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Sapporo – Premium Beer

Sapporo ist die älteste Biermarke Japans und wurde 1876 gegründet. Die Legende dieses Bieres begann mit dem abenteuerlichen Geist von Seibei Nakagawa, Japans erstem in Deutschland ausgebildeten Braumeister. Von einem abenteuerlichen Geist angetrieben, verließ Seibei Nakagawa Japan im Alter von 17 Jahren, als dies strengstens verboten war. Seine Reisen führten ihn schließlich nach Deutschland, wo er das Handwerk des Brauens erlernte, ein Handwerk, das er 1876 als erster Braumeister Sapporos in seiner Heimat anwenden würde. Heute ist Sapporo in den USA das meistverkaufte asiatische Bier. OK, in den USA ein Bier auf den Massenmarkt zu bringen, das den Amis mundet, dürfte nicht allzu schwierig sein, sind doch die amerikanischen Massenbiere nicht unbedingt für ihre Qualität bekannt. Mal sehen, wie es sich im Vergleich zu einem deutschen Fernsehbier macht.

In dunklem Goldgelb präsentiert sich das Bier im Glas, ausgestattet mit einer durchschnittlichen Menge cremigem Schaum, der lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal was her.

Das Aroma ist malzbetont mit einigen Röststoffen und Toffee, unterstützt durch eine leichte blumige Note.

Der Antrunk ist weich und rund. Die recht kräftige Süße wird durch die passende Dosierung der feinperligen Kohlensäure ausgeglichen. Schnell kommt ein diskretes Bitter dazu, so dass das Bier vollmundig und süffig ist. Im Abgang werden die Bitterstoffe etwas kräftiger, sie bleiben aber freundlich und massentauglich, auch durch den kurzen Nachklang.

Die Japaner sind ja bekannt für ihre hochwertigen Lebensmittel, bei deren Erzeugung sie sich viel Mühe geben und Methoden verwenden, die uns manchmal skurril erscheinen. Deshalb hatte ich mir von dem Sapporo wirklich noch mehr versprochen, auch wenn es im Vergleich zu den deutschen Bieren eine gute Figur macht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Gerste, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Brauerei:

Die Brauerei verrät Sapporo nicht, nur, dass das Bier unter Lizenz in der EU gebraut wurde.

Distributor:

Marubeni Europe PLC
95 Gresham Street
London EC2V 7AB
Großbritannien

Okocim Jasne Okocimskie

Jetzt will ich mal wieder ein Bier verkosten, das ich bei meinem letzten Besuch in Polen mitgebracht habe. Es handelt sich um ein Lager, gebraut von Carlsberg Polska. Da mir keine weiteren Informationen zur Brauerei vorliegen, beginne ich direkt mit der Verkostung.

Das Bier ist intensiv goldgelb und es bildet sich eine durchschnittlich voluminöse weiße Schaumkrone, größtenteils feinporig, die leider recht flott in sich zusammenfällt. Mit einem stabileren Schaum hätte mir die Optik sicher besser gefallen.

Das Aroma ist recht süßlich nach Toffee, dazu kommt ein leicht würziger Duft, auch nach Pfeffer.

Der Antrunk ist nicht so süß wie ich es anhand des Aromas erwartet habe. Das könnte mir gefallen, würde das Bier nicht so wenig Kohlensäure enthalten, die dafür aber sehr feinperlig ist. Schnell kommt ein leichtes Bitter hervor. Das Bier ist betont frisch, aber doch etwas dünn. Der Abgang ist ein mildes Bitter, das nur recht kurz nachklingt.

Das Bier ist nicht schlecht, aber recht unspektakulär. Es passt zum fleischlastigen polnischen Essen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

11,3 %

Bittereinheiten:

17 IBU

Brauerei:

Carlsberg Polska SP Z O.O
Ul Ilzecka 24
02-135 Warschau
Polen
www.okocim.pl

Miller – Genuine Draft

Amerikanische Biere haben, sehen wir einmal vom Craft Beer ab, keinen guten Ruf. Ich selber war noch nicht in den USA, aber alle Menschen, die dort waren, berichten von schlechten Bieren, wässrig und ohne Charakter. Diese Einschätzung teilen Europäer, die die USA besucht haben mit Amerikanern, die nach Europa kommen. Diese sind immer begeistert von den deutschen Industriebieren.

Ursprünglich war Miller ein Familienunternehmen, das sich auch im Konkurrenzkampf gegen Anheuser-Busch durchsetzen konnte. 2002 kaufte South African Breweries einen Großteil der Miller-Aktien, so dass das Unternehmen in SABMiller umbenannt wurde. Damit gehört es heute zu den größten Brauereikonzernen der USA. 2002 wurde das Unternehmen durch ABInBev übernommen. Ich habe mich daher gewundert, als ich das Genuine Draft bei einem Craft Beer-Versandhändler gefunden habe. Ich habe keine Ahnung, was diesen Händler geritten hat, dieses Bier in sein Sortiment aufzunehmen, aber auf jeden Fall hat dieser Fund mich neugierig gemacht, weshalb ich das Bier einmal gekauft habe. Jetzt will ich feststellen, wie es mir mundet.

Das Bier, das jetzt vor mir steht, wurde nicht in den USA gebraut, sondern in Lizenz und unter Aufsicht in Großbritannien.

Hell wie Weizenstroh fließt das Bier ins Glas und bildet dabei recht wenig größtenteils feinporigen Schaum, der aber recht lange erhalten bleibt. Mir fällt auf, dass keinerlei Kohlensäure zu sehen ist.

Das Bier duftet getreidig. Dazu kommen noch einige fruchtige Noten, die aber schnell verfliegen. Anschließend ist das Aroma eher langweilig.

Der Antrunk ist schlank und fast ohne Süße. Die im Bier gebundene Kohlensäure verleiht ihm aber eine angenehme Frische. Auf der Zunge zeigt sich ein leichtes Bitter, ansonsten macht das Bier einen recht wässrigen Eindruck. Erst im Abgang kommt ein leichtes fruchtiges Sauer hervor.

Ich glaube, ich habe vorher noch nie ein so geschmacksarmes Bier getrunken. Jetzt kann ich die Amerikaner verstehen, die ein deutsches Industriebier über den grünen Klee loben.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Mais, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Brauerei:

Molson Coors Brewing Company Ltd.
137 High Street
Die Stadt wird auf dem Etikett leider nicht angegeben
Großbritannien

Taz – panterbräu

Am 3. Juli wurde das taz.panterbräu, das Bier der taz, der Öffentlichkeit vorgestellt und schon ist es bei mir angekommen (an dieser Stelle vielen Dank an Frau Renner von der taz für das Zusenden). Nach den Worten des Brauers handelt es sich um das rote Lager für das rote Lager. Na ja, warten wir mal ab, wie das Bier so ist. Das Etikett verrät erst einmal nicht viel über das Bier; es beschränkt sich auf die minimal erforderlichen Angaben. Aber OK, kommen wir zum Bier.

In einem satten Rotblond und leicht hefetrüb steht das Bier im Glas, darüber ein feinporiger Schaum mit mittlerer Standzeit. Doch, die Optik ist schon recht gut. Das Bier duftet nach Malz und Hefe, etwas bitter und süß. Offensichtlich wurde nicht nur reichlich ein gutes Malz verbraut, sondern auch einiger Aromahopfen. Der Duft wird durch das Aroma roter Früchte abgerundet. Doch, das macht wirklich Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk wird durch die Süße des Zuckers bestimmt, der natürlich im Malz enthalten ist. Schnell macht sich ein leicht bitterer und dabei voller und runder Geschmack im Mund breit. Hier würde ich mir etwas mehr Kohlensäure wünschen, wodurch die Frische des Bieres noch etwas klarer zum Ausdruck kommen würde. Aber das ist meine persönliche Vorliebe. Der Abgang ist überraschend mild, der Geschmack bleibt im Mund aber sehr lange erhalten.

Alles in Allem ein hervorragend komponiertes Bier, etwas für Genießer. Es wäre wirklich schade um dieses rote Lager, wenn es jemand aus der Flasche trinkt und es auf diese Weise einfach in sich hineinschüttet. Ich würde es aber begrüßen, wenn das Bier, soweit es möglich ist, aus biologisch angebauten Zutaten hergestellt würde. Normalerweise schreibe ich hier ja nicht über Preise, aber in diesem Fall mache ich mal eine Ausnahme. Das Bier wird im taz-Café für einen überraschend niedrigen Preis angeboten: außer Haus für 2,00 Euro, bei Verzehr im Café für 2,80 Euro. Wo gibt es sonst noch ein Craft-Bier für diesen Preis?

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

FlessaBräu
Petersburger Str. 39
10249 Berlin

exklusiv gebraut für

taz
Rudi-Dutschke-Str. 23
10969 Berlin

Piast Wrocławski

Was kann ich von einem Bier erwarten, das auf dem Halsetikett bereits seinen Preis stehen hat? Und was für ein Preis. 2,19 Zloty sind nur unwesentlich mehr als 50 Eurocent. Nun sind die Preise in Polen deutlich niedriger als in Deutschland und ich habe dort auch bereits zu einem ähnlichen Preis recht gut trinkbare Biere gefunden. Mal sehen, ob das Piast Wrocławski ebenfalls zu den Treffern gehört.

Intensiv Golden ist das Bier schon mal, eine Farbe, die die meisten polnischen Biere im Supermarkt haben. Die Schaumentwicklung ist recht dürftig, aber der Schaum, der sich bildet, bleibt lange erhalten. Die Optik ist also schon mal nicht schlecht.

Die Aromen sind dagegen nicht so ausgeprägt. Düfte nach Malz und Karamell steigen mir in die Nase, dazu einige blumige Noten.

Der Antrunk ist angenehm süß und die Kohlensäure ist gut auf die vorhandene Süße abgestimmt. Dem positiven ersten Eindruck auf der Zunge folgt aber die Enttäuschung. Kaum Bitterstoffe reizen die Zunge, Fruchtigkeit und Blumigkeit fehlen vollständig. Jetzt wirkt das Bier unausgewogen und langweilig. Als im Abgang die Kehle erstmals durch eine leichte Säure berührt wird, meine ich im ersten Moment, dass es sich um einen Fehler handelt. Erst beim zweiten Schluck macht die Säure einen besseren Eindruck. Ich hatte sie beim ersten Mal wohl einfach nicht mehr erwartet.

Das Piast Wrocławski ist ein außergewöhnliches Bier, aber auch der Beweis, dass außergewöhnlich nicht immer gut bedeutet.

Brauerei:

Carlsberg Polska Sp. z.o.o.
ul. Krakowiaków 34
02-255 Warszawa
Polen
www.piwopiast.pl

Überquell – Lieblings Imperial Lager

Bei meinem letzten Besuch in Hamburg war ich kurz in der Brauerei-Gaststätte von Überquell am Fischmarkt. Ich kann nur sagen, es lohnt sich. Es war herrliches Wetter, der Außenbereich mit dem Blick auf den Hamburger Hafen wirkt etwas improvisiert, ist aber perfekt professionell bewirtschaftet. Dazu die hervorragenden Biere – besser kann sich Hamburg nicht präsentieren.

Das Imperial Lager eine besonders intensive Version eines Lagers. Neben knackigen den 5,6 Volumenprozenten Alkohol bedeutet dies vor allem eine besonders kräftige Hopfengabe. Soweit die Beschreibung, die ich von dem Bier, das jetzt vor mir steht, im Netz gefunden habe. Mal sehen, wie es mir gefällt.

Rotgolden präsentiert sich das Bier mit einer durchschnittlich großen gemischtporigen Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt.

Das fruchtige Aroma ist betörend. Düfte nach Orange, Mandarine und Hefe steigen mir in die Nase, aber auch der Malzkörper kommt durch. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht trocken und spritzig. Schnell gesellt sich eine ordentliche Fruchtigkeit dazu, so dass sich die Aromen auf der Zunge widerspiegeln. Dazu kommt ein gut abgestimmtes kräftiges Bitter. Insgesamt macht das Bier jetzt einen vollmundigen runden Eindruck. Im Abgang lässt das Bitter überraschend nach. Trotzdem klingt er lange nach.

Das Lieblings Imperial Lager überrascht positiv. So viel Fruchtigkeit und Bitterstoffe finden sich bei einem Lager nur selten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner, Münchner, Cara Dunkel), Hopfen (Ariana, Mosaic), Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Stammwürze:

13° Plato

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

Privatbrauerei Schnitzlbaumer GmbH
Mühlenstr.8
83278 Traunstein
www.schnitzlbaumer.de

nach einer Rezeptur von und für

Überquell
St.-Pauli-Fischmarkt 28-32
20359 Hamburg
www.ueberquell.com

Gösser Beer

Austria’s finest beer – mit diesem selbstbewussten Spruch bewirbt die Brauerei Gösser aus der Steiermark ihr Lager-Bier. Bereits bevor ich die Flasche öffne sehe ich diese Werbeaussage bereits kritisch. Wenn ein halber Liter Bier weniger als einen Euro kostet, dann würde mich ein hervorragendes Bier schon erstaunen. Aber ich habe bei meinen Verkostungen bereits so manche Überraschung erlebt, also geben wir dem Bier doch einfach eine faire Chance.

Optisch macht das Bier schon mal was her. Goldgelb glänzt es, dazu eine durchschnittliche Menge gemischtporiger Schaum, der sich aber leider recht schnell auflöst.

Das Bier duftet nach Malz und Toffee, unterstützt durch einige herbe und blumige Noten. Wirklich begeistert bin ich von dem Aroma nicht; es ist eher durchschnittlich. Halt wie ein gutes Industriebier.

Der Antrunk ist recht süß, aber die sehr feinperlige Kohlensäure rettet den Geschmack. Schnell kommt ein kräftiges Bitter dazu, das die anderen Geschmackseindrücke überlagert und dazu führt, dass das Bier einen recht unausgewogenen Eindruck macht. Der Abgang glänzt durch ein nicht wirklich freundliches Bitter mit einem mittellangen Nachklang.

Das Bier ist gut trinkbar und bringt auch einige Kontraste von süß nach bitter mit sich, aber für ein echtes Genussbier reicht das nicht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

11,9° Plato

Brauerei:

Brau Union Österreich AG
4021 Linz
Österreich
www.goesser.at

Neumarkter Lammsbräu – Blond

Jetzt steht vor mir mal wieder ein Biobier aus dem fränkischen Neumarkt, diesmal das Neumarkter Lammsbräu Blond. Die klare Flasche zeigt bereits das kräftige Gelb dieses Bieres, die Farbe erinnert an Quittensaft. Im Normalfall werden Biere ja vor dem Licht geschützt. Sehen wir mal, ob die klare Flasche dem Bier geschadet hat. Eine weitere Besonderheit des Neumarkter Blond ist das Mineralwasser, das zum Brauen benötigt wurde. In der Regel wird Wasser aus einem Brunnen oder Leitungswasser verwendet.

Der Schaum ist anfangs sehr schön fein, fällt dann aber relativ flott in sich zusammen. Das Bier duftet vorwiegend nach Getreide sowie in geringerem Maße nach Hopfen. Der Antrunk ist frisch und ein wenig herb und zeigt relativ wenig Geschmack. Wir werden aber im Abgang durch eine leichte Bitterkeit entschädigt. Hier kommt zum ersten Mal der Hopfen wirklich durch.

Insgesamt ein erfrischendes leichtes Bier am Ende eines heißen Tages oder für Menschen, die das Bittere des Bieres nicht so gerne mögen.

Zutaten:

Mineralwasser, Gerstenmalz, Naturdolden-Hopfen

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Brauerei:

Neumarkter Lammsbräu
Amberger Str. 1
92318 Neumarkt
http://www.lammsbraeu.de

St. Marienthaler – Klosterbräu Dunkel

Seit 1810 wird in Eibau Bier gebraut. Damals erhielt die Eibauer Landbrauerei das Braurecht auf die Herstellung von Bieren. Von hier kommt auch eins der beliebtesten Schwarzbiere Deutschlands – das Eibauer Schwarzbier. Jetzt steht aber das St. M vor mir, ein Klosterbier des Klosters St. Marienthal, das von der Brauerei Eibau in Lizenz des Klosters gebraut und vertrieben wird.

Die Optik des Bieres gefällt mir schon mal. Es ist dunkel rubinrot mit einer durchschnittlichen hellbraunen Krone aus feinporigem Schaum, der allerdings etwas schneller als erwartet in sich zusammenfällt.

Das Aroma ist malzbetont. Röstaromen verbinden sich mit Düften nach Waldhonig und getrockneten Feigen. Nicht schlecht, auch wenn ich mir etwas mehr Komplexität des Aromas wünschen würde.

Der Antrunk ist recht süß und ich stelle fest, dass das Bier nur wenig feinperlige Kohlensäure enthält. Schnell gesellen sich Bitterstoffe zur Süße. Irgendwie finde ich keine Spur vom Hopfen. Auch die Röststoffe haben sich irgendwie verabschiedet, so dass ich nur noch bitter und süß schmecke. Jetzt enttäuscht mich das dunkle Lager mit seiner Eindimensionalität. Auch der Abgang ist bitter und süß und er klingt nur kurz nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Eibau i.Sa. GmbH
OT Eibau
Neueibauer Straße 9
02739 Kottmar
www.eibauer.de

Pott’s – Landbier

So. Ein Landbier aus einer kleinen Brauerei. In der Zutatenliste steht Hopfen, kein Hopfenextrakt. Das klingt doch richtig gut. Also gut, fangen wir mit dem Test an.

Bernsteinfarben und klar, mit einer großen aber nicht allzu feinporigen Schaumkrone, steht das Bier vor mir. Der optische Eindruck ist also schon mal nicht schlecht und wenn die Krone nicht so schnell in sich zusammenfallen würde, wäre er noch besser. Malz, Gewürze, Hopfen – das sind die entscheidenden Noten im Duft dieses untergärigen Bieres. So mag ich es.

Der Antrunk ist im ersten Moment etwas enttäuschen. Irgendwie fehlt mir hier der erste Geschmack, der den Charakter dieses Bieres sofort mitteilt. Aber dann geht es los. Ein voller Körper mit viel Würze, der ansteigende Geschmack des Malzes, dazu die feine Kohlensäure, das alles lässt den etwas schwachen ersten Eindruck schnell vergessen. Dazu der ausgeglichene lange Abgang. Der Geschmack des Malzes bleibt wirklich sehr lang erhalten, obwohl es sich um ein wirklich mildes Bier handelt. Ich kann dieses Bier nur empfehlen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Gerstenröstmalz. Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Pott’s Brauerei
59302 Oelde
http://www.potts.de