Schlagwort-Archiv: Stout

BioBieren Warmenbol – Zwarte Madam

Seit dem Frühjahr 2014 gibt es die Biobrauerei von Paul Warmenbol im flandrischen Aartselaar. Von Anfang an hat er Biobier gebraut und jetzt steht erstmals eines seiner Produkte vor mir zur Verkostung. Dabei handelt es sich um die Zwarte Madam, ein Stout.

Blickdicht schwarz strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Der sahnige Schaum ist haselnussbraun und bleibt lange erhalten. Ein Stout wie gemalt.

Düfte nach dunkler Schokolade, Kaffee, gerösteten Haselnüssen und Vanille steigen mir in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Wie erwartet ist der Antrunk recht süß, was aber durch die angenehme Karbonisierung ausgeglichen wird. Auf der Zunge kommt ein auf die Süße gut abgestimmtes Bitter dazu. Die Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe, finden sich auf der Zunge wieder. Der Geschmack ist sehr intensiv. Die 9,0 Volumenprozent Alkohol sind gut eingearbeitet und obwohl der Alkohol nicht durchschmeckt und den Geschmack lediglich unterstützt, wärmt er im Magen. In der Kehle kann ich erstmals eine leichte Fruchtigkeit schmecken, die aber schnell vergeht und einem Schokoladengeschmack mit leichtem Bitter Platz macht, der sehr lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Roggenmalz, Roggen, Hafer, Rohrzucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Brauerei

Brauerei Biobieren Warmenbol
Groenenhoek 56 B
2630 Aartselaar
Belgien
www.warmenbol.com

Brasserie {c} – Black

Die Wurzeln der Brauerei {C} (ja, sie heißt wirklich {C} reichen bis ins Jahr 2012 zurück, als sich François und Renaud, zwei frischgebackene Agronomen die ihr Studium abgeschlossen hatten, in ein Brauereiabenteuer stürzten, das ihr Leben verändern sollte. Nach mehreren Jahren des Bierbrauens in der Garage entschieden sich die beiden leidenschaftlichen Braumeister dazu, ihr eigenes Bier zu brauen und sich dazu entschlossen, den Schritt zu wagen, ihr berühmtes Rezept, das von Curtius, bekannt zu machen!

Die beiden Freunde, die schnell ein Lokal im Herzen des Viertels Saint-Léonard übernommen hatten, lernten „on the job“, wie sie ihre Leidenschaft zum Beruf machen konnten.

Ab 2013 vergrößerte sich das Team der Brauerei und sie mussten einen neuen Standort finden. Der Beginenhof des Heiligen Geistes, ein Gebäude aus dem Jahr 1611, schien wie aus einem Traum, um dort eine eigene Mikrobrauerei zu gründen, und trotz vieler Hindernisse und ihres Status als Selbstständige wurde der Traum im Frühjahr 2014 Wirklichkeit.

Einen geschichtsträchtigen Ort zu besetzen, um dort handwerklich hergestellte Biere im 21. Jahrhundert zu produzieren, war eine großartige Leistung, aber das Team der Brasserie {C} ruht sich keineswegs auf seinen Lorbeeren aus, sondern ist seither ständig bemüht, geschmacklich starke Vorschläge zu machen, neue Produktreihen einzuführen und anderen Handwerkern die Hand zu reichen. Mit weit geöffneten Türen bietet sie auch Brauereibesichtigungen und Workshops an, die vom Brauen bis zur Verkostung reichen.

Seit 2019 ist die Brasserie {C} zu ihren Wurzeln zurückgekehrt und hat ihren brandneuen Produktionsraum im Viertel Saint-Léonard eingerichtet. Die Fabrique {C} war geboren. So reiht sich ein Projekt an das andere und das Team wächst unaufhörlich mit dem einzigen Leitmotiv, weiterhin wachträumen zu können und jeden herzlich willkommen zu heißen, der die Ehre erweist, sich für die Brauerei zu interessieren.

Blickdicht schwarz läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine kleine feinporige und haselnussbraune Schaumkrone, die aber leider sehr schnell in sich zusammenfällt.

Düfte nach Espresso und dunkler Schokolade steigen mir in die Nase, abgerundet durch den Duft gerösteter Nüsse. So lasse ich mir ein Stout gefallen.

Der Antrunk ist stiltypisch süß und er besticht durch die reichlich enthaltene sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge vermischen sich die Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe, mit einem angenehmen Bitter. Zusammen ergibt sich ein cremiges Mundgefühl. Der Abgang zeichnet sich durch ein freundliches und nicht allzu kräftiges bittersüß mit einem sehr langen Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Gerstenflocken, Special B-Coffee, Chocolate, Röstmalz), Zucker, Hopfen (Chinook, Styrian Golding), Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Bittereinheiten:

55 IBU

Farbe:

120 EBC

Brauerei:

Brasserie {C}
Impasse des Ursulines 14
4000 Liege
Belgien
www.brasseriec.com

Barcelona Beer Company – Sr. Lobo

Sr. Lobo ist ein weiteres Bier, das mir die Barcelona Beer Company zugeschickt hatte, nachdem ich auf der Messe ProWein in Düsseldorf erstmals Kontakt mit dem Unternehmen hatte. Lobo ist das spanische Wort für Wolf. Dass es eine ganze Reihe Brauereien gibt, die den Wolf als namensgebendes Tier für ihr Bier verwenden, liegt vermutlich an der Ähnlichkeit der lateinischen Namen für den Echten Hopfen (Humulus lupulus) und für den Wolf (Canis lupus). Dabei handelt es sich meist um kräftige Biere. So auch bei Sr. Lobo. Hier handelt es sich um Milk Stout mit einem Alkoholgehalt von 7,0 Volumenprozent. In diesem Fall wurde beim Brauen auch noch Orange und Schokolade verwendet.

Bickdicht schwarz präsentiert sich das Sr. Lobo im Glas. Die gemischtporige haselnussbraune Schaumkrone ist eher klein ausgefallen, bleibt aber lange erhalten. Daher ist an der Optik dieses Bieres nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade, Kandis und Lakritz. Zusätzlich kommt aus dem Hintergrund diskret der Duft der Orangen.

Der Antrunk ist weniger süß als ich es erwartet habe und die sehr feinperlige Kohlensäure schmeichelt meinem Gaumen. Auf der Zunge wird die Süße etwas kräftiger, begleitet durch ein passendes freundliches Bitter. Süße und Bitterstoffe sind so kräftig, dass die Röstaromen überdeckt werden und ein samtiges Mundgefühl entstehen kann. Im Abgang wird das Bier etwas trockener. Die Röststoffe und der Schokoladengeschmack kommen gemeinsam mit einem Hauch Lakritzgeschmack in der Kehler wieder zum Vorschein und sie klingen sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale, Caramunich, Carafa, Münchener, geröstete Gerste), Hopfen (Centennial, Fuggles), Hefe, Fruchtfleisch von Orangen, Laktose

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

4° – 10° Celsius

​Brauerei:

Barcelona Beer Company
C/ Farmacia 4
08450 LLinars del Vallès
Spanien
www.barcelonabeercompany.com

Black Bean Stout

Jetzt steht ein neues Bier aus Österreich vor mir. Das Black Bean Stout hat Bierpapst Conrad Seidl in seinem BuchBier Guide 2022 unter der Überschrift Bier-Innovationen wie folgt beschrieben: „Schwarze Bohnen haben einen leicht bitteren Geschmack – und gemeinsam mit dem ‚Bohna Vista – local hub‘ entwickelte der Lebensmitteltechnologe Roland Pöttschacher die Idee, diese Bittere und das Eiweiß von Bohnen aus der Region Rosalia, vom Pöttschinger Bohnenbauern Harald Strassner, in einem Bio-Bier zu nutzen. Tiefschwarz und mit dunkelbraunem, sehr üppigen Schaum liegt dieses Bier im Glas. Es duftet nach Bohnen und Kaffee, zeigt starke, etwas brenzlige Röstaromen. Der Antrunk ist erfrischend spritzig, aber mald macht sich eine Süße bemerkbar, die an Trinkschokolade erinnert. Gegen den Nachtrunk hin gewinnt die Bittere die Oberhand, was für eine gute Balance von zwei sehr starken Geschmackseindrücken im Finish sorgt.“

Da lässt sich ja kaum noch etwas hinzufügen. Aber ich habe das Bier vor mir stehen und werde es jetzt verksoten. Ich bin gespannt, ob ich die gleichen Sinneseindrücke habe wie Conrad. Blickdicht schwarz mit sehr viel festem haselnussbraunem Schaum präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone bleibt auch sehr lange erhalten. Selten hatte ich ein Stout, das mich so angesprochen hat.

Wie die Optik ist auch das Aroma hervorragend. Düfte nach dunkler Schokolade mischen sich mit süßen Noten, die an Kandis erinnern. Aus dem Hintergrund kann ich die Bohnen riechen, die auch ein angenehmes Kaffeearoma mitbringen. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Süß und durch die reichlich vorhandene kräftige Kohlensäure spritzig – das ist der erste Eindruck, den das Bier beim Kontakt mir der Zunge vermittelt. Schnell kommen die Röstaromen mit dem Geschmack nach Kaffee in den Vordergrund. Gleichzeitig kommen auch die Bohnen zum Zuge. Auch wenn ich mir diese Kombination vorher nur schwer vorstellen konnte – Röstaromen und Bohnen passen sehr gut zusammen, besonders wenn sie wie hier durch ein verhaltenes Bitter begleitet werden. Zusammen ergibt sich ein sehr volles Mundgefühl. Bitter und süß ist auch der Abgang, der in der Kehle durchschnittlich lange nachklingt.

Das Black Bean Stout ist ein komplexes und trotzdem leicht zu trinkendes Bier. Ich würde mir wünschen, dass es auch in Deutschland erhältlich wäre; ich würde es mir häufiger mal kaufen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Schwarze Bohnen, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,9 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Kobersdorf
Hauptstr. 43
7322 Kobersdorf
Österreich
www.kobersdorfer.at

für

Bohna Vista Local Hub
Familie Pöttschacher
7020 Loipersbach im Burgenland
Österreich
honigwein@lupold.at

Karmi Classic 0,0 %

Die polnische Brauerei Karmi bietet aktuell drei alkoholfreie Biere an. Diese klassischen 0 %-Biere werden alle in der Okocim-Brauerei mit klassischen Bierzutaten gebraut. Das Konzept hat Karmi im Jahr 1993 entwickelt und es seitdem unverändert beibehalten. Ich meine, das Karmi Classic ist das erste alkoholfreie Bier aus Polen, das ich verkoste und dementsprechend gespannt bin ich auch.

In sehr dunklem Bordeauxrot, fast schwarz, und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine kleine hellbraune Schaumkrone, die sich sehr schnell auflöst. Von der Farbe her erinnert das Bier jetzt an Cola.

Das Aroma ist malzbetont. Ich rieche dunkle Schokolade und Kandis, dazu ein Hauch Kaffee.

Der Antrunk ist sehr süß, wobei die reichlich enthaltene feinperlige Kohlensäure für eine gewisse Frische und Spritzigkeit sorgt. Kaum verteilt sich das Bier auf der Zunge, wird die Süße stärker und wirkt fast klebrig. Zu schmecken ist nur das Malz, vom Hopfen ist merke ich nichts. Auch ansonsten frage ich mich ernsthaft, ob der Inhalt des Glases jemals mit Hefe in Berührung gekommen ist. Im Abgang schmeckt die Flüssigkeit leicht angebrannt und ich bin froh, dass der Geschmack nicht nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Karamellmalz, Röstmalz), Zucker, Hopfen

Alkoholgehalt:

0,0 % Vol.

Brauerei:

Carlsberg Polska SP Z O.O
Ul Ilzecka 24
02-135 Warschau
Polen
www.okocim.pl

Brehon – Irish Ember

Das war ja gestern eine Überraschung, als ich im Kühlschrank tatsächlich noch eine Flasche Weihnachtsbier gefunden habe. Es handelt sich um ein Porter mit 7,7 Volumenprozent Alkohol, das als Collaboration Brew von St. Erhard aus Bamberg und dem Brehon Brewhouse aus dem irischen Carrickmacross entstanden ist. Und auch wenn die Brauer auf dem Etikett von „feinen Gewürznoten“ schwärmen, wurden beim Brauen dieses Bieres keine Gewürze oder Kräuter verwendet, sondern ausschließlich Wasser, Gerstenmalz, Hopfen und Hefe.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine sehr kleine mittelbraune Schaumkrone, die aber sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade, nach Lakritz und Brotkruste.

Der Antrunk ist weniger süß als erwartet und ich stelle fest, dass die sehr feinperlige Kohlensäure wirklich knapp bemessen ist. Aber irgendwie passt die Kohlensäure doch zum Rest des Bieres. Die Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe, spiegeln sich auf der Zunge. Überraschend ist, dass sie auf der Zunge auch in der gleichen Intensität wie in der Nase auftreten. Dazu kommt ein leichtes Bitter, das sich aber im Hintergrund hält. Der Alkohol ist gut eingearbeitet, so dass er nicht hervorsticht, sondern die anderen Aromen unterstützt. Das Mundgefühl ich voll und weich. Den Abgang teilen sich der Geschmack nach Lakritz sowie ein leichtes Bitter. Beide Aromen klingen lange nach.

Das Irish Ember ist ein Dessertbier, das sich gut zu einem Vanille- oder Karamellpuddig passt, aber auch ein Tiramisu wird sich gut mit diesem Bier verstehen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,7 % Vol.

Brauerei:

Brehon Brewhouse Ltd.
Dunelty
Iniskeen
Carickmacross
Co Monaghan
Irland
www.brehonbrewhouse.ie

in Zusammenarbeit mit

St. ERHARD GmbH
Hafenstraße 13
96052 Bamberg
http://www.st-erhard.com/

BRLO + Lervig – Rosinenbomber

Wer kennt sie nicht, die berühmten Rosinenbomber, die die Versorgung der westberlinger Bevölkerung sicherstellten, als ab dem 24. Juni 1948 die Sowjetunion den Landweg von der BRD nach Westberlin dichtmachte. Daran erinnert dieser Collab Brew der Brauereien BRLO und Lervig (Stavanger, Norwegen). Mit 12 Volumenprozent Alkohol ist der Rosinenbomber ein echtes Schwergewicht im Angebot von BRLO. Jetzt steht er vor mir. Und er ist auch ein Sieger, nämlich in der Kategorie Imperial Stout beim European Beer Star 2019.

Rabenschwarz präsentiert sich der Rosinenbomber im Glas. Die mittelbraune und gemischtporige Schaumkrone ist recht klein und bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Aromen nach Rosinen, dunkler Schokolade, Vanille, Kaffee und getrockneten Birnen steigen mir in die Nase. Obwohl das Bier satte 12 Volumenprozent Alkohol enthält, hält er sich diskret im Hintergrund und unterstützt von dort die anderen Aromen.

Wie erwartet ist der Antrunk recht süß und ich stelle fest, dass die sehr milde Kohlensäure recht knapp dosiert ist. Auf der Zunge kommen die Röststoffe in den Vordergrund mit dem Geschmack nach dunkler Schokolade, Vanille, Karamell und kondierten Früchten. Das Mundgefühl ist schwer und weich. Erst im Abgang kommt erstmals das Bitter in den Vordergrund und auch der Alkohol ist deutlich zu schmecken. Dabei wirkt das Bier aber ausgewogen und mild. Langsam kommt auch der Geschmack nach Expresso auf.

Der Rosinenbomber ist ein ungewöhnliches Bier, das aus der Masse der Imperial Stouts deutlich hervorsticht. Wenn es ein Bier gibt, das sich dem perfekten Bier annähert, dann habe ich es jetzt vor mir stehen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Röstgerste, Hopfen (Herkules), Hefe, Rosinen

Alkoholgehalt:

12,0 % Vol.

Stammwürze:

27° Plato

Bittereinheiten:

80 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

12° – 14 ° Celsius

Brauerei:

BRLO GmbH
Schöneberger Str. 16
10963 Berlin
www.brlo.de

in Zusammenarbeit mit

Lervig Aktiebryggeri
Vierveien 1
Hillevåg
4016 Stavanger
Norwegen
www.lervig.no

Troubadour – Imperial Stout

Manchmal frage ich mich bei einem Bier, was sich die Brauer wohl dabei gedacht haben, als sie das Bier entwickelt haben, das gerade vor mir steht. Beim Troubadour Imperial Stout wird diese Frage bereits auf der Website beantwortet: „Wir dachten, wir sollten einmal ungezogen sein. Und zwar so stark, dass wir ein Bier gebraut haben, das die Herausforderung des Trinkers annimmt. Wir trinken unser Troubadour Imperial Stout gerne am Ende des Abends: ein kleines Nachglühen, um dem Ganzen das i-Tüpfelchen aufzusetzen.“ Na, dann weiß ich ja schon mal, welchen Maßstab ich bei der Beurteilung dieses Biers anlegen muss.

Blickdicht schwarz mit einer voluminösen festen und haselnussbrauen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade, abgerundet durch Vanille.

Der Antrunk ist nicht so süß wie ich es erwartet habe, die S üße wird erst auf der Zunge kräftiger. Begleitet wird sie durch eine leichte Säure und ein passendes Bitter. Das Mundgefühl ist schwer und weich. Im Abbgang wird das Bier trockener und ein sanftes Bitter klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

9 % Vol.

Bittereinheiten:

45 IBU

Farbei:

110 EBC

Brauerei:

Brouwerij The Musketeers
Tramstraat 8
9910 Ursel
Belgien
www.themusketeers.be

Flying Dutchman – Beast of the East, The Bear is there

Das Russian Imperial Stout „Beast of The East The Bear is There“ von Flying Dutchman ist ein dunkles Imperial,das mit Ceylon-Zimtstangen, Vanille, geräuchertem Chili und amerikanischen Eichenchips gereift wird. Für solch ungewöhnliche und dabei sehr schmackhafte Biere ist der Flying Dutchman bekannt und ich freue mich bereits darauf, die Flasche zu öffnen.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine leicht überdurchschnittlich große haselnussbraune Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade, Vanille sowie einen Hauch Zimt.

Der Antrunk ist leicht süß und voll. Auf der Zunge mischen sich die Geschmäcker nach dunkler Schokolade und Espresso, dazu ein Hauch Zimt und Eiche. Das leichte Bitter ist angenehm und freundlich und passt zum schweren Mundgefühl. Insgesamt macht das Bier einen sehr gut ausgewogenen Eindruck. Im Abgang wird das Bitter etwas geringer und zusammen mit dem Geschmack nach Kakao klingt es sehr lange nach.

Alkoholgehalt:

9,5 % Vol.

Bittereinheiten:

90 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

12° Celsius

Brauerei:

The Flying Dutchman Brewing Co.
Tapolanku 2
Vantaa
Finnland
www.flyingdutchmanbrewingcompany.com

gebraut bei

Proef Brouwerij
Doornzelestraat 20
Lochristi-Hijfte
Belgien

Guinness – Extra Stout

Die Guinness-Brauerei ist vermutlich die bekannteste irische Brauerei. Bekannt wurde sie durch ihr Stout, aber inzwischen gibt es einige weitere Biere aus Dublin, die eines vereint: sie können die Konsumenten mit ihrem Röstcharakter begeistern (zumindest soweit ich sie bislang getrunken habe). Eines dieser Biere ist das Extra Stout, das jetzt vor mir steht.

Dunkel mahagonifarben, praktisch schwarz, präsentiert sich das Bier im Glas. Der feinporige mittelbraune Schaum bleibt einige Zeit erhalten, bevor er in sich zusammenfällt.

Das Aroma lockt mich mit dem Duft nach geröstetem Malz, Kaffee und Kakao.

Der Antrunk ist süß und mit reichlich Kohlensäure. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider, ein leichtes Bitter taucht auf, Fruchtigkeit fehlt aber vollständig. Der Geschmack könnte durchaus etwas komplexer sein. Im Abgang wird das Bier trockener, das leichte Bitter bleibt erhalten und klingt lange nach.

Das Bier kann mir gefallen, auch wenn noch einige Luft nach oben bleibt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Gerste, geröstete Gerste, Hopfen, Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

4,1 % Vol.

Stammwürze:

10° Plato

Brauerei

Guinness & Co.
St James Gate
Dublin
Irland
www.guinness.com