Witbier ist ein belgischer Weizenbierstil, der traditionell mit Koriandersamen und Orangenschalen gewürzt wird. Es ist hell, naturtrüb, spritzig und lebt weniger von Hopfenbittere als von frischen, würzigen und zitrusartigen Aromen. Und genau hier setzt das Jan de Lichte der belgischen Brauerei De Glazen Toren an – allerdings nicht leise und zurückhaltend, sondern mit ordentlich Charakter.
Golden wie frisches trockenes Weizenstroh und mit einer kräftigen Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine feste schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.
In der Nase stehen frische Zitrusnoten im Mittelpunkt: Banane, Orange, und ein Hauch Zitrone. Abgerundet wird das Aroma durch die Würzigkeit des Korianders. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.
Der Antrunk überzeugt durch seine stiltypische Süße sowie die sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge zeigt sich, dass Süße, Säure und Bittere gut ausbalanciert sind. Auch jetzt stehen die fruchtigen Aromen im Mittelpunkt, während die würzigen Noten des Korianders und der Orangenzesten erst langsam zum Tragen kommen. Da die sieben Volumenprozent Alkohol gut eingearbeitet sind, ergibt sich ein samtiges Mundgefühl. In der Kehle wird das Bier trockener und die Bittere dominiert gemeinsam mit der Fruchtigkeit. Obwohl sie durchaus dezent bleiben, klingen sie sehr lange nach.
Jan de Lichte verbindet die typische Frische eines Witbiers mit der Intensität eines starken belgischen Ales. Ideal zu leichten Fischgerichten, Ziegenkäse oder einfach als Solist an einem warmen Abend, wenn man dem Glas gern etwas mehr Aufmerksamkeit schenkt.
Alkoholgehalt:
7,0 % Vol.
Farbe:
6 EBC
Brauerei:
Brouwerij de Glazen Toren
Glazentorenweg 11
9420 Erpe-Mere
Belgien
www.glazentoren.be




Das Ginger Ninja steht jetzt zur Verkostung an. Es stammt von der Brauerei Ale Mania aus Bonn und es handelt sich um ein Witbier, dem die Brauer noch Ingwer zugegeben haben.
Bei den meisten Fruchtbieren aus Belgien handelt es sich um Sauerbiere. Die Brauer in der Brasserie Lupulus sind beim Lupulus Fructus einen anderen Weg gegangen. Bei diesem Bier handelt es sich um ein Witbier, das mit Kirsch- und Himbeersaft gebraut wurde. Das ist doch mal etwas anderes.
Aus Montignies-sur-Roc in der Wallonie stammt das Blanche des Honnelles 1979, das als „Dubble Wit“ angeboten wird. Ein Dubble Wit bzw. Blanche Double habe ich vorher noch nicht gesehen. Dass die Brauerei noch angibt, dass das Bier dreifach vergoren ist, macht die Sache nicht einfacher. Eigentlich müsste es dann doch wohl als Triple Wit beworben werden.
Nach Angaben der Brauerei ist das
Das Blanche de Namur Hop’N Spice wird von der Brasserie du Bocq in Belgien gebraut. Es handelt sich dabei um ein Witbier, das mit Mozaïc-Hopfen und dem Zusatz von Ingwer gebraut wird.
Als Landwirtssohn, gelernter Fleischer und mit einer Ausbildung in Brauereitechnik in Kanada übernahm André Grolet den Bauernhof seiner Vorfahren und erzeugt hier sein eigenes Craft Beer unter eigener Marke. Im April 2016 erhielt sein Redoutable Triple brune die Goldmedaille im internationalen Wettbewerbe von Lyon, einen Monate später auch den Titel „Bestes wallonisches Dunkelbier“. Jetzt steht aber sein Witbier vor mir und wartet auf seine Verkostung.