Schlagwort-Archiv: saisonales Bier

Hösl – Communbräu Winterzoigl

Zoigl ist eine Bierspezialität aus der nördlichen Oberpfalz. Traditionell wurde die Würze für das Bier im Kommunbrauhaus gekocht. Die fertige Würze wurde dann an die Wirte und Brauer im Umkreis verteilt und diese stellten das Bier im eigenen Gärkeller fertig. Damit hatten alle Anbieter ein zwar ähnliches, aber doch individuelles Bier. Die Basis der Biere ist identisch, aber die Lagerung, die Hefe und der Gärprozess sorgen für die Unterschiede. Viele Brauereien in der Oberpfalz brauen bis heute Communbräu-Zoigl, jedoch wird es beim Brauer selbst schon vollendet und fertig verkauft. Auch die Brauerei Hösl aus Mitterteich bietet zwei Communbräu-Zoigl an. Jetzt steht das Winterzoigl vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Braun und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich voluminöse Schaumkrone ist sahnig. Da kann ich echt nicht meckern.

Die Röststoffe des Malzes dominieren mit einem Duft nach dunkler Schokolade und gebrannten Mandeln das Aroma. Es wird durch einige würzige Noten abgerundet. Manche Menschen mögen diesen röstigen Duft nicht, aber mir macht er richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist überraschend süß mit recht wenig sehr feinperliger Kohlensäure. Hier hätte ich mir mehr gewünscht. Während sich das Bier auf der Zunge erwärmt, kommen die einzelnen Geschmacksnoten erst richtig zum Tragen. Süß und würzig ist es, dazu der Schokoladengeschmack, der durch den Duft nach gerösteten Haselnüssen vervollständigt wird. Bitter kann ich erst im Abgang feststellen. Es ist hier aber auch sehr diskret und mit kurzem Nachklang.

Zutaten:

Brauwasser, Malz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,9 % Vol.

Stammwürze

12 ° Plato

Bittereinheiten:

33 IBU

Farbe:

25 EBC

Brauerei:

Hösl & Co Brauhaus GmbH
Bahnhofstraße 1
95666 Mitterteich
www.hoeslbraeu.de

Jahrgangsbier 2022: Gold Ochsen Zirbenbock

In diesem Jahr jagt bei Gold Ochsen in Ulm ein Jubiläum das nächste. Neben dem 425-jährigen Bestehen der Brauerei selbst gibt es im Herbst einen weiteren Grund zum Feiern: Das Gold Ochsen Jahrgangsbier geht in die mittlerweile zehnte Runde. Zu diesem Anlass haben die Braumeister wieder eine echte Rarität kreiert: den Gold Ochsen Zirbenbock. Beim Einschenken präsentiert sich die Starkbierspezialität in einem samtigen Waldhonigton und versprüht sogleich den zarten Duft des Holzes, das von Braumeister und Laborleiter Alexander Maier höchstpersönlich in Südtirol, auf 2.000 Metern Meereshöhe inmitten der herrlichen Berge des Ahrntals frisch geschlagen wurde. Im Antrunk zeigt sich nach der cremigen Schaumkrone ein vollmundiger Körper mit Anklängen von Karamell und Honig, während das unverkennbare Aroma der Zirbelkiefer im Duett mit dem Hopfen im Abgang sanft nachklingt. „Unsere zehnte Sonderedition ist ein wahres Meisterstück der Braukunst. Ich bin immer wieder aufs Neue erstaunt und stolz, mit wie viel Kreativität und Herzblut unsere Braumeister am Werk sind. Sie machen mit ihren Kreationen dem Namen ‚Ulms flüssiges Gold‘ alle Ehre“, so Gold Ochsen Geschäftsführerin Ulrike Freund. Die eleganten, schwarzen 0,75-Liter-Flaschen mit Korkverschluss sind ab dem 17. Oktober 2022 im Brauerei Shop, im Ochsen Shop in der Ulmer Innenstadt sowie bundesweit über den Gold Ochsen Online Shop erhältlich – und wie immer in Anlehnung an das Gründungsjahr der Brauerei auf 1.597 Stück limitiert.

Für Alexander Maier ist Südtirol wie ein zweites Zuhause – und seiner handwerklichen Begabung ist die Idee für den Gold Ochsen Zirbenbock geschuldet. Was mit Zirbenspänen, die mit Bier versetzt wurden, begann, entwickelte sich Stück für Stück zu einer ausgereiften Rezeptur. „Um die Zirbe zur Geltung zu bringen, mussten wir die Balance zwischen einem nicht zu hellen oder zu dunklen Bier finden. Denn je nachdem tritt der Geschmack des Holzes zu wenig oder zu stark in den Vordergrund. Letztendlich war ein heller Bock die richtige Wahl“, erklärt Maier. Für die einzigartige Kreation wurde dem Pilsner Malz zur Abrundung noch etwas Münchner Malz an die Seite gestellt. Diese vereinen sich mit den drei verschiedenen Tettnanger Aromahopfen und dem Zirbenholz, das die lange Reifung des Bieres begleitet, zu einer harmonischen Gesamtkomposition. Dabei trifft der aromatische Zirbenduft auf einen leicht harzigen Geschmack sowie eine markante, aber zugleich angenehme Bitternote. Mit einem Alkoholgehalt von 7,7 Volumenprozent ist das limitierte Jahrgangsbier der ideale Begleiter zu Speck und Schüttelbrot oder kräftigen Wurst- und Käsesorten.

So weit die Pressemitteilung der Brauerei Gold Ochsen. In den letzten Jahren habe ich die Jahrgangsbiere immer verkosten können und ich war in jedem Jahr auf Neue begeistert vom Geschmack und der Kreativität der Brauer in Ulm. Ich hoffe auch in diesem Jahr, das Bier verkosten und hier im Blog vorstellen zu können.

Maisel & Friends – Hopfenreiter #7

Der jährlich erscheinende Hopfenreiter ist ein Freundschaftssud. Das bedeutet, dass sechs Brauereien jeweils einen Hopfen spenden und anschließend in Bayreuth daraus ein Double-IPA brauen. Auf diese Weise entsteht ein Bier, das jedes Jahr anders ist. Aber eines haben alle Editionen gemeinsam: es ist in jedem Jahr ein wilder Ritt durch den Hopfengarten. In diesem Jahr kamen die folgenden Hopfensorten zusammen, aufgezählt mit den jeweiligen Brauereien:

  • Jester von der Samuel Smith’s Brewery (Großbritannien)
  • HBC 431 von True Brew Brewing Co. (Deutschland)
  • HBC 630 vom Braukollektiv (Deutschland)
  • Monroe von Kuehn Kunz Rosen (Deutschland)
  • Simcoe von Pivovar Zichovec (Tschechien)
  • Solero von Maisel & Friends mit freundlicher Unterstützung von Hopsteiner (Deutschland)

Bernsteinfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feste weiße Schaumkrone bleibt lange erhalten. Optisch macht das Bier jedenfalls auch in diesem Jahr eine gute Figur.

Düfte nach Mango und Maracuja, Grapefruit und Holz steigen mir in die Nase. Dazu kommt eine leichte Süße, die an Ananas erinnert und sich mit Aromen paart, die an Bitterorangen erinnern. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße aus, die durch eine kräftige Kohlensäure begleitet wird. Die fruchtigen Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Dazu kommt das stiltypische freundliche Bitter von immerhin 70 IBU, das aber die Süße nicht vollständig überdecken kann. Das gefällt mir, insbesondere im Zusammenspiel mit dem samtigen Mundgefühl. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bitter ist nicht so kräftig wie ich es erwartet hätte. Dafür klingt es sehr lange nach.

Den diesjährigen Hopfenreiter zu kaufen lohnt sich auf jeden Fall. Es gibt ihn im Brauereishop von Maisel, auch im Onlinehandel. Aber schnell sein lohnt sich, denn es gilt wie jedes Jahr: wenn weg, dann weg.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Jester, HBC 431, HBC 630, Monroe, Simcoe, Solero), Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Stammwürze:

18,8° Plato

Bittereinheiten:

70 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Brauerei Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

lille – Winterbock

Nun ist es Sommer, die Temperaturen bewegen sich seit Wochen rund um die 30°-Marke und bald kommt der Herbst, den ich in diesem Jahr kaum erwarten kann. Gibt es einen besseren Zeitpunkt, ein Winterbockbier zu verkosten, das außerdem bald sein Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht? Ich glaube nicht. Deshalb werde ich mir den Winterbock der Kieler Brauerei Lillebräu vornehmen. Ich erwarte von diesem Winterbock, dass er mit seinem Ingwer und Zimt mir bereits jetzt im September ein gewisses Vorweihnachtsgefühl verleiht. Doch, auf dieses Bockbier habe ich jetzt richtig Bock.

Kupferfarben und leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die bis auf einen Rest recht flott in sich zusammenfällt. Der Rest bleibt aber lange erhalten.

Das Bier duftet nach Karamell und weihnachtlichen Gewürzen. Bier, das mit Ingwer und Zimt gebraut wurde, gibt es ja häufiger, aber dieses Bier duftet dabei auch außergewöhnlich frisch. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist süß und samtig und mir gefällt, dass die Gewürze nicht hervorstechen, sondern wirklich diskret eingesetzt wurden. Auf der Zunge wird die Süße kräftiger. Das Bier ist vollmundig, wirkt fast dickflüssig. Dabei wärmt der Alkohol. Im Abgang ist das Bier überraschend schlank und der Geschmack klingt nur kurz nach.

Dieses Bier von der Küste kann mich wirklich begeistern. Es ist der ideale Begleiter zu Wildgerichten und Gänsebraten. Ich habe es jetzt nicht ausprobiert, könnte mir aber vorstellen, dass der lille Winterbock sich auch hervorragend zur Zubereitung der Soßen zu diesen Braten eignen würde.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hafermalz, Roggenmalz, Hopfen (Mittelfrüh), Hefe (S-23), Ingwer, Zimt

Alkoholgehalt:

7,0% Vol.

Bittereinheiten:

25 IBU

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

lillebräu GmbH
Eichkamp 9c
24116 Kiel
www.lillebraeu.de

Uerige – Jrön

Einmal im Jahr wird der Hopfen geerntet und keine Brauerei, die etwas auf sich hält, lässt es sich nehmen, dann ein Grünhopfenbier zu brauen, also ein Bier mit frischem Hopfen. So auch die Brauerei Uerige in der Altstadt von Düsseldorf, die sich im letzten Jahr zu diesem Zweck mit Oliver Wesseloh von der Kehrwieder Kreativbrauerei in Hamburg zusammengetan hat. Der Hopfen stammt aus Polen und wurde sofort nach der Ernte (und dem Zupfen) so schnell es irgend ging im PKW nach Düsseldorf gebracht, um dort zum Jrön zu werden, einer Sticke mit dem frischen Hopfen.

Einen Nachteil hat das Jrön allerdings: die Düsseldorfer wollen das Bier nicht wirklich gerne freigeben. Deshalb erfolgt der Anstich traditionell am 11. 11., also an dem Tag, an dem jeder Auswärtige das Rheinland und damit auch Düsseldorf tunlichst meidet. Wer schon einmal am 11. November oder an Rosenmontag im Rheinland oder auch nur in der weiteren Umgebung war, wird verstehen, was ich meine. Aber zum Glück hält das Jrön ja länger als der Karneval. Kommen wir also zum Bier.

Dunkelbraun mit einer sahnigen elfenbeinfarbenen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas. Damit macht das Bier optisch schon mal eine gute Figur.

Das Bier duftet röstig nach Kaffee. Dieses Aroma wird durch eine leichte fruchtige Säure begleitet.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süe sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge zeigt das Jrön seine ganze Komplexität: dunkle Schokolade mischt sich mit Espresso, dazu kommen leichte Rauchnoten sowie ein angenehmes freundliches Bitter. Das Mundgefühl ist rund und voll. Im Abgang steht zunächst die Süße im Vordergrund, dann wird das Bitter kräftiger und es klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,2% Vol.

Bittereinheiten:

55 IBU

Farbe:

50 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

7° – 9° Celsius

Brauerei:

Kehrwieder Kreativbrauerei
Oliver Wesseloh
Sinstorfer Kirchweg 74-92
21077 Hamburg
www.kehrwieder.beer
gemeinsam mit

Uerige Obergärige Hausbrauerei
Berger Str. 1
40213 Düsseldorf
www.uerige.de

Landgang Brauerei – Hamburger Senatsbock

Die Idee des Senatsbocks ist nicht neu. Bereits in den 1950er Jahren haben sich die Hamburger Brauer zusammengetan und einmal im Jahr einen gemeinsamen Senatsbock gebraut. Irgendwann Ende der 1960er Jahre ist die Tradition dann eingeschlafen und im Jahr 2015 taten sich die fünf Brauereien Block Bräu, das Brauhaus Joh. Albrecht, die Gröninger Privatbrauerei, die Kehrwieder Kreativbrauerei und Ratsherrn zusammen, um die Tradition wieder aufleben zu lassen. Inzwischen haben sich noch drei weitere Brauereien angeschlossen. Die mittlerweile neun Brauereien haben nun den Senatsbock gebraut, der jetzt vor mir steht. Hier nur kurz, welche Brauereien den Senatsbock 2022 verbrochen haben:

  • Astra Brauhaus St. Pauli
  • Blockbräu
  • Joh. Albrecht Hamburg
  • Gröninger Privatbrauerei
  • Kehrwieder Kreativbrauerei
  • Ratsherrn Brauerei
  • Landgang Brauerei
  • Überquell
  • Wildwuchs Brauwerk

Und jetzt will ich mich aber endlich dem Bier widmen und die Flasche öffnen.

Braun und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine voluminöse mittelbraune und feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier also schon mal eine gute Figur.

Das Aroma ist malzbetont mit Noten nach Kaffee, etwas Rauch und einer leichten Fruchtigkeit, die an Trockenbirnen erinnert. Abgerundet wird der Duft mit einigen würzigen Noten.

Der Antrunk ist süß und mir fällt auf, dass die feinperlige Kohlensäure recht knapp bemessen ist. Die Süße bleibt auf der Zunge erhalten, während nun die Röststoffe in den Vordergrund kommen. Bitter ist eher zu erahnen als zu schmecken. Trotzdem ist das Mundgefühl weich und samtig. Der Abgang ist anfangs mild, aber langsam baut sich ein angenehmes Bitter auf, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Landgang Brauerei GmbH & Co. KG
Beerenweg 12
22761 Hamburg
www.landgang-brauerei.de

Passion Bie

Die Brauerei De Bie entstand 1992 in den Hopfengärten des Brauereidorfs Watou in der Nähe von Poperinge und der französischen Grenze. Sie war eine der kleinsten handwerklichen Brauereien in Flandern. Zatte Bie, Hellekapelle und Helleketelbier waren die ersten Biere, die in diesem Haus gebraut wurden. Sie wurden in einfachen Plastiktüten verkauft und konnten auch im Café d’Hellekapelle neben der Brauerei verkostet werden.

Im Jahr 1998 wurde die Brauerei von Jos Tjoen übernommen, der sie modernisierte, um ihr Wachstum zu ermöglichen. Der Standort erwies sich bald als zu klein für eine Expansion, und 2001 verlegte er die Brauerei De Bie in ein großes Gasthaus in Loker mit dem gleichen Namen: d’Hellekapelle. Dort wurde eine völlig neue Brauerei mit einer Verkaufsstelle, einer Bierbar und einem Pub errichtet. Außerdem wurde ein Bierladen eingerichtet.

Durch den großen Erfolg der traditionellen regionalen Biere wurde auch dieser Standort zu klein. Deshalb ist die Brauerei De Bie im Jahr 2011 auf einen viel größeren Bauernhof in Wakken (Dentergem) umgezogen.

Was einst als Hausbrauerei mit 3 Bieren begann, hat sich inzwischen zu einer renommierten Brauerei mit 10 Bieren entwickelt. Dazu gehören drei Fruchtbiere, von denen ich jetzt zwei kaufen konnte. Das erste der Fruchtbiere, das mit Passionsfrucht gebraut wurde, steht jetzt vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Rot und hefetrüb präsentiert sich das Passion Bie im Glas. Die grobporige rosa Schaumkrone ist recht klein und fällt flott in sich zusammen.

Das Aroma ist fruchtig mit süßen und sauen Noten. Irgendwie erinnert es mich mehr an Limonade als an Bier.

Der Antrunk ist wie erwartet süß und er wartet mit einer kräftigen Kohlensäure auf. Auf der Zunge ist das Bier fruchtig, aber eine gewisse Künstlichkeit lässt mich vermuten, dass beim Brauen auch Fruchtaromen verwendet wurden, auch wenn diese in der Zutatenliste nicht erwähnt werden. Aber eventuell täusche ich mich auch. Das Mundgefühl ist eher schlank. Der Abgang zeichnet sich durch eine leichte Säure mit kurzem Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Zucker, Passionsfrucht, Hefe

Alkoholgehalt:

3,7 % Vol.

Brauerei:

Brewery De Bie
Vijvestraat 47
8720 Dentergem
www.brouwerijdebie.be

Camba Bavaria – Braumeister-Edition #49 (Korbinian Häußler) – Maibock

So einen umfangreichen Namen wie der Maibock von Camba Bavaria hat noch kein anderes Bier gehabt, das ich in diesem Blog beschrieben habe. Das ist für mich Grund genug, einmal auf der Website der Brauerei nachzusehen, was es damit auf sich hat. Camba schreibt dazu:

„Die Neue Braumeister-Edition ist ein Maibock von unserem Braumeister Korbinian Häußler. Zusammen mit ein paar Mitarbeitern hat er die 49. Edition gebraut.

Zu seiner Kreation haben wir Korbinian folgende Fragen gestellt:

Warum hast du diesen Bier-Stil gewählt und was ist das Besondere an deiner Rezeptur?

Ich habe mich für diesen Bierstil entschieden, da er eher selten Platz im Biersortiment findet. Frisch interpretiert mit dem gewissen Etwas. Den gewissen Kick bringt das Zusammenspiel frischer, fein-fruchtiger Hopfenaromen in der Nase und die ausgewogene Malzsüße.

Wie würdest du den Geschmack beschreiben und wie passt der Name dazu?

Klassisch eingebraut mit vollmundigem Körper, feiner malziger, nussiger Charakter und cremiger Schaumkrone, einem Hauch fruchtiger Hopfennoten, das meinen Maibock zu einem frischen Trinkerlebnis und Lust auf mehr macht.

Zu welcher Gelegenheit passt dieses Bier?

Ob zum Feierabend, als Gipfelbier oder zu einem guten Essen – durch seine hohe Drinkability passend für jede Gelegenheit.“

So – damit wäre das geklärt. Kommen wir also zum Bier.

Kupferfarben und ohne Hefetrübung läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich nur eine kleine Schaumkrone, die auch schnell in sich zusammenfällt.

Das Aroma ist malzbetont nach Karamell, abgerundet mit dem Duft nach Waldhonig.

Der Antrunk weist die die stiltypische Süße auf, die durch eine reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure begleitet wird. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes Bitter dazu und sorgt für ein volles Mundgefühl. Fast erscheint es, als wäre das Bier dickflüssig. Im Abgang wird das Bitter kräftiger und es klingt recht lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Caramünch Typ 2), Hopfen (Tettnanger, Saphir), Hefe

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Stammwürze:

16,1° Plato

Bittereinheiten:

35 IBU

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Camba Bavaria GmbH
Gewerbering 3
83370 Seeon
www.camba-bavaria.de

Finne – Lauer Lenz

Ich muss gestehen, dass ich ein absoluter Maibockfan bin. Und auch wenn der Mai für dieses Jahr inzwischen vergangen ist, fand ich jetzt doch noch einen Maibock im Kühlschrank. Finne ist eine kleine Biobrauerei in Münster, die den meines Wissens einzigen Maibock mit Zutaten aus biologischem Anbau braut. Dann will ich mal testen, wie sich der Bock so macht.

Goldfarben mit einem Stich ins Orange und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist recht klein ausgefallen, aber sie bleibt lange erhalten.

Düfte nach Karamell steigen mir in die Nase, abgerundet durch fruchtige Noten.

Der Antrunk weißt die stiltypische Süße auf, begleitet von einer sehr feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist weich und rund. Der Abgang ist mild mit einem leichten Bitter und leider einem nur kurzen Nachklang.

Insgesamt ist der Laue Lenz von Finne ein wunderbares Bier für einen Frühlingsabend.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsener, Münchner), Hopfen (Spalter Select, Mittelfrüh, Smaragd), Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Bittereinheiten:

21 IBU

Farbe:

16 EBC

Empfohlene Genusstemeratur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Münsteraner Finne GmbH
Kerßenbrockstraße 8
48147 Münster
www.finne-brauerei.de

Camba Bavaria – Die Therese

Ursprünglich wurde die „Camba Bavaria“ 2008 als Showroom des Brauanlagenherstellers BrauKon in Truchtlaching gegründet. In der alten Mühle am Ufer der Alz wollte Gründer Markus Lohner Kunden aus aller Welt zeigen, wie seine Brauanlagen funktionieren und welche Biervielfalt man damit brauen konnte. Mit Erfolg: Die Testbiere schmeckten und die „Camba Bavaria“ entwickelte sich zu dem Pionier der Craft-Bier-Branche, der sie bis heute ist. Weil es schon bald zu eng wurde in der kleinen Gasthausbrauerei in Truchtlaching, bekam die „Camba Bavaria“ 2016 eine neue Heimat im benachbarten Ort Seeon. Hier werden nicht nur die Camba-Biere gebraut, sondern auch die Brauereianlagen der BrauKon gefertigt. Eine hochmoderne Brauerei wurde hier geschaffen, in der mit viel Liebe zum Brauerei-Handwerk gebraut wird. Insgesamt schon über 250 verschiedene Biere, dauerhaft im Sortiment finden wir insgesamt 18 unterschiedliche Biere, dazu einige limitierte und saisonale Bierspezialitäten.

Intensiv golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist leider recht klein geraten und fällt auch flott in sich zusammen. Beim Schaum sehe ich durchaus noch Verbesserungspotential, aber die Farbe ist schon wirklich ansprechend.

Düfte nach Karamell und Brotkrume steigen mir in die Nase, dazu honigsüße und florale Noten.

Der Antrunk überzeugt durch die stiltypische Süße des Bieres sowie durch die feinperlende Kohlensäure. Auf der Zunge gesellen sich zur Süße noch angenehme würzige Noten sowie ein leichtes Bitter. So sorgt das Bier Bier für ein weiches und volles Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und der Geschmack klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner), Hopfen (Tradition, Select, Tettnanger), Hefe

Alkoholgehalt:

6,2 & Vol.

Stammwürze:

15° Plato

Bittereinheiten:

21 IBU

Brauerei:

Camba Bavaria GmbH
Gewerbering 3
83370 Seeon
www.camba-bavaria.de