Schlagwort-Archiv: Bockbier

Einbecker – Mai-Ur-Bock

Nun teste ich wieder einmal ein Bier aus dem Süden Niedersachsens – den Urahnen der saisonalen Biere im Frühjahr, Einbecker Mai-Ur-Bock genannt. Es kommt wie alle Biere aus Einbeck in der unverwechselbaren grünen Flasche. Aber ich will hier keine Modenschau für Bierflaschen veranstalten, sondern es kommt auf deren innere Werte an. Schenken wir uns also ein Glas ein.

Dieses Bier besticht bereits durch sein Aussehen. Der viele feinporige Schaum krönt ein kupferfarbenes klares Bier. Im Duft dominieren das Malz und der Hopfen. Dies spiegelt sich auch im Geschmack wider, der vor allem durch das Malz bestimmt wird, aber auch eine feine Süße enthält, die durch eine zurückhaltende Karamellnote abgerundet wird. Vor allem beeindruckt der sehr intensive Geschmack, der für deutsche Biere nicht unbedingt charakteristisch ist, sondern den ich eher in Belgien erwarten würde. Im sehr langen Abgang kommt immer stärker das Bittere zum Vorschein, was jeden Schluck dieses Bocks im Frühjahr zu einem abwechslungsreichen Vergnügen macht. Leider war dies die letzte Flasche, die mein Getränkemarkt noch vorrätig hatte, aber wenn es noch eines Grundes bedürfen würde, sich auf den nächsten Frühling zu freuen, dann ist es dieses Bier.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Einbecker Brauhaus AG
37574 Einbeck
www.einbecker.de

Kloster Andechs – Doppelbock dunkel

Noch ein Bier aus der Klosterbrauerei Andechs, diesmal der dunkle Doppelbock. Schon das edel goldfarbene Etikett lässt erahnen, dass die Brauer dieses Bier für etwas ganz besonderes halten. Mal sehen, ob das Bier diesem Eindruck entsprechen kann.

Das Aussehen entspricht schon einmal dem Design der Etiketten. Klar und dunkelrot, darüber die feste feinporige Schaumkrone, die auch nicht zu schnell in sich zusammenfällt. Da gibt es wirklich nichts zu meckern.

Kräftig, satt, malzig der Duft. Auch die für einen dunklen Bock typische Süße fehlt nicht. Nun wird es aber Zeit für den ersten Schluck. Im Antrunk dominiert Malz mit der feinen Süße. Der Körper ist sehr voll und rund. Mit der Zeit kommt noch eine leichte Lakritznote dazu. Der Alkohol ist zwar zu schmecken, schiebt sich aber nicht in den Vordergrund. Dabei ist das Bier so süffig, dass die Gefahr besteht, schnell mal zu viel davon zu trinken.

Alles in Allem ein dunkler Bock, so wie er sein soll.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

7,1 % Vol.

Stammwürze:

18,5° Plato

Brauerei:

Klosterbrauerei Andechs
Bergstr. 2
82346 Andechs
http://www.andechs.de/

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Klüvers – Amber Mandarina Bock

Als ich kürzlich in Neustadt/Holstein war, habe ich selbstverständlich auch Klüvers Brauerei besucht. Neben der Brauereigaststätte ist auch ein kleiner Laden, in dem die Brauerei neben Fischbrötchen auch ihre Biere verkauft. Und dort fiel mir sofort der Amber Mandarina Bock auf. Die Flasche sieht ja auch schon mal edel aus. Die Beschriftung der Flasche ist direkt auf das Glas aufgedruckt, statt eines Etiketts sind die Angaben zum Bier auf einem kleinen Anhänger vermerkt, der mit einem Gummiband am Flaschenhals hängt. Offensichtlich handelt es sich also um einen Sondersud und gerade Sondersude ziehen mich immer an, da es sich dabei meist um besondere Biere handelt. Und auch die Beschreibung ist ansprechend: „Hellgoldene Farbe, fester, weißer bis cremefarbener Schaum kombiniert mit leichten fruchtigen Noten von Orange und Mandarine prägen den kräftigen und vollmundigen Geschmack dieses Bieres.“ Da konnte ich einfach nicht anders als dieses Bier zu kaufen und mit nach Hause zu nehmen.

Nicht hellgelb wie angegeben, sondern bernsteinfarben und leicht hefetrüb zeigt sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine recht voluminöse weiße Schaumkrone, die anfangs recht schnell in sich zusammenfällt. Das letzte Drittel bleibt aber lange erhalten.

Das Aroma ist malzbetont und intensiv. Leichte Röstaromen steigen mir in die Nase, zusammen mit einigen fruchtigen Noten, die ich aber nicht näher definieren kann. Orange und Mandarine kann ich nicht feststellen. Jetzt fällt mir auch auf, dass auf dem Anhänger kein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben ist. Eventuell hat das Bier bereits länger im Laden gestanden, so dass sich die Hopfenaromen bereits zum großen Teil abgebaut haben.

Der Antrunk ist stiltypisch recht süß und für meinen Geschmack könnte die feinperlige Kohlensäure etwas großzügiger dosiert sein. Trotzdem ist das Bier angenehm und rund und obwohl der Zitrusgeschmack recht verhalten ist, ist das Bier vollmundig und kann mich begeistern. Die Fruchtigkeit bleibt auch im Abgang erhalten und wird von nur wenigen Bitterstoffen begleitet. Der Geschmack klingt mittellang nach.

Der Amber Mandarina Bock ist sicherlich ein großes Bier, das seinen Preis von 7,50 Euro auf jeden Fall wert ist. Würde ich wie andere Blogger an dieser Stelle Sterne oder Kronkorken verteilen, würde ich es aber trotzdem abwerten, da die fruchtigen Aromen zu verhalten sind und das Bier auch nicht hellgelb, sondern bernsteinfarben ist. Dieses Bier würde mit Sicherheit auch bei der Beschreibung auf dem Anhänger etwas mehr Sorgfalt verdienen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,8 %

Stammwürze:

15,9° Plato

Brauerei:

Klüvers Delikatessen Manufaktur GmbH & Co. KG
Schiffbrücke 2-4
23730 Neustadt in Holstein
www.kluevers.com

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Dampfe – Heller Bock 1896

Jetzt steht ein Bier vor mir, dessen Flasche schon mal verspricht, dass sie etwas ganz besonderes enthält. Das Siegel an Flaschenhals und Kronkorken betrachte ich jetzt erst einmal eher als Designelement, das der Flasche ein edleres Aussehen verleihen soll. Die Flasche selbst hat nicht nur eine besondere Form und Größe, sie enthält 0,75 l, sondern sie hat auch kein Etikett, sondern die Flasche ist direkt bedruckt. Sie enthält ein helles Bockbier.

Bernsteinfarben ist das Bier im Glas, darüber eine große Schaumkrone, feinporig und stabil. Die Optik stimmt also schon mal. Leicht süßlich und mit Anflügen von Früchten stellt sich der Duft vor. Dazu noch eine Vielzahl an zusätzlichen Aromen, die ich nicht im Einzelnen identifizieren kann. Das liegt vermutlich daran, dass ich eine leichte Erkältung habe und dadurch nicht so gut rieche. Aber die vielen Aromen machen mir auch so deutlich, dass hier nicht mit Hopfenextrakt gearbeitet wurde, sondern mit Naturhopfen. Bis hierhin kann das Bier schon mal begeistern.

Nehme ich den ersten Schluck. Den Antrunk dominiert wie ich von einem Bockbier erwarte eine leichte Süße und Säure, unterstützt vom Malz. Im Mund entwickelt sich der Geschmack aber erst richtig. Das Malz kommt richtig zur Wirkung und verbindet sich im Abgang mit den Bitterstoffen des Hopfens. Das Ganze mit einem intensiven Geschmack, den ich bei deutschen Bieren nur selten kennengelernt habe. Alles in Allem ein wirklich rundes Geschmackserlebnis. Solche Biere möchte ich häufiger erleben.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Brauerei:

Borbecker Dampfbierbrauerei
Heinrich-Brauns-Str. 9-15
45355 Essen
http://www.dampfe.de

Barre – Maibock

An Barre Bräu dein Herz erfreu – das ist einer der Werbeslogans, an die ich mich aus meiner Kindheit erinnern kann. Dann will ich mal testen, ob das für den Maibock aus Ostwestfalen auch zutrifft.

Intensiv goldgelb ist es, hefetrüb und mit ungeheuer viel weißem Schaum, mehr als ich bei einem Bockbier erwartet hätte. Das muss aber kein Nachteil sein. Gut gefallen hat mir die lange Zeit, in der der Schaum erhalten bleibt. Außerdem sehe ich bereits im Glas, dass dieses Bier sehr viel Kohlensäure enthält. Der Duft wird durch das Malz geprägt, Hopfen kann ich nicht riechen.

Der Antrunk ist etwas wässrig und enthält die für Bockbier typische Süße. Der Körper ist aber für ein Maibock recht flach, etwas säuerlich, Bitterstoffe des Hopfens lassen sich bestenfalls erahnen. Auch der kurze Abgang zeigt kaum eine bittere Note. Dabei ist das Bier durch die reichlich vorhandene Kohlensäure recht süffig. Es ist wirklich nicht schlecht, aber als Maibock enttäuscht es doch etwas.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfenauszüge

Alkoholgehalt:

6,9 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Ernst Barre
32291 Lübbecke
http://www.barre.de

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Einbecker – Winter-Bock

Noch ein Bockbier aus dem südlichen Niedersachsen. Diesmal ist es der Winterbock. Es kommt wie alle Biere aus Einbeck in der unverwechselbaren grünen Flasche. Das Etikett ist diesmal in einem satten Rot gehalten, was wohl ein Gefühl der Wärme und von Weihnachten vermitteln soll. Schenken wir uns also ein Glas ein.

Dieses Bier besticht bereits durch sein Aussehen. Der viele feinporige Schaum krönt ein leuchtend rotes klares Bier. Bereits der Duft dieses Doppelbocks lässt keinen Zweifel aufkommen: hier handelt es sich um ein kräftiges Bier, das nur in Maßen genossen werden sollte.

Der sehr kräftige Geschmack wird angeführt vom Malz, das eine feine Karamellnote mitbringt. Dazu die für Bockbiere typische Süße. Sobald sich das Bier im Mund etwas erwärmt, kommt auch eine angenehme Bitternote zum Tragen. Das Bittere bleibt auch im Abgang erhalten, und zwar richtig lange. Dieses süffige und voluminöse Bier darf man wirklich nicht einfach in sich hineinschütten, sondern wir müssen jeden einzelnen Schluck bewusst genießen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Brauerei:

Einbecker Brauhaus AG
37574 Einbeck
www.einbecker.de

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Löwenbräu – Triumphator

Eigentlich sieht die nächste Flasche Bier, die ich testen möchte, ganz harmlos aus. Es handelt sich um den Triumphator aus der Münchener Löwenbrauerei. Aber bereits der erste Blick auf das Etikett lässt erahnen, dass es sich hier um ein ungewöhnliches Bier handelt, um einen dunklen Doppelbock mit satten 7,6 % Alkohol und einer Stammwürze von 18,2 %. Das weckt doch wirklich Hoffnungen. Gießen wir uns also ein Glas ein.

Tiefschwarz wie die bayrische Landesregierung fließt das Bier aus der Flasche. Selbst als ich das Glas gegen das Licht halte, kommt nur ein schwacher Schein roter Farbe durch die Schwärze. Darüber ein feinporiger hellbrauner Schaum, der lange erhalten bleibt. Dazu der intensive Duft nach Malz, Karamell, dunkler Schokolade und – zurückhaltend – nach schwarzer Johannisbeere. Malz und die dazu gehörende Süße dominieren den Antrunk. Dazu kommt der der intensive Karamellgeschmack. Der Abgang ist frisch mit einer guten Portion Hopfen. Wir haben hier sicher kein Bier der absoluten Oberklasse vor uns, aber zu dem Preis wird sich schwerlich ein besseres Bockbier finden lassen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

7,6 % Vol.

Stammwürze:

18,2 %

Brauerei:

Löwenbräu AG
80335 München
http://www.loewenbraeu.de/

Plankstetten – Maibock

Nun ist der Mai bereits vorbei und ich entdecke in meinem Bioladen noch ein Maibock, den ich nicht kannte. Da muss ich ihn doch glatt noch mitnehmen. Schließlich kommt das Bier aus Riedenburg im Altmühltal, in meinen Augen der schönsten Gegend Deutschlands. Das Riedenburger Brauhaus vertreibt ihre Biere unter zwei Marken, unter Riedenburger und dem Namen der Benediktinerabtei Plankstetten. Dabei hat sich die Brauerei selbst ökologische Bedingungen auferlegt, die sogar die strengen Regeln von Bioland noch übertreffen. Auf ihrer Website sind sie zusammengefasst:

  • 100 % Bioprodukte, das heißt alles was wir produzieren ist ökologisch
  • 100 % Rohstoffe aus ökologischem Landbau – als öko-sozial verantwortungsvolle Leistung
  • 100 % Verzicht auf Filtration und Wasseraufbereitung – für vollwertige Lebensmittel
  • Verwendung von hochwertigen Rohstoffen wie Einkorn, Emmer, Dinkel – zur Förderung der Biodiversität
  • Verwendung nur von ungekreuzten Sorten – weil wir auf die Erfahrung der Natur vertrauen
  • Lebendiges Wasser aus eigenem Brunnen – ohne chemische Aufbereitung
  • Verwendung von Naturdoldenhopfen sowie Hopfenpellets – für vollwertige Lebensmittel
  • Eigene Hefereinzucht
  • Garantiert gentechnikfreie Zutaten – für eine sichere Zukunft
  • Ständige Kontrollen durch BCS und Bioland und EU-Biozeichen
  • Regionale Partnerschaften mit Anbauverband BIOLAND und der Benediktinerabtei Plankstetten.

Da ich bereits weiß, dass aus Riedenburg hervorragende Biere kommen, sind meine Erwartungen an dieses Maibock sehr hoch.

Dass dieses Maibock etwas Besonderes ist, zeigt sich bereits beim Einschenken, als sich zeigt, dass es kein helles Maibock ist, sondern er ist dunkel rubinrot. Es bildet sich eine schöne beige Krone aus sahnigem Schaum, die sich durchschnittlich schnell auflöst.

Das Aroma wird durch das Malz dominiert, ich rieche Schokolade und auch rote Früchte sowie würzige Noten, die sich zu einem wunderbar komplexen Duft vereinen. Ich ahne bereits, dass ich meine Ansprüche an dieses Bier nicht hoch genug geschraubt habe.

Der Antrunk ist malzig und voll, stiltypisch recht süß und dabei doch leicht spritzig. Spritzigkeit ist aber nicht die hervorstechendste Eigenschaft der Maiböcke, und da macht auch das Maibock aus Riedenburg keine Ausnahme. In Gegenteil. Der Körper dieses Bieres ist sehr dicht und dabei samtig weich. Das Bier füllt den gesamten Mund mit seiner Süße, der sich eine fruchtige Säure zugesellt, mit der auch der Geschmack von Trockenfrüchten kommt. Der Abgang ist wie erwartet mild, aber auch fruchtig.

Spontan würde ich sagen, dass dies das beste Maibock ist, das ich bislang getrunken habe.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Stammwürze:

16,5° Plato

Brauerei:

Riedenburger Brauhaus
Michael Krieger GmbH & Co.KG
Hammerweg 5
93339 Riedenburg
www.riedenburger.de

Brand – Dubbel Bock

Der Doppelbock, der jetzt bei mir auf seine Verkostung wartet, wird von der Brauerei Brand als Herbstbier angepriesen. Ich hoffe aber, dass das Bier auch jetzt im Vorfrühling gefallen kann. Ich bin aber ganz optimistisch, da das Bier bei der Brussels Beer Challenge 2020 einen ersten Platz abgeräumt hat. Dann will ich mal gleich mit der Verkostung beginnen.

Rubinrot und gefiltert läuft das Bier aus Wijre im süd-niederländischen Limburg ins Glas. Die mittelbraune sahnige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt lange erhalten. An der Optik gibt es schon mal nichts zu meckern.

Das Aroma ist recht süß, was aber zu den Düften nach Karamell und Trockenpflaumen passt. Da bin ich doch mal gespannt auf den ersten Schluck.

Wie erwartet ist auch der Antrunk süß. Das ist für ein Doppelbock ja normal und war daher zu erwarten, aber ich hätte mir doch etwas mehr Kohlensäure gewünscht, die noch ein wenig Frische mitgebracht hätte. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten und die Aromen spiegeln sich im Mund wider. Eine leichte Säure gesellt sich dazu. Das Mundgefühl ist schwer und weich und der Alkohol wirkt wärmend. Der Abgang ist überraschend mild und kaum bitter. Jetzt brennt der Alkohol leicht in der Kehle. Obwohl das Bitter nur sehr zurückhaltend ist, klingt es doch einige Zeit nach.

Zutaten:

Natürliches Mineralwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Brauerei:

Brand Bierbrouwerij
Brouwerijstraat 2-10
Wijlre
Niederlande
www.brand.nl

Einbecker – Ainpöckisch Bier 1378

Das Ainpöckisch Bier 1378 ist ein weiteres Bockbier aus Einbeck. Im Gegensatz zu den anderen Bockbieren dieser Brauerei enthält dieses Bier Hefe. Da auch die klaren Böcke aus Einbeck mir gut gefallen haben und da mit der Hefe auch Geschmacksstoffe aus dem Bier entfernt werden, erwarte ich hier ein wirklich geschmackvolles Bier. Das Ainpöckisch Bier, das im Jahr 1378 erstmals urkundlich erwähnt wurde, wird nach Angaben der Brauerei nach traditioneller Rezeptur gebraut, ist unfiltriert und hopfenbetont. Zu Zeiten der Hanse war Ainpöckisch Bier im gesamten Hanseraum begehrt und selbst Martin Luther lobte 1521: „Der beste Trank, den einer kennt, wird Ainpöckisch Bier genennt.“ Na, dann wollen wir mal. Vor dem Öffnen der Flasche müssen wir diese aber erst einmal etwas schütteln, da sich die Hefe am Boden abgesetzt hat und sich erst einmal wieder mit dem Bier vermischen muss, damit wir in den vollen Genuss dieses Bieres kommen.

Hell bernsteinfarben und hefetrüb ist das Ainpöckisch, die Krone ist leicht überdurchschnittlich hoch und sehr feinporig. Sie bleibt sehr lange erhalten.

Das Bier duftet würzig, leicht süß und nach Hefe. Halt so, wie ein gutes Bockbier riechen soll, die einzige Besonderheit ist der Duft der Hefe.

Der Antrunk ist wie erwartet recht süß und das Bier enthält eine gute Menge feinperliger Kohlensäure. Der Körper ist sehr vollmundig. Zur Süße kommt jetzt etwas der Geschmack der Hefe sowie ein leichtes Bitter. Das Bier macht einen wirklich ausgewogenen Eindruck. Im Abgang nimmt das angenehme Bitter zu und der Geschmack klingt lange nach.

Zu dem Bier passen Schmorbraten, Wild und Frikadellen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,7 % Vol.

Stammwürze:

16,4 %

Brauerei:

Einbecker Brauhaus AG
Papenstr. 4-7
37574 Einbeck
www.einbecker.de

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