Schlagwort-Archiv: Lagerbier

Glaab’s – Hopfenlust

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts besteht bereits die Brauerei Glaabsbräu in Seligenstadt und noch immer befindet sie sich in Familienbesitz, mittlerweile in der neunten Generation. Damit gehört sie zu den ältesten Brauereien im Süden von Hessen.

In diesem Jahr hat Glabsbräu zum zweiten Mal einen Sondersud namens „Hopfenlust“ gebraut. Diese Saisonspezialität steht nur in begrenzter Menge zu Verfügung und wenn sie weg ist, ist sie weg. Das besondere an der Glaabsbräu Hopfenlust ist, dass für diesen Sud ausschließlich Aromahopfen verwendet wurde. Dadurch soll das Bier weniger herb werden und stattdessen wunderbar fruchtige Hopfenaromen erhalten. Verwendet wurden der bekannte aber recht seltene „Sorachi Ace“ und „CitraHopfen aus dem amerikanischen Yakima Valley. Diese Hopfen stehen für sehr fruchtige und frische Aromen. Ich kann mich also auf ein besonderes Bier freuen.

Intensiv goldgelb präsentiert sich die Hopfenlust im Glas. Die Farbe spricht mich wirklich an. Darüber bildet sich viel cremiger Schaum, der sich nur langsam auflöst. Optisch hat die Brauerei schon mal alles richtiggemacht.

Der recht intensive Duft wird durch Zitrusaromen dominiert. Ich rieche Orangen, Limonen und Grapefruit, unterstützt durch das Aroma von Kräutern. Hier zeigt sich bereits die gute Auswahl der Hopfensorten.

Der Antrunk ist mild und deutlich süß. Die reichlich vorhandene sehr feinperlige Kohlensäure macht ihn aber spritzig. Zusammen mit dem eher geringen Alkoholgehalt von 3,8 % ist es also ein sehr schönes Sommerbier. Schnell entfaltet der Hopfenanteil seine Wirkung. Frisch, fruchtig ist es jetzt und auch die Kräuteraromen kommen stärker zum Tragen. Ein freundliches Bitter verdrängt die anfängliche Süße. Süffig und komplex überzeugt mich das Bier immer mehr. Im Abgang kommt die Süße zurück, gut ausgewogen mit dem jetzt stärker werdenden Bitter. Bemerkenswert ist auch der lange Abgang.

Nachdem ich die Hopfenlust verkostet habe, wundert es mich nicht, dass der ProBier-Club es im Mai 2017 zum „Bier des Monats“ gekürt hat.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Caramel Malz), Hopfen (Citra, Cascade, Sorachi Ace, Summit), Hefe

Alkoholgehalt:

3,8 % Vol.

Stammwürze:

10,2° Plato

Bittereinheiten:

25 IBU

Brauerei:

Glaabsbräu GmbH & Co. KG
Wallstr. 1
63500 Seligenstadt
www.glaabsbraeu.de

Bauhöfer’s – Schwarzwaldmarie

Der Schwarzwald ist für seine hochwertigen Lebensmittel bekannt und so wundert es auch nicht, dass dort ebenfalls Biere gebraut werden, die nicht mit anderen Bieren verwechselt werden können. Die Schwarzwaldmarie, ein helles Lager, wird mit Brauwasser aus einem brauereieigenen Tiefbrunnen, mit regional erzeugtem Malz und mit Aromahopfen aus Tettnang, Spalt und der Hallertau gebraut. Außerdem reift dieses Bier acht Wochen lang. Das macht mir Hoffnung, dass mir dieses Bier gut gefällt.

Auffällig ist an der Flasche, dass sie nicht mit einem Kronkorken verschlossen ist, sondern über einen Drehverschluss verfügt. Dagegen ist zunächst einmal nichts zu sagen, allerdings handelt es sich bei dieser Pfandflasche um eine spezielle Anfertigung für die Brauerei, so dass ich sie hier im Ruhrgebiet nicht loswerde. Für mich ist es quasi eine Einwegflasche. Nachhaltigkeit sieht anders aus. Auf der anderen Seite habe ich das Bier aus dem Schwarzwald mitgebracht. Wird das Bier nur regional verkauft, ist gegen die spezielle Flasche nichts zu sagen.

Hell goldgelb präsentiert sich das Bier im Glas. Ich sehe viel Kohlensäure und es bildet sich eine durchschnittlich große Krone aus feinporigem Schaum, die auch lange erhalten bleibt.

Auch das Aroma gefällt mir. Ich rieche Karamell, Ananas, Zitrone und Melone. Die Brauerei war offensichtlich bei der Dosierung des Aromahopfens nicht geizig. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der relativ süße und spritzige Antrunk begrüßt mich auch gleich mit dem Geschmack von Honigmelone und Zitrone. Diese Fruchtigkeit bleibt auch bestehen und es kommt ein hintergründiges zartes Bitter dazu, das an Zitronenschale erinnert. Der Abgang ist mild und wenig bitter. Trotzdem überrascht er mit einem sehr langen Nachklang.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen (kaltgehopft mir Amarillo und Mosaic)

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürzegehalt:

12,7° Plato

Brauerei:

Familienbrauerei Bauhöfer GmbH & Co. KG
Ullenburgstraße 12-14
77871 Renchen – Ulm
www.schwarzwaldmarie.beer

Liebhart’s – Dunkel Landbier

Nun wartet mal wieder eines der Biobiere aus der ostwestfälischen Brauerei Liebharts vor mir, das Bio Dunkel Landbier. Die meisten Biere aus biologischen Grundstoffen werden mit viel Sorgfalt gebraut, was sich auch im Geschmack niederschlägt. Dementsprechend hoch sind jetzt meine Erwartungen.

Die Farbe des Bieres gefällt mir schon mal. Das Bier zeigt sich in einem sehr dunklen Rot, dazu reichlich Kohlensäure. Der sehr knapp bemessene Schaum ist hellbraun, gemischtporig und er verschwindet sehr schnell.

Das süßliche Aroma wird vom Malz bestimmt, unterstützt vom Duft nach Datteln und anderen Trockenfrüchten. Bei der dunklen Farbe hätte ich mehr Röstaromen erwartet, aber der Duft ist durchaus sehr angenehm.

Der Antrunk ist süßlich. Nach kurzer Zeit kommen die Röststoffe zum Vorschein. Leider hält sich der Hopfen sehr im Hintergrund, er ist eher zu erraten als zu erschmecken. Auch der sehr lange Abgang wird durch die Röststoffe bestimmt. Aber insgesamt bin ich von diesem Bier eher enttäuscht, ich empfinde es eher als langweilig.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Liebhart’s Privatbrauerei
Am Gelskamp 6
32758 Detmold
http://www.residenz-biere.de

Störtebeker – Baltik-Lager

Aus der Störtebeker Brauerei am Stadtrand der Hansestadt Stralsund kommt etwa ein Dutzend unterschiedlicher Biere. Jetzt steht das neueste Erzeugnis vor mir, das Baltik-Lager. Ich bin mal gespannt, ob dieses Lager mich überzeugen kann. Auch wenn ich Lagerbiere häufig als recht langweilig empfinde, habe ich von der Störtebeker Brauerei doch so manche Überraschung erlebt. Für mich ist es also eine spannende Verkostung.

Kräftig kupferfarben steht das Bier im Glas. Obwohl das Bier klar ist, kann ich keine Kohlensäure sehen. Über dem Bier bildet sich eine durchschnittliche Menge feinporiger Schaum, cremefarben und mit recht langer Standzeit.

Das Aroma enthält Düfte von Toffee, Früchten und Kräutern. Dieses recht komplexe Aroma macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist relativ süß. Jetzt kann ich auch das erste Mal die Kohlensäure feststellen. Sie ist sehr feinperlig, aber leider auch in sehr geringer Menge vorhanden. Der Körper ist dagegen der der helle Wahnsinn – Süße, Säure und Bitter stehen in absolut ausgeglichenen Verhältnis zueinander und bilden zusammen mit einem zusätzlichen leicht rauchigen Geschmack (kommt da auch noch etwas Whisky durch?) einen intensiven, runden, vollen und ausgewogenen Eindruck. Obwohl der Abgang wirklich mild ist, klingt er lange nach.

Dieses Bier ist wirklich außergewöhnlich. Es gehört zu den wenigen Bieren, denen es gelingt, sowohl mir als auch meiner Frau wirklich gut zu gefallen. So ein Bier würde ich mir wirklich häufiger wünschen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Caramelmalz, dunkle Braumalze, Pilsener Malz), Hopfen (Perle, Tradition, Cascade), Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

13,2 %

Brauerei:

Störtebeker Braumanufaktur GmbH
18439 Hansestadt Stralsund
www.stoertebeker.com

BierSelect

Camba – Dark Side

Das Camba Dark Side ist ein dunkles, nein ein schwarzes, Lagerbier. Der Name Lagerbier stammt von der Notwendigkeit, das Bier nach dem Brauen noch einige Wochen bei niedrigen Temperaturen zu lagern, damit es in Ruhe reifen kann. Und vom Camba Dark Side erwarte ich schon einiges. Schließlich ist es bereits dreimal ausgezeichnet worden, 2015 und 2016 beim Meiningers International Craft Beer Award mit Gold und beim Dark Lager World Beer Award 2016 ebenfalls mit Gold. Das Bier muss also schon recht gut sein.

Schwarz und blickdicht präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine sahnige hellbraune Schaumkrone, die auch recht lange erhalten bleibt. Optisch gibt es am Dark Side also schon mal nichts auszusetzen.

Das Aroma wird wie erwartet durch die Röststoffe dominiert. Ich rieche Kaffee und dunkle Schokolade, aber auch eine leichte Süße. Damit ist der Duft wie ich es bei einem so dunklen Bier erwarte.

Der Antrunk ist dann recht trocken; ich hätte eine ausgeprägtere Malzsüße erwartet. Aber so gefällt es mir schon mal sehr gut. Außerdem stört es mich deshalb auch nicht sonderlich, dass die sehr feinperlige Kohlensäure doch recht knapp portioniert ist. Zum Kaffeegeschmack gesellt sich eine angenehme Säure, die dem Bier eine Spur Fruchtigkeit verleiht. Diese Säure nimmt immer mehr zu und dominiert im Abgang über das geringe Bitter.

Dieses Bier trifft nicht so ganz meinen Geschmack, aber ich muss ihm auch zubilligen, dass es seine Auszeichnungen durchaus zurecht erhalten hat.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Tradition

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Stammwürze:

13,6° Plato

Bittereinheiten:

17 iBU

Brauerei:

Camba Bavaria GmbH
83376 Truchtlaching
www.camba-bavaria.de

Weiherer – Urstöffla

Nun steht das Urstöffla aus der Brauerei Weiherer im fränkischen Viereth-Trunstadt vor mir und wartet auf seine Verkostung. Das Bier weist einige Besonderheiten auf. Es ist nicht nur ausschließlich mit Zutaten aus biologischer Erzeugung gebraut, sondern es ist auch nachhaltig hergestellt worden. Darauf weist das Solarbier-Siegel auf dem Rückenetikett hin. Unter dem Namen haben sich etwa drei Dutzend Brauereien zusammengeschlossen, die mit Solarstrom arbeiten und die sich auf diese Weise vom Verbrauch von Strom verabschiedet haben, der durch fossile Energieträger oder durch Atomkraft erzeugt wurde. Dann ist das Bier noch in einer Pfandflasche, die auch von anderen Brauereien befüllt werden kann. Umweltfreundlicher kann ein Bier vermutlich nicht sein.

Und schlecht kann das Bier auch nicht sein. Es wurde zweimal beim Craft Beer Award ausgezeichnet, 2015 mit der Gold- und 2016 mit der Silbermedaille.

Dunkel bernsteinfarben zeigt sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist feinporig, aber leider deutlich unterdurchschnittlich voluminös und sie fällt in durchschnittlicher Zeit in sich zusammen.

Das Aroma wird durch das Malz dominiert. Ich rieche leichte Röstnoten, Trockenbirnen und Karamell. Dazu kommt noch ein dezenter süß-würziger Duft, es könnte sich um Zimt handeln. Nicht schlecht, die Nase verspricht ein mildes und relativ süßliches Bier.

Der Antrunk ist dann auch recht süß, was mit heute durchaus gefallen könnte, wenn die Brauerei nicht so sparsam mit der sehr feinperligen Kohlensäure umgegangen wäre. Schnell kommt eine leichte Säure zur Malzsüße, die eine gewisse Fruchtigkeit mit sich bringt. Hier spiegeln sich auch die Birnen wieder, zusammen mit etwas Mango. Insgesamt macht der Körper einen recht runden Eindruck. Der Abgang ist sehr mild mit wenig Bitter und einem kurzen Nachklang.

Das Bier macht insgesamt nichts verkehrt, ist aber meiner Meinung nach zu sehr auf den Einheitsgeschmack ausgerichtet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,6° Plato

Brauerei:

Brauerei Kundmüller
Weiher 13
96191 Viereth-Trunstadt
www.weiherer-bier.de

Klosterbrauerei Neuzelle – Closter Zell

Wieder einmal steht eine Flasche Bier aus der Klosterbrauerei in Neuzelle vor mir. Wie üblich werfe ich zunächst einen Blick auf das Etikett. Wie bei der Brauerei aus der Lausitz üblich sind die Angaben eher minimalistisch. An Zutaten werden Wasser, Gerstenmalz und Hopfen angegeben. Das kennen wir bereits von den Bieren aus Neuzelle. Im Onlineshop der Brauerei steht der Käufer dann ziemlich ratlos da, denn er kann keinerlei Unterschied zwischen den Bieren einschätzen. Es wäre sicher hilfreich, einige zusätzliche Informationen in der Artikelbeschreibung oder im Laden auf einem Rückenetikett zu finden. Na ja, dann müssen Sie halt hier nachlesen. Ich gieße mir das Bier jetzt erst einmal ein.

Rotgold und klar steht das Bier im Glas. Eine wirklich schöne Farbe, die Lust auf dieses Bier macht. Dazu eine lebhafte Kohlensäure. Der optische Eindruck wird nur durch den wenigen recht grobporigen Schaum gestört, der sich auch recht schnell auflöst. Dafür ist das Aroma umso besser. Es wird durch Malz und Röstaromen bestimmt, unterstützt anfangs durch eine säuerliche Note, bevor ein Duft nach dunklem Honig und Karamell durchkommt.

Der Antrunk enthält wenig Restsüße und bringt einen vollen Röstgeschmack mit sich. Anschließend wird das Bier etwas süßer. Dazu recht wenig Bitterstoffe. Der Abgang ist mild. Überhaupt ein mildes Bier, genau richtig für Verbraucher, denen ein norddeutsches Pils zu herb ist. Dazu ein Stück Käse macht den Genuss perfekt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,2 % Vol.

Brauerei:

Klosterbrauerei Neuzelle GmbH
Brauhausplatz 1
15898 Neuzelle
www.klosterbrauerei.com

Erlkönig – Dunkel

Seit 1871 gibt es die Brauerei Erl in Geiselhöring in Niederbayern. Das Dunkle, das jetzt vor mir steht, ist eines der ältesten Biere aus dieser Brauerei und wird bereits seit der Gründerzeit des Unternehmens hergestellt. Die Brauerei bezeichnet das Bier als echten Geheimtipp. Ausschließlich mit dunklem Malz und Naturhopfen aus der Hallertau gebraut erwarte ich ein Bier, das mir gefallen wird, insbesondere, weil es im Jahr 2015 beim International Beer Award ausgezeichnet wurde.

Kastanienbraun mit einer durchschnittlichen Menge feinporigem beigem Schaum zeigt sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone bleibt lange erhalten und sorgt so zusammen mit der Farbe für ein wirklich edles Aussehen.

Das Aroma wird durch das Malz dominiert. Ich rieche milde Röststoffe, unterstützt durch etwas dunkle Schokolade. Das Malz kann ich nicht bewusst wahrnehmen, aber so komplex das Aroma ist, enthält es mit Sicherheit auch einige dezente Duftnoten des Hopfens.

Aufgrund des malzigen Aromas hätte ich einen ziemlich süßen Antrunk erwartet. Diese Erwartung wurde zum Glück nicht erfüllt, sondern die Malzsüße ist sehr gut auf die Röststoffe abgestimmt. Zusammen mit der sehr feinperligen Kohlensäure ist das erste Mundgefühl einfach perfekt. Schnell kommt der Geschmack nach Schokolade stärker durch. Dabei enthält das Bier nur wenige Bitterstoffe sowie eine ganz leichte Säure. Bitterstoffe und Säure passen sich dabei gut an die Süße des Malzes an. Auch der Abgang ist nur mäßig bitter, aber der Geschmack bleibt lange erhalten.

Dieses Bier gefällt sicher allen Biertrinkern, die nicht so sehr auf Bitter stehen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Brauerei:

Landbrauerei Ludwig Erl
94333 Geiselhöring
www.erl-braeu.de

Stauder – Bierchen

Im letzten Jahr hat die Brauerei Stauder aus Essen zu ihrem 150jährigen Jubiläum das Stauder Jacob auf den Markt gebracht. Mit diesem Jubiläumsbier hatte Stauder begonnen, die eingetretenen Pfade zu verlassen. In diesem Jahr hat die Brauerei unter Leitung von Axel Stauder ein weiteres Bier nachgeschoben. Der Name dieses Bieres ist so gewöhnlich, dass er mir schon wieder originell vorkommt, es heißt einfach Bierchen. Das Etikett verspricht einiges: „Hopfig, fruchtig, ehrlich! Aromastarkes frisches Charakter-Bierchen, handwerklich gebraut!“ Na gut, dann will ich mich mal überraschen lassen.

Golden, leicht hefetrüb und mit einer sehr großen Schaumkrone, die nur langsam in sich zusammenfällt, macht das Bier optisch schon mal einen guten Eindruck.

Das Aroma ist fruchtig-frisch. Düfte nach Zitronenschale und Grapefruit steigen mir in die Nase, aber auch der Malzkörper steuert einige süßen Noten bei.

Der Antrunk ist wenig süß und frisch. Auf der Zunge spiegeln sich die fruchtigen Noten des Aromas wider, dazu kommt ein mildes Bitter. Bis hierhin gefällt mir das Bierchen; es ist gerade jetzt im Sommer ein guter Durstlöscher. Der Abgang ist gering bitter und klingt mittellang nach. Hier ist wirklich noch Luft nach oben.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen (Citra, Simcoe), Hefe

Alkoholgehalt:

4,6 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Jacob Stauder GmbH & Co. KG
Stauderstr. 88
45326 Essen
www.stauder.de

Aktien Landbier

Und nun mal wieder ein hoffentlich leckeres Bier aus Franken, das Aktien Landbier Fränkisch Dunkel aus Bayreuth. Die Flasche sieht jedenfalls schon mal vielversprechend aus. Zunächst einmal mag ich die Bügelverschlüsse und auch das Etikett fällt mit seinem klaren und fast minimalistischen Design angenehm aus dem Rahmen. Na, dann wollen wir mal sehen.

Dunkelrot ist dieses Landbier im Glas. Dazu ein schöner feinporiger hellbrauner Schaum. Das Bier duftet intensiv nach Röstmalz mit seinen süßen Noten. Auch einige säuerliche Aromen sind dabei. Eventuell rote Früchte? Der Duft von Kirschen? Ich kann den Duft nicht genau identifizieren. Aber das Aromenspiel macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist nicht so intensiv wie ich es aufgrund der Aromenvielfalt erwartet hätte. Er ist würzig und leicht süß. Der Geschmack intensiviert sich aber im Mund. Dann kommt auch ein Anflug von Bitterschokolade durch. Im Abgang macht sich der Hopfen bemerkbar, der auch einige Zeit im Hals nachklingt. Doch, dies ist ein gutes Stück fränkischer Braukunst, süffig und spannend.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Röstmalzbier, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Brauerei:

Bayreuther Bierbrauerei AG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
http://www.bayreuther-bier.de