Archiv der Kategorie: Biertest

Delirium Tremens

Das Delirium Tremens ist schon aufgrund seines Namens vermutlich das bekannteste Bier als Belgien. Typisch für das Delirium Tremens ist die Flasche in Steingutoptik. Allerdings handelt es sich um normales Braunglas, das lediglich bedruckt ist.

Beim Einschenken des Bieres fällt zunächst der feinporige Schaum über dem goldgelben Ale Pale aus dem Haus Brasserie Léon Hughe auf, der auch recht lange stehen bleibt. Der Duft ist deutlich von Hopfen geprägt, weist aber auch eine Fülle weiterer Aromen auf. Am Geschmack scheiden sich die Geister. Während das Bier bereits zu den besten Bieren der Welt gewählt wurde, habe ich bereits andere Stimmen gehört, die das Delirium als durchschnittlich oder sogar als nicht gut einschätzten. OK, das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Auf jeden Fall ist es mit der kräftigen Hopfennote ein typisch belgisches Bier, dessen Geschmack lange auf der Zunge bleibt

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Brauerei:

Brasserie Huyghe Brewery
Brusselse stw 282
9090 Melle
http://www.delirium.be

Hildesheimer Braumanufaktur – Moritzberger Felsenkeller-Pils

Der Name des Bieres, das jetzt vor mir steht, drückt eine tiefe Heimatverbundenheit aus. Das ist auch kein Wunder. Obwohl der Moritzberg bereits 1911 in Hildesheim eingemeindet wurde, sehen sich die Bewohner auch heute noch eher als Moritzberger, nicht als Hildesheimer. Auch der Felsenkeller hat eine historische Bedeutung. Im Moritzberg gibt es einen Eiskeller, der bis zum Jahr 1906 von der Victoria-Brauerei genutzt wurde, um das Bier mit Eis zu kühlen, das im Winter aus dem Eisteich an der Alfelder Straße geschnitten und im Eiskeller eingelagert wurde. Aber das ist noch nicht die gesamte Biertradition des Moritzbergs. Bis in die 1960er oder 197er Jahre hatte die Härke-Brauerei ein Lager in der Brauhausstraße, dort wo heute das Altenheim ist. Die jetzige Gaststätte Treppchen war damals die Brauereigaststätte. Von daher ist es eigentlich logisch, dass es jetzt wieder ein Bier vom Moritzberg gibt, auch wenn es von der erst in diesem Jahr gegründeten Hildesheimer Braumanufaktur am anderen Ende von Hildesheim an der Goslarschen Landstraße gebraut wird. Aber kommen wir zum Felsenkeller-Pils.

Das Etikett sagt aus, dass das Bier unfiltriert und nicht pasteurisiert ist. Ein trübes Pils? Das ist selten, aber ich habe schon viele Biere verkostet, die mich wirklich überrascht haben. Dann will ich mal sehen, wie das Moritzberger ist und schenke mir ein Glas ein. Goldgelb und nur minimal trüb steht das Bier im Glas. Darüber bildet sich zunächst sehr viel weißer cremiger Schaum, der sich aber schnell bis zu einer pilstypischen Menge reduziert. Dieser Rest bleibt auch recht lange erhalten. Dazu sehe ich eine lebhafte Kohlensäure. Optisch hat die Brauerei also schon mal alles richtiggemacht.

Das Aroma ist betörend; das Bier duftet nach Karamell und Kräutern. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck. Der Antrunk ist dann auch angenehm süß und die Kohlensäure macht das Bier richtig schön spritzig. Der Körper ist zwar nicht übermäßig intensiv, aber trotzdem vollmundig und rund. Alle Geschmackskomponenten sind in ausgeglichenem Verhältnis. Der Abgang besticht durch eine angenehme und langanhaltende Bittere. Alles in Allem ein gutes und süffiges Pils, wie ich es mir öfter wünschen würde.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

Jan Pfeiffer und Malte Feldmann GbR
Goslarsche Landstr. 15
31135 Hildesheim
www.hildesheimer-braumanufaktur.de

im Namen von

Verein zur Erhaltung des Eiskellers der
ehemaligen Victoriabrauerei Hildesheim e.V.
www.felsenkeller-moritzberg.de

Piedboeuf – Blond

Eine Bierflasche mit 75 cl Inhalt, einem Schraubverschluss aus Plastik und einem Preis von etwa einem Euro sieht nicht sehr vertrauenserweckend aus. Auch die Bezeichnung als Tafelbier zieht mich nicht wirklich an. Aber OK, manchmal gibt es ja auch Überraschungen, so dass ich auch dieses Bier einmal verkosten muss.

Schon beim Einschenken macht sich aber Enttäuschung breit. Das Bier ist hell und sieht irgendwie wässrig aus. Der Schaum ist grobporig und fällt schnell in sich zusammen. Der Eindruck bestätigt sich beim ersten Schluck. Kaum Bitterstoffe und dazu ein teigiger Geschmack. Dieser Geschmack kommt vermutlich durch das Hinzufügen von nicht gemalzter Gerste und von Mais. Bis jetzt also wirklich kein Genuss; zum Trinken ist dieses Bier eher nicht geeignet.

Aber Moment, die Belgier kochen doch auch häufig mit Bier. Eventuell ist das Piedbeouf ja zum Kochen geeignet. In Deutschland wird Bier zum Kochen nur selten verwendet, da das am weitesten verbreitete Pils beim Kochen meist bitter wird. Aus diesem Grund wird zum Kochen hierzulande fast immer Schwarz- oder Rotbier verwendet. Für eine helle Biersoße hat sich Piedboeuf als gut geeignet herausgestellt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Mais, Gerste, Hopfen, Klärstoff: E150c (Ammoniak-Zuckercouleur), Antioxidanz: E300 (Ascorbinsäure), Süßstoff E954 (Saccharin)

Alkoholgehalt:

1,1 % Vol.

Brauerei:

InBev Belgium s.a./n.v.
BdIndustriel 21 Industrielaan
B-1070 Bruxelles

Gaffel – Sonnenhopfen

Viele Konsumenten meinen, dass die Brauereien in Köln nur Kölsch brauen können. Zwar macht das Kölsch den Großteil des in Köln gebrauten Bieres aus, aber die Brauerei Gaffel versucht sich seit einigen Jahren auch an einem Pale Ale, das nur im Sommer verkauft wird, dem Gaffel Sonnenhopfen. Von diesem Bier verspreche ich mir einiges. Es wurde nicht nur von der DLG mit der Goldmedaille ausgezeichnet, sondern auch der österreichische Bierpapst Conrad Seidl hat es einmal zum Bier der Woche gekürt.

Auf ihrer Website veröffentlicht die Brauerei recht umfangreiche Informationen über den Sonnenhopfen, besonders über den Hopfen Citra aus dem amerikanischen Yakima Valley, dem zweitgrößten Hopfenanbaugebiet der Welt, sowie über die obergärige Hefe aus eigener Zucht. Lediglich auf das Malz wird nicht näher eingegangen. Aber genug der Theorie, jetzt ist es an der Zeit, die Flasche zu öffnen.

Leuchtend golden und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Es bildet sich eine leicht überdurchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt. Dazu kommt noch eine reichlich dosierte und sehr aktive Kohlensäure. Optisch macht das Bier jedenfalls schon mal einen guten Eindruck.

Düfte nach Ananas, Zitrus, Mango und Zitronenschale steigen mir in die Nase, begleitet durch ein leichtes Biskuitaroma. Das Aroma ist so komplex, dass sicherlich jede Nase noch weitere Aromen feststellen wird. Kurz gesagt habe ich hier einen flüssigen Obstsalat vor mir. Das macht doch schon mal Lust auf den ersten Schluck.

Fruchtig und mit leichter Süße meldet sich das Bier auf der Zunge und vermittelt vom ersten Moment an einen schlanken und frischen Eindruck. Schnell gesellt sich ein gut abgestimmtes Bitter zur Fruchtigkeit, so dass das Bier rund, vollmundig und süffig ist. Der Abgang ist nur leicht bitter, während auch in der Kehle die Fruchtigkeit dominiert. Der Nachklang ist durchschnittlich lang.

Der Sonnenhopfen ist ein perfektes Sommerbier, das am Besten im Biergarten genossen werden möchte. Dazu ein leichtes Sommergericht mit Geflügel oder Fisch und eine nette Begleitung – schöner kann ein Sommertag nicht ausklingen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Citra), Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol. (diese Angabe stammt vom Etikett der Flasche, auf der Website ist von 4,7 % Vol. die Rede)

Bittereinheiten:

10 IBU

Brauerei:

Privatbrauerei Gaffel
Ursulaplatz 1
50668 Köln
www.sonnenhopfen.de

Klüvers – Bock

Im Jahr 1993 hat die Familie Klüver die Fischhalle am Hafen in Neustadt/Holstein gepachtet und zunächst als reine Gaststätte bewirtschaftet. Als 2000 die Neuverpachtung anstand wurde in der Fischhalle eine Gasthofbrauerei eingerichtet, in der seitdem Craft-Biere gebraut werden. Parallel wird auch die Gastronomie weitergeführt. Ich habe den Betrieb noch nicht besucht, aber die Speisekarte mit den regionalen Spezialitäten liest sich wirklich vielversprechend. Wenn Sie einmal in Neustadt sind, sollten Sie unbedingt einen Besuch der Gaststätte einplanen. Ich habe jetzt mal wieder ein Bier von Klüver vor mir stehen, ein Bockbier.

Bernsteinfarben zeigt sich das Bier im Glas und darüber bildet sich viel feinporiger elfenbeinfarbener Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Ungewöhnlich ist, dass mir bereits beim Einschenken die Röstaromen des Malzes in die Nase steigen. Ungewöhnlich, aber eine wirklich gute Einstimmung auf dieses Bier.

Im Glas kommen die Röststoffe dann aber nicht so kräftig zur Geltung wie ich es beim Einschenken erwartet habe. Im Gegenteil. Sie nehmen sich zurück und das Bier duftet nach Toffee und Rosinen, gepaart mit leichten grasigen Noten des Hopfens.

Der Antrunk ist stiltypisch süß, was mir zusammen mit der guten Menge sehr feinperliger Kohlensäure ausgesprochen gut gefällt. Sobald sich das Bier im Mund verteilt, gesellt sich zur Süße noch eine gewisse Blumigkeit des Hopfens, wodurch insgesamt ein intensiver, runder und ausgewogener Geschmack entsteht, in den sich auch die 6,5 % Alkohol gut einpassen. Der Abgang ist mild und er klingt mitellang nach.

Dieses Bockbier von der Küste kann jeden Dessertwein ersetzen. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass es sich als Zutat zu einer Soße zum Fisch gut eignen würde.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Stammwürze:

16,5 %

Brauerei:

Klüvers Delikatessen Manufaktur GmbH & Co. KG
Schiffsbrücke 2-4
23730 Neustadt
www.kluevers.com

BierSelect

Einbecker – Dunkel

Nein, diesmal erwähne ich nicht, dass dieses Bier aus Einbeck in der typischen Flasche der Brauerei geliefert wird und daher im Regal nicht zu übersehen ist. Stattdessen beginne ich gleich damit, es einzuschenken.

Wow, was für ein Bier. Tief dunkelrot, fast schwarz ist es im Glas, zusammen mit einer Krone, die eventuell etwas größer ausfallen könnte. Der Duft wird durch feine Röstmalznoten dominiert.

Der Geschmack ist kräftig und gefällig. Das Malz schmeckt deutlich durch, das Bier ist trotzdem nicht zu süß, aber sehr schön süffig und mit Charakter. Ein schönes Bier für lange Winterabende.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Einbecker Brauhaus AG
37574 Einbeck
www.einbecker.de

BierSelect

Warsteiner – Weihnacht

Jetzt teste ich einmal das (lt. Rückenetikett) Feierabendbier des Weihnachtsmanns. Ich glaube, es ist das erste Mal, dass auch Warsteiner ein Saisonbier auf den Markt bringt. Bislang kannte ich die Privatbrauerei aus Warstein im Sauerland eigentlich nur von ihrem Pils, das durchaus gut schmeckt, aber als einziges Bier einer Brauerei im Getränkemarkt doch etwas eintönig ist. Aber wenn das Pils schon gut ist, kann ich auch beim Weihnachtsbier einige Vorschusslorbeeren voraussetzen.

Zumindest optisch macht das Bier einen richtig guten Eindruck: Bernsteinfarben mit einem schönen elfenbeinfarbenen Schaum. Leider fällt er relativ schnell zusammen. Der Duft enthält Hopfen und eine deutliche Schokoladennote. Nun ist es an der Zeit, einmal zu probieren, wie sich das Bier auf der Zunge macht.

Im Antrunk ist von der Schokoladennote des Dufts nichts mehr festzustellen. Auf der Zunge kommt eher eine Note Karamell an. Dazu die leichte Süße des Gerstenmalz, die sich aber angemessen im Hintergrund hält. Wenn sich das Bier im Mund erwärmt, kommt auch der Geschmack des Hopfens zum Vorschein, der dann im Abgang stärker wird und auch nach dem Schlucken lang anhält.

Ganz ehrlich gesagt hat mir das Bier erst ab dem zweiten Schluck wirklich geschmeckt. Aber von da an wird es mit jedem Schluck besser. Nichts für die gesamte Adventszeit, aber ab und an mal ist es das Bier wirklich wert, getrunken zu werden.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

Warsteiner Brauerei
Haus Craner KG
59564 Warstein
www.warsteiner.de

Sebaldus Weizen – Dunkles Hefe

Jetzt steht mal wieder ein Bier aus Franken vor mir – das dunkle Weizen von Sebaldus, benannt nach dem Schutzpatron von Nürnberg. Zu diesem Namen passt auch das historisch gestaltete Etikett. Aber nicht nur die Herkunft aus Franken macht Lust auf das Bier, auch ein Blick auf das Rückenetikett der Flasche steigert die Vorfreude auf das Bier. Dieses Bier enthält keinen Hopfenextrakt, sondern nur Hopfen. Da können wir davon ausgehen, dass es sich um ein handwerklich hergestelltes Bier handelt, da sich beim Hopfen jede Charge von den anderen unterscheidet, ganz im Gegensatz zum standardisierten Hopfenextrakt. Mal sehen, ob das Bier diesen Erwartungen gerecht wird.

Dunkel, kupferfarben und trüb ist das Bier im Glas, gekrönt von einer hellen gelblichen Schaumkrone, genau wie es von einem dunklen Weizenbier erwarte. Der Duft wird von der Hefe bestimmt, die durch Noten nach Banane und Zitrusfrüchten unterstützt wird. Eigentlich hätte ich bei einem dunklen Weizenbier auch den Duft von Röstmalz erwartet, der aber hier nicht durchkommt. Das könnte aber auch daran liegen, dass ich einen leichten Schnupfen habe.

Der Antrunk scheint im ersten Moment etwas enttäuschend. Mir fehlt etwas die typische Süße des Röstmalzes. Aber schnell breitet sich eine feine Säure aus, die zusammen mit dem Geschmack des Röstmalzes und der feinen Kohlensäure die anfängliche Enttäuschung in Begeisterung umschlagen lässt. Langsam kommt noch etwas Bitteres dazu, sehr angenehm. Im Abgang bestimmen die Bitterstoffe den Geschmack, der auch nach dem Schlucken noch einige Zeit erhalten bleibt.

Insgesamt hinterlässt das dunkle Sebaldus Weizen bei mir einen sehr guten Eindruck. Es handelt sich um ein süffiges Bier mit viel Charakter, das ich meinen Gästen gerne anbiete.

Zutaten:

Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Röstmalzbier, Hefe, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Brauerei:

Tucher Traditionsbrauerei
90409 Nürnberg
www.tucher.de

Urbanus – Kellerweizen

Jetzt steht vor mir das Urbanus Kellerweizen aus Pfaffenhofen und wartet darauf, dass ich es teste. Das nostalgisch gestaltete Etikett weist ausdrücklich darauf hin, dass dieses Bier mit „exquisiter Sekthefe“ gebraut ist. Na ja, wollen wir einmal sehen, ob die Sekthefe einen Unterschied in der Qualität ausmacht.

Trüb und bernsteinfarben ist das Bier im Glas, darüber ein feinporiger hellgelber Schaum, der auch recht lange stehenbleibt. Optisch gibt es an diesem Bier also schon mal nichts auszusetzen. Beim Duft hält sich das Weizenmalz erst einmal ziemlich im Hintergrund. Ich rieche etwas Malz, Früchte – und Riesling. Der Duft macht neugierig auf den Geschmack.

Der Antrunk ist weich und angenehm. Neben dem zurückhaltenden Weizenmalz schmecke ich zunächst vor allem eine erfrischende Säure. Während sich das Bier im Mund erwärmt, kommt immer mehr auch der Geschmack nach dem Riesling durch, den ich bereits im Duft entdeckt habe. Der Abgang ist nur leicht bitter und die Frische bleibt im Mund zurück.

Fazit: Das Urbanus Kellerweizen ist ein wirklich rundes Bier, das ich ohne Einschränkungen empfehlen kann.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

Urbanus-Brauerei
85276 Pfaffenhofen/Ilm
http://www.urbanus-bier.de

Neumarkter Lammsbräu – Blond

Jetzt steht vor mir mal wieder ein Biobier aus dem fränkischen Neumarkt, diesmal das Neumarkter Lammsbräu Blond. Die klare Flasche zeigt bereits das kräftige Gelb dieses Bieres, die Farbe erinnert an Quittensaft. Im Normalfall werden Biere ja vor dem Licht geschützt. Sehen wir mal, ob die klare Flasche dem Bier geschadet hat. Eine weitere Besonderheit des Neumarkter Blond ist das Mineralwasser, das zum Brauen benötigt wurde. In der Regel wird Wasser aus einem Brunnen oder Leitungswasser verwendet.

Der Schaum ist anfangs sehr schön fein, fällt dann aber relativ flott in sich zusammen. Das Bier duftet vorwiegend nach Getreide sowie in geringerem Maße nach Hopfen. Der Antrunk ist frisch und ein wenig herb und zeigt relativ wenig Geschmack. Wir werden aber im Abgang durch eine leichte Bitterkeit entschädigt. Hier kommt zum ersten Mal der Hopfen wirklich durch.

Insgesamt ein erfrischendes leichtes Bier am Ende eines heißen Tages oder für Menschen, die das Bittere des Bieres nicht so gerne mögen.

Zutaten:

Mineralwasser, Gerstenmalz, Naturdolden-Hopfen

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Brauerei:

Neumarkter Lammsbräu
Amberger Str. 1
92318 Neumarkt
http://www.lammsbraeu.de