Kempisch Vuur ist eine belgische Biermarke, die es seit dem Jahr 1998 gibt. Anfangs wurde dieses Bier in der Mikrobrauerei Paeleman in Wetteren gebraut. Da die Nachfrage schnell anstieg und die Brauerei zu klein wurde, wurde die Produktion im Jahr 2001 in die Brauerei De Proefbrouwerij in Lochristi verlagert. Im September 2011 wurde das erste Bier in Zandhoven gebraut und im Anschluss wurde die Produktion systematisch dorthin verlagert.
Das Kempisch Vuur Haver Stout, das jetzt vor mir steht, ist wie der Name schon besagt, ein Stout, das mit Hafermalz gebraut wurde.
Blickdicht schwarz mit einer feinporigen haselnussbraunen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Da der Schaum sehr lange erhalten bleibt, gibt es an der Optik dieses Biers nichts auszusetzen.
Das Bier duftet nach dunkler Schokolade und Haselnuss, nach Karamell und Kaffee, abgerundet durch den Duft nach Vanille. Auch eine leichte Rauchnote vermeine ich zu riechen.
Der Antrunk weist neben der für ein Stout stiltypischen Süße auch eine angenehme Frische auf. Dann übernehmen aber schnell die Röstnoten das Zepter und auch die rauchigen Noten kommen überraschend kräftig zum Vorschein. Die Süße lässt auf der Zunge nach und macht dem Geschmack nach dunkler Schokolade Platz. Das Mundgefühl ist angenehm cremig. Im Abgang wird das Bier trockener und ein leichtes freundliches Bitter tritt auf den Plan, das überraschend lange nachklingt.
Zutaten:
Wasser, Hafermalz, Gerstenmalz, Hopfen
Alkoholgehalt:
6,5 % Vol.
Stammwürze:
14,5° Plato
Bittereinheiten:
40 IBU
Farbe:
80 EBC
Brauerei:
Brouwerij Pirlot
Heistraat 3
2240 Zandhoven
Belgien
www.vlaamsebrouwers.be

Tatsächlich – ein belgisches Bier, das Black Pudding heißt. Black Pudding hat nichts mit den in Deutschland bekannten Puddingsorten zu tun, sondern es handelt sich um ein Rezept aus der englischen Küche, im Grunde eine Grützwurst, deren Hauptzutat Schweineblut ist und die warm gegessen wird. Ähnliche Rezepte gibt es auch in deutschen Küchen. Hier heißen sie Pfefferpotthast, Pfannenschlag oder auch Knipp. Sicherlich gibt es in anderen Gegenden Deutschlands noch weitere Bezeichnungen für ähnliche Rezepte, diese sind mir aber nicht bekannt.
Seit dem Frühjahr 2014 gibt es die Biobrauerei von Paul Warmenbol im flandrischen Aartselaar. Von Anfang an hat er Biobier gebraut und jetzt steht erstmals eines seiner Produkte vor mir zur Verkostung. Dabei handelt es sich um die Zwarte Madam, ein Stout.
Die Wurzeln der Brauerei {C} (ja, sie heißt wirklich {C} reichen bis ins Jahr 2012 zurück, als sich François und Renaud, zwei frischgebackene Agronomen die ihr Studium abgeschlossen hatten, in ein Brauereiabenteuer stürzten, das ihr Leben verändern sollte. Nach mehreren Jahren des Bierbrauens in der Garage entschieden sich die beiden leidenschaftlichen Braumeister dazu, ihr eigenes Bier zu brauen und sich dazu entschlossen, den Schritt zu wagen, ihr berühmtes Rezept, das von Curtius, bekannt zu machen!
Sr. Lobo ist ein weiteres Bier, das mir die Barcelona Beer Company zugeschickt hatte, nachdem ich auf der Messe ProWein in Düsseldorf erstmals Kontakt mit dem Unternehmen hatte. Lobo ist das spanische Wort für Wolf. Dass es eine ganze Reihe Brauereien gibt, die den Wolf als namensgebendes Tier für ihr Bier verwenden, liegt vermutlich an der Ähnlichkeit der lateinischen Namen für den Echten Hopfen (Humulus lupulus) und für den Wolf (Canis lupus). Dabei handelt es sich meist um kräftige Biere. So auch bei Sr. Lobo. Hier handelt es sich um Milk Stout mit einem Alkoholgehalt von 7,0 Volumenprozent. In diesem Fall wurde beim Brauen auch noch Orange und Schokolade verwendet.
Jetzt steht ein neues Bier aus Österreich vor mir. Das Black Bean Stout hat Bierpapst Conrad Seidl in seinem BuchBier Guide 2022 unter der Überschrift Bier-Innovationen wie folgt beschrieben: „Schwarze Bohnen haben einen leicht bitteren Geschmack – und gemeinsam mit dem ‚Bohna Vista – local hub‘ entwickelte der Lebensmitteltechnologe Roland Pöttschacher die Idee, diese Bittere und das Eiweiß von Bohnen aus der Region Rosalia, vom Pöttschinger Bohnenbauern Harald Strassner, in einem Bio-Bier zu nutzen. Tiefschwarz und mit dunkelbraunem, sehr üppigen Schaum liegt dieses Bier im Glas. Es duftet nach Bohnen und Kaffee, zeigt starke, etwas brenzlige Röstaromen. Der Antrunk ist erfrischend spritzig, aber mald macht sich eine Süße bemerkbar, die an Trinkschokolade erinnert. Gegen den Nachtrunk hin gewinnt die Bittere die Oberhand, was für eine gute Balance von zwei sehr starken Geschmackseindrücken im Finish sorgt.“
Die polnische Brauerei Karmi bietet aktuell drei alkoholfreie Biere an. Diese klassischen 0 %-Biere werden alle in der Okocim-Brauerei mit klassischen Bierzutaten gebraut. Das Konzept hat Karmi im Jahr 1993 entwickelt und es seitdem unverändert beibehalten. Ich meine, das Karmi Classic ist das erste alkoholfreie Bier aus Polen, das ich verkoste und dementsprechend gespannt bin ich auch.
Das war ja gestern eine Überraschung, als ich im Kühlschrank tatsächlich noch eine Flasche Weihnachtsbier gefunden habe. Es handelt sich um ein Porter mit 7,7 Volumenprozent Alkohol, das als Collaboration Brew von St. Erhard aus Bamberg und dem Brehon Brewhouse aus dem irischen Carrickmacross entstanden ist. Und auch wenn die Brauer auf dem Etikett von „feinen Gewürznoten“ schwärmen, wurden beim Brauen dieses Bieres keine Gewürze oder Kräuter verwendet, sondern ausschließlich Wasser, Gerstenmalz, Hopfen und Hefe.
Wer kennt sie nicht, die berühmten Rosinenbomber, die die Versorgung der westberlinger Bevölkerung sicherstellten, als ab dem 24. Juni 1948 die Sowjetunion den Landweg von der BRD nach Westberlin dichtmachte. Daran erinnert dieser Collab Brew der Brauereien BRLO und Lervig (Stavanger, Norwegen). Mit 12 Volumenprozent Alkohol ist der Rosinenbomber ein echtes Schwergewicht im Angebot von BRLO. Jetzt steht er vor mir. Und er ist auch ein Sieger, nämlich in der Kategorie Imperial Stout beim European Beer Star 2019.