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15. 6. – 18. 6. 2022: Festival der Dortmunder Bierkultur

Im Jahr 2016 fand das Festival der Dortmunder Bierkultur erstmals statt. Seitdem wurde es mit Ausnahme der Corona-Jahre jährlich wiederholt. Vom 15. – 18. Juni ist es wieder so weit: nicht mehr wie anfangs unter dem U, sondern auf dem Parkplatz A4 der Dortmunder Westfalenhallen bauen verschiedene Brauer ihre Stände auf und bieten ihre Produkte an. Es soll mehr als 12 Biere geben. Leider verraten die Veranstalter nicht, welche Brauer vor Ort sein werden. Und da sich die Veranstalter so bedeckt halten, bleibt mir nur noch, die Öffnungszeiten mitzuteilen:

  • Mittwoch (15.06.22): 17:00 – 24:00 Uhr
  • Donnerstag (16.06.22): 17:00 – 24:00 Uhr
  • Freitag (17.06.22): 17:00 – 24:00 Uhr
  • Samstag (18.06.22): 14:00 – 24:00 Uhr

Nach zwei Jahren Pause: Bierakademie Bochum startet wieder

Endlich ist es so weit: nach einer Unterbrechung von zwei Jahren geht die Trinkhalle ab Mai wieder mit der Bierakademie an den Start. Wegen des späten Starttermins werden in diesem Semester auch nur zwei Veranstaltungen angeboten.

In dieser Zeit hat sich in der Szene allen viel getan. Einige geschätzte Brauereien haben den Betrieb eingestellt und eine ganze Reihe sind neu dazugekommen. Zwei dieser „Newcomer“ wird die Bierakademie in diesem Frühjahr vorstellen.

Am 03. 5. 22 beginnt sie mit „Brauwerk Schacht 8“ aus Haltern. Bisher gab es vom Brauwerk traditionelle Biere mit einem modernen Twist. So war das „Grubenpils“ dank der Kalthopfung kräftig fruchtig und das Schwarzbier röstig bis rauchig. Seit neuestem gibt es mit dem Wit auch ein Bier in einem Stil, der in unserer Region noch nicht so verbreitet ist. Alle Biere werden vom Brauer Markus Stewens präsentiert.

Am 07. 6. 22 kommt Alexander Pieper von „Piepnitz“ zu Besuch. Mit seiner Brauerei in Wattenscheid hat er es ja auch nicht weit bis zur Trinkhalle. Piepnitz ist mittlerweile seit zwei Jahren aktiv. Neben vier Bieren, die ständig verfügbar sein sollen (Wit, Kellerbier, Stellaris und Delta) gibt es immer wieder interessante Experimentalsude. Das IPA das mit einer Kveik Hefe vergoren wurde, ist ein gutes Beispiel dafür.

Die Veranstaltungen finden weiterhin am ersten Dienstag jeden Monats ab 19.00 Uhr statt. Der Kostenbeitrag beträgt 25 €.

Pinkus Special

Nun steht mal wieder ein Bier aus der Brauerei Pinkus Müller in Münster vor mir. Die Brauerei gehörte zu den ersten Brauereien, die Biere aus biologischen Zutaten brauten. Und bis heute verwendet die Brauerei Rohstoffe aus „echtem“ Bio, nicht aus EU-Bio, das für viele als „Bio light“ gilt.

Das Special ist ein Pilsener, das nicht gefiltert wurde, aber nicht so hefetrüb ist wie ein Kellerbier oder Zwickl, sondern es wurde bei etwa 0° Celsius ein Viertel Jahr gelagert und auf diese Weise geklärt. Außerdem weist die Brauerei auf ihrer Website darauf hin, dass Pinkus Special nicht mit Eiweißstabilisierungsmitteln behandelt wird.

In hellem Gelb und leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Dabei entwickelt sich nur eine kleine sahnige Schaumkrone, die aber sehr lange erhalten bleibt. Die Optik ist damit jedenfalls sehr ansprechend.

Das Bier duftet nach Brotkrume. Dieses Aromoa wird durch deutliche würzige und florale Noten abgerundet.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine verhaltene Süße aus, die durch eine feinperlige aber kräftige Kohlensäure begleitet wird. Auf der Zunge zeigt sich ein mildes Bitter, das es den Aromen aus der Nase überlässt, auch hier zum Vorschein zu kommen. Das Mundgefühl ist weich. Im Abgang wird das Bitter nur wenig kräftiger, klingt aber überraschend lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Naturhopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Stammwürze:

12,5 %

Bittereinheiten:

24 IBU

Farbe:

7,8 EBC

Brauerei:

Brauerei Pinkus Müller GmbH & Co. KG
Kreuzstraße 4-10
48143 Münster
www.pinkus.de

Bolten – Alt

Nach meinem Wissen ist Bolten die am längsten existierende und noch arbeitende Altbierbrauerei der Welt. So etwas gibt es vermutlich am Niederrhein nicht noch einmal. Jetzt steht das Bier endlich auch bei mir auf dem Tisch und möchte verkostet werden.

In dunklem Braun präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine elfenbeinfarbene feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Damit macht das Altbier im Düsseldorfer Stil eine wirklich gute Figur.

Das Aroma ist leider nicht allzu intensiv, aber trotzdem duftet das Bier angenehm nach dunkler Schokolade mit leichten rauchigen Anklängen. Bei der Malzauswahl hat die Brauerei also ein glückliches Händchen gehabt. Lediglich beim Hopfen waren die Brauer dann doch etwas kniepig, denn er kommt im Aroma nicht zum Tragen.

Der Antrunk ist recht süß, was aber zur reichlich vorhandenen feinperligen Kohlensäure passt. Auch auf der Zunge geht es süß-malzig weiter, wobei sich jetzt auch eine leichte Säure dazugesellt. Der Schokoladengeschmack bleibt, aber auch jetzt vermisse ich die Bitterstoffe des Hopfens, die nur sehr zurückhaltend zum Tragen kommen. Damit ist auch das Mundgefühl sehr schlank. Erst im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und es klingt überraschend lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfenextrakt

Stammwürze:

11,7° Plato

Brauerei:

Privatbrauerei. Bolten GmbH & Co. KG
Rheydter Str. 138
41352 Korschenbroich
www.bolten-brauerei.de

Pott’s Landbier Hell

Über die kleine Brauerei Pott’s im ostwestfälischen Oelde habe ich wohl bereits alles geschrieben, so dass ich mich direkt auf das Bier stürzen kann, das jetzt vor mir steht. Dabei handelt es sich um ein Helles. Es verwundert mich nicht, dass jetzt auch aus Ostwestfalen ein Helles kommt, denn derzeit wird dieser Bierstil ja kräftig gehypt.

Weizenblond strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die durchschnittlich große feinporige Schaumkrone bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Das Bier duftet malzbetont nach Brotkruste, aber auch der Hopfen kommt mit einigen fruchtigen und floralen Noten zu seinem Recht. Nachdem die Optik eher Durchschnitt war, gefällt mir das Aroma durchaus.

Der Antrunk fällt recht süß aus, was aber zur reichlich vorhandenen feinperligen Kohlensäure passt. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten und wird dort durch ein leichtes freundliches Bitter ergänzt. Die anderen Aromen kommen auch zum Tragen, aber leider so diskret, dass ich sie auch jetzt nicht genauer definieren kann. Immerhin sorgen sie für ein volles Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und es klingt überraschend lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,7% vol.

Bittereinheiten:

16 IBU

Stammwürze:

11,4 %

Empfohlene Genusstemperatur:

7° Celsius

Brauerei:

Pott’s Brauerei GmbH
In der Geist 120
59302 Oelde
www.potts.de

Pinkus Pils

Pinkus Müller ist die Traditionsbrauerei aus dem westfälischen Münster. Schon seit mehreren Jahrzehnten wird dort mit Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau gebraut, also nicht aus EU-Bioanbau, sondern mit Hopfen und Malz aus Bioloand-Betrieben.

Weizengelb und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die größtenteils feinporige Schaumkrone ist recht klein und sie fällt auch relativ schnell in sich zusammen, ein Rest bleibt aber lange erhalten.

Das Aroma teilen sich die Süße des Malzes und die Zitrusnoten des Hopfens. Dazu kommen noch einige grasige Nuancen, die den Duft abrunden.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße sowie reichlich Kohlensäure aus. Auf der Zunge entwickelt sich die fruchtige Säure und mir fällt auf, dass das Bier für ein Pils sehr wenig Bitter mitbringt. Das Mundgefühl ist aber trotzdem voll. Erst im Abgang rückt das Bitter mehr in den Mittelpunkt und es klingt auch einige Zeit nach.

Das Pinkus Pils ist ungewöhnlich, aber ein sehr schönes Bier für den Sommer.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Naturhopfen

Alkoholgehalt:

5,0 %

Stammwürze:

11,6 %

Bittereinheiten:

32 IBU

Farbe:

7,2 EBC

Brauerei:

Pinkus Müller GmbH & Co. KG
Kreuzstraße 4-10
48143 Münster
www.pinkus.de

Pinkus Extra

So, jetzt kommt mal wieder ein Biobier in die Verkostung, das Pinkus Extra. Dabei handelt es sich um ein kräftiger gehopftes Pilsener. Eie Website Ecoinform beschreibt dieses Bier wie folgt: „Pinkus Extra ist ein besonders stark gehopftes, extra herbes Bier Pilsener Brauart. Der Hopfen stammt aus ökologisch bewirtschafteten Hallertauer und Tettnanger Gärten. Die sorgsame Pflege der Hopfenpflanzen garantieren Bioland-Hopfenbauern, die seit Jahrzehnten mit dem Ökolandbau vertraut sind. Wir führen deren Arbeit in der Brauerei fort: mit ausgesuchten Malzen aus deutscher ökologischer Landwirtschaft, nach handwerklicher Tradition und durch verantwortungsvollen Umgang mit unserer Natur.“ OK, dann kann ich ja sofort die Flasche öffnen und mir das Bier einschenken.

Intensiv goldfarben und minimal opalisierend strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige Schaumkrone ist etwas mehr als durchschnittlich volumniös und bleibt lange erhalten. Die Optik dieses Biers hat schon mal die Qualität, die ich von Pinkus Müller gewohnt bin.

Das Aroma ist weniger hopfenbetont als ich es erwartet habe. Das Malz kommt mit seinen brotigen Noten gut durch und wird durch die blumigen Noten des Malzes angenehm abgerundet.

Im Antrunk fällt neben der leichten Süße die sehr feinperlige Kohlensäure auf. Auf der Zunge kommt der Hopfen dann mit einem für ein Pilsener Bier kräftigen Bitter zurm Tragen. Die blumigen Noten spiegeln sich auf der Zunge. Dazu kommt eine leichte Buttrigkeit, von der ich nicht weiß, ob sie wie bei den böhmischen Pilsener Bieren gewollt ist oder ob das Bier im Handel falsch gelagert wurde. Das Aroma ist aber nicht so kräftig, dass es unangenehm würde. Auf jeden Fall ist das Mundgefühl voll und rund. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und es klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenbraumalz, Naturhopfen

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Brauerei:

Pinkus Müller
Kreuzstr. 4-10
48143 Münster
www.pinkus.de

Bergmann Export

Das Export der Bergmann Brauerei soll eine Erinnerung an „die gute alte Zeit“ sein. Bis in die 1970er Jahre war nämlich das Exportbier das am meisten verkaufte Bier in Deutschland und außerhalb von Bayern meist auch der einzige Bierstil, den es neben dem Pils zu kaufen gab. Auch die Bergmann Brauerei hat zu diesem Zeitpunkt eine ganze Menge Export gebraut, bis die Brauerei von Ritter aufgekauft und wenige Jahre später geschlossen wurde.

Viele fragen sich, was ein Export überhaupt ist. Genau wie ein Helles oder Pils ist es ein (meist) helles, untergäriges Vollbier. Es gibt tatsächlich aber auch dunkle Exportbiere, die dann mit dunklerem Gerstenmalz gebraut werden. Das Export der Bergmann Brauerei ist golden, sehr klar und hat eine leuchtend weiße Schaumkrone. Im Vergleich zum Pils ist es aber weniger gehopft, also nicht ganz so bitter und daher für Leute, die eher ausgewogene Biere mögen, geeignet. Auch schmeckt man beim Export deutlich stärker die Malze als beim Pils. Wie sehr das Export zu Dortmund gehört erkennen wir daran, dass es im englischsprachigen Raum „Dortmunder“ heißt. Mal sehen, wie sich das Export von Bergmann so macht.

Bernsteinfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Zwar ist die sahnige Schaumkrone eher klein, aber sie bleibt dafür sehr lange erhalten. An der Optik gibt es also nichts zu mäkeln.

Das Aroma ist malzbetont nach Brotkruste mit einigen blumigen Noten, aber auch die Süße des Malzes steigt mir in die Nase.

Der Antrunk ist mäßig süß und die feinperlige Kohlensäure ist eher knapp bemessen. Auf der Zunge gesellst sich ein leichtes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist weich und rund. Auch im Abgang wird das Bitter nicht kräftiger, aber es überrascht mit einem wirklich langen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2%

Stammwürze:

12,4° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

6° Celsius

Brauerei:

Bergmann Brauerei GmbH
Elias-Bahn-Weg 2
44263 Dortmund
www.harte-arbeit-ehrlicher-lohn.de

ProWein 2022 überzeugt mit 5500 Ausstellern aus 60 Ländern

An der ProWein – der internationalen Leitmesse für Wein und Spirituosen in Düsseldorf – führt kein Weg vorbei. Mit rund 5.500 Ausstellern aus mehr als 60 Ländern bietet sie das weltweit größte Angebot an Weinen, Spirituosen und Craftdrinks. Für die internationalen Profis aus Fachhandel, LEH, HoReCa und dem Cateringbereich ist die ProWein vom 15. bis 17. Mai 2022 damit der unumstritten zentrale Branchenevent und die ideale Plattform zum Networking und Aufspüren neuer Trends und Produkte.

Vor dem Hintergrund der sich schnell ausbreitenden Omikron-Variante hatte die Messe Düsseldorf Anfang des Jahres die ProWein aus dem gewohnten März-Termin in den Mai verschoben. „Der Dezember war bis in den Januar hinein geprägt von einer erkennbar pessimistischen und unsicheren Stimmung, was den zu erwartenden Verlauf der Omikron Welle betraf. Hier konnten wir durch die Terminverschiebung in den Mai nicht nur die Planungssicherheit für Aussteller und Besucher erhöhen, sondern auch eine deutlich bessere Perspektive für die zu erwartende Internationalität herstellen. Mittlerweile gibt uns der aktuelle Verlauf der Pandemie wie auch der jetzt von der Politik entwickelte Fahrplan zur Öffnung des öffentlichen Lebens eine sehr gute Basis, dass die Veranstaltung im Mai unter denkbar positiven Bedingungen stattfinden kann,“ erläutert Michael Degen, Executive Director Messe Düsseldorf, auf dem internationalen Media Summit am 23. Februar in Düsseldorf.

Und in der Tat stößt die Verschiebung in den Mai auf großes positives Feedback aus der internationalen Branche. „Die ProWein ist eine Institution. Ohne diese Messe wären wir nicht da, wo wir heute sind. Messen sind wichtig in einer globalen Welt, aber ohne internationale Gäste bleibt das eine Klassenparty,“ bringt Dr. Martin Tesch vom gleichnamigen Weingut an der Nahe/Deutschland (www.weinguttesch.de) treffend auf den Punkt. Zum gleichen Ergebnis kommt Magdalena Pesco, Geschäftsführerin Wines of Argentina (www.winesofargentina.com): „Die Verlegung der ProWein in den Frühsommer war eine gute Idee und wird sich am Ende für alle lohnen.“ Das ist auch der Tenor internationaler Besucher, wie Gretchen Thomas, VP Kreation der Barcelona Restaurant Group/USA (www.barcelonawinebar.com), stellvertretend für viele andere Einkäufer unterstreicht: „Wenn es darum geht, neue Weine zu entdecken und Kontakte zu Lieferanten zu knüpfen, gibt es für mein Unternehmen keinen besseren Event als die ProWein in Düsseldorf. In nur ein paar Tagen können wir die Arbeit und Meetings schnell und effektiv absolvieren, für wir ansonsten Monate brauchen würden. Wir sind so froh, dass wir im Mai wieder persönlich teilnehmen können“-

Produkt-Spektrum @ ProWein: Weltweit einmalig

Rund 5.500 Aussteller aus über 60 Ländern werden sich vom 15. bis 17. Mai auf die 13 Düsseldorfer Messehallen verteilen, klar strukturiert nach Ländern und Regionen. „Die internationalen Markenführer sind ebenso vertreten wie Im- und Exporteure, Handelsagenturen, erlesene Winzer und die einzelnen Anbauregionen der internationalen Weinnationen“, führt Bastian Mingers, Project Director ProWein, aus. „Die ProWein hat damit ein Alleinstellungsmerkmal: Keine andere Veranstaltung weltweit bietet dieses umfassende Produktspektrum. Auch Covid-19 kann uns hier nicht ausbremsen.“

Italien präsentiert sich in den Hallen 15 bis 17 mit allen Anbauregionen, darunter die größten Gemeinschaftsbeteiligungen aus dem Veneto, dem Piemonte und der Toskana. Neben den umsatzstärksten Unternehmen Italiens wie Zonin, Botter Vini und Fratelli Martini sind zahlreiche Top-Erzeuger vertreten, darunter zum Beispiel Castello di Ama aus der Toscana, Elena Walch aus Südtirol oder Elio Altare aus dem Piemonte. Die Wein-Nation Österreich hat auf der kommenden ProWein ihre Heimat in Halle 5, Portugal in Halle 13, Spanien in den Hallen 13 und 14. Die Halle 12 gehört ganz den Produzenten aus Übersee, unter anderem mit dem Wine Institute of California, Wines of Chile und Wines of Argentina. Der Fokus in Halle 11 liegt auf den Spirituosen.

„La Grande Nation“ mit allen Anbauregionen präsent

Die Hallen 9 bis 11 sind in der Hand der französischen Weinwirtschaft. Alle Anbauregionen der „Grande Nation“ zeigen Flagge; mit rund 15.000 Quadratmetern Fläche ist das fast schon eine eigene Messe in der Messe. Große Namen wie Les Grands Chais de France, Castel Frère, Albert Bichot, Bernard Magrez, Dourthe, Paul Mas oder Gèrard Bertrand sind vertreten. Das „goldene Entrée“ in den Frankreichbereich ist die Champagne Lounge mit solch bekannten Marken wie Ayala, Alexandre Bonnet, Collard Picard, Deutz oder Heidsieck. Hinzu kommen zahlreiche Champagnerhäuser, die mit eigenen Ständen vertreten sind: Bollinger, Charles Gosset, Nicolas Feuillatte, Lanson oder Bruno Paillard. Zur ProWein 2022 treten hier rund 120 Produzenten auf und geben einen umfassenden Überblick über die edlen Schaumweine aus der Champagne.

Neue Halle 1: Heimat der deutschen Weinwirtschaft

Vorhang auf für die neue Halle 1: Im September 219 eingeweiht, wird die neue Halle 1 mit dem repräsentativen Eingang Süd in diesem Jahr zum ersten Mal für die ProWein eingesetzt – und das für die deutschen Anbieter. Rund 800 Aussteller aus Deutschland präsentieren sich in den Hallen 1, 4 und 5. Alle relevanten deutschen Anbaugebiete sind dabei, wie zum Beispiel Baden, Mosel, Nahe, Pfalzwein mit rund 40 Winzern, Rheingau, Sachsen mit seinem Staatsweingut Wackerbarth und die Region Württemberg. Ebenfalls zeigen Flagge auf der ProWein 2022 der VDP mit rund 70 Weingütern aus ganz Deutschland sowie die Weinbetriebe Dreissigacker, Henkell Global Freixenet, Hensel, Herres Layat, Molitor, Schlumberger, Schneider und Weil – um nur einige zu nennen. Auch der Bio-Bereich mit den internationalen Bioverbänden Ecovin, Bioland, Demeter und Biodyvin und Vignerons de Nature sowie Individual-Ausstellern wie beispielsweise Peter Riegel Weinimport oder Can Axartel von Mallorca ist wieder mit einem repräsentativem Angebot auf der ProWein vertreten. Für die beliebte Sonderschau „Organic World“ haben sich zusätzlich 45 Winzer aus Europa wie z.B. Italien, Griechenland, Frankreich, Spanien angemeldet.

„same but different“: 120 Aussteller aus 24 Ländern

„same but different“ (sbd) ist ein echtes Highlight im Herzen der ProWein 2022. Rund 120 Aussteller aus 24 Ländern präsentieren in Halle 7.0 ein top aktuelles und breit gefächertes Angebot von Craft Spirits, Craft Beer und Cider. Damit ist dieser Special Event dank seiner besonderen Rezeptur wieder ausgebucht. Erfolgsgeheimnis und Markenzeichen von same but different sind der einzigartige Spirit und das einmalige Ambiente, die das Geschehen in der Messehalle prägen. Hiermit hebt sich sbd deutlich von anderen Events ab. So unterschiedlich die Aussteller aufgestellt sind, sie alle eint das Ziel einer schonenden, nachhaltigen und kreativen Verarbeitung der Rohstoffe, großes handwerkliches Know-how, oft das Prinzip der Regionalität – und natürlich die starke Leidenschaft für das Produkt und neue Trends. In Halle 7.0 präsentieren sich Pioniere, Trendsetter und Marktführer der Wachstumsfelder Craft-Spirituosen, Craft Beer und Cider – vor allem für Fachbesucher der Trend-Gastronomie, Bar-Szene, aber auch den LEH, genau das Richtige. Mehr Infos unter www.prowein.de/de/same_but_different.

Premiere für „urban gastronomy“

Für die Gastronomie wird die kommende ProWein ein besonders attraktives Ziel sein. Neben dem Produktportfolio der rund 5.500 Aussteller aus aller Welt wird vor allem die Sonderschau in Halle 4 „urban gastronomy by #asktoni, alias Toni Askitis & ProWein“ ein Highlight werden: Workshops mit Verkostungen richten sich speziell an Gastronomen und an den unterschiedlichen Wissensstand der Gastro-Mitarbeiter. Dementsprechend gibt es Workshops für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis – zugeschnitten auf die unterschiedlichen Bedürfnisse.

Bolten – Jecken Spezial

Auch 2022 herrscht Corona und sorgt in ganz Deutschland dafür, dass der Karneval ausfällt. In ganz Deutschland? Nein. Im Nordrhein-Westfälischen Korschenbroich gibt es eine kleine Brauerei, die nicht müde wird, den Karneval gegen die Krankheit zu verteidigen. Die Brauer von Bolten begründen das so: „Jecken Spezial – Die Sonderedition. Eigentlich hatte die fünfte Jahreszeit schon begonnen. Eigentlich war es schon viel zu spät, um an einem neuen Bier zu tüfteln.

Aber bei bester Laune an einem jecken Abend im November war die Idee plötzlich im Raum: Lasst uns ein Bier speziell für die Jecken brauen. Und wie es bei Jecken so ist, ließ sich die Idee trotz aller Schwierigkeiten und Widrigkeiten nicht mehr einfangen.“ Na, dann will ich mal sehen, was bei der schnellen Aktion herausgekommen ist.

Intensiv goldfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich voluminöse Schaumkrone ist gemischtporig und fällt recht flott in sich zusammen.

Das Aroma ist malzbetont nach Brotkruste, abgerundet durch einige würzige Noten.

Der Antrunk ist recht süß und die feinperlige Kohlensäure ist für meinen Geschmack zu knapp dosiert. Auf der Zunge übernimmt das Bitter die Führung und überlagert die Süße. Das Mundgefühl ist schlank. Auch im Abgang bleibt das Bitter der hervorstechende Geschmack, der lange nachklingt.

Begeistern kann mich das Jecken Spezial absolut nicht. Es ist aber durchaus ausreichend, um sich im Karneval die Kante zu geben.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Bolten
41352 Korschenbroich
www.bolten-brauerei.de