Archiv der Kategorie: Biertest

Maisel & Friends – Hazy IPA

Im Jahr 2018 begann die Bayreuther Brauerei Maisel & Friends, in mehr oder weniger festen Abständen als Sondersud ein Artbeer herauszubringen, bei dem jeweils ein Künstler das Etikett gestaltet hat. Jetzt ist das Artbeer #6 erschienen, an dessen Etikettgestaltung sogar zwei Künstler beteiligt waren, das Künstlerduo Sutosuto aus Hamburg. Thomas Koch und Susanne Dallmayr sind für ihre Skulpturen und Gemälde bekannt, die sich mit zeitgenössischen Themen auseinandersetzen. Beim Artbeer #6 handelt es sich um ein Hazy IPA, von dem ich mir ein wunderbar fruchtiges Trinkvergnügen erhoffe.

Golden und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Doch, zumindest optisch macht das Bier seinem Stil alle Ehre. Leider fällt die Schaumkrone etwas dürftig aus und bis auf einen Rest, der lange erhalten bleibt, fällt sie auch recht flott in sich zusammen.

Das Bier duftet nach Zitrusfrüchten und Ananas, nach Pfirsich und gelben Früchten. Aber es ist auch nicht „totgehopft“, sondern auch das Malz kommt zu seinem Recht und fügt dem Reigen der Düfte gemeinsam mit der Hefe den Duft nach Biskuitteig hinzu.

Der Antrunk ist recht süß, dabei aber angenehm spritzig. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten, was aber gut zur extremen Fruchtigkeit des Artbeers passt. Dazu kommt jetzt auch eine angenehme fruchtige Säure. Ich schmecke Pfirsich und tropische Früchte, dazu rote Beeren. Gemeinsam ergeben sie ein weiches und angenehmes Mundgefühl. In der Kehle klingen die Säure und eine dazu passende Bittere einige Zeit nach, wobei die Bittere länger zu schmecken ist.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Simcoe, Amarillo, Cascade, Citra, Callista), Hefe

Alkoholgehalt:

5.5% Vol.

Stammwürze:

12,1° Plato

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Brauhaus Goslar – Rammelsberger Pils

Auch wenn das Brauhaus Goslar für die originale und ursprüngliche Gose bekannt ist, können Odin Paul und Arne Kosik auch gängige Bierstile brauen. Dazu gehört in Norddeutschland selbstverständlich auch das Pils. Jetzt steht es vor mir – das Rammelsberger Pils aus Goslar.

Orangefarben und wenig hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist weiß, löst sich aber leider schnell auf.

Das Bier duftet nach Karamell mit einigen fruchtigen Noten.

Der Antrunk ist spritzig und er punktet mit einer verhaltenen Süße. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten, gepaart mit einer leichten freundlichen Bitteren. Der Geschmack ist intensiv und erzeugt ein volles und rundes Mundgefühl. Der Abgang ist trockener und die Bittere wird kräftiger und klingt lange nach.

Zutaten

Wasser , Gerstenmalz , Hopfen (Hallertauer Perle, Saphir), Hefe

Alkoholgehalt:

4,6 % Vol.

Stammwürze:

11,2° Plato

Bittereinheiten:

39 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Brauhaus Goslar
Marktkirchhof 2
38640 Goslar
www.brauhaus-goslar.de

100 Watt – 200 Watt

So sieht die Flasche aus

Endlich steht mal wieder ein Bier von der 100 Watt Brewery in Eindhoven vor mir. Es handelt sich um das 200 Watt – eigentlich klingt der Name dieses Bieres unscheinbar, fast langweilig. Aber es handelt sich um einen Barleywine, der im Whiskeyfass gereift wurde. Genauer gesagt handelt es sich um Fässer, die mit Heaven Hill Bourbon vorbelegt waren. Ich kann also ein ganz besonderes Bier erwarten. Also will ich nicht lange warten, öffne die Flasche und schenke mir das Bier ein.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone, die sich während des Einschenkens gebildet hat, löst sich sehr schnell auf. OK, das ist bei einem Barleywine nicht ungewöhnlich.

Düfte nach Karamell, Trockenfeigen und Kandis steigen mir in die Nase. Auch das Fass mit seinen Whisky- und Eichennoten trägt zum Aroma dieses Bieres bei.

Der Antrunk ist süß und durch die reichlich dosierte und sehr feinperlige Kohlensäure spritzig. Auf der Zunge stehen die Trockenfrüchte im Vordergrund, weshalb auch die Süße erhalten bleibt. Die 12 Volumenprozent Alkohol sind gut eingearbeitet, so dass der Alkohol die anderen Aromen unterstützt. Das Mundgefühl ist cremig. Erst in der Kehle kann ich erstmals eine leichte Bittere feststellen. Jetzt entfaltet auch der Alkohol seine wärmende Eigenschaft.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale, Pils, Münchner, Cara, Dark Crystal), Roggenmalz (Crystal), Haferflocken, Hopfen (Green Bullet, Simcoe, Centennial, CTZ), Hefe

Alkoholgehalt:

12 % Vol.

Farbe:

30 EBC

Bittereinheiten:

70 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 12° Celsius

Brauerei:

100 Watt Brewery
Vestdijk 280
5611 CZ Eindhoven
Niederlande
www.100watt.nl

Hersbrucker Lagerbier

Im Mittelpunkt des roten Flaschenetiketts ist das Logo der Brauerei abgedruckt.Hersbruck ist eine Kleinstadt in Mittelfranken und rühmt sich seiner historischen Altstadt. Mehr ist mir von Hersbruck nicht bekannt; ich war auch noch nie dort. Beginne ich also direkt mit der Verkostung des dort gebrauten Lagerbiers.

Golden und glanzfein präsentiert sich das Bier im Glas. Die schneeweiße gemischtporige Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. An der Optik gibt es also nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Brotkrume, abgerundet durch einige florale Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine verhaltene Malzsüße sowie durch eine reichlich dosierte Kohlensäure aus. Auf der Zunge ist das Bier mild mit einem angenehmen Brotgeschmack. Da kaum Bittere zu schmecken ist, ist das Mundgefühl weich. Erst in der Kehle überrascht mich das Bier mit einer feinen Hopfenbitteren, die lange nachklingt.

Das Hersbrucker Lagerbier ist süffig ohne Ecken und Kanten.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Stammwürze:

11,3° Plato

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Bürgerbräu Hersbruck
Deinlein & Co.
Lohweg 38
91217 Hersbruck
www.buergerbraeu-hersbruck.de

Samuel Smith – Yorkshire Stingo

Das Etikett des Yorkshire Stingo ist nostalgisch gestaltet und weist klar auf die Reifung des Bieres in Holzfässern hin.Das Yorkshire Stingo ist ein stärker eingebrautes Pale Ale, das in Eichenfässern gereift wurde. Einige der Eichenfässer bei Samuel Smith’s sollen mehr als einhundert Jahre alt sein. Allerdings wurden die einzelnen Dauben im Laufe der Jahre von den Küfern der alten Brauerei ausgetauscht. Die Brauerei Samuel Smith Pflegt den Beruf des Küfers im eigenen Haus und beschäftigt zwei Küfer in Vollzeit. Dieses Bier würdigt das alte Handwerk.

Der Online-Biershop Brauart Düsseldorf beschreibt das Yorkshire Stingo wie folgt: „Das Yorkshire Stingo reift mindestens ein Jahr lang in diesen lange genutzten Eichenfässern in den unterirdischen Kellern der Brauerei und entwickelt dabei Frucht-, Rosinen-, Toffee-, Weihnachtspudding- und leichte Eichenaromen, bevor es auf natürliche Weise in der Flasche nachreift. Bei der Flaschengärung wird Hefe mit abgefüllt. Diese Hefe bleibt bei der Lagerung aktiv und bindet sich auf einzigartige Weise mit der Kohlensäure im Bier ein. Dass führt dazu, dass das Bier eine feine Perlung erhält und die Hefe einen fruchtigen Charakter annimmt. Je länger es reift, desto mehr kann sich der Geschmack des Bieres entwickeln. Viele Bierenthusiasten kaufen sich gleich mehrere Biere der gleichen Charge um diese noch einige Jahre im eigenen Keller nachreifen zu lassen.“ Dann bin ich ja mal gespannt, ob das Bier, das jetzt vor mir steht, dieser begeisterten Beschreibung entspricht.

Dunkelrot präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige haselnussbraune Schaumkrone bleibt lange erhalten. Wow, was für eine Optik.

Das Aroma ist süß und intensiv. Düfte nach Trockenfrüchten wie Feigen und Rosinen steigen mir in die Nase, dazu Toffee, Waldhonig und Holz. Dazu kommt eine leichte harzige Note. Es muss wohl auch etwas frisches Holz im Fass verbaut gewesen sein.

Wie erwartet ist der Antrunk süß. Die sehr feinperlige Kohlensäure weist auf eine lange Reifung des Bieres hin; dabei ist sie aber erstaunlich kräftig. Auf der Zunge ist das Bier fruchtig und es spiegelt die Aromen wider, die ich bereits in der Nase festgestellt habe. Dabei bleibt das Holzaroma diskret im Hintergrund und es unterstützt die anderen Aromen lediglich. Die Bittere ist nur sehr verhalten vorhanden. Der süße Geschmack erinnert an Melasse. Insgesamt ist das Mundgefühl angenehm samtig. Auch in der Kehle ist die Süße dominant, gepaart mit einer leichten unterstützenden Bitteren. Der Geschmack klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Rohrzucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

11° Celsius

Brauerei:

Samuel Smith
The Old Brewery
Tadcaster
N.Yorks LS24 958
Großbritannien
www.samuelsmithsbrewery.co.uk

Maisel & Friends – Irish Red

Passend zum Bierstil ist das Etikett mit weißer Schrift auf rotem Grund gestaltet.Irland ist für seine Pubs sowie die vielen kleinen Brauereien bekannt. Bis nach Deutschland schaffen es aber leider meist nur Guinness und Kilkenny. Andere Bierspezialitäten aus Irland müssen hier leider draußen bleiben. So hat sich die fränkische Brauerei Maisel & Friends in Bayreuth drangemacht und selbst ein Irish Red gebraut, das uns die Atmosphäre der grünen Insel nahebringen soll. Mal sehen, ob dies dem Irisch Red gelingt.

Kupferrot und glanzfein präsentiert sich das Bier im Glas. Der feinporige Schaum fällt anfangs recht flott in sich zusammen, ein Rest bleibt aber lange erhalten. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur.

Düfte nach frischer Brotkruste, nach Kräutern und Waldhonig, nach Karamell, Mandarinen und roten Beeren steigen mir in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk besticht durch eine leichte und nicht übertriebene Süße und eine feinperlige Kohlensäure. Das Bier schmeckt nach frischem Brot, Karamell und würzigem Honig. Dazu kommt eine leichte freundliche Bittere. Zusammen sorgen sie für ein weiches und volles Mundgefühl. In der Kehle wird das Bier trockener. Im ersten Moment scheint die Bittere etwas unterentwickelt zu ein, aber langsam wird sie kräftiger und klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Callista, Herkules, Mandarina Bavaria, Saphir), Hefe

Alkoholgehalt:

4,2 % Vol.

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

Gebr. Maisel GmbH & Co.
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Force Majeure Tripel

Jetzt steht die (vorerst) letzte Flasche Bier von Force Majeure vor mir, jener Brauerei im belgischen Genk, die ausschließlich alkoholfreie Biere braut und dabei wirklich gute Ergebnisse erzielt. Nebenbei bemerkt – ein alkoholfreies Tripel habe ich noch nie verkostet und bin jetzt wirklich gespannt, wie sich ein alkoholfreies Starkbier so macht. Eigentlich sind Starkbier und alkoholfrei schließlich Gegensätze. Aber beginne ich doch mit der Verkostung.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine schneeweiße feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Die Optik ist wirklich einmalig.

Ich bin mir nicht sicher, was ich vom Aroma dieses Bieres halten soll. Es riecht süßlich, irgendwie parfümartig. Außerdem erinnert der Duft an Kaugummi. Obwohl das Aroma irgendwie künstlich erscheint, ist es doch ansprechend.

Auch der Antrunk ist süß und er zeichnet sich durch eine feinperlige und dabei doch kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge macht das Bier den gleichen Eindruck wie in der Nase. Eine undefinierbare Fruchtigkeit erweckt einen künstlichen Eindruck. Jetzt meine ich auch, einige Kräuter schmecken zu können. Der Geschmack ist überraschend intensiv und ich vermute, dass diese Intensivität und Künstlichkeit dem im Bier eingesetzten Aroma geschuldet ist. Erst in der Kehle kommt eine leichte Bittere zum Tragen und der Geschmack der Kräuter tritt in den Vordergrund. Besonders der Kräutergeschmack klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Hopfen, Kräuter, Aroma, Zucker, Hefe

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Force Majeure BV
Kiezelstraat 14
3600 Genk
Belgien
www.forcemajeure.be

Günther-Bräu – Bernstein

Das Etikett ist schlicht und nostalgisch gehalten und enthält außer einem Wappen keine grafischen Elemente.Günther-Bräu ist im oberfränkischen Burgkunstadt beheimatet wurde von den Brüdern Johann und Georg Günther gegründet. Sie betrieben die Gastwirtschaft im Ort und begannen im Jahr 1840, das Bier für die Wirtsstube im Kommunbrauhaus der Stadt zu brauen. Kommunbrauhäuser gab es damals in vielen Orten. Dort konnten sich die Bewohner anmelden und unter der Aufsicht eines Braumeisters Bier für den eigenen Bedarf oder Betrieb zu brauen. Erst später wurde eine eigene Brauerei gegründet. Bis heute achten die Brauer auf Rohstoffe aus der Region. Die sanften Hügel der Region sind sonnenverwöhnt und bringen bestes Getreide hervor, aus den Quellen wird das reinste Wasser gewonnen und die Hopfenanbaugebiete Spalt und Hallertau sind direkt um die Ecke. Jetzt steht das Bernstein Lagerbier der Franken vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Orangefarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber zeigt sich eine schneewei0e Schaumkrone, die zwar zum Teil größere Blasen enthält, aber trotzdem lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzbetont nach Karamell, abgerundet durch einige fruchtige Noten.

Wie erwartet punktet der Antrunk durch eine angenehme Malzsüße. Dazu kommt eine sehr feinperlige Kohlensäure. Damit ist das Bier vom ersten Moment an sanft und süffig. Auf der Zunge gesellt sich eine leichte freundliche Bittere zur Süße; sie überdeckt aber den Karamellgeschmack des Malzes nicht. In der Kehle wird das Bier trockener und die Bittere legt noch einen Zahn zu. Der Geschmack klingt in der Kehle noch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,9° Plato

Brauerei:

Günther-Bräu
In der Au 27
96224 Burgkunstadt
www.guenther-braeu.de

Stiegl – Paracelsus Bio-Zwickl

Das schlicht gehaltene Etikett zeigt außer dem Logo von Stiegl vor Allem den Namen des Bieres an.Die Stiegl Privatbrauerei ist eine traditionsreiche Brauerei in Salzburg, Österreich. Bereits seit 1492 werden dort Biere gebraut. Neben den Standardbieren bringt die Brauerei auch regelmäßig Sondersude auf den Markt. Eigentlich schade, dass die Brauerei ihre Biere nur an den Handel in Österreich ausliefert. Die Brauerei ist bis heute ein österreichisches Familienunternehmen. Die Stiegl-Brauerei ist eine von nur vier Brauereien in Österreich, die mit dem Slow Brewing-Siegel ausgezeichnet wurde. Obwohl die Salzburger Biere in Deutschland nur schwer erhältlich sind, steht jetzt das Bio-Zwickl vor mir zur Verköstigung.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Flas. Darüber prangt eine feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur.

Das Bier duftet nach Biskuitteig, abgerundet mit floralen Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch seine verhaltene Süße aus. Dabei sorgt die kräftige Kohlensäure für eine tolle Spritzigkeit. Karamell, das von einer leichten Bitteren begleitet wird, herrscht auf der Zunge vor. Das Mundgefühl ist angenehm weich und voll. Auch in der Kehle ist die Bittere nur dezent zu schmecken, klingt aber einige Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Laufener Landweizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol,

Stammwürze:

12,0° Plato

Bittereinheiten:

17 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Stieglbrauerei
Kendlerstraße 1
5017 Salzburg
www.stiegl.at

Lang-Bräu – Lager

Das rote Etikett ist modern und schlicht gestaltet.Selten gibt eine Brauerei im Internet so wenige Informationen über sich preis wie Lang-Bräu aus Wunsidel-Schönbrunn im Fichtelgebirge. Aber das Bier, das jetzt vor mir steht, wird im Rahmen der Zutatenliste vollständig beschrieben. Sogar die Hefe gibt die Brauerei an, was eine Seltenheit ist.

Das Lager, das ich jetzt beschreiben werde, bewirbt die Brauerei mit folgenden Worten: „Ein unfiltriertes, rundes Lagerbier mit einer ausgeprägten Edelhopfung, harmonischen Malznoten und dem internationalen Flair feinster Lagerhefe. In über 6 Wochen schonender Kaltreifung im Schönbrunner Eiskeller entwickelt unser Lager bei 0 Grad seine ausgewogene und doch so unverwechselbare Persönlichkeit.“ Na, dann will ich mal beginnen.

Golden und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die schneeweiße Schaumkrone ist gemischtporig, bleibt aber lange erhalten. Optisch geht das Bier schon mal in Ordnung.

Das Bier duftet nach Brotkruste, abgerundet durch würzige Noten und den Duft nach Kräutern.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße und die Spritzigkeit aus. Die Süße bleibt auch auf der Zunge herhalten, wobei die würzigen und kräuterigen Noten mehr in den Mittelpunkt treten. Eine Bittere ist nur dezent zu schmecken, aber eine leichte fruchtige Säure, die an Äpfel erinnert, rundet den Geschmack ab. Das Mundgefühl ist voll und weich. In der Kehle wird die Bittere etwas kräftiger, auch wenn sie zurückhaltend bleibt. Trotzdem klingt sie überraschend lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsner, Carafa), Hopfen (Brewers Gold, Perle, Smaragd), Hefe (Lagerhefe Typ S-189)

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Stammwürze:

11,2° Plato

Bittereinheiten‍:

20 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Lang Bräu OHG
Bayreuther Str. 19
95632 Schönbrunn
www.lang-braeu.de