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Hopfenrundfahrt August 2024

Am 28. 8. 2024 fand die Hopfenrundfahrt des Deutschen Hopfenwirtschaftsverbands e.V. statt. Auf dieser Veranstaltung hielt Pascal Piroué, Vorsitzender Deutscher Hopfenwirtschaftsverband e.V, die folgende Rede:

Geopolitische Großwetterlage und seine Auswirkung auf den globalen Bierkonsum

Am 1. Juli 2024 zählten die Vereinten Nationen (UN) 8,16 Milliarden Menschen auf der Erde. Damit hat sich die Zahl der Einwohner seit Mitte der siebziger Jahre verdoppelt – der Bierkonsum ist leider nicht proportional mitgewachsen.

Nach Jahrzehnten des Friedens rücken geopolitische Spannungen wieder stärker in den Fokus. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, der Nahost-Konflikt sowie die Blockbildung zwischen den USA und China führen dies vor Augen.

Diese geopolitischen Umbrüche und Spannungen führen unübersehbar zu Gefahren für Handelskonflikte mit entsprechenden Auswirkungen auf Wertschöpfungs- und Lieferketten.

Restriktive geldpolitische Ausrichtungen, eine Entspannung bei Energiepreisen und Lieferketten haben erfreulicherweise den Rückgang der Gesamtinflation in den meisten Volkswirtschaften im Jahr 2023 begünstigt. Auch der Auftrieb bei den Lebensmittelpreisen ging in den meisten Ländern zurück, nachdem gute Ernten bei wichtigen Grundnahrungsmitteln wie Weizen und Mais die Preise von den Höchstständen, die nach Beginn des Krieges in der Ukraine erreicht worden waren, sinken ließen.

So war die jährliche Inflation in allen aufstrebenden Volkswirtschaften im Allgemeinen rückläufig, mit Ausnahme von Argentinien und der Türkei, wo sie bis zuletzt weiter angestiegen ist. In China ist die Inflation weiterhin sehr niedrig und lag zuletzt bei 0,3 %.

Diese sich auf die Kaufkraft positiv auswirkende Entwicklung hat jedoch auf den globalen Bierkonsum nicht den gewünschten Effekt gehabt. Das Braujahr 2023 schließt mit einem Minus von rd. 1,5 % ab und auch das erste Halbjahr 2024 lässt keine Erholung erwarten. Die von der Brauindustrie erwartete Rückkehr auf das Vor[1]Pandemie Niveau trat vor allem bei Bierkonsum in Restaurants und Gaststätten nicht ein – hier liegt der globale Konsum kaufkraftgetrieben immer noch deutlich unter dem Wert von 2019.

Die gute Nachricht: Alkoholfreies Bier hat global zwar noch einen bescheidenen Anteil von rd. 4,5 %, birgt aber großes Potential für weitere Steigerungsraten.

Die Ausgangslage des Hopfenmarkts vor der Ernte 2024

Im Wesentlichen lässt sich die aktuelle Lage am Hopfenmarkt wie folgt beschreiben: Im Laufe des Jahres 2023 wurde klar, dass die Erwartungen an einer Rückkehr auf das Vor-Pandemie Niveau von 2019 in weite Ferne rücken. Aufgrund anhaltenden Kostendrucks haben die Brauereien, allen voran internationalen Konzerne,notwendige Preiserhöhungen durchgesetzt, was in Kombination einer inflationsbedingen Schwächung der Kaufkraft weltweit zu Konsumzurückhaltung führte. Ziele zur Reduzierung des globalen Alkoholkonsums, wie das der WHO, den Alkoholkonsum bis zum Jahr 2030 um 20 Prozent im Vergleich zu 2010 zu senken, stehen der Rückkehr des Bierkonsums auf ein früheres, höheres Niveau, entgegen.

In der Folge konnte die mit 118.000 Tonnen als normal zu bezeichnende Welternte 2023 in vielen Anbaugebieten bis heute nicht vollständig vermarktet werden. Besonders sind hiervon klassische Aromasorten betroffen, von denen einige Mengenbis dato keine Abnehmer finden.

Diese Marktsituation hat einmal mehr gezeigt, dass sich das Marktgeschehen seit einigen Jahren von der tatsächlichen Versorgungslage abgekoppelt hat. Ausgehend von der Einschätzung der Brauindustrie, dass sie zu ihrem früheren Niveau zurückkehren wird, hat sie Terminkontrakte und Spothopfen bis zur Ernte 2022 abgeschlossen, für die es kaum eine Nachfrage gibt. Dadurch stauen sich in den Kühlhäusern der Vermarkter nicht abgenommene Mengen an Hopfenprodukten aus früheren Ernten.

Das belastet die Liquidität, führt zu hohen Zinsbelastungen entlang der Wertschöpfungskette und zu Engpässen in den Kühllägern. Hier müssen Brauer und Vermarkter mit Nachdruck Lösungen für überfällige Auslieferungen finden.

Die gute Nachricht: Die Deckung des Bedarfs an Hopfen für das Braujahr 2024 ist gesichert.

Ernteerwartungen 2024

Wie erwartet hat sich die Anbaufläche für die Ernte 2024 weiter reduziert und ist mit rund 56.000 Hektar auf dem Stand wie zuletzt in der Ernte 2016.

Wie auch im letzten Jahr sind für diese signifikanten Flächenstilllegungen nahezu alleinig die US-Anbaugebiete der Pazifik-Nordwest Region verantwortlich. Per Saldo wurden in diesen Anbauregionen zur Ernte 2024 rund knapp 3.950 Hektar aus der Produktion genommen. Zusätzlich wurden rund 200 Hektar in anderen Bundesstaaten gerodet, so dass insgesamt ein Minus von 4.150 Hektar auf den Zähler steht. Die Anbauflächen von Aroma- und Dual Purpose Sorten in der Region Pacific Nordwest erfuhren mit rund -3.650 Hektar die größte Reduzierung. Weitere 300 Hektar an Hochalphasorten gingen ebenso aus dem Boden. Eine vergleichbar drastische Flächenreduzierung hat es zuletzt im Jahre 2000 gegeben.

Der Rückgang der Bierproduktion, der primär durch die Covid-Pandemie und der darauf einsetzenden Inflation hervorgerufen wurde und besonders das Craftbier[1]Segment beeinträchtigte, hat weitreichende Auswirkungen auf die US[1]Hopfenwirtschaft, sind doch alle Investitionen in die massive Anbauflächenerweiterung der 2010er Jahre noch nicht getilgt. Aufgrund der Wechselkursparität ist die Rückeroberung des Marktanteils an Hochalphasorten für die US-Hopfenerzeuger schwierig.

Die Anbaufläche in Europa bleibt mit -460 Hektar (-1,5 %) relativ stabil. Von den in Europa angebauten 31.782 Hektar entfallen auf Deutschland mit einer Fläche von 20.289 Hektar ein Anteil von 64 %. Die Hochalpha-Sorten Herkules, Titan und Polaris erfahren einen Zuwachs, während Aromasorten wie Perle und Tradition an Fläche verlieren.

An den weiteren Stellen folgen mit 4.852 Hektar die Anbaugebiete in Tschechien (nahezu unverändert gegenüber 2023), Slowenien mit 1.657 Hektar und Polen 1.590 Hektar, deren Anbaugebiete seine Flächen um 8 % reduzierten.

Kurzfristige Marktaussichten:

Aufgrund des anhaltend schwachen Biermarktes und der prognostizierten Ernteergebnisse werden mit der Ernte 2024 mit geschätzt 116.265 Tonnen (-1,6 % gegenüber der Ernte 2023) für das Braujahr 2025 in einigen Sorten Überschüsse an Alphasäure produziert, die in Gänze kaum vermarktbar sein und deren Spotnotierungen sehr niedrig ausfallen werden.

Der stockende Abfluss an bereits kontrahierten Mengen aus den Vorernten lässt auf eine äußerst schwache Nachfrage schließen.

Dies betrifft insbesondere die klassischen Aromahopfen wie Perle und Tradition, die Craftbier-nahen Neuzüchtungen wie Mandarina Bavaria sowie eine Reihe von Randsorten.

Die Gruppe der Feinaromasorten wie Saazer, Spalter oder Tettnanger Hopfen erscheinen aufgrund der zu erwartenden Ernteergebnisse gut versorgt.

Bei den Hochalphasorten stehen aufgrund guter Qualitäten ausreichend Mengen zur Verfügung, die im Markt untergebracht werden müssen.

Länger- und langfristige Aussichten

Trotz der erwarteten Flächenstilllegungen, die auch in Europa nach der Ernte 2025 zu erwarten sind, wird es einige Zeit dauern, bis Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht kommen. Je rascher erforderliche Rodungen auch über den zu erwartenden Bedarf hinaus vorgenommen werden, desto schneller kann sich der Markt erholen.

Einige Sorten und Anbaugebiete werden sich dauerhaft auf ein geringeren Nachfrageniveau als in den vergangenen Dekaden einstellen müssen. Dies liegt zum einen an einem veränderten Konsumentenverhalten aber auch an der Fokussierung auf ertragreichere Sorten, die Einsparpotentiale ermöglichen.

Der anhaltende Russland-Ukraine-Konflikt hat dazu geführt, dass der für Deutschland und andere EU-Länder wichtige russische Biermarkt aufgrund der erklärten Selbstversorgung mittelfristig an Volumen verliert, auch wenn eine vollständige Unabhängigkeit von Importen aus der EU in absehbarer Zeit nicht zu erwarten ist.

Auch wenn die deutsche Ernte 2024 gute Erträge und Qualitäten erzeugen wird, darf nicht darüber hinweggesehen werden, dass die Verschiebung der Vegetationszonen in den deutschen Anbaugebieten angekommen ist. Von daher ist es wichtig, die von der bayerischen Staatsregierung unterstützten Konzepte zur Bewässerung der Anbaugebiete Hallertau und Spalt voranzutreiben und mit adäquater finanzieller Unterstützung möglichst rasch umzusetzen.

In diesem Kontext ist hervorzuheben, dass die Verarbeitungsbetriebe mit ihrerInfrastruktur an Kühllägern in Deutschland auf ein Mengengerüst ausgerichtet sind, die bei stetig sich wiederholenden witterungsbedingten Schwankungen mittelfristig nicht mehr kostendeckend betrieben werden können.

Auf Seiten der Hopfenerzeuger muss die nächste Generation genauso durch verlässliche Rahmenbedingungen motiviert werden, die hochspezialisierten Betriebe ihrer Elterngeneration zu übernehmen und erfolgreich weiterzuentwickeln, wie die meist international ausgerichteten Gesellschaften der Vermarktungs- und Verarbeitungsunternehmen, die weiterhin investieren müssen, um an den deutschen Standorten Hopfenprodukte höchster Qualität herzustellen.

Zur Erreichung dieser Ziele müssen wir mit der Unterstützung von Politik und Behörden geeignete Antworten und Lösungen auf die bestehenden Herausforderungen finden, um die Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit der deutschen Anbaugebiete zu erhalten.

Die gute Nachricht: Wenn die Konsolidierung der überschüssigen Lagermengen entlang der Lieferkette erfolgt ist, sollten die Vertragspreise wieder auf ein Niveau steigen, die den gestiegenen Erzeuger- und Verarbeitungskosten Rechnung tragen.

Brauer und Weinhersteller – ein perfektes Pairing

„Wein@BrauBeviale – hier wächst zusammen, was zusammen gärt!“ Ein Slogan für das gebündelte Paket: Eine verstärkte Präsentation von Angeboten für die Weinproduktion und mehr Besucher aus dem Sektor Wein auf der BrauBeviale sind das klare Ziel der Messeorganisatoren. Seit 2023 ist die Weinbranche mit einem definierten Fokus auf der BrauBeviale präsent. In der Messeausgabe des Jahres 2024 vom 26. bis 28. November 2024 in Nürnberg wird das Angebot für die Weinbranche weiter ausgebaut.

53 Prozent der Aussteller haben in ihrem Ausstellungs- und Angebotsportfolio Lösungen für die Weinbranche. Neben der Prozesstechnik für die Herstellung von Wein, Sekt und Spirituosen mit Entrappern, Ansatzbehältern, Fermentern, Gär- und Lagertanks, Filtrationstechnologien gehört auch die komplette Infrastruktureinrichtung mit Pumpen, Ventilen und Verrohrungen zum Angebot der Aussteller auf der BrauBeviale 2024. Um den Überblick komplett zu machen, können die Winzer sich auch bei den Herstellern von Flaschen und Behältern informieren und sich zu den notwendigen Aufgaben rund um die Vorgaben der EU auszutauschen. Schlüssig wird das Angebot im Sektor Wein damit, dass die Sonderschau Wein in Halle 4A integriert wird. Auf dieser Sonderschau zeigen sich zusätzliche Anbieter, die sich ganz gezielt auf die Weinbranche fokussieren.

Von Weinexperten für Weinexperten

Mit enger Begleitung durch ein Expertenteam – Weinbegleitung sozusagen – koordiniert das BrauBeviale Team diesen Themenschwerpunkt. Das garantiert einen direkten Einblick in die aktuellen Entwicklungen in der Branche: Mit dabei sind der Deutsche Weinbauverband (DWV) als fachlicher Berater sowie die Experten des Deutschen Weininstituts (DWI), der Hochschule Geisenheim, der Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau sowie der HBLA Klosterneuburg in Österreich.

Auch ein breites Vortragsprogramm wird angeboten. Das Vortragsprogramm findet an allen drei Tagen in Halle 4A statt. Einige Vortragsthemen als Beispiel:

  • Alkoholfreie Weine vom Keller in die Flaschen: Herstellungs-Technologie im Fokus, unter anderem mit Dr. Matthias Schmitt, Hochschule Geisenheim
  • Nachhaltigkeit – die Zukunftsaufgabe: Herausforderungen und Chancen des Klimawandels bei der Weinproduktion, mit Mag. Franz G. Rosner, HBLA Austria, Klosterneuburg
  • Wie schmeckt der Wein der Zukunft? Zielgruppen-Präferenzen bei der Weinvermarktung in der nächsten Generation, mit Steffen Schindler, Deutsches Weininstitut

Die Themenschwerpunkte befassen sich neben Kellertechnik, Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung auch mit Marketing- und Vertriebsthemen und bieten auch spannende Ausblicke auf Vergleichsszenarien zwischen Bier und Wein. Das Vortragsprogramm ist ab Ende September im Eventplaner auf der Website der BrauBeviale einsehbar.

Information für die Winzer – im kompakten Messeformat

Ergänzt wird dieses Vortragsprogramm durch eine Verkostungszone von Weinen aus dem MUNDUS VINI Weinwettbewerb des Meininger Verlags.

Insgesamt zeigt sich, dass die Weinexperten diese Plattform für den Austausch gerne annehmen, zumal sie gerade für die Winzer aus Deutschland, Österreich und die weiteren mittel- und osteuropäischen Staaten gut erreichbar ist. „Mit dem Schwerpunkt Wein@BrauBeviale eröffnen wir für die Besucher aus dem Weinsektor eine komfortable Informationsplattform“, erklärt Cornelia Ebner, die im BrauBeviale Team das Thema Wein betreut. „Wir sehen das Potenzial für beide Seiten: die Aussteller können eine weitere Zielgruppe auf der BrauBeviale ansprechen und die Besucher aus den Weinbaugebieten können die individuell erforderlichen Technologien vergleichen. Sie können sich davon überzeugen, dass das Portfolio der BrauBeviale weit über das Angebot von Abfüllmaschinen hinausgeht.“ Auf der gezielt für die Besucher aus der Weinbranche konzipierten Landingpage www.braubeviale.com/wein finden die Winzer alle Informationen für einen erfolgreichen Messebesuch.

Maisel & Friends – Sour Power

Sie haben es wieder getan – in jedem Jahr kreieren die Auszubildenden des Abschlussjahrgangs der Brauerei Maisel ein eigenes Bier, das sie von Anfang bis Ende selbst planen. Das reicht von der Entscheidung, welcher Bierstil es sein soll über das Brauen selbst bis hin zum Design der Etiketten und dem Marketing. Lediglich der Genuss des Bieres bleibt den geneigten Konsumenten überlassen. In diesem Jahr haben sich die Auszubildenden für ein Hazy Sauer IPA entschieden, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Im Glas macht das Bier seinem Stil alle Ehre. Selten habe ich ein Bier erlebt, das dermaßen viel Hefe enthielt und dadurch absolut blickdicht ist. Die feinporige Schaumkrone ist nicht allzu voluminös, bleibt aber lange erhalten. Schon die Optik lässt mich auf ein besonderes Bier hoffen.

Ein ganzer Obstsalat steigt mir in die Nase. Ich rieche Düfte nach Ananas, Zitrus, Kokos uns Stachelbeeren. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Beim ersten Kontakt mit meiner Zungenspitze überrascht mich eine angenehme Malzsüße, gepaart mit einer erfrischenden Spritzigkeit. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt, kommt die Säure in den Vordergrund und wird absolut dominant. Jetzt schmeckt das Bier fast wie Zitronensaft, frisch und mit einem recht schlanken Mundgefühl, aber außer der Säure ist nicht mehr viel zu schmecken. Außerdem fehlt mir die Bittere, die ich von einem IPA einfach erwarte. Erst in der Kehle kommt eine leichte Bittere zum Vorschein, auch die Fruchtaromen kommen jetzt wieder zum Tragen.

Als IPA hätte ich das Sour Power schon aufgrund der geringen Bitteren nicht erkannt, aber es handelt sich um ein sehr schönes Sommerbier, das den Durst löscht und mit seiner Säure erfrischt. Leider handelt es sich bei diesem Bier um einen Sondersud, für den wie immer gilt: wenn weg, dann weg.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Comet, Kazbek, Galaxy), Hefe

Alkoholgehalt:

6,3 % Vol.

Stammwürze:

14,3° Plato

Brauerei:

Brauerei Gebrüder Maisel KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Braurausch – Kellerbier

Dieses Kellerbier ist das erste Bier einer Serie, die zwei bekannte Dorfbrauereien aus dem Raum Bamberg planen. Die beiden jungen Braumeister Tobias Wagner und Alexander Eichhorn vom Wagner-Bräu in Kemmern und der Brauerei Eichhorn in Dörfleins haben sich für das trocken gehopfte „Kellerbier“ zusammengetan, das ich jetzt verkosten will.

Orangefarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die große feinporige Schaumkrone ist elfenbeinfarben und bleibt sehr lang erhalten.

Das Bier duftet malzbetont nach Getreide und Brotkrume, dazu nach Hefe. Abgerundet wird das Aroma durch einige würzige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich eine freundliche und diskrete Bittere dazu, begleitet durch eine leichte Säure. Das Bier ist vollmundig und frisch. In der Kehle wird das Bier trockener und die Bittere kommt mehr in den Vordergrund. Sie klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Brauerei Eichhorn
Dörfleinser Straße 43
96103 Hallstadt
www.brauerei-eichhorn.de

und

Wagner Bräu GmbH & Co.KG
Hauptstraße 15
96164 Kemmern
www.brauerei-wagner.de

Maisel & Friends als TOP-Arbeitgeber ausgezeichnet

Die Arbeitgeberfamilie Maisel & Friends aus Bayreuth wurde von der Bundesvereinigung Mittelstand in Deutschland (BVMID) mit dem TOP-Arbeitgeber Award ausgezeichnet. Um neue Mitarbeitende für das eigene Unternehmen zu gewinnen und langfristig zu begeistern, ist heute mehr denn je Kreativität im Personalmarketing gefragt. Deshalb vereint Maisel & Friends als Arbeitgeberfamilie schon seit 2022 die Brauerei Gebr. Maisel, das Liebesbier Restaurant, das Liebesbier Urban Art Hotel, die Bayreuther Bier-Erlebniswelt, Festla sowie Lisa Mai und sucht mit der Recruiting-Kampagne „Was ist dein Traumjob? #irgendwasmitBier“ gebündelt nach passenden Teammitgliedern.

Ausschlaggebend für die Verleihung des TOP-Arbeitgeber Awards waren laut Kajetan Brandstätter, Präsident der BVMID aus München, und Rainer Großmann von der BVMID Oberfranken im Wesentlichen drei Säulen, die die Arbeit bei Maisel & Friends prägen: modernes Arbeitsumfeld, flache Hierarchien und wertebasierte Führung.

Ohne die langjährige Tradition der Familienbrauerei aus den Augen zu verlieren, wurde in den vergangenen Jahren mit dem Neubau des Maisel’s Office ein Arbeitsumfeld geschaffen, das mit neuester Technik aufwartet und mit hochwertiger Einrichtung im Hygge Stil Gemütlichkeit und Wärme ausstrahlt. Maisel’s Schalander, die Kantine, ist der neue zentrale Begegnungsort im Herzen des Brauereigeländes, wo sich die Mitarbeitenden von Maisel & Friends treffen und auch Gäste und Freunde willkommen sind.

Auch die flachen Hierarchien und die Dialoge auf Augenhöhe wurden gewürdigt, die in den einzelnen Unternehmen längst etabliert sind, auch dank der gelebten Du-Kultur. Dieses Konzept geht Hand in Hand mit einer wertebasierten Führung, die nicht nur das erhält, was die Familie Maisel seit Jahrzehnten ausmacht, sondern auch, wie die Mitarbeitenden die DNA der Unternehmen mitprägen und in das Hier und Jetzt übersetzen. Rainer Großmann bezeichnet Maisel & Friends bei der Übergabe der Urkunde als „einen der modernsten Arbeitgeber in der Region Bayreuth”.

„Ich bin wirklich stolz auf diese Auszeichnung, denn sie zeigt, dass unser Engagement der letzten Jahre positiv ankommt und dass unsere gemeinsame Maisel & Friends Philosophie wirklich gelebt wird“, freut sich Jeff Maisel, Inhaber der Brauerei Gebr. Maisel in der vierten Generation. „Wir werden uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern weiterhin an unserer Attraktivität als Arbeitgeber arbeiten. Das ist mir eine echte Herzensangelegenheit.”

Weitere Informationen und Link zur Maisel & Friends Jobseite: www.irgendwas-mit-bier.de

Wurm Bier – Turnier Bock Hell

Ursprünglich stammt das Bockbier aus Einbeck und bis heute ist das dort gebraute Bockbier für viele Menschen das Bier, an dem sich alle anderen Bockbiere messen lassen müssen. Das gilt auch für den Turnier Bock, der aus Franken stammt und jetzt vor mir auf seine Verkostung wartet.

Die Brauerei Wurm wurde im 19. Jahrhundert gegründet. Heute steht die Brauerei für Tradition, Qualität und Innovationsfreude. Mit einem breiten Sortiment an Bieren hat sich Wurm Bier im Laufe der Jahrzehnte eine treue Fangemeinde aufgebaut.

Golden und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feste Schaumkrone ist reichlich ausgefallen und bleibt sehr lange erhalten. Die Optik dieses Bieres ist wirklich sehr ansprechend.

Das Bier duftet einladend nach frischer Brotkrume und Honig. Einige nussige und würzige Noten runden das Aroma ab.

Der Antrunk besticht mit seiner stiltypischen Malzsüße sowie die dazu passende Karbonisierung. Dazu gesellen sich eine angenehme Karamellsüße sowie die würzigen Noten. Der kräftige Körper sorgt für ein weiches und volles Mundgefühl, auch wenn mir jetzt noch die Bittere fehlt. Diese kommt erst in der Kehle zum Tragen. Dort bleibt sie freundlich und klingt sehr lange nach.

Der Turnier Bock von Wurm Bier ist ein angenehmes süffiges Bockbier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Wurm Bier GmbH & Co. KG
Hutgasse 2
91788 Pappenheim
www.wubi.de

Maisel erneut als Brauerei des Jahres ausgezeichnet

Zum zweiten Mal in Folge sichert sich die Brauerei Gebr. Maisel aus Bayreuth den Titel „Brauerei des Jahres“ beim Bier-Verkostungswettbewerb „Finest Beer Selection“ von Doemens und dem Meininger Verlag. Grund dafür ist das herausragende Gesamtergebnis: Insgesamt zwölf Biere der Familienbrauerei erhielten über 90 von 100 möglichen Punkten und damit so viele wie bei keiner anderen.

„Als wir im letzten Jahr erfahren haben, dass wir als beste deutsche Brauerei aus dem Wettbewerb hervorgehen, waren wir schon überwältigt. Dass uns der Titel nun ein weiteres Mal verliehen wurde und wir uns sogar noch steigern konnten, ist kaum in Worte zu fassen“, so der begeisterte Jeff Maisel, Inhaber der Brauerei in vierter Generation.

Der Wiederholungserfolg ist Ausdruck der hervorragenden Ergebnisse der Biere, die die Familienbrauerei zur renommierten Expertenverkostung eingereicht hat – und damit deren außerordentlicher Qualität. „Dieser Erfolg ist das Ergebnis unseres hervorragenden Teamworks. Ich bin unfassbar stolz auf die Leistung der gesamten Mannschaft, die jeden Tag akribisch daran arbeitet, dass unsere Bierspezialitäten dieses hohe Niveau haben“, lobt Marc Goebel, Geschäftsführer Braubetrieb, sein Team.

Bestes alkoholfreies Bier kommt aus Bayreuth

Ein Blick auf die Ergebnisse der einzelnen Biere zeigt die große Bandbreite, die die Verkostung abdeckt. 90 Punkte erreichte das Maisel & Friends India Ale, 91 Punkte gab es für Maisel’s Weisse Leicht. 92 Punkte gingen an das Maisel & Friends Alkoholfrei. 93 Punkte erhielten das Maisel & Friends West Coast IPA, das Maisel & Friends Pale Ale, Maisel & Friends Hell, der Maisel & Friends Chocolate Bock und das limitierte Maisel & Friends Hazy IPA by SUTOSUTO. Mit 94 Punkten überzeugten Maisel & Friends IPA, Maisel’s Weisse Original und das limitierte Maisel & Friends Sour Power. Mit 96 Punkten erzielte Maisel’s Weisse Alkoholfrei ein besonders großartiges Ergebnis – und ist das beste alkoholfreie Bier im gesamten Wettbewerb.

„Ein Gesamtergebnis mit vielen Superlativen. Klar, dass unser Team dafür gefeiert werden muss. Ehre, wem Ehre gebührt!“, sagt Jeff Maisel stolz. Überrascht wurde das gesamte Brauereiteam am Tag nach der Preisverleihung daher von der Geschäftsführung mit rotem Teppich vor dem Eingang. Pünktlich zu Schichtbeginn in den frühen Morgenstunden gab es somit freudigen Jubel vor der Bayreuther Brauerei.

Stadtbrauerei Spalt – Spalter Winterbier

Die Geschichte der Stadtbrauerei Spalt reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Bereits 1376 wurde die Brauerei erstmals urkundlich erwähnt, und seitdem ist sie untrennbar mit der Stadt Spalt verbunden. Der Ort selbst ist bekannt für seinen hervorragenden Hopfen, der seit dem Mittelalter angebaut wird und als einer der besten der Welt gilt.

Die Brauerei ist seit 1879 in städtischem Besitz und gehört damit zu den wenigen kommunalen Brauereien in Deutschland. Diese Besonderheit unterstreicht die enge Verbindung zwischen der Stadt Spalt und ihrer Brautradition.

Von dort stammt das Winterbier, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet. Wie bereits der Name schon vermuten lässt, stammt das Bier nicht nur aus Spalt, sondern wurde wie alle Biere aus dieser Quelle mit Hopfen aus Spalt gebraut. Die Brauerei beschreibt das Winterbier als ein Bier in der Tradition des Märzen, aber kräftiger. Und wie der Name ebenfalls vermuten lässt, gibt es das Bier nur im Winter, genauer gesagt im November und Dezember.

Orangefarben und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige Schaumkrone ist schneeweiß und bleibt lange erhalten. An der Optik gibt es also nichts zu mäkeln.

Das Bier duftet malzbetont nach Karamell, aber auch die würzigen Noten des Hopfens sind deutlich zu riechen.

Der Antrunk ist wie erwartet recht süß und er zeichnet sich durch eine passende angenehme Karbonisierung aus. Auf der Zunge gesellt sich eine freundliche Bittere zur Süße, die auch mit den würzige Noten gut harmonisiert. Das Mundgefühl ist voll und frisch. In der Kehle wird das Bier trockener, während die Bittere zulegt, die dann sehr lange nachklingt.

Das Spalter Winterbier ist ein angenehmes süffiges Bier ohne Ecken und Kanten. Ungefiltert würde es mir persönlich wohl noch besser schmecken.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Stadtbrauerei Spalt
Brauereigasse 3
91174 Spalt
www.spalter-bier.de

Brauerei Gebr. Maisel als „Brauerei des Jahres“ ausgezeichnet

Zum zweiten Mal in Folge sichert sich die Brauerei Gebr. Maisel aus Bayreuth den Titel „Brauerei des Jahres“ beim Bier-Verkostungswettbewerb „Finest Beer Selection“ von Doemens und dem Meininger Verlag. Grund dafür ist das herausragende Gesamtergebnis: Insgesamt zwölf Biere der Familienbrauerei erhielten über 90 von 100 möglichen Punkten und damit so viele wie bei keiner anderen Brauerei.

„Als wir im letzten Jahr erfahren haben, dass wir als beste deutsche Brauerei aus dem Wettbewerb hervorgehen, waren wir schon überwältigt. Dass uns der Titel nun ein weiteres Mal verliehen wurde und wir uns sogar noch steigern konnten, ist kaum in Worte zu fassen“, so der begeisterte Jeff Maisel, Inhaber der Brauerei in vierter Generation.

Der Wiederholungserfolg ist Ausdruck der hervorragenden Verkostundsergebnisse der Biere, die die Familienbrauerei zur renommierten Expertenverkostung eingereicht hat – und damit deren außerordentlicher Qualität. „Dieser Erfolg ist das Ergebnis unseres hervorragenden Teamworks. Ich bin unfassbar stolz auf die Leistung der gesamten Mannschaft, die jeden Tag akribisch daran arbeitet, dass unsere Bierspezialitäten dieses hohe Niveau haben“, lobt Marc Goebel, Geschäftsführer Braubetrieb, sein Team.

Bestes alkoholfreies Bier kommt aus Bayreuth

Ein Blick auf die Ergebnisse der einzelnen Biere zeigt die große Bandbreite, die die Verkostung abdeckt. 90 Punkte erreichte das Maisel & Friends India Ale, 91 Punkte gab es für Maisel’s Weisse Leicht. 92 Punkte gingen an das Maisel & Friends Alkoholfrei. 93 Punkte erhielten das Maisel & Friends West Coast IPA, das Maisel & Friends Pale Ale, Maisel & Friends Hell, der Maisel & Friends Chocolate Bock und das limitierte Maisel & Friends Hazy IPA by SUTOSUTO. Mit 94 Punkten überzeugten Maisel & Friends IPA, Maisel’s Weisse Original und das limitierte Maisel & Friends Sour Power. Mit 96 Punkten erzielte Maisel’s Weisse Alkoholfrei ein besonders großartiges Ergebnis – und ist das beste alkoholfreie Bier im gesamten Wettbewerb.

„Ein Gesamtergebnis mit vielen Superlativen. Klar, dass unser Team dafür gefeiert werden muss. Ehre, wem Ehre gebührt!“, sagt Jeff Maisel stolz. Überrascht wurde das gesamte Brauereiteam am Tag nach der Preisverleihung daher von der Geschäftsführung mit rotem Teppich vor dem Eingang. Pünktlich zu Schichtbeginn in den frühen Morgenstunden gab es somit freudigen Jubel vor der Bayreuther Brauerei.

Gutmann – Dunkles Hefeweizen

Die Brauerei Gutmann, gegründet im Jahr 1707, liegt im idyllischen Titting in Oberbayern. Seit über 300 Jahren wird hier nach traditionellen Methoden gebraut, wobei die Qualität und der Geschmack der Biere stets im Vordergrund stehen. Die Brauerei ist besonders für ihre Hefeweizen-Spezialitäten bekannt und hat sich einen festen Platz in der deutschen Bierlandschaft erarbeitet. Jetzt steht das dunkle Hefeweizen von Gutmann vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Kastanienbraun mit einer festen elfenbeinfarbenen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Mir fällt positiv auf, dass der Schaum sehr lange erhalten bleibt. Die Hefetrübung ist deutlich zu sehen. Optisch macht das Bier eine wirklich gute Figur.

Das Bier duftet intensiv nach Banane und Nelke, dazu ein Hauch Schokolade und aus dem Hitergrund kommt das Aroma der obergärigen Hefe.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch eine reichliche Karbonisierung aus. Auf der Zunge kommt der Geschmack nach dunkler Schokolade überraschen kräftig zum Ausdruck. Selbstverständlich kommen auch die fruchtigen Noten der Hefe zum Tragen. Das Mundgefühl ist angenehm weich, so dass das Bier sehr süffig ist. In der Kehle kommt die Schokolade noch weiter in den Vordergrund und ich kann erstmals eine leichte freundliche Bittere feststellen, die dann aber sehr lange nachklingt.

Das Gutmann Dunkles Hefeweizen ist ein hervorragendes Bier, das die Tradition und Handwerkskunst der bayerischen Braukultur eindrucksvoll verkörpert. Mit seinem Aroma, seinem vollmundigen Geschmack und seiner ansprechenden Optik bietet es einen angenehmen Genuss.

Zutaten:

Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Gerstenröstmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Brauerei Gutmann
Am Kreuzberg 1
85135 Titting
www.brauerei-gutmann.de