Archiv des Autors: Mathias

Schäffler – Pils

Ich habe mir die Website der Brauerei Schäffler aus Missen im Allgäu angesehen und habe dort die folgende Bemerkung der Brauer über das Pils gefunden, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet:

„Vom Aussterben bedroht? Hoffentlich nicht. Wir mögen den Brauhandwerk-Klassiker viel zu sehr und sagen raus aus der unverdienten Nische. Unser Pils ist typisch-hopfig und hat feine, herbe Bitternoten. So wie es sich gehört! Und ein Pils geht einfach immer.“

Nach Angaben der Getränke Zeitung beträgt der Marktanteil von Pils am Biermarkt immerhin 48,2 Prozent. Ich glaube, so eine Nische würde sich so manche Branche wünschen und ich kann mir nur schwer vorstellen, dass dieser Bierstil in nächster Zeit vom Markt verschwindet. Aber kommen wir zum Bier.

Golden und glanzfein strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die eher kleine schneeweiße Schaumkrone ist gemischtporig, bleibt aber lange erhalten. Optisch ist das Bier wirklich gelungen.

Düfte nach hellem Malz mit einigen blumigen Noten steigen mir in die Nase, abgerundet durch eine Fruchtigkeit, die an Birnen erinnert.

Der Antrunk ist recht süß und spritzig. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten, aber für ein Pils gesellt sich nur sehr wenig Bittere dazu. Auch die Fruchtigkeit ist eher knapp gehalten. Das Bier hat einen sehr schlanken Körper. In der Kehle ist die Bittere erstmals deutlich zu schmecken, bleibt aber zurückhaltend und klingt nur kurz nach.

Das Pils von Schäffler ist ein durchaus gutes Bier, das gefallen kann. Allerdings hätte ich es nicht als Pils erkannt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Tettnanger)

Alkoholgehalt:       

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,5° Plato

Brauerei:

Brauerei Schäffler
Hanspeter Graßl KG
Hauptstr. 17
87547 Missen
www.schaeffler-braeu.de

Vanhonsebrouk – St. Louis Premium Gueuze

Die Premium Gueuze ist das Aushängeschild der Castle Brewery Van Honsebrouck. Es war um die Zeit der Weltausstellung in Brüssel im Jahr 1958, als in Van Honsebrouck die Idee reifte, in Westflandern eine Gueuze zu brauen. Ein gewagtes Unterfangen, waren doch Lambic und Gueuze traditionell Spezialitäten des Pajottenlandes, das südwestlich von Brüssel liegt. Um die wilden Hefen zu erhalten, die für das Brauen eines Lambic unerlässlich sind, kaufte er von einer eingegangenen Lambic-Brauerei Lambic in Holzfässern.

Orangefarben und kristallklar präsentiert sich das Bier im Glas. Die kleine elfenbeinfarbene Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten.

Fruchtige Säure dominiert das Aroma. Ich rieche Limone, Apfelmost und Karamell. Aus dem Hintergrund kommt noch eine leichte Süße dazu. Ich denke, dass dieses Aroma auch Einsteigern in die Welt der Sauerbiere zusagen könnte.

Der Antrunk ist spritzig mit einer überraschenden Süße. Die zurückhaltende und sanfte Säure kommt dazu. Jetzt erinnert das Bier an einen Pfirsichsaft mit einem Spritzer Zitrone. Bittere kann ich nicht entdecken. Das Mundgefühl ist weich und angenehm. So mild ist das Bier auch in der Kehle.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Zucker, Hopfen, Aromen, Stevioglycosiden, Ascorbinsäure

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

3° – 6 °C

Brauerei:

Brouwerij Van Honsebrouck
Ingelmunstersestraat 46
8870 Izegem
www.vanhonsebrouck.be

Störtebeker – Herbst-Festbier

Jetzt steht vor mir ein Festbier für den Herbst. Diese Kreation haben sich die Brauer der Störtebeker Braumanufaktur in Stralsund einfallen lassen. Da ich bereits ausführlich über die Braumanufaktur und auch über den Bierstil des Märzen geschrieben habe, kann ich direkt mit der Verkostung beginnen.

Das Orange des Bieres erinnert an einen Herbstwald, neudeutsch Indian Summer genannt. Nebenbei bemerkt ist es glanzfein und mit einer sahnigen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Karamell steht im Mittelpunkt des Aromas, abgerundet durch fruchtige Noten sehr reifer Äpfel.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich eine passende Bittere zur Karamellsüße, begleitet durch einen Hauch Röstaromen. Das Mundgefühl ist weich, beinahe cremig. In der Kehle wird die Bittere etwas kräftiger und sie klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Münchner-, Karamellmalze), Hopfen (Tradition, Mittelfrüh), Hefe

Alkoholgehalt‍:       

5,8 % Vol.

Stammwürze:        

13,3° Plato

Bittereinheiten:     

22 IBU

Empfohlene Genusstemperatur‍:         

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Störtebeker Braumanufaktur GmbH
Greifswalder Chaussee 84-85
18439 Stralsund
www.stoertebeker.com

Neues Dreigestirn für den Hallertauer Hopfen

Das neue Hallertauer Dreigestirn am Wahlabend in Wolnzach (v.l.n.r.) Die Hopfenprinzessin Anna
Kappelmeier, die Hallertauer Hopfenkönigin Theresa Eisenrieder, die Vize-Hopfenkönigin Franziska
Mitterhuber
Foto: Pokorny Design

Auch in diesem Jahr war die Anfrage nach Platzkarten zur Wahl der Hallertauer Hopfenkönigin auf dem Volksfest in Wolnzach wieder größer als im Vorjahr. Schon lange kann nicht mehr jeder Wunsch erfüllt werden, weil schlichtweg immer mehr Besucher kommen wollen als Plätze zur Verfügung stehen.

Am Montagabend, den 11. August drängten sich etwa 2.500 Besucher in die Volksfesthalle in Wolnzach. Bereits Wochen davor wurde in der Tagespresse über die drei jungen Frauen berichtet, sie haben sich auf Veranstaltungen in der Hallertau persönlich vorgestellt und in Kurzfilmen in den sozialen Medien präsentiert. So konnten sich die stimmberechtigten Hopfenpflanzer und andere geladene Gäste bereits einen ersten Eindruck zu den Bewerberinnen verschaffen.

Am Wahlabend dann stieg die Aufregung bei den Kandidatinnen ebenso wie die Stimmung im Volksfestzelt und auch die Spannung, wer den Thron für die kommenden zwölf Monate besteigen würde. Durch den Abend führte Alexander Nadler, der amüsant und kurzweilig die Bewerberinnen befragte und ihnen die Bühne für ihre Vorstellung gab. Alle drei stellten sich, ihre Leidenschaft für den Hopfen und ihre Pläne als Repräsentantin für das „Grüne Gold“ der Hallertau vor und begeisterten durchweg das Publikum. Dieses hatte dann tatsächlich die sprichwörtliche Qual der Wahl und musste in zwei Wahlgängen über die Platzierungen entscheiden.

Das Ergebnis lautete schließlich:
Hallertauer Hopfenkönigin 2025/2026: Theresa Eisenrieder
Hallertauer Vize-Hopfenkönigin 2025/2026: Franziska Mitterhuber
Hallertauer Hopfenprinzessin 2025/2026: Anna Kappelmeier
Unmittelbar nach der Wahl strömten zahlreiche Ehrengäste vom Bürgermeister Jens
Machold über den Hallertauer Verbandsvorsitzenden Karl Pichlmeyer und
Pflanzerpräsident Adi Schapfl bis hin zu den anderen Produktköniginnen zum
Gratulieren auf die Bühne. Alle wünschten dem neuen Dreigestirn viel Spaß in ihrem
Amt und freuten sich auf ein gutes Miteinander und viele spannende gemeinsame
Termine.

Und hier eine Kurzvorstellung der drei Hopfenmajestäten:

Theresa Eisenrieder. Foto: Tom Eberl

Theresa Eisenrieder
25 Jahre, Oberpindhart bei Aiglsbach
Arbeitet bei der IGN in Niederlauterbach im Vertrieb und
Marketing
Siegelbezirk Mainburg

Franziska Mitterhuber. Foto: Tom Eberl .

Franziska Mitterhuber
20 Jahre, aus Frickendorf bei Schweitenkirchen
Duales Studium bei Airbus in Manching
Siegelbezirk Pfaffenhofen

Anna Kappelmeier. Foto: Tom Eberl

Anna Kappelmeier
24 Jahre, aus Brunn bei Geisenfeld
Notariatsinspektorin
Siegelbezirk Geisenfeld
Quelle: Pokorny Design via Pressemitteilung Hopfenpflanzerverband Hallertau e.V.

De Block – Satan Black

Im 14. Jahrhundert, als die ersten Brauereizünfte sehr populär wurden, hatte Henricus De Bloc bereits als Vasall des Herzogs von Brabant und Burgund das Braurecht erhalten. Es war jedoch Louis De Block, gleichzeitig Müller und Landwirt und verheiratet mit einer Brauerstochter aus dem ländlichen Baardegem, der 1887 den Grundstein für die Brauerei De Block legte. Mit Ehrgeiz, Ausdauer und Liebe zur Arbeit sollten sie sicherlich Erfolg haben. Unterstützt von ihren Kindern, die sich immer mehr in die Feinheiten und Details des Handwerks einarbeiteten, war es eine Freude, zu arbeiten. Alle mochten das Bier sehr und die ganze Familie wurde für ihre großartige Arbeit geehrt und anerkannt. Und mit der Zeit vergingen die Generationen, die wilden Zwanziger mit Vater Alfons De Block, seinen Brüdern und Schwestern, später der Wachwechsel und jeder Jahreszeitenwechsel. Heute leiten Mieke De Block und ihr Ehemann Paul Saerens die Brauerei.

Schwarz und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Als ich das Glas gegen das Licht halte, schimmert noch ein leichtes Rubinrot durch das Bier. Die haselnussbraune Schaumkrone ist gemischtporig, bleibt aber sehr lange erhalten. Die Optik dieses Bieres gefällt mir schon mal.

Das Bier duftet nach Kaffee mit einigen rauchigen und würzigen Noten. Aus dem Hintergrund rundet der Duft von Kandis das Aroma ab. Nun ist es Zeit für den ersten Schluck.

Der erste Eindruck ist, dass das Bier süß und spritzig mit einer feinperligen Kohlensäure daherkommt. Auf der Zunge drängen sich die Röstaromen in den Vordergrund und bringen auch etwas Rauch mit. Die Säure ist gering, genau wie die Bittere, so dass sich ein weiches Mundgefühl ergibt. In der Kehle werden die Bittere und die Säure kräftiger und besonders die Bittere klingt recht lange nach.

Alkoholgehalt:

8 % Vol.

Stammwürze:

17° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Brewery „De Block“
Nieuwbaan 92
1785 Merchtem-Peizegem
Belgien
www.brewerydeblock.com

National-Jürgens-Brauerei – Gala Hell

Das Helle ist ein Bierstil, der im Vergleich zum Pilsener mit einer milderen Hopfenbittere daherkommt und durch den erhöhten Malzanteil mit einem volleren Körper aufwartet. Auch wenn das Helle derzeit voll im Trend liegt, ist dieser Bierstil nicht unumstritten. Vielen Konsumenten erscheint er als langweilig. Ich kenne nur wenige Helle, die aus der Menge der Biere dieses Stils positiv herausstechen und trotzdem die Kriterien dieses Bierstils erfüllen. Außerdem gilt das Helle als der am schwierigsten zu brauende Bierstil, der jeden Braufehler sofort sichtbar und schmeckbar macht. Jetzt will ich feststellen, ob das Gala Hell der National-Jürgens-Brauerei aus Braunschweig zu den positiven Ausnahmen gehört.

Golden und glanzfein fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine gemischtporige schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Karamell und Getreide, abgerundet durch blumige Noten und einen Haus Zitrus.

Der Antrunk ist relativ süß und dabei durch die feinperlige Kohlensäure angenehm spritzig. Auf der Zunge tritt die Blumigkeit in den Mittelpunkt. Dabei bleibt die Süße aber bestehen. Stiltypisch ist die Bittere nur wenig zu schmecken. Dafür ist das Mundgefühl aber weich, fast samtig. Erst in der Kehle kommt die Bittere richtig zum Tragen und obwohl sie immer noch zurückhaltend bleibt, klingt sie lange nach.

Das Gala Hell der National-Jürgens-Brauerei überrascht mich. Eines ist dieses Helle mit Sicherheit nicht: langweilig. Im Gegenteil, es handelt sich um ein Genussbier, bei dem alle Werte stiltypisch sind.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, Wiener Malz, Sauermalz), Hopfen (Cascade, Magnum), Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

20 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

National Jürgens Brauerei Braunschweig
Rebenring 31
38106 Braunschweig
Eingang B8
www.njb-brauerei.de

Planen Sie Ihren Besuch auf der drinktec

In rund fünf Wochen ist es soweit: Die drinktec 2025 öffnet ihre Tore. Vom 15. bis 19. September 2025 wird sich die Welt der Getränke- und Liquid-Food-Industrie wieder in München treffen. Rund 1.100 Aussteller werden in elf Hallen auf dem Messegelände in München topaktuelle Lösungen und Zukunftstechnologien präsentieren.

Sie werden für alle nationalen und internationalen Entscheider wieder Dialogpartner für Investitionsentscheidungen und die strategische Ausrichtung der Brands sein. Basis dieses Austauschs ist auch dieses Mal der Komplettüberblick über alle Rohstoffe, Prozesstechnologien und Abfüll- und Verpackungstechnik sowie Logistik und IT direkt auf der drinktec, wo die Branche alle Projekte mit den Experten diskutieren kann.

Mit einem umfassenden Angebot über die gesamte Wertschöpfungskette der Getränke- und Liquid-Food-Herstellung erhalten die Besucher der drinktec Impulse für die Zukunftsausrichtung ihres Produktportfolios und zu den Trendthemen der Industrie. Mit etwa 70 Prozent spielt auch diese drinktec wieder ihre hohe Internationalität im Ausstellerangebot aus – ein klarer Hinweis auf die weltweite Bedeutung dieser Plattform in der Branche. Die größten Ausstellergruppen kommen – nach Deutschland – aus Italien, USA und China, die Länder, die schon seit mehreren drinktec-Ausgaben das breiteste Angebot für die die Branche bündeln. 

Neu: Liquidrome – Hotspot für Wissensaustausch und Networking

Zusätzliche Impulse bietet das neue Format „Liquidrome“. Unter diesem Branding stellt das Messeteam in Halle C4 ein breit gefächertes Rahmenprogramm vor: Ausstellervorträge, Präsentationen zu Forschungsprojekten und Impulse aus der Praxis bilden einen Hintergrund für strategische Entscheidungen im eigenen Markt- und Markenszenario der Besuchenden. In diesem Umfeld zeigen auch zahlreiche Startups neue Lösungen, die sich zudem mit den Startup-Pitches auch den kritischen Fragen des Publikums stellen.

Alle Angebote im Liquidrome fokussieren sich auf die Leitthemen „Circularity & Resource Management“, „Data2Value“ und „Lifestyle & Health“. „Wir sehen hier auf unserer großen Bühne Wave Stage ein vielfältiges Programm, das Makrotrends, AI-Lösungen für den Praxiseinsatz und zahlreiche Impulse für ressourcenschonendes Produzieren enthält“, betont Markus Kosak, Executive Director drinktec Cluster. Mit mehreren Angeboten zu Innovationsstrategien sowie Insights aus der Gründerszene ergänzt die Deep Dive Lounge im Liquidrome das Angebot und bietet breiten Raum für Networking.

„Wir sehen auch starkes Potenzial im Sektor der Functional Beverages – zum Beispiel Getränke mit Gesundheitsnutzen – weshalb wir im Liquidrome auch eine Health Bar integriert haben. Dort bieten ausgewählte Partner eine Verkostungsmöglichkeit für innovative Getränke. So können sie der Branche Ideen liefern, wie sich möglicherweise das Segment der Getränke mit Zusatznutzen erschließen lässt“, so Markus Kosak. Das gesamte Angebot im Liquidrome ist für Besucher kostenlos und unter drinktec | Rahmenprogramm im Liquidrome verfügbar.

Online: Aussteller- und Produktdatenbank und Innovation Guide

Mit dem Ticketkauf über die Online-Registrierung profitieren Besucher von günstigeren Ticketpreisen und sichern sich damit auch nach Messeöffnung schnellen Zugang zu den Messehallen. Alle Besucher, die sich vorab auf ihren Motor für die Zukunft der Getränke- und Liquid-Food-Industrie

Messebesuch vorbereiten möchten, finden online in der Aussteller- und Produktdatenbank bereits jetzt alle Ausstellerangebote. Besonders spannend ist das Informationsangebot des Innovation Guide. Aussteller mit innovativen Lösungen werden in dieser Übersicht verfügbar gemacht und beim Betreten des Geländes für den Messebesucher auf dem Hallenplan über das Mobiltelefon sichtbar.

Das komplette Gelände der drinktec 2025 ist über die Eingänge West, Nordwest, Nord und Ost erreichbar und damit sowohl an die U-Bahn-Verbindung aus der Münchener Innenstadt als auch an die Parkplätze im Parkhaus und im Freigelände optimal angebunden. Die Anbindung an den Flughafen (Ankunft und Abflug) wird vom Eingang Nord angeboten sowie vom Eingang Ost (nur Abflug). Alle Informationen zur Reiseplanung sind Online unter https://www.drinktec.com/de-DE/besuchen/anreise-aufenthalt/ verfügbar.

„Aus den Marktdaten lässt sich entnehmen, dass für Getränke und Liquid-Food in vielen Regionen eine positive Entwicklung erwartet wird“, betont Markus Kosak. „Die drinktec ist definitiv der Weltwirtschaftsgipfel und somit ein Pflichttermin für die Zukunftsgestaltung der Branche. Planen Sie Ihren Aufenthalt jetzt und nutzen Sie die günstigen Online-Buchungsoptionen. Das gesamte Messeteam bei YONTEX freut sich, alle Player in der Branche aus dem In- und Ausland auf der drinktec zu begrüßen!“

Quelle: Pressemitteilung der Yontex

De Dochter van de Korenaar – Sans Pardon

Nun steht mal wieder ein Bier von „De Dochter van de Korenaar“ vor mir, dieses mal ein Imperial Stout. Dies ist ein Bierstil, der sich gut für eine Fassreifung eignet. Das lassen sich die Brauer aus Baarle selbstverständlich nicht nehmen. Und sie haben noch einen draufgesetzt. Sie lassen das Bier für ein Jahr nur in Bourbon-Fässern reifen, die frisch geleert wurden. Nun sind diese Fässer in Belgien nicht einfach zu bekommen, so dass das Sans Pardon nicht ständig im Angebot ist, sondern nur dann, wenn wieder eine neue Charge Fässer aus Kentucky eingetroffen und die Reifezeit vorüber ist. Dieses Bier, das ich jetzt öffnen werde, ist also eine Rarität.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine haselnussbraune feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Das Bier sieht wirklich so aus, dass es in einer Werbung verwendet werden könnte.

Bestechend ist auch der Duft des Sans Pardon. Aromen nach dunkler Schokolade und Espresso steigen mir in die Nase, perfekt kombiniert durch den Duft von Whiskey und Eiche und abgerundet durch den Duft nach gerösteten Haselnüssen. Zusätzlich unterstützen noch 11 Volumenprozent Alkohol die Aromen. Das Bier ist bereits in der Nase ein Genuss und fast zu schade, um es zu trinken.

Der Antrunk ist stiltypisch süß mit eine feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge verstärken sich die Aromen von Espresso und Whiskey noch, dazu gesellt sich eine leichte fruchtige Säure. Die Bittere ist sehr moderat. Obwohl der Alkohol leicht auf der Zunge brennt und das Mundgefühl eher schwer ist, wirkt das Bier frisch. In der Kehle wird das Bier mild, die Röstaromen treten in den Mittelpunkt und klingen lange nach, während der Alkohol den Magen wärmt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Röstgerste, Weizenmehl, Hopfen, Roibusch

Alkoholgehalt:

11 % Vol.

Brauerei:

De Dochter van de Korenaar
Oordeekstraat 38
2387 Baarle-Hertog
Belgien
www.dedochtervandekorenaar.be

Mit dem Sonderzug von Rom zum Oktoberfest

Zum Oktoberfest 2025 setzt die Untergruppe von FS (Ferrovie dello stato) „Treni Turistici Italiani“ erstmals Sondernachtzüge zwischen Rom und München ein. Die „Espresso Monaco“-Verbindung startet an zwei Terminen – am Freitag, 26. September, und am Freitag, 3. Oktober – jeweils um 19:57 Uhr ab Rom. Die Rückfahrten erfolgen sonntags, am 28. September und 5. Oktober, um 15:30 Uhr ab München. Das Besondere dabei: Bereits auf der Fahrt gibt es für die Reisenden Unterhaltungsangebote und eine Bierverkostung.

Der Zug hält unter anderem in Verona, Trient, Bozen, Brixen, Franzensfeste, Sterzing, Brenner und Innsbruck. Reisende können zwischen Schlafwagen, Einzel- und Doppelkabinen sowie Abteilen zur exklusiven Nutzung wählen.

Während der gesamten Fahrt gibt es Unterhaltung und Verkostungen von Craft-Bieren, um die Reisenden bereits unterwegs in Oktoberfest-Stimmung zu bringen, wirbt der Anbieter auf seiner Internetseite.  Tickets sind ab 99 Euro (Einzelfahrt) über die Plattform „Railbook“ erhältlich.

Freie Brau Union – Lime Time

Im Jahr 1907 gründeten Wirte aus Bremen die Union Brauerei Bremen, die bis 1968 Bestand hatte. In diesem Jahr machte die Brauerei dicht. So blieb es bis zum Jahr 2015, als die Freie Brau Union Bremen öffnete, wenn auch in erheblich kleinerem Rahmen als die alte Union Brauerei. Jetzt steht vor mir das Lime Time, ein Witbier.

Golden und mit leichter Hefetrübung fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine schneeweiße gemischtporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma überrascht mich etwas. Es ist nicht so wuchtig-fruchtig wie viele andere Witbiere, auch wenn die Aromen von Zitrus und Ananas deutlich zu riechen sind. Dazu kommt der Duft von Biskuitteig und Koriander, die aber eher aus dem Hintergrund den Gesamteindruck abrunden.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße und eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt die Fruchtigkeit deutlich kräftiger zum Tragen als ich es aufgrund des Aromas erwartet habe. Begleitet wird sie durch eine gut abgestimmte Bittere. Ich würde mir lediglich etwas mehr den Geschmack des Korianders wünschen, aber das ist eine individuelle Vorliebe. Auch so lässt sich das Bier mit dem schlanken Körper sehr gut genießen. In der Kehle wird die Bittere noch einmal kräftiger, wo sie auch sehr lange nachklingt.

Das Lime Time ist ein wirklich leckeres Bier, das aus der Masse der Witbiere heraussticht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz (Pilsener Malz, Wiener Malz, Sauermalz), Hafermalz, Zitronengras, Hopfen (Citra, Mandarina Bavaria), Kaffir-Limetten-Blätter, Koriandersamen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Bittereinheiten:

25 IBU

Farbe:

10 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:         

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Union Brauerei Bremen GmbH
Theodorstraße 13
28219 Bremen
www.brauerei-bremen.de