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Leffe – Bière de Noël

Weihnachten ist nun bereits einige Wochen vorbei und da fällt mir tatsächlich noch eine Flasche Weihnachtsbier in die Hände, das Leffe Bière Noël. Irgendwie bin ich zu spät dran, aber in diesem Jahr wird voraussichtlich noch einmal Weihnachten sein und Leffe wird dann das Bier sicher noch einmal auf den Markt bringen. Es lohnt sich also, das Bier noch zu verkosten.

In dunklem Braun steht das Bier im Glas, beinahe schwarz. Darüber bildet sich sehr viel hell-haselnussbrauner gemischtporiger Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma wird durch Röststoffe dominiert. Das Bier duftet nach Karamell und Rosinen, dazu würzig. Was meine Nase wahrnimmt ist sicherlich gut, aber gerade unter den Weihnachtsbieren aus Belgien habe ich deutlich komplexere Aromen erlebt. Damit Ist das Aroma des Leffe Bière Noël in diesem Umfeld Durchschnitt.

Der Antrunk ist wie erwartet ziemlich süß und ich stelle fest, dass dieses Bier recht wenig Kohlensäure enthält, ohne dabei allerdings abgestanden zu wirken. Der Körper ist voll und rund, Säure und Süße sind gut ausgewogen. Allerdings fehlen mir hier einige Bitterstoffe. Fruchtig süß schmeckt das Bier, dazu kommt noch der Geschmack von in Rum eingelegten Rosinen. Der Abgang ist dann mild und er klingt nicht lange nach.

Dass wir uns nicht falsch verstehen: Das Leffe Bière Noël ist ein gutes Bier, nur im Vergleich mit den anderen Weihnachtsbieren aus Belgien fällt es auf einen guten Durchschnitt ab.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Mais, Gerste, Hopfen, Zucker

Alkoholgehalt:

6,6 % Vol.

Gebraut für:

Brasserie Abbaye de Leffe
Place de l’Abbaye 1
5500 Dinant
Belgien

Brauerei:

InBev Belgium
1070 Brüssel
Belgien
www.ab-inbev.com

Super des Fagnes Brune

Frédéric Adant ist der Besitzer der kleinen Brauerei mit Restaurant im belgischen Mariembourg, in der ich vor einiger Zeit mit meiner Frau zu Gast war, um mir die Brauerei anzusehen und mich von der Qualität der im Restaurant angebotenen Speisen zu überzeugen.

Ich habe ja hier im Blog bereits einige Biere dieser Brauerei beschrieben und sie haben mir (bis auf das Kinderbier) ausgesprochen gut gefallen. Leider ist es mir bislang nicht gelungen, die Biere aus Mariembourg in Deutschland zu kaufen. Ich habe auch keinen Versandhändler gefunden, der diese Biere führt und nach Deutschland versendet. Es ist für uns also schwierig, die Biere zu kaufen; es bleibt nur die Möglichkeit, nach Belgien zu fahren. Deshalb habe ich mir dieses Bier einige Zeit aufgehoben und hoffe jetzt, dass mich dieses Bier nicht enttäuscht.

Das Super des Fagnes Brune ist dunkel, wirklich dunkel. In Deutschland würde es sicher als Schwarzbier verkauft. Darüber bildet sich eine durchschnittliche Menge gemischtporiger Schaum, der recht lange erhalten bleibt. Zusammen mit der munteren Kohlensäure macht das Bier schon mal eine sehr gute Figur.

Da Bier duftet nach Toffee, dazu Noten roter Früchte und etwas Schokolade.

Der Antrunk dieses obergärigen Bieres ist bei weitem nicht so süß wie ich es aufgrund der Farbe und des Duftes erwartet hätte. Schnell kommt der Geschmack nach Bitterschokolade in den Vordergrund, der die vorhandene Malzsüße sowie die milde fruchtige Säure gut abrundet. Das Bier ist vollmundig und rund, kurz gesagt wirklich charmant. Der Abgang ist mild und sehr malzig mit einer leichten Säure. Er erinnert an eine Bitterschokolade mit Kirschen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenstärke, Zucker, Weizen, Malzextrakt, Karamell, Hopfen, Kräuter (Koriander, Orangenschale, Lakritze

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Brauerei:

Vrasserie des Fagnes
Route de Nismes 26
5660 Mariembourg
Belgien
www.fagnes.com

Avec Les Bons Voeux

Jetzt will ich mich mal wieder mit einem Bier aus der Brasserie Dupont beschäftigen, dem Avec Les Bons Voeux. Ich würde dieses Bier durchaus zu den seltenen Bieren zählen. Erstmals wurde es im Jahr 1970 als Geschenk für die besten Kunden der Brauerei gebraut. Weil es so gut ankam, begannen die Brauer, das Bier auch zu verkaufen, Trotzdem ist die Menge des Sudes streng limitiert, so dass das Bier schnell ausverkauft und in der Folge für den Konsumenten etwas schwierig ist, an eine Flasche dieses begehrten belgischen Bieres zu kommen.

Bereits optisch macht das Avec Les Bons Voeux eine gute Figur. Golden, hefetrüb und mit viel Kohlensäure versehen steht es im Glas, darüber viel feinporiger Schaum, der lange erhalten bleibt. Wenn ein Bier mit 9,5 Volumenprozent Alkohol einen solchen Schaum entwickelt, muss die Brauerei schon mal vieles richtiggemacht haben.

Das Aroma steht der Optik in nichts nach. Das Avec Les Bons Voeux duftet teigig, aber auch fruchtig-säuerliche und würzige Noten spielen eine Rolle. Ich rieche Sauerteig, Honig, Orangeat, dazu weißen Pfeffer, Vanille und Marzipan. Die Haushefe von Dupont ist allerdings auch für die reichhaltigen Aromen bekannt, die sie erzeugt.

Der Antrunk macht vom ersten Moment an einen hervorragenden Eindruck. Der kräftige Geschmack mit einer leichten Süße begeistert von Anfang an. Der Reichtum des Malzes wird mich auch durch das gesamte Bier führen. Das Bier ist wunderbar vollmundig und der Malzgeschmack zusammen mit den würzigen Noten nach Pfeffer passt auch mit dem deutlichen Alkoholgeschmack zusammen. Der Abgang wird durch ein leichtes freundliches Bitter geprägt, das extrem lange nachklingt.

Ich will ja nicht auf den Putz hauen, aber ich glaube, das Avec Les Bons Voeux ist meiner Meinung nach das beste Bier aus dieser außergewöhnlichen Brauerei und es gehört für mich zu den besten belgischen Bieren.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

9,5 % Vol.

Brauerei:

Brasserie Dupont
Rue Basse 5
7904 Tourpes
Belgien
www.brasserie-dupont.com

Leffe – Bière d‘Hiver

Nun will ich mich dem Winterbier der Abtei Leffe zuwenden. Von dort kommen nicht nur gute Biere, die das ganze Jahr von AB InBev gebraut werden, sondern auch eine ganze Reihe Sondersude. Jedes Jahr vor Weihnachten wird ein Winterbier gebraut, für das Leffe erklärt, dass hierfür das beste Malz und der beste Hopfen verwendet werden.

Kastanienbraun steht das Winter Ale im Glas. Darüber bildet sich eine voluminöse Schaumkrone, größtenteils feinporig und mit einem leichten Gelbstich. Der Schaum bleibt lange erhalten. Optisch hat die Brauerei schon mal alles richtiggemacht.

Das sehr komplexe Aroma wird durch das Malz dominiert. Die Röststoffe verbinden sich mit Aromen von Rosinen, Waldhonig, braunem Zucker, Nüssen und einigen würzigen Noten.

Der Antrunk ist nicht so süß wie ich es aufgrund des Aromas erwartet habe. Da das Bier viel sehr feinperlige Kohlensäure enthält ist es für ein Winterbier überraschend frisch und spritzig. Im Mund entwickelt sich der Geschmack von Karamell, Kaffee und Trockenfrüchten, zusammen mit Noten von Orangenschalen und Koriander. Der Abgang ist leicht bitter und fruchtig und er klingt recht lange nach.

Das Bier ist nicht ganz so intensiv wie die meisten Winterbiere aus Belgien, dafür macht es einen frischeren Eindruck. Es passt gut zu vielen weihnachtlichen Gerichten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Mais, Gerste, Kräuter (Orangenschale, Koriander), Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

6,6 % Vol.

Brauerei:

InBev Belgium sprl/bvba
Boulevard Industriel 21
1070 Brüssel
Belgien

für

Brasserie Abbaye de Leffe s.a./n.v.
Place del’Abbaye 1
5500 Dinant
Belgien
www.leffe.com

Curtius

Die Flasche dieses Biers aus Lüttich macht ja schon mal was her – das schwarze Etikett mit goldenem um weißem Aufdruck, dann noch der Naturkorken – da kann ich meine Erwartungen an die Verkostung des Curtius durchaus etwas nach oben schrauben.

In hellem Goldgelb und hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich sehr viel gemischtporiger Schaum, der auch sehr lange erhalten bleibt.

Der getreidige und leicht teigige Duft des Malzes mischt sich mit blumigen Noten und einem Hauch Tabak, den der Hopfen beisteuert.

Eine nicht erwartete Süße ist der erste Eindruck, der entsteht, wenn das Bier auf die Zunge trifft. Die reichlich vorhandene Kohlensäure, die das Ergebnis einer mehrstufigen Gärung ist, sorgt aber für eine angenehme Spritzigkeit. Auf der Zunge kommt noch ein kräftiges Bitter dazu. Das Mundgefühl ist rund und samtig. Im Abgang wird das Bitter kurz kräftiger, um dann schnell wieder nachzulassen. Ein kleiner diskreter Rest des Geschmacks klingt aber noch lange nach.

Zutaten:

Wasser. Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7 % Vol.

Bittereinheiten:

16 IBU

Farbe:

14 EBC

Brauerei:

Brasserie Curtius
Impasse des Ursulines
4000 Liège
Belgien

Die URL der Website ist nicht mehr aktuell. Eine andere URL ist mir nicht bekannt und ich vermute, dass die Brauerei nicht mehr existiert. Aus diesem Grund habe ich den Link entfernt.

Brasserie de Silly – IPA Green Killer

Die Wurzeln der Brasserie de Silly reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Es handelt sich um eine Familienbrauerei, die neben den traditionellen belgischen Bierstilen auch einige Craft-Biere anbietet.

Das IPA ist das zweite Bier aus der Killer-Serie und folgt damit dem Pink Killer. Jetzt steht es vor mir und möchte verkostet werden.

Intensiv goldfarben mit einer ordentlichen festen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas.

Zitrusfrüchte, Pfeffer und der Duft des Malzes dominieren das intensive Aroma dieses IPAs. Das frische Aroma macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist leicht süß und die reichlich dosierte Kohlensäure verleiht ihm eine angenehme Frische. Auf der Zunge spiegeln sich die fruchtigen Aromen wider, die ich bereits in der Nase festgestellt habe. Dazu kommt ein ordentliches Bitter, das gut mit der Fruchtigkeit abgestimmt ist, aber auch fast versucht, sie zu überdecken. Alles in Allem ist der Geschmack voll und rund, das Bier recht süffig. Im Abgang zeigen die Bitterstoffe zunächst ihre Stärke, die aber recht flott nachlässt. Die Fruchtigen Aromen klingen dagegen noch sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Brasserie de Silly
Rue Ville Basse 2
7830 Silly
Belgien
www.silly-beer.com

Silly – Saison

Silly ist eine kleine Gemeinde in der belgischen Wallonie. Von dort stammt das Bier, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet. Saison ist ein alter belgischer Bierstil, der in früheren Zeiten auf den Bauernhöfen gebraut wurde, um die Erntehelfer zu verköstigen. Heute hat sich der Bierstil gewandelt. War das Bier früher dünn, damit auch nach der Mittagspause noch gearbeitet werden konnte, ist es inzwischen stärker geworden und enthält in der Regel etwa 5 Volumenprozent Alkohol. Geblieben ist aber, dass das Bier in den meisten Fällen nicht gefiltert wird und dass es recht sparsam gehopft wird. Dann will ich doch mal sehen, wie sich das Silly Saison so macht.

Kupferfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas mit einer überdurchschnittlich großen hellbraunen und sahnigen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Und ja, dieses Bier ist malzbetont. So steigen mir Düfte nach Brotkrume in die Nase, während der Hopfen mit seinen grasigen Noten eher im Hintergrund bleibt. Eigentlich hätte ich einen eher süßlichen Duft erwartet, aber dem ist nicht so. Das Aroma lässt mich ein eher trockenes Bier erwarten.

Der Antrunk zeichnet sich wie das Aroma durch die Betonung auf das Malz aus, die sich in einem Brotgeschmack zeigt. Die Röststoffe sind nur gering zu schmecken und die reichlich vorhandene sehr feinperlige Kohlensäure verleiht dem Bier eine angenehme Frische. Auf der Zunge zeigt sich dann ein leichtes und sehr angenehmes Bitter, das dem Bier zusammen mit würzigen und grasigen Noten eine ungeheure Süffigkeit verleiht. Der Abgang ist würzig, aber auch das Malz kommt mit seinen Karamellnoten zum Tragen. Das Bitter ist nur leicht vertreten und klingt überraschend lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Kennt, Hallertau9, Hefe

Alkoholgehalt:

5 % Vol.

Brauerei:

Brasserie des Silly
Rue Ville Basse 2
7830 Silly
Belgien
www.silly-beer.com

Dubuisson – Surfine

Die Brasserie Dubuisson braut das Surfine schon sehr lange. In den 1930er und 1940er Jahren war es das beliebteste Bier dieser Brauerei. Der Saison-Stil hat seinen Ursprung in den Bauernhöfen der belgischen Provinz Hennegau, wo die Bauern dieses Rezept im Sommer brauten, um die Aushilfskräfte abzukühlen, die während der heißen Monate zur Hilfe kamen. Ende 2014 beschloss die neue Generation der Familie Dubuisson, den Erfolg der Vergangenheit fortzusetzen und das Surfine erneut zu brauen und anzubieten. Die Idee dabei war, das Bier so original wie möglich wiederzubeleben, also nicht nur das Rezept, sondern auch das Logo und den Produktionsprozess. Surfine ist ein Klassiker des Saison in dreifacher Hinsicht: hergestellt mit 3 verschiedenen Malzsorten, 3 verschiedenen belgischen Hopfensorten und vergoren mit 3 Arten von Hefe. Und das scheint sich wirklich auszuzahlen, denn das Surfine wurde beim World Beer Awards als bestes europäisches Bier ausgezeichnet.

Bernsteinfarben und hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei sehr viel grobporigen Schaum, der erstaunlich lange erhalten bleibt.

Das Aroma überrascht mit seiner Komplexität. Im Vordergrund sind die Aromen nach Zitrusfrüchten, aber auch blumige Noten sowie die Dürfte nach Kräutern und Gewürzen steigen mir in die Nase. Zusammen mit der Hefe ist das Aroma überwältigend und macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist leicht süß und durch die reichlich vorhandene Kohlensäure ungeheuer spritzig. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider und werden durch ein gut abgestimmtes Bitter ergänzt. Im Abgang wird das Bier trockener, das freundliche leichte Bitter übernimmt das Kommando und klingt überraschend lange nach.

Das Surfine hat seine Auszeichnung beim WBA zu Recht erhalten. Es ist ein leichtes und erfrischendes Bier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Zucker, Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Bittereinheiten:

32 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° Celsius

Brauerei:

Brasserie Dubuisson
Chaussée de Mons, 28
7904 Pipaix
Belgien
www.dubuisson.com

Grisette Bio – Triple

Grisette Bio Triple glutenfrei ist eine Vertreterin des renommierten Bierstil der belgischen Tripels. und zeichnet sich durch den einzigartigen Charakter seiner Aromen und Geschmacksrichtungen aus, die durch eine seltene Kombination von Klassizismus und Modernität entstehen. Dieses obergärige Bier, das in der Flasche einer zweiten Gärung unterzogen wird, setzt eine subtile Aromenpalette frei. Mit seiner warmen, goldblonden Farbe ist es klar und schimmernd.

Der Schaum ist fein und kompakt. Voller Geschmack und erfrischend, eignet sich dieses Bier für jede Jahreszeit.

Wie auch das Grisette Blonde wird es keiner biochemischen Behandlung unterzogen und ist als biologisch und glutenfrei zertifiziert.

Intensiv goldfarben fließt das Bier ist Glas. Die großporige Schaumkrone ist sehr voluminös und sie bleibt lange erhalten. Optisch macht das grisette Triple schon mal eine gute Figur.

Das Aroma ist würzig. Ja, würzig, nicht mehr. Nicht wirklich typisch nach Bier, aber durchaus ansprechend. Wenn es so weitergeht, könnte ich mich sogar an ein glutenfreies Bier gewöhnen.

Der Antrunk ist recht süß, aber die reichlich vorhandene Kohlensäure sorgt für eine angenehme Frische. Auf der Zunge setzen sich die würzigen Noten durch, die ich bereits in der Nase festgestellt hatte. Das Mundgefühl ist schwer und voll, so dass jetzt auch wirklich das Gefühl nach Bier entsteht. Der Alkohol ist gut eingearbeitet. Auch im Abgang sind die würzigen Eindrücke dominant und sie klingen lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hafermalz, Reisflocken, Hopfen, Gewürze, Milchsäure, Invert-Rohrzucker, Hefe, Ascorbinsäure

Alkoholgehalt:

8 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

8° Celsius

Brauerei:

Brasserie St-Feullien S.A.
Rue d’Houdeng 20
7070 Reulx
Belgien
www.st-feuillien.com

La Botteresse – Noire

Die Brauerei La Botteresse wurde im Jahr 1996 von José Poncin gegründet. Die Brauerei erhielt ihren Namen nach den Frauen (les botteresse), die bis Anfang des 20. Jahrhunderts jede Brauerei in der Stadt Lüttich und ihrer Umgebung mit lokalem Hopfen umgestalteten.

Die Frauen trugen die Blumenkegel mit speziellen Körben (auf Französisch „la botte“). Das Gebiet hatte früher riesige Hopfengärten, die heute alle zusammen mit Hunderten von Brauereien im Laufe des 20. Jahrhunderts vernichtet wurden. Nur noch eine Handvoll Gärten sind heute noch übrig und von ihnen mussten den Betrieb von Grund auf neu starten.

Wie die meisten handwerklichen Brauer begann José in seinem Haus kleine Mengen von 20, 50 und 100 Litern zu brauen. Es dauerte 7 oder 8 Jahre, als er sich entschied, eine professionelle Brauerei zu aufzubauen. 2003 entschied sich José aufgrund der hohen Anforderungen, einen geeigneten Brauereiplatz zu suchen und gründete die heutige Brauerei an der Rue Fond Méan 6 in Saint-Georges-sur-Meuse, einem idyllischen Gebiet in der Nähe von Lüttich – einem der nach den Ardennen grünsten Gebiete Belgiens. 2003 dauerte die Renovierung ein Jahr und die Brauerei wurde 2005 offiziell mit den ersten selbst hergestellten Bieren eröffnet.

Die erste Charge, die José jemals produziert hat, war sein Bernsteinbier. Das Rezept hat sich seit über 22 Jahren nicht geändert. Das Bier stellt eindeutig das Flaggschiff der Brauerei dar. Es ist auch bei den Fans eines der beliebtesten Getränke. Im Jahr 2016 wurde es sogar zum besten Amber der Wallonie (südliche Region Belgiens) gewählt. Seine neueste Kreation ist das Noire, ein Belgian Stron Dark Ale mit etwas mehr als zehn Volumenprozent Alkohol, das jetzt vor mir steht.

Und wenn der Bierstil das Wort „Dark“ enthält, dann können Sie das wörtlich nehmen. Das Bier ist wirklich blickdicht schwarz mit mittelbraunem gemischtporigem Schaum, der durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Die Röstaromen überwiegen. Ich rieche Toffee, Mokka und Trockenfrüchte, und auch die gut 10 Volumenprozent Alkohol finden Sich im Aroma wieder.

Der erste Eindruck wird durch die Süße des Bieres geprägt, zusammen mit der reichlich dosierten Kohlensäure. Schnell wandelt sich der Eindruck zu einer likörartigen Konsistenz und der Geschmack nach Trockenpflaumen sowie der durchschmeckende Alkohol runden das Bild ab. Die Röststoffe halten sich überraschend diskret im Hintergrund. Der Abgang ist sehr mild, der Fruchtigkeit bleibt weiterhin im Vordergrund und der Geschmack klingt sehr lange nach.

Alkoholgehalt:

10,2 % Vol.

Brauerei:

La Brasserie La Botteresse de Sur-les-Bois
Rue Fond Mean, 6
4470 Saint-Georges
Belgien
www.labotteresse.be