Irgendwie ist es ja eine witzige Idee der Brauerei And Union, die Biere nach den Wochentagen zu benennen, auch wenn die Namen als solche nichts über den Inhalt der Flasche aussagen. Für den Mittwoch haben die Münchner ein Weizenbier kreiert, das jetzt bei mir auf seine Verkostung wartet. Versprochen ist die moderne Interpretation eines klassischen bayerischen Weißbiers.
Hell bernsteinfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feste Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt lange erhalten. Auch die agile Kohlensäure fällt mir ins Auge.
Wenn ich dem Aroma des Wednesday glauben darf, ist es der Brauerei gelungen, das Versprechen einer modernen Interpretation des Bierstils einzulösen. Düfte nach Biskuitteig, Banane, tropischen Früchten und Vanille steigen mir in die Nase. Damit macht das Bier mich neugierig auf den ersten Schluck, ohne dass der typische Eindruck eines Hefeweizens verloren gehen würde.
Der Antrunk ist durch eine angenehme Süße geprägt, zu der sich auf der Zunge noch eine leichte fruchtige Säure gesellt. Schnell lässt die Süße etwas nach und macht den sanften 20 Bittereinheiten Platz. Dabei ist das Mundgefühl voll und schwer. Im Abgang wird die Fruchtigkeit etwas kräftiger, aber sie klingt leider nur kurz nach.
Zutaten:
Wasser, Weizen, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen
Alkoholgehalt:
5,0 % Vol.
Bittereinheiten:
20 IBU
Empfohlene Genusstemperatur:
6° – 8° Celsius
Brauerei:
And Union GmbH
Lindwurmstr. 114
80337 München
www.andunion.com
Die Fjorde der Ostsee sind bekannt für ihre reichen Bernstein-Vorräte – was liegt da also näher, als ein bernsteinfarbenes Weizen „Fjord Wheat“ zu nennen? Genau dies dachten sich die Brauer der „Westindien Compagnie“ in Ihrer Manufaktur in Flensburg. Hier erschufen Sie ein Weizen für die „Dockyard 21“ Reihe aus dunklen und hellen Weizenmalzen und noch einigen weiteren Spezialmalzen und nannten es Fjord Wheat. Genau dieses Bier steht jetzt vor mir und wartet auf seine Verkostung.
Jedes Jahr am 6. Januar ist es soweit: im oberfränkischen Huppendorf wird der Winterweizen angestochen und er wird solange verkauft, bis der Sud weg ist. Dann heißt es wieder warten bis Heilige drei Könige. Aber das dürfte eigentlich kein größeres Problem darstellen, da die Brauer noch einige andere saisonale Bierspezialitäten im Angebot haben. Heute geht es aber um den Winterweizen, den ich jetzt öffne.





