe

Alkoholgehalt:

6,5% Vol.

Bittereinheiten:

25 IBU

Farbe:

11 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° Celsius

Brauerei:

Brouwerij Biermaekers
Driemasten 126
8560 Gullegem
Belgien
www.buxbeer.com

Wildwuchs – Schlankes

Das Schlanke Lager der Brauerei Wildwuchs ist ein Biobier. Alle Zutaten stammen aus kontrolliert ökologischem Anbau. Dabei werden nicht nur die Lieferanten bewusst ausgewählt und regelmäßig besucht, sondern die Brauerei benennt sie sogar. So viel Transparenz ist wirklich selten. Den Hopfen beziehen die Hamburger vom Biohof Friedrich aus Gräfenberg in der Fränkischen Schweiz, das Malz von der Rhön-Malz GmbH, das Wasser aus dem Elbtal. Außerdem versuchen sie, ihrem eigenen Hopfen anzupflanzen, sodass wir uns immer wieder mal auf Sud mit erntefrischen Hopfen freuen dürfen. Dass die zum Brauen benötigte Energie aus regenerativen Quellen stammt, versteht sich in diesem Zusammenhang wohl von selbst. Aber kommen wir zum Bier.

Hell golden und mit wenig Schaum präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone fällt auch sehr schnell in sich zusammen. An der Optik könnte die Brauerei wirklich noch etwas verbessern.

Das Bier duftet angenehm frisch nach Biskuitteig, abgerundet durch einige würzige Noten und fruchtige Nuancen.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine geringe Süße sowie eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich zur Süße eine passende Bittere. Der Körper ist schlank und sorgt für ein weiches Mundgefühl. In der Kehle kommt die Bittere nur wenig zum Vorschein und sie klingt auch nur kurz nach.

Das Schlanke von Wildwuchs ist ein Bier ohne Ecken und Kanten, das sich zwar gut trinken lässt, aber bei mir keine Begeisterung hervorrufen kann.

Zutaten:       

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Cascade), Hefe

Alkoholgehalt‍:

4,7 % Vol.

Stammwürze:

11,7° Plato

Bittereinheiten‍:

25 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° Celsius

Brauerei:

Wildwuchs Brauwerk Hamburg KG
Jaffestraße 8
21109 Hamburg
www.wildwuchs-brauwerk.de

Maisel & Friends – Mariana White

Einmal im Jahr veranstaltet der Verband der Biersommeliers seine Jahreshauptversammlung. In diesen Jahr fand sie in der Brauerei Maisel & Friends statt. Vom 17. bis 20. Oktober 2024 war Bayreuth Zentrum des Biergenusses, als sich 200 Biersommelièren und Biersommeliers aus ganz Europa trafen. Traditionell wird zu diesem Anlass ein Bier gebraut, so auch in diesem Jahr. Anfang September waren einige Vertreter des Verbands in Bayreuth zu Gast, um gemeinsam mit den dortigen Braumeistern einen dry-hopped Weizenbock zu brauen, der den Namen Mariana White trägt und der jetzt vor mir steht, um auf seine Verkostung zu warten.

Golden und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige schneeweiße Schaumkrone ist recht klein geraten, bleibt aber sehr lange erhalten. Optisch gibt es an dem Bier nichts zu mäkeln.

Das Aroma gleicht einem ganzen Obstsalat. Der für einen Weizenbock typische Bananenduft mischt sich mit Düften nach Mandarine, Ananas, Mango und Karamell, abgerundet mit einem Hauch Nelke.

Der Antrunk ist wie erwartet recht süß und er besticht durch die Spritzigkeit der sehr feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge offenbart das Bier seine ganze Fruchtigkeit. Die Mandarine kommt im Mund stärker in den Vordergrund als in der Nase, lässt aber ausreichend Raum für die anderen fruchtigen Aromen. Dazu kommt eine leichte und doch deutlich zu schmeckende Bittere. Gemeinsam sorgen die Aromen für ein cremiges und samtiges Mundgefühl. In der Kehle kommen die Zitrusfrüchte mehr in den Vordergrund und auch die Bittere wird etwas kräftiger. Diese Geschmacksrichtungen klingen lange nach, während langsam auch der Geschmack des Alkohols zum Vorschein kommt und einen schönen Kontrast bildet.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Ariana, Mandarina Bavaria), Hefe

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Stammwürze‍:

16,7° Plato

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Brauerei Gebr. Maisel KG
Hindenburgstraße 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Buddelship – Kohlentrimmer

Die Brauerei Buddelship aus Hamburg hat noch viel vor. Das kann aber niemand besser erklären als die Brauer selbst, weshalb ich den folgenden Absatz von der Website der Brauerei übernehme:

„Die Lost Horizon Farm ist unser neuestes und zugleich aufregendstes Projekt. Wir haben 2020 einen alten Resthof gekauft und diesen wieder zu einen funktionsfähigen Bauernhof aufgebaut. Auf diesem werden wir eine Brauerei und Brennerei errichten, die komplett auf selber hergestellten Rohstoffen aufbaut. Auf ökologischer Basis werden wir Getreide, Streuobst und Kräuter und Gewürze anbauen und diese in ganz besondere Biere und Spirituosen verwandeln. Dazu dienen entsprechend traditionelle Methoden wie Kühlschiff, Spontangärung, und selbstverständlich Holzfasslagerung. Gebrannt wird mittels holzbefeuerten Distillen für Grob- und Feinbrand. Der Betrieb wird komplett auf erneuerbaren Energien laufen.“

Das klingt wirklich gut. Aber es handelt sich noch um Zukunftsmusik und wir sind noch in der Gegenwart. Kommen wir also zum Kohlentrimmer, einem Schwarzbier der Hanseaten.

Dunkelbraun präsentiert sich das Bier im Glas. Die hellbraune Schaumkrone ist eher klein und fällt auch schnell in sich zusammen.

Der Duft dieses Bieres wird durch Röstaromen dominiert, die an dunkle Schokolade mit einem Hauch Kaffee erinnern. Abgerundet wird das Aroma durch eine leichte Fruchtigkeit, die mich an Trockenpflaumen denken lässt.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine kräftige Malzsüße sowie eine dazu passende feinperlige Karbonisierung aus. Auf der Zunge kommt schnell eine Säure in den Vordergrund, die meiner Meinung nach nicht zum Geschmack des Malzes passt. Trotzdem ist das Mundgefühl schlank. Auch in der Kehle ist die Säure dominant.

Ich bin mir nicht sicher, ob das Bier so sein sollte wie ich es erhalten habe. Eventuell ist die Flasche verdorben. Wenn ich das Bier noch einmal sehe, werde ich es noch einmal verkosten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Saaz), Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Bittereinheiten

20 IBU

Brauerei:

Buddelship Brauerei GmbH
Beim Andreasbrunnen 2
20249 Hamburg
www.buddelship.de

Brouwerij `TIJ – Flink

Die Brauerei `TIJ ist in Amsterdam beheimatet. Gegründet wurde sie in der größten Windmühle Amsterdams, in der sich bis heute die Brauereigaststätte untergebracht ist. Inzwischen befindet sich die Brauerei im ehemaligen Badehaus, in direkter Nachbarschaft zur Windmühle. Dort gibt es die meisten Biere der Brauerei frisch gezapft vom Fass. Aber ich habe das Bier selbstverständlich in der Flasche vor mir stehen. Schenke ich mir also das erste Glas ein.

Golden und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die gemischtporige Schaumkrone bleibt lange erhalten.

Das Aroma ist fruchtig. Düfte nach Orangenschalen und tropischen Früchten steigen mir in die Nase. Das macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist spritzig. Ich finde, die Brauer haben es mit der Karbonisierung übertrieben, denn die Kohlensäure überdeckt alle anderen Geschmackseindrücke. Auf der Zunge wird das Bier recht trocken und bitter, dabei fruchtig mit dem Geschmack nach Orange und Grapefruit. In der Kehle ist die Bittere freundlich und mild, klingt aber überraschend lange nach.

Das Flink ist ein angenehm zu genießendes und süffiges Bier für den Sommer.

Hopfensorten:

Galaxy Mosaic

Alkoholgehalt:

4,7%.

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Brouwerij `TIJ
Funenkade 7
1018 AL Amsterdam
Niederlande
www.brouwerijhetij.nl

NJB – Südsee IPA

Die National Jürgens Brauerei in Braunschweig ist eine junge 2016 gegründete Brauerei, die die Lagerkeller und den Namen einer alten Braunschweiger Brauerei übernommen und wiederbelebt hat. Auch die alten Sorten und Marken der ursprünglichen NJB wurden wiederbelebt. Gebraut wird allerdings auf einer komplett neuen 10HL Anlage. Wie die meisten Craft Beer-Brauereien haben auch die Braunschweiger ein IPA im Angebot. Das Südsee IPA ist nach dem Braunschweiger Südsee benannt.

Bernsteinfarben du mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die weiße Schaumkrone ist fest und bleibt sehr lange erhalten. Die Optik hat die Brauerei auf jeden Fall gut hinbekommen.

Das Aroma ist fruchtig. Ich rieche Grapefruit, gelbe Früchte und Birne. Aus dem Hintergrund kommt noch ein leichter Karamellduft des Malzes. So gefällt mir ein IPA.

Der Antrunk ist spritzig und sorgt mit seiner ordentlichen Malzsüße für einen wirklich guten ersten Eindruck. Auf der Zunge kommt die fruchtige Bittere in den Vordergrund, die durch die Süße unterstützt wird. Die Fruchtigkeit der Hopfensorten bleibt jetzt etwas hinter der Bitteren zurück. So erwarte ich es von einem IPA. Die Rezenz bleibt weiterhin hoch. Trotzdem ist das Mundgefühl angenehm weich. In der Kehle wird das Bier milder, aber die Bittere klingt trotzdem noch sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale Malz, Carared, Melanoidin), Hopfen (Simcoe, Amarillo, Cascade, Herkules), Hefe

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Bittereinheiten:

50 IBU

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

National Jürgens Brauerei GmbH
Rebenring 31
38106 Braunschweig
www.njb-brauerei.de