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Mücke – 168

Angefangen haben Dennis Pfahl und Michael Kesseböhmer als Hobbybrauer und hatten mit ihren selbstgebrauten Bieren bei ihren Freunden Erfolg. So fingen sie irgendwann an, ihre Biere auch zu verkaufen. Die Biere für den Verkauf brauen sie aber nicht in einer eigenen Brauerei, sondern sie mieten sich bei Frank Liebhart in Detmold ein, der sie mit Rat und Tat unterstützt. Aus dieser Verbindung erklärt sich auch der Name des Weizenbiers: vom Ortsteil Holsterhausen in Essen nach Detmold sind es 168 Kilometer. Außerdem ist das 168 auch ein Collaboration Brew der beiden Brauereien. Da Frank Liebhart die Biere , die unter seinem Namen vertrieben werden, grundsätzlich aus biologischen Zutaten braut, ist das Weißbier, das jetzt vor mir steht, ebenfalls ein Biobier.

Strohgelb und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Für ein Weizenbier entwickelt es beim Einschenken überraschend wenig feinporigen Schaum, der aber lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an diesem Bier nichts auszusetzen.

Düfte nach Banane, Limone, Steinfrüchten und Nelken bilden das komplexe Aroma dieses Bieres. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist fruchtig und die Aromen spiegeln sich vom ersten Moment an auf der Zunge wider. Schnell kommen die Zitrusnoten in den Vordergrund und sorgen zusammen mit der Süße des Malzes für ein volles und rundes Mundgefühl. Langsam geht die Süße zurück und macht einer leichten angenehmen Herben Platz. Der Abgang ist mild und die Frucht klingt einige Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Hallertauer Tradition, Cascade, Chinouk, Mandarina Bavaria), Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Stammwürze:

14° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Liebharts Privatbrauerei GmbH & Co. KG
Am Gelskamp 6
32758 Detmold
www.residenz-biere.de

zusammen mit

Kesseböhmer-Mai & Pfahl GbR
MÜCKE – Craft Beer
Hölderlinstr. 28
45147 Essen
www.muecke-craftbeer.de

Hosen Hell

Derzeit ist es wohl Mode, dass Bands ihr eigenes Bier als Merchandise-Artikel auf den Markt bringen. Die Toten Hosen machen da keine Ausnahme. Eine Ausnahme ist aber wohl der Aufwand, den die Band im Vorfeld getrieben hat. Den hat die Band auf ihrer Website ausführlich beschrieben, weshalb ich ihn hier aber nicht wiederholden werde. Nur so viel: für das Hosen Hell haben die Jungs nicht nur mit Uerige eine tolle Brauerei ins Boot geholt, sondern sie kennen auch den Hopfenbauern. Da muss dann doch wohl etwas ganz Besonderes herausgekommen sein.

Strahlendhell und goldgelb präsentiert sich das Bier mit einer durchschnittlich großen Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Na gut, wäre die Optik anders gewesen, wäre ich sicher enttäuscht gewesen.

Malz bestimmt den Duft des Biers. Aromen von Karamell, Ananas sowie von Zitrusfrüchten steigen mir in die Nase. Jetzt gefällt mir das Bier immer besser.

Der Antrunk ist stiltypisch relativ süß. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider. Das Bitter ist sehr zurückhaltend. Trotzdem ist das Hosen Hell extrem süffig, vollmundig und rund. Das Bitter ist auch im Abgang kaum zu bemerken, dafür wird die Fruchtigkeit etwas stärker. Leider klingt der Geschmack nur recht kurz nach.

Das Hosen Helles ist das perfekte Bier für alle, die kein Bitter mögen. Außerdem passt es zu nahezu jeder Speise.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Schlossbrauerei
Schlossbräugasse 2
84072 Au-Hallertau
www. http://auerbier.de/

unter Leitung von

Uerige Obergärige Hausbrauerei GmbH
Berger Strasse 1
40213 Düsseldorf
www.uerige.de

Louis Barre Imperial

Im Jahr 1842 gründete der Lübbecker Ernst Johann Barre die Privatbrauerei Ernst Barre. Schnell errang die Brauerei regionale Bedeutung. Louis Barre, nach dem das Lager benannt ist, das jetzt vor mir steht, folgte dem Vater in der Firmenleitung, führte die maschinelle Kühlung in der Brauerei ein und brachte sie auf den neuesten Stand der Technik der damaligen Zeit. Auch der Vertrieb wurde unter seiner Führung massiv ausgeweitet. So bezog zum Beispiel ab 1885 die Bremer Reederei Norddeutscher Lloyd jährlich 300.000 Flaschen aus Lübbecke. Seit 1998 führt Christoph Barre das Unternehmen in der sechsten Generation. Aber kommen wir zum Bier.

Intensiv golden und klar präsentiert sich das Louis Barre Imperial. Beim Einschenken bildet sich eine leicht überdurchschnittliche Schaumkrone, die auch lange erhalten bleibt. Bei der Optik hat die Brauerei keine Fehler gemacht.

Das Aroma ist malzbetont. Düfte nach Karamell steigen mir in die Nase, unterstützt durch einige würzige und blumige Noten.

Der Antrunk ist harmonisch mit einer leichten Süße und Fruchtigkeit. Die Kohlensäure ist feinperlig und sanft, für meinen Geschmack aber etwas zu gering dosiert. Etwas mehr hätte wohl noch mehr Frische in den Geschmack gebracht. Auf der Zunge kommt ein freundliches Bitter zum Vorschein, gut abgestimmt mit den Karamellnoten des Malzes. Dazu kommt eine geringe Fruchtigkeit. Das Bier ist vollmundig und süffig. Der Abgang ist durch ein mildes Bitter geprägt, unterstützt durch die Karamellnote. Der Geschmack klingt lange nach.

Das Louis Barre Imperial ist ein recht universelles Bier, das zu vielen Speisen passt.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsner, Münchner, Caramel Pils, Caramel Hell), Hopfen (Hallertauer Perle, Hallertauer Saphir)

Alkoholgehalt:

5,4 % vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

24 IBU

Brauerei:

Privatbrauerei Ernst Barre GmbH
Berliner Straße 122-124
32312 Lübbecke
www.barre.de

BierSelect

Füchschen Pils

Als die Hausbrauerei Füchschen im Juli 2017 ihr Pils auf den Markt brachte, brach erst einmal ein Shitstorm im Internet aus (ich hatte damals darüber berichtet). Der Shitstorm hat sich inzwischen gelegt und kürzlich habe ich das Bier erstmals im Handel gesehen und jetzt will ich es verkosten.

Rotgolden und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber steht eine recht große feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Die Farbe ist zwar für ein Pils nicht typisch, sieht aber sehr ansprechend aus.

Das Aroma ist blumig und würzig. Ich rieche Zitrusfrüchte und Mango, unterstützt vom Aroma von Biskuitteig.

Der Antrunk ist leicht süß und mir ist die Kohlensäure etwas zu knapp dosiert. Auf der Zunge dominiert ein freundliches Bitter, das aber gut mit der Süße abgestimmt ist. Außerdem kommt eine leichte Fruchtigkeit zum Vorschein, die die Aromen widerspiegelt. Der Abgang ist überraschend mild und wenig bitter, dafür aber fruchtig mit langem Nachklang.

Obwohl dieses Bier mit seiner Farbe und auch der vorhandene Süße eigentlich nicht als Pils durchgeht, kann es mit seinem Geschmack durchaus überzeugen. Ich würde es aber eher für ein hopfenbetontes Helles halten. Nichtsdestotrotz kann mich der Geschmack begeistern und es ist ein schönes Bier für warme Sommerabende.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Brauerei im Füchschen
Ratinger Str. 28
40213 Düsseldorf
www.fuechschen.de

Füchschen Alt

Dunkel kupferfarben und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Beim Einschenken hat sich eine sehr große elfenbeinfarbene und feinporige Schaumkrone gebildet, die sehr lange erhalten bleibt. Die Optik ist hervorragend und so, wie ich es mir von einem Altbier aus der Landeshauptstadt von NRW wünsche.

Auch das recht komplexe Aroma kann mich mit seinen malzigen Nuancen begeistern. Düfte nach Brotkrume, Karamell und überraschend dezente Röstaromen mit einem Hauch dunkler Schokolade steigen mir in die Nase. Das macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist überraschend trocken und mit der reichlich vorhandenen sehr feinperligen Kohlensäure spritzig. Auf der Zunge dominieren die Röststoffe mit einer leichten Schokoladennote. Dazu kommt eine leichte Säure, die dem Bier eine gewisse Fruchtigkeit verleiht. Auch der Abgang ist recht trocken. Er beginnt zunächst relativ schlank, bevor die Röststoffe mit einem leichten Kaffeegeschmack wieder hervorkommen und dann sehr lange nachklingen.

Zusammen mit dem Mitbewerber Uerige bildet das Füchschen Alt den Maßstab für Altbier aus Düsseldorf.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Brauerei und Wirtschaft „Im Füchschen“
Peter König e.K.
Ratinger Straße 28
40213 Düsseldorf
www.fuechschen.de

Hellers Weizenbock Winterbier

Für den Winter braut Hellers in Köln jedes Jahr einen Weizenbock. Das obergärige Bier wird bereits im Frühjahr eingebraut, so dass es viel Zeit zum Reifen hat. Das verspricht ein besonderes Trinkerlebnis.

Dunkel bernsteinfarben ist der Weizenbock mit einer durchschnittlichen beigen und feinporigen Schaumkrone, die aber recht flott in sich zusammenfällt.

Das Aroma ist sirupartig süß, unterstützt durch Trockenfeigen. Nicht so ganz mein Geschmack, aber sauber und ordentlich.

Der Antrunk ist wie erwartet süß, aber trotzdem durch die viele recht feinperlige Kohlensäure überraschend frisch. Auf der Zunge gesellt sich die Fruchtigkeit mit dem Geschmack nach Trockenfrüchten gemeinsam mit leichten Schokoladennoten dazu. Leider ist die Brauerei mit dem Hopfen etwas sparsam umgegangen, so dass das Bier kaum bitter ist und dadurch nicht ganz rund ist. Aber der Geschmack ist durchaus wärmend und passt zur Bezeichnung Winterbier. Der Abgang ist erstaunlich schlank und der Geschmack des Alkohols kommt erstmals durch.

Wüsste ich nicht, dass dieser Weizenbock aus dem Rheinland kommt, hätte ich es für ein belgisches Bier gehalten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Heller GmbH
Roonstr. 33
50674 Köln
www.hellers.koeln

Warsteiner Alkoholfrei

Nun habe ich wieder einmal ein alkoholfreies Bier vor mir stehen, das Warsteiner alkoholfrei aus dem Sauerland. Bei der Stiftung Warentest wurde es als bestes alkoholfreies Bier im Test ausgezeichnet. Ich kann daher wohl ein ordentliches Bier erwarten. Wie viele andere alkoholfreie Biere wird auch das Warsteiner alkoholfrei als isotonisch beworben. Im Übrigen hat nicht nur die Stiftung Warentest dieses Bier getestet, sondern auch bei Mens Health habe ich einen vergleichenden Test alkoholfreier Biere gefunden. Dort war das Ergebnis nicht wirklich positiv, sondern die dortige Jury beurteilte das Warsteiner kurz als „trinkbar“. Ich vermute aber mal, dass die dortigen Tester nicht bedacht haben, dass Alkohol ein wichtiger Geschmacksträger ist und dass daher bei den meisten alkoholfreien Bieren einige Abstriche beim Geschmack gemacht werden müssen.

Tief golden präsentiert sich das Bier im Glas, mit durchschnittlich viel cremigem Schaum, der lange erhalten bleibt. Optisch ist gegen das Warteiner schon mal nichts einzuwenden.

Das Aroma ist malzbetont nach Biskuit mit leichten würzigen Noten. Das Aroma löst bei mir keine Begeisterungsstürme aus, macht aber einen durchaus soliden Eindruck.

So geht es auch im Mund weiter. Eine angenehme Süße sorgt zusammen mit der Kohlensäure führ eine ordentliche Spritzigkeit, während sich ein recht kräftiges Bitter entwickelt, das auch dominant wird. Auch im Abgang bleibt das Bitter beherrschend und es klingt lange nach.

Das Warsteiner alkoholfrei ist sicherlich nicht das Bier auf dem Markt, das mir am besten gefällt, aber wenn es mal kein Alkohol sein soll, ist es durchaus eine Alternative für mich.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Warsteiner Brauerei
Haus Cramer KG
Domring 4-10
59581 Warstein
www.warsteiner.de

Urfels Alt

Bevor ich im letzten Jahr von NRW nach Niedersachsen umgezogen bin, habe ich noch die regionalen Biere gekauft, die die umliegenden Getränkemärkte im Angebot hatten und die vorher von mir noch nicht beschrieben wurden. Dazu gehört auch das Urfels Alt. Bereits der Blick auf das Rückenetikett verwirrt mich etwas. Als Hersteller steht dort Brauhaus Urfels in Duisburg-Walsum. Ein Blick auf die Website des Brauhauses zeigt aber, dass dort das Urfels Alt überhaupt nicht erwähnt wird, sondern dass dort lediglich von einem hellen und einem dunklen Bier die Rede ist. Eine weitere Recherche ergab, dass auf einer früheren Version des Etiketts stand: „Hergestellt und abgefüllt in einer nordrhein-westfälischen Großbrauerei“. Na ja, jetzt weiß ich nicht so ganz genau, was ich davon halten soll. Und noch etwas fällt mir auf: das Bier enthält keinen Hopfen, sondern wurde ausschließlich mit Hopfenextrakt gebraut. Hoffentlich habe ich mit diesem Kauf keinen Fehler gemacht.

Dunkel rubinrot präsentiert sich das Bier im Glas und bildet beim Einschenken recht viel festen elfenbeinfarbenen Schaum, der sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet leicht nach Schokolade, unterstützt durch einige nussige Noten. Aber wie gesagt: der Duft ist leicht, so dass ich trotz der satten Optik ein eher schlankes Bier erwarte.

Und wirklich: der erste Eindruck meiner Zunge ist die reichlich dosierte Kohlensäure. Die Süße ist eher zurückhaltend. Auch als sich das Bier auf der Zunge verteilt spiegelt sich das Schokoladenaroma eher zurückhaltend wider. Mein Eindruck ist der eines schlanken, fast wässrigen Biers, was so gar nicht zum Stil eines Altbiers passt. Der Abgang wird durch ein leichtes und nicht wirklich angenehmes Bitter geprägt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Brauhaus Urfels GmbH
Römerstr. 109
47179 Duisburg-Walsum
www.brauhaus-urfels.de

König – Rotbier

Rotbier ist ein alter Bierstil, der in den letzten Jahren eine gewisse Renaissance erlebt hat. Aus alten Schriftstücken des 17. Jahrhunderts geht hervor, dass damals das Rotbier gegenüber dem Weißbier bevorzugt wurde, da es einen vollmundigeren und runderen Geschmack hat. Rot wurde das Bier aufgrund der damaligen Malzherstellung. Wichtig ist als Zutat das sehr spezielle Melanoidinmalz, das für das vollmundige Aroma und den rötlichen Sud sorgt. Auch die König Brauerei aus Duisburg hat im März 2019 ein Rotbier auf den Markt gebracht, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Die Farbe des König Rotbiers ist vergleichsweise blass, nicht so intensiv wie bei vielen handwerklich hergestellten Rotbieren, die ich bereits verkostet habe. Der elfenbeinfarbene Schaum bleibt lange auf dem Bier erhalten.

Das Bier duftet nach Karamell. Dieses Aroma wird durch einige würzige Noten unterstützt.

Der Antrunk ist frisch und die Kohlensäure ist reichlich bemessen. Auf der Zunge bleibt das Bier mild, die Bitterstoffe des Hopfens halten sich diskret im Hintergrund, sie sind gerade so bemessen, dass ein runder Geschmack entsteht. Dominant ist aber der Karamellgeschmack des Malzes. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und der Geschmack klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,4° Plato

Brauerei:

König-Brauerei GmbH
Friedrich-Ebert-Straße 308
47139 Duisburg
www.koenig.de

Schumacher Alt

In der Altstadt von Düsseldorf befindet sich die Brauerei Schumacher, traditionell bekannt für sein hervorragendes Altbier, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Bereits bevor ich die Flasche öffne fällt mir das kurze Mindesthaltbarkeitsdatum auf. Es weist darauf hin, dass das Altbier nicht alt werden darf, da es nicht pasteurisiert ist.

Im Glas präsentiert sich das Bier in einer kastanienbraunen Färbung und mit einer festen Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Bei der Optik haben die Rheinländer also schon mal nichts falschgemacht.

Röstaromen steigen mir in die Nase. Ich rieche frisches Brot, dunkle Schokolade sowie einen Hauch Vanille. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Eine leichte Süße ist der erste Eindruck, beim Kontakt des Biers mit der Zunge. Dazu kommt eine angenehme Frische, für die die recht großzügig dosierte und sehr feinperlige und sanfte Kohlensäure sorgt. Auf der Zunge kommen dann die Röststoffe zum Vorschein, das Kakaoaroma spiegelt sich auf der Zunge wider, unterstützt durch ein leichtes Bitter. Dabei bleibt die Frische aber erhalten. Ähnlich ist auch der Abgang. Zunächst kitzelt der Geschmack dunkler Schokolade die Kehle, bevor er durch ein freundliches Bitter mit sehr langem Nachklang abgelöst wird.

Wenn Sie einmal in der Altstadt von Düsseldorf unterwegs sind, sollten Sie unbedingt auch der Brauereigaststätte von Schumacher einen Besuch abstatten und das Alt dort vom Fass trinken.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,6 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Schumacher
Oststraße 123
40210 Düsseldorf
www.schumacher-alt.de