Die Hildesheimer Braumanufaktur ist zwar nur eine kleine Brauerei, aber mit dem Alten Wasserwerk steht Jan und Malte ein riesiges Grundstück zur Verfügung. Und auf den Grünflächen wachsen neben herrlich süßen Brombeeren auch viele Kräuter, die die beiden ab und an in Sondersuden mit verbrauen. Jetzt steht vor mir das Double Sage, wie der Name bereits aussagt, ein Bier mit Salbei. So weit, so (fast) normal. Außergewöhnlich ist aber, dass in diesem Fall ein Stout als Basisbier verwendet wurde. So bin ich jetzt gespannt, wie sich der Salbei im Bier macht.
Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist hellbraun und fällt recht flott in sich zusammen. Aber das war ja zu erwarten.
Komplexe Aromen steigen mir in die Nase. Der Salbei steht im Vordergrund, lässt aber noch ausreichend Raum für Röstaromen, die an Kaffee und dunkle Schokolade erinnern.
Der Antrunk ist stiltypisch süß und überzeugt durch die sehr feinperlige Kohlensäure. Am Gaumen spiegeln sich die Aromen wider, die ich bereits in der Nase festgestellt habe. Dass der Salbei mit den Röstaromen so gut harmonisiert, hätte ich mir vorher nicht vorstellen können. Säure kann ich nicht feststellen und auch die Bittere ist nur zurückhaltend vorhanden. Erst in der Kehle kommt sie überraschend kräftig zum Tragen und zusammen mit dem Geschmack des Salbeis klingt der Geschmack sehr lange nach.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Haferflocken, Hopfen, Salbei, Hefe
Alkoholgehalt:
6,5 % Vol.
Brauerei:
Hildesheimer Braumanufaktur
Goslarsche Landstr. 15
31135 Hildesheim
www.hildesheimer-braumanufaktur.de







Nun steht mal wieder ein Bier der Stuttgarter Brauerei Kraftpaule vor mir. Dieses Mal handelt es sich um ein Dry Coffee Stout, das Kraftpaule zusammen mit der Kaffeerösterei Schwarzmahler aus dem Osten von Stuttgart entwickelt hat.
Drei Jahre lang haben De Dolle Brouwers gebraut, ehe sie Ende 1980 offiziell ihr Geschäft eröffneten. Zu diesem Zeitpunkt erwarben sie eine alte, etwas heruntergekommene Brauerei in Esen, Westflandern. Louis Nevejean, ein ortsansässiger Arzt, hatte diese Brauerei (und spätere Brennerei) im Jahr 1835 gegründet, also etwa vier Jahre nach der Gründung des Staates Belgien. Nach dem Tod des Arztes wurde die Brauerei schließlich im Jahr 1882 an Aloïs Costenoble verkauft. Die Familie Costenoble leitete die Brauerei dann über drei Generationen hinweg und stellte Biere wie Cosmos,
Die Brauerei Verbeeck wurde Ende des 19. Jahrhunderts gegründet und sie ist nach wie vor eine inhabergeführte Brauerei. Die Geheimnisse des Erfolgs wurden vom Vater an den Sohn weitergegeben, bis dieser selbst Vater wurde… und so weiter. Die Söhne der Sechziger-Generation hatten jedoch andere Pläne. Im Jahr 1966 wird die Brauerei dichtgemacht, bis im Jahr 2015 eine neue Generation herangewachsen war und die Brauerei neu eröffnete. Die Linie der Familie Verbeeck-Back wurde durch die Familie De Cock verstärkt. Zusammen haben sie den beeindruckenden, beruhigend belgisch klingenden Namen Verbeeck – Back – De Cock gebildet. Kurz VBDCK. Dieser neue Jahrgang von VBDCK, der die Familientradition der belgischen Qualität und des Handwerks fortsetzt, hat die Geschichte fortgesetzt.