Schlagwort-Archiv: IPA

100 Watt – Euforie 3

Die Biere aus der Brauerei 100 Watt erkennen wir einfach an der stilisierten Glühbirne auf dem Etikett, die in diesem Fall in Rot gedruckt wurde.Nun steht mal wieder ein Bier aus der Brouwerij 100 Watt in Eindhoven vor mir. Da ich derzeit etliche Biere von dort bei mir stehen habe, halte ich es durchaus für angemessen, auch die Brauerei einmal vorzustellen. Oder nein, lassen wir doch einfach die Brauer sprechen:

„Aus Eindhoven, der Stadt des Lichts! Im Herzen des Centrum aan de Dommel wird all diese Schönheit von einem unübertroffenen Brauteam erdacht und umgesetzt, das sich keine Pause gönnt, um die tollsten Dinge zu erfinden. Unsere Tanks sind nie leer und werden ständig aufgefüllt, wie eine nicht enden wollende Playlist mit unglaublich leckerer und abwechslungsreicher Musik. Das schwingt buchstäblich aus der Pfanne! Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, sonst sterben unsere Brauer an der Einheitswurst, brauen wir oft, worauf wir Lust haben. Wir haben uns alle etwas einfallen lassen, womit wir das Land bombardieren, erziehen oder einfach ein Bedürfnis befriedigen wollen, meist das eigene. Kein knackig-bitteres Bier zu finden? Wir brauen es. Keine Lust mehr auf zuckerhaltiges, überteuertes Gebäck? Dann gehen wir zum besseren Konditor für einen Kuchen zum Mittagessen. Echte Aromen in Ihrem Bier? Wir schon, aber nur mit 100% natürlichen Zutaten. Reinheitsgebot? Ein überholtes Konzept, aber gegen ein gut gebrautes Wiener Lager ist nichts einzuwenden. Die Bereicherung Ihrer Welt beginnt mit der Bereicherung Ihres Biergeschmacks, dann kommt der Rest.“

Orangefarben und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Obwohl die voluminöse Schaumkrone grobporig ist, bleibt sie doch sehr lange erhalten.

Das Bier duftet frisch nach Zitrusfrüchten, Ananas, Karamell und Mango, abgerundet durch das Aroma der Hefe.

Trotz der kräftigen Fruchtaromen des Hopfens kommt beim Antrunk auch eine angenehme Malzsüße zum Tragen, die zusammen mit der feinperligen und doch kräftigen Kohlensäure für eine angenehme Frische sorgt. Auf der Zunge gesellt sich eine fruchtige Bittere zu den Südfruchtaromen. Das Mundgefühl ist weich. Im Abgang wird die Bittere kräftiger und das Bier wird trocken. Dieser Geschmack klingt sehr lange nach.

Zum Euforie 3 kann ich mir gut eine Muschelmalzeit oder einen Meeresfrüchtesalat vorstellen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale, Maris Otter, Carapils, Bisquit), Gerstenflocken, Hopfen (Premiant, Hallertau Blanc, Belma, Talus), Hefe

Alkoholgehalt:

6,2 % Vol.

Bittereinheiten:

63 IBU

Farbe:

12 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

100 Watt Brewery BV
Bleekweg 1
5611 CZ Eindhoven
Niederlande
www.100watt.nl

100 Watt – Zwarte Bliksem

Nun steht das Zwarte Bliksem vor mir, ein Black IPA aus der Brauerei 100 Watt im niederländischen Eindhoven. Da ich über die Brauerei bereits alles geschrieben habe, öffne ich sofort die Flasche und beginne mit der Verkostung.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine voluminöse feste und haselnussbraune Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Düfte nach Grapefruit und Ananas verbinden sich mit einem dunklen Schokoladenaroma und steigen mir in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge zeigt sich, dass sich die Bittere für ein IPA recht zurückhaltend verhält. Die Aromen nach dunkler Schokolade, nach Kaffee und tropischen Früchten stehen im Mittelpunkt und sorgen für ein weiches und volles Mundgefühl. In der Kehle werden Schokolade und Bittere noch kräftiger und sie klingen sehr lange nach.

Das Zwarte Bliksem ist ein einfach zu trinkenden und dabei doch komplexes IPA, das trotz der vielen Aromen nicht überhopft ist. Einfach gut.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Maris Otter, Münchner, CaraCrstral, Röstmalz), Hopfen (Dentennial, Amarillo, Cascade), Hefe

Alkoholgehalt:

7,3 % Vol.

Bittereinheiten:

55 IBU

Farbe:

55 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

4° – 6° Celsius

Brauerei:

100 Watt Brewery BV
Bleekweg 1
5611 CZ Eindhoven
Niederlande
www.100watt.nl

Hanscraft – 7 Haze a Week

Die Zahl Sieben nimmt in vielen Mythologien und Märchen eine besondere Rolle ein. Sie gilt als magisch und ist allgegenwärtig. Da stehen die Protagonisten vor sieben Aufgaben, es gibt die sieben Weltwunder der Antike, die Juden haben ihren siebenarmigen Leuchter, die Christen kennen sieben Todsünden, Schneewittchen zog es zu den sieben Zwergen und nun gibt es von Hanscraft das Bier z Haze a Week, das, wenig verwunderlich, mit sieben Hopfensorten gebraut wurde und das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Golden und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist gemischtporig und fällt leider recht flott in sich zusammen.

Das Aroma gefällt mir schon deutlich besser. Düfte nachAnanas, Zitrusfrüchten, Mango und Papaya steigt mir in die Nase. Aus dem Hintergrund meldet sich auch die Hefe. Neben der Fruchtigkeit fällt mir auch die Süße des Aromas auf.

So ist auch der Antrunk wie erwartet süß und fruchtig, dabei auch spritzig und frisch. Auf der Zunge steht die Fruchtigkeit im Mittelpunkt. Dazu kommt eine passende freundliche Bittere, die für ein volles und weiches Mundgefühl sorgt. In der Kehle lässt die Fruchtigkeit nach und die Bittere übernimmt das Kommando. Obwohl sie für ein IPA recht mild ist, klingt der Geschmack doch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hafermalz, Hopfen (Bru 1, Cashmere, Cascade, Comet, Saphir, Simcoe, Mosaic), Hefe

Alkoholgehalt:

6,2 % Vol.

Stammwürze:

16° Plato

Bittereinheiten:

20 IBU

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

HansCraft & CO.
Inh. Christian Hans Iocca
Landingstr. 24
63739 Aschaffenburg
www.hc-co.de

für

Die Bierothek® Bamberg
Untere Königstraße 1
96052 Bamberg
www.bierothek.de

100 Watt – Back By Hop Demand

Das gelb und weiß gestreifte Etikett Zeigt eine stilisierte Glühbirne und darunter auf einem Banner den Namen des Bieres.Die Stadsbrouwerij Eindhoven existiert seit 2012 im Zentrum von Eindhoven. Die Brauerei befindet sich in den Räumlichkeiten der Schellens-Fabrik und ist mit einer großen und modernen Brauanlage ausgestattet, um ausreichend viele Biere für den eigenen Verkostungsraum und für verschiedene Gastronomiebetriebe in Eindhoven zu brauen. Das Ziel der Brauerei ist es, die Biere aus Eindhoven so in den Eindhovener Gaststättenbetrieb zu bringen, genau wie es früher der Fall war. Und mit der Liste der Biere im Sortiment kann ich mir durchaus vorstellen, dass sie dieses Ziel erreichen. Heute steht aus Hop Demand vor mir, ein Double IPA.

Golden und mit starker Hefetrübung steht das Bier vor mir. Darüber prangt eine sehr voluminöse feste Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Das Bier ist fast zu schön um echt zu sein.

Düfte nach Zitrusfrüchten und anderen gelben Früchten steigen mir in die Nase, nach Biskuitteig, Pinie und Banane. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine wunderbare Spritzigkeit aus. Auf der Zunge kommt ein freundliches Bitter in den Vordergrund. Die Fruchtigkeit ist zurückhaltender als ich es aufgrund des Aromas erwartet habe. Obwohl die Bittere in der Kehle nicht allzu kräftig ist, klingt sie doch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner, Mild Ale), Weizenflocken, Roggenflocken, Hopfen (Sabro, Idaho 7), Hefe

Alkoholgehalt:

7,8 % Vol.

Stammwürze:

18,1° Plato

Bittereinheiten:

40 IBU

Farbe:

11 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

100 Watt Brewery BV
Bleekweg 1
5611 CZ Eindhoven
Niederlande
www.100watt.nl

Stads Brouwerij 013 – Lumunus

Auf dem Etikett, das in roter Farbe gehalten ist, ist die Zeichnung des Gebäudes der Brauerei abgebildet.Die Stads Brouwerij 013 in Tilburg an der Südspitze der Niederlande gelegen wurde im November 2017 gegründet. Seit 2015 betreiben die Initiatoren die Eindhoven City Brewery und das dazugehörige Café 100 Watt. Am 23. Oktober 2023 war es dann schon wieder vorbei. Die Stadsbrouwerij 013 musste Insolvenz anmelden. Der Verkostungsraum war bankrott, aber die Biermarke soll weiter existieren. Ich habe noch eine Flasche Lumulus, ein IPA, bekommen können und werde sie jetzt verkosten. Es dürfte ein würdiger Abgesang auf die Brauerei sein, denn bei der Brussels Beer Challenge 2020 wurde das Bier mit der Silbermedaille ausgezeichnet, genau wie bei den World Beer Awards 2021, wo dieses Bier ebenfalls mit der Silbermedaille als das zweitbeste Bier der Niederlande ausgezeichnet wurde.

Orangefarben und kräftig hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die weiße Schaumkrone ist nur klein und sie fällt auch schnell in sich zusammen.

Das Aroma gefällt mir schon deutlich besser. Ich rieche Orange, Zitronenschalen und Biskuitteig. Das macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine ordentliche Malzsüße sowie reichlich Kohlensäure aus. Auf der Zunge steht eine kräftige und fruchtige Bittere im Mittelpunkt, die für ein samtiges und fast cremiges Mundgefühl sorgt. Die Bittere ist auch in der Kehle dominant, wo sie lange nachklingt.

Ich weiß nicht, welche Brauerei die Marke übernimmt, hoffe aber, dass diese Brauerei die Qualität des Bieres halten kann.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Maisflocken, Zucker, Hopfen, Orangenschalen, Kräuter, Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Bittereinheiten:

37 IBU

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Stadsbrouwerij 013 B.V.
Piushaven 1
5017 Tilburg
Niederlande
www.stadsbrouwerij013.nl

De Dochter van de Korenaar – Crime Passionnel

Das schlicht gehaltene gelbe Etikett enthält neben den erforderlichen Angaben nur das Logo der Brauerei als grafisches Element.Jetzt steht mal wieder ein Bier aus der Brauerei De Dochter van de Korenaar vor mir. Über die Brauerei habe ich bereits an verschiedenen Stellen geschrieben, aber der Ort Baarle-Hertog, in dem die Brauerei beheimatet ist, weist eine kuriose Besonderheit auf: Es handelt sich um eine Exklave Belgiens, die vollständig von niederländischem Staatsgebiet umschlossen ist. Mehr noch: Laut Wikipedia besteht Baarle-Hertog aus insgesamt 24 separaten Landstücken. Abgesehen vom Hauptgebiet Zondereigen nördlich der belgischen Gemeinde Merksplas befinden sich 20 belgische Exklaven innerhalb der niederländischen Hauptgrenzen und drei andere Gebiete dicht an der niederländisch-belgischen Grenze. Innerhalb der belgischen Exklaven liegen wiederum sieben niederländische Enklaven, davon sechs im größten belgischen Gebiet und eine siebte im zweitgrößten. Eine achte niederländische Enklave liegt in Zondereigen. Das klingt bereits kurios, ist aber noch steigerungsfähig: die Staatsgrenze verläuft nicht nur durch die Stadt, sondern sogar durch einige Gebäude und mitten durch einige Zimmer innerhalb der Gebäude. Sie wünschen sich noch eine Steigerung des Kuriosen? Kein Problem. Hier ist sie: Früher legten die niederländischen Gesetze eine frühere Schließung der Gaststätten fest als die belgischen Gesetze. Somit mussten die Gäste, die zur niederländischen Polizeistunde noch nicht genug getrunken hatten, den Tisch wechseln, kamen damit nach Belgien und durften weitertrinken. Wahnsinn. Jetzt ist es aber an der Zeit, das Crime Passionnel, ein Weizen-IPA, zu öffnen und mit der Verkostung zu beginnen.

Bernsteinfarben und mit kräftiger Hefetrübung fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine feinporige weiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an diesem Bier schon mal nichts zu mäkeln.

Düfte nach Zitrusfrüchten, nach Zitronenschalen und Aprikosen, nach Karamell, Waldhonig und Ananas steigen mir in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine erfrischende Spritzigkeit aus. Auf der Zunge dominieren die Aromen nach Karamell und Banane, aber auch die anderen Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe, kommen zu ihrem Recht. Begleitet werden sie durch ein gut darauf abgestimmtes Bitter. Das Mundgefühl ist weich bis samtig. Im Abgang wird das Bier etwas trockener, die Bittere wird durch den Geschmack nach Lakritz begleitet und klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (First Gold, Aurora, Saphir, Bramling Cross, Chinook, Cascade, Nelson Sauvin, Citra, Simcoe), Hefe

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Bittereinheiten:

50 IBU

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

De Dochter von de Korenaar
Oordeelstraat 3B
2387 Baarle-Hertog
Belgien
www.dedochtervandekorenaar.be

Maisel & Friends – Artbier #5

Das Flaschenetikett wird durch eine Grinsekatze dominiert, die durch fröhliche Blumen begleitet wird.Einmal im Jahr bringt die Bayreuther Brauerei Maisel & Friends einen Sondersud auf den Markt, dessen Etikett von einem Street Art-Künstler gestaltet wurde. In diesem Jahr ist bereits die fünfte Ausgabe des Artbier erschienen. Diesmal wurde das Etikett von Stefan Thelen entworfen, besser bekannt als Super A. Aber zumindest für mich ist das Bier wichtiger als das Design des Etiketts, also öffne ich sofort die Flasche und schenke mir das Bier ein.

Hellgolden und mit kräftiger Hefetrübung fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine schneeweiße feinorige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Bereits beim Einschenken duftet das Bier nach einem Fruchtsalat aus Südfrüchten. Ich rieche Zitrone, Ananas, Orange, Waldhonig, Zitrusschalen, Pfirsich und Banane. Abgerundet wird das Aroma durch den Duft der Hefe. Ja, so muss ein Hazy IPA riechen.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine für ein IPA überraschende Süße sowie eine darauf abgestimmte Karbonisierung aus. Wie erwartet steht auf der Zunge die Fruchtigkeit im Vordergrund, zu der sich jetzt ein freundliches Bitter gesellt, was zu einem einem weichen und samtigen Mundgefühl führt. Der Abgang ist überraschend mild. Trotzdem klingt die Bittere einige Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Callista, Amarillo, Galaxy, Cascade, Idaho 7, Citra), Hefe

Alkoholgehalt:

6,7 % Vol.

Stammwürze:

16,90° Plato

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

De Dochter van de Korenaar – Extase

Das braune Etikett enthält vom Logo der Brauerei abgesehen nur die Angaben, die der Konsument für den Erwerb des Bieres benötigt.Über die Brauerei De Dochter van de Korenaar im flandrischen Baarle-Hertog habe ich bereits an anderer Stelle alles geschrieben. Damit kann ich jetzt sofort zum Bier übergehen, das jetzt vor mir steht. Es handelt sich um das Extase, ein Imperial IPA mit satten 110 Bittereinheiten, das mit 14 unterschiedlichen Hopfensorten gebraut wurde. Na, da bin ich aber mal gespannt.

Orangefarben und mit kräftiger Hefetrübung fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine sehr voluminöse feste Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier einen richtig guten Eindruck; es sollte lediglich vorsichtig eingeschenkt werden.

Das Aroma ist sehr hopfenbetont und fruchtig. Trotz der hohen Bitterkeit kommt aber auch die Süße des Malzes zu ihrem Recht, wenn auch nur aus dem Hintergrund. Bei 14 Hopfensorten drängt sich keine Fruchtigkeit mehr in den Vordergrund, sondern das Bier duftet wie ein ganzer Obstsalat. Dazu kommt der Duft nach Pinie. Abgerundet ist das Aroma durch grasige und blumige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine überraschende Malzsüße sowie eine angenehme Karbonisierung aus. Auf der Zunge steht die kräftige und dabei freundliche Bittere im Mittelpunkt, die gut auf die Süße abgestimmt ist. Das Mundgefühl ist weich und voll. In der Kehle lässt die Bittere noch einmal ihre Muskeln spielen und jetzt wird sie auch etwas kratzig. Aber diese leichte Kratzigkeit bildet einen angenehmen Kontrast zum weichen Mundgefühl. Der Geschmack klingt ewig lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Cascade, Millenium, Simcoe, Chinook, Cluster, Columbus, Centennial, Summit, Crystal, Bramling Cross, Aurora, Styrian Goldings, Perlé, Saaz), Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Bittereinheiten:

110 IBU

Farbe:

12 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Brouwerij De Dochter van de Korenaar
Oordeelstraat 3
2387 Baarle-Hertog
Belgien
www.dedochtervandekorenaar.be

De Dochter van de Korenaar – Belle-Fleur

Im flämischen Baarle Hertog ist die kleine Brauerei De Dochter van de Korenaar beheimatet. Sie ist bekannt dafür, nur ein einziges Ziel zu verfolgen – einfach nur das beste Bier zu brauen. Dabei bleibt die Brauerei nicht auf den eingefahrenen Straßen, sondern sie geht ständig neue Wege, um Grenzen auszuloten und zu überschreiten. Der Erfolg gibt den Brauern recht. Diese Meinung vertrete nicht nur ich, auch bei diversen Bierwettbewerben wird die Brauerei immer wieder ausgezeichnet, so dass kaum ein Jahr vergeht, in dem sie keine neuen Medaillen erhält. Das ist auch der Grund, weshalb ich mich auf diese Verkostung freue. Ich will auch nicht länger warten und öffne jetzt die Flasche.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet es eine durchschnittlich große schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Das Bier duftet nach Zitrusfrüchten, besonders nach Orangen. Abgerundet wird das Aroma durch Noten, die an Harz und Waldhonig erinnern. Dabei ist das Aroma ausgesprochen frisch.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge steht ein freundliches aromatisches Bitter im Mittelpunkt, das die Fruchtigkeit des Belle-Fleur in den Hintergrund treten lässt. Im Abgang wird das Bier trockener und die Bittere klingt in der Kehle sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

65 IBU

Brauerei:

De Dochter van de Korenaar
Pastoor de Katerstraat 24
2387 Baarle Hertog
Belgien
www.dedochtervandekorenaar.be

Maisel & Friends – Hopfenreiter #8

Wie in jedem Jahr zeigt das Etikett des Hopfenreiters einen aus Hopfendolden gebildeten Menschen, halt den Hopfenreiter.Die Idee zum Hopfenreiter wurde 2016 geboren. Seitdem startet er jedes Jahr seinen Ritt durch den Doldenwald. Die Idee hinter dem Hopfenreiter ist, dass die Rezeptur immer gleichbleibt. Lediglich die Hopfensorten ändern sich. Immer andere Brauer aus aller Welt steuern eine spannende Hopfensorte bei, wodurch das mittlerweile zur Legende gewordene Bier immer anders riecht und schmeckt. Schon Wochen vorher fiebert die Beer Community auf das Double-IPA hin.

Im Juli 2023 war es wieder so weit: fünf Brauereien besuchten Maisel & Friends in Bayreuth, brachten ihren Hopfen mit und brauten gemeinsam das Double-IPA, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet. Folgende Brauereien waren dabei:

  • Mücke (Essen): Sorachi Ace
  • Unverhopft (Berlin): Motueka
  • Brique House Brewery (Lille, Frankreich): Elixir
  • Lervig (Stavanger, Norwegen): Nelson Sauvin
  • Sori Brewing (Tallinn, Estland): Cashmere
  • Maisel & Friends mit freundlicher Unterstützung von BarthHaas

Orangefarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine durchschnittlich große feste und weiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier wirklich was her.

Düfte nach Grapefruit und Zitronenschale, nach Karamell und Gewürzen, nach Melone und gelben Früchten steigen mir in die Nase. Aus dem Hintergrund kommt noch ein leichtes Pinienaroma dazu. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk offenbart eine überraschend kräftige Süße und er besticht durch eine sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge steht die Fruchtigkeit im Vordergrund und eine dazu passende kräftige Bittere kommt dazu. Die Süße des Malzes wird dabei in den Hintergrund gedrängt, bleibt aber präsent. Die immerhin 8,5 Volumenprozent Alkohol sind gut eingearbeitet und nicht zu schmecken, aber sie unterstützen die anderen Aromen hervorragend. Dazu kommt noch ein cremige bis samtige Mundgefühl. In der Kehle lässt die Süße weiter nach und Fruchtigkeit sowie Bittere übernehmen vollständig das Kommando. Dieser Geschmack klingt auch sehr lange nach.

Eigentlich ist es wie jedes Jahr – wenn der Hopfenreiter kommt kann ich mich auf ein Bier mit einer komplexen Palette an Aromen freuen und der Hopfenreiter hat mich noch nie enttäuscht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Sorachi Ace, Motueka, Elixir, Nelson Sauvin, Cashmere) Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Stammwürze:

18,6° Plato

Bittereinheiten:

70 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com