Dass im Kloster Grimbergen wieder gebraut wird, habe ich bereits an anderer Stelle berichtet. Was mir damals allerdings noch nicht bewusst war, ist der Plan, nicht die Standardbiere im Kloster zu brauen, das wird weiterhin extern erledigt, sondern dass es sich bei der Brauerei um eine Mikrobrauerei handelt, in der besondere Biere hergestellt werden sollen. Die ersten drei Biere sind mittlerweile fertig und ich verkoste jetzt das Astrum, ein Pale Ale.
Astrum ist Latein und bedeutet Himmel oder Stern. Neben dem eher weniger spannenden flämischen Hopfen verwenden die Brauer für das Astrum den Galaxy-Hopfen aus Tasmanien, was vermutlich auch den Namen erklärt. Jetzt will ich aber feststellen, ob das Bier auch seinem Namen zur Ehre gereicht.
Intensiv golden und opalisierend mit einer durchschnittliche großen sahnigen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas.
Düfte nach Karamell steigen mir gemeinsam mit dem Duft nach Zitrusfrüchten, Stachelbeeren und Südfrüchten in die Nase. Abgerundet wird das Aroma durch einige blumige Noten.
Der Antrunk zeigt eine fruchtige Süße, die gut mit der passend dosierten Kohlensäure harmoniert. Auf der Zunge zeigt sich auch die gute Dosierung der Säure, dazu kommt ein leichtes Bitter, das an Grapefruitkerne erinnert. Dazu kommt der zarte biskuitartige Geschmack des Malzes, der für ein weiches und volles Mundgefühl sorgt. Im Abgang wird das Bier trockener und ein freundliches Bitter mit langem Nachklang übernimmt das Kommando.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Galaxy u.a.), Hefe
Alkoholgehalt:
6 % Vol.
Brauerei:
Grimbergen Abbey Brewery
Abdijstraat 20
1850 Grimbergen
Belgien
www.grimbergen.com
Es ist schon erstaunlich. Während andere Brauereien viel Mühe und wohl auch Geld einsetzen, um ihren Bieren ansprechende Namen zu geben und ihnen ein auffälliges Etikett zu spendieren, geht And Union einen anderen Weg, den des Minimalismus. Die Biere werden einfach nach Wochentagen benannt und noch weniger Design als die Etiketten ist kaum noch möglich. Gerade dadurch fallen die Flaschen im Bierregal dann auch auf. Genauso minimalistisch geht es dann auf dem Rückenetikett weiter. In Schwarz-Weiß werden die wichtigsten und vorgeschriebenen Infos gegeben und gut ist. So, jetzt habe ich mich aber lange genug mit der Flasche aufgehalten, kommen wir nun zum Bier.
Über die Brouwerij Pirlot im flandrischen Zandhoven liegen mir keine Informationen vor. Komme ich daher gleich zum Bier. Das Serafijn Heksemie ist ein Pale Ale mit immerhin 150 Bittereinheiten. Ob das was sein kann?
Aus Flandern stammt das Pale Ale mit dem merkwürdigen Namen, das jetzt vor mir steht. Eine Besonderheit ist, dass die Zutaten für das Bier aus biologischem Anbau stammen. Obwohl – das ist nicht wirklich überraschend, wenn wir uns die Geschichte dieses Biers ansehen: Der ökologische Caterer Dauranta wollte ein leichtes Bier zur Mittagszeit und Empfänge servieren. Jessenhofke braute diesen niedrig-alkoholischen Durstlöscher für das Unternehmen. Dafür verwendeten sie drei biologische Hopfensorten, die Joris Cambie aus Poperinge anbaut und die die Brauerei auch in anderen Bieren verwendet.




