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Finale der Deutschen Meisterschaft der Biersommeliers

Heute ist der erste Tag der BrauBeviale in Nürnberg und gleich ist es soweit: Im Forum BrauBeviale findet die Endrunde der Meisterschaft der Biersommeliers statt. Veranstaltet wird der Wettbewerb vom Baerischen Brauerbund e.V., gesponsort von Schäfer Container Systems, dem Deutschen Brauerbund e.V., Doemens, Weyermann, Sahm und -ich kann es kaum glauben – von Siemens. Ich bin erstmals bei dieser Veranstaltung im Publikum und weiß eigentlich noch gar nicht so genau, was mich erwartet. Gut, dass ich früh genug gekommen bin, um noch einen Sitzplatz zu erwischen; das Forum ist proppenvoll. Gerade wurden jede Menge Gläser auf der Bühne aufgebaut sowie sieben Biere, die aber in Papier eingehüllt sind, so dass die Teilnehmer des Wettbewerbs nicht wissen, welches Bier sie verkosten sollen.

Bei der Vorausscheidung vor einem Monat waren 40 Sommeliers angetreten, von denen die sieben besten heute auf der Bühne gegeneinander antreten. Jeder der Teilnehmer bekommt ein Bier zugelost, verkostet es und soll es innerhalb von fünf Minuten beschreiben. Da Bier in unterschiedlichen Gläsern unterschiedlich wirkt, müssen die Teilnehmeraus vier unterschiedlichen Glasarten das zum jeweiligen Bier passende Glas aussuchen und ihre Auswahl begründen. Zusätzlich sollen sie Empfehlungen geben, welches Essen zu diesem Bier passt. Eine dreiköpfige Jury entscheidet anhand eines Bewertungsrasters, welcher der sieben Finalisten seinen Job am Besten gemacht hat. Weil das Gendern gerade groß in Mode ist, will ich auch bemerken, dass unter den sieben Finalisten nur eine Frau ist.

Zuerst ist die Pressesprecherin der Störtebeker-Brauerei an der Reihe, die Trappist Rochefort 8 beschreiben soll. Für die Verkostung dieses Bierentscheidet sie sich für einen Pokal. Die erklärt das alkoholbetonte und sehr fruchtige Aroma, das aus der Trappistenhefe stammt. Beim Geschmack erwähnt sie die frische Säure, gefolgt von der Beschreibung der Fruchtigkeit. Als Speise empfiehlt sie wahlweise eine Käseauswahl oder gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit einen Kaiserschmarrn.

An zweiter Stelle ist Brian Schägel an der Reihe. Als Bier hat er ein Guiness gelost. Er stellt es aber geschickt als Klassiker vor. Die Optik vergleicht er mit einem Sonnenaufgang. Beim Aroma wird er etwas wortkarg und erwähnt lediglich, dass das Guiness deutlich malzbetont ist und keine großartigen Hopfenaromen aufweist. Das Mundgefühl beschreibt er als samtig. Als Speiseempfehlung nennt er einen Krustenbraten oder eine Mousse au Chocolat. Ich meine, er hat sich gut aus der Affäre gezogen.

Kommen wir zum dritten Finalisten. Aus Sachsen kommt er und soll einen Salvator Doppelbock beschreiben. Zunächst erwähnt er kurz die Geschichte des Bockbiers. Als Glas will er ein breites Glas nehmen und wählt ein Verkostungsglas. Er ist der erste, der die richtige Trinktemperatur erwähnt. Der Schaum dieses Bockbiers bekommt bei der Beschreibung des Bieres zunächst ein Lob. Das Aroma beschreibt er als malzig-fruchtig. Als Speise wird ein kräftiger Salat empfohlen, gefolgt von einem Rinderschmorbraten mit Gemüse und als Abschluss ein Schokodessert mit flambierter Ananas.

Es geht Schlag auf Schlag und schon kommt der vierte Finalist, Rainer Schramm. Imperial Stout von Samual Smith ist sein Bier. Wenn das keine Vorlage ist. Auch er wählt das Verkostungsglas. Auch hier wird zunächst der Schaum gelobt. Beim Aroma ist bei diesem Bier eigentlich keine falsche Beschreibung möglich, dafür ist das Aroma zu eindeutig. Ein samtiges Mundgefühl und der wärmende Abgang werden erwähnt. Für mein persönliches Empfinden ist es die bislang beste Beschreibung eines Biers. Als Speise wird ein Tiramisu empfohlen, das mit diesem Stout als Kaffeeersatz hergestellt wurde.

Die fünfte Vorstellung. Leider habe ich den Namen des Finalisten nicht mitbekommen. Diesmal geht es um ein Schneider Tap 6, ein Weizen-Doppelbock. Er bemängelt, dass kein großes Glas vorhanden ist, in das die gesamte Flasche passt, da er es liebt, auch den Hefesatz im Glas zu haben. Ja, er beschreibt das Aroma als weinig mit Rosine, wobei auch der weizentypische Bananenduft nicht zu kurz kommt. Als Speise empfiehlt er eine kräftige Kürbissuppe mit Ingwer, dann einen Wildgang mit Rotkohl ode reine Fasanenbrust mit Kräutersoße und Ananaskraut. Erst ganz zum Abschluss erwähnt er den leicht trockenen und nicht zu süßen Abgang.

Dr. Markus Fohr aus Lahnstei ist der vorletzte Finalist ist Inhaber einer Brauerei. Er hat ein Duvel Blonde zugelost bekommen. Zunächst sagt er einige Worte zur Brauerei, die er offensichtlich recht gut kennt. Eingeschenkt hebt er hervor, dass die Optik des Bieres dem belgischen Stil exakt entspricht. Das Aroma beschreibt er als malzig und hopfig mit einigen Fruchtaromen. Der Geschmack entspricht auf der Zunge dem Aroma mit einer ordentlichen angenehmen Hopfenbitteren im Abgang. Dazu ein Schokoladensoufflee.

Und nun der siebte und letzte Finalist, Philip Ketterer. Er beschreibt das Sierra Nevada Pale Ale. Er lobt die cremige Schaumbildung beim Einschenken. Sowohl bei der Beschreibung des Aromas als auch des Geschmacks ist nicht viel zu berichten. Als Speise empfiehlt er ein scharfes asiatisches Gericht. Erstaunlich finde ich aber die exakte Einhaltung der Zeit; 12 Sekunden hat er verschwendet.

Hoffentlich habe ich jetzt nicht zu wild durcheinander geschrieben. Ich kann auch für die richtige Schreibweise der Namen keine Garantie übernehmen, da die Namen nicht an die Leinwand projiziert wurden. Ich habe die Namen halt so geschrieben, wie ich sie verstanden habe. Jetzt warten wir auf die Bekanntgabe des Siegers.

Den 3. Platz belegt die Pressesprecherin von Störtebeker, den 2. Platz Philip Ketterer und deutscher Meister ist Dr. Markus Fohr.

Hobbybrauerwettbewerb 2018 von Maisel & Friends und BrauBeviale

Im Rahmen des CRAFT BRAUER FESTIVALS fand am 8. September 2018 der erste Hobbybrauerwettbewerb von BrauBeviale und Maisel & Friends statt. Eine internationale Expertenjury kürte aus 25 Einreichungen einen Gewinner, dessen Weißbier-Kreation der Heimbrauer im Sudhaus von Maisel & Friends nachbrauen durfte. Präsentiert wird das Siegerbier erstmals im Rahmen von „brau@home“, der Plattform für Heim- und Hobbybrauer auf der BrauBeviale vom 13. – 15. November 2018 in Nürnberg.

Die BrauBeviale als wichtigste Investitionsgütermesse für die Getränkeindustrie und die Craftbier-Pioniere Maisel & Friends haben den Wettbewerb für Hobby- und Heimbrauer erst in diesem Jahr auf der Taufe gehoben. Trotz der kurzfristigen Anmeldephase sind die Veranstalter sehr zufrieden, denn 25 Einreichungen sind eine fantastische Quote für die Premierenveranstaltung. Beim 1. Hobbybrauerwettbewerb war die Aufgabe für ambitionierte Heim- und Hobbybrauer, eine Weißbier-Kreation einzureichen. Acht Juroren, bestehend aus Biersommeliers, Bierbloggern und Fachpresse, beurteilten die eingereichten Biere nach Optik, Geruch, Geschmack, Bittere, Rezenz und persönlichem Eindruck.

Das Gewinnerbier hat den Namen „Twin Peak“ und ist ein Weizen-Doppelbock, der mit den Hopfensorten Smaragd und Mandarina Bavaria gebraut wurde. Es entstammt den Kesseln von Max Luttner, welche sich in seiner Garage in der bayerischen Lenbach- und Spargelstadt Schrobenhausen befinden. Bei der Preisverleihung jubelten Luttner und seine Frau schon, als der Name des Bieres noch gar nicht richtig ausgesprochen war. „Damit hätte ich niemals gerechnet,“ sagt der überwältigte Gewinner, der Polizeibeamter ist und in seiner Freizeit ausschließlich für sich und seine Freunde Bier herstellt. „Ich braue zwar erst seit anderthalb Jahren, habe meine Garage aber professionell ausgestattet und extra Elektrik und Gas verlegt, mir eine kleine Brauanlage gekauft und solange getüftelt, bis der Weißbier-Doppelbock nach meiner Vorstellung war.“ Für das Brauen des Siegerbiers waren die Rahmenbedingungen während der heißen Sommertage besonders schwierig, da die Temperaturen in der Garage für die Gärung zu hoch waren. Trotz der widrigen Umstände war der Gewinner zufrieden mit dem Ergebnis und als die Kumpels sagten „gigantisch!“ hat er es zum Wettbewerb angemeldet.

Nur zwei Wochen nach der Siegerehrung war der Gewinner Max Luttner wieder in Bayreuth zu Gast. Diesmal um seine Kreation auf dem 25 Hektoliter Sudwerk der Masiel & Friends Brauwerkstatt nachzubrauen. Zusammen mit Braumeister Markus Briemle wurde das Rezept feinjustiert, Malz frisch geschrotet, das Sudhaus und seine Funktionen erklärt und noch vieles mehr. Ein besonderes Highlight für den Gewinner Max war die Hopfengabe, denn die Barth-Haas-Group hat ihm als Überraschung den Hopfen geschenkt und er dufte den Rest für sein nächstes Heimbrauprojekt mit nach Hause nehmen. „Ein bisschen Respekt hatte ich natürlich vor der großen Anlage, aber Markus hat mir alle Schritte super erklärt und es war eine tolle Erfahrung“, so der gutgelaunte Sieger. Auch für das Etikett hatte Max Luttner schon erste Ideen und konnte diese direkt mit dem Maisel-Team besprechen und am Design feilen.

Max Luttner´s Weizen-Doppelbock „Twin Peak“ ist ein wahres Prachtexemplar mit 7,7% vol. Alkohol. Das Bier hat eine wunderbar sahnige Schaumkrone und bezirzt den Bierliebhaber mit seiner leuchtenden Bernsteinfarbe. Die hefetrübe Weizenspezialität riecht angenehm süß und hat ein intensives Aroma nach reifer Banane, Nelke und Vanille. Durch seine Vollmundigkeit betört Twin Peak die Geschmacksnerven und liefert ein unglaubliches Bouquet. Ein Weizen-Doppelbock wie man ihn sich vorstellt. Vollmundig, süffig, Duft und Geschmack nach reifen Banane und dabei so lecker, dass man eigentlich direkt noch ein Twin Peak trinken möchte.

Der große öffentliche Auftritt steht bei der BrauBeviale im November 2018 in Nürnberg an. Max Luttner darf sein Twin Peak dort Öffentlichkeit und Presse erstmals vorstellen. In der Craft Drinks Area im Bereich der „brau@home“ haben die erwarteten rund 40.000 internationalen Fachbesucher vom 13. bis 15. November 2018 täglich von 15:00 – 15:30 Uhr die Gelegenheit, das Siegerbier zu verkosten. „brau@home“ bietet darüber hinaus ein umfangreiches Angebot für die Besucherzielgruppe der Heim- und Hobbybrauer. So lange der Vorrat reicht, wird das Bier über den Maisel & Friends Onlineshop verfügbar sein.

13. 11. – 15. 11. 2018: BrauBeviale in Nürnberg

Vom 13. bis 15. November dreht sich im Nürnberger Messezentrum alles rund um die Herstellung von Getränken mit einem Schwerpunkt auf Bier. Nach einem turnusmäßigen Pausenjahr präsentieren 1.095 Aussteller ihre Produktneuheiten bei der in diesem Jahr weltweit wichtigsten Investitionsgütermesse für die Getränkeindustrie. Die erwarteten 38.000 Fachbesucher informieren sich über Rohstoffe, Technologien, Komponenten, Verpackung und Marketing. Zentrales Thema: die Zukunftsfähigkeit der Getränkebranche.

Die BrauBeviale ist erneut internationaler geworden: 582 Aussteller, das sind 53 Prozent (2016: 48 Prozent), reisen aus 46 Nationen an, allen voran: Italien, die Tschechische Republik, China, Großbritannien, die Niederlande, Belgien, Österreich und die USA. Eine relativ kurze Anreise haben die 513 Unternehmen aus Deutschland. Mit dabei auch zehn deutsche Start-Ups, die ihre Produktideen an den geförderten Gemeinschaftsständen für junge, innovative Unternehmen in den Hallen 1 und 6 erstmals der Fachöffentlichkeit vorführen.

Da die BrauBeviale 2016 komplett ausgebucht war, präsentiert sie sich in diesem Jahr mit der neu hinzugenommenen Halle 8 in insgesamt neun Hallen. Dadurch ergibt sich eine neu strukturierte Besucherführung. „Wir haben die Aussteller nun entlang der Prozesskette der Getränkeherstellung rund um den Messepark angeordnet“, erläutert Veranstaltungsleiterin Andrea Kalrait. „Dadurch bleibt die BrauBeviale weiterhin so kompakt und überschaubar, wie man sie kennt.“

Die Aussteller erwarten Fachbesucher aus dem technischen und kaufmännischen Management der Getränkewirtschaft – also aus Brauereien, Mälzereien, Betrieben, die Wässer, Erfrischungsgetränke, Säfte und Spirituosen herstellen oder abfüllen, Wein- und Sektkellereien, Molkereien, aus Marketing, Handel und Gastronomie. Bei der letzten Veranstaltung 2016 reisten diese aus 127 Ländern an, neben Deutschland vor allem aus Italien, der Tschechischen Republik, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden.

Zukunftsfähigkeit der Getränkebranche

Die Getränkebranche steht vor großen Herausforderungen – das betrifft kleine Unternehmen ebenso wie Mittelstand und Global Player. Schlagworte sind unter anderem Automatisierung, Digitalisierung, verändertes Konsumentenverhalten und Unternehmensführung. Die BrauBeviale als zentrale Plattform der Branche greift diese Fragen auf: Welche Weichen sollten Getränkehersteller stellen, um auch morgen noch erfolgreich im Markt agieren zu können? Mit dem neuen Magazin WissensDurst gibt die BrauBeviale kompetente Unterstützung und unternehmerische Inspiration an die Hand. Mit außergewöhnlichen Beispielen möchte sie anspornen, begeistern und begleiten.

Rahmenprogramm: Impulse setzen und inspirieren

Inspiration ist auch das Stichwort für das umfassende Rahmenprogramm der BrauBeviale. Bereits einen Tag vor Messebeginn gibt es drei Weiterbildungsveranstaltungen am Messegelände: Das Export Forum German Beverages unterstützt bei allen Fragen rund um den Export als strategisches Geschäftsfeld für deutsche Getränkehersteller. Bereits zum sechsten Mal findet das European MicroBrew Syposium der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB) statt, das sich an internationale Craft Brewer und Brewpub-Betreiber richtet. Dem angesagten Thema „historische Braugersten“ widmet sich das Heirloom & Terroir Barley and Malt Symposium von RMI Analytics, in dessen Rahmen auch der Heirloom-Brewing Award verliehen wird.

Im Forum BrauBeviale in Halle 1 lädt ein Mix aus Vorträgen, Präsentationen, Podiumsdiskussionen und Preisverleihungen zum Zuhören und Mitdiskutieren ein. Die Themen erstrecken sich von Marketing und Kommunikation über technische Fragen zur Getränkeherstellung, Gebinde und Logistik bis hin zu Getränkeinnovationen und zur Recruiting-Thematik. Preisverleihungen wie der Hopfen-Champion und die World Beverage Innovation Awards runden das Programm ab. Auch im Forum: die Eröffnung am ersten Messetag mit einer Keynote der Food-Trend-Forscherin Hanni Rützler und der Verleihung des Bayerischen Bierordens. Ebenso am ersten Messetag, um 16:00 Uhr, können Interessierte das Finale der Deutschen Meisterschaft der Biersommeliers live miterleben.

Traditionell findet die Verleihung des European Beer Star auf der BrauBeviale statt. Als einer der bedeutendsten Bierwettbewerbe weltweit bricht er immer neue Beteiligungsrekorde: In diesem Jahr beteiligen sich 2.344 Biere aus 51 Ländern aller Kontinente. Ins Leben gerufen wurde er von den Privaten Brauereien, dem ideellen Träger der Messe, sowie dem deutschen und dem europäischen Dachverband. Messegäste können mitentscheiden: Am ersten Messetag können sie am Stand im Eingang NCC Mitte aus den Goldmedaillengewinnern ihr Lieblingsbier küren, den Consumers‘ Favourite 2018 in Gold, Silber und Bronze.

Ein Highlight für das Erforschen der Vielfalt und den Genuss von Getränkespezialitäten ist die Craft Drinks Area in Halle 9 mit ihren acht Bars, an denen die Messebesucher an unabhängigen, geführten Verkostungen von Getränkespezialitäten teilnehmen können. Hier geht es um Bierspezialitäten, alkoholfreie und alkoholreduzierte Biere, handwerklich hergestellte Spirituosen, Wasser und alkoholfreie Getränkespezialitäten sowie um die Auswirkung des Glases auf das sensorische Erlebnis. An einer dieser Bars können Messegäste täglich zwischen 15:00 und 15:30 Uhr „Twin Peak“ verkosten, das Gewinnerbier des Hobbybrauerwettbewerbs von Maisel & Friends und BrauBeviale.

Klein- und Kleinstbrauereien sowie Heim- und Hobbybrauer finden in Halle 9 bei den Themenpavillons Artisan und Craft Beer Equipment und brau@home umfassende Informationen zu Ausstattung und Zutaten sowie kompetente Ansprechpartner. Im Areal für Schaubrauen wird täglich auf verschiedenen Anlagen gebraut und auf die Unterschiede der verschiedenen Systeme eingegangen. Fachlichen Input gibt es darüber hinaus in Impulsvorträgen in der Speakers‘ Corner. Hier gibt es Tipps und Tricks rund um Rohstoffe (Wasser, Hefe, Hopfen, etc.), Hygiene, Schankanlagen und rechtliche Fragen.

Zum Wohl für Leib und Seele benötigt man neben Getränken auch regelmäßige Mahlzeiten. Da liegt es nahe, dass parallel zur BrauBeviale, am 14. und 15. November, die SFC Street Food Convention im Messezentrum Nürnberg stattfindet. Sie versammelt bereits zum vierten Mal Akteure und Interessierte rund um die Themen Street Food, Foodtrucks, mobiles Catering und visionäre Esskultur. Besucher der BrauBeviale haben kostenfreien Zugang zur begleitenden Sponsorenausstellung und den Foodtrucks im Messepark.

Globaler Getränkekonsum im Wachstum

Der weltweite Konsum verpackter Getränke betrug 979 Mrd. Liter im Jahr 2017, das sind 23 Mrd. Liter mehr als im Vorjahr. Glaubt man den Prognosen der Experten, wird er noch weiter steigen, voraussichtlich um durchschnittlich 3 Prozent jährlich bis zum Jahr 2022. Maßgeblich für den globalen Anstieg sind die Regionen Naher Osten/Afrika (35 Prozent) sowie Asien/Pazifik mit China und Japan (rund 23 Prozent). In Europa ermittelten die Experten ein Wachstum von 5 Prozent für Westeuropa und sogar rund 9 Prozent für Osteuropa. Das Verhältnis von alkoholfreien zu alkoholhaltigen Getränken betrug auch im Jahr 2017 weltweit gesehen etwa 70 zu 30 Prozent (Euromonitor International 2018).

In Deutschland nahm der Getränkeverbrauch (inklusive Kaffee, Tee und Milch) im Jahr 2017 etwas ab: 750 Liter trank jeder Deutsche im Durchschnitt, das sind 10 Liter weniger als im Vorjahr. Analysiert man diese 10 Liter im Detail, sieht man, dass sie sich grob aus drei Litern Bier, vier Litern Erfrischungsgetränken, einem Liter Fruchtsäften und in geringeren Teilen Wein, Wässer, Tee und Milch zusammensetzen. Der Konsum von alkoholischen Getränken ist im Jahr 2017 insgesamt von 134,3 (2016) auf 131,0 Liter gesunken, außerdem tranken die Deutschen pro Kopf statt 303,0 Liter (2016) nur noch 297,7 Liter alkoholfreie Getränke (Verbände der Getränkeherstellung).

15. 11. 2018: Zu Tisch mit dem Bierpapst – Spitzenbier trifft Spitzenküche

Am 15. November endet die diesjährige BrauBeviale und zum Abschluss wird in Bamberg ein BierKulinarium statt. Die Veranstalter haben für dieses Mal zusammen mit dem berühmten Biersommelier, Markus Raupach, ein besonders hochwertiges BierKulinarium geplant. Genießen Sie ein spannendes 5-Gang Köstlichkeiten-Menü, gekocht mit den Aromen des Bieres, veredelt mit den besten Zutaten aus der Familie und angerichtet mit Liebe und Raffinesse vom Team Kropf. Verkosten Sie begleitend unter anderem das stärkste Bier der Welt, den Schorschbock 57 und seinen kleinen Bruder, das stärkste untergärige Bier der Welt, den Schorschbock 16% in einer seltenen holzfassgereiften Version. Außerdem stehen das erste in einem Omnium-Sudhaus gebraute Bockbier und das beste Bier der Welt, Westvleteren 12, auf dem Programm. Markus Raupach führt zusammen mit Christopher Kropf mit spannenden Geschichten rund um die gereichten Biere und Speisen durch den Abend.

Das BierKulinarium findet am Donnerstag, den 15. November im Restaurant Kropf, Untere Königstraße 28, Bamberg statt und beginnt um 19 Uhr, Einlass ist ab 18.30. Dann wird mit einem eigens kreierten BierCocktail in die kulinarische Bierreise gestartet.

Achtung: Es stehen nur 24 Plätze zur Verfügung.

Teilnehmergebühr: 129,-/Person.

Info telefonisch unter 0179-1327377 (Markus Raupach).

12. 11. 2018: Beertasting im Z-Bau

Am Vorabend der Brau-Beviale stellen Hobbybrauer im Z-Bau in Nürnberg ihre Kreationen vor. Was erwartet die Gäste? Fachsimpeln, Freibier, nette Leute. Für Besucher der Beviale, die bereits am Vorabend der Messe anreisen, ist das wohl ein Pflichtterm.

Wann?
Montag, 12. 11. 2018, Einlass ist ab 19:00 Uhr, Bier gibt es aber erst eine Stunde später.

Der Entritt ist frei, aber eine Spende für die Braukessel wird dankend entgegengenommen.

Wo?
Z-Bau
Frankenstr. 200
Nürnberg

Krombacher bleibt das beliebteste Bier in Deutschland

Sowohl zu Hause als auch in der Gastronomie darf es am liebsten ein Krombacher sein. Sowohl das Pils und auch das Krombacher Alkoholfrei überzeugen die Verbraucher und sind jeweils die Nr. 1 im Ranking. Das sind die zentralen Erkenntnisse der Studie „best for planning (b4p) 2018“. B4p hat in über 30.000 Einzelinterviews die Verbraucher nach den Konsumgewohnheiten in den unterschiedlichsten Märkten gefragt. „Wir freuen uns sehr über den stetig wachsenden Zuspruch und das Vertrauen, das uns unsere Verbraucher schenken“, sagt Andreas Scholten, Leiter Produktmanagement der Krombacher Brauerei.

Das Ergebnis der Studie unterstreicht die Marktposition von Krombacher. Jedes zehnte Pils in Deutschland kommt aus Krombach. Ein weiteres Erfolgsrezept ist die Sortenvielfalt der Brauerei. Unter dem Dach der Kernmarke konnten weitere starke Produktreihen etabliert werden wie z.B. Krombacher o,0% oder auch Krombacher Brautradition.

„Ob zum Grillen, am wohlverdienten Feierabend, bei gemütlichen Treffen mit Freunden, im Biergarten oder sogar während und nach dem Sport – Krombacher bietet immer einen besonderen Genussmoment“, weiß Andreas Scholten.

19. 10. 2018: Degustation jenseits des Reinheitsgebots

Martin Droschke und Norbert Norbert Krines präsentieren am 19.10. in der Bunsen Goetz Galerie (Bucher Str. 83, 90419 Nürnberg, Beginn 19:00 Uhr), neun Biere, die mit rein natürlichen Zutaten gebraut sind – und dennoch eigentlich nicht existieren dürften. Denn nichts, was an diesem Abend ins Glas kommt, entspricht dem angeblich ältesten Lebensmittelgesetz der Welt.

Es gibt nur ein Land auf der Erde, in dem die Bevölkerung dem Märchen Glauben schenkt, dass ihr liebstes alkoholisches Getränk nur aus Wasser, Malz und Hopfen gebraut werden kann. Höchste Zeit, mit einem Degustationsabend dem allgemeinen Nichtwissen über die angeblich älteste Lebensmittelverordnung der Welt entgegenzutreten und zugleich für ein zeitgemäßes Update des Reinheitsgebotes einzutreten. Getreu einem Motto des Malers und Schriftstellers Francis Picabia: „Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann“.

Martin Droschke und Norbert Krines, das Autorenteam von „111 deutsche Craft Biere, die man getrunken haben muss“ und anderen Bierbüchern, schenken den Teilnehmern neun flüssige Schätze ein, für die sich die Brauer eine Ausnahmegenehmigung erkämpfen mussten oder eine Kollision mit der Lebensmittelaufsicht riskieren. Mit dabei: Historische Bierstile wie die bereits um das Jahr 1000 dokumentierte, gesalzene Gose, „U-Boote“, bei denen der Status des Verbotenen gänzlich irritiert, weil man’s echt nicht für möglich gehalten hätte – und natürlich heiße Aromakombinationen, bei denen Zutaten wie Kaffee, Kräuter und Früchte, Röstgerste oder Honig mit im Spiel sind.

Alle dargereichten Biere entsprechen dem „Natürlichkeitsgebot“, einem Siegel, das der Verband Deutsche Kreativbrauer, ein Zusammenschluss führender Craft Bier Künstler, als neues, zeitgemäßes Qualitätssiegel für rein natürliche Flüssiggaumenfreuden vorschlägt, bei denen nicht industriell getrickst wird.

Übrigens: Was derzeit in Deutschland gebraut werden darf, regelt nicht das Reinheitsgebot von 1516, sondern ein Rechtstext namens „Vorläufiges Biergesetz“ von 1993. Anders als die 502 Jahre alte Regel aus der Bayerischen Landordnung von 1516 erlaubt dieses allerlei technische Zusätze wie Farbstoffe, Zucker, den Stabilisator PVPP oder Hopfenkonzentrate. Selbst das Brauen mit Aromen ist in Deutschland unter besonderen Umständen derzeit möglich.

Tickets für 39,95 Euro bei Bunsen Goetz Galerie oder online.

Beginn ist um 19:00 Uhr in der Bunsen Goetz Galerie, Kressenstr. 11, Nürnberg

13. 10. 2018: Biergarten Closing mit Craftbeermarket in Bamberg

Wo ein Biergarten Opening, da gehört auch ein Biergarten Closing hin. Der Zapfhahn mit Die Bierothek Bamberg lädt pünktlich zum Semesterstart zum zweiten „Craftbeer Market Bamberg“ im Biergarten ein. Vier kleine Kreativbrauereien aus Franken präsentieren sich und zapfen den ganzen Tag Bier, während der Zapfhahn die Besucher mit alkoholfreien Erfrischungen und echten Sandwichklassikern versorgt. Dieses Mal mit dabei sind: Braumanufaktur Hertl, Orca brau, BroBier GbR und ganz neu Blech.Brut!

Wenn der Praxis-Test nicht ausreicht, können die Gäste selbstverständlich die Bier-Experten der Bierothek und die Brauer mit ihren Fragen löchern.

Der Eintritt ist frei! 14:00 – 22:00

Zapfhahn, Untere Sandstraße 14, Bamberg

Maisel & Friends beim World Beer Award für das beste deutsche „American-Style“ Pale Ale ausgezeichnet

Bei dem in London ausgetragenen, renommierten Bierwettbewerb „World Beer Award 2018“ wurde das Pale Ale der Craftbierbrauer Maisel & Friends aus Bayreuth zu „Germany’s Best Pale Ale American-Style“ gekürt und setzte sich damit gegen alle anderen Biere dieser Stilrichtung aus Deutschland durch.

„Die Auszeichnung für Deutschlands bestes American-Style Pale Ale zu bekommen, ist der absolute Hammer,“ freut sich Maisel & Friends Braumeister Markus Briemle. „Unser Pale Ale hat absichtlich nicht so viel Hopfenbittere wie manch andere Biere dieser Kategorie, die Betonung liegt eher auf den fruchtigen Noten und einer guten Drinkability. Wir wollen den Bierstil Pale Ale in Deutschland etablieren und viele Menschen davon begeistern.“ Das Pale Ale wird seit 2014 in Bayreuth gebraut und hat sich schnell zum Bestseller von Maisel & Friends entwickelt. Es ist ein süffiges Bier, das ganzjährig im Fass und in 0,33l-Longneckflasche erhältlich ist. Es leuchtet goldgelb im Glas, ist frisch und fruchtig im Geschmack, mit deutlicher Zitrus- sowie Maracujanote und leicht karamelligem Malzprofil. Bei einem moderaten Alkoholgehalt von 5,2 % Vol. und gut dosierter Hopfenbittere ist das Maisel & Friends Pale Ale ein Session-Bier zum Zischen.

Maisel & Friends Biersommelier Michael König ist begeistert: „Wir sind absolut dankbar für diesen Preis, denn er spiegelt wider, was uns Kunden und Gastronomen schon seit Jahren sagen. Sie loben unser Pale Ale in den höchsten Tönen und es gehört mittlerweile zum Standardsortiment, weil die Biertrinker heute immer häufiger Lust auf Abwechslung haben.“

World Beer Award (London)

Der „World Beer Award“ ermittelt jährlich die besten Biere der Welt. Dafür verkostet eine internationale, hochkarätig besetzte sowie unabhängige Expertenjury mehr als 1.500 Biere aus über 30 Ländern. Die ersten Verkostungsrunden fanden in Deutschland, England, den USA, Brasilien und Kanada statt. Alle Ländergewinner wurden schließlich am 25. Juli 2018 in London gegeneinander verkostet, um so „World’s Best Beers“ in den einzelnen Bierstilkategorien zu ermitteln. Weitere Informationen finden Sie unter www.worldbeerawards.com.

4. 10. 2018: Schlenkerla Urbock Anstich

Der Herbst ist Starkbierzeit. Da will auch Schlenkerla in Bamberg nicht abseitsstehen. Nach alter Tradition wird dazu bereits ein gutes halbes Jahr vorher der Aecht Schlenkerla Rauchbier-Urbock eingebraut. Nach dem Sud in alten Kupferkesseln ist er sechs Monate lang in den historischen Stollen unter dem Stefansberg gereift. Diese sind Teil eines Tunnelsystems unter Bamberg, das über 700 Jahre alt ist und aufgrund der ganzjährig konstant niedrigen Temperatur von den Schlenkerla Bierbrauern schon seit Jahrhunderten als Lagerstätte verwandt wurde.

Traditionell findet der Urbock-Anstich am ersten Donnerstag nach dem Tag der deutschen Einheit Anfang Oktober im Schlenkerla in der Dominikanerstraße statt. Passend dazu werden im historischen Brauereiausschank deftige fränkische Gerichte serviert. Der Urbock-Stehausschank findet im Dominikanerhof neben dem Schlenkerla statt.

Der Schlenkerla Urbock hat eine Stammwürze von 17,5% und einen Alkoholgehalt von 6,5 Volumenprozent. Er wird ausschließlich mit Aecht Schlenkerla Rauchmalz aus der hauseigenen Mälzerei eingebraut. Durch den höheren Malzgehalt ist er sehr vollmundig und malzaromatisch – perfekt für die kältere Jahreszeit. Den inzwischen mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Urbock gibt es bis Anfang Januar.