Die Dorpsbrouwerij de Pimpelmeesch wurde im Jahr 2000 als eine der ersten Craft-Brauereien in den Niederlanden gegründet. Es handelt sich bei dieser Brauerei also um einen Pionier der Craft Beer-Bewegung. Die Brauerei befindet sich in Chaam in Brabant, nahe der Grenze zu Belgien. Die Brabanter betrachten sich selbst als Genießer, als Burgunder, die die Geselligkeit lieben. Der Name der Brauerei in Chaam spielt mit diesem Selbstverständnis. Pimpelmeesch ist zusammengesetzt aus den Worten pimpelen, gutes Getränk, trinken und meesch, im brabantischen Dialekt bedeutet dieses Wort Mensch. Ein Pimpelmeesch ist also ein fröhlicher Trinker. Der Ortsname Chaam bezieht sich vermutlich auf das mittelalterliche lateinische canaba: Taverne, Getränkekeller. Davon ist eventuell das lateinische Wort camba abgeleitet, was Mälzerei bedeutet. Der Ortsname Chaam würde also auf einen Ort hinweisen, an dem Gerste keimt. Und dort braut Ad Kusters, der Dorfbrauer von Chaam, seine Biere, die auf bekannten Bierstilen basieren. Dabei verzichtet er auf besondere Zutaten und extreme Hopfenladungen.
Während die meisten Winterbiere in die Kategorie Starkbier gehören, kommt das Winter Doll Koud mit nur 0,3 Volumenprozent Alkohol daher, ist also alkoholfrei. Daher bin ich gespannt, wie sich dieses Bier macht, das seit dem Jahr 2022 gebraut wird.
Hell und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die schneeweiße Schaumkrone fällt recht schnell in sich zusammen, was aber bei alkoholfreien Bieren nicht ungewöhnlich ist.
Fruchtigkeit steht im Mittelpunkt der Aromen, die mir in die Nase steigen. Ich rieche Zitrusfrüchte, Pfirsich und Biskuit. Da bekomme ich richtig Lust auf den ersten Schluck.
Der Antrunk ist spritzig mit einer angenehmen Malzsüße. Auf der Zunge steht wie in der Nase die Fruchtigkeit im Mittelpunkt. Zur Süße kommt eine gut ausgewogene fruchtige Säure. Bitter kann ich jetzt nicht schmecken. Das Mundgefühl ist schlank und doch voll. In der Kehle kann ich erstmals eine leichte freundliche Bittere schmecken, die überraschend lange nachklingt.
Obwohl das Bier von der Brauerei für den Winter angeboten wird, sehe ich es eher als ein schönes Sommerbier.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Roggen, Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
0,3 % Vol.
Farbe:
5 EBC
Empfohlene Genusstemperatur:
5° Celsius
Brauerei:
Dopsbrouwerij de Pimpelmeesch
Elsakkerpad 11
4861 TA Chaam
Niederlande
www.pimpelmeesch.nl

Die Stadsbrouwerij Eindhoven existiert seit 2012 im Zentrum von Eindhoven. Die Brauerei befindet sich in den Räumlichkeiten der Schellens-Fabrik und ist mit einer großen und modernen Brauanlage ausgestattet, um ausreichend viele Biere für den eigenen Verkostungsraum und für verschiedene Gastronomiebetriebe in Eindhoven zu brauen. Das Ziel der Brauerei ist es, die Biere aus Eindhoven so in den Eindhovener Gaststättenbetrieb zu bringen, genau wie es früher der Fall war. Und mit der Liste der Biere im Sortiment kann ich mir durchaus vorstellen, dass sie dieses Ziel erreichen. Heute steht aus Hop Demand vor mir, ein
„Bleib der Heimat treu, trink Püttner Bräu!“ – unter diesem Motto werden seit 1819 in Schlammersdorf, einem Dorf im Herzen der Oberpfalz und direkt an der oberfränkischen Grenze gelegen, Biere gebraut. 1862 kaufte Familie Püttner das Brauereigebäude und erwarb ein Jahr später das Braurecht. Nach mehr als 200 Jahren ist die Püttner Bräu noch immer im Familienbesitz. Die historischen Gemäuer sind saniert und hinter den großen Glasfenstern des modernen Anbaus steht nun hochmodernes Brauerei-Equipment: beispielsweise eine High-Tech-Abfüllung mit Bottle-Inspector, eine Etikettiermaschine oder ein Hochleistungsfüller.
Die Stads Brouwerij 013 in Tilburg an der Südspitze der Niederlande gelegen wurde im November 2017 gegründet. Seit 2015 betreiben die Initiatoren die Eindhoven City Brewery und das dazugehörige Café 100 Watt. Am 23. Oktober 2023 war es dann schon wieder vorbei. Die Stadsbrouwerij 013 musste Insolvenz anmelden. Der Verkostungsraum war bankrott, aber die Biermarke soll weiter existieren. Ich habe noch eine Flasche Lumulus, ein IPA, bekommen können und werde sie jetzt verkosten. Es dürfte ein würdiger Abgesang auf die Brauerei sein, denn bei der Brussels Beer Challenge 2020 wurde das Bier mit der Silbermedaille ausgezeichnet, genau wie bei den World Beer Awards 2021, wo dieses Bier ebenfalls mit der Silbermedaille als das zweitbeste Bier der Niederlande ausgezeichnet wurde.
Die Brauerei Hütten in Warmensteinach, Bayern ist eine Familienbrauerei, die bereits seit dem Jahr 1602 existiert. Sie liegt im idyllischen Fichtelgebirge, in der Nähe des Ochsenkopfs, dem zweithöchsten Berg der Region. Von dort kommt das Helle, das jetzt vor mir auf seine Verkostung wartet.
Jetzt steht mal wieder ein Bier aus der Brauerei De Dochter van de Korenaar vor mir. Über die Brauerei habe ich bereits an verschiedenen Stellen geschrieben, aber der Ort Baarle-Hertog, in dem die Brauerei beheimatet ist, weist eine kuriose Besonderheit auf: Es handelt sich um eine Exklave Belgiens, die vollständig von niederländischem Staatsgebiet umschlossen ist. Mehr noch: Laut Wikipedia besteht Baarle-Hertog aus insgesamt 24 separaten Landstücken. Abgesehen vom Hauptgebiet Zondereigen nördlich der belgischen Gemeinde Merksplas befinden sich 20 belgische Exklaven innerhalb der niederländischen Hauptgrenzen und drei andere Gebiete dicht an der niederländisch-belgischen Grenze. Innerhalb der belgischen Exklaven liegen wiederum sieben niederländische Enklaven, davon sechs im größten belgischen Gebiet und eine siebte im zweitgrößten. Eine achte niederländische Enklave liegt in Zondereigen. Das klingt bereits kurios, ist aber noch steigerungsfähig: die Staatsgrenze verläuft nicht nur durch die Stadt, sondern sogar durch einige Gebäude und mitten durch einige Zimmer innerhalb der Gebäude. Sie wünschen sich noch eine Steigerung des Kuriosen? Kein Problem. Hier ist sie: Früher legten die niederländischen Gesetze eine frühere Schließung der Gaststätten fest als die belgischen Gesetze. Somit mussten die Gäste, die zur niederländischen Polizeistunde noch nicht genug getrunken hatten, den Tisch wechseln, kamen damit nach Belgien und durften weitertrinken. Wahnsinn. Jetzt ist es aber an der Zeit, das Crime Passionnel, ein Weizen-IPA, zu öffnen und mit der Verkostung zu beginnen.
Das Finne Bio Beach Brew ist ein
Die Zisterzienserabtei Val-Dieu existiert bereits seit Anfang des 13. Jahrhunderts im flämischen Aubel. Es liegt nicht weit vom Dreiländereck mit den Niederlanden und Deutschland entfernt. Ursprünglich hieß das Stück Land „Tal des Teufels“. Nachdem die Mönche das Tal in fruchtbares Land verwandelt hatten, nannten sie es Tal Gottes – Val Dieu. Ein Großteil der noch heute genutzten Gebäude stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Im Jahr 2002 verließen die letzten drei Mönche die Abtei und ihr Platz wurde von einer von der Zisterziensertradition inspirierten christlichen Laiengemeinschaft eingenommen. Der Bierversandhändler Belgoshop.de schreibt: „Auf einem alten Hof innerhalb des Klosters wurde Ende der 1990er Jahre eine neue Brauerei eingerichtet, in der seit 1997 wieder auf traditionelle Rezepturen basierendes Abteibier gebraut wird. Man fing mit einem hellen und einem dunklen Starkbier an und das Sortiment wurde mittlerweile auf 6 Biere ausgebaut. Die verbundenen Ringe auf den Bieretiketten symbolisieren den Bund des Friedens „In Vinculo Pacis“, dem Motto des Klosters seit mehr als 800 Jahren.“ Jetzt reicht es aber mit der Vorrede und es ist an der Zeit, dass ich die Bierflasche öffne und mit der Verkostung beginne.
Einmal im Jahr bringt die Bayreuther Brauerei Maisel & Friends einen Sondersud auf den Markt, dessen Etikett von einem Street Art-Künstler gestaltet wurde. In diesem Jahr ist bereits die fünfte Ausgabe des Artbier erschienen. Diesmal wurde das Etikett von Stefan Thelen entworfen, besser bekannt als Super A. Aber zumindest für mich ist das Bier wichtiger als das Design des Etiketts, also öffne ich sofort die Flasche und schenke mir das Bier ein.