Leffe selber beschreibt das Leffe Rituel 9° als „klassisches Meditationsbier“, was immer das auch sein mag. Tatsächlich ist das Rituel ein helles Strong Ale, das in bester belgischer Tradition steht.
Bernsteinfarben läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine leicht überdurchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Die Optik dieses Bieres finde ich schon mal sehr ansprechend.
Das Aroma ist malzbetont. Düfte nach Karamell steigen mir in die Nase, abgerundet durch blumige und würzige Düfte nach getrockneten Birnen, Banane, Nelken und Vanille.
Im Antrunk fällt als erstes die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure auf, so dass die Süße erst danach zum Tragen kommt. Auf der Zunge steht der Geschmack nach frischen Bananen im Vordergrund, gemischt mit einem Malzbonbon. Auch wenn diese Beschreibung nicht sehr anregend klingt, gefällt sie mir auf der Zunge ausnehmend gut. Das Mundgefühl ist voll und rund. Der Abgang ist wenig bitter und auch hier steht die Banane im Vordergrund. Der Geschmack klingt lange nach.
Das Leffe Rituel 9° ist ein Bier mir viel Charakter, für dessen Genuss man sich Zeit nehmen sollte. Dazu noch ein Stück kräftiger Hartkäse und der Abend ist gerettet.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Mais, Gerste, Hopfen, Hopfenextrakt
Alkoholgehalt:
9 % Vol.
Empfohlene Genusstemperatur:
5° – 6° Celsius
Brauerei:
Brasserie de Leffe s.a./n.v.
Place de l’Abbaye 1
5500 Dinant
Belgien
www.leffe.com


Die belgischen Schwergewichte von Leffe sind heutzutage allgegenwärtig und das aus gutem Grund. Das Bier wird in der Tradition der Abtei gebraut, ein Teil des Gewinns wird an die Abtei gespendet, mit der sie ihren Namensvetter teilt, und es handelt sich um eine der kultigsten belgischen Brauereien. Leffe Ruby soll Leffes Vorstoß in die Welt der Fruchtbiere sein. Gedacht ist dieses Bier als perfekte Begleitung zu einem Dessert oder Käse. Ob es diesen Anspruch auch erfüllen kann, will ich jetzt feststellen.
Es war im Jahr 1990, als Jean-Paul Van der Haegen das Rezept für La Divine entwickelte. Jean-Paul wurde in Gent zum Brauereiingenieur ausgebildet. Er ist der Vater von Bertrand, einem der beiden Inhaber der Brauerei. Das Bier wurde auf Wunsch eines Bierhändlers aus Lüttich kreiert. Er schlug den Namen vor und drängte den Brauer, ein Starkbier herzustellen. Sie wissen vielleicht, dass Alkohol die Arbeit der Hefe verlangsamt, und so musste eine Hefe gefunden werden, die mit Alkohol zurechtkommt. La Divine wurde auf der Grundlage des Double Enghien Blonde entwickelt. Die
Ein Weihnachtsbier aus der Abtei Val-Dieu steht jetzt vor mir. Und ich meine, dass es das erste Weihachtsbier ist, das ich trinke, das bei einem renomierten Wettbewerb einen Preis gewonnen hat: 2018 hat es bei den World Beer Awards die Bronzemedaille errungen. Dann bin ich ja mal gespannt auf diesen Genuss.
Die Familie Humblet war auf der Suche nach einem Standort für den Bau einer neuen Brauerei, um die Tradition und die lange Liste der von ihrem Vater Benoit Humblet gebrauten Biere fortzusetzen.
Lüttich (Liége) ist die Hauptstadt und auch das kulturelle Zentrum der Wallonie. Die Stadt ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Und noch ein Tipp, wenn Sie dort sind: Nicht weit davon entfernt liegt Saint Georges sur Meuse, der Sitz der Brauerei La Botteresse, aus der das Weihnachtsbier stammt, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.
Das Wort Boucanier ist von dem Begriff Boucan abgeleitet, einer alten Grillmethode, die auf den haitianischen Inseln verwendet wird. Dort gab es in der Vergangenheit viele Deserteure, die sich zusammentaten, um vorbeifahrende Schiffe auszurauben. Sie nannten sich Boucanier. Das Bier, das diesen Namen trägt, wird seit 40 Jahren von Vansteenberge gebraut, steht jetzt vor mir und wartet auf seine Verkostung.
Das Leffe
Quintine war eine Hexe in Ellezelles. Sie wurde 1610 zusammen mit 4 weiteren Gefährten lebendig verbrannt. Diese Geschichte und die des Hexensabbats gehören zum Volksglauben des hübschen Städtchens Ellezelles in Belgien.