Archiv der Kategorie: Biertest

Mystic Krieken

Seit dem Jahr 2006 braut die Brouwerij Haacht das Mystic Krieken her, ein Kirschbier. Im Gegensatz zu den meisten belgischen Fruchtbieren werden hier nicht die Kirschen in den Sud gegeben, sondern zunächst wird ein Witbier gebraut, das anschließend mit Kirschsaftkonzentrat veredelt wird. Die Menge des Konzentrats entspricht 25 % Fruchtsaft. Jetzt hat eine Flasche dieser Brauspezialität ihren Weg zu mir gefunden, die ich jetzt verkosten werde.

Tief kirschrot glänzt das Bier im Glas, darüber fester hellrosa Schaum, der lange erhalten bleibt. Außerdem sehe ich sehr viel aktive Kohlensäure.

Das sehr intensive Aroma erinnert stark an das Aroma eines Kirschweins. Es ist nicht so süß wie von Kirschsaft und wird durch ein leichtes Mandelaroma unterstützt.

Der Antrunk ist recht süß und absolut fruchtig. Ich schmecke zunächst ausschließlich die Kirschen. Jetzt würde ich mir noch einige Bitterstoffe wünschen. Der Abgang ist fruchtig süß; ich schmecke überhauptkeine Bitterstoffe und der Nachklang ist sehr kurz.

Da mir dieses Bier doch zu süß ist, habe ich es im Verhältnis 1:1 mit Mineralwasser verdünnt und prompt eine Überraschung erlebt. Die Süße hat nachgelassen, der Geschmack des Witbiers kann sich etwas besser gegen den des Kirschsafts durchsetzen. Jetzt habe ich ein erfrischendes alkoholarmes Getränk vor mir, das durch das Witbier ein guter Durstlöscher für einen heißen Sommertag ist. Jetzt gefällt mir das Mystic Krieken richtig gut. Wenn ich die anderen Mystic-Fruchtbiere finde, werde ich sie auf jeden Fall auch verkosten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Kirschsaftkonzentrat, Weizen, Weizenmalz, Zucker, Aromen, Säuerungsmittel Milchsäure, Hopfen, Hefe, Kräuter, Süßungsmittel, Antioxidanz (Ascorbinsäure)

Alkoholgehalt:

3,5 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Haacht
Provinciesteenweg 28
3190 Bortmeerbeek
Belgien
www.haacht.com

Borbecker Lager

Seit einigen Wochen gibt es vier neue Biere aus der Brauerei Stauder, die in der Produktlinie Borbecker Spezialitäten vertrieben werden. Jetzt steht das Lager vor mir. Die Besonderheit ist, dass dieses Bier auf Eichenholz gereift wurde. Das bedeutet aber nicht, dass es im Eichenholzfass gereift wurde, sondern ich vermute eher, dass dem Bier während der Reifung Eichenspäne zugefügt wurden. In der Qualität macht das aber nicht unbedingt einen Unterschied.

Dunkelbraun mit einer durchschnittlichen Menge feinporigem Schaum, der einen leichten Gelbstich aufweist, präsentiert sich das Bier im Glas. Die Optik geht in Ordnung.

Das Aroma wird durch das Malz dominiert. Noten nach Toffee, Holz und Vanille steigen mir zusammen mit dezenten Röstaromen in die Nase.

Der schlanke Antrunk ist überraschend wenig süß, aber durch die reichlich dosierte feinperlige Kohlensäure spritzig. So angenehm der erste Eindruck war, folgt auf der Zunge doch ein Loch. Weder das Malz noch der Hopfen wollen so richtig durchdringen. Erst der Abgang erfreut mich wieder mit einem leichten Bitter, das anschließend aber lange nachklingt.

Das Aroma und der Abgang können mir wirklich gefallen. Schade ist, dass das Bier dazwischen ziemlich schwächelt.

Das Lager aus Borbeck eignet sich gut zu paniertem Schnitzel und Spargel.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Jacob Stauder
Stauderstr. 88
45326 Essen
www.stauder.de

Budweiser Strong

Meist können wir in Deutschland nur das Lagerbier aus Budweis kaufen. Jetzt habe ich aber einmal das Strong von Budweiser bekommen, ein Imperial Lager. Nach Angaben der Brauerei hat dieses Bier 200 Tage Zeit, um zu lagern und zu reifen. Außerdem entnehme ich der Zutatenliste, dass die Brauerei keinen Hopfenextrakt verwendet hat, sondern ausschließlich Hopfen, vermutlich in Form von Pellets. Das ist schon mal ein gutes Zeichen und für eine industrielle Brauerei nicht selbstverständlich. Na. dann wollen wir doch mal sehen, wie sich das Strong so macht.

Intensiv goldfarben mit einer durchschnittlichen feinporigen Schaumkrone zeigt sich das Bier im Glas. Der Schaum bleibt auch lange erhalten.

Das Aroma wird durch das Malz dominiert, was für ein Lager auch typisch ist. Der Hopfen zeigt sich mit einigen grasigen Noten sowie einem leichten Hauch von Trockenfrüchten, die ich aber nicht näher identifizieren kann. Der Duft ist nicht schlecht, kommt aber über einen oberen Durchschnitt nicht heraus.

Der Antrunk ist mäßig süß und wirkt, da das Bier nur wenig Kohlensäure enthält, auch nicht sonderlich frisch. Die Süße steigert sich langsam und es kommt ein gut abgestimmtes Bitter dazu, so dass ein intensiver und recht runder Geschmack entsteht. Der Alkohol schmeckt leicht durch, was aber der Süffigkeit dieses Bieres keinen Abbruch tut. Der Abgang ist mild und wenig bitter. Leider klingt er nur recht kurz nach.

Das Budweiser Strong kann mich nicht vollkommen überzeugen, aber als Begleiter zu deftigen Speisen (wofür die Tschechen bekannt sind) ist es gut geeignet. Dieses Bier passt einfach zu seiner Heimat.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Brauerei:

Budweiser Budvar, National Corporation
K. Světlé 512/4
370 04 České Budějovice
www.original-budweiser.cz

Hellbräu – Pilgerbier

Dass es aus dem Wallfahrtsort Altötting ein Bier gibt, das Pilgerbier genannt wird, ist nicht verwunderlich. Schließlich gibt es Pilgerbier aus vielen Städten, die sich der katholischen Kirche auf irgendeine Weise verbunden fühlen. Nun will ich testen, ob das Bier aus der Brauerei Hellbräu etwas so Besonderes ist wie der Name gerne nahelegen möchte.

Das Bier beringt eine intensive goldene Farbe mit. Allerdings bildet sich recht wenig weißer sahniger Schaum, der aber lange erhalten bleibt.

Bereits beim Einschenken fällt mir ein intensives Hopfenaroma auf, blumig mit Noten grüner Äpfel. So ein intensives Aroma ist bei deutschen Bieren recht selten.

Der Antrunk ist leicht süß, aufgrund der nur gering vorhandenen Kohlensäure aber etwas langweilig. Erst als sich das Bier im Mund verteilt, kommen auch Bitterstoffe zum Vorschein, die in einem guten Verhältnis zur Süße des Malzes stehen. Mir fehlt etwas Säure, so dass das Bier einen nicht ganz ausgeglichenen Eindruck macht. Dafür eine ich aber auch, einen Hauch von Mandeln zu schmecken. Der Abgang ist kurz mit einem leichten freundlichen Bitter.

Das Pilgerbier von Hellbräu ist ein gutes Bier, um es in der Gastwirtschaft oder zum Essen zu trinken. Ich werde es aber sicher niemals anbeten, so gut gefällt es mir dann doch nicht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

Hell-Bräu
Herrenmühlstr. 15
54503 Altötting
www.hellbraeu.de

Siegelbier 2015 Slyrs

Dass Heidelberg eine schöne Stadt ist, ist eine Binsenweisheit. Nicht umsonst ist es eines der beliebtesten Ziele im Städtetourismus. Weit weniger bekannt ist, dass im historischen Klosterhof in Heidelberg seit dem Jahr 2009 Bier gebraut wird. Dort, wo die Mönche früher ihre Stallungen hatten und wo auch früher bereits Apfelmost, Wein und Spirituosen hergestellt wurden, wird nach einem Umbau nun aus biologisch angebauten Zutaten feinstes Biobier gebraut. Eines dieser Biere habe ich jetzt vor mir stehen, das im Whiskyfass gereifte Siegelbier Slyrs.

Cognacfarben präsentiert sich das Bier im Glas und es bildet sich darüber so gut wie kein Schaum. Außerdem kann ich im Bier keinerlei Kohlensäure sehen, und das, obwohl das Bier keine Hefe enthält, die die Kohlensäure gerne verbirgt.

Das Aroma wird durch Röststoffe geprägt, unterstützt durch den Duft von Trockenpflaumen. Das Malz dominiert das Aroma eindeutig.

Der Antrunk ist recht süß und ich stelle fest, dass das Bier recht wenig Kohlensäure enthält. Bereits jetzt kann ich die Einflüsse des Whiskyfasses feststellen, in dem das Bier gereift ist. Die Süße hält sich auch im Körper, wobei sie durch eine leichte Säure ergänzt wird. Damit wird der Körper wunderbar komplex und fruchtig. Auffällig ist vor allem, dass hier mit dem Malz gespielt wurde und kaum das Bitter des Hopfens festzustellen ist. Bei dem kräftigen Geschmack des Bieres ist es kaum zu glauben, dass das Bier lediglich 6,5 % Alkohol enthält. Auch der Abgang ist nicht bitter und er erinnert eher an einen Whisky.

Zutaten:

Quellwasser, Gerstenmalz, Aromahopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Brauerei zum Klosterhof GmbH
Stiftweg 4
69118 Heidelberg
www.brauerei-zum-klosterhof.de

Park Blond

Nun steht mal wieder ein Abteibier aus Belgien vor mir, das Blonde aus der Abdij van’t Park. Über die Herkunft des Bieres lässt sich eigentlich nicht viel sagen, denn die Abtei selbst hüllt sich in vornehmes Schweigen. Nicht einmal eine eigene Website gibt es noch. Wer die auf dem Rückenetikett angegebene Website parkabdij.be aufruft, wird auf die Seite des Touristeninformation der Stadt Leuven weitergeleitet. Was aber auch wohl nicht so dramatisch ist, da diese Website sich auch fast ausschließlich mit der Abtei beschäftigt. Aber kommen wir jetzt zum Bier, einem Lager.

Bernsteinfarben und mit viel agiler Kohlensäure präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine durchschnittliche Menge feinporiger Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzig-süß, unterstützt durch den frischen Duft grüner Früchte sowie durch etwas Limone.

Im Antrunk fällt eine leichte und frische Süße auf, zu der sich schnell eine ganz leichte Säure gesellt. Bitterstoffe kann ich auf der Zunge kaum feststellen. Die reichlich vorhandene Kohlensäure sorgt für Erfrischung. Auch wenn das Bier recht süffig ist, wirkt es nicht ausgewogen und rund. Auch der Abgang zeichnet sich durch ein kaum vorhandenes Bitter aus, das auch nur sehr kurz nachklingt.

Dieses Bier ist nur Liebhabern sehr milder uns leicht süßer Biere zu empfehlen.

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Brauerei:

N.V. Infra S.A.
Provinciesteenweg 28
3190 Boortmeerbeek
Belgien
www.parkabdij.be

Hopfmeister – Franz Josef

Marc Gallo ist Kommunikationsdesigner und Biersommelier. Im März 2015 eröffnete er die Hopfmeister Braumanufaktur, mit der er als Gypsy Brauer Craft Beer braut. Dass er das recht erfolgreich macht beweist die Goldmedaille, die das Franz Josef, ein Helles, im Jahr 2017 beim Mainingers International Craft Beer Award gewonnen hat. Als Gypsy Brauer verfügt Hopfmeister über keine eigene Brauerei, sondern er nutzt die freien Kapazitäten in regionalen Braustätten. Das Franz Josef stammt aus der Hohenthanner Schlossbrauerei. Diese Brauerei ist ja bekannt für gute Craft-Biere, so dass ich keine Bedenken habe, dass es sich beim Franz Josef um ein besonderes Bier handelt.

Golden und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas, zusammen mit einer schönen feinporigen Schaumkrone, die auch lange erhalten bleibt. Optisch ist das Bier bereits perfekt. Bereits beim Einschenken steigen mir intensive Düfte nach Grapefruit, Südfrüchten und weißen Johannisbeeren in die Nase. Na, bei einem solchen intensiven Aroma kann bei diesem Bier doch wohl absolut nichts mehr schiefgehen.

Der Antrunk ist leicht süß und frisch. Dazu eine gut dosierte sehr feinperlige Kohlensäure. Bis hierhin ist das Bier perfekt. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider. Besonders die Zitrusaromen kommen in den Vordergrund. Jetzt zeigt das Bier, wie vollmundig, ausgewogen und süffig es ist. Auch der Abgang ist fruchtig, verbunden mit leichten und ausgewogenen Bitterstoffen, die lange nachklingen.

Dieses Bier kann ich mir gut zu Spargel oder gebratenem Fischfilet vorstellen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Tettnanger, Crystal, Centennial, Citra), Hefe

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Stammwürze:

11,9° Plato

Bittereinheiten:

20 IBU

Brauerei:

Hohenthanner Schlossbrauerei GmbH & Co. KG
Brauhausstraße 1
84098 Hohenthann
www.hohenthanner.de

für

Hopfmeister Braumanufaktur
Marc Gallo
Kyreinstraße 18
81371 München
www.hopfmeister.de

Floris – Chocolat

Im ersten Moment erscheint einem deutschen Biertrinker ein Schokoladenbier erst einmal ziemlich merkwürdig. An Fruchtbiere aus Belgien habe ich mich ja bereits gewöhnt und ich weiß sie durchaus zu schätzen. Aber ein Bier, das mit Schokolade gebraut wurde? Zunächst habe ich mich nicht so richtig daran getraut, aber dann habe ich etwas nachgedacht. Fast jeder Biersommelier bietet auch Verkostungen unter dem Motto „Bier und Schokolade“ an und zu den richtigen Bieren ist Schokolade ein guter Begleiter. Weshalb sollte ich also einem Schokoladenbier keine Chance geben?

Erst einmal werfe ich einen Blick auf die Zutatenliste auf dem Rückenetikett. Dabei stelle ich fest, dass GlaWeizenbier übersetzt. Im Gegensatz zu einem deutschen Weizenbier wird Witbier aber nicht mit mindestens 51 % Weizenmalz gebraut, sondern mit Gerstenmalz und Rohweizen. Außerdem werden dem Sud noch Koriander und die Schale von Bitterorangen zugefügt. Dadurch ist dieser Bierstil in der Regel bereits recht fruchtig und bietet sich auch zum Brauen von Fruchtbieren an. Wenden wir uns also dem Floris Chocolat zu.

Kastanienbraun und hefetrüb ist es und es bildet sich eine durchschnittliche Menge weißer cremiger Schaum, der recht lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet wirklich gut nach dunkler Schokolade, Kirschen und Karamell. Jetzt habe ich den Eindruck, dass meine anfänglichen Zweifel unbegründet waren.

Der Antrunk ist weniger süß als ich es erwartet habe. Dafür ist der Geschmack recht intensiv und ich stelle eine sehr feinperlige Kohlensäure fest, die auch von der Menge her gut abgestimmt ist. Schnell breitet sich der Geschmack dunkler Bitterschokolade und der Kirschen, die ich bereits in der Nase wahrgenommen habe, auf der Zunge aus. Der Abgang ist leicht sauer und leider kaum bitter. Trotzdem klingt er recht lange nach.

Das erste Glas hat mich trotz meiner anfänglichen Skepsis begeistert. Aber bereits beim zweiten Glas wird das Bier bereits recht langweilig. Mir fehlen einfach die Bitterstoffe des Hopfens. Trotzdem ist dieses Bier nicht schlecht, wird sicherlich nie zu meinen Favoriten gehören, aber für ein Glas als ungewöhnlicher Aperitif ist es sicher gut geeignet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Schokolade, Hopfen, Hefe, Aroma

Alkoholgehalt:

4,2 % Vol.

Brauerei:

Brasserie L. Huyghe
Brusselsestw. 282
9090 Melle
Belgien
www.delirium.be

Crew Republic – Easy

Das Team der Brauerei in Unterschleißheim legt auf seiner Website die Messlatte selbst sehr hoch: „CREW Republic steht für ehrliche, handwerklich gebraute und geschmacklich außergewöhnliche Biere. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Rezepturen und den besten Rohstoffen der Welt. Ein Zuhause für alle, denen „Standardbiere“ nicht genug sind. Wir brauen nur Biere, auf die wir Bock haben und füllen nur ab, was uns selber schmeckt. Damit brechen wir Gewohnheiten – Kein Bier für jedermann! 08/15 gibt es schon genug.“ Wer sein Bier so vollmundig bewirbt, muss dann aber auch liefern. Mal sehen, ob das Easy aus dem Vorort von München diese hohen Ansprüche der Brauer erfüllt.

In hellem Gold und leicht hefetrüb erstrahlt das Bier. Es bildet eine durchschnittliche Krone aus feinporigem Schaum, der auch durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Das Aroma entspricht dem, was ich von einem Summer Ale erwarte. Zitrusnoten steigen mir in die Nase, unterstützt durch Düfte nach Blumen und Heu. Das Aroma passt gut zu einem warmen Nachmittag am See.

Der Antrunk ist spritzig und leicht süß. Leichte Fruchtnoten nach Ananas schmeicheln meinen Geschmacksknospen. Schnell kommt ein ordentliches freundliches Bitter dazu. Für ein Light-Bier ist das Easy erstaunlich vollmundig und süffig. Im Abgang kommt ein kräftiges Bitter in den Vordergrund, das mich bei diesem schlanken Bier überrascht. Die Bitterstoffe klingen lange nach.

Das Crew Republic Easy ist ein köstlicher Durstlöscher und perfektes Sommerbier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Münchner, Karamellmalz), Hopfen (Tradition, Citra, Cascade, Comet, Amarillo)

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Stammwürzegehalt:

11° Plato

Bittereinheiten:

22 IBU

Brauerei:

CREW Republic Brewery GmbH
Andreas-Danzer-Weg 30
85716 Unterschleißheim
www.crewrepublic.de

Riegele Speziator Dunkel

Die Brauerei Riegele gehört zu den ältesten Brauereien der Welt. Bereits im Jahr 1386 wurde die Brauerei „Zum Goldenen Roß“ gegründet. Knapp 500 Jahre später erwarb Sebastian Riegele die Braustätte. Dort wird bis heute mit viel handwerklicher Sorgfalt und Leidenschaft gebraut. Aus dieser Brauerei steht jetzt der dunkle Speziator vor mir, ein dunkler Doppelbock mit mehr als 19° Plato. Da kann ich mich ja auf ein besonderes Bier freuen.

In sehr dunklem Bordeauxrot präsentiert sich das Bier im Glas, es ist beinahe schwarz. Darüber bildet sich eine durchschnittliche feste und beige Schaumkrone, die auch lange erhalten bleibt. So stelle ich mir einen dunklen Doppelbock vor.

Das Aroma ist komplex und schwer. Düfte von Röststoffen und auch vom verwendeten Hopfen steigen mir in die Nase. Ich rieche Kaffee, dunkle Schokolade, etwas Haselnuss sowie einen deutlichen Duft nach Rumtopf mit roten Früchten und Kirschen. Wow, das ist echt umwerfend.

Der Antrunk ist süß. Na ja, bei diesem Aroma hätte ich auch gar nichts anderes erwartet. Allerdings hätte ich mir etwas mehr Kohlensäure gewünscht, die dann noch etwas mehr Frische mit sich gebracht hätte. Aber mal sehen, wie sich das Bier weiterentwickelt. So intensiv wie bereits der Einstieg ist, könnte es durchaus sein, dass Frische gar nicht passen würde. Die malzbetonte Süße bleibt bestehen und mischt sich mit Schokoladennoten und dem Geschmack nach Kaffee und roten Früchten. Unterstützt wird der Geschmack durch angenehme Honig- und Karamellnoten. Dabei versteckt der Speziator seine 7,5 Volumenprozent Alkohol geschickt. Das Bier sorgt für ein weiches und cremiges Mundgefühl und ist dabei wirklich süffig. Der Abgang ist leicht fruchtig, einige Bitterstoffe melden sich zu Wort und klingen recht lange nach.

Zu einem Festessen, beispielsweise einem Rehrücken, passt dieses Bier hervorragend.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Stammwürze:

19,5° Plato

Brauerei:

Brauerei S.Riegele
Frölichstraße 26
86150 Augsburg
www.riegele.de