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6. 10. 2023: Austrian Beer Challenge

Die Austrian Beer Challenge – Staatsmeisterschaft der Brauereien und Hausbrauer – entstand vor mittlerweile mehr als 15 Jahren. Die BierIG – Interessengemeinschaft der Bierkonsumenten, ein unabhängiger Verein und Ausrichter der Austrian Beer Challenge, war damals frisch gegründet und kämpfte bereits für die damals noch eher geringe Biervielfalt. Die Vereinsmitglieder, viele waren und sind Heimbrauer, kamen untereinander ins Gespräch und stellten fest, dass es in Österreich keine Möglichkeit gab, das selbst hergestellte Bier bewerten bzw. sensorisch analysieren zu lassen. Allen voran ist an dieser Stelle Martin Seidl zu nennen, der hier als treibende Kraft zur Umsetzung zu nennen ist. Schnell stand der Entschluss fest, selbst eine unabhängige Veranstaltung unter Schirmherrschaft der BierIG zu veranstalten. Interessanterweise wurde die Idee auf einem Mostfest geboren.

Die erste Staatsmeisterschaft wurde mit 48 Heimbrauerbieren veranstaltet. Von Jahr zu Jahr stieg die Anzahl an eingereichten Bieren und deren Qualität. 2021 wurden bereits 644 zur mittlerweile umbenannten Austrian Beer Challenge – Staatsmeisterschaft der Brauereien und Heimbrauer eingereicht. Wie aus dem neuen Namen ersichtlich ist, sind mittlerweile auch alle gewerblichen Brauereien zu dieser Staatsmeisterschaft zugelassen.

Die, für uns erfreuliche, permanent wachsende Anzahl an eingereichten Bieren bringt natürlich auch einen wachsenden organisatorischen Aufwand mit sich. Mittlerweile benötigen wir um die 75 geschulte Juroren welche die Biere in einer Vor- und Finalrunde bewerten sowie um die rund 30 freiwillige Mitarbeiter, die sich um das Wohlergehen der Juroren und vor Allem um das Wohl und die richtige Temperatur der Biere kümmern.

Der Wettbewerb findet im Casino Baden (bei Wien), Kaiser Franz-Ring 1, 2500 Baden, Österreich, statt.

4. 8. 2023: Internationaler Tag des Bieres

Das Bild zeigt eine fröhliche Runde von Männern und Frauen, die mit einem Bier anstoßen.

Der erste Freitag im August steht weltweit für Bierkultur. Freunde treffen und zusammen Bier trinken, Bierbrauer ehren und Biere aller Nationen feiern und damit die Welt zu vereinen – diese Ziele haben sich die Begründer des internationalen Feiertages des Bieres im Jahr 2007 auf die Fahnen geheftet. Auch für viele Österreicher ein Grund, unsere Bierkultur hochleben zu lassen. „In Österreich trifft eine lange Biergeschichte und unglaubliche Vielfalt auf eine hohe Innovationskraft – und auch das mit langer Tradition. Der österreichische Bierkulturbericht, der heuer zum 15. Mal aufgelegt wird, belegt jährlich aufs Neue den hohen Stellenwert und das gute Image der heimischen Bierkultur“, erläutert Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & ESG Sustainability bei der Brau Union Österreich.

Bierkulturbericht belegt ungebrochen hohen Stellenwert von Bier in Österreich

Die aktuelle Marktforschung zum noch unveröffentlichten Bierkulturbericht 2023 belegt: Der Stellenwert von Bier für die Getränkekultur in Österreich ist ungebrochen. Knapp 90 % der Österreicher bewerten Bier als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ für die österreichische Getränkekultur. Rund 60 Prozent der Befragten genießen den Gerstensaft regelmäßig, d.h. mindestens mehrmals pro Monat. Bier ist ein fixer Bestandteil vieler Situationen im alltäglichen Leben, erklärt Straka: „Bier gehört etwa für 43 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen zum Grillen, für 40 Prozent gehört es zu Feiern, auf Parties oder Feste. Auch im Jahreskreis hat Bier für viele eine feste Verankerung: Für gut ein Viertel der Befragten (27 Prozent) gehört es explizit zu Festen und Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten.“

Bierkulturbericht geht ins 15. Jahr: Studie begleitet Bierkultur am Weg in eine vielfältige Zukunft

Im Österreichischen Bierkulturbericht sind auf Basis einer repräsentativen Studie des Market Meinungsforschungsinstituts jährlich bierige Trends, Expertenmeinungen und ganz viel Genuss die Themen. Heuer ist ein Jubiläumsjahr: Die Kommunikationsabteilung der Brau Union Österreich gibt den 15. Bierkulturbericht heraus. Der Bericht ist in den vergangenen Jahren zu einer Pflichtlektüre für Entscheider aus den Bereichen Lebensmittelhandel und Gastronomie geworden, Bierinteressierte lesen ihn ebenso wie Stakeholder aus Politik, Wirtschaft und NGOs. Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & ESG Sustainability bei der Brau Union Österreich, erklärt: „Bier hat so viele Aspekte: Es ist Wirtschaftsfaktor und Genuss, Brauereien sind nachhaltige Vorreiter und durch die Nutzung österreichischen Rohstoffe auch quasi Landschaftspfleger. All das erzählen wir im jährlichen Bierkulturbericht, begleitet von Daten und Fakten aus der jährlichen, repräsentativen Studie. Und mit diesem Erfolgsmodell gehen wir heuer schon in das 15. Jahr.“

Das Bild wurde mir von der Österreichischen Bierunion zur Verfügung gestellt.

22. 7. 2023: Brews on Deck in Wien

Gleich zwei Bier-Events finden am Samstag, den 22. Juli, an Bord der MS Stadt Wien statt. Es handelt sich um jeweils eine Rundfahrt, die drei Stunden dauern und nicht nur von einem Disk-Jockey, sondern auch von umfangreichen Bierverkostungen begleitet werden. Aber im Einzelnen:

Um 11:00 Uhr beginnt das Boarding für die erste Rundfahrt, die unter dem Motto Budweiser Budvar and Friends steht, und um 12:00 Uhr beginnt die Rundfahrt. Für die musikalische Unterhaltung sorgt The Big Kaminsky und für das Bier sind folgende Brauereien dabei (die Biere stehen jeweils in Klammern hinter dem Namen der Brauerei):

  • Budweiser Budvar (Budvar 33, Original Lager, Dark Lager)
  • Budweiser Budvar & BRLO (OK, CZECH!)
  • Birra Baladin (24 Biere)
  • Schneider Weisse (Love Beer, Tap 5)

Gegen 15:00 Uhr legt die MS Stadt Wien wieder am Anleger Reichsbrücke an.

Das Ticket für diese Rundfahrt kostet 49,00 Euro; darin enthalten sind alle Bierproben sowie die Programme der DJs.

Um 17:00 Uhr beginnt dann das Boarding für die zweite Rundfahrt unter dem Motto BeerLovers Beer Boat, für die es um 18:00 Uhr „Leinen los“ heißt. Für die musikalische Untermalung sorgt dann SimOne, gegen den Durst kämpfen folgende Brauereien:

  • Beavertown Brewery (Gamma Ray)
  • Blakstoc (Quincy Jo & Hops Edition)
  • Brauhaus Gusswerk (Jakobsgold)
  • Bevog Brewery (Lola, Helles)
  • Brew Age (Don Marilllo No. 1)
  • BrewDog „Double Hazy)
  • Crew Republic (Drunken Sailor)
  • Founders Brewing Co. (KBS Espresso)
  • Mongozo Beers (Coconut)
  • Muttermilch Vienna Brewery (Wiener Bubi)
  • Põhjala Brewery (Orange Gose)
  • Thornbridge Brewery (Cocao Wonderland)

Das Ticket für diese Rundfahrt kostet EUR 69,00 und die Rundfahrt endet gegen 21:00 Uhr.

Die Rundfahrten finden bei jedem Wetter statt, da das Schiff über insgesamt drei Decks verfügt. Die Tickets erscheinen auf den ersten Blick zwar einigermaßen hochpreisig, aber immerhin sind darin auch viele Leistungen enthalten, so dass sich der Preis relativiert:

  • All-You-Can-Taste Bier und Getränke
  • Belgische Bio-Pommes
  • Schifffahrt entlang der Donau
  • »Brews on Deck«-Verkostungsglas
  • Live-DJ-Sets

Die Abfahrten sind am Anleger Reichsbrücke, Handelskai 265, 1020 Wien

23. 6. – 24. 6. 2023: Craft Beer Festival im Prater

Am kommenden Wochenende ist es wieder so weit, das Craft Beer Festival im Böhmischen Prater öffnet wieder seine Pforten. Acht Craft Beer-Brauer stellen ihre Erzeugnisse vor, musikalische Unterhaltung gibt es durch Bands und DJs. Und hier die Aussteller und Bands im Einzelnen:

Brauereien:

  • Schalken Brauerei, Wien
  • 6 beers brewing co., Breitenfurt
  • Schnauzer & Beagle Brewery, Wien
  • Saperlot, Kroatien
  • Vienna Kraft, Wien
  • Brewery 52, Traiskirchen
  • BRÄUHAUS TEN.FIFTY, Wien
  • Westwind Brauerei, Deutsch Jahndorf

Für die musikalische Unterhaltung sorgen:

Am Freitag:

  • DJ Lemar
  • FII
  • Aminata and the Astronauts

Und am Samstag:

  • Don Dom
  • Fid Mella
  • MaMi
  • Bernhard Pribitzer & Band

Eintritt:

Das ist etwas schwieriger. Alle Eintrittspreise haben gemeinsam, dass von jedem Ticket 8 Euro an die Volkshilfe Wien. Genau diese acht Euro kostet auch das günstigste Ticket. In diesem Preis ist aber keine Bierprobe enthalten, dafür müssen auf dem Gelände extra Jetons erworben werden. Die mittlere Preisstufe beträgt 20 Euro und enthält neben dem Zutritt auf das Gelände 15 Jetons. In der höchsten Preisstufe beträgt der Preis 39 Euro und umfasst eine Flatrate. Die hier genannten Preise sind die Vorverkaufspreise; vor Ort kostet der Eintritt jeweils zwei Euro mehr. Sie gelten wahlweise für den Freitag oder Samstag.

Raschhofer – Bad Santa XMS SPCL 2022

In jedem Jahr bringt der österreichische Bier-Versandhändler Kalea zusammen mit einer Brauerei aus dem Alpenland ein Weihnachtsbier mit dem Namen Bad Santa auf den Markt, das im Kalea-Adventskalender hinter dem 24. Türchen verborgen wird. Im Jahr 2022 hat es die Brauerei Raschhofer aus dem Inntalviertel getroffen. Da auch der Bierstil jährlich wechseln kann, war ich gespannt, welches Bier nun auf mich zukommt. Es wurde ein IPA. Auch wenn ich diesen Bierstil nicht wirklich als einen Bierstil für den Winter betrachte, bin ich doch neugierig und öffne die Flasche.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine weiße und feste voluminöse Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Düfte nach Karamell und Zitrusschale, nach Grapefruit und Ananas steigen mir in die Nase, abgerundet mit einem Hauch Waldhonig.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine ordentliche Malzsüße sowie eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes freundliches Bitter dazu. Jetzt scheint mir das Bier noch komplexer als in der Nase. Ich schmecke Biskuitteig und Karamell, dazu ein ganzer Obstsalat mit Noten nach Grapefruit, Ananas und Mango. Das Mundgefühl ist samtig und da das Bier auch nicht übermäßig bitter ist, hat es eine ungeheure Drinkability. Auch im Abgang wird das Bittere nicht zu kräftig; trotzdem klingt es sehr lange nach.

Selten habe ich ein so ausgewogenes und dabei doch charaktervolles IPA erlebt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Stammwürze:

13,7° Plato

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Brauerei Raschhofer
Braunauer Straße 12
4950 Altheim
Österreich
www.raschhoferbier.at/

Hofstetten – Hochland

Jetzt steht nach langer Zeit mal wieder ein Bier aus Österreich vor mir. Ich erwarte, dass dieses Bier etwas Besonderes ist. Die Brauer haben sich bereits bei der Auswahl der Rohstoffe viel Mühe gegeben. Hopfen und Malz stammen nicht nur aus dem Bioanbau, sondern sind auch aus der Region, dem Mühlviertel. Ob auch der Hochlandhonig aus dem Mühlviertel stammt entzieht sich meiner Kenntnis, aber selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, sind die Transportwege nicht allzu weit. So groß ist Österreich ja nicht.

Hell goldfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich voluminös und bleibt lange erhalten.

Honig und Malz sind die hervorstechenden Aromen dieses Biers.

Der Antrunk ist spritzig und weniger süß als ich es erwartet habe. Allerdings ist meine Erwartung auch von den süßen Mischgetränken geprägt, die so häufig auf Mittelaltermärkten angeboten werden und bei denen einfach ein Bier mit Met gemischt wird. Beim Hochland-Honigbier merke ich vom ersten Moment an, dass dies eine ganz andere Klasse ist. Auf der Zunge ist der Geschmack des Honigs präsent, ohne dass das Bier süß wird. Auch der Hopfen ist passend zum Honig dosiert, so dass das Bier sehr gut ausgewogen ist. Auf der Zunge kann ich auch blumige Noten feststellen und vor Allem ist der Alkohol gut eingeareitet, so dass er nicht hervorsticht. Der Abgang zeichnet sich durch ein mildes Bitter aus. Obwohl der Honiggeschmack jetzt im Vordergrund steht, ist das Bier trocken und der Geschmack klingt sehr lange nach.

Noch eine kleine Empfehlung zum Abschluss: das Bier sollte nicht zu kalt getrunken werden, da erst bei einer gewissen Wärme die Honigaromen voll zum Tragen kommen. Außerdem habe ich festgestellt, dass sich die Aromen beim Kontakt mit der Luft noch entwickeln.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Honig, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

14,5° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 12° Celsius

Brauerei:

Brauerei Hofstetten
Krammer GmbH & Co KG
Adsdorf 5
4113 Sankt Martin im Mühlkreis
Österreich
www.hofstetten.at

7. 10. 2022: ErnteTankFest in Wien-Ottakring

Frischer geht es kaum. Erstmals findet am 7. Oktober in der Ottakringer Brauerei das Ottakringer ErnteTankFest statt. Die Familienbrauerei lädt dabei alle Bierliebhaber ein, das beliebte Ottakringer Bier direkt aus dem Lagertank zu genießen. Die Veranstaltung beginnt ab 16 Uhr und der Eintritt ist kostenfrei.

Neben den Ottakringer Bierspezialitäten rundet ein buntes Programm das Fest ab: Food Trucks, BBQ, Modern Brass Music und geselliges Beisammensein am Brauerei-Vorplatz, bevor gegen 20 Uhr indoor in der hauseigenen Eventlocation „Alte Technik“ die Liveband SKOLKA sowie das anschließende DJ-Line-Up rund um KSOT/SOUNDSYSTEM für reichlich Stimmung bis in die Früh sorgen werden.

Mit dem neuen Eventformat zeichnet sich Ottakringer einmal mehr als lebendige Erlebnisbrauerei aus und bietet den Wienern ein neuartiges, bieriges Format für Genuss und Freude an.

Tankbier lebt von Frische, kurzen Wegen und ressourcenschonender Distribution. Als ein führender Gastronomie-Partner in Wien liefert Ottakringer sein Tankbier mittlerweile an über 30 Betriebe, die Nachfrage am Tankbier-Genuss steigt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ottakringerbrauerei.at.

Wann:

7. 10. 2022 ab 16:00 Uhr

Wo:

Ottakringer Brauerei
Ottakringer Platz 1
1160 Wien

Am 30. 9. 2022 ist Brausilvester und Tag des österreichischen Bieres

Bier ist ein Getränk mit Historie – geht die Geschichte des Gerstensaftes doch mehrere Jahrtausende zurück. Nicht zuletzt die Österreicher verbinden damit heute wie früher ein Stück Kultur – 86 Prozent der Österreicher bewerten Bier laut aktuellem, noch unveröffentlichten Bierkulturbericht als wichtig für die Getränkekultur in Österreich. Kein Wunder, dass auch knapp zwei Drittel der Österreicher (61%) regelmäßig, also mindestens mehrmals pro Monat, zu diesem Getränk greifen.

Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs und ESG Sustainability bei der Brau Union Österreich, erklärt: „Heutzutage ist Bier – in seiner ganzen Bandbreite an Sorten, zunehmend auch ohne Alkohol, ganzjährig nicht aus dem Alltag der Österreicher wegzudenken. Bis vor rund 180 Jahren gab es allerdings eine bierige Sommerpause: Bevor Anton Dreher das Lagerbier erfand und damit ausgehend von der Brauerei Schwechat eine bierige Revolution auslöste, konnte temperaturbedingt nur zwischen Ende September und Mitte April gebraut werden. Darauf gehen die Feierlichkeiten zum Brausilvester zurück – heute wird am 30. September auch der österreichische Tag des Bieres gefeiert.“

Brautradition und bierige Zukunft

Solange die Tradition des Bieres zurückgeht und so verdienstvoll sie ist, ist doch auch bereits der Weg in eine bierige Zukunft geebnet – die sich unter anderem durch Nachhaltigkeit auszeichnet. „Als größtes Brauereiunternehmen Österreichs ist sich die Brau Union Österreich ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung bewusst und ist bestrebt, eine nachhaltige Bierkultur zu schaffen. Dank unserer erfahrenen Braumeister sowie langjähriger Partner haben wir es in der Brau Union Österreich geschafft, bereits an drei Standorten CO2-neutral zu brauen und ausschließlich erneuerbare Energie zu verwenden: in der Brauerei Göss in Leoben, in der Brauerei Schladming und in der Vorarlberger Brauerei Fohrenburg. In Schwechat und Puntigam/Graz werden ganze Stadtteile mit der biogenen Abwärme aus der Bierproduktion beheizt. Ein weiteres innovatives Energieversorgungskonzept, das als Beispiel auch für andere Branchen dienen kann und soll“, erläutert Gabriela Maria Straka.

Wertschöpfung, Tradition und Regionalität im Bierglas

Straka: „Gut, dass es eine regionale Biervielfalt mit insgesamt über 1.000 Bieren im Land gibt. Diese verdanken wir einer hohen Brauereidichte. Die neun Brauereien der Brau Union Österreich sind im ganzen Land verteilt, um rund 2.700 regionale Arbeitsplätze zu schaffen und Wertschöpfung in Form von Investitionen in die Standorte und Steuern wie die Biersteuer in die Staatskasse zu spülen. All das, noch bevor die Österreicherinnen und Österreicher ihr Bier überhaupt genießen können. Zudem werden Dreiviertel des Beschaffungsvolumens, von Rohstoffen über Verpackungsmaterialien bis zu Dienstleistungen, direkt aus Österreich bezogen.“

Denn auch was die Rohstoffe angeht ist Bier ein traditionelles Lebensmittel: Hopfen und Gerste sind althergebrachte, wertvolle Rohstoffe, die in Österreich gedeihen und zu einem Gutteil in die österreichischen Bierspezialitäten wandern. Das ist mit ein Grund dafür, dass zu regionalen Bieren gegriffen wird: 63 Prozent der Österreicher sehen den Vorteil, dass regionale Biere auch mit regionalen Rohstoffen gebraut werden. Auch die Unterstützung der regionalen Wirtschaft und heimischen Bauern wird den regionalen Bierspezialitäten zugutegehalten (79%), ebenso wie die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen (78%) und die Umweltfreundlichkeit durch weniger Transportwege etc. (78%).

Aufgrund all dieser Argumente sagen 70 Prozent der Befragten in der Studie zum österreichischen Bierkulturbericht, dass sie regionales Bier sehr gern oder eher gern konsumieren, sogar 80 Prozent erachten es als wichtig für die heimische Bierkultur. Dies wurde durch die Corona-Pandemie sogar noch verstärkt: 34 Prozent der Landsleute geben an, bei Bier noch stärker als vor der Pandemie auf die regionale Herkunft zu achten.

Puntigamer wird mit dem steirischen PR-Panther ausgezeichnet

Ich muss zugeben, dass ich noch nie in Puntigam war und dass ich auch noch nie ein Bier von dort getrunken habe. Aber ich habe bereits häufiger mitbekommen, dass die dortige Brauerei große Anstrengungen unternimmt, um ihr Bier und die Bierkultur zu pflegen. Puntigamer ist offensichtlich ein starker regionaler Partner der Grazer Gastronomie und Tourismus. Anlässlich des 75-Jahr-Jubiläums des Zusammenschlusses der Brauerei Reininghaus am Steinfeld mit dem Braustandort in Graz-Puntigam im Jahr 1947 wurde 2022 ein Brauerei- und Biererlebnisprogramm mit über 50 touristischen Veranstaltungen gestartet, das neben dem Brauhandwerk die Verwendung von heimischen Rohstoffen sowie die Verbundenheit der Brauerei zur Stadt Graz und ihren Bürgern in einer abwechslungsreichen und geselligen Art und Weise vermittelt. Die Geschichte der „Brauer zu Puntigam“ wurde neu aufbereitet und zeitgemäß interpretiert. Dafür wurden die Veranstalter unter der Leitung von Markus Leingruber nun mit dem steirischen PR-Panther in der Kategorie Tourismus, Sport, Freizeit und Gesundheit ausgezeichnet. Die Preisträger wurden in einem öffentlichen Voting – 14.000 Stimmen wurden hier abgegeben – und anschließender Jury-Entscheidung bestimmt.

Erlebnistouren, BierkulTour, Feierabendrunden und Galobierer

Zahlreiche zielgruppengerechte Teilprojekte wie der Puntigamer „Galobierer“ (Publikumsfahrten mit den Brauereipferden), Oldtimerbusausflüge zum Thalersee, Grazer BierkulTOUR und Feierabendrunden im Lendviertel (Stadtführungen zu den Schwerpunktthemen Genuss und Kulinarik), Bierseminare und „Pop Up-Tastings“ sind die Basis für ein neues, breites Netzwerk zwischen Wirtschaft, Freizeit und Kultur. Was auch nach dem Jubiläumsjahr bleibt, sind neben bierigen Erinnerungen für die Teilnehmer die Stärkung steirischer Gastlichkeit, ein breites touristisches Angebot und die Erfolgsgeschichte der Grazer Bierkultur nachhaltig ein Stück weiterzuschreiben. Details zum Programm gibt es unter www.puntigamer.at.

Ottakringer räumt beim European Beer Star ab

Sterne beim European Beer Star 2022 funkeln für die Ottakringer Brauerei aus Wien in diesem Jahr in Gold, Silber und Bronze. Gold gibt es für das Ottakringer BrauWerk Double IPA Avalanche, das mit fruchtigem Geschmack und anhaltender Bittere überzeugt. Das Ottakringer BrauWerk Hellberry, mit beeriger Fruchtnote, erhielt Silber und der beliebte Klassiker Ottakringer Helles wurde mit Bronze ausgezeichnet. Die European Beer Stars 2022 wurden in diesem Jahr in München im Rahmen der drinktec verliehen. Insgesamt 2168 Biere aus 40 Ländern wetteiferten um einen der begehrten Awards.

Harald Mayer, Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei: „Nach unserem großartigen Erfolg bei den World Beer Awards mit elf ausgezeichneten Bieren, darunter das weltbeste Zwickl, freuen wir uns sehr, dass wir auch wieder beim European Beer Star zu den Gewinnern zählen. Mit Gold und Silber im Craft-Bier-Bereich zu glänzen, ergänzt um einen Stern für unseren Bestseller Ottakringer Helles, zeigt einmal mehr, dass unsere Biervielfalt bei einer Expertenjury und unseren Kundinnen und Kunden gleichermaßen großen Anklang findet. Mit mehr als 20 Biersorten bieten wir für jeden Geschmack das richtige Bier.“

Tobias Frank, Geschäftsführer und 1. Braumeister ergänzt: „Ein Medaillengewinn beim European Beer Star sorgt nicht nur für Ansehen in der internationalen Braubranche. Die Awards sind darüber hinaus eine schöne Bestätigung für die außerordentliche Arbeit, die unser Brauerei-Team tagtäglich leistet. Sie spiegeln unsere Sortenvielfalt wider und sind gleichzeitig Beweis unserer Braukompetenz.