Archiv der Kategorie: Biertest

Fässla – Zwergla

Das Flaggschiff der fränkischen Traditionsbrauerei Fässla ist das dunkle, mild-süffige Zwergla Bier. Das dunkle Märzen will mit leicht süßlichen Noten und einer gewissen malzigen Nussigkeit überzeugen. Mit 6,0% Vol. hat es eine moderate Stärke, die einen nicht direkt nach der ersten Flasche umhaut.

Mahagonifarben strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die elfenbeinfarbene Schaumkrone ist zwar gemischtporig, bleibt aber trotzdem lange erhalten.

Das Aroma ist wie erwartet malzbetont nach Karamell mit einem Anklang nach Vanille.

Der Antrunk ist relativ süß, was gut zur feinperligen Kohlensäure passt, die schön passend dosiert ist. Auf der Zunge dominieren die Röstaromen mit einem Anklang von Kaffee und einem geringen Bitter, das von einer minimalen Säure begleitet wird. Dadurch ist das Mundgefühl voll und rund. Insgesamt ist das Zwergla ein schön süffiges Bier. Der Abgang ist wieder recht süß mit einem leichten Bitter und einem langen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Stammwürze:

13,5° Plato

Brauerei:

Brauerei Fässla
Obere Königsstraße 19-21
96052 Bamberg
www.faessla.de

 

Duchesse de Bourgogne

Bei Verhaeghe Vichte ist Tradition mehr als nur eine hohle Phrase. Schließlich wird in dieser Brauerei seit vier Generationen flämisches rotbraunes Bier gebraut. Für Karl und seinen Bruder Peter, den Brauer, begann die Geschichte mit Vichtenaar, aber es ist Duchesse de Bourgogne, das zu ihrem Flaggschiffbier geworden ist. Es wird mit tief gerösteten Malzen und gereiftem Hopfen gebraut, was eine geringe Bitterkeit ergibt. Es sind viele Jahrhunderte vergangen, aber Maria von Burgund genießt in der Stadt Vichte noch immer hohes Ansehen. Diese in Brüssel geborene Herzogin war die Gemahlin Maximilians I. „Sie gewährte den Bürgern viele Rechte und unterstützte die Brauer“, erzählt Karl Verhaeghe von der Brouwerij Verhaeghe Vichte. Die regionalen Biere, die bei der Gründung der Brauerei 1885 erstmals hergestellt wurden, werden auch heute noch von Karl und Peter gebraut.

Es handelt sich um typisch flämische rotbraune Biere, eine Mischung aus obergärigen Bieren, die in Eichenfuß gereift sind. In diesen Fässern durchläuft das obergärige Bier eine zweite wilde spontane Gärung. Daher werden diese Biere auch als Biere mit Mischgärung bezeichnet. Nach der Hauptgärung und der Kühllagerung setzt die Duchesse de Bourgogne ihre Reifung in Eichenfermentern fort. Die Tannine aus der Eiche verleihen dem Bier seinen frischen und fruchtigen Charakter. Jetzt möchte ich feststellen, ob sich dieser ganze Aufwand überhaupt lohnt.

Mahagonifarben fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine recht kleine hellbraune Schaumkrone, die durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Düfte nach Trockenfrüchten und dunkler Schokolade steigen mir in die Nase, wobei der Alkohol dem Aroma eine weitere Fülle verleiht. Insgesamt erinnert das Aroma mich an Likör, wobei ich dies eigentlich bei nur 6,2 Volumenprozent Alkohol nicht erwartet hätte.

Im Antrunk halten sich die süßen und die sauren Noten die Waage. Auffällig ist die extrem feinperlige Kohlensäure, die auf die lange Reifung dieses Bieres hinweist. Auf der Zunge entwickelt sich vor allem die fruchtige Säure, die nur mühsam von der Restsüße des Malzes im Zum gehalten wird. Das Mundgefühl ist schwer und voll. Im Abgang wird das Sauer kräftiger und zusammen mit der Süße erinnert das Bier jetzt an einen alten Balsamico, aber an einen, von dem man nach einem guten Essen einen Teelöffel voll pur genießt. Leider ist der Nachklang recht kurz.

Das Bier eignet sich hervorragend zu Meeresfrüchten und gebratenem Fisch, genau wie zu Hartkäse. Auch für eine Soße zu dunklem Fleisch kann es gut verwendet werden.

Zutaten:

Wasser, Hefe, Malz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,2% Vol.

Brauerei:

Brasserie Verhaeghe Vichte
Stin-Dierikserf 1
8570 Vichte
Belgien
www.brouwerijverhaeghe.be

Rügener Insel-Brauerei – Baltic Stout

Nun steht wieder einmal ein Bier von der Insel Rügen vor mir, das Baltic Stout von der Insel Brauerei in Rambin. Markus Berberich hat die Brauerei gegründet und entwickelt seitdem dort seine Biere, die er selbst „Seltene Biere“ nennt, ich würde eher sagen, dass zumindest ein großer Teil der Biere aus Rambin einmalig ist. Aber genug geplaudert, es ist an der Zeit, die Flasche zu öffnen und das Bier zu verkosten.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine sehr voluminöse feste Krone aus mittelbraunem Schaum, die sehr lange erhalten bleibt. Die Optik ist der helle Wahnsinn.

So geht es auch mit dem Aroma weiter. Düfte nach dunkler Schokolade, Espresso und gerösteten Nüssen steigen mir in die Nase. Abgerundet wird das Aroma durch eine angenehme Malzsüße und aus dem Hintergrund könnte sogar noch der Duft nach Süßholz dazukommen. Da bekomme ich richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht süß. Das ist keine Überraschung, aber obwohl die sehr feinperlige Kohlensäure eher knapp dosiert ist, passt sie doch zur Süße. Auf der Zunge bildet sich der Geschmack nach Schokolade, dazu etwas Vanille und gemeinsam mit den 7,5 Volumenprozent Alkohol erinnert das Bier schon fast an Likör. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang kommt der Kaffeegeschmack mehr in den Vordergrund, dazu der wärmende Alkohol. Das Bier bleibt mild mit wenigen Bitterstoffen, dafür klingen die Röstaromen lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Traubenzucker, Naturhopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Stammwürze:

12,9° Plato

Bittereinheiten:

20 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

12° – 16° Celsius

Brauerei:

Rügener Insel Brauerei GmbH
Hauptstraße 2c
18573 Rambin
http://insel-brauerei.de/

Früh Kölsch

Die Brauerei Früh im Schatten des Kölner Doms wurde bereits 1895 von Peter Josef Früh gegründet und befindet sich seitdem im Besitz der Familie. Die Produktpalette der Brauerei ist bis heute überschaubar. So stellt sie neben dem Kölsch, das jetzt vor mir steht, nur ein alkoholfreies Kölsch, ein Radler sowie eine Fassbrause her. Jetzt steht das klassische Kölsch vor mir, ein obergäriges Bier mit 4,8 Volumenprozent Alkohol.

Leuchtend golden ist das Kölsch mit einer durchschnittlichen Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzbetont, wobei im Hintergrund noch einige blumige Noten mitspielen.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Die leichte Süße schmeichelt meiner Zunge, insbesondere weil sie von einem passenden Bitter begleitet wird, was für ein volles Mundgefühl sorgt. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes und freundliches Bitter aus, das durchschnittlich lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Cölner Hofbräu P. Josef Früh KG
Robert-Bosch-Straße 15-17
50769 Köln
www.frueh.de

Argus 11 Premium

Jetzt steht mal wieder ein Bier von Lidl vor mir. Argus ist eine Eigenmarke von Lidl in Tschechien und Polen, ab und an importiert Lidl das Bier aber auch nach Deutschland, in diesem Fall aus Tschechien.

Intensiv goldgelb präsentiert sich das Bier. So schön die Farbe auch ist, so wenig macht die Schaumkrone her. Sie ist recht klein und gemischtporig. Außerdem fällt sie bis auf einen kleinen Rest recht schnell zusammen. Eine gute Optik sieht anders aus.

Das Bier duftet nach Karamell, unterstützt durch einige blumige Noten. Das Aroma vermittelt aber eher den Eindruck eines Billigbiers.

Der Antrunk ist eher trocken und die reichlich dosierte Kohlensäure sorgt für die notwendige Frische. Auf der Zunge überdeckt eine mäßig angenehme Bitterkeit die vorhandene Restsüße. Obwohl ich die Harzigkeit und Würze des verwendeten Saazer Hopfens bestenfalls erahnen kann, ist das Bier doch einigermaßen vollmundig. Im Abgang bleibt nur der bittere Geschmack, der recht lange nachklingt.

Das Argus 11 ist durchaus gut trinkbar, auch wenn es sicherlich nicht die Krönung der tschechischen Braukunst darstellt.

Zutaten:

Trinkwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenerzeugnisse

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Hols a.s.
Zlatnická 1128/6
11121 Prag 1
Tschechien

ÜberQuell – Orange Sunshine Summer Wit

Unmittelbar am Hamburger Fischmarkt auf St. Pauli befindet sich die Brauerei ÜberQuell. Ich war bislang nur einmal dort. Das Wetter war schön, ich konnte draußen sitzen und in sympathisch-improvisiert erscheinender Umgebung mein Bier genießen. Mindestens bei gutem Wetter ist die Brauerei einen Besuch wert. Genauso haben mir auch die Biere gefallen, die ich bislang aus dieser Brauerei verkostet habe und ich hoffe, dass es mir mit dem Witbier, das jetzt vor mir steht, auch so geht.

Hell bernsteinfarben und hefetrüb läuft das Bier ins Glas. Die feinporige Schaumkrone ist nicht allzu ausgeprägt und bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Das Aroma ist sehr fruchtig. Die Düfte der verbrauten Orangenschale steigen mir in die Nase. Sie harmonisieren sehr gut mit dem Aroma des rosa Pfeffers und dem Koriander. Ja, die Jungs auf St. Pauli haben tatsächlich auch rosa Pfeffer mit in den Sud getan. Auch wenn der rosa Pfeffer botanisch kein Pfeffer ist, sondern die Beere des südamerikanischen Schinusbaums, kann er kulinarisch doch als Pfeffer behandelt werden.

Der Antrunk ist frisch und die leichte Süße sorgt bei mir zusammen mit der reichlich enthaltenen Kohlensäure für echte Begeisterung. Auf der Zunge wird das Bier etwas trockener und die würzigen Noten des rosa Pfeffers und des Korianders übernehmen das Zepter. Die Orangenschale schmeckt eher aus dem Hintergrund durch. Der Abgang ist fruchtig-bitter mit kurzem Nachklang.

Durch den rosa Pfeffer ist das Orange Sunshine Summer Wit eine recht eigenwillige Interpretation des belgischen Witbiers, aber es kommt richtig gut. Leider ist der Sommer jetzt vorbei, aber ich hoffe darauf, dass im nächsten Jahr erneut dieses Bier aus Hamburg bei mir landet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Rohweizen, Hopfen, Koriandersaat, Orangenschale, Hefe, rosa Pfeffer

Alkoholgehalt‍:

5,6 % Vol.

Bittereinheiten:

28 IBU

Stammwürze:

10° Plato

Brauerei:

ÜberQuell Brauerei
St. Paule Fischmarkt 28
20359 Hamburg
https://ueberquell.com

Herforder Landbier

Die Herforder Brauerei rühmt sich als Familienunternehmen, obwohl im Jahr 2007 die Warsteiner-Gruppe eine Mehrheitsbeteiligung an der Brauerei erworben hat. Da frage ich mich zunächst, wie der Begriff „Familienunternehmen“ überhaupt definiert. Wikipedia schreibt dazu:

„Familienunternehmen sind … durch ihre Eigentums- und Leitungsstrukturen charakterisiert. Sie unterliegen … keinerlei Größenbeschränkungen … Eine Expertengruppe der EU schlägt vor, eine in Finnland entwickelte Definition zu übernehmen:

Ein Unternehmen jeder Größe ist ein Familienbetrieb, wenn

  • die natürliche(n) Person(en), die das Unternehmen gegründet hat/haben, oder die das Aktienkapital der Firma erworben hat/haben, oder deren Nachkommen im Besitz der Mehrheit der Entscheidungsrechte ist/sind,
  • die Mehrheit der Entscheidungsrechte direkt oder indirekt besteht, oder wenn
  • mindestens einer der genannten formal an der Unternehmensleitung beteiligt ist, oder
  • wenn bei börsennotierten Unternehmen 25 % der Stimmrechte bei den genannten liegen.“

Familienunternehmen ist also ein weitgefasster Begriff. Aber gut, wir sollen uns hier auch nicht vorrangig mit Wortdefinitionen befassen, sondern mit dem Bier, in diesem Fall mit dem Herforder Landbier.

Kupferfarben und leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine richtig schön große feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. An der Optik gibt es schon mal nichts auszusetzen.

Düfte nach Malz und Karamell steigen mir in die Nase, unterstützt durch eine gewisse Würzigkeit des Hopfens und den diskreten Duft der Hefe. Da die Malzigkeit eindeutig im Vordergrund steht, erwarte ich ein Bier mit einer recht kräftigen Restsüße.

Und tatsächlich – der Antrunk ist so süß wie ich es erwartet habe. Leider ist die feinperlige Kohlensäure recht sparsam dosiert. Der erste Eindruck relativiert sich, als sich das Bier auf der Zunge verteilt. Der Malzgeschmack ist jetzt kräftig und er wird durch den Geschmack der Hefe unterstützt. Bitterstoffe sind nur wenig vorhanden. Auch wenn das Bier recht vollmundig ist, ist der Geschmack nicht so richtig rund. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes Bitter mit langem Nachklang aus.

Wenn ich mich an die 1980er Jahre zurückerinnere, hätte ich mir ein solches Bier sicher gewünscht. Jetzt macht es auf mich einen etwas altbackenen Eindruck, irgendwie aus der Zeit gefallen. Mit einem Hopfen, der Aroma ins Bier zaubert, könnte es mich aber sicher begeistern.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Bittereinheiten:

19 IBU

Farbe:

15 EBC

Brauerei:

Herforder Brauerei GmbH
Gebr.-Ueckermann-Str. 1
32120 Herford
www.herforder.de

Bush – Pêche Mel

Pêche Mel Bush wird seit 2009 von der Brasserie Dubuisson gebraut. Im Gegensatz zu vielen anderen Fruchtbieren aus Belgien wird das Pêche Mel Bush nicht mit Saft oder ganzen Früchten gebraut, sondern es kommen Fruchtaromen und -extrakte zum Einsatz, wobei die Brauerei ausdrücklich darauf hinweist, dass es sich um natürliche Aromen und Extrakte handelt. Mit einem Alkoholgehalt von 8,5 % ist das Pêche Mel Bush vermutlich das stärkste belgische Fruchtbier.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich voluminöse Schaumkrone hat einen leichten Gelbstich und bleibt lange erhalten.

Das Bier duftet sehr intensiv nach Pfirsich. Eine solche Intensität wäre mit Saft vermutlich nicht zu erreichen. Alle anderen Düfte werden übertönt.

Der Antrunk ist süß, aber die reichlich dosierte Kohlensäure macht die Süße erträglich. Auf der Zunge dominieren wie in der Nase die Pfirsicharomen. Jetzt kommen aber auch leichte bierige Noten durch und werten den Geschmack auf. Bitter ist bestenfalls zu erahnen. Würde das Bier etwas mehr Säure enthalten, würde es mir dadurch sicher besser schmecken. Angenehm ist aber das weiche Mundgefühl. Erst im Abgang kommen erstmals die Bitterstoffe zum Tragen; sie klingen aber nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Zucker, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Fruchtsaft (15% Pfirsich), Pfirsicharoma

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Brauerei:

Dubuisson Brewery
Chaussée de Mons, 28
7904 Pipaix
Belgien
https://www.dubuisson.com/

Genys – Kalifornikacija

Die litauische Bierszene ist lebendig, mit immer mehr kleinen Brauereien, die sich den großen und natürlich uns, Bierfreaks, Geeks und Durchschnittsliebhabern, stellen. Ein Aufenthalt in Litauen ist für den Liebhaber außergewöhnlicher Biere ein echtes Erlebnis. Dort gibt es nicht nur viele gute importierte Produkte, sondern es gibt auch die Brauer, Menschen, die leidenschaftlich für Bier sind und mutig genug, um tatsächlich einen Sprung in die unruhigen Gewässer der kommerziellen Brauerei von zu Hause aus zu machen.

Hell bernsteinfarben präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine kleine gemischtporige Schaumkrone, die recht schnell in sich zusammenfällt.

Das ausgeprägte Aroma verführt mit den Düften nach Zitronenschalen, Ananas, Karamell und weißem Pfeffer.

Der Antrunk ist frisch durch die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure. Eine leichte Süße ist gepaart mit der Fruchtigkeit, in der sich die Aromen widerspiegeln, wobei Limone und Ananas dominieren. Auf der Zunge halten sich die Bitterstoffe des Hopfens noch zurück. Diese kommen erst im Abgang richtig zur Geltung, wo sie gemeinsam mit der Fruchtigkeit für einen langen Nachklang sorgen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Maris Otter, Best Cara Pils), Hopfen (Cascade, Citra, Bravo, Perle), Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Genys Brewing, UAB
Juozapavičiaus av. 7H
45251 Kaunas
Litauen
www.genysbrewing.lt

Hellers – Hopfengarten

In jedem Jahr braut Hellers in Köln ein Jahrgangsbier und jetzt steht eines dieser Biere vor mir, das Hopfengarten.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist leicht überdurchschnittlich groß und bleibt lange erhalten. Die Optik des Hopfengartens gefällt mir schon mal.

Auch das Aroma kann mich überzeugen. Düfte nach Zitrone, Ananas und Mango steigen mir in die Nase. Das macht schon mal Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht trocken und dabei frisch und fruchtig. Die Fruchtigkeit bleibt auch auf der Zunge erhalten, dabei bleibt das Bier mild; die Bitterstoffe des Hopfens halten sich diskret im Hintergrund. Sie kommen erst im Abgang etwas mehr hervor, das Bitter ist freundlich und leicht, klingt aber trotzdem recht lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, Münchner Malz), Hopfen (Callista, Hallertau Blanc), Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Heller GmbH
Roonstr. 33
50674 Köln
www.hellers.koeln