Archiv der Kategorie: Craft Beer

De Ranke – Noir de Dottignies

Das in Gold und schwarz gestaltete Etikett der Flasche zeigt eine Hand.Dottignies ist eine kleine Gemeinde in der wallonischen Provinz Hennegau mit etwas mehr als 7.000 Einwohnern. Von dort stammt das Noir de Dottignies der Brouwerij De Ranke, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Erstaunlich ist die Vielfalt der Biere, die von De Ranke stammen. Die kleine Brauerei bietet aktuell immerhin 18 Marken mit sehr unterschiedlichen Bieren an. Als ich im Internet nach dem Noir de Dottignies gesucht habe, fiel mir auf, dass es offensichtlich unterschiedliche Rezepturen für die einzelnen Sude gibt. Mal ist von sieben verwendetem Malzen die Rede, an anderer Stelle von sechs Malzen. Mal enthält das Bier 8,5 Volumenprozent Alkohol, mal 9 Volumenprozent. Es kann also durchaus sein, dass Sie im Handel ein Noir de Dottignes finden, dessen Angaben von den hier gemachten abweichen. Es ist nicht mein Fehler.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Die feste haselnussbraune Schaumkrone bleibt lange erhalten. So gefällt mir das Bier.

Aromen nach dunkler Schokolade und nach Mokka steigen mir in die Nase. Der Duft nach Kandis weist mich darauf hin, dass das Bier recht süß sein wird. Abgerundet wird das Aroma durch Düfte nach Vanille und Haselnuss.

Der Antrunk ist wie erwartet süß und er zeichnet sich durch die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge dominiert der Geschmack nach Mokka und Röstaromen mit einer milden Bitteren. Das Mundgefühl ist samtig und weich. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger, bleibt aber sanft und an die weiterhin vorhandene Süße angepasst. Der Alkohol wärmt im Magen und der Geschmack klingt in der Kehle lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Challenger, Northern Brewer, Styrian Golding), Zucker, Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Bittereinheiten:

46 IBU

Farbe:

100 EBC

Brauerei:

Brouwerij De Ranke
Rue Du Petit Tourcoing 1a
B-7711 Dottignies
www.deranke.be

Alvinne – Phi Rabarber

Grün und ohne unnötigen grafischen Ballast ist das Etikett es Phi Rabarber gestaltet.Alvinne ist eine recht junge Brauerei, die im Jahr 2004 gegründet wurde. Aktuell kann sie pro Jahr 1500 Hektoliter Bier brauen. Dabei haben sie sich auf Sauerbiere spezialisiert, die sie mit allerlei Früchten brauen. Dabei verlassen sie die ausgetretenen Wege der belgischen Brauereien und experimentieren mit allerlei Zutaten, an die kein anderer Brauer herangeht. So haben sie bereits Aprikosen, Spargel, Heidelbeeren, Brombeeren, Schlehen, Kirschen, Chili, Holunder, Eukalyptus, Feigen, Trauben, Stachelbeeren, Jostabeeren, Pfirsiche, geräucherte Ananas, Pflaumen, Quitten, Rosinen, Himbeeren, Rhabarber, Sanddorn und weiße Johannisbeeren verarbeitet. Und Alvinne verarbeitet nur ganze Früchte, keine Aromen, Säfte oder Muse. Jetzt steht vor mir das Phi Rabarber und wartet auf seine Verkostung.

Kupferfarben und leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine kleine Schaumkrone, die sich aber schnell auflöst.

Das Bier duftet nach Karamell und Rhabarber, abgerundet durch den Duft nach Kandis. Aber auch der Alkohol kommt in der Nase zu seinem Recht.

Der Antrunk zeigt, dass das Bier eine leichte Süße aufweist, die aber durch die kräftige Säure fast vollständig verdrängt wird. Die Säure bleibt auch auf der Zunge im Vordergrund. Obwohl die Säure kräftig ist, mir ist das Bier wirklich zu sauer, ist das Mundgefühl weich. Der Abgang ist dann überraschend mild mit recht langem saurem Nachklang.

Wie ich bereits geschrieben habe, ist mir die Säure zu kräftig. Ich habe daher die Verkostung abgebrochen und das restliche Bier verwendet, um am anderen Tag den Essig im Salat zu ersetzen. Dort machte sich das Bier ausgesprochen gut.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Zucker, Hefe, Rhabarber

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Brouwerij Alvinne
Vaartstraat 4a
8552 Moen
Belgien
www.alvinne.com

Hoppebräu – Weissbier

Das schlicht gehaltene Etikett des Hoppebräu Weißbier zeigt stilisiert die bayrischen Berge.Bereits seit längerer Zeit ist Markus Hoppe mit seinen fünf „wuiden“ Bierspezialitäten erfolgreich. Aber was ist ein Brauer aus Bayern ohne ein Weißbier? Das hat sich Markus vermutlich auch gesagt und hat etliche Versuche unternommen, um ein bayerisches Weissbier nach seinen Vorstellungen zu brauen. Das Ergebnis ist das Hoppebräu Weissbier mit einem Alkoholgehalt von 5,5 % Vol.

Golden und opalisierend strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber steht eine sahnige Schaumkrone, die sich aber leider recht flott auflöst.

Wider Erwarten duftet das Bier nicht fruchtig – zumindest nicht am Beginn. Stattdessen steigt mir der Duft hellen Malzes in die Nase, abgerundet durch den Duft nach Kräutern und Glas. Erst langsam kommen die Noten nach Banane und Nelken in Spiel, so dass das Bier die Erwartungen erfüllt, die ich in es gesetzt habe.

Der Antrunk ist recht süß und spritzig. Auf der Zunge ist der stiltypische Bananengeschmack nicht allzu ausgeprägt und er wird durch grasige Noten begleitet, außerdem durch ein leichtes Bitter. Aber das Mundgefühl ist angenehm samtig. Der Abgang ist mild. Der Geschmack nach Banane wird kräftiger, genau wie auch die Bittere etwas zunimmt. Obwohl die Bittere immer noch stiltypisch zurückhaltend eingesetzt wurde, klingt sie doch recht lang nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Weizenmalz

Alkoholgehalt‍:

5,5 % Vol.

Bittereinheiten‍:

20 IBU

Empfohlene Genusstemperatur‍:

3° – 5° Celsius

Brauerei:

Hoppebräu GmbH
Tölzer Straße 37
83666 Waakirchen
www.hoppebraeu.de

Kraftpaule – Pils

Laut dem Aufdruck auf dem Etikett ist das Pils von Kraftpaule sensationell.Stuttgart ist ja nun nicht gerade als Bier-Eldorado bekannt. Aber eines ist sicher: auch in der Hauptstadt der Schwaben gibt es durchaus einige Bierliebhaber, die sich gegen die Übermacht des Weins zur Wehr setzen.

Golden und mit geringer Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine gemischtporige volumige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Obwohl das Bier vergleichsweise wenig Hefe enthält, duftet es nach Biskuitteig, abgestimmt durch die Fruchtigkeit des Hopfens, die mich an Zitronen und Zitrusschalen denken lässt.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes freundliches Bitter dazu. Das Mundgefühl ist angenehm samtig, wie man es bei einem Pils nur selten findet. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bittere klingt noch lange in der Kehle nach.

Von Kraftpaule kommt ein ungewöhnliches, aber wirklich gutes Pils

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Saphir), Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

13° Plato

Farbe:

10 EBC

​Brauerei:

Kraftpaule GmbH
Neckarstraße 132
70190 Stuttgart
www.kraftpaule.de

ÜberQuell – Franzbrewtchen

Das Franzbrötchen ist eine Spezialität aus Hamburg. Es wird aus süßem Plunderteig gebacken mit Schichten aus Zimt und Zucker. Es gibt auch viele andere Variationen des Franzbrötchens, aber das Original ist halt mit Zimt und Zucker. Auch wenn sich das Franzbrötchen vor einiger Zeit angeschickt hat, die anderen Gegenden Deutschlands zu erobern, habe ich noch nirgendwo eine Bäckerei gefunden, die die Franzbrötchen in der Qualität wie in Hamburg herstellt. Ebenfalls aus Hamburg stammt die flüssige Variation eines Franzbrötchens, die von ÜberQuell direkt am Hamburger Fischmarkt stammt. Es handelt sich um ein Brown Ale, aromatisiert mit Tonkabohnen und Zimtstangen.

Tief dunkelbraun, fast schwarz, läuft das Bier ins Glas. Die haselnussbraune Schaumkrone ist klein und fällt schnell in sich zusammen. Jetzt sieht das Franzbrewchen fast wie Cola aus.

Das Bier duftet süß nach Karamell und Zimt. Irgendwie wirkt das Aroma bonbonartig, aber es gefällt mir nicht schlecht. Das Bier trägt seinen Namen zu Recht.

Wie erwartet ist der Antrunk süß und das Bier verwöhnt meinen Gaumen mit der sehr feinperligen Kohlensäure. Wie der Name bereits erwarten lässt dominieren auf der Zunge Karamell und Zimt, was sehr gut mit dem Alkohol harmonisiert. Das Mundgefühl ist weich und rund. Der Abgang ist sehr mild und so gut wie kein Bitter kitzelt meine Kehle. Dafür wärmt der Alkohol jetzt im Magen.

Das Franzbrewchen ist ein ungewöhnliches Bier, das zu Desserts wie Grießpudding oder Bayrisch Creme passt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Ceylon Zimt, Tonkabohnen, Hefe, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,3 % Vol.

Stammwürze:

18° Plato

Bittereinheiten:

3 IBU

Brauerei:

ÜberQuell Brauwerkstätten
St. Pauli Fischmarkt 28-32
20359 Hamburg
www.ueberquell.com

VBDCK – Kerel says it all

Die Brauerei Verbeeck wurde Ende des 19. Jahrhunderts gegründet und sie ist nach wie vor eine inhabergeführte Brauerei. Die Geheimnisse des Erfolgs wurden vom Vater an den Sohn weitergegeben, bis dieser selbst Vater wurde… und so weiter. Die Söhne der Sechziger-Generation hatten jedoch andere Pläne. Im Jahr 1966 wird die Brauerei dichtgemacht, bis im Jahr 2015 eine neue Generation herangewachsen war und die Brauerei neu eröffnete. Die Linie der Familie Verbeeck-Back wurde durch die Familie De Cock verstärkt. Zusammen haben sie den beeindruckenden, beruhigend belgisch klingenden Namen Verbeeck – Back – De Cock gebildet. Kurz VBDCK. Dieser neue Jahrgang von VBDCK, der die Familientradition der belgischen Qualität und des Handwerks fortsetzt, hat die Geschichte fortgesetzt.

Das war allerdings nicht so einfach wie gedacht. Leider waren die ursprünglichen Rezepte der Biere verloren gegangen, wie auch ansonsten von der alten Brauerei nichts mehr übrig war. Aber in einem Keller fand sich noch eine einige Flasche des ursprünglichen Bieres. Diese Flasche wurde einem Labor übergeben, das versuchen sollte, das Bier zu analysieren und die ursprüngliche Hefe zu extrahieren. Auch wenn die Chance nicht allzu groß war, dass das klappte, gelang den Wissenschaftlern das Kunststück doch. Somit enthält die Flasche, die jetzt vor mir steht, ein Bier, wie es bereits im 19. Jahrhundert gebraut wurde. Jetzt ist es aber wirklich an der Zeit, die Flasche zu öffnen.

Blickdicht schwarz mit einer haselnussbraunen feinporigen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas. Ein Bier wie gemalt.

Das Bier duftet nach Kaffee und gerösteten Nüssen, abgerundet durch einige blumige Noten.

Der Antrunk ist sehr süß. Auffällig ist die sehr feinperlige und dabei doch kräftige Kohlensäure. Auf der Zunge lässt die Süße etwas nach und die kräftigen Röststoffe kommen in den Vordergrund. Fast schmeckt das Bier etwas verbrannt. Damit ist der Geschmack nicht ganz rund. Trotzdem ist das Bier angenehm zu trinken. Zusammen bilden die Süße, die Röststoffe und ein Hauch fruchtiger Säure einen angenehmen Charakter. Der Abgang ist mild und nur ein leichtes Bitter kitzelt meine Kehle. Der Geschmack nach Kaffee klingt einige Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Bittereinheiten:

44 IBU

Farbe:

59 EBC

Brauerei:

Verbeeck-Back
Antwerpse Steenweg 12
9140 Tielrode
Belgien
www.vbdck.be

Abbaye des Rocs – La Nuit Étoilée

Die Sternennacht (französisch La Nuit Étoilée) ist ein Gemälde des niederländischen Malers Vincent van Gogh. Das Gemälde stellt dar, was Van Gogh im Mai 1889 von seinem Zimmer im Asyl des Klosters Saint-Paul-de-Mausole in Saint-Rémy-de-Provence aus sehen konnte. Seit 1941 wird das Bild im Museum of Modern Art (MoMA) in New York aufbewahrt. Das Kulturjahr 2015 rückte Vincent Van Gogh ins Rampenlicht. Das Etikett auf dem La Nuit Étoilée, einem Tripel, zeigt einen Teil des gleichnamigen Gemäldes.

Orangefarben und präsentiert sich das Bier im Glas. Während ich es einschenke bildet sich eine voluminöse Schaumkrone, die aber schnell in sich zusammenfällt. Da könnte die Brauerei noch einmal nachbessern.

Das Bier duftet nach Karamell sowie nach reifen Früchten, vor allem den Duft überreifer Äpfel kann ich wahrnehmen. Auch die 9 Volumenprozent Alkohol sind deutlich zu riechen.

Der Antrunk ist mäßig süß und er zeichnet sich durch eine feinperlige aber kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge steht eine leichte Säure im Mittelpunkt. Eine Bittere ist praktisch nicht zu schmecken. Irgendwie wirkt das Bier unrund. Der Abgang ist schlank ohne Nachklang.

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Brauerei:

Brasserie de l’Abbaye des Rocs S.A.
Chaussee Brunehault 31
Montignies-sur-Roc
Belgien
www.abbayedesrocs.com

Maisel & Friends – Royal

Bereits zum vierten Mal brauten die Auszubildenden bei Maisel ein Bier, das sie selbst von Anfang bis Ende entwickelt haben – von der Entwicklung des Rezepts über die Produktion und die Namensgebung bis zur Gestaltung des Etiketts.

In diesem Jahr haben sich die Auszubildenden für ein Brut Pale Ale entschieden. Ich empfinde diesen Bierstil als sehr elegant und dementsprechend edel ist auch das Etikett gestaltet. Goldener Druck auf schwarzem Grund sieht doch immer gut aus. Dazu kommt noch der Name. Es scheint bei diesem Bier also alles zu passen, vorausgesetzt, das Bier ist auch entsprechend.

Die Brauerei verspricht es jedenfalls. Dort liest sich die Beschreibung so: „Eine Aromatik, die den Genießer an prickelnden Schaumwein erinnert, gepaart mit einem trockenen Abgang: Unser Maisel & Friends Royal setzt dem Brauhandwerk mit prickelnden Schampus-Anklängen die Krone auf. Das Brut Pale Ale macht den Biergenuss zum royalen Trinkerlebnis.“ Das macht doch schon mal neugierig auf dieses Bier. Andererseits hat sich Maisel bislang noch nicht an diesen Bierstil herangetraut, so dass es für alle Beteiligten eine Premiere ist. Aber genau das ist bei den Bierverkostungen schließlich das Spannende. Nach diesen Betrachtungen ist es jetzt aber wirklich an der Zeit, die Flasche zu öffnen und das Bier zu verkosten.

Strohgelb und mit leichter Hefetrübung leuchtet mir das Bier aus dem Glas entgegen. Der durchschnittlich voluminöse und feste Schaum bleibt sehr lange erhalten. Optisch macht das Bier schon mal eine sehr gute Figur. Außerdem fällt mir bereits beim Einschenken das fruchtige Aroma des Biers auf.

Das Bier duftet nach Grapefruitschale, nach Birnen und Trauben, abgerundet mit einem Hauch Gras. Auch das helle Malz kommt in der Nase zum Tragen.

Der Antrunk ist trocken und spritzig. Bereits der erste Eindruck erinnert an Champagner. Auch auf der Zunge behält das Bier seinen trockenen und eleganten Charakter. Eine leichte fruchtige Säure gesellt sich dazu und sorgt für ein weiches Mundgefühl. Im Abgang wird die Fruchtigkeit kräftiger, wobei die Aromen nach Zitrus und Birne in den Vordergrund treten. Obwohl die Bittere nur dezent eingesetzt wurde, klingt der Geschmack lange nach.

Die begeisterte Beschreibung der Brauerei ist nicht übertrieben. Ich würde mir wünschen, dass Maisel & Friends dieses Bier ins dauerhafte Sortiment aufnehmen würde.-

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Blanc, Galena, Aramis), Hefe

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Stammwürze:

10,09° Plato

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Brauerei Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Brabandere – Red Petrus

Die Brauerei De Brabandere kann auf eine reiche Geschichte zurückblicken, schaut aber ebenso zuversichtlich in die Zukunft. Der Traum, den der Gründer Adolphe De Brabandere Ende des neunzehnten Jahrhunderts hegte, als er den Grundstein für seine Brauerei in Bavikhove legte, ist mit dem heutigen erfolgreichen Unternehmen Wirklichkeit geworden. Brauen war, ist und bleibt in der Brauerei De Brabandere eine Kunst. Betrachten wir die zahlreichen charaktervollen Biere dieser Brauerei als Erbe: hergestellt mit traditioneller Handwerkskunst, authentischen Zutaten und… viel Liebe.

In einem kräftigen und sehr dunklen Rotbraun strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige rosa Schaumkrone ist recht klein und sie löst sich auch schnell auf.

Der Duft reifer Kirschen steigt mir in die Nase. Dabei riecht das Bier nicht so süß wie viele andere Fruchtbiere. Der Kirschduft ist allerdings so intensiv, dass der Duft des Bieres vollständig überdeckt wird.

Der Antrunk ist angenehm trocken und fruchtig. Wie in der Nase stehen die Kirschen auch auf der Zunge im Vordergrund. Dazu kommt eine leichte Säure. Jetzt kann ich auch zum ersten Mal schmecken, dass ich ein Bier trinke, denn dieser Geschmack tritt jetzt leicht in Erscheinung. Im Abgang schmecke ich weiterhin Kirschen; jetzt gesellt sich aber auch ein leichter Marzipangeschmack dazu, was darauf hinweist, dass ganze Kirschen verbraut oder zumindest gesaftet wurden.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Kirschsaft (10 %) Zucker, Hopfen, Aroma

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij de Brabandere
Rijksweg 33
8531 Bavikhove
Belgien
www.brouwerijdebrabandere.be

Baisinger – Kellerteufel

Die Baisinger BierManufaktur ist eine inhabergeführte Brauerei in Rottenburg am Necker und gehört der Familie Teufel. Das ist auch der Grund, weshalb die Namen der meisten Biere irgendetwas mit dem Satan im Namen haben. Dies gilt auch für den Kellerteufel, der jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Hell und opalisierend strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige und schneeweiße Schaumkrone ist relativ klein, bleibt aber lange erhalten. Damit gibt es an der Optik nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Biskuitteig, abgerundet durch einen Hauch Honig und florale Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße sowie eine feinperlige aber kräftige Kohlensäure aus.

Zum Geruch: Ein Mix aus getreidigen und hefigen Aromen. Dazu hat man noch ein wenig Honig. Zitrusnoten runden den Geruch ab. Auf der Zunge gesellt sich zur Süße noch eine leichte fruchtige Säure, die gut mit den Karamellnoten des Biers harmoniert. Bitterstoffe sind nur wenige zu schmecken. Das Mundgefühl ist schlank aber weich. Im Abgang wird das Bier etwas kräftiger und es klingt sehr lange nach.

Wenn ich das Bier mit drei Worten beschreiben sollte, wären das „angenehm, edel, süffig“.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Baisinger BierManufaktur
Ergenzinger Str. 13
72108 Rottenburg a.N./Baisingen
www.baisinger.de