Wohin mit den ganzen Brombeeren, die im Garten der Brauerei reif werden? Vor dieser Entscheidung standen die Jungs der Hildesheimer Braumanufaktur. Dabei lag die Lösung doch so nahe: Die Früchte kommen in ein Imperial Stout. Das Ergebnis ihrer Arbeit steht jetzt vor mir.
Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist mittelbraun und bleibt recht lange erhalten.
Düfte nach Schokolade und Rübensirup steigen mir in die Nase, abgerundet durch den Duft nach Vanille. Auch die Brombeeren kann ich riechen, allerdings halten sie sich diskret im Hintergrund.
Der Antrunk ist süß, wirklich süß und die Kohlensäure ist sehr feinperlig. Auf der Zunge kommen die Brombeeren stärker in den Vordergrund und auch die anderen Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Das Mundgefühl ist schwer und voll. Im Abgang kommen die Beeren in den Vordergrund, wo sie sich mit dem Schokoladengeschmack eigentlich gut vertragen. Allerdings würde ich mir etwas mehr Bitter wünschen und die Süße ist mir deutlich zu kräftig geraten. Das Bier wirkt geradezu marmeladig.
Eventuell sollte die Braumanufaktur aus den Brombeeren in Zukunft lieber einen richtig guten Brombeerwein machen. Eine Alternative wäre sicherlich auch ein Sauerbier mit Brombeeren zu brauen, so wie es die Belgier gerne machen.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Gerstenröstmalz, Brombeeren (15 %), Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
7,5 % Vol.
Stammwürze:
19 %
Brauerei:
Hildesheimer Braumanufaktur
Jan Pfeiffer und Malte Feldmann GbR
Goslarsche Landstraße 15
31135 Hildesheim
www.hildesheimer-braumanufaktur.de
Jetzt habe ich Lust, mal wieder ein alkoholfreies Bier zu genießen. Oliver Wesseloh von der Kehrwieder Kreativbrauerei in Hamburg hat mich eigentlich noch nie enttäuscht, Das Road Runner, das ich jetzt verkosten will, schraubt meine Erwartungen noch höher, hat es doch bei MeinigerÄs International Craft Beer Award die Platinmedaille errungen und wurde alkoholfreies Bier des Jahres 2020. Eigentlich kann da ja nichts mehr schiefgehen.
Die Huisbrouwerij `t Pakhuisist eine der beiden noch bestehenden Stadtrauereien in Antwerpen (ursprünglich waren es 25). Dort wird noch auf authentische belgische Weise Bier gebraut, das heisst mit natürlichen Grundstoffen, ohne Filtrierung oder Pasteurisation. Von dort kommt der zwarte Sinjoor, der jetzt vor mir steht.
Die Belhaven Brewery wurde im Jahr 1719 gegründet. Von dort stammt das Stout, das jetzt vor mir steht. Es ist eines der Biere dieser Brauerei, die am Längsten gebraut werden und die sich auch am Besten verkaufen. Eigentlich dürfte bei diesem Bier ja nicht schieflaufen.
Ronald de Waal begann 2015 in Belgien sein eigenes Bier als Gypsy-Brauer zu brauen. Dies ist ein Brauer ohne eigene Brauerei, der aber nur einzigartige Biere in einer Brauerei braut, von der er derzeit die Anlagen nutzt. Dieser kreative Mann ist Niederländer, lebt aber in Finnland. Und ja … er braut seine Biere in Belgien. Auf www.flyingdutchmancompany.com können Sie alles über Ronald lesen.
Seit mehr als 25 Jahren gibt es im flandrischen Meer die Scheldebrauerei. Die Brauer dort sind ständig auf der Suche nach der perfekten Balance des Geschmacks ihrer Biere. Bei dieser Suche sind etliche ungewöhnliche und einzigartige Biere herausgekommen, die mich begeistern können.


