Schlagwort-Archiv: Niederlande

Braxzz Porter

Braxx ist eine holländische Brauerei, die in Amsterdam an der malerischen Keizersgracht im Zentrum beheimatet ist. Sie ist im April 2018 mit drei alkoholfreien Bieren auf den Plan getreten, darunter auch dieses Porter. Ganz nebenbei bemerkt sind alle Biere aus dieser Brauerei alkoholfrei. Wenn eine Brauerei sich vollständig auf alkoholfreie Biere stützt, muss sie schon ein gutes Produkt anzubieten haben. Viele alkoholfreie Biere haben sowohl beim Geschmack als auch beim Mundgefühl Probleme. Es fehlt der Geschmacksträger Alkohol und das Wasser im Bier fühlt sich im Mund auch einfach anders an als Alkohol. Mal sehen, wie die Amsterdamer das in den Griff bekommen haben.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas und bildet dabei nur wenig gemischtporigen mittelbraunen Schaum, der sich schnell auflöst. Bei der Optik dieses Bieres ist also noch etwas Luft nach oben.

Das Aroma ist röstig mit Noten nach dunkler Schokolade. Dazu kommt ein leichtes Sauer.

Der Antrunk ist süß und ich stelle fest, dass das Bier nur wenig Kohlensäure enthält. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider. Röstnoten stehen im Mittelpunkt und verleihen dem Bier den Geschmack verbrannten Malzes. Dabei ist das Bier schlank, in keiner Weise so vollmundig wie ich es bei einem Porter erwarte. Insgesamt macht das Bier einen unausgewogenen Eindruck. Der Abgang zeichnet sich durch ein schwaches Bitter und den Geschmack der Röststoffe aus. Ein Nachklang ist kaum feststellbar.

Ein Blick auf die Zutatenliste zeigt, dass es sich wohl eher um eine zusammengemischte Limonade handelt, nicht um ein Bier. Eine Gärung hat vermutlich nie stattgefunden.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Kohlensäure, Natürliches Aroma, Zitronensäure, Pektin

Alkoholgehalt:

0,0 % Vol.

Brauerei:

Araxzz BV
Keizersgracht 391A
1016 EJ Amsterdam
Niederlande
www.braxzz.com

La Trappe – Witte Trappist

Die Abtei Koningshoeven liegt in Berkel-Enschot in der niederländischen Provinz Nordbrabant. Von dort kommt das Witte Trappist, das jetzt vor mir steht. Ein Blick auf die Zutatenliste auf dem Rückenetikett überrascht mich. Ich hätte eigentlich ein Witbier nach belgischem Vorbild erwartet, bei dem auch Koriandersamen und Bitterorangenschalen verbraut werden. Das ist bei diesem Bier nicht der Fall; im Grunde ist das Witte Trappist ein Weizenbier nach bayrischem Vorbild mit einer zweiten Gärung in der Flasche. Ob die Niederländer das können? Gleich werde ich es wissen.

In hellem Weizengelb und leicht hefetrüb mit einer sehr voluminösen Schaumkrone, die sehr standfest ist, strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die Optik ist schon mal makellos.

Das Aroma ist frisch und leicht säuerlich. Das Bananenaroma des Weizenmalzes mischt sich mit den Hopfenaromen nach Zitrusschale, Steinfrüchten sowie nach weißem Pfeffer und Gewürznelke.

Der Antrunk passt zum Aroma. Er ist frisch und durch die reichlich vorhandene Kohlensäure wirklich spritzig. Auf der Zunge breitet sich eine angenehme Fruchtigkeit aus, die sich mit dem Geschmack des Malzes mischt. Bitterstoffe sind nur gering vorhanden, wodurch das Bier nicht ganz rund ist. Gut gekühlt ist es aber ein angenehmes Sommerbier. Der Abgang ist mild und schlank, die Fruchtigkeit und das Bitter sind eher verhalten, klingen aber lange nach.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Glukosesirup, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Bittereinheiten:

14 IBU

Brauerei:

Bierbrouwerij de Koningshoeven
Eindhovenseweg 3
5056 RP, Berkel-Enschot
Niederlande
www.latrappetrappist.com

Tsingtao Wheat Beer

Wikipedia schreibt über die Tsingtao-Brauerei: „Die Brauerei wurde im Jahre 1903 von deutschen Siedlern als Germania-Brauerei in Kiautschou gegründet. Der Betrieb wurde auch während dem Ersten und Zweiten Weltkrieg bzw. unter japanischer Besetzung aufrechterhalten. Die Schreibweise Tsingtao ist eine Besonderheit, da die offizielle Umschreibung des Ortsnamens Qingdao lautet. Andererseits wurde auch der alte deutsche Ortsname nicht direkt übernommen, denn dieser lautete Tsingtau. 1949 wurde die Brauerei verstaatlicht und in den 1990ern wieder privatisiert. 1972 wurde Tsingtao in den US-amerikanischen Markt eingeführt und ist seitdem das am meisten verkaufte chinesische Bier in den USA. Am 15. Juli 1993 ging das Unternehmen in Hong Kong an die Börse. Weltweit wird Tsingtao in über 50 Staaten exportiert, damit liegt Tsingtaos Anteil des chinesischen Bierexports bei ca. 50 %. 2016 braute das Unternehmen rund 79,2 Millionen Hektoliter Bier in 62 eigenen Brauereien. Zwei weitere Brauereien werden als Joint-Venture betrieben. Der Marktanteil von Tsingtao in China liegt bei ca. 17 % (2019). Tsingtao ist die zweitgrößte Brauerei der Volksrepublik China und war im Jahre 2016 auf Platz 6 der größten Brauereien weltweit.“

Ein Blick auf das Rückenetikett lässt mich etwas stutzen. Tsingtao nennt das Bier zwar Weizenbier, ausweislich des Etiketts wurde Weizenmalz aber nur zu 6,4 % verwendet. Es ist schon erstaunlich.

Blassgold und leicht hefetrüb strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Der feinporige Schaum ist durchschnittlich ausgebildet, was für ein Weizenbier erstaunlich wenig ist. Auch die Haltbarkeit der Schaumkrone lässt zu wünschen übrig, denn bis auf einen kleinen Rest fällt sie recht flott in sich zusammen.

Das Aroma wird durch eine leichte Süße dominiert, unterstützt durch den Duft nach Trockenfrüchten, der sich mit dem Geruch des Alkohols in Richtung Rumtopf verbindet. Die für ein Weizenbier typischen Aromen nach Banane und Nelke bleiben im Hintergrund. Für ein dunkles Bockbier würde das Aroma durchaus in Ordnung gehen, aber zu der blassen Farbe passt es absolut nicht.

Als das Bier erstmals auf meine Zungenspitze trifft ist der Eindruck – nichtssagend. Die feinperlige Kohlensäure ist recht großzügig dosiert, ansonsten könnte ich fast Mineralwasser trinken. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt, kommt die Süße hervor, dazu erstmals die Fruchtigkeit überreifer Bananen, die schon fast an getrocknete Bananen erinnert. Trotzdem ist das Bier recht schlank. Im Abgang kommt kurz ein leichtes Bitter zum Vorschein, das nur sehr kurz nachklingt.

Dieses Bier ist für mich eine totale Enttäuschung.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz (6,4 %), Hefe, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Brauerei:

Wird nicht angegeben. Als Herkunft wird lediglich China genannt, außerdem der niederländische Importeur:

Asia Express Food
Kilbystraat 1
8263 CJ Kampen
Niederlande
www.asiaexpressfood.nl

Bird of Prey IPA

In der Nähe von Amsterdam liegt Haarlem, die Heimat der Brauerei Uiltje. Robbert Uyleman, der Inhaber dieser Brauerei ist bekannt für Biere, bei deren Herstellung viel Hopfen verwendet wurde und die einen markanten Namen tragen. In diesem Fall handelt es sich um ein IPA mit dem Namen Bird of Prey. Inspiriert wurde das Bier oder zumindest die Gestaltung des Etiketts durch die amerikanische Comicserie Birds of Prey (deutsch: Raubvögel). Das ist eigentlich auch naheliegend, wenn wir uns den Namen der Brauerei ansehen, Uiltje (deutsch: Eule).

Recht hell mit einem Stich ins orange und leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Darüber bildet sich eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist komplex und fruchtig. Düfte nach Grapefruit, Ananas, Honig und Vanille steigen mir in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist ebenfalls fruchtig, dabei auch recht süß. Für meinen Geschmack ist die Kohlensäure etwas zu knapp dosiert, aber es ist noch gut akzeptabel. Auf der Zunge bleibt die Fruchtigkeit erhalten und ein freundliches Bitter kommt dazu. Das Bier ist vollmundig und sehr gut trinkbar. Der Abgang ist erstaunlich mild. Das leichte Bitter klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Chinook, Glacier, Mosaic, Simcoe), Hefe

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Bittereinheiten:

50 IBU

Brauerei:

Uiltje Brewing Company B.V.
Bingerweg 25
2031 AZ Haarlem
Niederlande
www.uiltjebrewing.com

Texels Vuurbaak

Der Leuchtturm von Texel ist seit über 150 Jahren das Leuchtfeuer in den dunklen Nächten der beliebten Urlaubsinsel im Norden Hollands. Das Bier Texels Vuurbaak, das jetzt vor mir steht, soll eine Hommage an dieses Wahrzeichen von Texel sein. Ich bin mal gespannt, ob das Bier der Insel gerecht wird. Eigentlich bin ich zuversichtlich, denn bei der „Dutch Beer Challenge 2019“ wurde Texels Vuurbaak immerhin mit einem ehrenvollen dritten Platz geehrt.

Das Rubinrot des Biers gefällt mir schon mal gut. Dazu passt die elfenbeinfarbene Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Karamell und leicht nach dunkler Schokolade. Hopfennoten sind eher verhalten festzustellen. Da hätte ich durchaus etwas mehr Komplexität erwartet.

Der Antrunk ist recht süß, was durch die reichlich dosierte Kohlensäure ausgeglichen wird. Den Karamellgeschmack, den ich erwartet habe, kann ich leider nicht feststellen. Das Bier schmeckt eher nach dunkler Schokolade mit einem leichten Bitter. Das Mundgefühl ist rund und für ein Bier mit nur fünfeinhalb Volumenprozent Alkohol überraschend schwer. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes Bitter mit durchschnittlichem Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, geröstete Gerste, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

6° Celsius

Brauerei:

Texelse Bierbrouwerij BV.
Schilderweg 214b
1792 CK Oudeschild
Niederlande
www.texels.nl

Heineken eröffnet größte Brauerei Mexikos

Heineken hat in Mexiko eine neue Brauerei gebaut, die Maßstäbe setzen soll, und das in jeder Hinsicht: Über seine beeindruckenden Dimensionen hinaus soll das Werk vor allem unter dem Aspekt ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit ein echtes Vorbild sein.

Bereits 2006 wurde das Potenzial für den Start eines der wichtigsten Greenfield-Projekte in der Geschichte des mexikanischen Brauwesens wahrgenommen: Cervecería Cuauhtémoc Moctezuma wollte seine siebte Produktionsstätte in Meoqui im Bundesstaat Chihuahua im Norden des Landes errichten. Neun Jahre später wurden die Pläne durch Heineken México abgeschlossen, das die Brauerei zwischenzeitlich übernommen hatte.

Mit der Ansiedlung in Meoqui schließt Heineken eine geographische Lücke im Norden Mexikos. Der strategische Standort optimiert das Produktions- und Vertriebsnetzwerk des Unternehmens. Zudem verfügt die Region über eine gute Infrastruktur, bietet qualifizierte Mitarbeiter und eine lokale Regierung, die gezielt die wirtschaftliche Entwicklung fördert.

Größter Heineken-Standort weltweit

Mit einer Kapazität von 5 Millionen Hektolitern jährlich entstand auf der grünen Wiese die größte Produktionsstätte der Heineken-Gruppe weltweit. Zu den 500 in der Brauerei selbst neu geschaffenen Arbeitsplätzen kommen nach Angaben des Unternehmens noch etwa 1.500 indirekte Stellen hinzu. Das Areal ist so ausgelegt, dass mittelfristig sogar noch eine Ausweitung möglich ist. Welche überragende Bedeutung der mexikanische Markt für Heineken hat, zeigen einige Zahlen aus dem Jahr 2016: Die mexikanische Niederlassung trug einen Anteil von 16 Prozent zum Absatz, 12 Prozent zum Umsatz und 15 Prozent zum Gewinn der Niederländer bei – schon vor der Inbetriebnahme des neuen Werks. Und – noch wichtiger – im selben Zeitraum wuchs Heineken México nach Menge um 4, nach Wert um 8 und beim Profit sogar um stolze 16 Prozent. Vor diesem dynamischen und auch künftig äußerst erfolgversprechenden Hintergrund erstaunt es wenig, dass man sich entschloss, hier rund 400 Millionen Euro zu investieren – mehr als je zuvor.

Insgesamt sechs Produktionslinien umfasst das Vorzeigeprojekt, vier davon wurden durch KHS geliefert und in Betrieb genommen: Zwei Glaslinien für 355-Milliliter-Einwegflaschen, eine für 325-Milliliter Mehrwegflaschen – alle mit einer Leistung von jeweils bis zu 40.000 Flaschen pro Stunde – sowie eine weitere für bis zu 28.000 947-Milliliter- Einweg- beziehungsweise -Mehrwegflaschen pro Stunde. Das Maschinenprogramm umfasste nahezu das gesamte KHS-Sortiment: Von Reinigungsmaschinen über Füller, Etikettierer, Pasteure, Verpackungsmaschinen bis hin zu Palettierern.

Werksleiter Eusebio Reynoso Razo erklärt, was den Ausschlag für den Dortmunder Systemlieferanten gab: „Wir sind seit mehr als 40 Jahren miteinander im Geschäft. Da ist doch klar, dass wir uns ganz auf die sorgfältigen, bewährten und modernen Prozesse verlassen können, die KHS als erstklassiger Anlagen- und Maschinenbauer mit seinen hochqualifizierten Technikern auszeichnen.“ Vertrauen ist ein zentrales Kriterium, findet Reynoso: „Schließlich ist es eine echte Herausforderung, ein so großes Werk zu bauen. Um einen guten Start zu erzielen, wollten wir deshalb nur mit den Besten zusammenarbeiten.“

Für KHS ist Mexiko durchaus vertrautes Pflaster, steht doch seit 1992 in Zinacantepec eines seiner 11 eigenen Werke. „Bei Heineken México verfügen wir landesweit über eine Installed Base von rund 80 Maschinen“, sagt Mario Perez, bei KHS Mexico Sales Manager North Zone. „Dazu zählen vor allem Füller, Verpackungsmaschinen und Pasteure.“ Das allererste gemeinsame Projekt der beiden Unternehmen reicht zurück bis ins Jahr 1977: Dabei handelt es sich um eine Dosenlinie vom Typ VVF-120D. Sie steht in Monterrey im Nordosten des Landes und ist bis heute in Betrieb.

Zu den besonderen Herausforderungen in Meoqui zählte jedoch nicht in erster Linie die Leistungsfähigkeit der Anlagen, sondern zwei andere Aspekte: Flexibilität und Nachhaltigkeit.

Maximale Flexibilität

Hier werden zwei Biertypen, sechs Bierstile und 13 Marken produziert – neben Heineken unter anderem Tecate, Dos Equis und Indio. Angesichts dieses Sortiments, das in unterschiedliche Behälter verschiedener Größe abgefüllt wird, ergibt sich eine riesige Vielfalt an Stock Keeping Units (SKUs) und eine große Zahl an möglichen Kombinationen. Das erfordert möglichst kurze Umrüstzeiten bei den Formatwechseln und maximale Flexibilität in der Etikettierung. Hinzu kommt eine Besonderheit hinsichtlich der Sekundärverpackung: Anstelle von Plastikkästen kommen Mehrweg-Pappkartons mit je 12 oder 20 Flaschen zum Einsatz, deren Handling eine gewisse technische Herausforderung darstellt.

Auch an anderer Stelle war höchste Flexibilität gefragt: „Aufgrund von aktuellen Marktanforderungen waren wir gezwungen, die ursprünglich vereinbarte Reihenfolge der Inbetriebnahme der Linien entsprechend der am meisten benötigten SKUs zu ändern“, erinnert sich Werksleiter Reynoso. „Das bringt natürlich alle Beteiligten ins Schwitzen. Aber das KHS-Team hat unsere Situation verstanden. Trotz dieser Veränderungen hat die Zusammenarbeit mit der lokalen Crew großartig funktioniert und wir konnten den Prozess mit hervorragenden Ergebnissen abschließen.“

Schon in den ersten Monaten wurden auf den vier KHS-Linien mehr als 30 verschiedene SKUs verarbeitet und mehr als 1,2 Millionen Hektoliter in Glasflaschen abgefüllt und verpackt.

Insgesamt ist Reynoso mit dem Teamwork hochzufrieden: „Wir haben viele gemeinsame Erfolgserlebnisse erzielt – von der Installation über die Inbetriebnahme bis hin zu dem Moment, als die ersten gefüllten Produktpaletten auf den Transporteuren ausliefen. Die große Bereitschaft des KHS-Verantwortlichen vor Ort, etwas zu bewegen, seine Kooperation und die ausgezeichnete Kommunikation haben das Funktionieren des Teams sehr erleichtert.

Effektiver Ressourceneinsatz

Die zweite große Herausforderung betrifft die Nachhaltigkeit: Gemäß seiner Selbstverpflichtung ‚Brewing a better world‘ versteht Heineken México sich als Vorreiter. Entsprechend wurde das Werk in Meoqui nach den modernsten Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft errichtet – mit Fokus auf erneuerbare Energien und eine effiziente Nutzung von Wasser. Der Strom stammt aus erneuerbaren Quellen. In den Fenstern der Brauerei befinden sich beispielsweise Photovoltaikzellen, die alleine rund 12 Prozent der am gesamten Standort benötigten Elektrizität erzeugen – der Rest stammt aus Windkraft. Mittels Abwasseraufbereitung gelingt zudem die Versorgung sämtlicher Einrichtungen, Grünflächen sowie die Verwendung von Biogas in Kesseln. Erklärtes Ziel ist es, die Heineken-Brauerei mit dem weltweit geringsten Wasserverbrauch zu werden – bis 2020 will man in diesem Werk mit nur zwei Litern Wasser pro Liter Bier arbeiten.

Auch um dieses Ziel zu erreichen, hat man sich für die nachhaltigen Anlagen von KHS entschieden: Die Reinigungsmaschinen, die neben den Pasteuren generell zu den größten Wasserverbrauchern in einer Linie zählen, sind mit neuester Technologie gespickt, die sowohl die Wassermenge drastisch reduziert als auch den Energieverbrauch spürbar verringert. Auch am Füller bewirken neue Systeme zur Kühlung der Vakuumpumpen einen erheblich niedrigeren Wasserverbrauch – jährlich können hier pro Linie mehr als 300.000 Euro eingespart werden. Für Werksleiter Reynoso ist das natürlich ein entscheidender Aspekt: „Unter Nachhaltigkeit verstehen wir nicht nur unsere ökologische Verantwortung, sondern auch die ökonomische Ebene. Hier hat KHS gegenüber den Wettbewerbern mit den attraktivsten Gesamtbetriebskosten (TCO) gepunktet. Das erlaubt uns auch auf lange Sicht, die Linien nachhaltig zu betreiben.“

Qualifizierung vor Ort

Hilfreich ist dabei auch die einfache Bedienbarkeit der Anlagen für das Personal vor Ort. Dafür wurde frühzeitig mit der Auswahl und Qualifizierung der werkseigenen Mitarbeiter begonnen – mit tatkräftiger Unterstützung durch KHS: Um sicherzustellen, dass die Linien ordnungsgemäß laufen und eine gute Effizienz aufweisen, wurde das 40 Techniker umfassende lokale Wartungspersonal geschult und gecoacht – auch künftig eine wichtige Aufgabe.

Überhaupt hat Eusebio Reynoso Razo noch viel vor: „Künftig werden wir uns mit der Digitalisierung der Linie beschäftigen. Ziel ist es, verschiedene Prozessindikatoren korrelieren und vorhersagen zu können, um die Leistung zu steigern. Durch die weitere Optimierung von Materialien und Ressourcen werden wir unsere Abfüll- und Verpackungsprozesse noch effizienter gestalten können.“ Auf diesem Weg ist KHS auch in Zukunft ein geeigneter und zuverlässiger Partner.

Heineken und KHS sind weltweite Partner

Seit Jahrzehnten verbindet Heineken und KHS eine strategische Beziehung, wie eine Vielzahl an erfolgreichen Projekten eindrucksvoll belegt. „México nutzt unser gesamtes Produktportfolio“, erklärt Ramona Brenner, Global Key Account Manager bei KHS. Im Heineken Headquarter ist sie mit Ansprechpartnern aus allen Bereichen umfassend vernetzt – von R&D über Einkauf bis hin zum After-Sales-Bereich. „Man spürt, dass Heineken bei aller Größe immer noch ein Familienunternehmen ist: Es gibt immer eine Langzeitsicht auf Beziehungen, ein partnerschaftliches und faires Verhältnis.“ Neben Meoqui in Mexiko wurden innerhalb der letzten zweieinhalb Jahre unter anderem folgende größeren Linienprojekte für Heineken realisiert:

  • Port-au-Prince, Haiti: Mehrweg-Glaslinie (bis zu 40.000 Flaschen pro Stunde)
  • Ho-Chi-Minh-City, Vietnam: Mehrweg-Glaslinie (bis zu 54.000 Flaschen pro Stunde)
  • Vialonga, Portugal: Einweg-Glaslinie (bis zu 55.000 Flaschen pro Stunde)
  • Itu, Brasilien: Dosen-Linie (bis zu 120.000 Dosen pro Stunde)

21. 9. – 22. 9. 2018: Borefts Bier Festival 2018

Schade. Das Borefts Bier Festival ist in diesem Jahr bereits ausverkauft. Dabei wäre es eine so gute Gelegenheit, wieder einmal spontan in die Niederlande zu reisen. Eigentlich müsste ich über ein ausverkauftes Event ja nichts schreiben, aber dieser Artikel dient mir vielleicht im nächsten Jahr, mich früher darum zu kümmern, mir Tickets zu bestellen.

Die Tickets erscheinen zwar recht teuer, aber wenn wir uns das Lineup der Brauereien ansehen, relativiert sich der Preis. In diesem Jahr sind die folgenden Brauereien vertreten:

  • AF Brew – Russland
  • Alvinne – Belgien
  • Basquery – Spanien
  • Beerbliotek – Schweden
  • Borg Brugghus – Island
  • Cervejaria Dogma – Brasilien
  • Cervejaria Urbana – Brasilien
  • De Natte Gijt – Niederlande
  • DouGall’s – Spanien
  • Kees – Niederlande
  • Klostergården Håndbryggeri– Norwegen
  • La Pirata – Spanien
  • Monyo – Ungarn
  • Närke Kulturbryggeri – Schweden
  • North Brewing Co – England
  • Poch’s Cervesa Artisinale – Spanien
  • Pohjala – Estland
  • Reketye Brewing Co – Ungarn
  • Sori Brewing – Estland/Finland
  • Tommie Sjef Wild Ales – Niederlande
  • Trilha Cervejaria – Brasilien
  • Uiltje – Niederlande
  • Wylam – England
  • Zagorov – Russland

Witzig und ungewöhnlich finde ich auch einen Aufruf zur Fairness, den die Veranstalter formuliert haben. Sie erlauben es, auch Bier mit zur Veranstaltung zu bringen, wenn es dazu dient, dieses Bier Freunden vorzustellen, die man nur auf dem Festival trifft. Die Veranstalter bitten lediglich darum, die mitgebrachten Biermengen zu beschränken und nur so viel Bier mitzubringen, wie es zum Vorstellen erforderlich ist. Das finde ich fair.

Und wem die beiden Tage mit 24 Brauereien aus 12 Ländern nicht reichen, der hat am Sonntag noch die Möglichkeit, an Borefts After Festival in Rotterdam teilzunehmen. Nicht schlecht, oder?

Nähere Infos gibt es unter www.brouwerijdemolen.nl.

3. 8. – 4. 8. 2018: Bierfeest Ermelo

Wie in jedem Jahr findet am 1. Wochenende im August das Bierfest von Burg Bieren in den Niederlanden statt. Auch wenn dieses Bierfest bei uns in Deutschland nicht so bekannt ist, lohnt sich der Weg doch. Schließlich werden 35 niederländische Brauer vor Ort sein und ihre Biere vorstellen. Außerdem lohnt es sich, das Fest an beiden Tagen zu besuchen, da die Brauer wechseln.

FREITAG 3. AUGUST

von 15:00 BIS 22:00 UHR

Am ersten Tag der Burg Bieren Bierfeest gibt es mehr als 18 Brauereien auf unserem Festivalgelände mit eigenen Bierspezialitäten.

Neben den vielen leckeren Bieren gibt es am Freitag viel Aufmerksamkeit für kulinarische Genüsse! Viele lokale Restaurants bieten ihre schmackhaftesten Spezialitäten an. Die Kombination aus den holländischen Bieren und schönen lokalen Gerichten sorgt dafür, dass Sie diesen Abend nicht verpassen sollten!

SAMSTAG 4. AUGUST

von 12:00 BIS 20:00 UHR

Der Samstag steht für alle Bierliebhaber natürlich schon auf dem Programm! Letztes Jahr haben sich die Veranstalter selbst übertroffen, und das haben sie sich auch für dieses Jahr wieder vorgenommen. Mit einem größeren Festivalgelände und fast 40 Brauereien ist das möglich. Das bedeutet, dass Sie über 150 verschiedene Biere vom Fass genießen können! Auch ein Schwein am Spieß wird nicht fehlen, die Aale werden frisch geräuchert und mit guter Live-Musik wird es ein unvergesslicher Tag!

Gut zu wissen:

Um die Biere konsumieren zu können, kaufen Sie am Eingang ein Festglas sowie eine beliebige Anzahl Münzen, mit denen Sie die Biere bei den Brauern erwerben. KEIN FESTIVALGLAS, KEIN BIER.

Die Verbrauchermünzen können sowohl bei den Brauereien als auch in den Restaurants abgegeben werden. Wenn Sie auch am Freitagabend anwesend sind, können Sie Ihr Glas natürlich auch am Samstag verwenden.

Der Preis für das Festivalglas beträgt € 10,- inklusive 2 Münzen für das Auffüllen.

Separate Münzen je 2,50 €.

Und sollte das Wetter wider Erwarten nicht mitspielen, können Sie trotzdem kommen, denn ein Großteil des Geländes ist überdacht.

Location:

Burg Bieren Bierwinkel
Putterweg 45
Ermelo
Niederlande

21. 6. – 24. 6. 2018: Carnivale Brettanomyces #7 Amsterdam

Dieses beispiellose Bierfest geht nun bereits in sein siebtes Jahr. Dabei wird das gesamte Spektrum der wild gärenden Bierkultur abgedeckt. Es geht um Bier, Geschichte und Geschichten, Wissenschaft, das passende Essen, Diskussionen und um jede Menge Spaß. Mit dabei sind einige der besten Brauer und Besserwisser weltweit. Das Event findet an verschiedenen Orten in Amsterdam statt.

8. 6. – 9. 6. 2018: de 24uurs van Maastricht 2018

Der Bierverband PINT Region Süd-Limburg veranstaltet in Zusammenarbeit mit Brauerei Brand ein Bierfest: das 24-Stunden-Bierfest Maastricht 2018.

Am Freitag, den 8. und Samstag, den 9. Juni 2018, präsentieren mehr als 50 verschiedene Brauereien ihre Bierspezialitäten im D’n Hiemel, Helpoort und Faliezusterspark in der historischen Stadt Maastricht.

Das Festival bietet eine große Auswahl an Spezialbieren aus der Region, ergänzt durch verschiedene internationale Bierspezialitäten. Die jährliche Veranstaltung ist bereits seit 2013 eine Erfolgsstory, aber in diesem Jahr wollen die Veranstalter noch einen draufsatteln: Der Festivalort wird auf den zweiten Teil des Faliezustersparks in Maastricht erweitert, so dass ein größeres Angebot an Bieren präsentiert werden kann.

Durch verschiedene Essensstände wird auch für das leibliche Wohl gesorgt. Sowohl am Freitag als auch am Samstag bieten die Veranstalter Meisterkurse an und es gibt mehrere Bierrouten mit Text und Erklärung. Auch Bierwanderungen durch Maastricht, Führungen in der Bosch Brauerei in Maastricht und vieles mehr werden angeboten.

Genießen Sie die köstlichen Bierspezialitäten in D’n Hiemel, Helpoort und dem Faliezusterspark in Maastricht. Das Helpoort ist nicht nur das älteste Stadttor von Maastricht, sondern auch der Niederlande und stammt aus dem Jahr 1229. D’n Hiemel liegt direkt neben dem Helpoort! Der Faliezuster Park liegt in der Nähe von D’n Hiemel und wird 2018 weiter ausgebaut. Der Veranstaltungsort befindet sich im Stadtzentrum von Maastricht und ist am besten zu Fuß zu erreichen. Nur 10 Gehminuten vom NS-Bahnhof Maastricht entfernt sind Sie schon da. Es gibt genügend Parkplätze in der Nähe.

Der Eintritt beträgt 5,00 Euro. Im Eintritt sind 3,00 Euro Pfand für ein Degustationsglas enthalten. Getränkemünzen für die Degustation sind für je 2,50 € erhältlich.

Weitere Informationen über das Festival finden Sie unter https://www.pint.nl/zuid-limburg/bierfestival-de-24uurs-van-maastricht-2018