Zoigl ist eine Bierspezialität aus der nördlichen Oberpfalz. Traditionell wurde die Würze für das Bier im Kommunbrauhaus gekocht. Die fertige Würze wurde dann an die Wirte und Brauer im Umkreis verteilt und diese stellten das Bier im eigenen Gärkeller fertig. Damit hatten alle Anbieter ein zwar ähnliches, aber doch individuelles Bier. Die Basis der Biere ist identisch, aber die Lagerung, die Hefe und der Gärprozess sorgen für die Unterschiede. Viele Brauereien in der Oberpfalz brauen bis heute Communbräu-Zoigl, jedoch wird es beim Brauer selbst schon vollendet und fertig verkauft. Auch die Brauerei Hösl aus Mitterteich bietet zwei Communbräu-Zoigl an. Jetzt steht das Winterzoigl vor mir und wartet auf seine Verkostung.
Braun und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich voluminöse Schaumkrone ist sahnig. Da kann ich echt nicht meckern.
Die Röststoffe des Malzes dominieren mit einem Duft nach dunkler Schokolade und gebrannten Mandeln das Aroma. Es wird durch einige würzige Noten abgerundet. Manche Menschen mögen diesen röstigen Duft nicht, aber mir macht er richtig Lust auf den ersten Schluck.
Der Antrunk ist überraschend süß mit recht wenig sehr feinperliger Kohlensäure. Hier hätte ich mir mehr gewünscht. Während sich das Bier auf der Zunge erwärmt, kommen die einzelnen Geschmacksnoten erst richtig zum Tragen. Süß und würzig ist es, dazu der Schokoladengeschmack, der durch den Duft nach gerösteten Haselnüssen vervollständigt wird. Bitter kann ich erst im Abgang feststellen. Es ist hier aber auch sehr diskret und mit kurzem Nachklang.
Zutaten:
Brauwasser, Malz, Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
5,9 % Vol.
Stammwürze
12 ° Plato
Bittereinheiten:
33 IBU
Farbe:
25 EBC
Brauerei:
Hösl & Co Brauhaus GmbH
Bahnhofstraße 1
95666 Mitterteich
www.hoeslbraeu.de
Der jährlich erscheinende Hopfenreiter ist ein Freundschaftssud. Das bedeutet, dass sechs Brauereien jeweils einen Hopfen spenden und anschließend in Bayreuth daraus ein Double-IPA brauen. Auf diese Weise entsteht ein Bier, das jedes Jahr anders ist. Aber eines haben alle Editionen gemeinsam: es ist in jedem Jahr ein wilder Ritt durch den Hopfengarten. In diesem Jahr kamen die folgenden Hopfensorten zusammen, aufgezählt mit den jeweiligen Brauereien:
Nun ist es Sommer, die Temperaturen bewegen sich seit Wochen rund um die 30°-Marke und bald kommt der Herbst, den ich in diesem Jahr kaum erwarten kann. Gibt es einen besseren Zeitpunkt, ein Winterbockbier zu verkosten, das außerdem bald sein Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht? Ich glaube nicht. Deshalb werde ich mir den Winterbock der Kieler Brauerei Lillebräu vornehmen. Ich erwarte von diesem Winterbock, dass er mit seinem Ingwer und Zimt mir bereits jetzt im September ein gewisses Vorweihnachtsgefühl verleiht. Doch, auf dieses
Einmal im Jahr wird der Hopfen geerntet und keine Brauerei, die etwas auf sich hält, lässt es sich nehmen, dann ein Grünhopfenbier zu brauen, also ein Bier mit frischem Hopfen. So auch die Brauerei Uerige in der Altstadt von Düsseldorf, die sich im letzten Jahr zu diesem Zweck mit Oliver Wesseloh von der Kehrwieder Kreativbrauerei in Hamburg zusammengetan hat. Der Hopfen stammt aus Polen und wurde sofort nach der Ernte (und dem Zupfen) so schnell es irgend ging im PKW nach Düsseldorf gebracht, um dort zum Jrön zu werden, einer Sticke mit dem frischen Hopfen.
Die Idee des Senatsbocks ist nicht neu. Bereits in den 1950er Jahren haben sich die Hamburger Brauer zusammengetan und einmal im Jahr einen gemeinsamen Senatsbock gebraut. Irgendwann Ende der 1960er Jahre ist die
Die Brauerei De Bie entstand 1992 in den Hopfengärten des Brauereidorfs Watou in der Nähe von Poperinge und der französischen Grenze. Sie war eine der kleinsten handwerklichen Brauereien in Flandern. Zatte Bie, Hellekapelle und Helleketelbier waren die ersten Biere, die in diesem Haus gebraut wurden. Sie wurden in einfachen Plastiktüten verkauft und konnten auch im Café d’Hellekapelle neben der Brauerei verkostet werden.
So einen umfangreichen Namen wie der Maibock von Camba Bavaria hat noch kein anderes Bier gehabt, das ich in diesem Blog beschrieben habe. Das ist für mich Grund genug, einmal auf der Website der Brauerei nachzusehen, was es damit auf sich hat. Camba schreibt dazu:
Ich muss gestehen, dass ich ein absoluter Maibockfan bin. Und auch wenn der Mai für dieses Jahr inzwischen vergangen ist, fand ich jetzt doch noch einen Maibock im Kühlschrank. Finne ist eine kleine Biobrauerei in Münster, die den meines Wissens einzigen Maibock mit Zutaten aus biologischem Anbau braut. Dann will ich mal testen, wie sich der Bock so macht.
Ursprünglich wurde die „Camba Bavaria“ 2008 als Showroom des Brauanlagenherstellers BrauKon in Truchtlaching gegründet. In der alten Mühle am Ufer der Alz wollte Gründer Markus Lohner Kunden aus aller Welt zeigen, wie seine Brauanlagen funktionieren und welche Biervielfalt man damit brauen konnte. Mit Erfolg: Die Testbiere schmeckten und die „Camba Bavaria“ entwickelte sich zu dem Pionier der Craft-Bier-Branche, der sie bis heute ist. Weil es schon bald zu eng wurde in der kleinen Gasthausbrauerei in Truchtlaching, bekam die „Camba Bavaria“ 2016 eine neue Heimat im benachbarten Ort Seeon. Hier werden nicht nur die Camba-Biere gebraut, sondern auch die Brauereianlagen der BrauKon gefertigt. Eine hochmoderne Brauerei wurde hier geschaffen, in der mit viel Liebe zum Brauerei-Handwerk gebraut wird. Insgesamt schon über 250 verschiedene Biere, dauerhaft im Sortiment finden wir insgesamt 18 unterschiedliche Biere, dazu einige limitierte und saisonale Bierspezialitäten.