Archiv der Kategorie: Biertest

N’Ice Chouffe

Die Brauerei, ein Tochterunternehmen von Duvel, preist dieses Winter Ale vollmundig an: „Die Gnome des Märchenlandes lieben dieses goldene Bier besonders. LA CHOUFFE, mit seinem leicht hopfigen Geschmack, der Noten von frischem Koriander und fruchtigen Noten kombiniert, ist das Getränk, das ihnen Lebensfreude verleiht. Zumindest ist es das, was diese Kobolde sagen, wenn sie durstig sind. Ihr Geheimnis wurde von Generation zu Generation eifersüchtig gehütet, bis zu dem Tag, an dem sie das Rezept mit den Menschen teilten, um ihre Freundschaft zu besiegeln. Von allen Legenden aus der wunderschönen Region der belgischen Ardennen ist die Geschichte von LA CHOUFFE diejenige, die es am meisten verdient, nacherzählt zu werden.“ Na ja, wenn nur die Hälfte dieses Textes der Wahrheit entspricht, lohnt es sich doch wohl bestimmt, dieses Bier zu verkosten.

Sie kennen die Legende von Ca Chouffe nicht, wollen sie aber gerne kennenlernen? Na gut, hier ist sie: „Sie müssen wissen, dass die kleine Brauerei und das Restaurant im malerischen Dorf Achouffe, im Wallonieteil der belgischen Ardennen, untergebracht sind. Chouffe stammt aus dem wallonischen Dialekt und kann mit Gnom übersetzt werden. Die Verschwörungstheoretiker unter uns würden wohl vermuten, dass der Name der Brauerei und des Bieres ausschließlich aus dem Namen des Dorfes abgeleitet wurde. Obwohl das wahr sein mag, soll die Region die Heimat einer Kolonie von Gnomen gewesen sein, die einst genug Bier gebraut haben, um das ganze belgische Volk das ganze Jahr über betrunken zu halten. Das Bier floss direkt aus einer Quelle in den Wäldern von Cedrogne, in der Nähe des geheimen Treffpunkts der Tempelritter vor den Kreuzzügen. Dieses Gebiet ist auch heute noch als das Tal der Feen bekannt, das, wie die Legende sagt, einst der höchste Punkt Belgiens war. Von diesem Zeitpunkt an floss das Bier bergab ins ganze Land. Schließlich wurde das Gebiet durch die große Pest verwüstet und viele Dörfer in der Region verschwanden völlig. Eine Katastrophe ereignete sich und die Zwerge von Achouffe wurden lebendig begraben. Die große Goblinbrauerei stellte die Bierproduktion ein und die Belgier waren gezwungen, ihr eigenes Bier zu brauen. Die Bierquelle von Cedrogne produziert nur noch Wasser – genau das Wasser, mit dem La Chouffe gebraut wird. 1978 besuchte der einzige überlebende Gnom die Schwager Bauweraerts und Gobron und vermittelte das Rezept für den klassischen goldenen La Chouffe. Gobron, der Braumeister, kündigte 1982 seinen Job und gründete die kleine Brauerei. Als Hommage an A. Chouffe gelobten sie, sein Bild auf jeder Flasche des Bieres, das sie verkaufen, anzubringen. Die Brauereibesichtigung beinhaltet bis heute eine Hommage an den Gnom. Gobron, der Duvel seither verlassen hat, um Lupulus zu gründen, ist bekannt dafür, dass er sich ganz der Überlieferung der Geschichte der Gnome widmet.“

Aber kommen wir zum Bier. Jeden Winter bringt Achouffe eine neue Version von N’Ice Chouffe auf den Markt, ein Winter Ale mit 10 % Vol. Alkohol. Bei diesem Bier müssen wir also wie bei einem guten Wein jeden Jahrgang einzeln betrachten. Diese Biere sind dafür bekannt, dass sie gut altern, so dass sie sich für eine längere Lagerung eignen, während der sie ihre Qualität noch verbessern. Lassen Sie sich dabei nicht von der recht kurz angegebenen Mindesthaltbarkeit irritieren. Nun ist es doch wohl wirklich an der Zeit, mit der Verkostung zu beginnen.

Kastanienbraun präsentiert sich dieses Winter Ale im Glas mit viel hellbraunem und größtenteils feinporigem Schaum, der durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Das Aroma wird durch die Röststoffe dominiert. Düfte dunkler Schokolade und von Vanille steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist leicht süß und bringt einen leichten und angenehmen Karamellgeschmack mit sich. Schnell gesellt sich der Geschmack der dunklen Schokolade dazu, die ich bereits im Aroma festgestellt habe. Auf der Zunge wird sie aber noch durch einen zurückhaltenden Kaffeegeschmack unterstützt, der durch würzige Noten begleitet wird. Dabei enthält das Bier nur wenige Bitterstoffe, die sich auch im Abgang zurückhalten. Dafür wird der Kaffeegeschmack in der Kehle stärker, der auch lange nachklingt.

Ein angenehmes wärmendes Winterbier.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Invertzucker

Alkoholgehalt:

10 % Vol.

Brauerei:

Brasserie d´Achouffe
Achouffe 32
6666 Houffalize
Belgien
www.achouffe.be

Zötler – Gold alkoholfrei

Alkoholfreies Bier ist mittlerweile bei den Biertrinkern angekommen. Schließlich muss es nicht immer Alkohol sein. Das haben auch die Brauer der Privat-Brauerei Zötler verstanden, die nach eigenen Angaben die älteste Familienbrauerei der Welt ist. Die geschmackliche Qualität der alkoholfreien Biere hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, so dass hier keine Abstriche mehr gemacht werden müssen.

Das Zötler Gold alkoholfrei wird im Kälte-Kontakt-Verfahren gebraut. Das bedeutet, dass die Brauhefe dem Biersud bei einer Temperatur knapp über dem Gefrierpunkt zugegeben wird. Dort erledigt sie ihre Arbeit, bis ein Alkoholgehalt von maximal 0,5 gemessen wird. Dieser Zeitpunkt ist im Durschnitt nach 24 Stunden erreicht. Die Grenze, bis zu der ein Bier als alkoholfrei verkauft werden darf, liegt bei 0,5 % Vol.

In hellem Goldgelb strahlt mir das Bier im Glas entgegen. Der Schaum ist recht grobporig, bleibt aber lange erhalten.

Das Aroma ist malzbetont nach Biskuitteig, unterstützt durch blumige Noten des Hopfens. Dabei ist es nicht so intensiv wie von einem Bier mit Alkohol, aber das können wir von einem alkoholfreien Bier auch nicht erwarten.

Der Antrunk ist weniger süß als ich es erwartet habe und die sehr feinperlige Kohlensäure ist reichlich vorhanden. Auf der Zunge ist deutlich das Getreide zu schmecken, der Hopfen hält sich dezent im Hintergrund. Ich könnte mir vorstellen, dass eine etwas reichhaltigere Gabe von Aromahopfen das Bier deutlich aufwerten würde. Der Abgang ist mild und er klingt nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Stammwürze:

7,8° Plato

Bittereinheiten:

22 IBU

Brauerei:

Privat-Brauerei Zötler
87549 Rettenberg
www.zoetler.de

BierSelect

Hofbräu Winterzwickl

Auch große Brauereien brauen saisonale Biere, da macht die Hofbräu München keine Ausnahme. Aus dieser Brauerei steht jetzt das Hofbräu Winterzwickl vor mir. Ein Blick auf das Etikett gibt nicht viel her. Anders die Website der Brauerei, wo in Stichworten die Zutaten benannt werden, wie es sonst eher bei Craft Beer üblich ist. Das gefällt mir schon mal.

Dunkel kastanienbraun steht das Bier im Glas. Darüber entwickelt sich viel fester hellbrauner Schaum, der aber relativ schnell in sich zusammenfällt. So fest wie der Schaum anfangs war, hätte ich damit gerechnet, dass sich der Schaum länger hält.

Das Aroma ist malzbetont. Leichte Anklänge von Bitterschokolade steigen mir in die Nase. Dazu kommt noch der Duft von Hefe. Insgesamt gefällt mir der Duft nicht schlecht, aber bei der Farbe des Bieres hätte ich ein kräftigeres und intensiveres Aroma erwartet.

Der Antrunk ist recht süß und das Bier enthält eine sehr feinperlige und milde Kohlensäure. Schnell kommt ein leichtes Bitter dazu, mehr aber noch der Geschmack dunkler Schokolade. Ansonsten ist das Bier eher schlank. Der Abgang ist wenig bitter und der Schokoladengeschmack klingt noch einige Zeit nach.

Als Fazit kann ich sagen, dass das Bier keine Fehlnoten aufweist, aber auch nicht wirklich ausgewogen wirkt. Außerdem würde ich mir einen etwas intensiveren Geschmack wünschen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Münchner Malz, Helles Gerstenmalz, Caramelmalz), Hopfen (Hercules, Perle), Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

12,5 %

Bittereinheiten:

23 IBU

Brauerei:

Staatliches Hofbräuhaus in München
Hofbräuallee 1
81829 München
www.hofbraeuhaus.com

Mönchshof – Weihnachtsbier

Seit 1984 gehört die Firma Mönchshof zur Kulmbacher Brauerei, die auch das Mönchshof Weihnachtsbier gebraut hat, das jetzt vor mir steht. Dieses Bier wird seit dem Jahr 1999 jeweils für die Weihnachtszeit eingebraut. Mönchshof stellt einige Biere her, die in ihrem jeweiligen Bierstil zu den meistgetrunkenen deutschen Bieren gehören. Jetzt will ich feststellen, ob das Weihnachtsbier das Zeug hat, ebenfalls in diese Klasse aufzusteigen.

Altgolden strahlt mir das Bier im Glas entgegen. Darüber bildet sich eine durchschnittliche Menge größtenteils feinporiger Schaum, der nur langsam in sich zusammenfällt. Die Optik gefällt mir und ich frage mich, ob ich hier ein Bier vor mir stehen habe, das aus industrieller Produktion stammt und mich trotzdem überzeugen kann.

Das Aroma belehrt mich schnell eines Besseren. Das Aroma des Malzes ist vollkommen OK, aber dazu gesellt sich der typische Geruch von Hopfenextrakt. Er ist allerdings recht dezent und wenn die Brauerei zusätzlich mehr Aromahopfen verwendet hätte, könnte ich mich mit dem Aroma vermutlich anfreunden.

Der Antrunk ist relativ süß, was aber durchaus zu einem Weihnachtsbier passt. Die Kohlensäure ist sehr feinperlig, aber recht knapp dosiert. Hier würde ich mir mehr wünschen. Schnell kommt ein freundliches aber doch ordentliches Bitter dazu, das auch im Abgang erhalten bleibt.

Das Mönchshof Weihnachtsbier kann mich nicht wirklich begeistern. Es ist nicht so, dass ich sagen könnte, dies oder das am Bier gefällt mir nicht. Aber irgendwie fehlt diesem Bier die Komplexität (na gut, ich gebe zu, dass ich recht verwöhnt bin). Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass das Weihnachtsbier von Mönchshof gut als Grundlage für ein Glühbier geeignet ist. Dafür ist aber noch das richtige Rezept erforderlich.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,6 %

Stammwürze:

13,3° Plato

Brauerei:

Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft
95326 Kulmbach
www.mönchshof.de

Steamworks – Heroica Red Ale

Seit 1995 gibt es das Steamworks Brewpub in Gastown, Vancouver, in dem die Braukessel nach wie vor mit Dampfleitungen aus der Pionierzeit beheizt werden. Als die Biervielfalt und auch die Mengen immer größer wurden, haben die Brauer begonnen, zusätzlich in anderen Brauereien zu brauen. Nach 18 Jahren reichten die Kapazitäten endgültig nicht mehr aus, um der steigenden Nachfrage und den vielen neuen Steamworks Bierkreationen gerecht zu werden.

2013 erfolgte der Spatenstich zum Bau der neuen Brauerei in Burnaby mit eigener Abfüllanlage für Flaschen, Dosen und Fässer. Nun war Steamworks bereit für den Export in die USA und Europa, vornehmlich nach Deutschland, Österreich und die Schweiz. Inzwischen haben die Brauer bereits in einige neue Brautanks investiert und es ist noch Platz für den ein oder anderen Tank mehr.

Das Red Ale, das jetzt vor mir steht, ist wie alle Ales ein mit obergäriger Hefe gebrautes Bier. Wie der Name bereits aussagt, leuchtet es mir rot aus dem Glas entgegen. Da es nicht filtriert ist, enthält es auch eine gute Menge Hefe. Über dem Bier bildet sich unterdurchschnittlich viel feinporiger beiger Schaum, der aber lange erhalten bleibt. Die Optik ist jedenfalls sehr ansprechend.

Das trockene Aroma wird durch das Malz dominiert, zu dem Toffeeduft kommt eine leichte Fruchtigkeit mit Düften nach Zitrusfrüchten und unterstützt durch leichte Aromen von Holz und Vanille.

Der Antrunk ist leicht süß mit sehr feinperliger Kohlensäure. Dann wird das Bier recht schlank, bevor eine leichte Fruchtigkeit einsetzt. Ich schmecke Birne und Litschi. Der Abgang ist überraschend kräftig bitter mit sehr langem Nachklang.

Das Steamworks Heroica Red Ale ist überraschend und spannend.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Cara, Münchner Malz, Chocolate), Hopfen (Cascade, Citra, Simcoe, Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

STP GmbH & Co. KG
Moosweg 23
83416 Saaldorf – Surheim
www.steamworks.eu

Maxlrainer – Aiblinger Schwarzbier

Maxlrain ist ein Ortsteil von Tuntenhausen, gelegen im Landkreis Rosenheim. Ich selbst war nie dort, aber wenn ich mir die Bilder im Internet ansehe, könnte der kleine Ort mit seinem Schloss, seiner Schlossbrauerei und den Heimatfesten einem bayerischen Heimatfilm entsprungen sein. Wenn mir das Bier so gut gefällt wie die Bilder von Maylrain, kann eigentlich nichts schiefgehen. Immerhin wurde die 1636 gegründete Brauerei 2016 bei der DLG 16 x mit der Goldmedaille ausgezeichnet.

Dunkel mahagonifarben steht das Bier im Glas. Darüber bildet sich ein fester hellbrauner Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an diesem Bier nichts auszusetzen.

Das Aroma enthält erstaunlich wenige Röststoffe, die sich durch einen leichten Kakaoduft zeigen. Stattdessen dominieren neben dem Malz eher blumige Noten. Das ist nicht das, was ich erwartet hatte, aber es gefällt mir nicht schlecht.

Der Antrunk ist leicht süß und die Kohlensäure ist für meinen Geschmack gut dosiert. Schnell gesellt sich der Geschmack dunkler Schokolade zur Süße, gepaart mit einer leichten Säure. Insgesamt ist das Bier rund und recht süffig. Der Abgang ist leicht bitter und auch die Schokoladennoten bleiben erhalten. Der Geschmack klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Brauerei:

Schlossbrauerei Maxlrain GmbH & Co. KG
Aiblinger Str. 1
83104 Maxlrain
www.maxlrain.de

Lindemans – Faro

Lindemans Faro ist ein belgisches Cuvee, das aus unterschiedlich jungen und mindestens ein Jahr in einem Eichenholzfass gereiften Lambic Bieren verschnitten ist. Als erfrischende und spritzige Bierart basiert es auf sehr säuerlichen Gueuze Bieren aus Belgien, die durch eine zweite Gärung (ausgelöst durch zusätzlich hinzugefügten Kandiszucker) im Fass nachreifen und dadurch zu einem Lambic Bier werden.

Kastanienbraun und gefiltert zeigt sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich wenig feinporiger Schaum, der aber schnell in sich zusammenfällt. Kohlensäure kann ich nicht sehen.

Das Aroma ist leicht säuerlich. Düfte nach Äpfeln und Kirsche steigen mir in die Nase, zusammen mit einem leichten Aroma nach Rosinen. Das gefällt mir schon mal.

Der Antrunk zeigt, dass das Bier erstaunlich viel Restsüße enthält, die sich sehr charmant mit den säuerlichen Geschmacksnoten vereint. Jetzt zeigt sich auch, dass das Faro überraschend viel sehr feinperlige Kohlensäure enthält, die aber im Bier gelöst ist, so dass sie nicht zu sehen war. Der erste Eindruck ist erfrischend. Auf der Zunge erinnert das Bier an Sirup. Der Kandiszucker und die Malznoten harmonieren weiterhin gut mit den Fruchtnoten nach Äpfeln. Der Abgang ist leicht trocken, sehr mild und mit minimalem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Kandiszucker, WEIZEN, Hopfen, Süßstoff, Antioxidationsmittel: Ascorbinsäure

Alkoholgehalt:

4,5 %

Brauerei:

Brouwerij Lindemans
Lenniksebaan 1479
1602 Vlezenbeek
Belgien
www.lindemans.be

Echt Veldensteiner – Landbier

Seit dem Jahr 1929 existiert die Brauerei aus dem fränkischen Neuhaus, von der mir jetzt das Landbier vor mir steht.

Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur. Dunkel bernsteinfarben ist es und es bildet sich beim Einschenken sehr viel cremiger bis feinporiger Schaum, weiß mit einem Gelbstich. Der Schaum fällt nur langsam in sich zusammen.

Das Aroma wird durch die Röststoffe des Malzes bestimmt. Neben einem Karamellduft stelle ich noch etwas Saures fest. Es ist nicht fruchtig, aber auch nicht unangenehm.

Der Antrunk ist recht neutral und nichtssagend. Er hat zwar eine gewisse Rezenz, aber das war es auch schon. Erst anschließend kommen die Röststoffe zum Einsatz, ich schmecke Kaffee und einen dezenten Geschmack nach Kräutern. Der Abgang ist sehr mild, kaum bitter und ohne langen Nachklang.

Das Landbier von Veldensteiner ist sicher kein schlechtes Bier, eher etwas für die Liebhaber sehr milder Biere. Für mich ist es kein unvergesslicher Genuss, aber um es nebenbei zu trinken ist es gut geeignet, schließlich ist es recht süffig.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenauszüge

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Stammwürze:

12,5 %

Brauerei:

Kaiser Bräu
91284 Neuhaus
www.veldensteiner.de

Hapkin

Hapkin ist eine Brauerei im Flämischen Opwijk. Ich habe einmal versucht, einige Informationen über die Brauerei zu sammeln, aber leider hält sich das Unternehmen darüber sehr bedeckt. Über die Biere gibt es im Internet gerne Auskunft, aber über das Unternehmen ist leider nichts zu finden. Na gut, dann muss ich mich halt auf das Bier beschränken.

Golden und nur sehr leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Die feinporige Schaumkrone ist sehr voluminös und bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Das Aroma ist würzig und wird durch den Hopfen dominiert. Aber auch der Malzkörper kommt durchaus zu seinem Recht und nach einiger Zeit entwickelt sich auch der Duft nach grünen Äpfeln.

Der Antrunk ist recht süß, aber durch die reichliche Dosierung der Kohlensäure überwiegt die Spritzigkeit. Auf der Zunge drängen sich die Bitterstoffe in den Vordergrund. Das Bier ist recht vollmundig, wobei der Alkohol deutlich zu schmecken ist und angenehm wärmt. Das Bitter bleibt auch im Abgang dominant, wobei das Bier jetzt etwas trockener wird.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Glukosesirup, Zucker, Hopfen, (Saazer, Monroe, Spalter Select), Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Bittereinheiten:

29 IBU

Brauerei:

Hapkin
Ringlaan 18
1745 Opwijk
Belgien
www.Hapkin.be

Camba – EI PI AI

Nun habe ich ein IPA aus der Brauerei Camba in Truchtlaching im Landkreis Traunstein in Oberbayern vor mir stehen. Ich kenne die Brauerei nicht näher, aber es fällt mir auf, dass dort etwa 40 Biersorten gebraut werden. Das ist schon eine erstaunliche Menge, die ich ansonsten bislang nur noch in der Klosterbrauerei in Neuzelle gefunden habe.

Das Ei Pi AI, das ich jetzt vor mir stehen habe, ist bereits dreimal beim Meiningers International Craft Beer Award ausgezeichnet worden, im Jahr 2014 mit Gold sowie 2015 und 2016 mit Silber. Wir können also mit Fug und Recht davon ausgehen, dass es sich hier um ein besonderes Bier handelt.

Golden mit einem leichten Rotstich und hefetrüb steht das obergärige Bier im Glas. Darüber eine sehr schöne große weiße und feinporige Schaumkrone, die auch lange stehen bleibt. Von der Optik bin ich schon mal begeistert.

Das Aroma ist sehr angenehm. Ich rieche Düfte nach Zitronenschale, Orange, und Holunderblüte. Abgerundet wird das Aroma durch den Duft nach Karamell.

Der Antrunk ist angenehm süß und es zeigt sich, dass das Bier eine sehr feinperlige Kohlensäure enthält. Dann ist das Bier zunächst sehr fruchtig, mit einem eindeutigen Fokus auf Orangen, bevor mit Macht das Bittere die Oberhand gewinnt. Der Abgang ist freundlich bitter und mit langem Nachklang. Das EI PI AI ist ein Bier, das man unbedingt getrunken haben sollte.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen (Centinnial, Cascade, Chinook, Citra), Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Stammwürze:

17,5 %

Bittereinheiten:

62 IBU

Brauerei:

Camba Bavaria GmbH
Mühlweg 2
83376 Truchtlaching
www.camba-bavaria.de