Ups, jetzt steht das vermutlich einzige Bier aus Portugal vor mir, das im deutschen Wikipedia über einen eigenen Eintrag verfügt: „Super Bock ist ein portugiesisches Bier. Es wurde 1927 erstmals gebraut und wird bis heute von der Super Bock Group hergestellt. Die beiden Biermarken Super Bock und Sagres sind die bekanntesten Biere in Portugal, mit einem Marktanteil von zusammen 89,5 %. Super Bock wurde international mit 35 Goldmedaillen (u. a. der Monde Selection) ausgezeichnet und wird in 21 weiteren Ländern vertrieben, unter anderem in Bermuda, Kanada, Luxemburg, Mosambik, Spanien, Vereinigtes Königreich und den USA. In Angola errichtet die Unicer eine eigene Super Bock-Brauerei. Zuvor war sie bereits der größte portugiesische Exporteur nach Angola, insbesondere mit Super Bock-Bier, von dem sie 2010 bereits 120 Millionen Liter in das Land einführte.“ Wenn das mich mal nicht neugierig macht. Öffne ich also die Flasche und schenke mir das Bier ein.
Intensiv golden und gefiltert glänzt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und sie bleibt auch durchschnittlich lange erhalten.
Frische Aromen nach Malz und würzigem Hopfen steigen mir in die Nase, dazu einige fruchtige Noten, die aber eindeutig eine untergeordnete Rolle spielen.
Eine feine Malzsüße ist auch der tragende Eindruck im Antrunk, zusammen mit einer angenehmen feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge bildet sich ein zur Süße passendes Bitter. Das Mundgefühl ist samtig. Insgesamt ein wirklich süffiges Bier. Der Abgang wird durch ein freundliches leichtes Bitter geprägt, das aber leider nur kurz nachklingt.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Mais, ungemälzte Gerste, Hopfen
Alkoholgehalt:
5,2 % Vol.
Empfohlene Genusstemperatur:
4° – 6° Celsius
Brauerei:
Super Bock Bebidas, S.A
Via Norte
4465-764 Leca do Ballo – Matosinhos
Portugal
http://www.superbock.pt/
Der Weltenburger Asam Bock verdankt seinen Namen dem genialen, barocken Maler und Baumeister des Spätbarocks Cosmas Damian Asam. Er wurde am 28. September 1686 geboren und verstarb am 10. Mai 1739 in München. Cosmas Damian Asam arbeitete hauptsächlich mit seinem Bruder, dem Stuckateur und Bildhauer Egid Quirin Asam zusammen. Er gilt ein Hauptmeister der süddeutschen Deckenmalerei zwischen Barock und Rokoko. Er wirkte bei der Ausgestaltung der Schlösser in Bruchsal, Ettlingen und Mannheim und der Klosterkirche Weingarten mit. Die Deutsche Bundespost gab zu Asams 250. Todestag im Jahr 1989 eine Gedenkmarke mit dem Wert 60 Pfennig heraus; sie zeigt Cosmas Damian Asam vor dem Deckenfresko in der Klosterkirche Weltenburg. Von dort stammt auch das Bier, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet, der Weltenburger Asam Bock.
Seit dem Sommer 2017 gibt es in Hannover die Genossenschaft „Nordstadt braut“. Bislang hat die etwa 500 in der Genossenschaft zusammengeschlossenen Bierliebhaber aus Hannover und Umgebung vier Biere, ein Mischgetränk und zwei Limonaden im Angebot. Eines der Biere ist der 30167 Bock, ein helles Bockbier, das in Zusammenarbeit mit Strecks Brauhaus aus Ostheim vor der Rhön produziert wurde.
In diesem Jahr habe ich erstmals ein Maibock von Bitburger im Handel gesehen und selbstverständlich musste ich sofort eine Probe mitnehmen. Ich mag einfach die stärker eingebrauten Bockbiere sowohl im Frühjahr als auch zu Weihnachten und im Winter. Nun will ich die Flasche aber auch sofort öffnen und das Bier verkosten.
Grillen und Bier passen bekanntlich gut zusammen, so dass es mich im letzten Jahr auch nicht verwunderte, als Maisel & Friends ankündigte, in jedem Jahr mit einem anderen bekannten Griller einen Sondersud kreieren zu wollen. Die Reihe sollte BrewBQ-Bier heißen. Im letzten Jahr brauten die Franken das Bier mit dem dreifachen Grillweltmeister Don Caruso. Und das jetzt erschienene Bier wurde gemeinsam mit dem bekannten Griller Marcel von BBQlicate entwickelt. Marcels Künstlername BBQlicate setzt sich aus den beiden Worten „BBQ“ und „deLICATE“ zusammen, frei übersetzt „köstliches Grillen“. So lag es denn auch nahe, das diesjährige BrewBQ-Bier mit dem Namen Bocklicate auszustatten, also „köstlicher Bock“. Gebraut wurde es am 25. Februar, was unter Einhaltung der Corona-Regeln sicherlich nicht einfach war und jetzt steht das Bier vor mir und wartet auf seine Verkostung.



