Schlagwort-Archiv: Großbritannien

Marston’s – 13 Guns

Auch wenn das Bier, das jetzt vor mir steht, aus Großbritannien stammt, soll der Name an die 13 Gründerstaaten der USA erinnern, also an Virginia, New Hampshire, Rhode Island, Massachusetts, Maryland, Connecticut, North Carolina, South Carolina, Delaware, New Yersey, New York, Pennsylvania und Georgia. So verwundert es auch nicht, dass für dieses Bier sieben Hopfensorten und sechs Malze verwendet wurden. Das lässt mich dann doch neugierig werden.

Braun und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist klein und löst sich schnell auf. An der Optik könnte die Brauerei durchaus noch Verbesserungen planen.

Das Aroma gefällt mir schon besser. Düfte nach Karamell, Zitrusschalen, Ananas und Lakritz steigen mir in die Nase.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge steht ein kräftiges Bitter im Vordergrund, das die Fruchtigkeit in den Hintergrund drängt und den Geschmack des Malzes beinahe überdeckt. Trotzdem ist das Mundgefühl voll und weich. Im Abgang wird das Bier trockener und die bitteren Noten klingen sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale, Crystal, Dark Crystal, Cara, Munich), Roggenmalz, Hopfen (Columbus, Chinook, Cascade, Citra, Centennial, Amarillo, Topaz), Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Bittereinheiten:

46 IBU

Farbe:

28 EBC

Brauerei:

Carlsberg Marston’s Brewing Co. Ltd.
Wolverhapton
WV14JT
Großbritannien
www.marstonsbrewery.co.uk

BrewDog – Kiez Keule

Um die Eröffnung ihres neuen Brauereistandortes standesgemäß zu feiern, haben es sich die Brauer von Brewdog nicht nehmen lassen, gleich drei Festbiere zu brauen. Die Besucher des Fests und die Fans der Brauerei konnten unter diesen drei Prototypen abstimmen und haben Kiez Keule zum Sieger gewählt.

Bei der Kiez Keule handelt es sich um ein dryhopped Dortmunder Export mit 5,8% Alkoholgehalt und einer Tradition, die weit zurückreicht. Ursprünglich wurde das Bier – wer hätte es gedacht – für den Export gebraut. Um den Freunden Dortmunder Biere auch fernab der Stadtgrenzen Dortmunds ein frisches, gutes Produkt bieten zu können, haben die ortsansässigen Brauer beschlossen, ihrem Bier eine Extraportion Alkohol zu verpassen. Ergebnis war ein Bier, das nicht nur hochprozentiger sondern auch haltbarer und geschmacksintensiver war. In der Tat wurde es so beliebt, dass es bald nicht mehr nur für den Export, sondern auch für den Verkauf in der Stadt gebraut wurde.

Bernsteinfarben und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist feinporig, aber klein und fällt schnell in sich zusammen. Schade. Von der Optik hätte ich mir mehr versprochen.

Düfte nach Zitrusfrüchten und Kandis steigen mir in die Nase, zusammen mit dem Duft hellen Malzes.

Der Antrunk kann mit einer zurückhaltenden Süße und einer feinperligen Kohlensäure überzeugen. Auf der Zunge kommt ein leichtes passendes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist rund und lässt sich durchaus mit „edel“ beschreiben. Im Abgang dominiert zunächst eine leichte fruchtige Säure, die dann durch ein ebenfalls leichtes und freundliches Bitter abgelöst wird, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Stammwürze:

13 ° Plato

Bittereinheiten:

32 IBU

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

BREWDOG PLC
Balmacassie Industrial Estate
Ellon, AB41
8BX Aberdeenshire
Großbritannien
www.brewdog.com

BrewDog – Dead Pony Club

Kürzlich hat BrewDog bekanntgegeben, dass das Unternehmen zukünftig mit der Warsteiner Gruppe gemeinsam die Gastronomie beliefern werde. Aufgrund dieser Partnerschaft können wir erwarten, dass die Biere von BrewDog bald auch in vielen Gaststätten von Warsteiner angeboten werden und damit auf dem Markt deutlich präsenter sind. Grund genug für mich, mir einige Biere von BrewDog vorzunehmen und sie hier vorzustellen. Heute beginne ich mit dem Dead Pony Club, einem Pale Ale, das mit amerikanischem Aromahopfen aufgewertet wurde.

Kupferfarben und leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich voluminöse Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. An der Optik des Dead Pony Club gibt es nichts zu mäkeln.

Bereits während des Einschenkens steigen mir Zitrusdüfte in die Nase. Am Hopfen haben die Brauer in Ellon wirklich nicht gespart. Aber erst nachdem das Bier im Glas ist, kann ich die gesamte Aromenvielfalt genießen. Düfte nach Zitrone, Grapefruit, Pinie und Vanille steigen mir in die Nase, das Ganze umrahmt durch den Karamellduft des Malzes.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich ein freundliches Bitter zur Karamellsüße. Dass sich die fruchtigen Aromen nicht so richtig auf der Zunge widerspiegeln liegt vermutlich daran, dass das Bier, das jetzt vor mir steht, sich kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum befindet. Trotzdem kann ich das Bier nach wie vor genießen. Besonders gefällt mir das weiche und dabei doch recht schlanke Mundgefühl. Auch der Abgang ist schlank, wobei auch hier das freundliche Bitter die Kehle erfreut. Leider klingt der Geschmack nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Spring Blend, Cara, Crystal Malz), Hopfen (Simcoe, Citra, HBC(, Hefe

Alkoholgehalt:

3,8 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

BrewDog PLC
Balmacassie Industrial Estate
AB41 8BX Ellon
Aberdeenshire
Großbritannien
www.brewdog.com

Green King – Rocking Rudolph

Was wäre Weihnachten ohne Rudolph, das Rentier mit der roten Nase? Das hat sich auch die Green King im englischen Suffolk gedacht und kreiert bereits seit mehreren Jahren zu Weihnachten ein Christmas Ale mit Namen Rocking Rudolph. Mit lediglich 4,2 Volumenprozent Alkohol gehört es zu den leichteren Bieren seiner Art. Auffällig ist die nicht eingefärbte Flasche, was mich besonders bei einem Bier mit einer zweiten Gärung in der Flasche verwundert. Schließlich sind das Biere, die sich noch weiterentwickeln und die daher besonders vor Licht geschützt werden sollten. Na ja, dann will ich die Flasche mal öffnen und den Inhalt verkosten.

Leuchtend rot wie Rudolphs Nase in diversen Weihnachtsschnulzen präsentiert sich das Bier im Glas. Die kleine elfenbeinfarbene Schaumkrone fällt schnell in sich zusammen.

Rote Johannisbeeren sind das erste Aroma, das mir in die Nase steigt. Dazu kommt die gesamte Bandbreite an Karamellaromen, abgerundet durch einen Hauch gerösteter Haselnüsse. Obwohl das Bier nur 4,2 Volumenprozent Alkohol enthält, kommt dessen Geruch ebenfalls deutlich zum Tragen.

Süß und nach Rosinen schmeckend – das ist der erste Eindruck, den das Bier auf der Zunge hinterlässt. Dazu kommt eine feinperlige und trotzdem kräftige Kohlensäure. Auf der Zunge kommen die Bitterstoffe in den Vordergrund und verbinden sich mit den fruchtigen Aromen. Das Mundgefühl ist weich, aber schlank. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und das Bitter kommt mit einem sehr langen Nachklang zum Tragen.

Sicherlich hat dieses Bier seine Liebhaber, aber ich gehörte nicht wirklich dazu.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale, Crystal Malz), Hopfen (Challenger, Target, Pilgrim, First Gold, Bramling Cross, Tettnanger), Hefe

Alkoholgehalt:

4,2 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Greene King plc Westgate Brewery
Westgate Street Abbot House
IP33 1QT Bury St. Edmunds
Großbritannien
www.greenekingbrewery.co.uk

Brewdog – Punk AF

Über die schottische Brauerei Brewdog habe ich bereits mehrfach geschrieben, beispielsweise hier. Da mir keine neuen Infos über die Brauerei vorliegen, komme ich direkt zum Bier Punk AF, das jetzt vor mir steht. AF steht für „alkoholfrei“, und das Bier ist ein IPA.

Golden und opalisierend präsentiert sic das Bier im Glas. Die größtenteils feinporige Schaumkrone ist eher klein, bleibt aber lange erhalten.

Das Bier duftet nach Orangenschale, Honig, Vanille und Pfirsich, wobei die süßen Töne deutlich überwiegen.

Der Antrunk ist frisch und weist nur eine leichte Süße auf. Dafür ist die Karbonisierung kräftig. Auf der Zunge gesellt sich ein ordentliches Bitter zur Süße. Dazu spiegeln sich die Aromen auf der Zunge wider. Das Punk IPA gefällt mir recht gut, aber trotzdem ist das Mundgefühl nicht ganz vollmundig. Der Abgang zeichnet sich durch ein freundliches Bitter mit einem mittellangen Nachklang aus.

Das Punk IPA gehört eindeutig zu den besseren alkoholfreien Bieren, auch wenn es, wie bei den meisten alkoholfreien Bieren im Mundgefühl noch Luft nach oben gibt. Aber eventuell ist für das Füllen dieser Lücke dann doch der Alkohol erforderlich.

Zutaten:

Wasser, Laktose, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Hafermalz, Weizenmalz, Milchsäure

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

BrewDog plc
Balmacassle Commercial Park
Ellon
AB41 8BX
Großbritannien
www.brewdog.com

für

BrewDog GmbH
Im Marienpark 23
12107 Berlin

Double Hop Monster IPA

Die Brauerei Greene King wurde 1799 von Benjamin Greene gegründet. Durch viele Übernahmen wurde seit der Jahrtausendwende daraus die größte britische Brauereigruppe. Von den übernommenen Brauereien ist nur noch die Belhaven-Brauerei in Betrieb, die anderen wurden geschlossen.

In einer wunderbaren Bernsteinfarbe präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große feinporige Schaumkrone fällt anfangs schnell in sich zusammen, aber ein Rest bleibt lange erhalten.

Das Aroma ist ungewöhnlich, aber ansprechend. Düfte nach Zitrusfrüchten und Orangenschalen, nach tropischen Früchten und Waldhonig steigen mir in die Nase.

Der Antrunk offenbart überraschend viel Süße sowie eine feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes Bitter dazu. Obwohl das Bier für ein IPA überraschend wenig Fruchtigkeit aufweist, sorgt es doch für ein ausgewogenes und leichtes Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter kräftiger und es klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Cascade, Chinook, Columbus, Styrian Goldings, Williamette), Hefe

Alkoholgehalt:

7,2 % Vol.

Bittereinheiten:

100 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 12° Celsius

Brauerei:

Greene King Brewery
Westgate ST
Bury ST. Edmunds
Sufflok IP33 1QT
Großbritannien
www.greeneking.co.uk

Belhaven – Scottish Oat Stout

Die Belhaven Brewery wurde im Jahr 1719 gegründet. Von dort stammt das Stout, das jetzt vor mir steht. Es ist eines der Biere dieser Brauerei, die am Längsten gebraut werden und die sich auch am Besten verkaufen. Eigentlich dürfte bei diesem Bier ja nicht schieflaufen.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine mittelbraune sahnige Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzbetont mit Düften nach Mokka, dunkler Schokolade, Karamell und Vanille, aber auch der Alkohol steigt mir leicht in die Nase.

Der Amtriml ist frisch mit reichlich Kohlensäure. Dazu kommt eine kräftige Süße, die gut zur cremigen und seidigen Textur des Bieres passt. Auf der Zunge kommt der Geschmack nach Mokka in den Vordergrund, begleitet durch Noten dunkler Schokolade, Rosinen, Kirschen und Lakritz. Das Mundgefühl ist voll, weich und rund. Im Abgang dominiert der Geschmack nach Espresso mit einem langen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7 % Vol.

Stammwürze:

17° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Belhaven Brewery
Brewery Lane
EH42 1PE Dunbar
Großbritannien
www.belhaven.co.uk

Brewdog – Kiez Keule

Um die Eröffnung ihres neuen Brauereistandortes in Berlin-Mariendorf standesgemäß zu feiern, haben es sich die Brauer von Brewdog nicht nehmen lassen, gleich mehrere Testbiere zu brauen. Die Besucher des Fests und die Fans der Brauerei konnten unter diesen Prototypen abstimmen und haben Kiez Keule zum Sieger gewählt.

Kiez Keule ist ein dryhopped Dortmunder Export mit 5,8% Alkoholgehalt und einer Tradition, die weit zurückreicht. Ursprünglich wurde das Bier – wer hätte es gedacht – für den Export gebraut. Um den Freunden Dortmunder Biere auch fernab der Stadtgrenzen Dortmunds ein frisches, gutes Produkt bieten zu können, haben die ortsansässigen Brauer beschlossen, ihrem Bier eine Extraportion Alkohol zu verpassen. Ergebnis war ein Bier, das nicht nur hochprozentiger sondern auch haltbarer und geschmacksintensiver war. In der Tat war es so lecker, dass es bald nicht mehr nur zu Exportzwecken sondern auch für den Verkauf in der Stadt gebraut wurde. Jetzt will ich einmal überprüfen, wie die Berliner diesen Bierstil interpretiert haben.

Golden wie die untergehende Sonne läuft das Bier ins Glas. Die durchschnittlich große feinporige Schaumkrone bleibt lange erhalten. Die Optik gefällt mir schon mal.

Im Aroma mischen sich würzige Noten mit Zitrusfrüchten, grünem Apfel und Südfrüchten.

Der Antrunk ist überraschend süß, dabei aber durch die reichlich vorhandene Kohlensäure frisch.Auf der Zunge dominieren die würzigen Noten, die Aromen spiegeln sich wider. Das Mundgefühl ist voll und rund. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes freundliches Bitter mit einem mittleren Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Simco, Cascade, Attanum, Chinook), Hefe

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Stammwürze:

13° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

BrewDog plc
Balmcassie Industial Estate
Balmcassie Crive
AB418BX
Ellon
Großbritannien

für

BrewDog GmbH
Im Marienpark 23
12107 Berlin
www.brewdog.com

Samuel Smith – Winter Welcome Ale

Auch aus dem Vereinten Königreich kommen saisonale Biere, die für den Winter stärker eingebraut werden. Das Winter Welcome Ale, das jetzt vor mir steht, stammte von Samuel Smith, Yourshires ältester Brauerei. Außerdem wurde das Bier so häufig ausgezeichnet, dass ich es mir erspare, die Preise hier alle aufzuzählen. Ich gehe einfach davon aus, dass es sich um ein tolles Bier handelt, das ich jetzt verkosten werde.

Bernsteinfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone fällt recht klein aus, aber sie bleibt sehr lange erhalten. Damit geht die Optik schon mal in Ordnung.

Das Aroma macht es bereits klar: ich habe jetzt ein wirklich süßes Bier vor mir. Düfte nach Trockenfrüchten wie Rosinen und Feigen steigen mir in die Nase, dazu einige blumige Noten.

Der Antrunk erfüllt meine Erwartungen an die Süße. Dabei sorgt aber die Kohlensäure für die erforderliche Frische. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen nach den Trockenfrüchten wider, das Bitter des Hopfens ist nur sehr dezent feststellbar. Dafür schmecken die sechs Volumenprozent Alkohol durch. Trotzdem ist das Mundgefühl weich und rund. Auch der Abgang wird durch die Trockenfrüchte dominiert, wobei das Bitter etwas kräftiger wird und lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (East Kent Golding, Fuggles), Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % vol.

Bittereinheiten:

32 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Eine Adresse konnte ich nicht feststellen, aber hier ist die URL von Samuels: www.samuelsmithsbrewery.co.uk.

Batemans – Rosey Nosey

Im November 1998 braute Batemans sein erstes Weihnachtsbier. Rosey Nosey wurde damals sofort ein Hit bei den Kunden im gesamten United Kingdom, und das Gesicht des Weihnachtsmanns erscheint weiterhin jedes Jahr zu Weihnachten auf diesem Bier, so auch in diesem Jahr.

Rubinrot präsentiert sich das Bier im Glas und der hellbraune feinporige Schaum bleibt lange erhalten. So stelle ich mir ein Weihnachtsbier vor.

Düfte nach Trockenpflaumen und Rosinen steigen mir in die Nase, dazu der Duft nach Sirup, der an Lebkuchen erinnert. Abgerundet wird das süßliche Aroma durch einige Röststoffe, die nach dunkler Schokolade duften.

Der Antrunk ist weniger süß als ich es erwartet hätte. Außerdem fällt die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure auf. Auf der Zunge bleibt die leichte Süße erhalten und der Geschmack nach Espresso gesellt sich dazu. Die Fruchtigkeit des Aromas fehlt mir aber. Dafür ist das Mundgefühl voll und weich. Der Abgang ist durch ein leichtes und freundliches Bitter dominiert, das lange nachklingt.

Insgesamt ist das Bier nicht schlecht, aber es ist kein typisches Weihnachtsbier. Dafür fehlen ihm die Süße, die Stärke und die Fruchtigkeit.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Golding, Challenger), Hefe

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Stammwürze:

13,3° Plato

Brauerei:

Batemans
Salem Bridge Brewery
Mill Lane
Wainfleet
Lincolnshire, PE24 4JE
www.bateman.co.uk