Schlagwort-Archiv: Stout

Troubadour – Imperial Stout

Manchmal frage ich mich bei einem Bier, was sich die Brauer wohl dabei gedacht haben, als sie das Bier entwickelt haben, das gerade vor mir steht. Beim Troubadour Imperial Stout wird diese Frage bereits auf der Website beantwortet: „Wir dachten, wir sollten einmal ungezogen sein. Und zwar so stark, dass wir ein Bier gebraut haben, das die Herausforderung des Trinkers annimmt. Wir trinken unser Troubadour Imperial Stout gerne am Ende des Abends: ein kleines Nachglühen, um dem Ganzen das i-Tüpfelchen aufzusetzen.“ Na, dann weiß ich ja schon mal, welchen Maßstab ich bei der Beurteilung dieses Biers anlegen muss.

Blickdicht schwarz mit einer voluminösen festen und haselnussbrauen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade, abgerundet durch Vanille.

Der Antrunk ist nicht so süß wie ich es erwartet habe, die S üße wird erst auf der Zunge kräftiger. Begleitet wird sie durch eine leichte Säure und ein passendes Bitter. Das Mundgefühl ist schwer und weich. Im Abbgang wird das Bier trockener und ein sanftes Bitter klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

9 % Vol.

Bittereinheiten:

45 IBU

Farbei:

110 EBC

Brauerei:

Brouwerij The Musketeers
Tramstraat 8
9910 Ursel
Belgien
www.themusketeers.be

Flying Dutchman – Beast of the East, The Bear is there

Das Russian Imperial Stout „Beast of The East The Bear is There“ von Flying Dutchman ist ein dunkles Imperial,das mit Ceylon-Zimtstangen, Vanille, geräuchertem Chili und amerikanischen Eichenchips gereift wird. Für solch ungewöhnliche und dabei sehr schmackhafte Biere ist der Flying Dutchman bekannt und ich freue mich bereits darauf, die Flasche zu öffnen.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine leicht überdurchschnittlich große haselnussbraune Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade, Vanille sowie einen Hauch Zimt.

Der Antrunk ist leicht süß und voll. Auf der Zunge mischen sich die Geschmäcker nach dunkler Schokolade und Espresso, dazu ein Hauch Zimt und Eiche. Das leichte Bitter ist angenehm und freundlich und passt zum schweren Mundgefühl. Insgesamt macht das Bier einen sehr gut ausgewogenen Eindruck. Im Abgang wird das Bitter etwas geringer und zusammen mit dem Geschmack nach Kakao klingt es sehr lange nach.

Alkoholgehalt:

9,5 % Vol.

Bittereinheiten:

90 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

12° Celsius

Brauerei:

The Flying Dutchman Brewing Co.
Tapolanku 2
Vantaa
Finnland
www.flyingdutchmanbrewingcompany.com

gebraut bei

Proef Brouwerij
Doornzelestraat 20
Lochristi-Hijfte
Belgien

Guinness – Extra Stout

Die Guinness-Brauerei ist vermutlich die bekannteste irische Brauerei. Bekannt wurde sie durch ihr Stout, aber inzwischen gibt es einige weitere Biere aus Dublin, die eines vereint: sie können die Konsumenten mit ihrem Röstcharakter begeistern (zumindest soweit ich sie bislang getrunken habe). Eines dieser Biere ist das Extra Stout, das jetzt vor mir steht.

Dunkel mahagonifarben, praktisch schwarz, präsentiert sich das Bier im Glas. Der feinporige mittelbraune Schaum bleibt einige Zeit erhalten, bevor er in sich zusammenfällt.

Das Aroma lockt mich mit dem Duft nach geröstetem Malz, Kaffee und Kakao.

Der Antrunk ist süß und mit reichlich Kohlensäure. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider, ein leichtes Bitter taucht auf, Fruchtigkeit fehlt aber vollständig. Der Geschmack könnte durchaus etwas komplexer sein. Im Abgang wird das Bier trockener, das leichte Bitter bleibt erhalten und klingt lange nach.

Das Bier kann mir gefallen, auch wenn noch einige Luft nach oben bleibt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Gerste, geröstete Gerste, Hopfen, Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

4,1 % Vol.

Stammwürze:

10° Plato

Brauerei

Guinness & Co.
St James Gate
Dublin
Irland
www.guinness.com

Imperial Blackberry Stout

Wohin mit den ganzen Brombeeren, die im Garten der Brauerei reif werden? Vor dieser Entscheidung standen die Jungs der Hildesheimer Braumanufaktur. Dabei lag die Lösung doch so nahe: Die Früchte kommen in ein Imperial Stout. Das Ergebnis ihrer Arbeit steht jetzt vor mir.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist mittelbraun und bleibt recht lange erhalten.

Düfte nach Schokolade und Rübensirup steigen mir in die Nase, abgerundet durch den Duft nach Vanille. Auch die Brombeeren kann ich riechen, allerdings halten sie sich diskret im Hintergrund.

Der Antrunk ist süß, wirklich süß und die Kohlensäure ist sehr feinperlig. Auf der Zunge kommen die Brombeeren stärker in den Vordergrund und auch die anderen Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Das Mundgefühl ist schwer und voll. Im Abgang kommen die Beeren in den Vordergrund, wo sie sich mit dem Schokoladengeschmack eigentlich gut vertragen. Allerdings würde ich mir etwas mehr Bitter wünschen und die Süße ist mir deutlich zu kräftig geraten. Das Bier wirkt geradezu marmeladig.

Eventuell sollte die Braumanufaktur aus den Brombeeren in Zukunft lieber einen richtig guten Brombeerwein machen. Eine Alternative wäre sicherlich auch ein Sauerbier mit Brombeeren zu brauen, so wie es die Belgier gerne machen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Gerstenröstmalz, Brombeeren (15 %), Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Stammwürze:

19 %

Brauerei:

Hildesheimer Braumanufaktur
Jan Pfeiffer und Malte Feldmann GbR
Goslarsche Landstraße 15
31135 Hildesheim
www.hildesheimer-braumanufaktur.de

Kehrwieder – Road Runner

Jetzt habe ich Lust, mal wieder ein alkoholfreies Bier zu genießen. Oliver Wesseloh von der Kehrwieder Kreativbrauerei in Hamburg hat mich eigentlich noch nie enttäuscht, Das Road Runner, das ich jetzt verkosten will, schraubt meine Erwartungen noch höher, hat es doch bei MeinigerÄs International Craft Beer Award die Platinmedaille errungen und wurde alkoholfreies Bier des Jahres 2020. Eigentlich kann da ja nichts mehr schiefgehen.

Nur mal so ganz nebenbei: der Road Runner hat seinen Namen zu Recht, denn er wurde auch mit Kaffeebohnen gebraut. Meines Wissens ist dies das erste alkoholfreie Bier ohne Alkohol mit Kaffee. Und es handelt sich nicht um irgendwelche Kaffeebohnen, sondern um Bohnen, die in Hamburg geröstet wurden. Mein Vorurteil ist daher, dass die Kaffeebohnen noch frisch waren, als sie verarbeitet wurden und daher von ihren vollen Geschmack und ihr volles Aroma hatten.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas und bildet dabewi eine durchschnittlich große mittelbraune Schaumkrone. Sie ist feinporig und bleibt lange erhalten.

Hatte ich schon erwähnt, dass die Kaffeebohnen frisch bei Quijote in Hamburg geröstet wurden? Das gerantiert die absolute Frische. So überrascht es auch nicht, dass das Kaffeearoma den Duft dieses alkoholfreien Stout dominiert. Abgerundet wird der Duft durch einen Hauch Vanille sowie eine leichte Süße.

Die angenehme Süße stelle ich auch auf der Zunge fest, dabei ist das das Bier für ein Stout ungewöhnlich frisch. Auf der Zunge dominieren die Röststoffe, wobei ein minimales fruchtiges Sauer dazu kommt. Das Mundgefühl ist rech voll, für ein alkoholfreies Bier überraschend voll. Bitterstoffe stelle ich nur wenige fest. Erst im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger. Die Röststoffe dominieren auch hier und klingen einige Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Röstgerste, Kaffeebohnen, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

12° – 14° Celsius

Brauerei:

Kehrwieder Kreativbrauerei
Oliver Wesseloh
Sinsdorfer Kirchweg 74-92
21077 Hamburg
www.kehrwieder.beer

Den zwarte Sinjoor

Die Huisbrouwerij `t Pakhuisist eine der beiden noch bestehenden Stadtrauereien in Antwerpen (ursprünglich waren es 25). Dort wird noch auf authentische belgische Weise Bier gebraut, das heisst mit natürlichen Grundstoffen, ohne Filtrierung oder Pasteurisation. Von dort kommt der zwarte Sinjoor, der jetzt vor mir steht.

Schwarz und fast blickdicht präsentiert sich das Bier im Glas. Erst als ich das Glas gegen das Licht halte, scheint ein rubinroter Schimmer durch. Schaum bildet sich kaum und was sich bildet ist grobporig und löst sich sehr schnell auf. Dafür ist das Bier bereits beim Öffnen übergeschäumt.

Das Aroma wird durch die Röstaromen dominiert. Vor allem der Duft nach dunkler Schokolade sticht hervor, aber auch Kaffee ist zu riechen. Im Vergleich zu vielen anderen Stouts duftet der zwarte Sinjoor relativ trocken.

So verwundert es mich auch nicht, dass der Antrunk für ein Stout nur wenig Süße offenbart. Die Kohlensäure ist fein aber kräftig. Auf der Zunge halten sich Süße und Bitter die Waage. Dabei ist der Geschmack nicht so intensiv wie bei vielen anderen Stouts, aber wirklich vollmundig. Der Abgang ist überraschend mild. Ich schmecke jetzt Espresso und dunkle Schokolade, beides mit sehr langem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Zuckersirup, Hefe

Alkoholgehalt:

6,7 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij ‚t Pakhus
Vlaamsekaai 76
2000 Antwerpen
Belgien

Belhaven – Scottish Oat Stout

Die Belhaven Brewery wurde im Jahr 1719 gegründet. Von dort stammt das Stout, das jetzt vor mir steht. Es ist eines der Biere dieser Brauerei, die am Längsten gebraut werden und die sich auch am Besten verkaufen. Eigentlich dürfte bei diesem Bier ja nicht schieflaufen.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine mittelbraune sahnige Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzbetont mit Düften nach Mokka, dunkler Schokolade, Karamell und Vanille, aber auch der Alkohol steigt mir leicht in die Nase.

Der Amtriml ist frisch mit reichlich Kohlensäure. Dazu kommt eine kräftige Süße, die gut zur cremigen und seidigen Textur des Bieres passt. Auf der Zunge kommt der Geschmack nach Mokka in den Vordergrund, begleitet durch Noten dunkler Schokolade, Rosinen, Kirschen und Lakritz. Das Mundgefühl ist voll, weich und rund. Im Abgang dominiert der Geschmack nach Espresso mit einem langen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7 % Vol.

Stammwürze:

17° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Belhaven Brewery
Brewery Lane
EH42 1PE Dunbar
Großbritannien
www.belhaven.co.uk

More Complicated than Your Girlfriend

Ronald de Waal begann 2015 in Belgien sein eigenes Bier als Gypsy-Brauer zu brauen. Dies ist ein Brauer ohne eigene Brauerei, der aber nur einzigartige Biere in einer Brauerei braut, von der er derzeit die Anlagen nutzt. Dieser kreative Mann ist Niederländer, lebt aber in Finnland. Und ja … er braut seine Biere in Belgien. Auf www.flyingdutchmancompany.com können Sie alles über Ronald lesen.

Dieses Bier hat die Besonderheit, dass es auf Kaffeebohnen, Kakaobohnen sowie auf Bourbon- und Tahiti-Vanilleschoten reift. Wenn das mal nicht ein ganz besonderes Bier verspricht.

Blickdicht schwarz mit einer reichlichen mittelbraunen und festen Schaumkrone, die extrem lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas.

Das Aroma ist röstig und süß. Düfte nach dunkler Schokolade, Espresso und Vanille steigen mir in die Nase.

Wie erwartet ist auch der Antrunk süß. Mich überrascht, dass das Bier mit recht wenig Kohlensäure aufwartet, die dafür aber sehr feinperlig ist. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider, dazu kommt ein leichtes Bitter. Das Mundgefühl ist weich und voll. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und gemeinsam mit dem Geschmack von dunkler Schokolade bleibt der Geschmack sanft und mit langem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hafer, Zucker, Hopfen (Galena), Kaffee, Kakao, Vanille, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Bittereinheiten:

85 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

12° Celsius

Brauerei:

The Flying Dutchman Brewing Co.
Tapolanku 2
Vantaa
Finnland
www.flyingdutchmanbrewingcompany.com

gebraut bei

Proef Brouwerij
Doornzelestraat 20
Lochristi-Hijfte
Belgien

Schelde Brouwerij – Oesterstout

Seit mehr als 25 Jahren gibt es im flandrischen Meer die Scheldebrauerei. Die Brauer dort sind ständig auf der Suche nach der perfekten Balance des Geschmacks ihrer Biere. Bei dieser Suche sind etliche ungewöhnliche und einzigartige Biere herausgekommen, die mich begeistern können.

In den frühen 90er Jahren begann Peter van den Eijnden in seinem Hinterhofschuppen mit dem Brauen seiner Bierspezialitäten. Jetzt, so viele Jahre und Liter weiter, ist die Mission des Braumeisters immer noch dieselbe: Biere zu brauen, die weder langweilen noch enttäuschen. Ungewöhnlich ist auf jeden Fall die Herstellung dieses Bieres. Ursprünglich wurde die leichte Salzigkeit des Oesterstout erreicht, indem das Bier über Austernschalen filtriert wurde. Von dieser Vorgehensweise ist die Brauerei aber abgewichen und gibt während des Kochens der Würze Meerfenchel und Seelavendel hinzu. Das Oesterstout ist mittlerweile also vegan.

Schwarz und praktisch blickdicht präsentiert sich das Bier im Glas. Zusammen mit seiner hellbraunen und sahnigen Schaumkrone macht es einen sehr einladenden Eindruck.

Dominiert wird das Aroma des Oesterstout durch die Röststoffe. Intensiv duftet es nach Espresso. Dazu kommt noch eine leichte fruchtige Säure aus dem Hintergrund, die das Aroma gut abrundet.

Der Antrunk ist weniger süß als ich es erwartet hätte. Ungewöhnlich ist auch die kräftige Kohlensäure. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider und wie in der Nase steht auch im Mund Espresso im Vordergrund und die Fruchtigkeit rundet zusammen mit einem Hauch Salz diesen Geschmack ab. Das Mundgefühl ist voll und weich. Es überrascht nicht, dass auch im Abgang die Röststoffe im Vordergrund stehen. Bitterstoffe sind nur moderat vertreten, aber der Geschmack nach Espresso klingt noch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Meerfenchel, Seelavendel, Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Bittereinheiten:

19 IBU

Farbe:

103 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 12° Celsius

Brauerei:

De Scheldebrouwerij B.V.
Wenenstraat 7
2321 Meer
Belgien
www.scheldebrouwerij.com

Lemke – Imperial Stout

Die Brauerei Lemke beschreibt ihr Bier wie folgt: „Ein anspruchsvolles Bier für den fortgeschrittenen Genießer. Einst wurde es von den Engländern als Geschenk für die russische Zarin gebraut. Heute erfreuen sich Craft-Brauer auf der ganzen Welt dieses Stils, weil er ihnen erlaubt, ihre ganze Kreativität auszuleben. Bei Lemke wird das Imperial Stout mit reichlich Hopfen gestopft und anschließend sechs Monate in Barrique-Fässern gelagert, bevor es schließlich abgefüllt wird. Das Lemke Imperial Stout räumte 2015 Silber beim Meininger Craft Beer Award ab und wurde zudem mit Gold bei den World Beer Awards in der Kategorie Stout & Porter prämiert.“

Rabenschwarz und absolut blickdicht präsentiert sich das Bier im Glas. Der Schaum ist hellbraun und feinporig und er bleibt sehr lange erhalten.

Wenn die Optik schon gefällt, kann das Aroma mich mit seiner Komplexität richtig begeistern. Aromen von Kaffee, Holz und Trockenfrüchten werden von einer malzigen Süße und einer leichten Säure unterstützt, abgerundet mit dem Duft nach Vanille. Ich glaube, bei diesem Bier habe ich einen guten Griff gehabt.

Beim ersten Kontakt mit der Zunge ist das Bier kräftig süß und ich habe den Eindruck, dass die sehr feinperlige Kohlensäure etwas zu sparsam dosiert wurde. Dadurch fehlt dem Bier etwas die Frische, aber das ist wohl der Fasslagerung geschuldet. Dafür ist das Mundgefühl cremig, beinahe dickflüssig. Espresso- und Schokoladennoten bestimmen den Geschmack. Das Bier besticht durch seine Vollmundigkeit. Auf der Zunge meine ich auch eine leichte Kräuternote zu schmecken, die in der Nase nicht festzustellen war. Im Abgang wird das Bier zunächst etwas trockener, bevor sich ein kräftiger Espressogeschmack in den Vordergrund drängt, der sehr lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Münchner, Caraaroma, Carafa), Hopfen (Taurus), Hefe

Alkoholgehalt:

11,0 %

Stammwürze:

29° Plato

Bittereinheiten:

70 IBU

Brauerei:

Brauerei Lemke Berlin GmbH
Dircksenstrasse S-Bahnbogen 143
10178 Berlin
www.lemke.berlin