Die Privat-Brauerei Zötler soll die älteste noch aktive Familienbrauerei der Welt sein.Hier entstehen seit über fünf Jahrhunderten Biere und andere Getränke. Als jüngste Herausforderung hat sich der Junior-Bräu Niklas Zötler an das Herstellen von aktuell drei Craft Beeren gewagt. Jetzt steht das Heilewelt vor mir. Es ist die Hommage an die Oma Mimi des Juniorchefs, die zu ihrer Zeit bereits kräftig im Betrieb mitgearbeitet hat.
Bernsteinfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und fällt in einer durchschnittlichen Geschwindigkeit in sich zusammen.
Das Bier duftet zart nach Zitrus und Orangen, dazu kommt eine angenehme Würze des Hopfens. Das Aroma des Malzes ist dabei kaum festzustellen und unterstützt lediglich die Hopfenaromen.
Der Antrunk ist leicht süß und spritzig. Auf der Zunge dominieren wie in der Nase die fruchtigen Noten, jetzt begleitet durch ein leichtes Bitter. Obwohl das Bier moderate 4,9 Volumenprozent Alkohol enthält, ist das Mundgefühl cremig. Im Abgang würde ich mir etwas mehr Bitter wünschen, so dass der Geschmack länger nachklingen könnte.
Insgesamt ist das Heilewelt ein angenehmes Sommerbier.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Cara Munich, Gerstenmalz dunkel), Hopfen (Perle, Cascade, Lemondrop), Hefe (Englische Ale-Hefe)
Alkoholgehalt:
4,9% vol.
Stammwürze:
12,3° Plato
Bittereinheiten:
26 IBU
Farbe:
16 EBC
Empfohlene Genusstemperatur:
7° – 9° Celsius
Brauerei:
Privat-Brauerei Zötler GmbH
Grüntenstraße 2
87549 Rettenberg
www.zoetler.de
Seeon liegt im Chiemgau und von dort kommen die immer wieder neuen Kreationen der Camba Bavaria Brauerei. Jetzt steht das 4 Sessions vor mir, ein Pale Ale, wobei das Sessions für einen niedrigeren Alkoholgehalt bei Bieren steht. Mit milden 4,1% vol. Alkoholgehalt und nur 28 Bittereinheiten (IBU) sollte sich das Bier sehr gut und barrierefrei trinken lassen. Zumindest ist das meine Erwartung.
So, wieder mal ein Bier aus Rambin auf Rügen, wo Markus Berberich ständig neue Biere kreiert. Nicht jedes Bier gefällt mir, aber eines ist klar: alle seine Biere haben Charakter. Zum Strandfass, das jetzt vor mir steht, schreibt Markus lt. Craftbeer-Shop.com: „Wir geben bei diesem Bier zerhackte Whisky-Fässer im Sudhaus zu. Die Holznoten werden frisch verbraut und frisch vergoren. Im Ergebnis steht ein erfrischendes Bier mit Holznoten ohne die sonst typischen Holz-Alterungsnoten – sehr selten.“ Dann will ich mal testen, ob dieses Vorgehen zu einem guten Ergebnis geführt hat.
Superfreunde ist eine Gypsy-Brauerei, also ein Brauprojekt, das durch Deutschland zieht und sich bei anderen Brauereien einmietet, die blachliegende Kapazitäten haben. Ich hatte mit den Brauern noch keinen direkten Kontakt und kann daher auch keine Informationen über die Superfreunde aufschreiben. Beginne ich also direkt mit der Verkostung und öffne die Flasche. Nur mal so nebenbei: das ungewöhnliche Etikett wurde von Comic-Zeichner Christian Bögle entworfen.
In Freiburg ist Almut Zinn beheimatet. Dort entwickelt sie ihre Biere, die sie anschließend als Gypsy Brauerin für den Markt produziert und vertreibt. Das Heimspiel ist nun mein zweites Bier von ihr. Das erste Bier, das ich von ihr verkostet habe, war das
Aus der Leidenschaft zum Trinken guter Biere entstand diese ganz besondere kleine Brauerei. BroBier ist eine sogenannte Gypsybrauerei. BroBier, das sind die Freunde Andreas Eckschmidt und Johannes Lurz, die sich dieses Geschäftsmodell zu Nutzen gemacht haben um ihre Heimbrauerei vom Hobby zum professionellen Unternehmen zu pushen.
Es ist schon ein sehr selbstbewusster Name für ein Bier, besonders für ein Erstlingswerk.
Anni aus Brauerei Flügge in Frankfurt ist ein Pale Ale, das mit der norwegischen Farmerhefe
Nun steht wieder einmal ein Bier von Wolfscraft vor mir, der Bio-Brauerei aus München. Die Brauer beschreiben ihre Philosophie so: „Alles begann mit ein paar Bier (zuviel) und der Feststellung, dass inzwischen fast alle Biere gleich schmecken. Dabei sollte Bier unangepasst wie ein Wolf sein, fanden wir. Aus der Bieridee wurde eine Mission und so entstehen durch viel Handwerk, Alpenquellwasser und reichlich Gabe an regionalen Qualitätszutaten klassische deutsche Biere mit modernem „Twist“. Und dass der Wolf dabei unser Symbol für den Widerstand gegen Einheitsbiere werden würde, lag wohl auf der Hand.“ OK, dann will ich mal das erste alkoholfreie Bier aus Bayern verkosten.
Kein Fruchtsaft, aber trotzdem alkoholfrei. Immer noch kein Fruchtsaft, aber trotzdem extrem fruchtig. Das verspricht die Berliner Brauerei Schoppe bei ihrem alkoholfreien Pale Ale. Mal sehen, ob sie diese Versprechen halten kann.