Braumeister Dirk Paul ist der Elbe besonders verbunden. Nach einigen Anstellungen bei Lammsbräu und in der Brauerei Altstadthof in Nürnberg ist er in seine Heimatstadt zurückgekehrt und hat sich dort selbstständig gemacht. Das Stadtpils war das erste Bier, das er in eigener Regie gebraut hat und das in Hamburger Restaurants und Kneipen, aber auch im lokalen Handel und in Onlineshops angeboten wird. Und genau dieses naturtrübe Pils steht jetzt vor mir und wartet darauf, von mir verkostet zu werden.
Die Optik ist so, wie es das Etikett verspricht: ein helles und trübes Gold mit durchschnittlich viel feinporigem Schaum, der durchschnittlich lange erhalten bleibt.
Erst das Aroma hebt das Bier aus dem Durchschnitt heraus. Teigig duftet es, nach Gras und Blumen. Für ein Pils ist das Aroma durchaus ansprechend.
Der Antrunk ist spritzig frisch und recht trocken. Schnell gesellt sich ein angenehmes leichtes Bitter dazu, die auch etwas Fruchtigkeit mit sich bringt, allerdings so diskret, dass auch ein durchschnittlicher Verbraucher nicht abgeschreckt wird, für den „Bier wie Bier schmecken“ muss. Im Abgang verstärkt sich das Bitter noch einmal, es bleibt aber angenehm und klingt lange nach.
Zutaten:
Wasse, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
4,9 % Vol.
Stammwürze:
11,3 %
Brauerei:
Pauls Spezialitätenbrauerei & Destille GmbH
Jaffestr. 8
21109 Hamburg
www.elbpaul.de



Die Brauerei St. Feuillien wurde 1873 durch die Familie Friart gegründet und befindet sich bis heute im Familienbesitz. Benannt wurde die Brauerei nach dem irischen Heiligen Feuillien, der Mitte des siebten Jahrhunderts ermordet wurde. Zunächst wurde dort zu seinem Gedenken eine Kapelle errichtet, die im Jahr 1125 durch das Prämonstratenserkloster Saint-Feuillien du Rœulx ersetzt wurde. Bis Saint-Feuillien du Rœulx infolge der Wirren der Französischen Revolution aufgegeben wurde, brauten die Mönche dort auch ihr eigenes Bier. Diese
Jetzt habe ich ein seltenes Bier aus Belgien vor mir stehen. Das Quintine Blonde wird in kleinen Mengen aus Zutaten aus biologischem Anbau gebraut und reift vor der Abfüllung in Eichenfässern. Dieses Verfahren dient dazu, dem Bier einen runden malzigen Geschmack zu verleihen und die Hopfennoten hervorzuheben. In Deutschland würden wir dieses Bier als Craft Beer bezeichnen. Ich markiere es hier nicht unter diesem Begriff, weil die belgischen Brauer den Begriff Craft Beer ablehnen und mit einigem Recht darauf verweisen, dass dort schon immer handwerklich gearbeitet wurde und dass die Biere aus den kleinen belgischen Brauereien doch alle Craft Beer seien.
Die kleine Hausbrauerei unterhalb der Nürnberger Burg rühmt sich, die erste Brauerei gewesen zu sein, die ausschließlich mit Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau gebraut hat. Ich kann Ihnen versichern, dass die Franken nicht nur bei den Zutaten auf die Auswahl achten, sondern auch beim Personal. Nur so ist die Qualität zu begründen, die mich bei jedem Besuch in Nürnberg wieder in die Brauereigaststätte zieht. Diesmal steht das Rotbier vor mir. Ich weiß nicht, wo dieser Bierstil ursprünglich herkommt. Den Anspruch, Erfinder des Rotbiers zu sein, beanspruchen sowohl die Nürnberger als auch die Hamburger für sich. Die meisten roten Biere gibt es allerdings in Belgien und eine Brauerei in den Niederlanden braut sogar ein rotes 
Die Brauerei aus dem bayerischen Hohenthann beschreibt das Surfers Ale auf ihrer Website wie folgt: „Das Surfers Ale ist ein süffiges, naturtrübes 
Nun steht mal wieder ein Bier aus der Braumanufaktur in Potsdam vor mir. Es heißt Werdersches, ein Name, zu dem ich nicht einmal im Internet etwas finde; nicht einmal die Braumanufaktur selbst veröffentlicht, um was für ein Bier es sich handelt oder ob es Werderscher ein alter Bierstil ist. Das Werdersche scheint auch nicht zu den hauptsächlich verkauften Bieren der Braumanufaktur zu gehören, denn im Gegensatz zu den Bieren, die ich bisher von dieser Brauerei verkostet habe, trägt diese Brauspezialität keine bmg-Nummer. Aber immerhin handelt es sich um ein Biobier. Schön finde ich aber auch den Slogan auf dem Etikett: „Geld allein macht nicht glücklich. Trinkt Bier!“ Dann wollen wir dem Aufruf mal folgen.