Archiv der Kategorie: Biertest

Batzen – Theresa IGA

Das Runde Etikett mit der grünen Hintergrundfarbe zeigt groß das B, also das Logo der Brauerei Batzen.Italian Grape Ales (IGA) sind ein noch relativ neuer Bierstil aus Italien. Um diesen Bierstil zu brauen werden Trauben oder Traubenmost – der Anteil kann bis 40 Prozent betragen – wahlweise beim Kochen, bei der Gärung oder erst bei der Reifung dieses Biers dazugegeben. Abhängig von der eingesetzten Traube und der Technik des Brauers variieren sowohl Farbe als auch Geschmack und Mundgefühl eines IGAs.

Stiltypisch ist, dass der Charakter eines Italian Grape Ale sich durch eine gewisse Frische und Komplexität auszeichnet und er sich dabei in Abhängigkeit der eingesetzten Trauben unterscheidet. Dabei sollte das Bier sich von einem belgischen Lambic unterscheiden. Inwieweit das bei der Theresa gelungen ist, werde ich jetzt feststellen.

Golden und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone fällt anfangs schnell in sich zusammen, aber ein Rest bleibt sehr lange erhalten. Die Optik von Theresa gefällt mir schon mal.

Das Aroma ist eher weinartig und fruchtig nach Äpfeln. Abgerundet wird das Aroma durch den Duft nach Biskuitteig. Damit entspricht das Aroma meinen Erwartungen an ein Italian Grape Ale.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine sehr kräftige Karbonisierung aus. Bei dem Geschmack auf der Zunge stellt sich mir dann doch die Frage, ob es sich hier noch um ein Bier handelt. Der Geschmack erinnert mit seiner fruchtigen Säure eher an Weißwein oder an einen Winzersekt. Das ist auch nicht verwunderlich, da das Bier mit Gewürztraminer-Trauben vergoren wurde. Fruchtige Noten stehen jetzt im Mittelpunkt. Aus dem Hintergrund kommt leicht die Süße des Malzes zum Tragen; die Bittere des Hopfens kann ich nicht feststellen. Der Hopfen kommt erst in der Kehle ganz leicht zum Tragen. Jetzt wird das Bier auch trockener. Leider klingt der Geschmack nur kurz nach.

Alles in Allem ist Italian Grape Ale ein spannender Bierstil und ich hoffe, in Zukunft viele weitere Biere dieses Stils kennenzulernen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weißer Traubenmost (Gewürztraminer), Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Bozner Weisse GmbH
Andreas-Hofer-Straße 30
39100 Bozen
www.batzen.it

Berliner Kindl – Weisse

Das Etikett mit der Grundfarbe blau ist im üblichen Design der Brauerei gehalten, oben mit dem Kind im Bierkrug und unten dem Brandenburger Tor.Die Berliner Kindl-Brauerei bewirbt die Berliner Weisse, die jetzt vor mir steht, mit folgenden Worten: „Sie ist ein echtes Original: die Berliner Kindl Weisse. Charakteristisch hefetrüb und fein prickelnd, dabei herrlich frisch und leicht gehopft – das ist der spritzige Biergenuss aus der Hauptstadt. Die einzigartige Berliner Spezialität, seit Napoleons Zeiten auch ‚Champagner des Nordens‘ genannt, vereint Berliner Tradition mit jungem Flair.“ Wenn dies alles so stimmt, steht mir jetzt eine wirklich angenehme Verkostung bevor.

Golden und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist feinporig, löst sich aber für ein Weizenbier vergleichsweise schnell auf.

Das Bier duftet nach hellem Malz und bietet auch einige fruchtige Noten, die an Zitrusfrüchte erinnern.

Der Antrunk ist relativ süß und er zeichnet sich durch eine feinperlige Kohlensäure aus. Die Süße bleibt auf der Zunge erhalten, wo sich auch der Geschmack nach Zitronen dazugesellt. Das Mundgefühl ist schlank, fast wie bei einer Limonade. Der Abgang zeichnet sich durch eine leichte Säure mit kurzem Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

3 % Vol.

Stammwürze:

7,5° Plato (°P)

Bittereinheiten:

6 IBU

Brauerei:

Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei GmbH
Indira-Gandhi-Straße 66 – 69
13053 Berlin
www.berliner-kindl.de

100 Watt – 150 Watt

Das Etikett ist passend zum Bierstil in dunklem Rot gehalten und ist mit der stilisierten Glühbirne sofort zu erkennen.Die Brauerei 100 Watt hieß früher Stadsbrouwerij und befindet sich in der alten Schellensfabriek im Zentrum von Eindhoven. Zur Brauerei gehört auch ein Verkostungsraum, in dem Sie die Vielzahl der selbstgebrauten Biere probieren können. Bei gutem Wetter ist auch die Terrasse geöffnet und Sie können die leckeren Biere in der Sonne genießen.

Aus der reichhaltigen Bierauswahl der Brauerei steht jetzt das 150 Watt vor mir, ein Quadrupel im belgischen Stil.

Schwarz präsentiert sich das Bier im Glas – blickdicht schwarz. Nur wenn ich das Glas gegen das Licht halte, schimmert das Licht etwas rubinrot durch das Bier. Die feinporige haselnussbraune Schaumkrone ist nur klein, aber sie bleibt lange erhalten. An der Optik des 150 Watt ist nichts auszusetzen.

Kaffee, geröstete Haselnüsse und Kandis sind die hervorstechenden Aromen, die mir in die Nase steigen. Dazu kommt das Aroma nach Rosinen und getrockneten Feigen. Die 10 Volumenprozent Alkohol halten sich diskret im Hintergrund und unterstützen die anderen Aromen.

Wie erwartet ist der Antrunk süß und er besticht durch die sehr feinperlende Kohlensäure. Auf der Zunge stehen die Röststoffe und die nussigen Noten im Vordergrund, gemeinsam mit einem angenehmen Karamellgeschmack. Der Geschmack ist sehr intensiv, so dass ich das Bier in kleinen Schlucken genießen muss. Es ist kein Bier „zum hinter die Binde kippen“. Der Alkohol bleibt weiterhin im Hintergrund. Erst in der Kehle kann ich ein leichtes freundliches Bitter schmecken, das gemeinsam mit der Süße lange nachklingt.

Zutaten:

Gerstenmalz (Pilsener Malz, Caramalz, Röstmalz), Haferflocken, Hopfen (Perle, Columbus, Cascade, Centennial), Hefe

Alkoholgehalt:

10,0 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Farbe:

47 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 12° Celsius

Brauerei:

100 Watt Brewery
Bleekweg 1
5611 CZ Eindhoven
Niederlande
www.100watt.nl

Hohenthanner – Tannen Hell Alkoholfrei

Das Etikett zeigt am oberen Rand das Logo der Brauerei und unten die Brauerei selbst.Von Hohenthanner habe ich bereits einige Biere verkostet und war noch nie enttäuscht. Allerdings sind alkoholfreie Biere noch eine ganz andere Nummer, da der Alkohol als wichtiger Geschmacksträger fehlt. Um ein alkoholfreies Bier zu brauen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Brauer in Hohenthann haben sich entschieden, zunächst ein Helles zu brauen und anschließend diesem Bier den Alkohol zu entziehen. Auch wenn viele alkoholfreie Biere daher eher langweilig schmecken, gibt es doch so einige Ausnahmen. Mal sehen, ob das Tannen Hell Alkoholfrei von Hohenthanner dazugehört.

Hell goldfarben und glanzfein präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige schneeweiße Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten.

Das Aroma ist getreidig nach Brot, abgerundet mit einigen würzigen Noten sowie einem Hauch Zitrus.

Der Antrunk ist recht süß, dabei aber spritzig. Auf der Zunge bleibt die Malzsüße vorhanden und es gesellt sich eine zur Süße passende Bittere dazu. Leider bringt das Bier auch eine metallische Note mit. Trotzdem ist es recht vollmundig. Der Abgang ist mild und auch etwas kratzig. Von einem Bier aus Hohenthann hätte ich wirklich mehr erwartet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

< 0,5%

Stammwürze‍:

8,5° Plato

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Hohenthanner Schlossbrauerei GmbH & Co. KG
Brauhausstraße 1
D-84098 Hohenthann
www.hohenthanner.de

Carlsberg Polska – Harnaś

Das Etikett zeigt einen historischen polnischen Soldaten mit seiner typischen Kopfbedeckung.Die Biere von Carlsberg Polska sind von sehr unterschiedlicher Qualität – von 08/15 über interessant und überraschend bis zu einem hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis ist alles vertreten. Von meiner letzten Reise nach Polen habe ich mir das Harnaś mitgebracht, das seit mehr als 15 Jahren auf dem polnischen Markt vertreten ist. Irgendwann hat Carlsberg beschlossen, nicht nur das Etikett zu aktualisieren, sondern auch den Geschmack dieses Bieres zu verbessern. Jetzt will ich feststellen, was bei dieser Änderung herausgekommen ist.

Intensiv goldfarben, glanzfein und mit einer kleinen schneeweißen Schaumkrone, die sich auch sehr schnell auflöst.

Das Bier duftet nach hellem Malz, begleitet von fruchtigen Noten, die an Äpfel erinnern. Damit hat das Aroma einige Ähnlichkeit mit dem von Cidre.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge präsentiert sich das Bier fruchtig-frisch mit einem schlanken Mundgefühl. Erst in der Kehle kann ich eine Bittere feststellen. Leider ist sie recht kratzig und sie klingt nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Gerste, Zucker, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Carlsberg Polska Sp. Z.o.o.
ul. Krakowiaków 34
02-255 Warschau
Polen
www.piwoharnas.pl

Brauhaus Goslar – Gose Hell

Das Etikett zeigt als Schmuckelemente den Truthahn der Brauerei sowie drei Hopfendolden.Das Brauhaus Goslar hat sich zur Aufgabe gesetzt, die traditionelle Gose wieder aufleben zu lassen. Die Goslarer Brauerei bietet die Gose in zwei Varianten an: Einmal als helle Gose und auch eine dunkle Variante. Jetzt steht die helle Version der Bierspezialität aus dem Harz vor mir.

Golden und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige schneeweiße Schaumkrone ist recht klein, bleibt aber lange erhalten. Damit macht die helle Gose optisch eine gute Figur.

Das Bier duftet würzig nach dem zugesetzten Koriander und nach hellem Malz.

Der Antrunk ist spritzig mit reichlich kräftiger Kohlensäure. Auf der Zunge kommen die würzigen und malzigen Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe, in den Vordergrund. Begleitet werden sie von einer leichten Zitrusfrische sowie der Würzigkeit des Salzes, die ich allerdings nur deshalb identifizieren kann, weil ich die Zutatenliste gelesen habe. Bittere ist nur wenig zu schmecken und das Mundgefühl ist angenehm weich. In der Kehle wird das Bier trockener und die Bittere wird etwas kräftiger. Sie klingt auch lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, Münchener Malz), Weizenmalz, Aromahopfen (Hallertauer Perle, Saphir), Hefe, Salz, Koriander

Alkoholgehalt:

4,7% Vol.

Stammwürze:

11,4° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Brauhaus Goslar
Marktkirchhof 2
38640 Goslar
www.brauhaus-goslar.de

100 Watt – Non de Jus! Tripel

Das Etikett zeigt die brauereitypische stilisierte Glühbirne sowie den Bierstil und den Namen des Bieres.100 Watt ist ein Brauereiunternehmen, das sich auf die Herstellung einzigartiger und geschmackvoller Biere spezialisiert hat. Das aus den Niederlanden stammende Unternehmen ist für seinen innovativen Ansatz beim Brauen bekannt, der sich auf Experimente und das Überschreiten von Grenzen konzentriert. Die Spezialität von 100 Watt ist die Kreation von Bieren mit kräftigem und intensivem Geschmack, wobei oft ungewöhnliche Zutaten und Brautechniken zum Einsatz kommen. Die Leidenschaft des Unternehmens besteht darin, seinen Kunden unvergessliche Geschmackserlebnisse zu bieten. Das Engagement des Unternehmens für Qualität und Kreativität hat ihm Anerkennung in der Craft Beer Community eingebracht.

100 Watt Non De Jus! Tripel ist ein Bier, das in den Niederlanden aus Frühstücksgetreide gebraut wird. Anschließend wird es mit Kamille, Paradieskörnern und schließlich Zitronenschalen angereichert. Sie kennen Paradieskörner nicht? So ging es mir auch und daher habe ich mal danach gesucht. Wikipedia beschreibt Paradieskörner als „eine Pflanzenart, die zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen gehört. Sie ist in Westafrika beheimatet und wird in vielen Gebieten Afrikas kultiviert. Paradieskörner, auch Guineapfeffer oder Meleguetapfeffer genannt, sind die getrockneten Samen, die als Gewürz verwendet werden.“ Alles klar? Dann können wir uns ja dem Bier zuwenden.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die gemischtporige weiße Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Optisch macht auch dieses Bier aus Eindhoven eine richtig gute Figur.

Das Aroma ist leicht und würzig. Ich rieche Karamell und die typisch belgische Hefe. Abgerundet wird das Aroma durch einige würzige Noten des Pfeffers, dazu von der Zitronenschale.

Der Antrunk ist relativ süß und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlende Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt es dann zu einer wahren Geschmacksexplosion. Karamell und Hefe stehen im Mittelpunkt. Aber auch eine angenehme Zitrusfrische kommt gemeinsam mit der leichten Schärfe der Paradieskörner zum Tragen. Jetzt meine ich auch die Kamille zu schmecken, die ich in der Nase nicht feststellen konnte. Dazu wärmt der Alkohol. Zusammen entsteht ein weiches und dabei schweres Mundgefühl. In der Kehle kann ich abschließend noch eine leichte Bittere mit durchschnittlich langem Nachklang feststellen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Münchner), Gerstenflocken, Weizenflocken, Haferflocken, Hopfen (Endeavour, Challenger, Nelson Sauvin) Kamille, Paradieskörner, getrocknete Zitronenschale, Hefe

Alkoholgehalt:

8,8 % Vol.

Bittereinheiten:

29 IBU

Farbe:

10 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

100 Watt Brewery BV
Bleekweg 1
5611 CZ Eindhoven
Niederlande
www.100watt.nl

Gold Ochsen – Hefeweizen Alkoholfrei

Das schlicht gehaltene Etikett zeigt im oberen Teil das Logo der Brauerei mit dem Ochsen und darunter den Bierstil.Alkoholfreie Hefeweißbiere sind häufig die besten alkoholfreien Biere. Von dieser Regel gibt es zwar viele Ausnahmen, aber häufig stimmt sie auch. Und wenn das Hefeweizenbier von einer Brauerei kommt, die für ihre guten Biere bekannt ist, können wir als Konsumenten schon fast sicher sein, etwas Ordentliches vor uns zu haben. Und genau dies sind meine Erwartungen an das Bier aus Ulm, das jetzt vor mir steht.

Goldfarben mit einem Stich ins Orange sowie mit einer kräftigen Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine feste weiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Banane und Biskuitteig, abgerundet durch einen Hauch Zitrone.

Der Antrunk ist spritzig mit einer angenehmen Malzsüße. Auf der Zunge kommt auch die Hefe zum Tragen und hält sich mit der Süße die Waage. Dazu kommt eine leichte fruchtige Säure. Das Bier ist mild und süffig und es fällt fast nicht auf, dass es keinen Alkohol enthält. Erst in der Kehle schmecke ich erstmals eine leichte Bittere, die aber nur kurz nachklingt. Lediglich die Hefe kann ich noch einige Zeit in der Kehle schmecken.

Zutaten:

Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Gärungskohlensäure

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Gold Ochsen GmbH
Veitsbrunnenweg 3-8
89073 Ulm
www.goldochsen.de

BierSelect

De Struise Brouwers – Pannepot Vintage 2021

Das Etikett zeigt ein historisches Segelboot der belgischen Fischer.Die Brauerei Struise ist für ihre guten Biere bekannt. Das Flaggschiff der Flamen ist Pannepot. Jetzt steht der Jahrgang 2021 dieses Strong Dark Ale mit immerhin 10 Volumenprozent Alkohol vor mir.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine haselnussbraune Schaumkrone, die sich leider sehr schnell auflöst.

Aromen nach Kaffee und Toffee steigen mir in die Nase, dazu der Duft gerösteter Haselnüsse und Karamell.

Wie erwartet ist der Antrunk ziemlich süß, aber die sehr feinperlende und dabei kräftige Kohlensäure mildert die Süße etwas ab. Sie bleibt aber auch auf der Zunge erhalten, wo sie jetzt an Zuckerrübensirup erinnert. Die Röstaromen des Malzes stehen im Mittelpunkt, sind aber nicht so dominant wie erwartet. Bitterstoffe kann ich nicht schmecken, so dass das Mundgefühl angenehm cremig ist. In der Kehle kann ich kurz etwas Fruchtigkeit schmecken; ansonsten ist der Abgang mild. Jetzt kommt aber auch der Alkohol zum Vorschein, der im Magen wärmt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

10,0 % Vol.

Stammwürze:

24,0° Plato

Bittereinheiten:

27 IBU

Farbe:

84 EBC

Brauerei:

De Struise Brouwers
c./o. VDACO bvba
H. Deberghstraat 7A
8640 Oostvleteren
Belgien

Maisel’s Weisse – Alkoholfrei

Die obere Hälfte des Etiketts der Flasche ziert das Logo von Maisel's Weisse. Auffällig ist, dass das Wort Alkoholfrei größer gedruckt wurde als der Bierstil Hefe-Weissbier.Maisel’s Weisse Alkoholfrei wurde in den vergangenen Jahren wiederholt beim „European Beer Star“ mit Höchstplatzierungen ausgezeichnet. So ging 2022 und 2023 jeweils die Goldmedaille in der Kategorie „Non-Alcoholic Hefeweizen“ nach Bayreuth. Bei den „World Beer Awards“ erlangte das alkoholfreie Weißbier 2019 den Weltmeistertitel und ging als „World’s Best Wheat Beer Alcohol Free“ aus dem Wettbewerb hervor, bei dem es 2022 ebenfalls mit Silber prämiert wurde. 2023 erreichte Maisel’s Weisse Alkoholfrei 93 Punkte bei der „Finest Beer Selection“ und trug damit zur Sonderauszeichnung „Brauerei des Jahres national“ für die Brauerei Gebr. Maisel bei. Vermutlich kann ich also bei dieser Verkostung nicht enttäuscht werden. Das Bier wurde mir für die Verkostung durch die Brauerei zugeschickt.

Bernsteinfarben und mit kräftiger Hefetrübung fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine voluminöse feste weiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Ein so schöner Schaum ist bei einem alkoholfreien Bier nicht selbstverständlich.

Das Bier duftet nach Biskuitteig, Banane und Kandis, abgerundet durch den Duft nach Gewürznelken.

Der Antrunk ist wie erwartet recht süß, dabei aber auch spritzig. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten, wo sich aber auch eine angenehme Fruchtigkeit dazugesellt. Ebenfalls kann ich jetzt eine sehr leichte Säure schmecken. Bitterstoffe kann ich nur sehr wenig feststellen, was aber auch stiltypisch ist. Das Mundgefühl ist schlank. In der Kehle ist das Bier mild, auch wenn jetzt die Bitterstoffe etwas deutlicher zu schmecken sind und sie konkurrieren mit der Fruchtigkeit, die lange nachklingt.

Maisel’s Weisse Alkoholfrei ist angenehm süffig und zeichnet sich durch einen frischen Geschmack aus. Mindestens als erstes Bier ist es ein hervorragender Dustlöscher.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5% Vol.

Stammwürze:

7,65° Plato

Bittereinheiten:

10 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

7° – 10° Celsius

Brauerei:

Brauerei Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maisel.com