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Orca Brau – Kellerbier

Ein Kellerbier ist ursprünglich ein unfiltriertes, naturtrübes Hellbier, das noch im Holz- oder Edelstahltank „kellernd“ reift. Klassisch ist der Stil vor allem in Franken und Bayern verbreitet. Charakteristisch sind eine natürliche Trübung, ein weiches und rundes Mundgefühl, eine leicht malzige Süße im Zusammenspiel mit mild-herbe. Hopfennoten sowie ein eher moderater Alkoholgehalt. An diesen Eigenschaften muss sich auch das Kellerbier von orca brau in Nürnberg messen lassen.

Orangefarben und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die weiße feinporige Schaumkrone ist eher klein, bleibt aber lange erhalten. Optisch geht das Bier in Ordnung.

Das Bier duftet angenehm nach Karamell und frischem Brot, abgerundet durch rote Früchte wie Erdbeeren und einige florale Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine fruchtige Süße sowie eine kräftige Karbonisierung aus. Auf der Zunge bleibt die Fruchtigkeit im Mittelpunkt und jetzt ist das Bier weniger süß als erwartet. Dazu kommt eine zurückhaltende Bittere, die gemeinsam mit den anderen Aromen für ein weiches Mundgefühl sorgt. In der Kehle legt die Bittere zu, bleibt aber moderat. Trotzdem klingt der Geschmack lange nach.

Das Orca Kellerbier lässt sich mit verschiedenen Gerichten kombinieren, beispielsweise mit gegrilltem Fleisch oder Würstchen, mit Würstchen oder Grillgemüse.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Saphir), Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Orca Brau
Am Steinacher Kreuz 24
90427 Nürnberg
www.orcabrau.de

Mönchshof – Zwickl

Wenn Sie schon einmal mit der Bahn durch Kulmbach gefahren sind, ist Ihnen sicher die Kulmbacher Brauerei am Bahnhof aufgefallen. Von dort stammt das Mönchshof Zwickl, das jetzt vor mir steht. Mich verwundert allerdings, dass auf dem Etikett die Brauerei als Manufaktur bezeichnet wird. Unter einer Manufaktur stelle ich mir einen eher kleinen Betrieb vor, in dem halt dem Namen nach viel mit den Händen, also manuell, gearbeitet wird. Zu einer Großbrauerei passt die Bezeichnung meiner Meinung nach nicht. Auf der anderen Seite muss Größe nicht zwingend ein schlechteres Ergebnis bedeuten. Öffne ich also die Flasche und beginne mit der Verkostung.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. So schön die Farbe des Bieres ist, so schnell löst sich der Schaum auf. Schade, da könnte die Brauerei noch einmal nachbessern.

Das Aroma des Bieres ist angenehm. Das Bier duftet nach Karamell, Trockenfrüchten und Lakritz, die durch den Duft der Hefe abgerundet werden.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie die Spritzigkeit der Karbonisierung aus. Das Mundgefühl ist überraschend schwer, dabei aber auch süffig. Der Geschmack nach Karamell tritt in den Vordergrund und überdeckt die anderen Aromen weitgehend. In der Kehle ist das Bier mild mit nur geringen Bitteren und einem kurzen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Mönchshof BrauSpezialitäten
Kulmbacher Brauerei AG
Lichtenfelser Straße 9
95326 Kulmbach
www.mönchshof.de

Mönchshof – Kellerbier

Die Marke Mönchshof gehört zur Kulmbacher Brauerei AG in Oberfranken, Bayern – einer Region, die wie kaum eine andere für handwerkliche Braukunst steht. Ursprünglich geht der Name auf das ehemalige Mönchshof-Kloster in Kulmbach zurück, wo bereits im Mittelalter Bier gebraut wurde. Die heutige Mönchshof-Brauerei versteht sich als Bewahrerin dieser alten Tradition, kombiniert mit moderner Technik und Qualitätsbewusstsein. Bekannt ist Mönchshof vor allem für seine traditionellen, aber charaktervollen Bierstile, die meist in Bügelverschlussflaschen abgefüllt werden.

Die Marke spielt zudem im Biermuseum Kulmbach (Bayerisches Brauereimuseum) eine zentrale Rolle, das in den historischen Gebäuden des Mönchshof-Areals untergebracht ist. Damit steht Mönchshof nicht nur für Biergenuss, sondern auch für Bierkultur und Geschichte zum Anfassen.

Aus dieser Brauerei steht jetzt das Kellerbier vor mir. Öffne ich also die Flasche mit dem Bügelverschluss und schenke mir das Bier ein. Kupferfarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine Schaumkrone, die sich allerdings recht schnell auflöst.

Die Röstaromen dominieren das Aroma, abgerundet durch Düfte nach dunkler Schokolade und Vanille sowie einigen floralen Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine geringe Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich eine leichte Säure dazu, gemeinsam mit dem Geschmack nach Karamell. Das Mundgefühl ist voll und weich; ich würde mir lediglich etwas mehr Bittere wünschen. Die Bittere kommt dann in der Kehle, wenn auch eher zurückhaltend. Dort taucht auch das Schokoladenaroma wieder auf. Obwohl der Abgang wirklich mild ist, klingt der Geschmack doch recht lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Bittereinheiten:

19 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Kulmbacher Brauerei
Lichtenfelser Straße 9
95326 Kulmbach
www.mönchshof.de

Urstrom – Das natürliche Bier

Jetzt steht mal wieder ein Bier aus Schleswig-Holstein vor mir, genauer gesagt aus Dollerup bei Flensburg. Auffällig ist, dass sich die Brauerei vollkommen bedeckt hält, um was für ein Bier es sich handelt. Den angenehm schlicht gehaltenen Etiketten kann ich lediglich entnehmen, dass es sich um ein Craft Bier handelt, das aus biologisch angebauten Zutaten gebraut wurde und dass es ein natürliches Bier ist. Vorder- und Rückenetikett sind mit insgesamt sechs Siegeln vollgepackt, aber um was für einen Bierstil es sich handelt, verrät die Brauerei nicht. Ich habe also ein Überraschungsbier gekauft, ich könnte auch sagen, die Katze im Sack. Ich meine, da sollte die Brauerei noch einmal nacharbeiten. Aber komme ich zum Bier.

Hell goldfarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist nur klein und löst sich schnell auf.

Das Aroma gefällt mir schon besser. Düfte nach Biskuitteig und hellen Steinfrüchten steigen mir in die Nase, abgerundet durch einen leichten Zitrusduft.

Beim Antrunk fallen mir zunächst die zurückhaltende Süße sowie die kräftige Karbonisierung auf. Auf der Zunge gesellt sich schnell noch eine leichte fruchtige Säure zur Süße. Die beiden Aromen sind gut aufeinander abgestimmt. Eine Bittere kann ich lediglich erahnen. Das Mundgefühl ist sehr schlank. Sogar in der Kehle kann ich keine Bittere feststellen, lediglich der Geschmack der Hefe taucht kurz in der Kehle auf.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Bittereinheiten:

26 IBU (laut Angabe bei Untappd)

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Flensburger Spirituosen Manufaktur GmbH
Neukirchener Weg 8a
24989 Dollerup
www.urstrom-bier.de

Ayinger – Kellerbier

Das Jahr 1876 gilt als Gründungsjahr der Brauerei in Aying, im Münchener Umland gelegen. In dem Jahr übernahm Johann Liebhard von seinen Eltern das land- und forstwirtschaftliche Anwesen „Zum Pfleger“. In der wirtschaftlichen Hochstimmung in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts nach dem Sieg Deutschlands über Frankreich, reifte in ihm und seinem Vater Peter Liebhard der Entschluss, eine eigene Brauerei zu gründen. Dies war in dieser Zeit nicht so außergewöhnlich, so gab es allein in Bayern um 1880 etwa 6.000 Brauereien. Heute sind davon noch rund 650 in Betrieb. Zum Ayinger Kellerbier teilt die Brauerei mit, dass es im Gedenken an die gute alte Zeit und zu Ehren des Brauereigründers Johann Liebhard gebraut wird. Ich vermute auch mal, dass ich gleich ein angenehmes Bier verkosten werde, denn es hat im Jahr 2014 beim European Beer Star die Silbermedaille gewonnen.

Golden und mit nur leichter Hefetrübung fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine feste weiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an dem Bier schon mal nichts auszusetzen.

Beim Aroma steht das Malz im Vordergrund, dazu kommt ein leichter Duft der Hefe. Einige fruchtige Noten kommen dazu. Insgesamt erinnert das Bier an ein mit Aromahopfen gebrautes norddeutsches Pils.

Im Antrunk überrascht mich etwas die recht kräftige Malzsüße, die zusammen mit der sehr feinperligen Kohlensäure daherkommt. Schnell gesellt sich auf der Zunge eine unerwartet kräftige Bittere dazu, die die Süße fasst überdeckt. Trotzdem hat das Bier einen schlanken Körper und ist recht süffig. Der Abgang ist dann milder und er klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,8° Plato

Bittereinheiten:

24 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Brauerei Aying
Franz Inselkammer KG
Münchener Str. 21
85653 Aying
www.ayinger.de

Braurausch – Kellerbier

Dieses Kellerbier ist das erste Bier einer Serie, die zwei bekannte Dorfbrauereien aus dem Raum Bamberg planen. Die beiden jungen Braumeister Tobias Wagner und Alexander Eichhorn vom Wagner-Bräu in Kemmern und der Brauerei Eichhorn in Dörfleins haben sich für das trocken gehopfte „Kellerbier“ zusammengetan, das ich jetzt verkosten will.

Orangefarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die große feinporige Schaumkrone ist elfenbeinfarben und bleibt sehr lang erhalten.

Das Bier duftet malzbetont nach Getreide und Brotkrume, dazu nach Hefe. Abgerundet wird das Aroma durch einige würzige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich eine freundliche und diskrete Bittere dazu, begleitet durch eine leichte Säure. Das Bier ist vollmundig und frisch. In der Kehle wird das Bier trockener und die Bittere kommt mehr in den Vordergrund. Sie klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Brauerei Eichhorn
Dörfleinser Straße 43
96103 Hallstadt
www.brauerei-eichhorn.de

und

Wagner Bräu GmbH & Co.KG
Hauptstraße 15
96164 Kemmern
www.brauerei-wagner.de

Stiegl – Paracelsus Bio-Zwickl

Das schlicht gehaltene Etikett zeigt außer dem Logo von Stiegl vor Allem den Namen des Bieres an.Die Stiegl Privatbrauerei ist eine traditionsreiche Brauerei in Salzburg, Österreich. Bereits seit 1492 werden dort Biere gebraut. Neben den Standardbieren bringt die Brauerei auch regelmäßig Sondersude auf den Markt. Eigentlich schade, dass die Brauerei ihre Biere nur an den Handel in Österreich ausliefert. Die Brauerei ist bis heute ein österreichisches Familienunternehmen. Die Stiegl-Brauerei ist eine von nur vier Brauereien in Österreich, die mit dem Slow Brewing-Siegel ausgezeichnet wurde. Obwohl die Salzburger Biere in Deutschland nur schwer erhältlich sind, steht jetzt das Bio-Zwickl vor mir zur Verköstigung.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Flas. Darüber prangt eine feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur.

Das Bier duftet nach Biskuitteig, abgerundet mit floralen Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch seine verhaltene Süße aus. Dabei sorgt die kräftige Kohlensäure für eine tolle Spritzigkeit. Karamell, das von einer leichten Bitteren begleitet wird, herrscht auf der Zunge vor. Das Mundgefühl ist angenehm weich und voll. Auch in der Kehle ist die Bittere nur dezent zu schmecken, klingt aber einige Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Laufener Landweizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol,

Stammwürze:

12,0° Plato

Bittereinheiten:

17 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Stieglbrauerei
Kendlerstraße 1
5017 Salzburg
www.stiegl.at

Lang-Bräu – Lager

Das rote Etikett ist modern und schlicht gestaltet.Selten gibt eine Brauerei im Internet so wenige Informationen über sich preis wie Lang-Bräu aus Wunsidel-Schönbrunn im Fichtelgebirge. Aber das Bier, das jetzt vor mir steht, wird im Rahmen der Zutatenliste vollständig beschrieben. Sogar die Hefe gibt die Brauerei an, was eine Seltenheit ist.

Das Lager, das ich jetzt beschreiben werde, bewirbt die Brauerei mit folgenden Worten: „Ein unfiltriertes, rundes Lagerbier mit einer ausgeprägten Edelhopfung, harmonischen Malznoten und dem internationalen Flair feinster Lagerhefe. In über 6 Wochen schonender Kaltreifung im Schönbrunner Eiskeller entwickelt unser Lager bei 0 Grad seine ausgewogene und doch so unverwechselbare Persönlichkeit.“ Na, dann will ich mal beginnen.

Golden und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die schneeweiße Schaumkrone ist gemischtporig, bleibt aber lange erhalten. Optisch geht das Bier schon mal in Ordnung.

Das Bier duftet nach Brotkruste, abgerundet durch würzige Noten und den Duft nach Kräutern.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße und die Spritzigkeit aus. Die Süße bleibt auch auf der Zunge herhalten, wobei die würzigen und kräuterigen Noten mehr in den Mittelpunkt treten. Eine Bittere ist nur dezent zu schmecken, aber eine leichte fruchtige Säure, die an Äpfel erinnert, rundet den Geschmack ab. Das Mundgefühl ist voll und weich. In der Kehle wird die Bittere etwas kräftiger, auch wenn sie zurückhaltend bleibt. Trotzdem klingt sie überraschend lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsner, Carafa), Hopfen (Brewers Gold, Perle, Smaragd), Hefe (Lagerhefe Typ S-189)

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Stammwürze:

11,2° Plato

Bittereinheiten‍:

20 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Lang Bräu OHG
Bayreuther Str. 19
95632 Schönbrunn
www.lang-braeu.de

Ulmer Gold Ochsen – Kellerbier Dunkel

Das Etikett ist im typischen Stil der Brauerei mit dem goldenen Ochsen gestaltet.Über die im Jahr 1597 in Ulm gegründete Brauerei Gold Ochsen habe ich schon mehrfach etwas geschrieben, so dass ich jetzt direkt zum Bier kommen kann.

Dunkelbraun mit einer leichten Hefetrübung und einer relativ kleinen haselnussbraunen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Der Schaum fällt aber nur langsam in sich zusammen, so dass die Optik des dunklen Kellerbiers ansprechend ist.

Das Aroma zeichnet sich durch angenehme Röstaromen aus, gemeinsam mit dem Duft nach Pumpernickel und Trockenfrüchten. Der Duft ist hervorragend komponiert und lässt sich mit dem Wort „edel“ zusammenfassen.

Aufgrund des Aromas hätte ich einen recht süßen Antrunk erwartet. Tatsächlich ist die Süße aber recht zurückhaltend, ohne dass das Bier trocken wirkt. Zusammen mit der sehr feinperligen Kohlensäure ist der erste Eindruck im Mund sehr ansprechend. Auf der Zunge kommt eine freundliche Bittere zum Vorschein, begleitet mit einigen rauchigen Noten aus dem Hintergrund. Das Mundgefühl ist angenehm weich. Damit ist das Bier wunderbar süffig. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes Bitter mit überraschend langem Nachklang aus.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen (Tettnanger), Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Bittereinheiten:

13 IBU

Farbe:

28 EBC

Brauerei:

Brauerei Gold Ochsen GmbH
Veitsbrunnenweg 3-8
89073 Ulm
www.goldochsen.de

BierSelect

Hopp – Bio-Kellerbier

Die oberen zwei Drittel des Etiketts haben die Grundfarbe Orange, das untere Drittel ist weiß und im oberen Drittel wird ein Hase abgebildet mit Vatermörder, Schnurrbart und Monokel.In den 1970er Jahren begann die Supermarktketten, ihre Eigenmarken zu entwickeln und zu niedrigeren Preisen als die entsprechenden Markenartikel anzubieten. Seit einiger Zeit ist dieser Trend nun auch im Bio-Fachhandel angekommen. Hopp ist eine Marke der in Berlin ansässigen Bio Company, einer Bioladenkette. Welche Brauerei das Bier im Auftrag hergestellt hat, ist auf der Flasche nicht ersichtlich. Aber mir fällt positiv die Gestaltung des Etiketts auf. Im Gegensatz zu vielen Eigenmarken des Lebensmittelhandels ist in diesem Fall das Etikett nicht schmucklos, was vermutlich einen niedrigen Preis signalisieren soll, sondern mit dem bärtigen Hasen mit Monokel durchaus originell gestaltet. Auch der Name gefällt mir. Er passt zum Hasen und auch zum Hopfen, der im Bier enthalten ist. So, jetzt wird es aber langsam Zeit, dass ich die Flasche öffne und mit der Verkostung beginne.

Golden und leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine feinporige schneeweiße Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal einen guten Eindruck.

Die Aromen der verwendeten Hopfen steigen mir in die Nase, dazu der Duft von hellem Malz sowie eine leichte Teigigkeit durch die Hefe.

Der Antrunk ist frisch, spritzig und recht süß. Auf der Zunge tritt die Süße aber schnell in die zweite Reihe zurück und lässt einer freundlichen Bitteren und der Hefe den Vortritt. Abgerundet wird der Geschmack durch die Würzigkeit und einer leichten zitrusartigen Fruchtigkeit der Hefe. Das Mundgefühl ist weich und voll. In der Kehle legt die Bittere noch einmal nach und wird überraschend kräftig, aber leider auch etwas kratzig.

Für den Preis von knapp einem Euro geht das Bier vollkommen in Ordnung. Trotz der leichten Schwäche im Abgang ist es angenehm süffig.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen (Select, Tradition), Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Gebraut und abgefüllt für:

Bio Company GmbH
Rheinstr. 45-46
12161 Berlin
www.biocompany.de