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ProWein 2022 überzeugt mit 5500 Ausstellern aus 60 Ländern

An der ProWein – der internationalen Leitmesse für Wein und Spirituosen in Düsseldorf – führt kein Weg vorbei. Mit rund 5.500 Ausstellern aus mehr als 60 Ländern bietet sie das weltweit größte Angebot an Weinen, Spirituosen und Craftdrinks. Für die internationalen Profis aus Fachhandel, LEH, HoReCa und dem Cateringbereich ist die ProWein vom 15. bis 17. Mai 2022 damit der unumstritten zentrale Branchenevent und die ideale Plattform zum Networking und Aufspüren neuer Trends und Produkte.

Vor dem Hintergrund der sich schnell ausbreitenden Omikron-Variante hatte die Messe Düsseldorf Anfang des Jahres die ProWein aus dem gewohnten März-Termin in den Mai verschoben. „Der Dezember war bis in den Januar hinein geprägt von einer erkennbar pessimistischen und unsicheren Stimmung, was den zu erwartenden Verlauf der Omikron Welle betraf. Hier konnten wir durch die Terminverschiebung in den Mai nicht nur die Planungssicherheit für Aussteller und Besucher erhöhen, sondern auch eine deutlich bessere Perspektive für die zu erwartende Internationalität herstellen. Mittlerweile gibt uns der aktuelle Verlauf der Pandemie wie auch der jetzt von der Politik entwickelte Fahrplan zur Öffnung des öffentlichen Lebens eine sehr gute Basis, dass die Veranstaltung im Mai unter denkbar positiven Bedingungen stattfinden kann,“ erläutert Michael Degen, Executive Director Messe Düsseldorf, auf dem internationalen Media Summit am 23. Februar in Düsseldorf.

Und in der Tat stößt die Verschiebung in den Mai auf großes positives Feedback aus der internationalen Branche. „Die ProWein ist eine Institution. Ohne diese Messe wären wir nicht da, wo wir heute sind. Messen sind wichtig in einer globalen Welt, aber ohne internationale Gäste bleibt das eine Klassenparty,“ bringt Dr. Martin Tesch vom gleichnamigen Weingut an der Nahe/Deutschland (www.weinguttesch.de) treffend auf den Punkt. Zum gleichen Ergebnis kommt Magdalena Pesco, Geschäftsführerin Wines of Argentina (www.winesofargentina.com): „Die Verlegung der ProWein in den Frühsommer war eine gute Idee und wird sich am Ende für alle lohnen.“ Das ist auch der Tenor internationaler Besucher, wie Gretchen Thomas, VP Kreation der Barcelona Restaurant Group/USA (www.barcelonawinebar.com), stellvertretend für viele andere Einkäufer unterstreicht: „Wenn es darum geht, neue Weine zu entdecken und Kontakte zu Lieferanten zu knüpfen, gibt es für mein Unternehmen keinen besseren Event als die ProWein in Düsseldorf. In nur ein paar Tagen können wir die Arbeit und Meetings schnell und effektiv absolvieren, für wir ansonsten Monate brauchen würden. Wir sind so froh, dass wir im Mai wieder persönlich teilnehmen können“-

Produkt-Spektrum @ ProWein: Weltweit einmalig

Rund 5.500 Aussteller aus über 60 Ländern werden sich vom 15. bis 17. Mai auf die 13 Düsseldorfer Messehallen verteilen, klar strukturiert nach Ländern und Regionen. „Die internationalen Markenführer sind ebenso vertreten wie Im- und Exporteure, Handelsagenturen, erlesene Winzer und die einzelnen Anbauregionen der internationalen Weinnationen“, führt Bastian Mingers, Project Director ProWein, aus. „Die ProWein hat damit ein Alleinstellungsmerkmal: Keine andere Veranstaltung weltweit bietet dieses umfassende Produktspektrum. Auch Covid-19 kann uns hier nicht ausbremsen.“

Italien präsentiert sich in den Hallen 15 bis 17 mit allen Anbauregionen, darunter die größten Gemeinschaftsbeteiligungen aus dem Veneto, dem Piemonte und der Toskana. Neben den umsatzstärksten Unternehmen Italiens wie Zonin, Botter Vini und Fratelli Martini sind zahlreiche Top-Erzeuger vertreten, darunter zum Beispiel Castello di Ama aus der Toscana, Elena Walch aus Südtirol oder Elio Altare aus dem Piemonte. Die Wein-Nation Österreich hat auf der kommenden ProWein ihre Heimat in Halle 5, Portugal in Halle 13, Spanien in den Hallen 13 und 14. Die Halle 12 gehört ganz den Produzenten aus Übersee, unter anderem mit dem Wine Institute of California, Wines of Chile und Wines of Argentina. Der Fokus in Halle 11 liegt auf den Spirituosen.

„La Grande Nation“ mit allen Anbauregionen präsent

Die Hallen 9 bis 11 sind in der Hand der französischen Weinwirtschaft. Alle Anbauregionen der „Grande Nation“ zeigen Flagge; mit rund 15.000 Quadratmetern Fläche ist das fast schon eine eigene Messe in der Messe. Große Namen wie Les Grands Chais de France, Castel Frère, Albert Bichot, Bernard Magrez, Dourthe, Paul Mas oder Gèrard Bertrand sind vertreten. Das „goldene Entrée“ in den Frankreichbereich ist die Champagne Lounge mit solch bekannten Marken wie Ayala, Alexandre Bonnet, Collard Picard, Deutz oder Heidsieck. Hinzu kommen zahlreiche Champagnerhäuser, die mit eigenen Ständen vertreten sind: Bollinger, Charles Gosset, Nicolas Feuillatte, Lanson oder Bruno Paillard. Zur ProWein 2022 treten hier rund 120 Produzenten auf und geben einen umfassenden Überblick über die edlen Schaumweine aus der Champagne.

Neue Halle 1: Heimat der deutschen Weinwirtschaft

Vorhang auf für die neue Halle 1: Im September 219 eingeweiht, wird die neue Halle 1 mit dem repräsentativen Eingang Süd in diesem Jahr zum ersten Mal für die ProWein eingesetzt – und das für die deutschen Anbieter. Rund 800 Aussteller aus Deutschland präsentieren sich in den Hallen 1, 4 und 5. Alle relevanten deutschen Anbaugebiete sind dabei, wie zum Beispiel Baden, Mosel, Nahe, Pfalzwein mit rund 40 Winzern, Rheingau, Sachsen mit seinem Staatsweingut Wackerbarth und die Region Württemberg. Ebenfalls zeigen Flagge auf der ProWein 2022 der VDP mit rund 70 Weingütern aus ganz Deutschland sowie die Weinbetriebe Dreissigacker, Henkell Global Freixenet, Hensel, Herres Layat, Molitor, Schlumberger, Schneider und Weil – um nur einige zu nennen. Auch der Bio-Bereich mit den internationalen Bioverbänden Ecovin, Bioland, Demeter und Biodyvin und Vignerons de Nature sowie Individual-Ausstellern wie beispielsweise Peter Riegel Weinimport oder Can Axartel von Mallorca ist wieder mit einem repräsentativem Angebot auf der ProWein vertreten. Für die beliebte Sonderschau „Organic World“ haben sich zusätzlich 45 Winzer aus Europa wie z.B. Italien, Griechenland, Frankreich, Spanien angemeldet.

„same but different“: 120 Aussteller aus 24 Ländern

„same but different“ (sbd) ist ein echtes Highlight im Herzen der ProWein 2022. Rund 120 Aussteller aus 24 Ländern präsentieren in Halle 7.0 ein top aktuelles und breit gefächertes Angebot von Craft Spirits, Craft Beer und Cider. Damit ist dieser Special Event dank seiner besonderen Rezeptur wieder ausgebucht. Erfolgsgeheimnis und Markenzeichen von same but different sind der einzigartige Spirit und das einmalige Ambiente, die das Geschehen in der Messehalle prägen. Hiermit hebt sich sbd deutlich von anderen Events ab. So unterschiedlich die Aussteller aufgestellt sind, sie alle eint das Ziel einer schonenden, nachhaltigen und kreativen Verarbeitung der Rohstoffe, großes handwerkliches Know-how, oft das Prinzip der Regionalität – und natürlich die starke Leidenschaft für das Produkt und neue Trends. In Halle 7.0 präsentieren sich Pioniere, Trendsetter und Marktführer der Wachstumsfelder Craft-Spirituosen, Craft Beer und Cider – vor allem für Fachbesucher der Trend-Gastronomie, Bar-Szene, aber auch den LEH, genau das Richtige. Mehr Infos unter www.prowein.de/de/same_but_different.

Premiere für „urban gastronomy“

Für die Gastronomie wird die kommende ProWein ein besonders attraktives Ziel sein. Neben dem Produktportfolio der rund 5.500 Aussteller aus aller Welt wird vor allem die Sonderschau in Halle 4 „urban gastronomy by #asktoni, alias Toni Askitis & ProWein“ ein Highlight werden: Workshops mit Verkostungen richten sich speziell an Gastronomen und an den unterschiedlichen Wissensstand der Gastro-Mitarbeiter. Dementsprechend gibt es Workshops für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis – zugeschnitten auf die unterschiedlichen Bedürfnisse.

Bolten – Jecken Spezial

Auch 2022 herrscht Corona und sorgt in ganz Deutschland dafür, dass der Karneval ausfällt. In ganz Deutschland? Nein. Im Nordrhein-Westfälischen Korschenbroich gibt es eine kleine Brauerei, die nicht müde wird, den Karneval gegen die Krankheit zu verteidigen. Die Brauer von Bolten begründen das so: „Jecken Spezial – Die Sonderedition. Eigentlich hatte die fünfte Jahreszeit schon begonnen. Eigentlich war es schon viel zu spät, um an einem neuen Bier zu tüfteln.

Aber bei bester Laune an einem jecken Abend im November war die Idee plötzlich im Raum: Lasst uns ein Bier speziell für die Jecken brauen. Und wie es bei Jecken so ist, ließ sich die Idee trotz aller Schwierigkeiten und Widrigkeiten nicht mehr einfangen.“ Na, dann will ich mal sehen, was bei der schnellen Aktion herausgekommen ist.

Intensiv goldfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich voluminöse Schaumkrone ist gemischtporig und fällt recht flott in sich zusammen.

Das Aroma ist malzbetont nach Brotkruste, abgerundet durch einige würzige Noten.

Der Antrunk ist recht süß und die feinperlige Kohlensäure ist für meinen Geschmack zu knapp dosiert. Auf der Zunge übernimmt das Bitter die Führung und überlagert die Süße. Das Mundgefühl ist schlank. Auch im Abgang bleibt das Bitter der hervorstechende Geschmack, der lange nachklingt.

Begeistern kann mich das Jecken Spezial absolut nicht. Es ist aber durchaus ausreichend, um sich im Karneval die Kante zu geben.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Bolten
41352 Korschenbroich
www.bolten-brauerei.de

Bergmann Pils

Dass es sich bei der Bergmann-Brauerei in Dortmund um eine Traditionsmarke handelt, die vor einigen Jahren wieder belebt wurde, habe ich an anderer Stelle bereits beschrieben. Von dort kommt das Pils, das jetzt vor mir steht. Dass im Ruhrgebiet Pils ganz hoch im Kurs steht und alle anderen Bierstile dort einen schweren Stand haben, ist wohl allgemein bekannt, auch wenn die Fixierung auf das „Pilsken“ heute wohl nicht mehr so extrem ist wie noch vor einigen Jahren. Aber wenn in einer Gegend über Jahrzehnte nur Pils getrunken wurde, kann ich wohl davon ausgehen, dass die Brauer in dieser Gegend dieser Bierstil sehr gut beherrschen. Mal sehen, ob es stimmt.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die sahnige Schaumkrone ist recht klein, bleibt aber lange erhalten. Die Optik ist also in Ordnung.

Das Bier duftet sehr angenehm nach Brotkrume mit einigen blumigen Noten.

Der Antrunk ist relativ süß und mich stört die doch sehr kräftige Kohlensäure. Während sich das Bier auf der Zunge ausbreitet entwickelt sich ein überraschend kräftiges Bitter, das der Süße des ersten Augenblicks durchaus Paroli bieten kann. Das Mundgefühl ist aber recht schlank. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und der Geschmack klingt einige Zeit nach.

Von allen Bergmann-Bieren, die ich bislang verkostet habe, gefällt mir das Pils am Wenigsten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11,8° Plato

Brauerei:

Bergmann Brauerei GmbH
Elias-Bahn-Weg 2
44263 Dortmund
www.bergmann-brauerei.de

Traugott Simon – Weizen Alkoholfrei

Lange stand sie bei mir im Kühlschrank, jetzt vor mir, und wartet auf ihre Verkostung – die Flasche Weizen Alkoholfrei von Traugott Simon. Unklar ist mir immer noch, wo das Bier überhaupt herkommt. Vertrieben wird die Marke von der Getränkemarktkette Trinkgut, die zu Edeka gehört. Als Herkunft wird auf dem Rückenetikett der Flasche eine Firma Traugott Simon Brau- und Vertriebsgesellschaft angegeben. Andererseits liegt mir ein Artikel der Wirtschaftswoche vor, in dem steht, dass das Bier von der Herforder Brauerei gebraut wird, einem Unternehmen der Firma Warsteiner. Was stimmt? Ich habe keine Ahnung, aber eventuell erfahre ich es noch irgendwann einmal. Kommen wir also zum Bier.

Kupferfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die schneeweiße Schaumkrone ist durchschnittlich groß, fest und bleibt sehr lange erhalten. Für ein alkoholfreies Bier ist die Optik schon mal beeindruckend.

Der Antrunk ist recht süß und auf der Zunge gesellt sich noch ein leichtes Sauer dazu. Das Mundgefühl ist weich und schlank. Erst im Abgang betritt ein leichtes Bitter die Bühne, mischt sich mit der Süße und klingt überraschend lange nach.

Auch dieses Bier hat sicherlich seine Fans, aber mich kann es nicht begeistern.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Traugott Simon Brau- und Vertriebsgesellschaft mbH
Chemnitzer Str. 24
47441 Moers
www.traugott-simon.de

König Pilsener – Alkoholfrei

Es ist wirklich nicht die schönste Gegend, in der sich die König-Brauerei im Norden Duisburgs befindet. Aber eines muss ich den Ruhris ja lassen – sie machen dort ein richtig gutes Pils. In meinen Augen gehört es zu den besten Pilsenern aus industrieller Brauerei, vielleicht ist es auch das beste Pils. Jetzt steht allerdings das alkoholfreie Pilsener vor mir, was eine andere Herausforderung ist. Mal sehen, wie es sich so macht.

Golden und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige Schaumkrone darüber ist durchschnittlich groß und bleibt lange erhalten. Bei einem alkoholfrein Bier ist das bereits keine Selbstverständlichkeit.

Das Bier duftet angenehm nach Biskuit mit blumigen Noten. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist leicht süß und offenbiert eine reichliche Dosierung der Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt scih noch ein angenehmes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist weich. Im Abgang kommt noch die Würzigkeit des Hopfens zum Tragen, die das milde Bitter unterstützt und lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

Gut gekühlt bei 6° – 8 °Celsius

Brauerei:

König-Brauerei GmbH
Friedrich-Ebert-Straße 308
47139 Duisburg
www.koenig.de

Moritz Fiege – Bernstein

Seit 2012 hat die Privatbrauerei Moritz Fiege aus Bochum auch das Bernstein im Angebot, ein Amber Lager. Die Farbe kommt vom Karamellmalz, das dem Bier nicht nur eine ansprechende Farbe verleiht, sondern vor Allem ein angenehmes Aroma sowie einen weichen und vollen Geschmack. Daher will ich auch nicht lange um den heißen Brei herumreden, sondern ich öffne jetzt sofort die Flasche und verkoste den Inhalt

Bernsteinfarben und gefiltert strahlt mir das Bier entgegen. Die feinporige und schneeweiße Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten. So gefällt mir das Bier.

Karamell ist auch das hervorstechende Aroma des Fiege Bernstein. Die würzigen und blumigen Noten des Hopfens treten dabei weitgehend in den Hintergrund.

Der Antrunk ist mäßig süß und er besticht durch die feinperlende Kohlensäure. Wie erwartet steht der Geschmack nach Karamell im Vordergrund, dazu kommt ein leichtes Bitter. Das Mundgefühl ist angenehm weich. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und das Karamell sowie das Bitter klingen einige Zeit nach.

Ein mildes und angenehmes Bier, das sich wohltuend von den im Ruhrgebiet vorherrschenden Pilsbieren abhebt.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmal (Pilsener Malz, Karamellmalz, Melanoidinmalz, Spitzmalz), Hopfen (Herkules, Tradition, Saphir)

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Stammwürze:

11,2° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

MORITZ FIEGE GmbH & Co. KG
Moritz-Fiege-Straße 1
44787 Bochum
www.moritz-fiege.de

Bergmann – Schwarz

Die Geschichte der Brauerei beschreibt Wikipedia so: „Die Brauerei Bergmann wurde 1796 von Wilhelm Dietrich Johann Bergmann im Dortmunder Stadtteil Rahm gegründet. 1966 hatte sie 109 Mitarbeiter und produzierte 96.000 Hektoliter Bier. Die Brauerei wurde 1971 von der Dortmunder Ritter Brauerei übernommen und 1972 als eigenständige Braustätte in der Rahmer Straße 262 geschlossen. An der Stelle der Braustätte ist heute ein Supermarkt, der über Fotos im Innern an den historischen Ort erinnert. Der ehemalige Braukeller, auf dem der Supermarkt steht, ist heute noch vorhanden, jedoch nicht öffentlich zugänglich. Die Markenrechte hielten die Rechtsnachfolger bis ins Jahr 2003 hinein.

2005 wurden die zuvor aufgegebenen Markenrechte an dem Namen Dortmunder Bergmann Bier vom Dortmunder Mikrobiologen Thomas Raphael für 300 Euro erworben, nachdem dieser zufällig in einer Online-Markendatenbank gesehen hatte, dass die Marke Bergmann für die ehemalige Braustätte in Dortmund-Rahm stand, jedoch nicht mehr vergeben war. Raphael reaktivierte anschließend die Marke, um die Rechte daran zu behalten. Nachdem er auf einer Feier im Jahr 2007, bei der ein Dortmunder Journalist anwesend war, die ersten Flaschen Exportbier verteilte, erschien ein großer Artikel in einer Samstags-Ausgabe der Ruhr Nachrichten. Aufgrund der anschließend überaus positiven Resonanz vieler Dortmunder fühlte sich Raphael bestärkt, die Brautätigkeiten auszuweiten. Gebraut wurden anfangs die Sorten Export, Spezialbier, Pils und Schwarzbier in der Brauerei Bosch. Das neue Unternehmen betreibt er seitdem mit seinem Geschäftspartner Herbert Prigge. Die Expansion wurde anfangs mit der Ausgabe von 30 Genussscheinen mit einem Gesamtwert von 210.000 Euro finanziert, die mit vier Prozent verzinst werden. Ende 2008 wurde im Dortmunder Hafen eine eigene Braustätte bezogen, in der ab der Fertigstellung im April 2010 die Craft Bier-Spezialitäten gebraut wurden . Seit 2017 wurde eine neue Braustätte im Gewerbegebiet Phoenix West im Dortmunder Stadtteil Hörde mit einer Kapazität von 5.000 Hektolitern in Betrieb genommen, in der alle Biersorten produziert werden.“

Intensiv schwarz präsentiert sich das Bier im Glas und hebt sich damit deutlich deutlich von vielen anderen Schwarzbieren ab, die eher wässrig aussehen. Die mittelbraune Schaumkrone ist feinporig und bleibt lange erhalten.

Düfte nach Schokolade, Karamell und Kaffee steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist mäßig süß und die Kohlensäure überzeugt durch ihre Sanftheit. Auf der Zunge kommt ein leichtes Bitter dazu und die Aromen spiegeln sich wider. Das Mundgefühl ist angenehm voll. Obwohl das Bitter auch in der Kehle nur leicht ist, klingt der Geschmack lange nach.

Das Schwarzbier von Bergmann ist angenehm und leicht zu trinken.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Stammwürze:

13,2° Plato

Brauerei:

Bergmann Brauerei GmbH
Elias-Bahn-Weg 2
44263 Dortmund
www.bergmann-brauerei.de

Traugott Simon – Weizen Hefetrüb

Nun steht mal wieder ein Bier von Traugott Simon vor mir, der Hausmarke der Getränkemarktkette Trinkgut. Bislang war ich von den Bieren dieser Marke nicht sonderlich beeindruckt und so bin ich auch froh, dass ich diese Biere bald hinter mir habe. Aber eventuell kann mich das hefetrübe Weizen jetzt ja überraschen.

Bernsteinfarben und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Beir. Darüber eine durchschnittlich voluminöse Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Zumindest die Optik ist schon mal richtig gut.

Das Aroma ist typisch für ein naturtrübes Weizenbier. Es duftet nach Biskuitteig, Banane und Nelken.

Der Antrunk besticht durch eine leichte Süße und reichlich kräftige Kohlensäure. Auf der Zunge schmecke ich Banane und die Hefe. Bitter ist kaum vorhanden, was ich bei einem Weißbier allerdings auch nicht erwartet habe. Das Mundgefühl ist recht voll. Lediglich die reichliche und immer noch kräftige Kohlensäure stört mich etwas. Auch der Abgang ist fruchtig nach Banane und der Geschmack klingt überraschend lange nach.

So, das war der erste Eindruck. Das Bier ist nicht perfekt, aber das beste Bier, das ich von dieser Marke bislang getrunken habe. Wenn ich noch den recht niedrigen Preis von Traugott Simon bedenke, muss ich das Preis-/Leistungsverhältnis durchaus loben. Zwischenzeitlich wurde ich aber von meinem Bier weggeholt und nach einigen Minuten hatte ich das Aroma verflüchtigt und was übrigblieb konnte mich absolut nicht mehr begeistern. Es blieb eigentlich nur noch eine trübe Brühe, die weder in der Nase noch auf der Zunge überzeugen konnte. Daher jetzt die Einschränkung: wenn Sie durstig nach Hause kommen, ist dieses Bier für einen schnellen Genuss durchaus geeignet, für das zweite Bier, das dann langsamer getrunken wird, sollten Sie aber doch auf eine andere Marke ausweichen.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Traugott Simon
Brau- und Vertriebsgesellschaft mgH
Chemnitzer Str. 24
47441 Moers
www.traugott-simon.de

ProWein 2022 auf Mitte Mai verschoben

Die Messe Düsseldorf verschiebt die ProWein in Abstimmung mit den beteiligten Partnern und Verbänden auf den 15. bis zum 17. Mai 2022. Angesichts des aktuell hohen Infektionsgeschehens und der sich schnell ausbreitenden Omikron-Variante ist die Veranstaltung zum ursprünglich geplanten Zeitraum vom 27. bis zum 29. März 2022 nicht mehr haltbar.

Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Messe Düsseldorf, begrüßt diese Entscheidung: „Alle Seiten – die teilnehmenden Unternehmen und die Wirtschaft am Standort – sind an möglichst sicheren und erfolgreichen Düsseldorfer Leitmessen interessiert. Die aktuell verschärfte Pandemielage lässt derzeit keine hinreichende Planungssicherheit zu. Die Messeverschiebungen in den Frühsommer sind daher für alle Beteiligten am sinnvollsten. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen beiden Pandemiejahre und der Einschätzung von Virologen gehen wir dann von einer deutlich verbesserten Lage aus, in der die Messen ihre positive Wirkung viel stärker entfalten können.“

Wolfram N. Diener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, betont den Branchenrückhalt für den neuen Termin: „Der Tenor unserer Ausstellerinnen und Aussteller ist: Wir wollen und brauchen die ProWein – und zwar zu einem Zeitpunkt, der die größtmöglichen Erfolgsaussichten verspricht. Gemeinsam mit den beteiligten Partnern und Verbänden sehen wir den Frühsommer hierfür als idealen Zeitpunkt. Wir erwarten dann nicht nur ein abgeschwächtes Infektionsgeschehen, sondern auch mehr Personen, die einreisen und teilnehmen können. Die ausstellenden Unternehmen sowie die Besucherinnen und Besucher können so in einer deutlich weniger durch Covid-19 geprägte Lage ihren Geschäften nachgehen.“

„ProWein goes city“ ebenfalls verschoben

Auch die beliebte Aktion „ProWein goes city“, die sich an Endverbraucher, die Düsseldorfer Gastronomie und internationale Winzer richtet, wird auf das neue ProWein-Datum verschoben. ProWein goes city bietet allen Weinliebhabern die Gelegenheit, in Weinhandlungen an Proben teilzunehmen, sich moderierte Weinmenüs schmecken zu lassen oder außergewöhnliche Veranstaltungen nach dem Motto „Wein trifft Kunst, Musik oder Design“ zu erleben. Restaurants, Hotels und Fachhändler beteiligen sich parallel zur ProWein mit zahlreichen Veranstaltungen in der Stadt an der gemeinsamen Initiative von Messe Düsseldorf und der Wirtschaftsvereinigung Destination Düsseldorf.

Fiege – Frei

Alkoholfreie Biere boomen derzeit. Jetzt steht ein Exemplar vor mir, das aus Bochum stammt, das Frei aus der Brauerei Moritz Fiege. Wer schon einmal die A40 gefahren ist, hat die Brauerei in unmittelbarer Nähe des Bochumer Hauptbahnhofs gesehen. Und wer in Bochum schon einmal abgefahren ist und dort eingekauft hat, wird am Bierregal festgestellt haben, dass Fiege der absolute Platzhirsch in der Ruhrgebietsmetropole ist. Aber genug der Vorrede, öffne ich die Flasche und schenke mir das Bier ein.

Intensiv goldfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist zwar klein, bleibt aber lange erhalten. Optisch ist das Bier schon mal über dem Durchschnitt, zumindest für ein alkoholfreies Bier.

Das Aroma ist malzbetont nach Biskuit, abgerundet durch einige blumige Noten.

Der Antrunk ist recht süß und für meinen Geschmack ist die sehr feinperlige Kohlensäure recht knapp dosiert. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes freundliches Bitter dazu. Das Mundgefühl ist weich. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bitter klingt überraschend lange nach.

Damit ist das Moritz Fiege Frei ein sehr ordentliches alkoholfreies Bier, auch wenn es meinen Geschmack nicht vollständig trifft.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz), Hopfen (Tradition, Herkules)

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

MORITZ FIEGE GmbH & Co. KG
Moritz-Fiege-Straße 1
44787 Bochum
www.moritz-fiege.de