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BrauBeviale 2019: Biervielfalt wird erlebbar

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Nicht mehr lange und Nürnberg ist wieder der Mittelpunkt der internationalen Getränkeindustrie. Vom 12. bis 14. November 2019 trifft sich die Branche zur weltweit wichtigsten Investitionsgütermesse für Getränkeproduktion und -vermarktung in diesem Jahr. Das Angebot der rund 1.100 Aussteller umfasst die gesamte Prozesskette der Getränkeherstellung – und zwar aller Getränkesegmente wie Bier, Cider, Spirituosen, Sekt, Wein, Wasser, Saft, Erfrischungsgetränke sowie flüssige Molkereiprodukte. Aus der Historie heraus ist das Thema Bier nach wie vor stark vertreten und in seiner Vielfalt erlebbar – im Fachangebot sowie im Rahmenprogramm.

Unumstritten: Die BrauBeviale hat ihren Ursprung beim Bier. Von der begleitenden Fachausstellung eines Fortbildungslehrgangs für Brauer wurde sie schnell zum gesellschaftlichen Event. 1978 war der Zuspruch bereits so groß, dass sie mehr Raum brauchte und erstmals in den Nürnberger Messehallen stattfand. Schnell entwickelte sie sich dann von einem Branchentreff für Brauer zu einem internationalen Treff der gesamten Getränkebranche. So groß und international wie im vergangenen Jahr war sie noch nie. Die gesellige Komponente hat die BrauBeviale dabei nie verloren und nach wie vor ist zum Thema Bier auf der BrauBeviale einiges geboten:

Dies beginnt bereits am Vortag mit dem 7. European MicroBrew Symposium der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB). Neben einem Überblick über die internationalen Markttrends in diesem Segment konzentriert sich das Symposium vor allem auf technische/technologische Aspekte der Craft-Beer-Produktion: allgemeine Konzepte für kleine Brauereien, die reiche Produktvielfalt sowie die notwendige Qualitätskontrolle. Ein weiterer Schwerpunkt wird in diesem Jahr beim Thema Malz liegen. Das Symposium richtet sich an internationale Craft Brewer, Brewpub-Betreiber sowie Mälzer und wird daher in englischer Sprache abgehalten.

In der Craft Drinks Area finden Verkostungen von Bier und weiteren Getränkespezialitäten – geführt von unabhängigen Experten – statt. Besucher können an insgesamt acht Themenbars ungeahnte Geschmacksvielfalt erleben: fünf Bierbars, an denen es Bierspezialitäten aus unterschiedlichen Ländern zu erkunden gibt sowie alkoholfreie und -reduzierte Biere, darüber hinaus eine Spirituosenbar, eine Bar für Wasser und innovative alkoholfreie Getränke und eine Bar, an der Interessierte erfahren, welche zentrale Rolle die Beschaffenheit des Glases für die Sensorik spielt. Knapp 10.000 Besucher, unter anderem Getränkehersteller, Fach(groß)händler oder Gastronomen, tauchten im vergangenen Jahr in die Welt ungeahnter Geschmackerlebnisse ein und ließen sich inspirieren.

Die nach wie vor steigende Anzahl an Klein- und Mikrobrauereien und die stetig wachsende Craft Beer Szene haben sowohl in Deutschland als auch international die Bierbranche beeinflusst und verändert. Damit ist auch die BrauBeviale Anlaufstelle für Kleinst- und Kleinbrauereien sowie Heim- und Hobbybrauer geworden. Diese finden sowohl im Themenpavillon Artisan und Craft Beer Equipment als auch auf der Sonderfläche brau@home bei kompetenten Ansprechpartnern umfassende Informationen für ihre Anliegen. Fachlichen Input, wertvolle Anregungen und Austausch untereinander gibt es darüber hinaus in der zugehörigen Speakers‘ Corner. Ein weiteres Highlight für Heim- und Hobbybrauer, insbesondere für einen namens Heiko Müller: die Vorstellung seines Kellerbiers „Kaminfeuer“, das beim zweiten Hobbybrauerwettbewerb von Maisel & Friends und BrauBeviale die Verkosterjury überzeugen konnte.

Selbstverständlich wird auch wieder der European Beer Star, der seit seinem „Geburtsjahr“ 2004 seine Messeheimat auf der BrauBeviale hat, verliehen. Heute einer der bedeutendsten Bierwettbewerbe weltweit, wurde er von den Privaten Brauereien, dem ideellen Träger der Messe, dem deutschen und dem europäischen Dachverband ins Leben gerufen. BrauBeviale-Besucher küren am ersten Messetag aus den Goldmedaillengewinnern ihr Lieblingsbier – den Consumers‘ Favourite 2019 in Gold, Silber und Bronze. Zuletzt verzeichnete der European Beer Star erneut eine Rekordbeteiligung: 2.344 Biere aus 51 Ländern stellten sich 2018 dem Urteil der 144-köpfigen Expertenjury. In diesem Jahr können Biere in 67 Kategorien eingereicht werden, darunter unter anderem erstmals „Stout“ und „Non-Alcoholic Hefeweizen (Top Fermented)“.

Darüber hinaus finden im Forum BrauBeviale Vorträge, Präsentation und Podiumsdiskussionen zu Zukunftsthemen der Getränkeindustrie statt, unter anderem natürlich auch speziell rund ums Thema Bier. Und auch das

Export Forum German Beverages am Vortag der Messe versteht sich als wichtiger Impulsgeber für Brauereien und andere Getränkehersteller und präsentiert eine neutrale Plattform für qualifizierten Erfahrungsaustausch mit Exportspezialisten.

26. 10. 2019: Verkosten Sie das stärkste Bier der Welt

Georg Tscheuschner aus dem fränkischen Gunzenhausen braut die stärksten Biere der Welt. Das macht selbstverständlich neugierig und (fast) jeder möchte sie gern einmal verkosten. Am Samstag den 26. Oktober 2019 ist es soweit, und zwar in der Bierothek in Bamberg.

Georg Schorschbräu Tscheuschner kommt dann und lässt die Besucher der Veranstaltung in einem „“TRIFF DEN BRAUER“-Event der Superlative GRATIS von dem stärksten Bier der Welt proBIERen. Aber nicht nur das! Er hat auch noch diverse andere Biere, wie sein 13prozentigen Eisbock und ein 16prozentiges im Eichenfass gereiftes Lager mit dabei.

Dies ist eine der seltenen Gelegenheiten, einen der verrücktesten deutschen Brauer kennenzulernen.

Wo?

Bierothek Bamberg, Untere Königsstraße 1 , Bamberg

Wann?

26. Oktober 2019, um 16:00 Uhr

19. 10. 2019: Bockbieranstich bei Orca Brau

Nun ist es so weit – auch Orca Brau stellt sein ersten erstes Bockbier vor – mit einem offiziellen Bockbieranstich am Samstag, 19. Oktober um 12 Uhr. Es handelt sich um einen „Roten Bock“ mit ordentlich Bums und Geschmack, der traditionell untergärig gebraut wurde. Das Ganze vom Fass und in der Flasche zum Mitnehmen.

Für die nötige Essensgrundlage wird Moritz Roth sorgen. Er ist nicht nur Teamkoch der Thomas Sabo Ice Tigers und des HC Erlangen sondern ebenso mit seinem eigenen Laden Koch Raum Restaurant & Partyservice unterwegs und großer Bier-Fan.

Neben unserem „Roten Bock“ gibts selbstverständlich auch weitere Biere, Gastbiere, alkoholfreies wie Saftschorlen, Kaffee von der Kaffeewerkstatt Kucha, Wein von Olingerwein, selbst gemachter Kombucha sowie Musik und Spiel.

Die Brauerei ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Aus Nürnberg mit der Straßenbahn 4 bis zur Haltestelle Am Wegfeld, dann mit dem Bus 290, aus Erlangen ebenso mit dem Bus 290 oder auch direkt von Fürth mit dem Bus 178. Bushaltestelle ca. 100 Meter entfernt „Schmalau“.

16. 10. 2019: La Trappe Oak Aged Quadrupel Tasting in Maisels Brauwelt

Trappisten Brauereien sind weltbekannt für ihre Bierspezialitäten. Ein Trappistenbier muss innerhalb der Klostermauern und unter der Aufsicht der Trappistenmönche gebraut werden. Mit der Bierproduktion dürfen außerdem keine Gewinne erzielt werden, sondern der Erlös dient lediglich dem Decken der Kosten für das Leben im Kloster, zusätzliche Einnahmen gehen an wohltätige Zwecke.

Nur wer die Bedingungen erfüllt, darf das sechseckige Logo „Authentic Trappist“ verwenden. Neben diesen Grundprinzipen bietet Bier immer Platz für Innovation. Steigen Sie bei diesem Tasting in die Welt von La Trappe ein, einem Trappistenkloster aus den Niederlanden, das im 19. Jahrhundert mit dem Brauen begann. La Trappe’s Quadrupel und dessen fassgereifte Versionen sind ein gutes Beispiel für Innovation in einer Trappistenbrauerei.

Bei diesem speziellen Tasting werden neben dem Klassiker und Medaillengewinner dem Quadrupel noch 6 streng limitierte fassgereifte Versionen des La Trappe Quadrupel verkostet.

Roy von La Trappe führt durch das Tasting und beantwortet jede Frage rund um das Thema Trappisten und La Trappe. Sichern Sie sich rechtzeitig Ihr Ticket und reservieren Sie einen Platz für diesen exklusiven Abend.

Verkostungsliste:

  • La Trappe Quadrupel (Platin Gewinner beim Meininger International Craft Beer Award 2019)
  • La Trappe Quadrupel Oak Aged 27: Spätburgunder, Eiche (Medium & High Toast)
  • La Trappe Quadrupel Oak Aged 29: Bourbon, Eiche (High Toast), Akazie
  • La Trappe Quadrupel Oak Aged 30: Cachaça, Eiche (Medium Toast)
  • La Trappe Quadrupel Oak Aged 31: Malbec (Rotwein), Eiche (Medium & High Toast)
  • La Trappe Quadrupel Oak Aged 32: Gaillac (Weisswein) , Eiche (Medium & High Toast), Akazie (Medium Toast)
  • La Trappe Quadrupel Oak Aged 34: Malbec (Rotwein), Eiche (Medium & High Toast), Akazie (Medium Toast)

Die Teilnahme kostet je Teilnehmer 39,90 Euro, Beginn ist um 20:00 Uhr und das Event wird etwa zwei Stunden dauern.

10. 10. 2019: Bockbier-Anstich bei Schlenkerla, Bamberg

Der Herbst ist Starkbierzeit in Bamberg und selbstverständlich auch im Schlenkerla. Nach alter Tradition wird dazu bereits Monate vorher der Aecht Schlenkerla Rauchbier – Urbock eingebraut.

Nach dem Sud in alten Kupferkesseln reift er bis zu 6 Monate in den historischen Stollen unter dem Stefansberg. Diese sind Teil eines Tunnelsystems unter Bamberg, das über 700 Jahre alt ist und aufgrund der ganzjährig konstant niedrigen Temperatur von den Schlenkerla Bierbrauern schon seit Jahrhunderten als Lagerstätte verwandt wurde. Früher wurden die Bierkeller zusätzlich mit Eis gekühlt, das im Winter aus Flüssen und Seen oder an Eisgerüsten gewonnen wurde. Von den Gerüsten wurden die Eistangen über Rutschen in die Keller. Konnte in warmen Wintern nicht genug Eis geerntet werden, brachte man dieses manchmal sogar aus Finnland und Schweden nach Bamberg, damit das Rauchbier reifen konnte.

Am ersten Donnerstag nach dem Tag der deutschen Einheit Anfang Oktober wird der Urbock im Schlenkerla in der Dominikanerstraße angestochen. Passend zum Anstich werden im historischen Brauereiausschank deftige fränkische Gerichte serviert. Der Urbock-Stehausschank findet im Dominikanerhof neben dem Schlenkerla statt.

Der Schlenkerla Urbock hat eine Stammwürze von 17,5% – das entspricht einem Alkoholgehalt von 6,5% – und wird ausschließlich mit Aecht Schlenkerla Rauchmalz aus der hauseigenen Mälzerei eingebraut. Durch den höheren Malzgehalt ist er sehr vollmundig und malzaromatisch – perfekt für die kältere Jahreszeit. Den inzwischen mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Urbock gibt ca. bis hl. Drei König.

Neuer Deutscher Meister der Hobbybrauer kommt aus Schleswig-Holstein: Braugruppe „Gröner Bagalut“ braut bestes Brut IPA

Unter tosendem Applaus von rund 1300 Bierinteressierten stürmten Markus J. Kohrt, Sarah Moor und Sebastian Winter gegen 20 Uhr auf die Bühne im Störtebeker Brauquartier: Die Braugruppe „Gröner Bagalut“ aus Schleswig-Holstein wurde offiziell zum neuen Deutschen Meister der Hobbybrauer gekürt. Ihr spritzig-frisches Brut IPA setzte sich im harten Wettbewerb gegen die Biere der anderen Hobbybrauer durch und überzeugte die Expertenjury aus Brauern, Sommeliers und Bierexperten. „Mir fehlen die Worte zu dieser wundervollen Überraschung“, gesteht Markus J. Kohrt nach der Siegerehrung. „Wir freuen uns riesig und können es noch gar nicht richtig fassen“, so Kohrt. „Mit seinen tropisch-fruchtigen Hopfenaromen, den leichten Rieslingnoten und dem sehr trockenen, schlanken Trunk setzte sich das Brut IPA von „Gröner Bagalut“ ganz klar gegen die Biere der anderen Teilnehmer durch“, erzählt Störtebeker Innovationsmanager Jens Reineke. Auf Platz 2 landete Jan Mordhorst aus Seevetal (Niedersachsen), der 3. Platz ging an Sebastian Below aus Bad Kleinen in Mecklenburg-Vorpommern.

Als große Siegprämie steht ein gemeinsamer Brautag in Stralsund an. „Wir freuen uns schon sehr darauf, das Brut IPA von Markus, Sarah und Sebastian bei uns einzubrauen – ein Bierstil, der auch für uns neu ist“, so Reineke. Vom fertigen Bier erhält der neue Deutsche Meister 40 Kisten nach Hause geliefert. Als Sachpreis erhält die Braugruppe außerdem eine Brauanlage, eine Schankanlage oder eine Bier-Reise ins Land ihrer Wahl. Doch damit nicht genug: Die drei Hobbybrauer überzeugten auch im Publikumswettbewerb und landeten auf dem dritten Platz der Kreativbiere. Das beliebteste Bier des Publikums brauten Tobias Witt und Maria Hirschbeck aus Hamburg. Ihr „KIPZ“, ein Brut IPA mit Kurkuma, Ingwer, Pfeffer und Zimt, erhielt die meisten Stimmen der Besucher. Die beiden dürfen ihre besondere Kreation mit Braumeister Michael Lembke von der Brauerei BRLO in Berlin einbrauen. „Die enorme Kreativität der Hobbybrauer fasziniert mich jedes Mal aufs Neue“ erzählt Lembke. „Der Brautag bei uns in Berlin ist schon zur Tradition geworden – wir freuen uns, die Hobbybrauer-Szene damit unterstützen zu können“, so Lembke. Ein weiteres Highlight waren auch in diesem Jahr die Ausstellung und die Workshops der Home & Craft by drinktec, die parallel zur Deutschen Meisterschaft stattfand. Auf dieser Fläche fanden die Hobbybrauer alles von Rohstoffen über Brauequipment für kleinere Braumengen bis hin zur individuellen Verpackung ihres Bieres von diversen Ausstellern. Spannende Workshops zu den Themen Brauwasser und Hopfeneinsatz boten nicht nur den Hobbybrauern die Chance, ihr Wissen zu vertiefen. Auch bierinteressierte Besucher hörten gespannt zu und informierten sich an den Ständen. Neben dem Bierfestival und der Home & Craft erwartete die Besucher auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm: Verschiedene Foodstände im Innenhof des Brauquartiers boten kulinarische Köstlichkeiten an. Die Polizei Stralsund machte mit ihrem Fahrrad- und Motorradsimulator auf die Gefahren von Alkohol im Straßenverkehr aufmerksam. „Die 3. Deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer war für alle Beteiligten ein großer Erfolg“, so Jens Reineke von der Störtebeker Braumanufaktur. Im kommenden Jahr wird die Meisterschaft zusammen mit der Home & Craft am 11. und 12. September im Brauquartier in Stralsund stattfinden.

Möge die Craft mit dir sein! Bayreuths Tempel für Genießer

Weltkulturerbe, Richard-Wagner-Festspiele, bunte Museumskultur und quirlige Residenzstadt, kurz: Bayreuth. Die Stadt am Roten Main steht für Hochkultur par excellence. Doch da ist noch ein Glanzlicht, das in die Welt strahlt und Besucher aus Nah und Fern anlockt. Bier! Liebesbier um genau zu sein. Der Name und die herzförmige Dolde stehen für eine der imponierendsten Brau-Locations im Land – eine Kombination aus Craft-Bier-Brauerei und Gastronomie. Die Mission ist klar: die Top Ten weltweit. Alles „Aus Liebe zum Bier“. Dieses Motto pulsiert durch jeden Backstein des imposanten Gebäudes im Herzen der Kulturstadt.

Dafür gibt Thomas Wenk zusammen mit seiner Frau Ute, Jeff Maisel und Geschäftspartnerin Andrea Bauernfeind jeden Tag aufs Neue Vollgas. Als Gastronom mit Haut und Haaren hob er das Liebesbier 2016 aus der Taufe. Aus Ruinen wäre übertrieben, aber es war ein Kraftakt. Er schuf ein Eldorado der Craft-Kultur, das nun Teil von Maisel´s Bier-Erlebnis-Welt ist – stilecht im Gebäude der historischen Maisel-Brauerei: Große Eventräume, die „Abfüllerei“ im Charme einer US-Bar und ein Tasting-Room für Tagungen mit dem gewissen Etwas. Dann wäre da noch das Brauereimuseum, laut Guinness-Buch der Rekorde das „umfangreichste Biermuseum der Welt“. Und wer ein hopfiges Mitbringsel möchte, wird definitiv im großen Bier-Shop fündig. Von einer Erlebnis-Welt zu sprechen ist also angebracht – mittendrin, das Liebesbier, Tempel für Genießer und Freunde des guten Geschmacks.

Der Tag beginnt früh. Ab 8:30 Uhr wird an den 300 Innenplätzen gefrühstückt. Steigen die Temperaturen, lockt der leichte Malzduft täglich 1.000 Durstige und Hungrige von überall her an. Die Nummernschilder vor dem Backsteingebäude mit dem Logo von Maisels & Friends sprechen Bände: Das Einzugsgebiet des Liebesbier liegt bei rund 100 Kilometern. „Schon nach vier Wochen waren alle Plätze belegt“, erinnert sich Wenk, auch im großen Außenbereich. Hier genießt man die Sommernächte unter Fackelsäulen und Feueranbeter legen am Grill selbst Hand an. Um das ganze Drumherum kümmert sich die Crew des Liebesbiers – 40 feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 80 Aushilfen.

Vier Generationen voller Herzblut

Im Liebesbier wird nicht nur gegrillt, gegessen und getrunken, sondern auch gebraut. Mitten im Raum gehen die Braumeister ihrer Liebe an den glänzenden Kesseln nach. Alle sind live dabei – und nichts hier ist bloße Dekoration. Auch nicht die lange Front von Holzfässern hinter Glas, die den Gastraum im Erdgeschoss abschließt. Es ist ein Kühlraum und in den Fässern schlummern Biersorten. Heute zumindest. Früher war es Rum, Portwein, Whisky, Rotwein und und und. So entsteht ein munteres Spiel mit Nuancen und Geschmäckern und darum geht es auch Thomas Wenk: „Wir wollen Aufklärungsarbeit für die traditionelle und die moderne Craft-Bier-Kultur leisten, also das experimentierfreudige Handwerk der freien Brauer. Das begeistert auch Leute, die mit Bier eigentlich nichts am Hut haben“.

Seit 1887 wird hier mit Herzblut gebraut. Damals standen die Brüder Maisel an den Sudkesseln und legten den Grundstein für die Traditionsbrauerei. Ihr Ur-Enkel Jeff Maisel hält das Juwel nun in der vierten Generation so lebendig wie eh und je. Auch durch seinen Craft-Beer-Ableger Maisel & Friends. Vor zehn Jahren machte er mit Freunden den Schritt in die Craft-Welt. Ein Domizil musste her und was wäre passender gewesen, als der Ort, an dem alles begann: Das Gründungshaus mit Historie und Flair. Doch der Umbau war eine Herkulesaufgabe.

Der Umbau der alten Brauerei – eine jahrelange Herkulesaufgabe

Anderthalb Jahre wurde geplant, danach anderthalb Jahre gebaut. Jede zweite Mauer musste raus, alle anderen wurden freigelegt und verlängert. Die Gäste schlemmen heute im Keller der alten Brauerei und dafür wurde der Keller einen Meter tiefer gelegt. Der Kraftakt war erfolgreich, weil das richtige Team anpackte, um einen besonderen Ort im beschaulichen Bayreuth zu schaffen. Maisel und Wenk lieben was sie tun. Thomas Wenk ist nicht nur Koch und Hotelfachmann – er ist ein Tausendsassa mit offenem Geist, geschult in Sternelokalen und einem Faible fürs Bauen und Gastronomiekonzepte. Mehrmals im Jahr sucht er in den Metropolen der Welt nach dem letzten Schliff, nach Neuem und Unverbrauchtem. „Dinge müssen nicht einfach nur gut sein, sie müssen bei den Menschen vor Ort funktionieren und dafür habe ich ein gutes Gespür entwickelt“. Einer von vielen Beweisen: Roxy Burger. Einen Steinwurf vom Liebesbier entfernt, serviert Wenk erstklassige Burger und Drinks. Und das seit 22 Jahren, als noch niemand vom Trend der handgemachten Buns und Paddys sprach.

Authentisch bis auf die Knochen: Brot, Speisen, Schnaps, Bier, Wohnen

Eine Gastronomie wie das Liebesbier verträgt kein Chichi, die Inneneinrichtung spielt also eine entscheidende Rolle. Das spüren Besucher sofort. Alle Materialien versprechen Integrität, sind rough und authentisch: Holz, Leder, Stein, Glas, Stahl. Im offenen Kamin knistert Holz, ein Fenster zeigt das Treiben in der Küche und in der Dry Age-Reifekammer schimmern die Salzblöcke. Bildstarke Streetart aus Europa und den USA verleiht alldem das besondere Etwas. Ästhetik satt! Jedes Jahr kommen zwei Stücke dazu – Kunst, noch eine Vorliebe von Thomas Wenk, die dem Ort Seele verleiht. „Es geht um Livestyle, soll aber nicht elitär sein, sodass sich jeder wohlfühlt – auch im Blaumann am Tresen!“ bringt es Wenk auf den Punkt.

Heute haben Bierliebhaber die Qual der Wahl, denn bei den 21 Zapfhähnen ist lange nicht Schluss. Rund 100 Craft-Biere warten in der Flasche darauf, dass der Kronkorken zischt. Nicht nur eigene, wie das Maisels & Friends Choco Porter. Die ganze Welt der freien Brauer wird ausgeschenkt, was dem Liebesbier den Respekt der Szene einbringt. Wie wäre es etwa mit dem „In Your Face“ der Crew Republic aus Unterschleissheim mit einer Note von frischem Pinienharz? Die Suche nach dem passenden Bier zur Speise endet jedenfalls nicht im Chaos. Alle Mitarbeiter sind in Bierseminaren geschult und mit Empfehlungen zur Stelle.

Das Craft-Herz schlägt auch in der Küche, denn Wenks Anspruch ist hoch. Regional trifft auf international, klassisch auf experimentierfreudig; von geschmorten Bäckchen bis Carpaccio vom Räuchertofu. Die Zutaten: Frisch, auserlesen und regional – Ehrensache. „Qualität beginnt schon damit, Produkte nicht um die halbe Welt zu schippern“, erklärt der Vollblut-Gastronom und ergänzt: „Wir kennen unsere Käserei und unsere Metzger, wir wissen, wie die Weiderinder und Strohschweine gehalten werden“. Selbst das Brot zu den Speisen wird selbst gebacken, vermittelt durch den amtierenden Brotback-Weltmeister. Keine halben Sachen also, die Backstube im Gastraum ist echt. Was die Teigmaschine heute knetet, ruht über Nacht und kommt frisch gebacken auf den Tisch. Damit nicht genug. Im Juni nimmt die eigene Kaffee-Rösterei ihren Betrieb auf, als Craft-Rösterei, bei der Handwerk und Qualität an erster Stelle stehen. Das gilt auch für den Schnaps, der bald wieder gebrannt wird, nachdem es früher schon den „Weissen Blitz“ gab, den Bierschnaps von Maisel. Überhaupt ist viel in Bewegung. Bis 2021 entsteht ein ganzes Areal aus einem Guss. Weitere Eventräume, die ehemalige Maisel-Villa mit Ferienwohnungen und ein Boutique-Hotel mit 50 abgefahrenen Zimmern. Die Top-Ten kann kommen.

5000 Gläser am Abend: „Man lernt dazu, dass Qualität langfristig ausschlaggebend ist“!

Unzählige Schwarz-Weiß-Fotografien überziehen die Betonwände des Treppenhauses. Viele Abende, viel Lachen, viele bekannte Gesichter. Von Konzerten bis Poetry-Slams ist immer etwas geboten und dann wird es richtig voll. Zum Craft-Brauer-Festival oder dem „Hoppy Birthday“ des Liebesbiers pilgern tausende Feierwillige in das Biermekka. Livebands, Künstler und befreundete Brauer verwandeln das gesamte Gebäude in ein großes Fest. Immer dabei: Das eigene Glas mit dem es ins Getümmel geht. Bei jeder Probe gibt es ein frisches. So entsteht ein wahrer Berg an Gläsern mit der Herz-Dolde, denn an einem solchen Abend sind rund 5.000 Gläser in Umlauf. Spülen im Akkord ist angesagt, sonst droht der Stillstand. Hier kommt MEIKO ins Spiel.

Nachpolieren? Undenkbar! Zuverlässigkeit und astreine Ergebnisse sind Pflicht. „Wir hatten früher auch andere Hersteller, aber die Erfahrungen mit MEIKO waren so positiv, dass wir in allen Betrieben umstellen“, so Wenk. „Ich möchte das optimale Ergebnis und zu Top-Köchen und Top-Produkten gehören auch Top-Maschinen!“ Fünf Maschinen der Spütechnikschmiede sorgen im Liebesbier für glänzende Ergebnisse. In der Hauptküche reinigt eine Topf- und Utensilienspülmaschine das Equipment, in der Eventküche hebt und senkt sich die Haube der M-iClean H automatisch und drei M-iClean U bringen die Gläser zum Strahlen. Bei einer derart ästhetischen Location ist Design Trumpf und so pulsieren die Signalgriffe zweier M-iClean U unter dem Tresen der prägnanten Bar. Da Thomas Wenk großen Wert auf die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter legt, war er schnell vom Ergonomie-Konzept der M-iClean H überzeugt. Und die positiven Rückmeldungen der Mitarbeiter bestätigen genau das. „Man lernt dazu – langfristig ist Qualität ausschlaggebend. Das zeigt sich am Spülergebnis, weshalb wir schon überlegen noch eine Durchlaufmaschine anzuschaffen.“

Und so können Sie kommen, die Bierliebhaber und Feinschmecker, um in Bayreuth eine einzigartige Craft-Kultur zu erleben. Der Weg in die Top Ten der weltweiten Brau-Locations sieht vielversprechend aus. Bis dahin heißt es in Bayreuth weiter: Möge die Craft mit dir sein!

5.000 Gäste beim 4. CRAFT BRAUER FESTIVAL in Bayreuth

Auf dem Festivalgelände der Maisel’s Bier-Erlebnis-Welt gab es am 6. und 7. September Hopfiges, Hochprozentiges und Kurioses zu erleben. Rund 5.000 Besucher aus nah und fern verkosteten bei freiem Eintritt Biere von 14 Brauereien und Schnäpse von zwei Spirituosenmanufakturen.

Es gab bekannte Bierstile wie ein fränkisches Kellerbier oder tschechisches Pils, aber auch ausgefallene Kreationen wie ein Mango Milkshake Pale Ale aus Ungarn oder im Muskatelfass gereiftes Bockbier zu entdecken. Die neue CRAZY SHEEP KaffeeManufaktur lockte mit Coffeecocktails und der Maisel & Friends Biersommelier Michael König sorgte mit der Weltpremiere eines „Beer & Bugs Pairings“ für Dschungelcamp-Feeling. Mit Craftbier, Kaffee, Cocktail oder Festivalfood in der Hand lauschte das zum Teil hunderte Kilometer angereiste Publikum aller Altersklassen Elektrobeats oder entspannte in den liebevoll gestalteten Chill-out-Bereichen. Schnell kam der Hobbybrauer aus Aachen mit dem Bierblogger aus Stuttgart und dem spontanen Besucher aus Bayreuth ins Gespräch. Malzige Geheimtipps und lustige Geschichten aus den Tastings machten die Runde, so dass es sich anfühlte wie ein großes Familienfest. Alle Anwesenden einte das Interesse an Brauhandwerk und Genuss. Viele der Besucher wunderten sich, warum Gastgeber Maisel & Friends auf dem eigenen Brauereigelände von fremden Brauereien Bier ausschenken lassen. „Wir haben gerne andere Brauer um uns und gemeinsam wollen wir den Bierinteressierten zeigen, welche unglaubliche Sortenvielfalt und Gestaltungsspielräume es gibt,“ so Brauereiinhaber Jeff Maisel. „Ich danke allen Brauerfreunden und Gästen für ihr Kommen und freue mich riesig, dass wir an beiden Tagen so tolle Stimmung hatten.“

8. 8. 2019: Meinel-Bräu Hopfenzupferfest

Die Hopfenernte hat begonnen und wie jedes Jahr feiern viele Brauereien den Nachschub mit dem „Grünen Gold“ mit einem Hopfenzupferfest. So auch die Brauerei im fränkischen Hof. Die Besucher erleben, genießen und zupfen die ersten frischen, grünen Doldenhopfen aus dem fränkischen Spalt. Und auch in diesem Jahr braut das dortige Team live den fein-herben Meinel-Bräu Hopfenzupfer. Zupfen Sie mit den Brauern die Hopfendolden und sichern Sie sich Ihr FreiBier. Für Alle Kreativen bindet Floristmeisterin Tanja Krauß wieder Hopfenkränze für Tür, Tisch, Kopf. Für das leibliche Wohl sorgt Seasons Family mit fränkischen Rouladen & Seasons Salat. Für die musikalische Unterhaltung sorgen die „Lausbuben“. Ein besonderes herzliches Willkommen erwartet alle Halter von historischen Fahrzeugen, die sich gerne einen Platz vor dem Brauereitor reservieren lassen können. Dafür ist eine Anmeldung unter 09281/3514 erwünscht. Das Fest findet von 10:30 Uhr bis 18:00 Uhr in der Brauerei, Alte Plauener Str. 24 · 95028 Hof, statt.

Maisel’s Weisse Alkoholfrei verteidigt Titel als weltbestes alkoholfreies Weißbier

Die Brauerei Gebr. Maisel aus Bayreuth braut nach Meinung der hochkarätigen Jury des World Beer Awards das beste alkoholfreie Weißbier der Welt. Nachdem die Familienbrauerei bereits im vergangenen Jahr die höchste Auszeichnung bei den World Beer Awards aus London nach Franken holen konnte, wurde ihrer Maisel’s Weisse Alkoholfrei zum zweiten Mal in Folge der international angesehene Spitzenpreis verliehen.

Die Expertenjury der „World Beer Awards“ kürte vergangenen Mittwoch in London die besten Biere der Welt. Von der Brauerei Maisel erhielten gleich acht Bierspezialitäten die begehrten Auszeichnungen, was den Bayreuthern Glückwünsche aus aller Welt einbrachte. Besonders freut sich Brauereiinhaber Jeff Maisel über den Folgesieg von Maisel’s Weisse Alkoholfrei: „Es ist unglaublich selten, dass man bei einer Blindverkostung seinen Titel halten kann, deshalb sind wir völlig ausgeflippt, als die Nachricht aus London kam.“ Jeff Maisel dankt seinen Braumeistern und allen Mitarbeitern für ihren großartigen Einsatz und dass sie mit ihrem hohen Qualitätsanspruch ihr alkoholfreies Weißbier zum Besten der Welt machen. Neben Maisel’s Weisse Alkoholfrei erreichte auch Maisel’s Weisse Kristall einen Spitzenplatz und wurde zum besten Kristallweizen Deutschlands gekürt. Das sorgte ebenfalls für Freudentaumel in Bayreuth, denn mit dem filtrierten „Champagner-Weizen“ fing die Weißbier-Geschichte der Brauerei bereits 1955 an.

Von der Craftbiermarke „Maisel & Friends“ wurden sechs Biere mit dem weltbekannten Preis ausgezeichnet. Zum Deutschlandsieger ihres jeweiligen Stils wurden Maisel & Friends Weizen-IPA und Maisel & Friends Marc’s Chocolate Bock gekürt, eine Goldmedaille erhielten Maisel & Friends IPA und das erst seit dem Frühjahr erhältliche Maisel & Friends Hoppy Hell. Das ebenfalls noch sehr neue Maisel & Friends Alkoholfrei wurde mit Silber ausgezeichnet und Maisel & Friends Pale Ale mit einer Bronzemedaille. Die Vielzahl an Auszeichnungen und erreichten Spitzenplatzierungen beim renommierten World Beer Award beweisen, dass sich die innovativen Brauer aus Bayern auch im internationalen Vergleich nicht verstecken müssen.

Der World Beer Award (London)

Der „World Beer Award“ ermittelt jährlich die besten Biere der Welt. Dafür verkostet eine internationale, hochkarätig besetzte sowie unabhängige Expertenjury mehr als 3.500 Biere aus über 50 Ländern. Die ersten Verkostungsrunden fanden in Deutschland, England, den USA, Brasilien und Kanada statt. Alle Ländergewinner wurden schließlich am 7. August 2019 in London gegeneinander verkostet, um so „World’s Best Beers“ in den einzelnen Bierstilkategorien zu ermitteln.

Maisel’s Weisse von der Brauerei Gebr. Maisel

Hinter Maisel’s Weisse steht die Brauerei Gebr. Maisel, eine Familienbrauerei aus Oberfranken, der Region mit der höchsten Brauereidichte der Welt. Über Generationen hinweg prägte die Familie Maisel die Liebe zum Produkt und so war Maisel auch eine der ersten Brauereien, die ein Weißbier auf den Markt brachte. Aus dem einstigen Champagner-Weizenbier entwickelte sich Maisel’s Weisse. Die Bayreuther Spezialitätenbrauer haben dem Trendprodukt Weißbier zum dauerhaften Erfolg verholfen und bieten ihre Weisse heute in fünf Sorten an.