Archiv des Autors: Mathias

Herbsthäuser – Heller Bock

Herbsthausen ist ein Stadtteil der Kleinstadt Bad Mergentheim im Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg. Das einzige Erstaunliche an Bad Mergentheim ist, dass die Kleinstadt mit ihren etwa 24.000 Einwohnern mit nur einer Postleitzahl auskommt, aber für sich fünf Vorwahlen im Telefonfestnetz und sogar zwei KFZ-Kennzeichen in Anspruch nimmt. Aber egal, kommen wir zum Bier.

Intensiv goldfarben und glanzfein fließt das Bier ins Glas. Der Schaum löst sich leider sehr schnell auf.

Das Aroma ist malzbetont mit Düften nach Karamell und Waldhonig, abgerundet durch würzige Noten, die an weißen Pfeffer erinnern.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine nicht allzu kräftige Süße sowie die feinperlige Kohlensäure aus, die dem Bier eine angenehme Spritzigkeit verleiht. Auf der Zunge gesellt sich schnell eine freundliche Bittere zur Süße, so dass das Bier einen ausgewogenen Eindruck macht. Obwohl der Geschmack wirklich intensiv ist, bleibt das Mundgefühl voll und weich. In der Kehle wird das Bier etwas trockener und die Bittere klingt einige Zeit nach, während der Alkohol im Magen wärmt.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, <hopfen (Hallertauer Perle, Spalter Select)

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Herbsthäuser Brauerei
Wunderlich KG
Alte Kaiserstraße 28
97980 Bad Mergentheim-Herbsthausen
www.herbsthaeuser.de

Wasser ist nicht gleich Wasser

Wasser ist die wichtigste Zutat im Bier. Beim normalen Pils macht das Wasser immerhin 95 Prozent des Bieres aus. Aber – Wasser ist nicht gleich Wasser. Dort gibt es deutliche Unterschiede. Hier die wichtigsten drei:

  • Der Kohlendioxidgehalt im Wasser,
  • Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium, Sulfate oder Jod
  • und der Kalkgehalt, auch bekannt als Wasserhärte.

Während das Kohlendioxid vor allem relevant für die Ausschank vieler Biere ist, so sind es die Wasserhärte und die im Wasser gelösten Mineralstoffe, welche einen maßgeblichen Unterschied für den Brauprozess ausmachen. So müssen viele Brauereien ihr Wasser auch immer wieder anpassen, um eine gleichbleibende Geschmacksqualität garantieren zu können.

 Denn je nach Jahreszeit und Änderungen in unserem Klima, kommt es natürlich auch zu Änderungen in der Zusammensetzung von Wasser in Flüssen, Seen und auch dem Grundwasser.

Markus Raupach und Erik Leif von der Deutschen Bierakademie in Bamberg haben in einem kurzen Video die wichtigsten Punkte zum Thema Wasser zusammengefasst. Sie finden das Video auf Facebook.

Alvinne – Land van Mortagne

Seit mehr als 12 Jahren gibt es die Alvinne Brauerei und sie hat es geschafft sich in dieser kurzen Zeit einen exzellenten Ruf für flämische Sauerbiere aufzubauen. Alvinne arbeitet mit seiner eigenen Hefe, Morpheus genannt. Hiermit werden sowohl die Sauerbiere, als auch die „normalen“ Biere gebraut. Die Hefekultur wurde 2008 von Marc de Keukeleire aus der Natur der französischen Auvergne „gepflückt“. Anschließend selektierte, isolierte und kultivierte er die Hefe bis sie die gewünschten Eigenschaften besaß. Es ist eine Kultur aus 2 Bierhefen (Saccharomyces cerevisae) und Milchsäurebakterien (Lactobacillus). Für das Brauen der normalen Bieren werden letztere inaktiviert. Alvinne Biere sind in über 30 Ländern in Europa, Amerika, Australien und Asien erhältlich.

Land van Mortagne wird obergärig mit 3 verschiedenen Malzsorten und 2 Hopfen (Magnum, EK Golding) eingebraut. Es handelt sich um ein Quadrupel. Kommen wir jetzt aber zur Verkostung.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine haselnussbraune Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Auch wenn wir jetzt Sommer haben und das Land van Mortagne eher ein Winterbier ist, gefällt mir die Optik auch jetzt sehr gut.

Das Aroma ist vielfältig. Anfangs rieche ich Trockenfeigen und Rosinen, später dunkle Schokolade und Espresso. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Wie erwartet ist der Antrunk süß und er überzeugt durch seine sehr feinperlige Kohlensäure. Wie in der Nase stehen auch auf der Zunge die Trockenfrüchte im Vordergrund, begleitet durch einen Schokoladengeschmack, der an eine gute Tafelschokolade erinnert. Die Bittere kommt nur gering zum Vorschein. Das Mundgefühl ist voll und schwer. Auch in der Kehle ist das Bier süß und fruchtig; auch die Bittere ist weiterhin nur wenig zu schmecken. Trotzdem klingt der Geschmack lange nach.

Zutaten:

Wasser, Malz, Hopfen (Magnum, EK Golding), Zucker, Hefe

Alkoholgehalt:

12,8 % Vol.

Bittereinheiten:

34 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° Celsius

Brauerei:

Brauerei Alvinne
Vaartstraat 4a
8552 Moen
Belgien
info@alvinne.be

Maisel & Friends – Taonga

Es war mal wieder so weit: bereits zum sechsten Mal haben die Auszubildenden der Brauerei Maisel ihr eigenes Bier gebraut. Wenig überraschend ist es auch in diesem Jahr ein IPA. Aber das passt ja auch gut jetzt in die warme Jahreszeit. Außerdem haben sich die Azubis viel Mühe mit der Auswahl der Hopfensorten gegeben. Ihre Wahl fiel auf Hopfen aus Neuseeland. Ich kann jetzt also durchaus ein besonderes Bier erwarten.

Nur für den Fall, dass Sie sich über den Namen wundern: Taonga stammt aus der Sprache der Maori und bedeutet Schatz. Nachdem auch das geklärt ist, kann ich jetzt die Flasche öffnen und mir das Bier einschenken.

In hellem Gelb und mit starker Hefetrübung fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine eher kleine und gemischtporige schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier damit einen sehr guten Eindruck.

Die Düfte eines ganzen Obstsalats steigen mir in die Nase. Ich rieche Orange, Melone, Pfirsich und tropische Früchte. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist relativ süß, ohne dass die Süße aufdringlich würde. Außerdem passt die kräftige Karbonisierung zur Süße. Auf der Zunge stört mich die kräftige Kohlensäure etwas, die mir beim ersten Kontakt mit dem Bier gut gefallen hat. Wie in der Nase steht auch auf der Zunge die Fruchtigkeit im Mittelpunkt. Die Geschmacksexplosion ist so kräftig, dass ich die einzelnen Früchte nicht auseinanderhalten kann. Die freundliche Bittere ist deutlich zu schmecken, aber für ein IPA doch sehr zurückhaltend. Das Mundgefühl ist voll, dabei aber recht schlank. Auch in der Kehle ist die fruchtige Bittere zurückhaltend, klingt dann aber überraschend lange nach.

Das Taonga ist ein sehr angenehm zu trinkendes Bier. Allerdings fehlt mir die knackige Bittere, die eigentlich für ein IPA typisch ist. Ich werde aber versuchen, ob ich in Hildesheim das Taonga kaufen kann (die verkostete Flasche hat mir die Brauerei geschickt), denn für einen warmen Sommerabend ist dieses Bier perfekt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Nelson Sauvin, Riwaka, Wai-ITI), Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Bittereinheiten:

12,9° Plato

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Maisel & Friends
Andreas-Maisel-Weg 1
D-95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Vermeulen – Ypra Hoppy Blond

Ypra ist das dritte Bier der Brauerei Omer Vander Ghinste. Sein Name gehen auf die Stadt Ypern zurück, wo Ypra das wichtigste Bier der 1836 gegründeten Brauerei Vermeulen war. Die Brauerei blieb bis 1976 aktiv, als Charles Vermeulen das Brauen einstellte und nur der Vertrieb von Bieren und alkoholfreien Getränken fortgesetzt wurde. Im Jahr 2021 kamen zwei jahrhundertealte Familienbrautraditionen zusammen: Die Brauerei Vermeulen ging in die Hände der Brauerei Vander Ghinste über. Und das war kein Zufall. Omer Jean Vander Ghinste, die vierte Generation der Omer, ist mit der Familie Vermeulen verwandt. Aber eventuell wollen Sie das alles gar nicht wissen. Eventuell interessiert es Sie aber, dass das Ypra Hoppy Blond zweimal ausgezeichnet wurde: Kommen wir also zum Bier.

Golden und mit leichter Hefetrübung fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine feste weiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Biskuitteig, etwas nach Zitrone, Grapefruit, Apfel und Rauch. Auch der typische Duft belgischer Hefe steigt mir in die Nase.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße und eine angenehme Spritzigkeit aus. Auf der Zunge kommt Geschmack nach Apfel in den Vordergrund, begleitet durch eine leichte Bittere. Das Mundgefühl ist weich und frisch. In der Kehle wird die Bittere kräftiger und klingt sehr lange nach.

Alkoholgehalt:

6% Vol.

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

4° Celsius

Brauerei:

Brouwerij Vermeulen
Brouwtorenstraat 5
8510 Bellegem,
Belgien
www.omervanderghinste.be

Der „Award der Gastfreundschaft” in Berlin zeichnete die Außengastronomie von Maisel & Friends mit dem zweiten Platz aus

Bild: Maisel & Friends

Aus einer brach liegenden Fläche entstand 2016 ein ganz besonderes Outdoor-Objekt mit Platz für 300 Gäste – authentisch, sowohl mit traditionellen wie auch modernen Aspekten, eingebunden in das historische Brauereigelände von Maisel & Friends. Im Liebesbier Gastrogarten trifft Braukultur auf modernes Gartendesign: Für eine Brauerei typische Materialien wie Holz, Stahl, Sand- und Backstein finden sich dort ebenso wieder wie die Elemente des Brauhandwerks, Feuer und Wasser, in Form eines Teiches und Feuerschalen. Ein ausgeklügeltes Lichtkonzept setzt die Bepflanzung stimmungsvoll in Szene und sorgt für eine heimelige Atmosphäre.

Wohlfühlorte für jeden Anlass

Verteilt auf verschiedene Ebenen bietet der Gastrogarten eine Vielfalt an Sitzmöglichkeiten: Die gemütliche Terrasse lädt zum Verweilen ein, der Teich mit Wasserbar wird zum perfekten Ort für einen Aperitif oder hausgemachtes Eis, und die neu gestaltete Urban Lounge begeistert Jung und Alt gleichermaßen. Ein liebevoll gestalteter Spielplatz mit großer Rutsche sorgt zudem dafür, dass auch die kleinen Gäste den Besuch in vollen Zügen genießen können.

Ein Genussort, der begeistert

Die Jury des Awards der Gastfreundschaft würdigte all diese Besonderheiten und ehrte den Liebesbier Gastrogarten mit dem zweiten Platz bei der Suche nach der attraktivsten Außengastronomie. Verliehen wurde der Award im Rahmen der GEVA Jahrestagung am 27. Juni 2025 in Berlin. Für das Liebesbier Team ist dies mehr als nur eine Auszeichnung: Es ist eine Einladung an Gäste aus nah und fern, diese einzigartige Atmosphäre selbst zu erleben.

„Wir sind unglaublich stolz darauf, dass wir unter den vielen fantastischen Außengastronomien in Deutschland mit dem zweiten Platz ausgezeichnet wurden“, so Olaf Bloem, Geschäftsführer des Liebesbier Restaurants. „Wir wollen unseren Gästen einen einzigartigen Ort bieten, an dem Genuss, stylishe Atmosphäre und Gastlichkeit mit viel Liebe zum Detail zusammenkommen.“

Über das Liebesbier Restaurant & Bar

Das Liebesbier Restaurant & Bar befindet sich auf dem Brauereigelände von Maisel & Friends, wo Handwerk auf Genuss, Tradition auf Innovation und Kunst auf historische Gemäuer treffen. Im Liebesbier tauchen die Gäste in die wunderbare Welt der Biere und des Handwerks ein. Die kulinarischen Genüsse reichen von hausgemachten Limonaden, über vegetarische und vegane Speisen bis hin zu internationalen Gerichten, wie Burger und Steaks. Im stilvoll designten Gastrogarten können sich die Gäste auf unterschiedlich gestalteten Ebenen oder unter einem schattigen Hopfendach eine Pause vom hektischen Alltag gönnen. Gestaltet wurde die Außenanlage von der Plan+GartenWerkstatt aus Neudrossenfeld, die dafür 2018 den TASPO Award in der Kategorie „Gartendesigner des Jahres“ gewann.

1. 8. – 2. 8. 2025: Bierfeest Ermelo

Am Freitag, 1. und Samstag, 2. August 2025 findet das jährliche Ermelo Bier Festival an der Burg Bieren in Bierwinkel statt. Diese zweitägige Veranstaltung bietet Bierliebhabern die Möglichkeit, mehr als 150 verschiedene niederländische Bierspezialitäten von 30 Brauereien zu probieren. Am Freitag wird das Fest im großen Stil mit einem großzügigen Festgelände in Angriff genommen, wo neben den vielen Bieren auch kulinarische Köstlichkeiten aus lokalen Restaurants serviert werden. Die Besucher können sich über leckere Snacks freuen, während die Vinyl Turners für die musikalische Untermalung sorgen.

Am Samstag dreht sich alles um noch mehr Bierspezialitäten und gutes Essen, wie ein Schwein am Spieß und frisch geräucherten Aal. Eine Vielzahl von Sandwiches und Snacks sind ebenfalls erhältlich. Mit Live-Unterhaltung von Bob, der jedes Jahr für eine festliche Atmosphäre sorgt, verspricht das Ermelo Beer Festival ein unvergessliches Wochenende zu werden. Verpassen Sie nicht diese Veranstaltung und probieren Sie die besten niederländischen Bierspezialitäten, köstliches Essen und Live-Musik in der gemütlichen Atmosphäre von Ermelo.

Der Eintritt kostet 20 Euro. Ein Vorverkauf ist nicht vorgesehen. Sie kaufen Ihren Eintritt an der Tür und wenn der Veranstaltungsraum voll ist, ist er voll. Es wird also empfohlen, pünktlich zu erscheinen. Denn bei der maximalen Besucherzahl wird die Tür geschlossen.

Für den Eintritt erhalten Sie ein Festglas, 2 Jetons und ein Informationsheft, das alle anwesenden Brauer mit ihren Bieren auflistet. Das Festivalglas wird zu Ihrem Eigentum, es gibt also kein Pfand zurück. Spülmöglichkeiten zum Reinigen der Gläser sind ausreichend vorhanden.

Das Bierfest ist am Freitag von 15:00 Uhr bis 22:00 Uhr und am Samstag von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet.

Einbecker Brauhaus – Lager

Über das Einbecker Brauhaus muss ich wohl nichts mehr schreiben. Das habe ich bereits an anderer Stelle getan und die Brauerei sollte eigentlich schon aufgrund ihres Bockbiers bekannt sein. Nur eine kleine Bemerkung soll mir noch gestattet sein: wenn Sie sich einmal in Süd-Niedersachsen aufhalten, sollten Sie es keinesfalls versäumen, die Brauerei in Einbeck zu besuchen und an einer Führung teilzunehmen. Anschließend machen Sie noch einen Spaziergang durch die historische Altstadt von Einbeck, die immerhin eine der schönsten Altstädte in Niedersachsen ist.

Das Einbecker Lager, das jetzt vor mir steht, ist die neueste Kreation der Einbecker Brauer. Jetzt ist es aber auch wirklich an der Zeit, mit der Verkostung zu beginnen.

Golden und kristallklar präsentiert sich das Bier im Glas. Die weiße Schaumkrone ist eher klein und fällt auch recht flott in sich zusammen. Schade. Würde der Schaum länger haltbar sein, sehe das Bier deutlich besser aus.

Das Bier duftet nach frischer Brotkruste, abgerundet durch einige würzige und leichte fruchtige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch seine Spritzigkeit und eine frische leichte Süße aus. Auf der Zunge gesellt sich eine freundliche und leichte Bittere zur Süße. Das Mundgefühl ist leicht. In der Kehle wird das Bittere kurz kräftiger und es klingt etwas nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,4 % Vol.

Stammwürze:

10,4° Plato

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

5° Celsius

Brauerei:

Einbecker Brauhaus AG
Papenstraße 4-7
D-37574 Einbeck
www.einbecker-brauhaus.de

BierSelect

Die EBCU erreicht den 3. Plat bei den Gourmand International’s 30th Awards

Bei der European Beer Consumers Union (EBCU) herrscht Freude. Die Verbraucherorganisation erhielt bei den 30. Gourmand International Awards den 3. Platz in der Kategorie W2-8 Bierbücher – Andere Getränke. Besonders spannend ist, dass die Website „Beer Styles of Europe and Beyond” – beer-styles.ebcu.org – neben gedruckten Büchern aus aller Welt ausgezeichnet wurde. Die Gourmand Awards würdigen die besten Werke der Ess- und Trinkkultur, darunter Kochbücher, Wein- und Bierliteratur sowie digitale Inhalte. Die diesjährigen Ergebnisse wurden gerade bekannt gegeben, und die EBCU ist stolz darauf, dass ihre Arbeit so hoch bewertet wurde.

Tim Webb, Hauptautor der Website, führt aus: „Es ist wunderbar, dass unsere harte Arbeit belohnt wird und unser gesammeltes Wissen als Quelle hochwertiger Informationen ernst genommen wird.”

Die vollständigen Ergebnisse können Sie in der offiziellen PDF-Datei der Awards einsehen.

Warum das wichtig ist

Obwohl der Bierstil-Leitfaden eine kostenlose digitale Ressource ist und kein gedrucktes Buch wurde er dennoch als international anerkennungswürdig erachtet. Die Auszeichnung unterstreicht:

  • Die Qualität und Glaubwürdigkeit der Bildungsarbeit der EBCU
  • Die Bedeutung der Bierkultur innerhalb der gesamten Lebensmittel- und Getränkewelt und
  • Den Wert, Wissen für Verbraucher und Enthusiasten überall frei zugänglich zu machen

Die EBCU hat diese Ressource geschaffen, um Menschen dabei zu helfen, die Breite und Tiefe der Bierstile in Europa und darüber hinaus zu entdecken, und diese Auszeichnung ermutigt uns, weiterzumachen. Ich gratuliere allen, die daran mitgewirkt haben, die Website zu dem zu machen, was sie ist – Mitwirkende, Übersetzer, Designer und Unterstützer. Diese Ehre gebührt Ihnen allen.

Brasserie Minne – Ardenne Wood Bee Gees

Im Jahr 2008 wurde die Brasserie de Bastogne gegründet, die heute unter dem Namen Brasserie Minne bekannt ist. Aus Platzmangel zog die Brauerei 2019 von Bastogne in ein 50 km nördlich gelegenes Industriegebiet, mit wesentlich besserer Anbindung an das Autobahnnetz und einer perfekten Infrastruktur. Aus diesem Anlass wurde auch der Name der Brauerei geändert, sie wurde nach dem Mitinhaber und Braumeister Philippe Minne benannt.

Die Etiketten der Serie Ardenne Wood besteht aus Bieren, die in unterschiedlichen Holzfässern gereift wurden, im Fall der Bee Gees für 12 Monate in Calvados-Fässern. Und ja, das Bier ist nach der Popgruppe aus den 70er Jahren benannt, die damals mit ihren viel zu engen Hosen die Hitparaden stürmten.

Die Biere der Serie Ardenne Wood sind im Regal des Getränkemarkts einfach zu erkennen. Sie zeigen jeweils ein Wildtier, das in den Wäldern der Ardennen heimisch sind. In diesem Fall präsentieren sich drei Biber. Aber komme ich zur Verkostung, öffne die Flasche und schenke mir das Bier ein.

Orangefarben und mit kräftiger Hefetrübung fließt das Bier ins Glas. Die weiße Schaumkrone löst sich anfangs recht schnell auf; ein Rest bleibt aber lange erhalten. Optisch weiß das Bier also zu gefallen.

Das Bee Gees duftet nach Biskuitteig, nach reifen Äpfeln und Birnen und Zitrusfrüchten. Diese Duftarie wird durch den Alkohol noch unterstützt. Das macht wirklich Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist sehr süß und verwohnt meine Zunge mit einer sehr feinperligen Kohlensäure. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten, während die Fruchtigkeit in den Mittelpunkt tritt. Dazu kommt eine leichte Säure, die sich gut mit dem Karamellgeschmack des Malzes verträgt. Obwohl der Alkohol leicht auf der Zunge brennt, ist das Mundgefühl weich und es erinnert an Likör. Auch in der Kehle stehen die Süße und die leichte Säure im Mittelpunkt, während kaum eine Bittere zu schmecken ist. Der Alkohol wärmt angenehm den Magen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Zucker, Hefe

Alkoholgehalt:

10,0 % Vol.

Bittereinheiten:

36 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Brasserie Minne
Zonierung Nord de Baillonville 9
RN929
5377 Somme-Leuze
Belgien
www.brasserieminne.be