Archiv der Kategorie: Alkoholfrei

Żywiec – 0,0 %

Zywiec 0,0 % wird in einer individuellen Flasche der Brauerei angebotenDie Brauerei Zywiec wurde im Jahr 1856 von Erzherzog Albrecht von Österreich-Teschen als Erzherzögliche Brauerei Saybusch bei Żywiec gegründet. Bereits zuvor hatte sein Vater Erzherzog Karl von Österreich die Schlossbrauerei Teschen auf der westlichen Seite der Schlesischen Beskiden 1848 gegründet. Die Brauerei blieb über drei Generationen im Besitz der Habsburger (Albrecht, Karl Stephan und Karl Albrecht). Sie wurde im Zuge der Sowjetischen Besetzung Polens 1944 verstaatlicht sowie nach 1989 privatisiert und kam 1998 an die Grupa Żywiec. In Deutschland ist in erster Linie das Lager dieser Brauerei bekannt, auch wenn meiner Meinung nach das Porter deutlich besser ist. Jetzt steht ein alkoholfreies Bier vor mir, das erste alkoholfreie Bier aus Polen, das ich verkoste.

Golden und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große fest Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Das ist bei einem alkoholfreien Bier nicht selbstverständlich, besonders nicht bei einem, das mit 0,0 Volumenprozent Alkohol werben darf. Hier sollte ich aber erwähnen, dass ich die vor mir stehende Flasche von meiner letzten Reise nach Polen mitgebracht habe und mir nicht bekannt ist, ob die Auszeichnung in Polen den gleichen Regeln folgen muss wie in Deutschland.

Golden und gefiltert fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine durchschnittlich große feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. An der Optik dieses alkoholfreien Bieres gibt es nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Getreide und frisch gebackenem Brot, abgerundet durch den Duft heller Früchte.

Der Antrunk ist recht süß, aber durchaus zur Süße passend karbonisiert. Auf der Zunge steht der Malzgeschmack im Vordergrund, dazu kommt eine leichte Säure. Das Mundgefühl ist weich. Erst im Abgang kann ich ein freundliches Bitter schmecken. Es ist nicht allzu kräftig, klingt aber lange nach.

Ich vermute, dass es sich bei diesem alkoholfreien Bier um eine gestoppte Gärung handelt, so dass das Bier eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Limonade nicht abstreiten kann.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Kohlensäure, natürliches Aroma, Hopfen, Hopfenextrakt

Brauerei:

Grupa Zywiec S.A.
ul. Browama 88
34-300 Zywiec
Polen
www.grupazywiec.pl

Riedenburger – Dinkelmalz

Das Riedenburger Dinkelmalz, das jetzt vor mir steht, ist eigentlich überhaupt kein alkoholfreies Bier und auch die Brauerei bezeichnet das Getränk als „kräftig-süßer alkoholfreier Malztrunk, naturtrüb“. Aber da die Flasche überall im Bierregal zu finden ist und ich sie jetzt schon mal vor mir stehen habe, werde ich sie jetzt trotzdem verkosten.

Sehr dunkelbraun läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine kleine feinporige Schaumkrone, die aber sehr lange erhalten bleibt.

Das Getränk duftet süß nach dunklem Malz und Karamell, dabei aber auch beinahe angebrannt. Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass die Mälzer es mit dem Rösten etwas übertrieben haben. Die verbrannten Aromen sind aber nicht allzu kräftig und irgendwie passt es dann doch.

Wie erwartet ist der Antrunk ziemlich süß. Trotzdem hält sich der Zuckergehalt noch im Rahmen; das Riedenburger Dinkelmalz ist nicht so klebrig-süß wie die konventionellen Konkurrenzprodukte. Auf der Zunge lässt die Süße etwas nach und eine leichte fruchtige Säure taucht auf, die aber zu zurückhaltend ist, um sie näher zu identifizieren. Das Mundgefühl ist voll und weich, wozu vermutlich auch der enthaltene Agavensirup beiträgt. Bitter kann ich nicht feststellen, sondern die Röststoffe stehen weiterhin im Mittelpunkt des Geschmacks. Auch im Abgang kitzelt kein Bitter meine Kehle, sondern ich kann lediglich die Röststoffe und Süße schmecken, die aber sehr lange nachklingen.

Zutaten:

Wasser, Dinkelmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Agavensirup, Kohlensäure

Farbe:

40 EBC

Brauerei:

Riedenburger Brauhaus
Hammerweg 5
93339 Riedenburg
www.riedenburger.de

BierSelect

Radeberger Pilsener Alkoholfrei

Alkoholfrei ist seit Jahren der große Trend beim Bier. Immerhin gehören Biere mit dem Attribut „alkoholfrei“ zu den wenigen, die noch ein mengenmäßiges Wachstum aufweisen können. Auch wenn sich die alkoholfreien Biere in den letzten Jahren deutlich verbessert haben, kann ich den Hype um die alkoholfreien Biere nicht so recht nachvollziehen. Schließlich ist Alkohol ein wichtiger Geschmacksträger und Bier ist von Haus aus ein alkoholhaltiges Getränk. Wenn nun der Alkohol aus dem Bier herausgenommen wird (das gilt für alle Methoden, ein alkoholfreies Bier herzustellen), dann fehlt dem Bier etwas. Die alkoholfreien Biere schmecken mehr oder weniger flach, einige erinnern sogar mehr an eine Brause als an ein Bier. Dabei bin ich durchaus ein Verfechter alkoholfreier Getränke. Da sollten sich aber die Getränkeindustrie und die Gastronomie mal Gedanken machen, wie sie alkoholfreie Getränke kreieren können, die wie das Bier eher herzhaft sind und die das Bier während der Mahlzeiten und bei geselligen Anlässen ersetzen können. Der Genuss von Bier wie auch von anderen alkoholischen Getränken sollte meiner Meinung nach auf den Abend beschränkt bleiben und selbstverständlich sollten diese Getränke nur dann genossen werden, wenn das Auto stehenbleibt.

So ist es auch kein Wunder, dass auch die Brauerei aus dem sächsischen Radeberg ein Stück vom Kuchen abhaben möchte und ein alkoholfreies Pilsener auf den Markt gebracht hat, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Intensiv goldfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine sahnige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch ist das Bier auf jeden Fall schon mal ein Volltreffer.

Das Bier duftet nach Getreide und Karamell, dazu kommen einige blumige Noten des Aromahopfens. Insgesamt erinnert mich das Aroma eher an einen Malztrunk, weniger an ein Bier.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch eine angenehme Dosierung der Kohlensäure aus. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten, dazu kommt ein sehr leichtes Bitter. Trotzdem ist das Mundgefühl eher schlank. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger. Obwohl es auch dann immer noch eher dezent ist, klingt es überraschend lange nach.

Insgesamt ist das alkoholfreie Radebacher sehr gut trinkbar. Trotzdem ist es für mich nicht der alkoholfreie Favorit.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Callista)

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Radeberger Exportbierbrauerei GmbH
Dresdner Str. 2
01454 Radeberg
www.radeberger.de

De Halve Maan – Sport Zot

Sport Zot ist eines der wenigen alkoholfreien Biere aus Belgien, nach Angaben der Brauerei De Halve Maan war es sogar das erste alkoholfreie Bier. Es entsteht auf der Basis des Brugse Zot Blond, dem der Alkohol entzogen wird. Die Brauerei verspricht, dass es bei diesem Prozess nicht zu Geschmacksverlusten kommt.

Orangefarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große feste Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Optisch ist das Bier makellos.

Die Aromen des Malzes steigen mir in die Nase, es duftet nach Getreide und Karamell, abgerundet durch blumige und würzige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich neben seiner angenehmen Süße auch durch die reichlich dosierte Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich noch ein leichtes und freundliches Bitter dazu. Dabei ist das Mundgefühl weich, so dass wir es hier mit einem sehr süffigen Bier zu tun haben. Im Abgang dominiert das Bitter mit einem durchschnittlichen Nachklang. Nebenbei bemerkt: Meiner Frau gefiel das Aroma nicht sonderlich, sie meinte aber, dass das Bier deutlich besser schmeckt als es duftet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Zucker

Alkoholgehalt:

0,4 % Vol.

Bittereinheiten:

35 IBU

Farbe:

13 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

5° Celsius

Brauerei:

Brouwerij De Halve Maan
Walplein, 26
8000 Brügge
Belgien
www.halvemaan.be

Flötzinger – Weißbier alkoholfrei

Die Brauerei Flötzinger blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits im Jahr 1543 wurde der Brauerei das Braurecht erteilt. Es gibt aber Vermutungen, dass an der Stelle bereits vorher eine Brauerei existierte, die allerdings ein Jahr zuvor durch einen Brand zerstört wurde. Nur mal so nebenbei: wenn Sie glauben, dass die Biersteuer eine Erfindung der Neuzeit ist, muss ich Sie enttäuschen. Bereits im 16. Jahrhundert mussten die Brauer in Rosenheim für jeden Eimer Bier (= 64 Liter) zwei Kreuzer Aufpreis entrichten. Die Brauerei gibt es noch heute, auch wenn in der Zwischenzeit, genauer gesagt im 19. Jahrhundert, mindestens einmal der Besitzer gewechselt hat.

Für das alkoholfreie Weißbier verspricht die Brauerei, dass der Alkohol dem Bier auf sanfte Weise entzogen wurde und dass daher der typische Geschmack eines Weißbiers erhalten bliebe. Es solle halt ein richtiges Bier sein, nur ohne Alkohol. Mal sehen, ob die Brauerei diese Versprechen einhalten kann.

Golden und hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine feste Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Das ist bei einem alkoholfreien Bier schon nicht selbstverständlich.

Das Bier duftet teigig nach Hefe und Getreide, dazu nach Banane, Nelken und Vanille. Langsam wird mir das Bier richtig sympathisch.

Der Antrunk ist spritzig und frisch und die angenehme Malzsüße passt gut zur reichlich dosierten Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich zur Süße noch eine passende Würzigkeit sowie eine leichte fruchtige Säure. Das Mundgefühl ist weich und das Bier ist für ein alkoholfreies Bier sehr vollmundig. Der Abgang ist nur wenig bitter, dafür eher schlank mit kurzem Nachklang.

Zutaten:

Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Gärungskohlensäure

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Stammwürze:

5,0° Plato

Bittereinheiten:

15 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Flötzinger Bräu
Herzog Heinrich Str. 7
83022 Rosenheim
www.floetzinger.de

Berliner Kindl Alkoholfrei

Berliner Kindl ist eine Marke der Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei, die ihrerseits zum Oetker-Konzern gehört. Die Marke gibt es bereits seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert, als im Jahr 1872 die unter dem Namen Berliner Gastwirte zu Berlin AG gegründete Brauerei in Rixdorf entstand. Sie wurde 1910 in Berliner Kindl Brauerei-Aktiengesellschaft umbenannt. Der Name stammt vom Logo der Brauerei, das seit 1907 als der Goldjunge im Krug die Biere des Berliner Kindl schmückt. So auch das alkoholfreie Jubiläums-Pilsener, das jetzt vor mir steht.

Hellblond und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die anfangs flott in sich zusammenfällt, aber ein Rest bleibt lange erhalten. Optisch geht das Bier also in Ordnung.

Das Bier duftet nach hellem Malz mit leichten blumigen Noten.

Der Antrunk ist eher dünn und er zeichnet sich durch eine leichte Süße sowie eine kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge steht die Bittere im Vordergrund. Dabei wirkt das Bier wässrig und eher wie eine Brause, nicht so sehr wie ein Bier. In der Kehle taucht kurz eine leichte fruchtige Säure auf, die aber schnell wieder verschwindet und einem leichten und etwas kratzigen Bitter Platz macht, das lange nachklingt.

Das alkoholfreie Berliner Kindl hat sicherlich seine Liebhaber, aber für mich ist es nichts, eventuell könnte ich es eiskalt aus der Flasche gegen den ersten Durst trinken.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Kohlensäure

Alkoholgehalt:

<0,5 % Vol.

Brauerei:

Berliner Kindl Brauerei AG
Indira-Gandhi-Str. 66-69
13053 Berlin
www.berliner-kindl.de

Viven – Nada IPA

IPAs sind in Belgien nicht der bevorzugte Bierstil und alkoholfreie Biere beginnen bei unseren Nachbarn gerade erst, beliebt zu werden. Trotzdem steht jetzt ein alkoholfreies IPA aus dem flandrischen Sijsele vor mir und wartet auf seine Verkostung. Na, dann will ich es nicht noch warten lassen und öffne die Flasche.

Goldgelb und mit geringer Hefetrübung fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige und schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Verführerisch steigen mir die fruchtige Aromen des Viven Nada in die Nase. Ich rieche Pomelo, Mango, Ananas und Banane. Später kommen auch grasige und blumige Noten zum Vorschein. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Auch auf der Zunge bleibt die Fruchtigkeit erhalten, wobei jetzt vor Allem Zitrone und Grapefruit im Vordergrund stehen. Dazu kommt ein angenehmes freundliches Bitter. Für ein alkoholfreies Bier ist das Viven Nade überraschend vollmundig. Der Abgang ist mild mit langem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

0,3 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

5° – 8° Celsius

Brauerei:

Brouwerij van Viven
Stationsstraat 89
8340 Sijsele
Belgien
www.viven.be

Malta Guinness

Seien wir doch mal ehrlich: wenn wir an Guinness denken, kommt uns die Brauerei am St. James‘ Gate in Dublin in den Sinn, eventuell noch die Brauerei in der Brck Street in London. Außerdem denken wir bei Guiness an ein Einheitsbier, das irgendwie nur dort richtig schmeckt, wo es gebraut wird. Tatsächlich wird Guiness auch an anderen Orten, vor allem in Afrika, gebraut. Das Brauen geschieht zumindest teilweise mit regionalen Zutaten und es kommen auch durchaus unterschiedliche Ergebnisse dabei heraus.

Das Malta Guiness, das jetzt vor mir steht, ist ein alkoholfreies Malzbier, das in Lagos in Nigeria gebraut wurde. Dort wird aufgrund der nigerianischen Gesetzgebung als wichtigstes Getreide Sorghum verbraut, das zur Gattung Hirse aus der Familie der Süßgräser gehört. Sorghum verleiht dem Bier Vollmundigkeit sowie ein Aroma, das an Brombeeren erinnert. Außerdem habe ich aus der Nährwerttabelle erfahren, dass das Bier satte elf Gramm Zucker pro 100 ml enthält. Das ist in etwa so viel wie in handelsüblichen Limonaden. Wenn der Kauf des Malta Guiness bloß kein Fehler gewesen ist!

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas. Die haselnussbraune sahnige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten. Die Optik ist für ein alkoholfreies Bier eindeutig überdurchschnittlich gut.

Das Aroma ist süß nach Kandis, dazu kommen reichlich Düfte nach Röststoffen. Alles in Allem erinnert das Aroma an Würze vor der Gärung. Offensichtlich handelt es sich beim Malta Guinness um eine sehr früh abgebrochene Gärung, denn das Bier enthält nur 0,1 Volumenprozent Alkohol. Das Aroma dunkler Beeren ist eher zu erahnen, aber es rundet den Duft gut ab. Conrad Seidl beschreibt dieses Aroma der Hirse als Duft nach Brombeeren, was ich aber nicht riechen kann.

Wie erwartet ist der Antrunk süß und er ist reichlich carbonisiert. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten, dazu kommt der Geschmack dunklen Malzes zusammen mit dem Geschmack frisch gebackenen Brotes. Das Mundgefühl ist weich und rund. Im Abgang kommt ein leichtes fruchtiges Sauer zum Vorschein, das leider nur kurz nachklingt.

Um dieses Bier als Genuss zu betrachten muss man schon sehr auf extrem süße Getränke stehen, aber es ist deutlich besser als ich erwartet habe. Außerdem beweist das Malta Guinness, dass dieser Konzern auch auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Ethnien eingehen kann.

Zutaten:

Kohlensäurehaltiges Wasser, Sorghiumhirse, Zucker, Gerstenmalz, Karamell, Hopfen, Stabilisator E405, Vitamin B1, B2, B3, B5, B6

Alkoholgehalt:

0,1 % Vol.

Brauerei:

Guinness Nigeria PLC
24 Oba Akran Abenue
Ikeja
Lagos State
Nigeria
www.guinness-nigeria.com

BRLO – Zero.5

Ursprünglich wurde das Zero von BRLO exklusiv für das Greentech Festival 2021 klimaneutral gebraut. Eine Besonderheit dieses Bieres ist es, dass ein Teil des Malzes durch übriggebliebenes Brot ersetzt wurde. Das Brot stammt aus einer Bio-Bäckerei in Berlin, so wie auch alle anderen Zutaten außer dem Wasser und der Hefe aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Dass Brot einen Teil des Malzes ersetzt, ist inzwischen kein ungewöhnliches Vorgehen mehr. Auch dass das Brot biozertifiziert ist, dürfte mittlerweile eher Standard sein. Die Besonderheit des BRLO Zero.5 ist, dass es sich um ein alkoholfreies Bier handelt, meines Wissens das erste alkoholfreie Brotbier auf dem Markt. Mal sehen, wie es sich so macht.

Hell und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die anfangs durchschnittlich hohe feinporige Schaumkrone fällt leider recht schnell in sich zusammen.

Das Aroma ist fruchtig-frisch. Ich rieche Aromen nach Zitrusfrüchten, Ananas und Mango.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte frische Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge ist eine leichte fruchtige Säure dominant, die durch einen Hauch blumige Noten abgerundet wird. Das Mundgefühl ist schlank. Auch der Abgang ist schlank und praktisch ohne Bitterstoffe. Stattdessen zeigt sich in meiner Kehle eine angenehme Fruchtigkeit, die aber nur kurz nachklingt.

Das BRLO Zero.5 ist sicher durststillend, erinnert aber leider nur wenig an Bier, sondern mehr an Limonade. Als solche ist sie aber spitze.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe, Brot

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

BRLO Braukunst Berlin GmbH
Schönbergerstr. 16
10963 Berlin
www.brlo.de

Brinkhoff’s Alkoholfrei 0,0

Einst war Dortmund die Hauptstadt der Biere in Deutschland. Davon ist nicht allzu viel übriggeblieben. Aber es gibt doch noch einige Markenbiere aus der Ruhrgebietsstadt, die durchaus einen guten Ruf haben. Eine dieser Marken ist Brinkoff’s. Und nicht nur die Bedeutung Dortmunds für die Bierindustrie hat nachgelassen, auch der Bierkonsum ist ständig im Sinkflug begriffen. Nur ein Segment des Biermarktes wächst: der der alkoholfreien Biere. Andreas Thielemann, Marketing Manager bei Brinkoff’s hat die Zahlen und Brinkoff’s Vorgehen in einer Pressemitteilung erläutert: „Während alkoholfreie Biere im nordrhein-westfälischen Handel zuletzt um plus 3,9 Prozent zulegen konnten, sind die 0,0%-Varianten sogar um plus 26,3 Prozent hochgeschossen- Von diesem Kuchen wollen wir uns ein noch größeres Stück abschneiden: Mit unserem neuen Brinkhoff’s Alk.0,0frei, das nun unser im Jahr 2015 eingeführtes, seither bereits erfolgreiches Brinkhoff’s Alkoholfrei ersetzt.“ Nun hat dieses Bier seinen Weg zu mir gefunden und wartet auf seine Verkostung.

Golden und gefiltert fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Das ist bei alkoholfreien Bieren relativ selten, genau wie die intensive Farbe. Auf jeden Fall hat die Brauerei bei den Zutaten nicht gespart.

Das Aroma wird durch eine angenehme Malzsüße dominiert, abgerundet durch würzige und florale Noten.

Die Süße teilt sich auch der Zunge mit, bevor sich ein passendes freundliches Bitter dazugesellt. Dazu kommen jetzt würzige Kräuternoten in den Vordergrund. Zusammen sorgen diese Aromen für ein weiches Mundgefühl. Im Abgang steht das Bitter im Vordergrund, das für ein alkoholfreies Bier überraschend lange nachklingt.

Auf dem Markt der alkoholfreien Biere hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Von einem Getränk, das ich nur im Notfall zu mir genommen habe, haben sich die alkoholfreien Biere zu einer ernsthaften Alternative zu den „richtigen“ Bieren entwickelt. Trotzdem fehlt es vielen alkoholfreien Bieren am richtigen Biergeschmack. Hier gehört das Brinkhoffs zu den Ausnahmen. Hier fehlt mir der Alkohol nicht. Und bevor ich es vergesse: die nur 18 Kalorien pro 100 ml sind selbstverständlich auch ein Argument für dieses Bier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hopfen, Gärungskohlensäure

Alkoholgehalt:

< 0,05 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Brinkhoff GmbH
Steigerstr. 20
44145 Dortmund
www.brinkhoffs.de