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Trappistes Rochefort 10

Jetzt steht ein Trappistenbier vor mir, das Trappistes Rochefort 10. Trappistenbiere werden von den Mönchen in den Klostermauern gebraut und es gibt weltweit nur sieben Brauereien, in denen die Trappistenbiere gebraut werden. Zu erkennen sind die Trappistenbiere an dem sechsseitigen Siegel „Authentic Trappist Product“.

Schwarz und fast blickdicht ist das Bier im Glas. Darüber hellbrauner gemischtporiger Schaum, der auch lange erhalten bleibt.

Das Aroma wird eindeutig von den Röstaromen des Malzes dominiert, dazu kommt Kaffeeduft und einige fruchtige Noten. Obwohl das Bier eine so intensive schwarze Farbe hat, wirkt das Bier erstaunlich frisch.

Wie erwartet ist der Antrunk süß und malzbetont, aber durch die reichlich vorhandene Kohlensäure ist er durchaus spritzig. Auch der Körper ist intensiv malzig, dabei ausgewogen. Dazu kommen deutliche Noten von Espresso, die sich zusammen mit der sehr feinen Kohlensäure zu einer betörenden Einheit verbinden. Bis hierhin hat mir das Bier ausgesprochen gut gefallen. Aber der Abgang ist mir etwas zu langweilig. Bitterstoffe sind nur wenig vorhanden, so dass der Abgang relativ langweilig und vor allem trocken ist.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Rohgetreide, Hefe, Hopfen

Alkoholgehalt:

11,3 % Vol.

Brauerei:

Abbaye A.-D. De Saint-Remy
5580 Rochefort
Belgien

Forestinne – Ambrosia

Diesmal kommt die kleine Waldelfe mit einem Fass Ambrosia. Der Name Ambrosia ist zumindest in Deutschland aufgrund der gleichnamigen Pflanze in Verruf geraten, da diese Pflanze hochallergen ist. Der Inhalt des Fasses dürfte sich allerdings auf den ursprünglichen Sinn des Wortes beziehen. Homer hat Ambrosia in der Ilias und der Odyssee als unsterblich machende Speise der Götter beschrieben. Allerdings dient Ambrosia in der Ilias auch den Pferden der Götter als Nahrung. Als was dient nun dieses Bier? Ist es der Schlüssel zur Unsterblichkeit oder Viehfutter? Das will ich jetzt feststellen.

Dunkel rotbraun präsentiert sich das Bier im Glas, dazu enthält das Bier sehr viel Kohlensäure, so dass sich viel cremiger weißer Schaum bildet, der auch lange erhalten bleibt.

Das Aroma enthält Noten von Banane, Birne und Karamell. Das ist doch schon mal sehr ansprechend. Der Antrunk ist trotz der intensiven Süße dieses Dark Ale spritzig, dafür sorgt die Kohlensäure. Die Süße bleibt auch während des Trinkens erhalten, auch wenn noch fruchtige und würzige Geschmäcker dazukommen. Ich schmecke Trockenpflaumen, Birnen und Nüsse. Insgesamt ein recht ausgewogenes kräftiges Bier, auch wenn sicherlich der eine oder andere bemängeln wird, dass es etwas zu viel Süße mitbringt. Der Abgang ist überraschend mild und klingt nicht nach.

Dieses sehr gut trinkbare Bier passt gut zu Meeresfrüchten und hellem Fisch.

Alkoholgehalt:

7,5 %

Brauerei:

Brasserie Caracole
5500 Falmignoul
Belgien
www.forestinne.be

Stille Nacht

Ich vermeide es in der Regel, von einem Kultbier zu sprechen. Aber wenn es um die Biere der Dolle Brouwers geht, halte ich den Begriff für absolut angemessen. Die verrückten Brauer kreieren in jedem Jahr auch ein Weihnachtsbier, das sie mit einem deutschen Namen bedacht haben, mit „Stille Nacht“.

Schon das Äußere der Brauerei zeigt, dass hier mit Spaß, Leidenschaft und Mut zum Neuen Bier gebraut wird, zu erkennen an der knallbunten Hefezelle, die an die Wand gemalt wurde.

Bereits seit 1835 besteht die Brauerei, gegründet vom damaligen Dorfarzt, der nebenberuflich als Brauer tätig werden wollte. Bevor im Jahr 1975 Kris und Jo Herteleer die Brauerei übernahmen, befand sich die Brauerei im Besitz der Familie Costenoble, die noch eine weitere Brauerei besaß, aber kein wirklich gutes Bier gebraut haben soll. Kris sagt über den Vorbesitzer: „Da das Gebräu nie über die Grenzen von Esen hinaus verkauft wurde, konnte man damit auch keinen Schaden anrichten, denn krank oder blind ist davon niemand geworden.“ (Quelle: Ann-Marie Bernardt, Unterwegs auf den Spuren des Belgischen Bieres, ISBN 90-5433-201-8)

Heute brauen die beiden drei Biere, die ständig im Angebot sind, sowie drei saisonale Biere, zu denen die Stille Nacht gehört. Nun ist es aber an der Zeit, die Flasche zu öffnen.

Beim Einschenken zeigt es sich, dass Weihnachtsbiere aus Belgien nicht immer dunkel bis schwarz sein müssen, auch wenn das bei den Bieren, die ich bislang verkostet habe, immer so war. Die Stille Nacht dagegen ist hell bernsteinfarben mit recht wenig feinporigem Schaum, der schnell in sich zusammenfällt. Erst als ich mir das Bier genauer anschaue, entdecke ich, dass es viel sehr feinperlige Kohlensäure enthält, die kaum zu sehen ist.

Der Antrunk ist süß und moussierend. Das Bier macht sofort einen fast dickflüssigen Eindruck. Zur Süße gesellen sich schnell eine fruchtige Säure sowie ein Hauch bitter. Im intensiven Geschmack macht sich auch der Alkohol bemerkbar. Der wärmende Abgang ist kaum bitter, sondern eher süß und die Fruchtigkeit klingt noch lange nach.

Die Stille Nacht ist ein erstaunliches Bier, das eher an einen Süßwein erinnert.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Kandiszucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

12 % Vol.

Stammwürze:

27° Plato

Brauerei:

De Dolle Brouwers
Roeselarestraat 12B
8600 Esen (Diksmuide)
Belgien
www.oerbier.be

Père Noël

Père Noël (deutsch: Vater Weihnachten) ist der französische Weihnachtsmann. Daher passt das Bier doch gut in diese Zeit. Deshalb wird das Bier auch ausschließlich von September bis Dezember ausgeliefert.

Bernsteinfarben und hefetrüb zeigt sich der Weihnachtsmann im Glas. Darüber eine üppige Krone aus gemischtporigem Schaum, die sich bis auf einen Rest schnell auflöst. Der Rest bleibt lange auf dem Bier stehen.

Das Aroma ist durch das Malz geprägt mit blumigen und grasigen Noten. Das gefällt mir schon mal.

Der Antrunk ist spritzig und nicht allzu süß. Schnell überdecken Bitterstoffe die Süße. Das Bier macht jetzt einen eher trockenen Eindruck. Da ich auch keine Fruchtigkeit feststellen kann, macht das Bier einen eher unausgewogenen Eindruck. Als ich zwischendurch ein Stück Marzipan gegessen habe, verbessert sich der Geschmack aber erheblich. Dem Bier fehlt also offensichtlich etwas Süße. Der Abgang ist freundlich bitter und klingt ellenlang nach.

Dieses Bier passt gut zu Desserts; durch die Süße auf der Zunge verbessert sich der Genuss deutlich.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Brewers Gold, Hallertau Mittelfrüh), Zucker, Hefe, Lakritze

Alkoholgehalt:

7 % Vol.

Bitterwert:

50 IBU

Brauerei:

Brasserie De Ranke
Rue Du Petit Tourcoing 1a
7711 Dottignies
Belgien
www.deranke.be

Brasserie van den Bossche – Kerst Pater

Ungefähr auf halber Strecke zwischen Brüssel und Gent ist im flämischen Teil von Belgien die Brasserie van den Bossche beheimatet, von der ich jetzt das Kerstpater Christmas Beer vor mir stehen habe. Die Brauerei beschreibt das Bier als charaktervolles süß-bitteres Winterbier. Das klingt doch schon mal gut. Dieses Winter Ale kommt in jedem Jahr am 1. November auf den Markt und wie bei saisonalen Bieren üblich wird es erst im Folgejahr neu gebraut.

Schwarz ist das Kerstpater Christmas Beer, nur wenn ich das Glas gegen das Licht halte, schimmert ein leichtes Rubinrot durch. Darüber bildet sich eine große Krone aus hellbraunem Schaum, die sich nur langsam auflöst.

Das Aroma ist süßlich. Offensichtlich hat die Brauerei in ihrer Beschreibung nicht übertrieben. Ich rieche Trockenfrüchte, Vanille, dunkle Schokolade und Nelken. Dieses komplexe Aroma macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist süß und schwer, im Geschmack fast sirupartig. An den Zutaten hat die Brauerei auf keinen Fall gespart. Im Körper kommt zur kräftigen Süße eine gut austarierte Fruchtigkeit dazu, gepaart mit würzigen Anklängen. Jetzt erinnert das Bier an Elisen-Lebkuchen und kandierte Früchte. Der wärmende Abgang ist fruchtig mit nur leichtem Bitter und er klingt sehr lange nach.

Das Kerstpater trägt seinen Namen zu Recht und es passt hervorragend zu Weihnachtsgebäck wie auch zu Gänse- oder Entraten mit Klößen und Rotkohl.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Nachgärungszucker

Alkoholgehalt:

9 % Vol.

Brauerei:

Brasserie van den Bossche
St. Lievensplein 16
9550 Herzele
Belgien
www.paterlieven.be

Klosterbrauerei Neuzelle – Enki-Bier

Bei diesem Bier fällt mir erst einmal der Name auf, der mir doch etwas merkwürdig erscheint. Das Etikett sagt lediglich aus, dass es sich um „das Bier der Mythen“ handelt. Da muss ich mal nachforschen. Laut Wikipedia ist Enki der sumerische Gott der Weisheit und der Herrscher des Süßwasserozeans Abzu. Daneben gilt er noch als Gott der Handwerker, Künstler und Magier sowie als der Erschaffer des Menschen. Es handelt sich also um einen vielbeschäftigten Gott. Mal sehen, ob das auch auf das Bier durchschlägt.

Im Glas zeigt sich das Bier in einem satten Goldgelb, darüber reichlich weißer Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Ich sehe auch eine sehr feinperlige Kohlensäure. Der Duft wird durch das Aroma des Hopfens geprägt, dazu ein mildes Malzaroma und dazu ein Hauch von Holunderblüten. Das macht Lust auf den ersten Schluck dieses Bieres.

Der Antrunk besticht durch eine spritzige leichte Süße. Der Körper ist intensiv, neben dem Malz stelle ich einen feinen Hopfengeschmack fest, ohne dass das Bier übermäßig bitter wird. Säure ist kaum vorhanden. Der Abgang ist angenehm bitter und der Geschmack bleibt lange erhalten. Alles in Allem haben wir hier eine sehr gelungene Komposition vor uns.

Als Fazit kann ich sagen dass das Enki-Bier das beste Bier aus Neuzelle ist, ein wahrer Höhepunkt der Braukunst.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Klosterbrauerei Neuzelle GmbH
15898 Neuzelle
http://www.klosterbrauerei.com

Huyghe – La Mère Noël

Die Brauerei Huyghe im ostflämischen Melle ist meines Wissens die einzige Brauerei, die zwei unterschiedliche Weihnachtsbiere braut. Neben dem bekannteren Delirium Christmas gibt es seit einigen Jahren auch regelmäßig das La Mère Noël. La Mère Noël ist die Frau des Weihnachtsmanns. Während es den Weihnachtsmann bereits länger gibt, wurde seine Frau wird erstmals im Jahr 1849 in einer Weihnachts-Legende von James Rees erwähnt und nun gibt es sie auch im Bierregal.

Altgolden präsentiert sich die Frau des Weihnachtsmanns im Glas. Darüber bildet sich eine überdurchschnittlich voluminöse Schaumkrone, die aber leider recht schnell in sich zusammenfällt. Auffällig ist die sehr agile Kohlensäure.

Das Aroma ist malzig mit grasigen und blumigen Noten. Die Aromen des Hopfens treten leider sehr in den Hintergrund, so dass das Aroma bei weitem nicht so komplex ist wie ich es gehofft und erwartet hätte.

Der überraschend schlanke Antrunk ist wenig süß, aber recht moussierend. Schnell kommt eine kräftige Süße, die auf ein nicht ganz ausgewogenes Bitter trifft. Eine Fruchtigkeit ist eher zu erahnen.Der Alkoholgeschmack tritt in den Vordergrund und er bleibt auch beim Abgang vorherrschend. Das milde Bitter kommt gegen den Alkohol nicht an.

Ich habe bereits einige Biere der Brauerei Huyghe getrunken. Die anderen Biere haben mir besser gefallen als das La Mère Noël, das einen eher unausgewogenen Eindruck macht. Ich muss sagen, dass ich recht enttäuscht bin.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Brauerei:

Brasserie L. Huyghe
Brusselse stw 282
9090 Melle
Belgien
www.delirium.be

Moosbacher – Zoigl

Nun steht ein Bier aus der Oberpfalz vor mir, das Moosbacher Zoigl. Ich muss gestehen, dass ich den Begriff Zoigl noch nie gehört habe und daher habe ich mal bei Wikipedia nachgelesen, was das überhaupt ist. Hier der erste Absatz der Beschreibung: „Der Zoigl (auch Zeugl oder Kommunbier) ist ein untergäriges Bier, das vor allem in der nördlichen Oberpfalz verbreitet ist und von Privatpersonen gemeinschaftlich gebraut wird. Die Maische für den Zoigl wird im so genannten Kommunbrauhaus gekocht und gehopft. Die gewonnene Würze nehmen die einzelnen Zoiglbrauer mit nach Hause und versetzen sie im Gärkeller mit Hefe. Da dabei jeder Zoiglbrauer nach seinem eigenen Rezept verfährt, sind Schwankungen im Geschmack des Zoigl von Ortschaft zu Ortschaft, aber auch von Wirt zu Wirt üblich und für das Zoiglbier geradezu typisch.“ Der Artikel ist noch länger und wenn Sie es genauer wissen wollen, folgen Sie einfach dem oben angegebenen Link.

Hell bersteinfarben ist es, das Zoigl. Dazu leicht hefetrüb und mit recht viel Kohlensäure, die aber leider recht flott in sich zusammenfällt.

Der Antrunk ist durch die Kohlensäure angenehm spritzig und leicht süß. Aber das ist erst der Anfang. Schnell zeigt sich, dass dieses Bier recht kräftig ist und dass Süße, Bitterkeit und Säure gut ausgeglichen sind. Die Hefe, die ebenfalls zu schmecken ist, hält sich weitgehend im Hintergrund. Der Abgang ist freundlich bitte und klingt richtig lange nach.

Das Bier lässt sich durchaus gut allein trinken, passt aber auch hervorragend zu bayerischem Essen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Brauerei:

Private Landbrauerei Scheuerer
Bräugasse 7
92709 Moosbach
www.moosbacher.com

Zundert Trappist

Es gibt weltweit nur elf Brauereien, die Trappistenbier brauen dürfen. Dafür ist es erforderlich, dass das Bier innerhalb eines Trappistenklosters und unter Aufsicht der Mönche gebraut wird. Zu erkennen sind die Trappistenbiere an dem sechseckigen Siegel „Authentic Trappist Product“. Zwei der weltweit elf Trappistenbrauereien befinden sich in den Niederlanden. Aus einer dieser beiden Brauereien steht jetzt ein Bier vor mir, das Zundert Trappist.

Bernsteinfarben und minimal hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine Krone aus feinporigem elfenbeinfarbenem Schaum, die lange erhalten bleibt.

Wenn mir die Optik gefällt, lässt mich das Aroma staunen. Malzige Aromen und der Duft von Röststoffen vereinen sich mit Trockenfrüchten. Ich meine Feigen und Rosinen riechen zu können. Dazu kommen noch florale und würzige Noten

Das Aroma hatte bereits ein recht süßes Bier versprochen und der Antrunk enttäuscht die Erwartung nicht. Dabei zeigt sich auch die feinperlige Kohlensäure, die dem Bier trotz der intensiven Süße eine angenehme Frische verleiht. Der Geschmack erinnert an getrocknete Bananen, gepaart mit diskreten Bitterstoffen. Während das Bier im Mund ist und sich dabei erwärmt kommen auch Geschmäcker anderer Trockenfrüchte hinzu. Die Überraschung kommt aber im Abgang, während dem Noten dunkler Schokolade entstehen, die dann lange nachklingen.

Zu diesem Bier passen Gänsebraten sowie andere intensiv schmeckende Speisen, wie sie besonders im Winter beliebt sind.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen, Kräuter

Alkoholgehalt:

8 % Vol.

Brauerei:

Trappistenbrouwerij Dekievit B.V.
Rucphenseweg 38
4882 KC Klein Zundert
Niederlande
www.zunderttrappist.nl

Leffe Royale – Ella

Die Brauerei Leffe braut in ihrer Reihe Royale regelmäßig Sondersude, bei denen spezielle Hopfensorten aus aller Welt verwendet werden. Das Ergebnis sind meist überraschende Biere mit einem speziellen Geschmack, der durch die Hopfensorten erzeugt wird. Jetzt steht das Leffe Royale Ella vor mir. Ella ist ein Hopfen aus Tasmanien. Ich habe nach dem Hopfen recherchiert und es scheint wirklich ein wirklich vielseitiger Hopfen zu sein. Ein Händler beschreibt ihn wie folgt: „Ella hat zwei Gesichter: vorsichtig dosiert bringt sie blumige und würzige (Anis) Noten ins Bier, bei höherer Dosis oder gestopft kommen dann auch sehr schöne Grapefruit/tropische Aromen.“ Na ja, wenn das stimmt, kann mit diesem Bier wohl nicht viel schiefgehen.

Intensiv goldgelb ist das Leffe Royale Ella, mit viel Kohlensäure und einer großen Menge feinporigem Schaum, der sich nur langsam auflöst. Ein Bier wie gemalt.

Das Aroma ist in der Tat überraschend. Zunächst dominieren florale Noten, die aber recht schnell verfliegen und einem fruchtig-würzigen Duft Platz machen. Jetzt rieche ich Zitrone und Johannisbeeren, gepaart mit einem Hauch weißem Pfeffer.

Der Antrunk ist relativ süß, aber vom ersten Moment an zeigt sich der volle und runde Geschmack. Der Geschmack entwickelt sich von der Süße hin zu fruchtig-bitter, durchaus vergleichbar dem Geschmack, wenn Sie beim Verzehr einer Grapefruit auf einen der Kerne beißen. Das Bitter bleibt aber immer freundlich und angenehm. Das gilt auch für den Abgang, der lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Mais, Gerste, Hopfen (Ella)

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Brauerei

Brasserie Abaye de Leffe s.a./n.v.
Place de l’Abbaye 1
5500 Dinant
Belgien
www.leffe.com