Zum ersten Mal fand in diesem Jahr die Finest Beer Selection von Doemens und dem Meininger Verlag statt. Für die Brauerei Gebr. Maisel startete der Award gleich fulminant: Sieben Biere der Bayreuther Brauer knackten die 90-Punkte-Marke, was mit dem Titel „Brauerei des Jahres national“ belohnt wird.
In freudige Gesichter durfte man bei der Verkündung der Ergebnisse der Finest Beer Selection in Neustadt an der Weinstraße blicken. Die Familienbrauerei Maisel aus Bayreuth konnte beim Award auf ganzer Linie überzeugen und für sieben ihrer Biere über 90 von 100 möglichen Punkten erzielen. Dabei ist auch bemerkenswert, dass diese auszeichneten Biere verschiedenen Bierstilen zugeordnet werden können, was die Qualität und Bandbreite der Bayreuther Brauer besonders hervorhebt. So konnten Maisel’s Weisse Alkoholfrei und Leicht jeweils 93 Punkte erzielen, ebenso wie Maisel & Friends Chocolate Bock und West Coast IPA. 91 Punkte gab es für Maisel & Friends Hell und Pale Ale, 90 Punkte erreichte Maisel & Friends IPA. Dieses Gesamtergebnis sicherte der Brauerei Gebr. Maisel die Auszeichnung als „Brauerei des Jahres national“ – ein Titel, der im gesamten Wettbewerb nur einmal verliehen wird und der das ganze Team in Bayreuth sehr stolz macht. „Ich freue mich sehr über die Ergebnisse der Finest Beer Selection – besonders, weil wir als ‚Brauerei des Jahres national‘ aus diesem Wettbewerb hervorgehen. Es ist ein wahnsinnig tolles Gefühl, unseren hohen Qualitätsanspruch von einer renommierten Fachjury bestätigt zu wissen. Ich danke meinem gesamten Team, das täglich voller Leidenschaft daran arbeitet, unsere Bierspezialitäten auf höchstem Qualitätsniveau zu brauen“, sagt Inhaber Jeff Maisel zum Erfolg.
Das Konzept hinter der Finest Beer Selection versteht sich als sensorische Exzellenzprüfung. Jedes Bier wird individuell aromatisch analysiert und auf Basis eines transparenten 100‐Punkte‐Schemas bewertet. Nur die besten Biere eines Jahres mit einem Finest Beer Score von 90 oder mehr Punkten schaffen es in den exklusiven Kreis der Finest Beer Selection. Die Verkostung wird von einer international besetzten, erfahrenen Fachjury im Rahmen einer Blindverkostung durchgeführt. Hinter dem Konzept stehen mit Doemens und dem Meininger Verlag zwei absolute Experten mit mehrjähriger Erfahrung in der Analyse und Bewertung von Bieren sowie der Durchführung hochprofessioneller Bierverkostungen.
Die Idee zum Hopfenreiter wurde 2016 geboren. Seitdem startet er jedes Jahr seinen Ritt durch den Doldenwald. Die Idee hinter dem Hopfenreiter ist, dass die Rezeptur immer gleichbleibt. Lediglich die Hopfensorten ändern sich. Immer andere Brauer aus aller Welt steuern eine spannende Hopfensorte bei, wodurch das mittlerweile zur Legende gewordene Bier immer anders riecht und schmeckt. Schon Wochen vorher fiebert die Beer Community auf das Double-IPA hin.
Bayreuth liegt bekanntlich in Oberfranken und Franken ist die Gegend mit der weltweit größten Brauereidichte. Was mir bis heute nicht bekannt war, dass es in Bayreuth noch mehr Brauereien gibt als Maisel (und die anderen Marken, die dazu gehören). Jetzt steht erstmals ein Bier aus der Brauerei Becher Bräu vor mir, einer von Maisel unabhängigen Brauerei.
Nicht nur die Sonne strahlte, als am vergangenen Freitag das sechste Craft Brauer Festival eröffnet wurde. Angespornt durch das gute Wetter kamen bereits am frühen Abend zahlreiche Gäste, die es kaum erwarten konnten, die vielen Bierspezialitäten der Brauereien zu probieren, die sich aus den verschiedenen Teilen Europas auf den Weg nach Bayreuth gemacht hatten. Neben klassischen Bierstilen wie
Bozen, Tallinn, Lille, Luxemburg, Berlin, Hamburg, Braunschweig und Nürnberg – all diese Städte sind Heimat von Brauereien, die wie Maisel & Friends moderne Bierspezialitäten brauen. Bald reisen sie alle nach Bayreuth, um beim diesjährigen Craft Brauer Festival ihre Biere zu präsentieren. Für Bierliebhaber die perfekte Gelegenheit, die verschiedensten Kreationen ihres Lieblingsgetränks zu probieren. Insgesamt zwölf Brauereien erwartet Maisel & Friends am 8. und 9. September: Sori Brewing (Estland), Brique House Brewing (Frankreich), Totenhopfen Brauhaus (Luxemburg), Batzen Bräu (Südtirol, Italien), Liquid Story Brewing, Cool Cats in Town, ÜberQuell, Straßenbräu, Unverhopft, Gorilla Cerveceria, Orca Brau und Schanzenbräu (alle aus Deutschland).
In Nürnberg gibt es erstaunlich viele Brauereien. Die einen Brauer verkaufen mehr oder weniger ausschließlich in der eigenen Brauereigaststätte, andere Biere aus der fränkischen Metropole sind bundesweit erhältlich. Dazu gehören auch die Biere aus der Brauerei Orca, die zumindest im Onlinehandel erhältlich sind. Von dort stammt auch das Bier mit dem langen Namen „es ist alles gold was glänzt“, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet. Es handelt sich um ein Weihnachtsbier, das mit winterlichen Gewürzen gebraut wurde. Damit entspricht es nicht dem deutschen Biergesetz und da in Bayern keine Ausnahmegenehmigungen für besondere Biere erteilt werden, darf dieses Bier nicht als Bier verkauft werden und muss als „alkoholhaltiges Malzgetränk“ in den Handel kommen.
Bei der Auszeichnung dieses Bieres fällt mir eines auf: während die Brauerei über das Bier genauestens informiert und sogar auf dem Rückenetikett der Flasche mitteilt, welche Hefe verwendet wurde (was eine absolute Seltenheit ist), veröffentlicht sie über sich selbst, also über die Brauerei, keinerlei Informationen, die über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehen. Schade. Gerade bei guten Bieren ist es doch immer schön, auch eine kleine Geschichte zur Herkunft des Bieres zu kennen. Und ich hoffe ja, dass ich jetzt ein gutes Bier vor mir habe. Schließlich bewirbt die Brauerei ihr Bier auf der Website mit folgenden Worten: „Ein naturtrübes, flaschengereiftes Superbier“.