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Alvinne – Balthazar

Das Etikett ist eher schlicht gehalten, bietet aber alle Informationen, die der Konsument für seine Kaufentscheidung benötigt.Nun steht ein Winterbier aus Belgien vor mir. Genauer gesagt handelt es sich um das Balthazar, ein Bier aus der „Vintage Recipe Serie“. Obwohl es als Winterbier angeboten wird, trägt es den Namen eines der heiligen drei Könige, also im Grunde einen Namen für ein Weihnachtsbier. Aber gut, halten wir uns nicht mit dem Namen auf und wenden uns direkt der Kreation aus der kleinen Brauerei Alvinne im belgischen Flandern zu.

Dunkles Kupfer – so lässt sich die Farbe dieses Starkbiers am besten beschreiben. Es ist fast schwarz. Die Schaumkrone ist haselnussbraun und bleibt sehr lange erhalten. Die Optik des Balthazar ist schon mal sehr vielversprechend.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade und Lakritz. Zusätzlich sorgen noch würzige Noten für einen angenehmen Touch der an Lebkuchen aus Nürnberg erinnert. Eines ist klar – das Aroma dieses Biers passt zu Weihnachten.

Der Antrunk ist recht süß, was aber durchaus zur reichlich vorhandenen kräftigen Kohlensäure passt. Auf der Zunge dominieren die Röststoffe. Der Geschmack nach Schokolade steht im Vordergrund, unterstützt durch die Aromen von Ingwer und weihnachtlichen Gewürzen. Die 9,0 Volumenprozent Alkohol sind gut eingearbeitet, so dass der Alkohol nicht hervorschmeckt, sondern lediglich die anderen Aromen unterstützt. Das Mundgefühl ist schwer, so wie ich es bei einem Winterbier auch erwarte. In der Kehle teilen sich zunächst ein leichtes freundliches Bitter und der Geschmack des Ingwers die Bühne, wobei sich der Ingwer relativ schnell zurückzieht und der Bitteren den langen Nachklang überlässt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Challenger, East Kent Goldings), dunkler Kandis, Hefe, Kardamom, Ingwer, Koriander

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Farbe:

40 EBC

Bittereinheiten:

28 IBU

Brauerei:

Brouwerij Alvinne
Vaartstraat 4a
8552 Moen
Belgien
www.alvinne.com

20. 10. – 22. 10. 2023: Les Hoppy Days

Es ist schon ein besonderes Bierfestival, das an drei Tagen im Palais des Congrès de Liège in Lüttich, gar nicht weit von der deutschen Grenze entfernt, stattfindet. Dass 18 Brauereien vor Ort sind, um ihre Biere vorzustellen, ist erst einmal nichts Ungewöhnliches. Dass es auch Cocktails, lokale Softdrinks und gutes Essen gibt, ist angenehm, aber auch kein wirkliches Alleinstellungsmerkmal. Drei Tage Feier mit DJs, Animationen und toller Stimmung gibt es schon seltener. Dass außerdem noch der Eintritt frei ist, ist dann doch außergewöhnlich.

Die folgenden Brauereien werden vor Ort sein:

  • Belgium Peak Beer
  • Bestiale
  • Brasserie Coopérative liégeoise (Badjaw c’est ca ?)
  • Brasserie des Légendes
  • Brasserie Méridionale
  • Experiment’ale
  • Fugu Brewing Co.
  • Hopseidon
  • La Brasserie du Bois l’Evêque
  • La Débauche
  • Micro Brasserie de la province de Liège (Brasserie {c} en fait !)
  • Minne (Sanglier !!!!!)
  • Nomad Beer Project
  • Noob Beer Co
  • Norm Brewing
  • Sainte Cru
  • Tale beers
  • Tormales

Folgende Biere schenken die Veranstalter aus:

  • Anspach&Hobday (UK) — The sea Salt & chilli stout
  • Atrium — Onyx
  • Atrium — Portal Hoppy Session
  • Brewdog — Punk IPA
  • Brussels Beer Project — Jungle Joy
  • DVK — Extase double IPA
  • DVK — Orient Ale (Beer & Sake)
  • En Stoemelink — Jawa IPA
  • Flosch — Scotch
  • Garage Beer (E) — Runnin for Mayor
  • Leopold 7 — Triple de Hesbaye
  • Lesterny Bîre Compagnie — Lu Rnad
  • Lindemans — Lindemans Basilicus
  • Lindemans — Pecheresse
  • Lupulus — Lupulus Fructus
  • Nevel (NL) — Dauw
  • Presqu’ils d’arvert (FR) — Palmyre d’hiver – Foret noire
  • Presqu’ils d’arvert (FR) — Palmyre Limited Ed. en Fût de Cognac
  • Saint Sixtus — Westvleteren XII
  • Saint Tous — Wedje
  • Schneeeule (D) — Hot Irmi
  • Surrealiste — Calavera
  • The Musketeers — Jack’s precious IPA
  • To Øl (DK) — There Gose The Seawater Pipe
  • Totenhopfen (LU) — Bloodyvlas
  • Van Honsebrouck — Kasteel Rouge
  • Vervia — La Diable Edition
  • Vervia — Vervia Framboise
  • Wilderen — Triple Kanunnik
  • Zythologist — Hamakua
  • Zythologist — Na Pali
  • Zythologist Rare — Mc Amarena

Und dann gibt es noch einen 0 %-Stand, also einen Stand mit alkoholfreien Getränken

  • Brussels beer project — Pico bello
  • Liefmans — Liefmans fruitesse
  • Viven — Viven Nada IPA
  • Abb. Notre-Dame de Koningshoeven — Trappe Nillis

Das Festival findet statt am
Freitag von 16:00 Uhr bis 2:00 Uhr
Samstag von 14:00 bis 2:00 Uhr
Sonntag von 12:00 Uhr bis 322:00 Uhr

Veranstaltungsort ist
Palais des Congrès de Liège
Esplanade de l’Europe 2
4020 Liège
Belgien

20. 10. – 21. 10. 2023: Stout Sure Meuse

Sind Sie auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Bierfest? Dann ist Stout Sure Meuse genau das Richtige für Sie! Zum achten Mal bringt ein Braufest Schwarzbiere und Sauerbiere an einem Ort zusammen! Warum diese Stile? Für ihren Reichtum, ihre unglaublichen und komplexen Aromen und die Vielfalt ihrer Geschmackspalette.

Wer denkt, dass ein Stout zwangsläufig nach Kaffee schmeckt und ein Gueuze nach Essig riecht, wird am 20. und 21. Oktober in der Brasserie de la Houppe das Gegenteil feststellen.

Gibt es einen Ort auf der Welt, an dem man nur schwarz-saure Biere probieren kann? Es gibt ihn. Namur in der Wallonie ist diese Stadt! Während 2 Tagen können Sie mit einer Bierkarte von mehr als 50 Bieren die schmackhafte und abwechslungsreichere Welt der schwarzen (Porter, Stout, RIS, BA Stout, Black IPA usw.) und sauren (Lambic, Gueuze, Sour Ale, Gebäck Sour, Sour IPA usw.) Biere entdecken. Und dazu kommt – der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort:

Brasserie de la Houppe
Avenue de la Plante 21
2023 Namur

Der Bahnhof Namur ist 30 Minuten zu Fuß entfernt (durch das schöne Stadtzentrum der Hauptstadt der Wallonie)

Die Bushaltestelle „Parc de La Plante“ befindet sich neben der Brauerei. Dort halten die Buslinien 3, 4, 21, 30 und 34.

Brasserie Abbaye des Rocs – Grand Cru

Das Etikett ist im typischen Design der Brauerei gestaltet, hier mit blauem Aufdruck.Dieses Bier wird seit 1984 in der Brasserie de l’Abbaye des Rocs in Montignies-sur-Roc gebraut. Es war das erste Bier dieser Brauerei. Sowohl der Name als auch das Logo stammen von dem ehemaligen Klosterhof, der sich in Montignies-sur-Roc befand.

Bernstein- bis mahagonifarben und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die elfenbeinfarbene Schaumkrone ist recht klein und sie fällt auch ziemlich schnell in sich zusammen.

Röstaromen stehen im Vordergrund. Dazu kommen Düfte nach Karamell, Rübensirup, Kirschen und Trockenfrüchten.

Der Antrunk ist wie erwartet süß, was aber zur sehr reichhaltigen Karbonisierung passt. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten. Sie wird begleitet vom Geschmack nach dunkler Schokolade und nach Kirschen, abgerundet durch einen Hauch Pfeffer. Bittere ist nur in Spuren zu schmecken, aber das Mundgefühl ist angenehm weich und samtig. Die 9,5 Volumenprozent Alkohol sind gut eingearbeitet, so dass sie nicht durchschmecken, aber die anderen Aromen angenehm unterstützen. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und es klingt zusammen mit dem Kirscharoma lange nach.

Alkoholgehalt:

9,5 % Vol.

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Brasserie de l’Abbaye des Rocs S.A.
Chaussee Brunehault 31
Montignies-sur-Roc
Belgien
www.abbayedesrocs.com

De halve Maan – Straffe Hendrik Brugs Tripel Bier 9°

Edel in grüner Farbe, goldener Umrandung und weißer Schrift gehalten gibt das Etikett der Flasche des Straffe Hendrik ein nobles Aussehen.Das Tripel gehört zu den alten traditionellen belgischen Bierstilen, die zu Recht sehr beliebt sind auch über die Grenzen Belgiens hinaus. Dieser Bierstil besticht durch seinen starken Charakter und seinem weichen, seelenschmeichelnden Geschmack.

Das Straffe Hendrik aus dem Hause De Halve Maan wurde ursprünglich gebraut, um eine neue Statue in der malerischen Stadt Brügge zu feiern. Es gefiel den Gästen der Veranstaltung aber so gut, dass das Bier bis heute in der Brauerei „De halve Maan“ (deutsch: der Halbmond) im Stadtkern von Brügge gebraut wird.

Dass das Bier nicht pasteurisiert wurde, habe ich sofort bemerkt, als der Schaum aus der Flasche stieg, kaum dass ich den Kronkorken entfernt hatte. Aber gut, das ist ja nun ein Qualitätszeichen. Golden mit einem Stich ins Orangene und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Der anfangs reichlich vorhandene grobporige Schaum löst sich schnell auf. Da könnte die Brauerei noch einmal nachbessern.

Das Bier duftet nach Karamell und Honig, nach frisch gebackenen Keksen und Trockenfrüchten. Abgerundet wird das Aroma durch einige würzige Noten.

Der Antrunk ist süß und malzig. Dazu kommt die sanfte Kohlensäure. Die Süße bleibt auf der Zunge erhalten, dazu kommen Noten, die an Pfeffer und Kräuter erinnern. Der Alkohol brennt leicht auf der Zunge; trotzdem ist das Mundgefühl weich. Langsam kommen auch die Geschmäcker nach Honig und Banane zum Tragen.

Der Abgang ist mild, das Bier wird trockener. Trotzdem bleibt ein Teil der Süße erhalten und sie klingt gemeinsam mit den würzigen Noten lange nach. Eine Bittere ist nur sehr dezent zu schmecken.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Zucker

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Stammwürze:

19° Plato

Bittereinheiten:

35 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Brouwerij De Halve Maan
Walplein 26
8000 Brugge
Belgien
www.halvemaan.be

Brasserie de l’Abbaye des Rocs – Triple Imperiale

Die 1970er Jahre waren für die belgischen Brauereien eine schwierige Zeit. Die Brauereikonzerne AB-Inbev und Heineken drängten immer mehr kleine Brauereien aus dem Markt oder kauften sie auf. In dieser Situation hatte das Ehepaar Eloir den Mut, eine neue Mikrobrauerei zu gründen. Die Brasserie Abbaye des Rocs im wallonischen Montignies-sur-Roc, einen Steinwurf von der französischen Grenze entfernt, war entstanden. Heute wird die Brauerei in 2. Generation von der Tochter Nathalie zusammen mit ihrem Ehemann Georges geführt. Sie bieten hervorragende Biere an, auch das Triple Imperiale, das jetzt zur Verkostung vor mir steht.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Eine Schaumkrone bildet sich in nur sehr geringem Maße und sie löst sich schnell auf, so dass sie eigentlich keine Erwähnung wert ist.

Die Aromen nach Trockenfrüchten und Kandis sind anfangs dominierend, etwas später tauchen auch blumige Noten auf. Der Alkohol kommt ebenfalls zu seinem Recht; er drängt sich aber nicht in den Vordergrund.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch die reichlich dosierte sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge steht die Fruchtigkeit im Vordergrund, die Trockenpflaumen, Brombeeren und Blaubeeren erinnert. Der Alkohol brennt leicht auf der Zunge und er wärmt im Magen. Trotzdem ist das Mundgefühl weich und samtig. Der Abgang ist mild und die süße Fruchtigkeit klingt überraschend lange in der Kehle nach.

Alkoholgehalt:

10,0 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 14° Celsius

Brauerei:

Brasserie de l’Abbaye des Rocs S.A.
Chaussee Brunehault 31
Montignies-sur-Roc
Belgien
www.abbayedesrocs.com

Lupulus Fructus

Das Etikett des Lupulus Fructus zeigt einen stilisierten Wolfskopf in roter Farbe auf schwarzem Grund.Bei den meisten Fruchtbieren aus Belgien handelt es sich um Sauerbiere. Die Brauer in der Brasserie Lupulus sind beim Lupulus Fructus einen anderen Weg gegangen. Bei diesem Bier handelt es sich um ein Witbier, das mit Kirsch- und Himbeersaft gebraut wurde. Das ist doch mal etwas anderes.

In einem hefetrüben Rot präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittlich voluminöse feste und hellrosa Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist sehr fruchtig nach Himbeeren und Kirschen. Die Fruchtigkeit drängt alle anderen Aromen in den Hintergrund.

Der Antrunk ist recht süß und wie erwartet von Anfang an sehr fruchtig. Auf der Zunge stehen die Himbeeren im Vordergrund und werden von den Sauerkirschen unterstützt. Das Bier wird trockener. Das Mundgefühl ist voll, so dass ein wirklich süffiges Bier vor mir steht. Der Abgang ist mild und trocken und der Geschmack klingt nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Zucker, Haferflocken, Kirschsaft, Himbeersaft, Hopfen, Hefe, Gewürz, Naturaroma

Alkoholgehalt:

4,2 % Vol.

Bittereinheiten:

15 IBU

Brauerei:

Brauerei Lupulus SPRL
Courtil 50
6671 Gouvy
Belgien
www.lupulus.be

Brasserie de la Senne – Brusseleir Zwet IPA

Brusselian ist ein niederländischer Dialekt, der in der belgischen Hauptstadt Brüssel beheimatet ist. Es handelt sich im Wesentlichen um einen brabantischen Dialekt mit starken französischen Einflüssen sowie einigen spanischen Lehnwörtern. Auch wenn dieser Dialekt heute weitgehend in Vergessenheit geraten ist, können Sie ihn, wenn Sie das wollen, auch heute noch erleben. Wie Wikipedia schreibt, führt das Königliche Theater Toone, ein folkloristisches Marionettentheater im Zentrum Brüssels, noch immer Puppenspiele auf Brusselisch auf.

Die Brasserie de la Senne braut seit dem Jahr 2003 professionell Bier und seit 2010 auf ihren eigenen Brauanlagen auf Brüsseler Stadtgebiet. Brasserie de la Senne war damit die 2. Brüsseler Stadtbrauerei. Die andere ist die ikonische Lambicbrauerei Cantillon, die seit mehr als 120 Jahren in Brüssel Lambic braut. Die Brasserie de la Senne identifiziert sich sehr stark mit ihrer Heimatstadt, weswegen es ihnen so wichtig war auf Brüsseler Stadtgebiet zu brauen und nicht in einem Vorort. Die Brauerei ist nach dem Fluss benannt, an deren Ufern die Stadt Brüssel vor über 1.000 Jahren hervorging: die Senne. Brasserie de la Senne war maßgeblich beteiligt an der „New Wave“ des Brüsseler Craftbiers. Sie setzten sich schon für stark gehopfte Biere ein, bevor sich dieser Trend in Belgien etablierte. Neben hopfigen Ales werden auch barrelaged Biere, Biere gemischter Gärung und Biere mit wilden Hefen (Brüsseler Brettanomyces) gebraut. In der Produktion setzen sie auf ausschließlich natürliche Zutaten, die nach strengen Qualitätskriterien selektiert und eingekauft werden.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine hellbraune feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch ist das Bier schon mal 1A.

Das Bier duftet angenehm nach Kaffee und dunkler Schokolade, nach Karamell und Vanille.

Der Antrunk ist wider Erwarten nur mäßig süß und er wird durch eine sehr feinperlige Kohlensäure begleitet. Auf der Zunge kommt der Geschmack nach Zartbitterschokolade massiv in den Vordergrund und er verdrängt die anderen Aromen fast vollständig. Die Süße tritt weiter in den Hintergrund. Langsam kommt bei mir auch eine fruchtige Note nach schwarzen Johannisbeeren an. Obwohl Bitterstoffe nur dezent vorhanden sind, ist das Bier doch wirklich vollmundig. Der Abgang ist recht trocken und jetzt wird auch die Bittere kräftiger. Zum Schokoladengeschmack gesellen sich Noten nach Espresso. Der Geschmack klingt lange in der Kehle nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker zur Flaschengärung, Hopfen, Roggenmalz, Hefe

Alkoholgehalt:

8 % Vol.

Bittereinheiten:

70 IBU

Brauerei:

Brasserie de la Senne
Drève Anna Boch 19-21
1000 Brüssel
Belgien
www.brasseriedelasenne.be

De Ranke – Noir de Dottignies

Das in Gold und schwarz gestaltete Etikett der Flasche zeigt eine Hand.Dottignies ist eine kleine Gemeinde in der wallonischen Provinz Hennegau mit etwas mehr als 7.000 Einwohnern. Von dort stammt das Noir de Dottignies der Brouwerij De Ranke, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Erstaunlich ist die Vielfalt der Biere, die von De Ranke stammen. Die kleine Brauerei bietet aktuell immerhin 18 Marken mit sehr unterschiedlichen Bieren an. Als ich im Internet nach dem Noir de Dottignies gesucht habe, fiel mir auf, dass es offensichtlich unterschiedliche Rezepturen für die einzelnen Sude gibt. Mal ist von sieben verwendetem Malzen die Rede, an anderer Stelle von sechs Malzen. Mal enthält das Bier 8,5 Volumenprozent Alkohol, mal 9 Volumenprozent. Es kann also durchaus sein, dass Sie im Handel ein Noir de Dottignes finden, dessen Angaben von den hier gemachten abweichen. Es ist nicht mein Fehler.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Die feste haselnussbraune Schaumkrone bleibt lange erhalten. So gefällt mir das Bier.

Aromen nach dunkler Schokolade und nach Mokka steigen mir in die Nase. Der Duft nach Kandis weist mich darauf hin, dass das Bier recht süß sein wird. Abgerundet wird das Aroma durch Düfte nach Vanille und Haselnuss.

Der Antrunk ist wie erwartet süß und er zeichnet sich durch die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge dominiert der Geschmack nach Mokka und Röstaromen mit einer milden Bitteren. Das Mundgefühl ist samtig und weich. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger, bleibt aber sanft und an die weiterhin vorhandene Süße angepasst. Der Alkohol wärmt im Magen und der Geschmack klingt in der Kehle lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Challenger, Northern Brewer, Styrian Golding), Zucker, Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Bittereinheiten:

46 IBU

Farbe:

100 EBC

Brauerei:

Brouwerij De Ranke
Rue Du Petit Tourcoing 1a
B-7711 Dottignies
www.deranke.be

Abbaye des Rocs – La Nuit Étoilée

Die Sternennacht (französisch La Nuit Étoilée) ist ein Gemälde des niederländischen Malers Vincent van Gogh. Das Gemälde stellt dar, was Van Gogh im Mai 1889 von seinem Zimmer im Asyl des Klosters Saint-Paul-de-Mausole in Saint-Rémy-de-Provence aus sehen konnte. Seit 1941 wird das Bild im Museum of Modern Art (MoMA) in New York aufbewahrt. Das Kulturjahr 2015 rückte Vincent Van Gogh ins Rampenlicht. Das Etikett auf dem La Nuit Étoilée, einem Tripel, zeigt einen Teil des gleichnamigen Gemäldes.

Orangefarben und präsentiert sich das Bier im Glas. Während ich es einschenke bildet sich eine voluminöse Schaumkrone, die aber schnell in sich zusammenfällt. Da könnte die Brauerei noch einmal nachbessern.

Das Bier duftet nach Karamell sowie nach reifen Früchten, vor allem den Duft überreifer Äpfel kann ich wahrnehmen. Auch die 9 Volumenprozent Alkohol sind deutlich zu riechen.

Der Antrunk ist mäßig süß und er zeichnet sich durch eine feinperlige aber kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge steht eine leichte Säure im Mittelpunkt. Eine Bittere ist praktisch nicht zu schmecken. Irgendwie wirkt das Bier unrund. Der Abgang ist schlank ohne Nachklang.

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Brauerei:

Brasserie de l’Abbaye des Rocs S.A.
Chaussee Brunehault 31
Montignies-sur-Roc
Belgien
www.abbayedesrocs.com